Lübeck, Theater Lübeck, Uraufführung von In der Bar Zum Krokodil – Die Comedian Harmonists, 18.02.2017

Januar 23, 2017  
Veröffentlicht unter Musical, Premieren, Pressemeldung, Theater Lübeck

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Theater Lübeck

Theater Lübeck / Comedian Harmonists © Thorsten Wulff

Theater Lübeck / Comedian Harmonists © Thorsten Wulff

Die Uraufführung von »In der Bar ›Zum Krokodil‹ – Die Comedian Harmonists« feiert am 18. Februar Premiere im Großen Haus

Ein Theaterabend von Pit Holzwarth, unter Verwendung von Szenen von Renato Grünig und Pit Holzwarth

Die »erste Boygroup der Welt« imitiert – in einer Stimme, in einem Gesangskörper– ein ganzes Orchester! Doch wer hat das Sagen im Kollektiv? Schauspieldirektor Pit Holzwarth, Autor und Regisseur der ersten Theaterfassung vom spektakulären Aufstieg der Comedian Harmonists und ihrer niederschmetternden Auflösung, widmet sich erneut dem legendären Kollektiv und seinen Dissonanzen. Am 18. Februar wird die Uraufführung um 20.00 Uhr in den Kammerspielen des Theater Lübeck gefeiert.

Die Spannungen in der Gruppe verstärken sich durch den politischen Druck von außen: Den Nazis waren die Ironie, das Unheldenhafte und Androgyne der eleganten Herren unerträglich. Für Holzwarth und die Nachwelt bleiben ihre grandiosen Evergreens wie »Der kleine grüne Kaktus« und »Veronika« unerreicht.

Die Goldenen Zwanziger in Berlin: Der Schauspielschüler Harry Frommermann schreibt Partituren für eine noch nicht existierende Gesangsgruppe und annonciert: »Achtung. Selten. Berufsanfänger, nicht über 25, sehr musikalisch, schönklingende Stimmen, für einzig dastehendes Ensemble gesucht.«

Aus der Schar arbeitssuchender Künstler engagiert er den Bass Robert Biberti, dieser empfiehlt den bulgarischen Tenor Ari Leschnikoff. Es folgt Bariton Roman Cycowski, Erwin Bootz übernimmt das Piano, dessen Kommilitone Erich A. Collin wird zweiter Tenor.

Anfang 1928 beginnen sie zu proben: Der Klang der Leichtigkeit ist harte, lange Arbeit! Im Herbst treten sie zum ersten Mal auf, weitere Engagements in Berlin und anderen deutschen Städten folgen. Rundfunk und Schallplatten verhelfen den jungen, gut aussehenden Männer rasch zu Erfolg – sie sind Popstars!

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 werden Konzerte abgesagt, drei der Mitglieder sind jüdisch, anders: nichtarisch. Frommermann, Cycowski und Collin werden 1935 nicht in die Reichsmusikkammer aufgenommen und verlieren somit das Recht auf Berufsausübung. Am 1. März 1935 kommen die Comedian Harmonists trotz des Verbots für eine letzte Aufnahme zusammen, danach spaltet sich die Gruppe.

I P. Holzwarth A W. Brenner ML W. Daum C D. Witthuhn

Mit R. Brandt, J. M. v. Cube, A. Hutzel, J. Merz, H. Sembritzki, T. Semmler,

W. Workman

Pressemeldung Theater Lübeck

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Weimar, Nationaltheater Weimar, DNT Erstaufführung – Lulu von Alban Berg, 21.01.2017

Januar 20, 2017  
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Nationaltheater Weimar © Ricarda Porzelt

Nationaltheater Weimar © Ricarda Porzelt

Nationaltheater Weimar

  Lulu von Alban Berg

Sehnsuchtsobjekt der Begierde

Im Großen Haus des DNT Weimar erlebt am Samstag, 21. Januar 2017, 19.30 Uhr Alban Bergs Oper Lulu in der von Friedrich Cerha vollendeten dreiaktigen Fassung ihre Weimarer Erstaufführung. Weitere Vorstellungen: 2., 26.2.2017, 11., 19.3.2017, 6., 21.4.2017 und 12.5.2017.

Die musikalische Leitung der Produktion liegt in den Händen des US-amerikanischen Dirigenten Stefan Lano. Regie führte Elisabeth Stöppler, die das Werk gemeinsam mit Bühnenbildner Hermann Feuchter, Kostümbildnerin Nicole Pleuler und dem Videokünstler Vincent Stefan in Szene gesetzt hat.

