Schweden, Kungliga Operan, Der Nussknacker im schwedischen Märchengewand, IOCO Aktuell, 09.11.2013

November 9, 2013  
Veröffentlicht unter IOCO Aktuell, Kungliga Operan


Bericht

Kungliga Operan

Opernhaus Stockholm / Außenansicht © Mats Bäcker

Opernhaus Stockholm / Außenansicht © Mats Bäcker

 

Der Nussknacker,   Peter Tschaikowski und  E.T.A. Hoffmann

Im Gewand schwedischer Kinder- und Märchenfiguren

Oper Stockholm / Galerie © Kungliga Operan

Oper Stockholm / Galerie © Kungliga Operan

Der „schwedische Nussknacker ist seit Weihnachten 1994 fester Bestandteil des Spielplan der Königlichen Oper Stockholm (Kungliga Operan). Weihnachten 2002, so  Torbjörn Eriksson, Pressechef der Oper Stockholm gegenüber IOCO, brachen in Stockholm geradezu Unruhen aus: Der damalige Intendant hatte den Nussknacker vom Spielplan genommen. Seither weiß die Stockholmer Opernintendanz: Sie kann den Spielplan der Oper Stockholm frei gestalten, doch bei diesem „schwedischen Nussknacker“ endet die Gestaltungsmacht jedes Intendanten. Folge: Seit 2003 ist dieser Nussknacker unantastbar bedeutender Teil des Weihnachtsspielplanes der Königlichen Oper Stockholm.  Dies gilt auch für 2013: Vom 13. Dezember 2013 bis 11. Januar 2014 wird dieser so liebevolle schwedische Nussknacker 14 Mal gespielt werden.

Oper Stockholm / Nussknacker und Onkel Blau für Verwandten © A. Kenney

Oper Stockholm / Nussknacker und Onkel Blau für Verwandten © A. Kenney

Nussknacker und Mausekönig heißt die 1816 erschienene Erzählung von E.T.A. Hoffmann (1776 – 1822). Alexander Dumas´spätere Nussknacker-Versionvertonte Peter Tschaikowski 1892 als Ballett Marie, Tochter des Medizinalrats Stahlbaum, findet zu Weihnachten einen Nussknacker auf dem Gabentisch. Bruder Fritz knackt mit der neuen Holzpuppe so harte Nüsse, dass dessen Zähne knirschen. Marie stellt den beschädigten Nussknacker zur Miniatur-Husarenarmee des Bruder Fritz….. 

Oper Stockholm / Nussknacker Petter und Lotta © hannateleman

Oper Stockholm / Nussknacker Petter und Lotta © hannateleman

Der Nussknacker sollte sich zu einem der populärsten Theatermärchen für Kinder aber auch Erwachsene entwickeln. Im Mittelpunkt der Handlung von Peter Tschaikowskis Nussknacker steht Klärchen, russisch „Mascha“. Am Weihnachtsabend schenkt ihr der Patenonkel Droßelmeier einen Nussknacker. Klärchen schläft ein und träumt von einer Schlacht der von ihrem Nussknacker angeführten Spielzeughusaren gegen das Heer des Mäusekönigs. Mit Klärchens Hilfe siegt der Nussknacker, der sich danach in einen Prinzen verwandelt. Anekdotisches: In den Personen der Handlung beschreibt E.T.A. Hoffmann versteckt die drei Kinder seines damaligen Freundes Julius Eduard Hitzig.

Paris - Montmartre / Alexandre Dumas Fils Grabmal © IOCO

Paris – Montmartre / Alexandre Dumas Fils Grabmal © IOCO

An der Königlichen Oper Stockholm waren bis 1994 vier Nussknacker produziert worden, alle traditionell: 1967 choreographierte Rudolf Nurejew den Nussknacker für das Königliche Ballett. Choreograph der heute so populären Inszenierung ist der ehemalige Tänzer Pär Isberg: Isberg war von der Idee getrieben, einen schwedischen Nussknacker zu schaffen. Die in Schweden innig geliebten mystischen Kinder- und Märchenfiguren Onkel Blau, die Tanten Grün, Braun, Lila wie die Kinder Petter und Lotta, geschaffen von der populären Kinderbuchautorin und Malerin Elsa Beskow (1874 – 1953, über 30 Bücher), sind die optische Basis seines Nussknacker. Dazu, so Isberg, der Schmuck traditioneller schwedischer Weihnachtsmärkte: Bocksköpfe in allen Formen und Farben. Bocksköpfe dienen als Nussknackerzierde, nicht Soldaten, so die von Isberg 1994 verwirklichte Vision.

