Weimar, Deutsches Nationaltheater, Premiere Fidelio von L. v. Beethoven, 25.03.2017

Deutsches Nationaltheater Weimar

Deutsches Nationaltheater Weimar © Ricarda Porzelt

Deutsches Nationaltheater Weimar © Ricarda Porzelt

Musikalisches Plädoyer für Freiheit und Gerechtigkeit
  Fidelio von Ludwig van Beethoven

Im Großen Haus des DNT Weimar hebt sich am kommenden Samstag, 25. März 2017, 19.30 Uhr der Vorhang für die Premiere von Ludwig van Beethovens Fidelio. Mit seiner einzigen Oper schuf der Komponist vor dem Hintergrund des Zeitalters von Aufklärung und Postrevolution ein musikalisch kraftvolles Plädoyer für Gerechtigkeit und Freiheit des Einzelnen. Dabei entfaltet sich die Handlung überwiegend als intimes Kammerspiel, das in den Arien und Ensembles Einblicke in das Innenleben und die Probleme der Figuren gewährt: Unter dem Pseudonym Fidelio hat Leonore im Staatsgefängnis eine Stelle als Gehilfe des Kerkermeisters Rocco angenommen. Sie ist auf der Suche nach ihrem Gatten Florestan, der von einem Tag auf den anderen verschwunden und seitdem unauffindbar ist. Könnte er der namenlose Gefangene sein, der auf persönliche Anordnung von Gouverneur Don Pizarro festgehalten wird und in Todesgefahr schwebt? Im unbeirrbaren Glauben an Menschlichkeit, Liebe und politische Gerechtigkeit setzt Leonore alles daran ihn aus der Gewalt des Tyrannen zu befreien.

DNT Weimar / FIDELIO - Szenenfoto mit Lars Cleveman (Florestan) und Larissa Krokhina (Leonore) © Vincent Leifer

DNT Weimar / FIDELIO – Szenenfoto mit Lars Cleveman (Florestan) und Larissa Krokhina (Leonore) © Vincent Leifer

Der Abend ist gleich in mehrfacher Hinsicht eine Premiere: Generalintendant Hasko Weber, der in seiner Laufbahn als Regisseur die unterschiedlichsten Schauspiel-Stoffe von der Klassik bis in die Gegenwart auf die Bühne gebracht hat, stellt mit dieser Inszenierung (Bühne und Kostüme: Thilo Reuther) seine erste Regiearbeit in der Oper vor. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Niklas Willén, der als der führende schwedische Dirigent seiner Generation gilt. Nach zahlreichen Opern- und Ballettproduktionen insbesondere im skandinavischen Raum sowie als GMD am Volkstheater Rostock gibt er nun mit dem Dirigat seines ersten Fidelio zugleich sein Debüt am DNT und am Pult der Staatskapelle Weimar.

DNT Weimar / FIDELIO - Szenenfoto (v.l.n.r.) mit Larissa Krokhina (Leonore) und Caterina Maier (Marzelline) © Vincent Leifer

DNT Weimar / FIDELIO – Szenenfoto (v.l.n.r.) mit Larissa Krokhina (Leonore) und Caterina Maier (Marzelline) © Vincent Leifer

Zudem erleben die Premierenbesucher eine Reihe von Rollendebüts – allen voran als Leonore die Sopranistin Larissa Krokhina, die seit 2008 zum Musiktheater-Ensemble des DNT gehört und hier bereits Partien wie Margarethe („Faust“), Feldmarschallin („Rosenkavalier“), Agathe („Freischütz“) und zuletzt Eva („Meistersinger“) überzeugt hat. Als Gast am Haus debütiert in der Partie des Florestan der international vor allem im Wagnerfach vielgefragte schwedische Tenor Lars Cleveman, der an renommierten Häusern wie der Oper Kopenhagen, der Litauischen Nationaloper, der Staatsoper Stuttgart, der Göteborger Oper, am Royal Opera House Covent Garden, an der Metropolitan Opera New York und der Oper in Sao Paolo gastiert.

Und auch Alik Abdukayumov (Don Pizarro), Christoph Stegemann (Rocco), Caterina Maier bzw. Kathrin Filip (Marzelline), Jörn Eichler (Jaquino) und Uwe Schenker-Primus (Don Fernando) geben an diesem Abend in den jeweiligen Partien ihr Debüt. Es singen die Damen und Herren des Opernchores. Es spielt die Staatskapelle Weimar. PMDNT Weimar

Fidelio Premiere am 25.3.2017, Weitere Vorstellungen: 31.3., 8., 23., 28.4., 14.5., 3., 15.6.2017

 

 

Essen, Aalto Musiktheater, WA Nabucco, 15.04.2017

März 24, 2017  
Veröffentlicht unter Aalto Theater Essen, Pressemeldung

logo_aalto_musiktheater
Aalto Musiktheater Essen

Aalto Musiktheater / Nabucco © Saad Hamz

Aalto Musiktheater / Nabucco © Saad Hamz

Verdis „Nabucco“ wieder im Aalto-Theater zu sehen
Wiederaufnahme am Samstag, 15. April 2017, um 19 Uhr

