Genf, Opéra des Nations, Eröffnung des neuen Opernhaus, IOCO Aktuell, 08.02.2016

Februar 10, 2016  
Veröffentlicht unter Grand Teatre Geneve, IOCO Aktuell

Genf / Opera des Nations © Samuel Rubio

Genf / Opera des Nations © Samuel Rubio

www.geneveopera.ch

 Opéra des Nations  –  Alcina von Georg Friedrich Händel

Zur Eröffnung der Opéra des Nations, die dem Grand Théâtre de Genève während der zweieinhalbjährigen Renovierungsarbeiten im angestammten Haus an der Place de Neuve als Ausweichspielstätte dient, präsentiert das Genfer Opernhaus eine Neuproduktion von Georg Friedrich Händels Alcina. Die Barockoper Alcina passt bestens in den intimen Rahmen des neuen Theaterbaus, einer aus vorfabrizierten Einzelteilen errichteten raffinierten Holzkonstruktion im Parc Rigot nahe des Uno-Geländes. Dafür hat das Grand Théâtre de Genève die Bauteile des Théâtre Éphémère der Comédie-Française gekauft und an die Anforderungen eines Opernhauses angepasst.

Genf / Opéra des Nations Alcina © Magali Dougados

Genf / Opéra des Nations Alcina © Magali Dougados

Mit 11,5 Millionen Schweizer Franken für den Kauf, den Transport und Aufbau des Holztheaters, inklusive einer Vergrößerung um 400 Plätze und einem zusätzlichen Orchestergraben, konnten bis jetzt zwei Drittel der Kosten durch private Geldgeber gestemmt werden. Ein öffentlicher Fonds des Genfer kantonalen Gemeindeverbandes garantiert für das letzte Drittel. Man ist aber optimistisch, auch hierfür noch private Förderer zu finden, um den Fonds für die Renovierung des Stammhauses zur Verfügung zu haben, welche exklusiv für 64 Millionen Franken von der Stadt Genf getragen wird. Mit 1118 Plätzen verfügt die Opéra des Nations über eine beachtliche Kapazität. Im Orchestergraben finden bis zu 70 Musikerinnen und Musiker Platz. Das Bühnenportal ist 7,5m hoch und 14,7m breit.
Bedingung für die Errichtung der Opéra des Nations im Parc Rigot war, dass sie nach zweieinhalb Jahren komplett – ohne Spuren zu hinterlassen – wieder abgebaut werden können sollte. Dies ist durch die Modulbauweise und die ausschließliche Verwendung von Holz inklusive der Fundamente gegeben.

London / Grabstaette Georg Friederich Händel © IOCO

London / Grabstaette Georg Friederich Händel © IOCO

Mit der Barockoper Alcina von Georg Friedrich Händel und Le Médecin malgré lui (April 2016) nach Molière von Charles Gounod  oder Verdis Shakespeare-Adaption Falstaff (Juni 2016) hat Generalintendant Tobias Richter (welcher über viele Jahre die Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf/Duisburg leitete) die idealen Opern für die intime Atmosphäre dieses Theaterbaus geplant, die den Holztheatern des 16. und 17. Jahrhunderts nachempfunden ist. Darüber hinaus werden sich aber auch moderne Stücke auf den kommenden Spielplänen finden sowie Liederabende mit renommierten Sängern. Und auch das Ballett des Grand Théâtre de Genéve wird an diesem Ort seine vorübergehende Heimat finden.

  Alcina – Inszeniert von David Bösch

Premiere: 15. Februar 2016, 19.30 Uhr,  weitere Aufführungen: 17., 19., 21., 23., 25., 27. und 29. Februar 2016

Mit Regisseur David Bösch, der vor allem durch Inszenierungen an der Bayerischen Staatsoper von L’elisir d’amore, Mitridate und L’Orfeo sowie durch Schauspiel-produktionen am Wiener Burgtheater, am Schauspielhaus Bochum oder am Hamburger Thalia Theater auf sich aufmerksam gemacht hat, gibt einer der spannendsten Theatermacher unserer Zeit sein Debüt in Genf. In der für ihn typischen Theatersprache voller Poesie, Sinnlichkeit und Melancholie macht er zusammen mit dem Bühnenbildner Falko Herold und der Kostümbildnerin Bettina Walter aus Händels Zauberoper ein phantasievolles, beseeltes und subtiles Barockspektakel.