Oper Stockholm / Nussknacker- Lotta mit Bockskopf-Nussknacker © A. Kenney

Oper Stockholm / Nussknacker- Lotta mit Bockskopf-Nussknacker © A. Kenney

Tschaikowskis Musik übernahm Isberg ungekürzt. Nur die Reihefolge einiger Divertissements wurde verändert, Tschaikowskis Tempi-Vorgaben werden eingehalten.

In Schweden übliche Süssigkeiten und humoristische Überraschungen bietet die Choreographie der Traumsequenz des 2. Aktes. Der Grand Pas de deux liegt Isberg sichtbar am Herzen: „Weil er die Spannungen in den Beziehungen zweier Menschen so sichtbar machen kann“.

Oper Stockholm / Nussknacker - Der Mäusekrieg © A. Kenney

Oper Stockholm / Nussknacker – Der Mäusekrieg © A. Kenney

Man kann, so Pär Isberg, den Soldaten-Nussknacker sehr wohl in einen Weihnachtsbock-Nussknacker verwandeln ohne dem Stück seinen Charme zu rauben. So wird ein Bockskopf verzierter Nussknacker zum Symbol des Stückes in Stockholm. Die Eltern von Marie und Fritz werden bei Isberg zu Tante Braun, Tante Lila und Tante Grün, welche die Waisenkinder Petter und Lotta (bei Hoffmann Marie und Fritz) aufgenommen hatten. Onkel Blau, welcher in Elsa Beskows Märchen Phantasie und Magie verkörpert, ersetzt E.T.A. Hoffmanns Paten Droßelmeier. Petter und Lotta wohnen in einem kleinen Haus und feiern dort Weihnachten, wie von Hoffmann vorgegeben. Onkel Blau und Nachbarn kommen zu Besuch. Leibgewordene Lutscher, Wichtel, Knallbonbons, Pfefferkuchen tanzen um den Weihnachtsbaum. Die Kostüme entsprechen dieser mythischen schwedischen Märchen- und Kinderlandschaft. Pär Isberg schuf  einen Nussknacker, welcher geliebtes, gelebtes schwedisches Kulturgut abbildet und die winterliche Poesie Schwedens zart und volksnah schildert. So auch in der 226ten Vorstellung dieser Choreographie am 13. Dezember 2013: Ein zutiefst schwedischer Nötknäpparen (Nussknacker) in der meist ausverkauften Kungliga Operan von Stockholm.

IOCO / Viktor Jarosch /  November 2013

 

 

Schweden, Kungliga Operan, Der Nussknacker in schwedischem Märchengewand, IOCO Kritik, 29.11.2012

November 29, 2012  
Veröffentlicht unter Kritiken, Kungliga Operan


Bericht

Kungliga Operan

Oper Stockholm, Galerie © Kungliga Operan

Oper Stockholm, Galerie © Kungliga Operan

Opernhaus Stockholm Außenansicht © Mats Bäcker

Opernhaus Stockholm Außenansicht © Mats Bäcker

Der Nussknacker von Peter Tschaikowski und  E.T.A. Hoffmann 
Im Gewand schwedischer Kinder- und Märchenfiguren

Der „schwedische Nussknacker“ ist seit Weihnachten 1994 fester Bestandteil des Spielplan der Königlichen Oper Stockholm (Kungliga Operan). Weihnachten 2002, so  Torbjörn Eriksson, Pressechef der Oper Stockholm gegenüber IOCO, brachen in Stockholm geradezu Unruhen aus: Der damalige Intendant hatte den Nussknacker vom Spielplan genommen. Seither weiß die Stockholmer Opernintendanz: Sie kann den Spielplan der Oper Stockholm frei gestalten, doch bei diesem „schwedischen Nussknacker“ endet die Gestaltungsmacht jedes Intendanten. Folge: Seit 2003 ist dieser Nussknacker unantastbar bedeutender Teil des Weihnachtsspielplanes der Königlichen Oper Stockholm.   Dies gilt genauso für Dezember 2012.

