Moskau, Moskauer Konservatoriums XIV. Internationaler Tschaikowsky Wettbewerb 27-6-2011

Juni 28, 2011  
Veröffentlicht unter Moskau, Pressemeldung

Presseinformation der Albion Media

XIV. Internationaler Tschaikowsky Wettbewerb:

Finalisten in den Kategorien Klavier, Geige und Cello
Deutscher Cellist Norbert Anger im Finale

Beim diesjährigen Internationalen Tschaikowsky Wettbewerb 2011 unter dem Vorsitz von Valery Gergiev wurden am vergangenen Wochenende von den Jurys die Finalisten in den Kategorien Klavier, Geige und Cello bekannt gegeben. Einer von vier deutschen Teilnehmern hat es in das Finale geschafft. Es ist der Cellist Norbert Anger. Die deutsche Cellistin Janina Ruh erhielt einen Jury-Preis nach dem Semi-Finale.

Die Finalrunde (3. Runde) beginnt am Montag, 27. Juni um 19 Uhr (Ortszeit). Die Finalrunde Klavier findet im Großen Saal des Moskauer Konservatoriums statt. Das Cello-Finale wird im Tschaikowsky Konzertsaal ausgetragen. Die Geiger tragen die Finalrunde im Großen Saal der St. Petersburger Philharmonie aus. Die Wettbewerbsgewinner werden im Tschaikowksy Saal am 30. Juni um 20.00 Uhr (Ortszeit) bekannt gegeben. Das Gala-Konzert, dirigiert von Valery Gergiev, findet am 1. Juli um 19 Uhr im Großen Saal des Moskauer Konservatoriums statt und wird am 2. Juli um 19 Uhr in St. Petersburg im Konzertsaal des Mariinsky Theaters wiederholt. Die Finalrunden wie auch das Gala-Konzert können als Live-Webcast im Internet verfolgt werden: www.tchaikovsky-competition.tv oder

Die Finalisten im Überblick:

Finalisten Klavier:
Alexei Chernov (Russia)
Seong Jin Cho (South Korea)
Alexander Romanovsky (Ukraine)
Yeol Eum Son (South Korea)
Daniil Trifonov (Russia)

Preis für die beste Interpretation des Auftragswerkes von Rodion Schtschedrin:
Yeol Eum Son (South Korea)
Preis für die beste Interpretation des Kammerkonzertes:
Daniil Trifonov (Russia)
Yeol Eum Son (South Korea)

Jury-Preise:
François-Xavier Poizat (France)
Pavel Kolesnikov (Russia)

Finalisten Violoncello:
Norbert Anger (Germany)
Umberto Clerici (Italy)
Narek Hakhnazaryan (Armenia)
Ivan Karizna (Belarus)
Edgar Moreau (France)

Preis für die beste Interpretation des Auftragswerkes von krzysztof Penderecki:
Edgar Moreau (France)

Preis für die beste Interpretation des Kammerkonzertes:
Narek Hakhnazaryan (Armenia)

Jury-Preise:
Jakob Koranyi (Sweden)
Janina Ruh (Germany)

Finalisten Violine:
Nigel Armstrong (USA)
Sergey Dogadin (Russia)
Jehye Lee (South Korea)
Eric Silberger (USA)
Itamar Zorman (Israel)

Preis für die beste Interpretation des Auftragswerkes von John Corigliano:
Nigel Armstrong (USA)

Preis für die beste Interpretation des Kammerkonzertes:
Jehye Lee (South Korea)

Jury-Preise:
Aylen Pritchin (Russia)
Yu-Chien Tseng (Taiwan)