Die Sängerbesetzung wird von der amerikanischen Sopranistin Nicole Cabell in der Titelrolle und der schwedischen Mezzosopranistin Malena Ernman in der Hosenrolle des Ruggero angeführt. Siobhan Stagg singt die Morgana, Kristina Hammarström die Bradamante. Das Ensemble wird ergänzt durch Anicio Zorzi Giustiniani als Oronte und Michael Adams als Melisso.
Mit dem Argentinier Leonardo García Alarcón steht ein Spezialist für Alte Musik am Pult des Orchestre de la Suisse Romande. Damit verspricht die Neuproduktion von Alcina eine musikalisch und szenisch inspirierte Eröffnung der Opéra des Nations, die diesen neuen Theaterraum mit dem Geist des Barock füllt.

Premiere ALCINA: 15. Februar 2016, 19.30 Uhr,  Weitere Aufführungen: 17., 19., 21., 23., 25., 27. und 29. Februar 2016. Die nächst folgende Oper an der Opéra des Nations ist Gounods Le Médecin malgré lui in einer Neuinszenierung von Laurent Pelly:  Am 04. April 2016.

 PM Media Relations 08.02.2016

Zürich, Opernhaus Zürich, Wiederaufnahme: TURANDOT, 12.12.2015

Dezember 11, 2015  
Veröffentlicht unter Opernhaus Zürich, Pressemeldung

Opernhaus Zürich

Opernhaus Zürich © Dominic Büttner

Opernhaus Zürich © Dominic Büttner

Wiederaufnahme: TURANDOT

Oper von Giacomo Puccini
Lyrisches Drama in drei Akten und fünf Bildern
Libretto von Giuseppe Adami und Renato Simoni nach Carlo Lucio Graf Gozzi
Vervollständigung des 3. Aktes von Franco Alfano (zweite Fassung)
In italienischer Sprache
mit deutscher und englischer Übertitelung

Wiederaufnahme am 12 Dez 2015, 19:00

Weitere Vorstellungen:
15 Dez 2015, 19:00
19 Dez 2015, 19:00
22 Dez 2015, 19:00
26 Dez 2015, 20:00 AMAG-VOLKSVORSTELLUNG
30 Dez 2015, 19:00

Giacomo Puccinis letzte Oper Turandot etabliert die repressive Gesellschaftsordnung eines düster-­märchenhaften Chinas. Sie kristallisiert sich in dem blutigen Rache-Ritus der Prinzessin Tu­randot, die mit ihrer kalten Schönheit scharenweise Freier anlockt und sie mittels unlösbarer Rätsel dem Henker ausliefert. Verunsichert wird diese Gesellschaft durch eine Gruppe von Fremden um den Prinzen Calaf, der sich unerkannt den drei Rätseln der grausamen Prinzessin stellt, sie löst und am Ende mit ihrer Liebe belohnt wird. Puccinis unvollendet gebliebene Partitur besticht durch raffinierte Exotik und eine gekonnte Mischung aus Tragik und skurrilem Witz. Sie spannt ein Panorama auf, das von pompösen Massenszenen über leidenschaftliches Pathos zwischen Turandot und Calaf bis zu den aus der Commedia dell’arte stammenden Figuren Ping, Pang und Pong reicht.

Als Turandot setzt die weltweit gefeierte Sopranistin Nina Stemme ihre Zusammenarbeit mit unserem Haus fort. Als Calaf ist der aufstrebende italienische Tenor Riccardo Massi zum ersten Mal am Opernhaus Zürich zu erleben.

Musikalische Leitung Alexander Joel
Inszenierung Giancarlo del Monaco
Bühne und Kostüme Peter Sykora
Lichtgestaltung Hans-Rudolf Kunz
Choreinstudierung Jürg Hämmerli

BESETZUNG:
Turandot: Nina Stemme
Liù: Alexandra Tarniceru
Calaf: Riccardo Massi
Timur: Wenwei Zhang
Ping: Ivan Thirion
Pang: Dmitry Ivanchey
Pong: Pavel Petrov
Altoum: Martin Zysset
Mandarin: Oliver Widmer
Philharmonia Zürich
Chor der Oper Zürich
Chorzuzüger
Zusatzchor der Oper Zürich
SoprAlti
Kinderchor
Statistenverein am Opernhaus Zürich