Schwedischer Nussknacker, Petter und Lotta © hanna@hannateleman

Schwedischer Nussknacker, Petter und Lotta © hanna@hannateleman

Stockholm, Nussknacker und Onkel Blau für Verwandten © A. Kenney

Stockholm, Nussknacker und Onkel Blau für Verwandten © A. Kenney

.

Nussknacker und Mausekönig heißt die 1816 erschienene Erzählung von E.T.A. Hoffmann (1776 – 1822). Alexander Dumas´spätere Nussknacker-Versionvertonte Peter Tschaikowski 1892 als Ballett Marie, Tochter des Medizinalrats Stahlbaum, findet zu Weihnachten einen Nussknacker auf dem Gabentisch. Bruder Fritz knackt mit der neuen Holzpuppe so harte Nüsse, dass dessen Zähne knirschen. Marie stellt den beschädigten Nussknacker zur Miniatur-Husarenarmee des Bruder Fritz…..  Der Nussknacker sollte sich zu einem der populärsten Theatermärchen für Kinder aber auch Erwachsene entwickeln. Im Mittelpunkt der Handlung von Peter Tschaikowskis Nussknacker steht Klärchen, russisch „Mascha“. Am Weihnachtsabend schenkt ihr der Patenonkel Droßelmeier einen Nussknacker. Klärchen schläft ein und träumt von einer Schlacht der von ihrem Nussknacker angeführten Spielzeughusaren gegen das Heer des Mäusekönigs. Mit Klärchens Hilfe siegt der Nussknacker, der sich danach in einen Prinzen verwandelt. Anekdotisches: In den Personen der Handlung beschreibt E.T.A. Hoffmann versteckt die drei Kinder seines damaligen Freundes Julius Eduard Hitzig.

An der Königlichen Oper Stockholm waren bis 1994 vier Nussknacker produziert worden, alle traditionell: 1967 choreographierte Rudolf Nurejew den Nussknacker für das Königliche Ballett. Choreograph der heute so populären Inszenierung ist der ehemalige Tänzer Pär Isberg: Isberg war von der Idee getrieben, einen schwedischen Nussknacker zu schaffen. Die in Schweden innig geliebten mystischen Kinder- und Märchenfiguren Onkel Blau, die Tanten Grün, Braun, Lila wie die Kinder Petter und Lotta, geschaffen von der populären Kinderbuchautorin und Malerin Elsa Beskow (1874 – 1953, über 30 Bücher), sind die optische Basis seines Nussknacker. Dazu, so Isberg, der Schmuck traditioneller schwedischer Weihnachtsmärkte: Bocksköpfe in allen Formen und Farben. Bocksköpfe dienen als Nussknackerzierde, nicht Soldaten, so die von Isberg 1994 verwirklichte Vision.

Onkel Blau stützt die schlafwandelnden Tanten, Nussknacker, Stockholm © hanna

Onkel Blau stützt die schlafwandelnden Tanten, Nussknacker, Stockholm © hanna

Schwedischer Nussknacker, Lotta mit Bockskopf-Nussknacker © A. Kenney

Schwedischer Nussknacker, Lotta mit Bockskopf-Nussknacker © A. Kenney

Schwedischer Nussknacker, Der Mäusekrieg © A. Kenney

Schwedischer Nussknacker, Der Mäusekrieg © A. Kenney

..

Tschaikowskis Musik übernahm Isberg ungekürzt. Nur die Reihefolge einiger Divertissements wurde verändert, Tschaikowskis Tempi-Vorgaben werden eingehalten. In Schweden übliche Süssigkeiten und humoristische Überraschungen bietet die Choreographie der Traumsequenz des 2. Aktes. Der Grand Pas de deux liegt Isberg sichtbar am Herzen: „Weil er die Spannungen in den Beziehungen zweier Menschen so sichtbar machen kann“.

