Basel, Stadtcasino Basel, Simone Kermes / Le Musiche Nove / Claudio Osele 31.1. 2011

Januar 21, 2011  
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Simone Kermes / Le Musiche Nove / Claudio Osele

Montag, 31. Januar 2011 / 19.30 Uhr / Stadtcasino Basel

Stadtcasino Basel The Classical Company/DTC Classics Simone Kermes Stadtcasino Basel The Classical Company/DTC Classics Simone Kermes

Simone Kermes  wird als „beeindruckendste Barocksängerin der Gegenwart“, als „Crazy Queen of Baroque“ oder schlicht als „Königin des Barock“ bezeichnet: Simone Kermes. Sie ist eine der gefragtesten dramatischen Koloratursopranistinnen, die als Opern- wie als Lied- und Konzertsängerin für Furore sorgt.

Ende Januar / Anfang Februar ist sie mit einem Programm mit Barockarien auf Tournee in Deutschland und in der Schweiz. Am Montag, 31. Januar, tritt sie, als einziges Konzert in der Schweiz, im Stadtcasino Basel auf. Sie stellt dabei ihre neue CD „Colori d’Amore“ vor, die soeben als ‚Beste Klassik-CD 2010′ ausgezeichnet worden ist.

Der Musiker und Musikwissenschaftler Claudio Osele hat, wie schon für ihre letzte CD „Lava“, die Archive nach verschollenem Material durchkämmt. Sämtliche Arien der neuen CD wurden erstmals eingespielt, und sie sind seit damals überhaupt erstmals zu hören. Kermes wird wieder vom auf Originalinstrumenten spielenden italienischen Ensemble „Le Musiche Nove“ unter der Leitung von Claudio Osele begleitet.

Während „Lava“ ganz der Opera seria der neapolitanischen Schule gewidmet war, stammen die Werke auf „Colori d’amore“ aus dem Wien des späten 17. und frühen 18. Jahrhunderts, der Blütezeit des Barock. Damals engagierten die musikbegeisterten Kaiser Leopold I., Joseph I. und Karl VI. italienische Komponisten und Librettisten an den habsburgischen Hof. Die Arien auf der neuen CD besingen vor allem die Zärtlichkeit, die Liebe und die Leidenschaft.

Die Komponisten, die diese Arien voller Leidenschaft und virtuoser Effekte geschrieben haben, sind etwa die Brüder Bononcini; Riccardo Broschi, der Bruder des Kastraten Farinelli; Antonio Caldara, damals ein Star unter den Komponisten; oder Alessandro Scarlatti, von dem die CD fünf Arien enthält. Sein Stück „Torbido, irato e nero“ gilt als eine der virtuosesten Koloratur-Arien und wurde schon von Farinelli mit grossem Erfolg gesungen.

Die neu zu entdeckende hochvirtuose Musik scheint Simone Kermes auf den Leib geschrieben. Die aussergewöhnliche Schönheit ihres Timbres, ihre phänomenale Technik sowie die Flexibilität und der grosse Umfang ihrer Stimme sind prädestiniert für die schwierigen Koloraturpartien des Barocks.
Die geborene Leipzigerin, die ihr Gesangsstudium an der Musikhochschule ihrer Heimatstadt mit Auszeichnung abgeschlossen hat, 1993 den Ersten Preis im Mendelssohn-Wettbewerb in Berlin und 1996 den Ersten Preis im Bach-Wettbewerb in Leipzig gewann, ist seither als Opern- und Konzertsängerin mit einem breiten Repertoire, das auch Belcanto und zeitgenössische Musik umfasst, in aller Welt aufgetreten.

Kermes besuchte Meisterkurse etwa bei Elisabeth Schwarzkopf und Dietrich Fischer-Dieskau. Sie gastierte an den Opernbühnen in Stuttgart, Wiesbaden, Dortmund, Mainz und Kopenhagen, an der Brooklyn Academy of Music in New York und am Thèâtre des Champs-Elysèes in Paris. Zu ihrem Repertoire gehören etwa Gilda in „Rigoletto“, Alcina in „Alcina“, Lucia in „Lucia di Lammermoor“, Eurydike in „Orpheus und Eurydike“, Konstanze in „Die Entführung aus dem Serail“, Fiordiligi in „Così fan tutte“ und Rosalinde in „Die Fledermaus“.

Konzertverpflichtungen führten sie durch ganz Europa, die USA und nach Japan. Sie gab Konzerte und Liederabende etwa in der Carnegie Hall in New York, im Moskauer Konservatorium, im Palau de la Música Barcelona, in der Frauenkirche Dresden und in der Tonhalle Zürich. Sie arbeitet mit Dirigenten wie Riccardo Chailly, Lorin Maazel, Mikhail Pletnev, Raphael Frühbeck de Burgos, Christopher Hogwood oder Thomas Hengelbrock.