Pressemeldung Opernhaus Zürich

Zürich, Opernhaus Zürich, Premiere: IL VIAGGIO A REIMS, 06.12.2015

November 30, 2015  
Veröffentlicht unter Opernhaus Zürich, Premieren, Pressemeldung

Opernhaus Zürich

Opernhaus Zürich © Dominic Büttner

Opernhaus Zürich © Dominic Büttner

Premiere: IL VIAGGIO A REIMS

Oper von Gioachino Rossini
Dramma giocoso in einem Akt
Libretto von Luigi Balocchi
In italienischer Sprache
mit deutscher und englischer Übertitelung

Premiere am 06 Dez 2015, 19:00

Weitere Vorstellungen:
11 Dez 2015, 19:00
13 Dez 2015, 14:00
16 Dez 2015, 19:00
18 Dez 2015, 19:00
23 Dez 2015, 19:00 OPERNHAUSTAG
27 Dez 2015, 20:00
01 Jan 2016, 19:00 AMAG-VOLKSVORSTELLUNG
03 Jan 2016, 20:00
05 Jan 2016, 20:00 OPERNHAUSTAG
07 Jan 2016, 19:00
09 Jan 2016, 19:00

Das Kurhotel Zur Goldenen Lilie in der französi­schen Provinz beherbergt für einmal Persönlichkeiten aus ganz Europa. Alle haben sie das gleiche Reiseziel: Reims, um dort den Krönungsfeierlichkeiten Karls X. beizuwohnen. Aber die Reisemittel, sprich die Pferde, sind urplötzlich alle vermietet. Und so fügt man sich dem Schicksal, bleibt – und feiert vorerst sich selbst. Mit von der Partie sind Corinna (eine berühmte, römische Improvisationskünstlerin), die Marchesa Melibea (gebürtige Polin und Witwe eines italie­ni­schen Generals, der am Hochzeitstag bei einem feindlichen Überraschungsangriff starb), die Contessa di Folleville (die das denkbar grausamste Opernschicksal erleidet: ihr Gepäck ist ver­schwun­den), Madama Cortese (jodelnde Besitzerin des Hotels), Cavalier Belfiore (unver-drossener französischer Schürzenheld), der russische General Conte di Libenskof (eifersüchtig verliebt in die Marchesa Melibea), Don Profondo (Antiquitätensammler und Mitglied mehrerer Akademien) sowie Barone di Trombonok (Musikfanatiker und Verwalter der Reisekasse) – Figuren also, wie sie sich Regisseur Christoph Marthaler selbst ausgedacht haben könnte.

Tatsächlich aber stammen sie aus Gioachino Rossinis Il viaggio a Reims: Dessen letzte italienischsprachige Oper, 1825 anlässlich der Krönung Karls X. in Paris uraufgeführt, markierte den Beginn seiner Karriere in Paris. Trotz grossen Erfolgs zog Rossini das Werk bald wieder zurück. Erst vor dreissig Jahren wurde dieses Buffo-Juwel, das nicht weniger als 13 Vokalstars benötigt, in Pesa­ro wieder zum Leben erweckt. Unsere Sängerbesetzung von Julie Fuchs über Rosa Feola bis Javier Camarena entspricht dem königlichen Anlass, mit dem erst 30-jährigen Daniele Rustioni steht ein Shootingstar am Dirigentenpult.

Musikalische Leitung Daniele Rustioni
Inszenierung Christoph Marthaler
Bühne und Kostüme Anna Viebrock
Regiemitarbeit Joachim Rathke
Lichtgestaltung Martin Gebhardt
Choreinstudierung Ernst Raffelsberger
Choreografie Altea Garrido
Dramaturgie Malte Ubenauf, Kathrin Brunner
Solo-Flöte Maurice Heugen (6, 16, 18, 27 Dez), Maria Goldschmidt (11, 13, 23 Dez)
Harfe Julie Palloc (6, 11, 13, 16, 18, 23 Dez)