Man kann, so Pär Isberg, den Soldaten-Nussknacker sehr wohl in einen Weihnachtsbock-Nussknacker verwandeln ohne dem Stück seinen Charme zu rauben. So wird ein Bockskopf verzierter Nussknacker zum Symbol des Stückes in Stockholm. Die Eltern von Marie und Fritz werden bei Isberg zu Tante Braun, Tante Lila und Tante Grün, welche die Waisenkinder Petter und Lotta (bei Hoffmann Marie und Fritz) aufgenommen hatten. Onkel Blau, welcher in Elsa Beskows Märchen Phantasie und Magie verkörpert, ersetzt E.T.A. Hoffmanns Paten Droßelmeier. Petter und Lotta wohnen in einem kleinen Haus und feiern dort Weihnachten, wie von Hoffmann vorgegeben. Onkel Blau und Nachbarn kommen zu Besuch. Leibgewordene Lutscher, Wichtel, Knallbonbons, Pfefferkuchen tanzen um den Weihnachtsbaum. Die Kostüme entsprechen dieser mythischen schwedischen Märchen- und Kinderlandschaft. Pär Isberg schuf  einen Nussknacker, welcher geliebtes, gelebtes schwedisches Kulturgut abbildet und die winterliche Poesie Schwedens zart und volksnah schildert. So auch in der 225ten Vorstellung dieser Produktion am 7. Dezember 2012: Ein zutiefst schwedischer Nötknäpparen (Nussknacker) in der meist ausverkauften Kungliga Operan von Stockholm.

IOCO / Viktor Jarosch /  November 2012

Nussknacker-Programm der Kungliga Operan Stockholm:  Hier

Stockholm, Kungliga Operan, Der schwedische Nussknacker, IOCO Aktuell,

Dezember 14, 2011  
Veröffentlicht unter Kritiken, Kungliga Operan


Bericht

Kungliga Operan

Der Nussknacker von E.T.A. Hoffmann

Im Gewand schwedischer Kinder- und Märchenfiguren

Der „schwedische Nussknacker“ ziert den Spielplan der Königliche Oper Stockholm  (Kungliga Operan) seit seiner Premiere Weihnachten 1994. Weihnachten 2002, so Torbjörn Eriksson von der Oper Stockholm, brachen in der Stadt geradezu Unruhen aus, weil der „schwedische Nussknacker“ vom Spielplan genommen worden war.  Seither weiß die Opernintendanz:  Sie kann den Spielplan des Hauses weitgehend frei gestalten, doch am „schwedischen Nussknacker“ endet die Macht des Intendanten.  Folge: Seit 2003  ist dieser Nussknacker unantastbar Teil des Weihnachtsspielplanes der Königlichen Oper Stockholm.

Schwedischer Nussknacker, Petter und Lotta © hanna@hannateleman

Schwedischer Nussknacker, Petter und Lotta © hanna@hannateleman

Stockholm, Nussknacker und Onkel Blau für Verwandten © A. Kenney

Stockholm, Nussknacker und Onkel Blau für Verwandten © A. Kenney

Opernhaus Stockholm © Mats Bäcker

Opernhaus Stockholm © Mats Bäcker

..

Nussknacker und Mausekönig  heißt die 1816 erschienene Erzählung von E.T.A. Hoffmann (1776 – 1822)  in welcher dieser, versteckt, die Kinder seines Freundes Hitzig wiedergibt:  Marie, Tochter des Medizinalrats Stahlbaum, findet zu Weihnachten einen Nussknacker auf dem Gabentisch. Bruder Fritz knackt mit der neuen Holzpuppe so harte Nüsse, dass dessen Zähne knirschen. Marie stellt den beschädigten Nussknacker zur Miniatur-Husarenarmee des Bruder Fritz….. Alexander Dumas´ Nussknacker-Version vertonte 1892 Peter Tschaikowski 1892  als Ballett.  Der Nussknacker  sollte sich zu einem der populärsten Theatermärchen für Kinder aber auch Erwachsene entwickeln. Im Mittelpunkt der Handlung von Peter Tschaikowskis Nussknacker steht Klärchen, russisch „Mascha“. Am Weihnachtsabend schenkt ihr der Patenonkel Droßelmeier einen Nussknacker. Klärchen schläft ein und träumt von einer Schlacht der von ihrem Nussknacker angeführten Spielzeughusaren gegen das Heer des Mäusekönigs. Mit Klärchens Hilfe siegt der Nussknacker, der sich danach in einen Prinzen verwandelt.