DNT Weimar / LULU - Szenenfoto mit Bjoern Waag (Dr. Schön) und Marisol Montalvo (Lulu) © Vincent Stefan

DNT Weimar / LULU – Szenenfoto mit Bjoern Waag (Dr. Schön) und Marisol Montalvo (Lulu) © Vincent Stefan

Alban Bergs Opernadaption der Tragödie von Frank Wedekind fasst das darin beschriebene Milieu des Fin de Siècle und das emotionale Schicksal der Protagonistin in ebenso einfühlsame wie aufwühlende Klangbilder. Reihenweise verfallen die Männer Lulu, wollen sie besitzen und erhoffen sich durch sie die Erfüllung ihrer tiefsten, unausgesprochenen Sehnsüchte. Für sie ist sie das verkörperte Lebensglück und Projektionsfläche ihrer Begierden. Lulu spielt jedoch nur mit der Lust und dem Begehren der Männer. Ihr Herz hat sie einem anderen verschrieben: ihrem Ziehvater und Liebhaber Dr. Schön, der sie als junges Mädchen zur Prosituierten gemacht und in die doppelbödige Welt von Künstlern, Karrieristen und Kapitalspekulanten eingeführt hat. Lulu sehnt sich nach einer wahrhaftigen Beziehung zu ihm, auf die er sich jedoch nicht einzulassen vermag. Mit allen Mitteln versuchte sie, ein freieres, selbstbestimmtes Leben an Dr. Schöns Seite zu erreichen, und fällt ihm schließlich zum Opfer.

DNT Weimar / LULU - Szenenfoto mit Bjoern Waag (Dr. Schön), Artjom Korotkov (Alwa Schön), Anna Harvey (Gymnasiast) und Marisol Montalvo (Lulu) © Vincent Stefan

DNT Weimar / LULU – Szenenfoto mit Bjoern Waag (Dr. Schön), Artjom Korotkov (Alwa Schön), Anna Harvey (Gymnasiast) und Marisol Montalvo (Lulu) © Vincent Stefan

Als Lulu gibt Marisol Montalvo ihr Debüt am DNT Weimar.

Die amerikanische Sopranistin hat die Partie, die sowohl sängerisch als auch darstellerisch als eine der anspruchsvollsten und expressivsten der Opernliteratur gilt, kurzfristig für die erkrankte Heike Porstein übernommen. Montalvo zählt derzeit zu den gefragtesten Protagonistinnen moderner und zeitgenössischer Musik. Für die bedingungslose Identifikation mit ihren Charakteren hochgeschätzt, feiert sie international mit verschiedenen Partien ihres Fachs von Strauss bis Boulez Erfolge. Dabei wird die Sängerin besonders mit der Lulu assoziiert, die zu einem Herzstück ihrer Bühnenarbeit geworden ist und die sie bereits an Häusern wie der Opera National de Paris, der Deutschen Oper Berlin, dem Théâtre du Capitole Toulouse, dem Theater an der Wien und dem Theater Basel gesungen hat. An der Seite von Marisol Montalvo sind in der Weimarer Inszenierung unter anderem Bjoern Waag (Dr. Schön), Sayaka Shigeshima (Gräfin Geschwitz), Christoph Stegemann (Schigolch), Jörn Eichler (Maler), Artjom Korotkov (Alwa Schön), Alexander Günther (Prinz) und Damon Nestor Ploumis (Athlet) zu erleben. Es spielt die Staatskapelle Weimar unter der Leitung von Stefan Lano. PMDNT

DNT Weimar Premiere Lulu: 21. Januar 2017, 19.30 Uhr, weitere Vorstellungen 2., 26.2.2017, 11., 19.3.2017, 6., 21.4.2017 und 12.5.2017.

 

Essen, Aalto Musiktheater, It’s Teatime – über die Premiere Rigoletto, 20.01.2017

Januar 20, 2017  
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Aalto Theater Essen

Theater und Philharmonie Essen / ItsTeatime Christina Clark (Miss Betterknower) und Fräulein Vorlaut (Marie-Helen Joël) © Saad Hamza

Theater und Philharmonie Essen / ItsTeatime Christina Clark (Miss Betterknower) und Fräulein Vorlaut (Marie-Helen Joël) © Saad Hamza

„It’s Teatime“ weckt Vorfreude auf Rigoletto – Premiere

Freitag, 20. Januar 2017, um 16:30 Uhr im Aalto-Theater

Fräulein Vorlaut und Miss Betterknower melden sich wieder zu Wort: In der Aalto-Reihe „It’s Teatime – Die Damen laden zum Tee“ plaudern sie diesmal über die anstehende Premiere von Giuseppe Verdis Oper Rigoletto. „Sterben kann so schön sein“ lautet das Motto am kommenden Freitag, 20. Januar 2017, um 16:30 Uhr in der Cafeteria des Aalto-Theaters. Auf gewohnt humorvolle Art widmen sich Marie-Helen Joël und Christina Clark dem Komponisten Giuseppe Verdi und seinem berühmten Werk, das am 21. Januar Premiere feiert. Begrüßen können sie einen prominenten Gast: Regisseur Frank Hilbrich, der Rigoletto am Aalto-Theater inszeniert, wird auf dem Sofa Platz nehmen und sicher einige spannende Geschichten über diese Produktion erzählen können.