Der erste große Erfolg Giuseppe Verdis als Opernkomponist kehrt auf die Bühne des Aalto-Theaters zurück: „Nabucco“ mit seinem berühmten Gefangenenchor „Va, pensiero“ feiert am Samstag, 15. April 2017, um 19 Uhr in der Inszenierung von Andreas Baesler seine Wiederaufnahme. Zwei weitere Vorstellungen folgen am 22. April und 7. Mai 2017. Als Abigaille ist Katia Pellegrino zu erleben, die in dieser Rolle vor drei Jahren am Aalto-Theater debütierte und dort außerdem als Norma für Begeisterungsstürme gesorgt hat. In den weiteren Hauptpartien sind Heiko Trinsinger als Nabucco und Almas Svilpa als Zacharias zu erleben. Die musikalische Leitung hat der litauische Dirigent Modestas Pitr?nas.

Zu dem Zeitpunkt, als Giuseppe Verdi das Libretto zu „Nabucco“ von Temistocle Solera durch den Impresario der Mailänder Scala Bartolomeo Merelli angeboten bekam, wollte der junge Komponist wegen des Fiaskos seines letzten Werkes „Un giorno di regno“ eigentlich keine Opern mehr schreiben. Seinen eigenen Worten zufolge warf er daher nur einen flüchtigen Blick auf das Manuskript, wobei ihm die Zeile „Va pensiero sull’ali dorate“ (Flieg, Gedanke, auf goldenen Schwingen) ins Auge fiel: Die Verse inspirierten ihn zu dem berühmten Chor der hebräischen Gefangenen, der später zur heimlichen Hymne des Risorgimento, der Schaffung des geeinten italienischen Nationalstaates, werden sollte.

Pressemeldung Aalto Musiktheater

Theater & Philharmonie Essen – Alle Karten Hier :
Karten Kaufen

Baden-Baden, Festspielhaus / Theater, Kammeroper La Tragédie de Carmen, 09.04.2017

logo_baden_baden

Festspielhaus Baden – Baden

Theater Baden-Baden

Festspielhaus Baden-Baden / La Tragédie de Carmen © Festspielhaus Baden-Baden

Festspielhaus Baden-Baden / La Tragédie de Carmen © Festspielhaus Baden-Baden

FESTSPIELHAUS BADEN-BADEN; THEATER BADEN-BADEN

Osterfestspiele 2017

Eine Kooperation zwischen dem Festspielhaus Baden-Baden, den Berliner Philharmonikern, dem Theater Baden-Baden sowie der „Akademie Musiktheater heute“ der Deutsche Bank Stiftung.

Carmen am Goetheplatz

Proben zur Kammeroper der Osterfestspiele Baden-Baden haben begonnen.

Mit den Proben zur Kammeroper „La Tragédie de Carmen“ werfen die fünften Osterfestspiele mit den Berliner Philharmonikern nun auch im Zentrum Baden-Badens ihre Schatten voraus. Im Theater am Goetheplatz begrüßten Intendantin Nicola May und der leitende Opernreferent des Festspielhauses Andreas Fladvad-Geier Sängerinnen und Sänger sowie das Leitungsteam der Kammeroper, die am 9. April Premiere feiert. Nach den Osterfestspielen wird es darüber hinaus bis zum Sommer weitere Vorstellungen am Theater Baden-Baden geben.

Regisseurin Sofia Simitzis und Ausstatterin Janina Audick vertreten die „Akademie Musiktheater heute“ der Deutsche Bank Stiftung. Wie in den Vorjahren stellt das Stipendiatenprogramm der Deutsche Bank Stiftung das Leitungsteam. Simon Rössler ist der Dirigent der Kammeroper. Der Schlagzeuger ist seit 2008 Mitglied der Berliner Philharmoniker und durchlief in seinem Studium auch eine Dirigierausbildung. Er leitete unter anderem schon Opernaufführungen mit den Stuttgarter Philharmonikern bei den Opernfestspielen in Heidenheim und gab 2016 sein Debüt als Dirigent an der Komischen Oper Berlin, wo er Vorstellungen der „Zauberflöte“ in der Inszenierung von Barrie Kosky dirigierte. Die Sängerinnen und Sänger der Kammeroper der Baden-Badener Osterfestspiele 2017 kommen von Musikhochschulen des Landes. Mit dabei sind Céline Akçag (Carmen), Felicitas Frische (Micaëla), Johannes Grau (Don José) und Vladislav Pavliuk (Escamillo). Traditionell sind auch Ensemblemitglieder des Theaters Baden-Baden in der Kammeroper engagiert. Diesmal sind es die Schauspielerin Rosalinde Renn und der Schauspieler Patrick Schadenberg, die in dieser „Carmen“-Fassung von Theater-Erneuerer Peter Brooks dabei sind.

Neben den Vorstellungen „La Tragédie de Carmen“ am 09., 12. und 16. April 2017 gibt es am Sonntag vor der Premiere (02. April 2017, um 11 Uhr) eine Einführungs-Matinée, in der Regisseur, Bühnenbildner und Dramaturg gemeinsam mit dem Ensemble einen Vorgeschmack auf die Inszenierung geben. Der Eintritt hierfür ist frei.