An der Königlichen Oper Stockholm waren bis 1994 vier Nussknacker produziert worden, alle traditionell: 1967 choreographierteRudolf Nurejew den Nussknacker für das Königliche Ballett. Choreograph der jetzigen Inszenierung und ehemaliger TänzerPär Isberg war 1993 von der Idee getrieben, einen schwedischen Nussknacker zu schaffen.  Die in Schweden innig geliebten mystischen Kinder- und Märchenfiguren Onkel Blau, die Tanten Grün, Braun, Lila wie die Kinder Petter und Lotta, geschaffen von der Schriftstellerin und Malerin Elsa Beskow (1874 – 1953), sollten die Handlung seines Nussknacker füllen. Dazu, so Isberg, der Schmuck traditioneller schwedischer Weihnachtsmärkte: Bocksköpfe in allen Formen und Farben. Bocksköpfe dienen als Nussknackerzierde, nicht Soldaten, so Isbergs Vision.

Onkel Blau stützt die schlafwandelnden Tanten, Nussknacker, Stockholm © hanna

Onkel Blau stützt die schlafwandelnden Tanten, Nussknacker, Stockholm © hanna

Schwedischer Nussknacker, Lotta mit Bockskopf-Nussknacker © A. Kenney

Schwedischer Nussknacker, Lotta mit Bockskopf-Nussknacker © A. Kenney

Schwedischer Nussknacker,  Der Mäusekrieg © A. Kenney

Schwedischer Nussknacker, Der Mäusekrieg © A. Kenney

..

Tschaikowskis Musik übernahm Isberg ungekürzt. Nur die Reihefolge einiger Divertissements wurde verändert, Tschaikowskis Tempi-Vorgaben werden eingehalten. In Schweden übliche Süssigkeiten und humoristische Überraschungen bietet die Choreographie der Traumsequenz des 2. Aktes. Der Grand Pas de deux liegt Isberg sichtbar am Herzen: „Weil er die Spannungen in den Beziehungen zweier Menschen so sichtbar machen kann“.

Man kann, so Pär Isberg, den Soldaten-Nussknacker sehr wohl in einen Weihnachtsbock-Nussknacker verwandeln. So wird ein Bockskopf verzierter Nussknacker zum Symbol des Stückes in Stockholm. Die Eltern von Marie und Fritz werden bei Isberg  zu Tante Braun, Tante Lila und Tante Grün, welche die Waisenkinder Petter und Lotta (bei Hoffmann Marie und Fritz) aufgenommen hatten.  Onkel Blau, welcher in Elsa Beskows Märchen Phantasie und Magie verkörpert, ersetzt E.T.A. Hoffmanns Paten Droßelmeier. Petter und Lotta wohnen in einem kleinen Haus und feiern dort Weihnachten, wie von Hoffmann vorgegeben. Onkel Blau und Nachbarn kommen zu Besuch.   Leibgewordene Lutscher, Wichtel, Knallbonbons, Pfefferkuchen tanzen um den Weihnachtsbaum. Die Kostüme entsprechen dieser mythischen schwedischen Märchen- und Kinderlandschaft. Pär Isberg schafft so einen Nussknacker, in welchem sich geliebtes, gelebtes schwedisches Kulturgut wiederfindet. Und welcher die winterliche Poesie Schwedens zart und volksnah beschreibt. Diese 215te Vorstellung am 10. Dezember 2011: Ein zutiefst schwedischer Nötknäpparen  (Nussknacker) im ausverkauften Kungliga Operan von Stockholm.

IOCO / Viktor Jarosch / Dezember 2011