„Der König amüsiert sich“ – so lautet der Titel der Vorlage zu Verdis Rigoletto. In der Oper ist es dann aber kein König mehr, sondern es sind zwei Männer, die sich amüsieren, und zwar auf Kosten anderer: Der Herzog von Mantua und sein Hofnarr Rigoletto. Während der Herzog seinen Frauenverschleiß wider moralische Grundsätze überschäumen lässt, macht sich Rigoletto über die Männer der Auserwählten lustig. Zu Hause mimt er den liebenden Vater, der seiner Tochter Gilda die Außenwelt jedoch beinahe gänzlich verwehrt – nicht mal seinen Namen kennt sie. Es kommt, wie es kommen muss: Gilda und der Herzog verlieben sich ineinander, die Doppelexistenz Rigolettos erhält Brüche. Auf Rache schwörend setzt er ein gewaltiges Drama in Gang, das ihm selbst zum Verhängnis wird.    Der Eintritt ist frei.  PMThPhE

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Rostock, Volkstheater Rostock, 6. PHILHARMONISCHES KONZERT Beethoven – Schumann, 26.02.2017

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Volkstheater Rostock

Volkstheater Rostock / 6. Philharmonisches-Konzert - Tanja Tetzlaff © Giorgia-Bertazzi

Volkstheater Rostock / 6. Philharmonisches-Konzert – Tanja Tetzlaff © Giorgia-Bertazzi

6. PHILHARMONISCHES KONZERT
Beethoven und Schumann

Sonntag, 26. Februar 2017, 18:00 Uhr, Montag, 27. Februar 2017, 19:30 Uhr
Dienstag, 28. Februar 2017, 19:30 Uhr

Als der heute weltberühmte Pianist Lars Vogt 1992 in Rostock debütierte, stand er noch am Anfang seiner Karriere. Damals spielte er Robert Schumanns Klavierkonzert a-Moll. 25 Jahre später erklingt dieses einst 1841 für Clara Schumann geschriebene Konzert erneut mit Lars Vogt, diesmal vom Klavier aus geleitet. Seit einigen Jahren feiert Vogt, seit 2015 Künstlerischer Leiter der Royal Northern Sinfonia in Newcastle, auch als Dirigent sowie in der Doppelfunktion als Dirigent und Pianist große Erfolge.

Nach Rostock hat er neben dem Klavierkonzert auch Schumanns neun Jahre später beendetes Cellokonzert in a-Moll mitgebracht. Den Solopart musiziert die renommierte Cellistin Tanja Tetzlaff, die Vogt als Kammermusikpartnerin verbunden ist und zum zweiten Mal beim Rostocker Orchester gastiert.

Volkstheater Rostock / 6. Philharmonisches-Konzert - Lars-Vogtf © Felix Broede

Volkstheater Rostock / 6. Philharmonisches-Konzert – Lars-Vogtf © Felix Broede

Ludwig van Beethovens Symphonie Nr. 1 eröffnet die drei Konzertabende. Nach der Uraufführung im April 1800 wurde dem an Joseph Haydns symphonischen Geist anknüpfenden Werk „sehr viel Kunst, Neuheit und Reichtum an Ideen“ bescheinigt. Dass es sich bei diesem symphonischen Erstling um den Beginn des wohl bedeutendsten Symphonien-Zyklus der Musikgeschichte handelte, war damals kaum zu erahnen.

Vor den Philharmonischen Konzerten bieten wir eine Konzerteinführung an. In ca. 15 Minuten wird Wissenswertes und Interessantes über die Komponisten sowie die Entstehung und Rezeption der gespielten Werke präsentiert. Die Einführung findet eine halbe Stunde vor Konzertbeginn im Intendanzfoyer statt.

TERMINE
Sonntag, 26. Februar 2017, 18:00 Uhr
Montag, 27. Februar 2017, 19:30 Uhr
Dienstag, 28. Februar 2017, 19:30 Uhr

Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 1 C-Dur op. 21
Robert Schumann: Konzert für Violoncello und Orchester a-Moll op. 129
Robert Schumann: Konzert für Klavier und Orchester a-Moll op. 54

Leitung und Klavier: Lars Vogt, Violoncello: Tanja Tetzlaff

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