Die Sängerin war Gast internationaler Festivals wie den Schwetzinger Festspielen, den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, dem Kissinger Sommer, der Ludwigsburger Schlossfestspiele oder den Göttinger Händelfestspielen. Für ihre Solo-Alben erhielt sie Auszeichnungen wie den Echo Klassik, den Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik, den Midem Award und mehrere Diapason-Preise.
Gerne laden wir Sie zur Berichterstattung über das Konzert ein. Simone Kermes steht am Vorabend und am Tag des Konzerts für Interviews zur Verfügung. Anfragen für Pressekarten und Interviews bitte an beatglur@email.ch oder 079 333 65 10.

Veranstalter/Produzent des Konzerts ist The Classical Company/DTC Classics

Basel, Stadtcasino Basel, Nigel Kennedy / Orchestra of Life / Nigel Kennedy Band 27.11.2010

November 17, 2010  
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Nigel Kennedy / Orchestra of Life / Nigel Kennedy Band

Samstag, 27. November 2010 / 19.30 Uhr / Stadtcasino Basel

Nur drei Tage nach David Garrett (24. November in der St. Jakobshalle) kommt mit Nigel Kennedy am 27. November ein weiterer weltberühmter Violinist für ein exklusives Schweizer Konzert nach Basel. Der Brite wird begleitet von seinem „Orchestra of Life“ und der „Nigel Kennedy Band“. Er spielt ein Programm mit den Violinkonzerten in a-Moll und E-Dur von Johann Sebastian Bach und den „Vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi.

Seit rund 30 Jahren steht Kennedy als einer der weltweit führenden Violinvirtuosen auf allen grossen Bühnen. Das frühere Enfant Terrible gilt längst als hoch geschätzter Geiger, der dank seinem Talent und seiner Wandlungsfähigkeit eine Ausnahmeerscheinung in der Klassikszene darstellt. Wie kaum ein anderer hat Kennedy, der noch immer mit Punkfrisur und ohne Smoking auftritt, die Klassik einem breiten Publikum nahe gebracht.

Kennedy wurde 1956 in Brighton in eine Musikerfamilie geboren. Mit sechs beginnt er Geige zu spielen, und mit sieben Jahren erhält er ein Stipendium der Yehudi Menuhin School in London. Mit 16 Jahren geht er an die Juilliard School of Music in New York. Hier kommt er erstmals mit Jazz in Berührung; sein Lehrer ist der berühmte Jazzgeiger Stéphane Grappelli.

1977 gibt Kennedy in der Royal Festival Hall in London sein Solisten-Debüt mit dem Violinkonzert von Mendelssohn, begleitet vom London Philharmonic Orchestra unter Riccardo Muti. Ab 1980 tritt er regelmässig mit den Berliner Philharmonikern auf. Danach spielt er mit fast allen grossen Orchestern und unter vielen bedeutenden Dirigenten.

Kennedy hat bisher rund 40 Einspielungen veröffentlicht. 1984 spielte er mit dem London Philharmonic Orchestra Edward Elgars Violinkonzert ein, später folgten mit den Londonern noch die Violinkonzerte von Peter Tschaikowsky und Johannes Brahms. Kennedy spielte auch Max Bruchs erstes Violinkonzert sowie die Violinkonzerte von Felix Mendelssohn, Jean Sibelius und Ludwig van Beethoven ein. Seine erfolgreichste CD sind Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ aus dem Jahre 1989: Es ist bis heute das meistverkaufte Klassikalbum aller Zeiten.

1996 erscheint mit „Kafka“ das erste Album mit Eigenkompositionen. Weitere Crossover-Alben sind etwa 1999 „The Kennedy Experience – Inspired by the Music of Jimi Hendrix“ und 2000 „Riders On The Storm – The Doors Concerto“ mit den Prager Symphonikern.

2006 erschien eine CD auf dem legendären Label „Blue Note“: Die „Blue Note Sessions“ entstanden mit Jazz-Stars wie Ron Carter und Jack DeJohnette. Mit seiner neuen Band „Nigel Kennedy Quintett“ hat er 2008 die CD „A Very Nice Album“ eingespielt. Dieses Jahr folgte „Shhh!“ mit Boy George als Gastsänger.

Seine polnische Ehefrau Agnieszka brachte Kennedy in Kontakt mit Krakauer Künstlern; so entstand mit der Klezmerband „Kroke“ das Album „East Meets East“. Seit 2002 ist er zudem künstlerischer Leiter des Polnischen Kammerorchesters – eine Position, die einst sein Lehrer Yehudi Menuhin innehatte. Mit dem Orchester spielte er 2007 das Album „Polish Spirit“ ein.

Jüngst hat Kennedy ein weiteres Kammerorchester gegründet: Das „Orchestra of Life“, mit dem er nun erstmals auf Tournee geht, bringt begabte junge Musiker aus Polen zusammen. Kennedy ist seit Beginn seiner Karriere exklusiv bei EMI Classics unter Vertrag. Er spielt auf einer Guarneri del Gesù aus dem Jahre 1735, und manchmal auf einer E-Geige.