BESETZUNG:
Corinna: Rosa Feola
La Marchesa Melibea: Anna Goryachova
La Contessa di Folleville: Julie Fuchs
Madama Cortese: Serena Farnocchia
Il Cavaliere Belfiore: Edgardo Rocha
Il Conte di Libenskof: Javier Camarena
Lord Sidney: Nahuel Di Pierro
Don Profondo: Scott Conner
Il Barone di Trombonok: Yuriy Tsiple
Don Alvaro: Pavol Kuban
Don Prudenzio: Roberto Lorenzi
Don Luigino: Spencer Lang
Maddalena: Liliana Nikiteanu
Modestina: Rebeca Olvera
Delia: Estelle Poscio
Zefirino: Iain Milne
Antonio: Ildo Song
Gelsomino: Christopher William Hux
Günter Bröhl: Marc Bodnar
Carlo Enzio Scrittore: Raphael Clamer
Madama Diedenhofer: Altea Garrido
Signora Gemello-Fraterno: Evelyn Angela Gugolz
Signora Gemello-Identico: Ilona Kannewurf
Barone Tensione del Collo: Sebastian Zuber

Philharmonia Zürich
Chor der Oper Zürich

Pressemeldung Opernhaus Zürich

Zürich, Opernhaus Zürich, Wiederaufnahme: FALSTAFF, 15.09.2015

September 11, 2015  
Veröffentlicht unter Opernhaus Zürich, Pressemeldung

Opernhaus Zürich

Opernhaus Zürich © Dominic Büttner

Opernhaus Zürich © Dominic Büttner

Wiederaufnahme: FALSTAFF

Oper von Giuseppe Verdi
Commedia lirica in drei Akten
Libretto von Arrigo Boito nach dem Drama
«Sir John Falstaff and the Merry Wives of Windsor» sowie
Auszügen aus «King Henry IV» von William Shakespeare

In italienischer Sprache
mit deutscher und englischer Übertitelung

Wiederaufnahme am 15 Sep 2015, 19:00

«Ein Lebenswerk der Leidenschaft endigt mit einem Ausbruch von Heiterkeit» – so kommentierte Verdis Textdichter Arrigo Boito dessen Falstaff. Die grimmig-komische Geschichte um den heruntergekommenen und liebestollen Ritter Sir John Falstaff ist Verdis einzige Komödie und gleichzeitig das Werk, mit dem sich der Komponist 1893 von der Bühne verabschiedete. Basierend auf Shakespeares Lustigen Weibern von Windsor erzählt die Oper von dem dicken Ritter Falstaff, der seine Geldnöte durch Liebesabenteuer mit steinreichen Bürgersfrauen zu lindern versucht. Mrs. Alice Ford und Mrs. Meg Page, die empörten Empfängerinnen von Falstaffs Liebesbotschaften, verpassen dem Dickwanst nicht nur einen klug eingefädelten Denkzettel, sondern überlisten auch Fords Widerstand gegen die Hochzeit seiner Tochter Nannetta mit Fenton. Der brüskierte Titelheld reagiert am Ende mit weiser Überlegenheit: gelassene Heiterkeit ist die einzig angemessene Reaktion auf das verwirrte Treiben dieser Welt.

Kann man sich einen stimmmächtigeren und charakterstärkeren Bassbariton in der Partie des Falstaff vorstellen als den walisischen Weltstar Bryn Terfel? Nach seinem gloriosen Zürcher Auftritt als Holländer gibt er sich nun in unserer Falstaff-Wiederaufnahme die Ehre. Generalmusikdirektor Fabio Luisi nimmt sich am Dirigentenpult Verdis vor Humor und Ideenfülle sprü­hender Partitur an. Javier Camarena gibt den Fenton.

Musikalische Leitung Fabio Luisi
Inszenierung Sven-Eric Bechtolf
Bühnenbild Rolf Glittenberg
Kostüme Marianne Glittenberg
Lichtgestaltung Jürgen Hoffmann
Choreinstudierung Ernst Raffelsberger

BESETZUNG:
Mrs Alice Ford: Serena Farnocchia
Nannetta: Sen Guo
Mrs Quickly: Judit Kutasi
Mrs Meg Page: Judith Schmid
Sir John Falstaff: Bryn Terfel
Ford: Roman Burdenko
Fenton: Javier Camarena
Dr. Caius: Airam Hernandez
Bardolfo: Dmitry Ivanchey
Pistola: Dimitri Pkhaladze

Philharmonia Zürich
Statistenverein am Opernhaus Zürich
Chor der Oper Zürich

Weitere Vorstellungen:
18 Sep 2015, 19:30
20 Sep 2015, 20:00
24 Sep 2015, 19:30
27 Sep 2015, 14:00

Pressemeldung Opernhaus Zürich

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