Pressemeldung Festspielhaus Baden-Baden

Festspielhaus Baden-Baden – Alle Karten Hier :
Karten Kaufen

Hannover, Staatsoper Hannover, Uraufführung Lot von Giorgio Battistelli, 01.04.2017

Staastoper Hannover.jpg

Staatsoper Hannover 

Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski

Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski

Uraufführung Lot von Giorgio Battistelli

Uraufführung LOT 01.4.2017, weitere Vorstellungstermine: 06.4., 214.., 29.04., 02.5., 10.5., jeweils 19:30 Uhr, 14.5. 18:30 Uhr, 28.05.2017 18:30 Uhr;

Einer der Höhepunkte der Spielzeit 2016/17 der Staatsoper Hannover steht mit der Uraufführung von Giorgio Battistellis Oper Lot  – einem Auftragswerk der Staatsoper Hannover – am 1. April 2017 bevor. Giorgio Battistelli zählt zu den profiliertesten Komponisten Italiens und hat mit Bühnenwerken wie Prova d’orchestra, Richard III. oder auch Auf den Marmorklippen in Deutschland für große Aufmerksamkeit gesorgt. Standen in Battistellis letzter, 2015 an der Mailänder Scala uraufgeführter Oper CO2 noch die fatalen Auswirkungen des Klimawandels im Mittelpunkt, widmet sich Battistelli nun erstmals einem biblischen Stoff. Im Mittelpunkt des Stücks steht die Frage nach der Beständigkeit unserer Zivilisation und Kultur.

Ausgehend von einer der berühmtesten und zugleich verstörendsten Geschichten der Menschheit, wie sie im Alten Testament, aber auch in anderen Religionen zu finden ist, schrieb Jenny Erpenbeck das Libretto zu Lot. Es ist die Geschichte der Beziehung zwischen Mensch und Gott, die plötzlich aufgekündigt zu werden scheint. Erpenbeck, eine der wichtigsten deutschsprachigen Autorinnen der Gegenwart und unter anderem mit dem Thomas Mann-Preis ausgezeichnet, konnte mit ihrem letzten Roman „Gehen, ging, gegangen“ einen großen Erfolg verbuchen. Sie leistete damit einen gewichtigen literarischen Beitrag zur Flüchtlingsdebatte – ein Themenkomplex, den auch ihr Libretto zu Lot berührt.

Inszeniert wird die Uraufführungsproduktion von Frank Hilbrich, dessen letzte Regiearbeiten an der Staatsoper Hannover – Glanerts Caligula und Verdis Macht des Schicksals – auf große Resonanz bei Publikum und Presse stießen.  Für die Ausstattung zeichnet Hilbrichs bewährtes Team verantwortlich: der Bühnenbildner Volker Thiele und die Kostümbildnerin Gabriele Rupprecht.

Brian Davis singt und spielt die Titelrolle, Khatuna Mikaberidze ist seine Frau. Die Töchter Lots werden interpretiert von Dorothea Maria Marx und Stella Motina. Als Engel sind Sung-Keun Park und Amar Muchhala zu hören.

Zwei große Sängerdarsteller komplettieren das „Lot“-Ensemble: Renate Behle und Franz Mazura werden das biblische Paar Sara und Lot singen. Franz Mazura, 1924 in Salzburg zur Welt gekommen, konnte seine Sängerkarriere kriegsbedingt erst mit Verzögerung beginnen. Dies allein erklärt jedoch nicht die beispiellose Dauer seiner Karriere: Nach wie vor ist Mazura auf der Bühne als Sänger aktiv, so unlängst an der Staatsoper Unter den Linden als Pfleger des Orest in Patrice Chéreaus „Elektra“-Inszenierung. Renate Behle gehörte von 1982 bis 1997 zum Sängerensemble der Staatsoper Hannover und startete von dort aus eine weltweite Karriere. Nachdem sie jahrelang in hochdramatischen Partien erfolgreich war, singt sie inzwischen mit großem Erfolg Partien des Charakterfaches.

Der Erste Kapellmeister Mark Rohde dirigiert das Niedersächsische Staatsorchester Hannover, es singt der Chor der Staatsoper Hannover in der Einstudierung von Dan Ratiu.  PMStOH

Sonntag, 26. März 2017, 11 Uhr  findet im Laves-Foyer eine Einführugsmatinee zu Lot statt; der Komponist Giorgio Battistelli und die Librettistin Jenny Erpenbeck sind anwesend und berichten vom Entstehungsprozess des Werkes. Es moderiert Chefdramaturg Dr. Klaus Angermann.

Uraufführung LOT 01.4.2017, weitere Vorstellungstermine: 06.4., 214.., 29.04., 02.5., 10.5., jeweils 19:30 Uhr, 14.5. 18:30 Uhr, 28.05.2017 18:30 Uhr;

Staatsoper Hannover – Alle Karten Hier :
Karten Kaufen

Nächste Seite »