Biographien

Norbert Anger

Norbert Anger wurde 1987 in Freital geboren. Mit 8 Jahren begann er, Cello zu spielen. Schon während seiner Schulzeit an der Sächsischen Spezialschule für Musik Dresden, in der er von Robert Witt und Christoph Schulze unterrichtet wurde, gewann er mehrere 1. Preise bei „Jugend Musiziert“. 2006 wechselte er nach Berlin an die Universität der Künste in die Klasse von Prof. W.E. Schmidt. Im selben Jahr wurde er als einer von 2 international ausgewählten jungen Cellisten in die Konzertmeisterakademie der Sächsischen Staatskapelle Dresden berufen. Der Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes, der „Ad-Infinitum“- Foundation und der Deutschen Stiftung Musikleben nahm unter anderem an Meisterkursen von Jens Peter Maintz, Heinrich Schiff, David Geringas und Sir Colin Davis teil und gewann Auszeichnungen bei den Internationalen Cellowettbewerben „J.F. Dotzauer“ in Dresden und „Aldo Parisot“ in Pyeong Chang, Südkorea. Im Frühjahr 2008 gewann er den ersten Preis beim Internationalen Cellowettbewerb „Vibrarte“ in Paris. Es folgte 2009 sein Debut mit dem Schumann- Konzert in der Semperoper Dresden. Außerdem gewann er 2009 den 1. Preis beim Internationalen „Domenico Gabrielli – Cellowettbewerb“ in Berlin, den 3. Preis beim Internationalen „Rostropovich“-Wettbewerb in Paris sowie im Frühjahr 2010 den Preis des Deutschen Musikwettbewerbes. Er nahm zahlreiche Rundfunkaufnahmen für unter anderem den Westdeutschen und Bayrischen Rundfunk sowie DeutschlandRadio Kultur auf. Er spielt ein Violoncello von Johannes Battista Guadagnini, welches ihm von dem Instrumentenfonds der Universität der Künste Berlin zur Verfügung gestellt wird.

Janina Ruh

Janina Ruh, geboren 1989 in Rottweil, studierte in Zürich, Düsseldorf und Berlin. Weitere Impulse erhielt sie durch Meisterkurse bei David Geringas, Gustav Rivinius, Troels Svane, Ralph Kirshbaum und Wolfgang E. Schmidt. Janina Ruh gewann beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ mehrfach 1. Preise. Auf internationaler Ebene erspielte sie sich 1. Preise beim Internationalen Wettbewerb „Musica senza frontiere“ in Gorizia/Italien 2002, beim 5. Internationalen Violoncellowettbewerb Antonio Janigro in Poreè/Kroatien 2004, beim 3. Internationalen Dotzauer-Wettbewerb in Dresden 2005 sowie beim Heran-Violoncello-Wettbewerb in Usti nad Orlici/Tschechien. 2006 war sie beim XIX. Bayreuther Internationalen Musikwettbewerb PACEM IN TERRIS mit einem 2. Preis erfolgreich. Ein besonderer Erfolg war ihr 4. Preis beim International Paulo Cello Competition im finnischen Helsinki im April 2007. 2008 errang Janina Ruh beim 5. Internationalen Karl Davidov Cellowettbewerb in Kuldiga/Lettland den 1. Preis sowie den Sonderpreis für die beste Interpretation eines Werkes von J.S. Bach. Im Februar 2009 wurde sie beim Internationalen Lutoslawski-Cellowettbewerb in Warschau mit dem 3. Preis ausgezeichnet. Zuletzt wurde ihr im März 2010 beim Deutschen Musikwettbewerb ein Stipendium zuerkannt. Janina Ruh konzertierte als Solistin u.a. mit dem Kaunas Sinfonieorchester, dem Neuen Kammerorchester Düsseldorf, dem Kuopio Sinfonieorchester, der Tapiola Sinfonietta, dem Finnischen Radiosinfonieorchester, dem Lettischen Nationalen Sinfonieorchester, den Warschauer Symphonikern sowie dem MDR Sinfonieorchester. Seit Februar 2010 spielt sie ein Violoncello von Giuseppe Guarnerius filius Andreae, Cremona 1713, eine treuhänderische Eingabe aus Familienbesitz.