Wien, Wiener Staatsoper, Premiere Turandot von Giacomo Puccini, IOCO Aktuell, 28.04.2016

April 25, 2016  
Veröffentlicht unter Pressemeldung, Wiener Staatsoper

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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Turandot  von Giacomo Puccini

Premiere 28. 4.2016, weitere Termine 1.5.2016; 5.5.2016; 8.5.2016; 12.5.2016; 4.9.2016; 7.9.2016; 10.9.2016; 28.2.2017; 3.3.2017; 8.3.2017.

In seiner letzten, erst 1926 entstandenen und unvollendeten Oper, näherte sich Giacomo Puccini noch einmal den Themenkreisen Liebe und Tod an: hier Turandot, für deren Liebe Männer sterben müssen, dort Liù, die für die Liebe stirbt, dazwischen Calaf, der die Rätsel löst und Turandot bezwingt. Beeinflusst auch von persönlichen Erlebnissen schrieb Puccini eine Geschichte, die der Märchenvorlage Carlo Gozzis psychologische Ebenen hinzufügte – und Fragen nach dem Wesen der wahren Liebe stellte. Nicht zufällig, dass er auf einem Skizzenblatt des Schlussduetts notierte: „und dann Tristan“ – also die ewige Sehnsucht, die Transzendenz als Erfüllung?

Produktion:
Marco Arturo Marelli | Regie und Licht
Marco Arturo Marelli | Ausstattung
Dagmar Niefind | Kostüme
Aron Kitzig | Video
Mario Ferrara | Bühnenbildassistenz
Katrin Vogg | Kostümassistenz

Besetzung:
Gustavo Dudamel | Dirigent
Lise Lindstrom | Turandot
Heinz Zednik | Altoum
Yusif Eyvazov | Kalaf
Anita Hartig | Liù
Dan Paul Dumitrescu | Timur
Paolo Rumetz | Mandarin
Gabriel Bermúdez | Ping
Carlos Osuna | Pang
Norbert Ernst | Pong

PMStOW 23.4.2016

Wien, Volksoper Wien, Musical Der Mann von La Mancha mit Robert Meyer, IOCO Kritik, 23.04.2016

April 23, 2016  
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Volksoper Wien

Volksoper Wien © IOCO

Volksoper Wien © IOCO

Der Mann von La Mancha von Dale Wassermann

 Kultmusical in Wien: Robert Meyer ist Miguel de Cervantes

Wien / Volksoper - Robert Meyer als Don Quixote © Barbara Pálffy - Volksoper

Wien / Volksoper – Robert Meyer als Don Quixote © Barbara Pálffy – Volksoper

Ritterromane waren populär um 1600, obwohl das Mittelalter abgehakt war und Ritter sich schon lange nur noch auf Festspielen oder in  Mottenkisten tummelten. Miguel de Cervantes (1547 – 1616, er starb am 23. April 2016, vor 400 Jahren) ironisierte diesen Zeitgeist, als er 1605 und 1615 den erfolgreichen Roman Don Quixote veröffentlichte. Cervantes wurde durch seinen Don Quixote unsterblich. Es ist die Geschicht des klapprigen Landadeligen, der in der Mancha Spaniens lebt und täglich so viele Ritterromane verschlingt, dass er in der Folge die Traumwelt von Ritter, Burgen und Helden zu seiner neuen Wirklichkeit erhebt. Don Quixote, der Ritter von der traurigen Gestalt mit seinen merkwürdigen Abenteuer ist auch heute noch höchst modern, ist er schließlich Ahnherr vieler Leser, welche durch intensive Lektüre das Abenteuer Buch erleben, selbst zum Romanhelden werden. Don Quixote sich über die Jahrhunderte zu einem zentralen Kunstwerk abendländischer Kultur. Bezüge zum Don Quixote finden sich in zahllosen Werken der Literatur, Malerei und Musik Europas.

Wien / Der Mann von La Mancha Ensemble © Barbara Pálffy Volksoper

Wien / Der Mann von La Mancha Ensemble © Barbara Pálffy Volksoper

Mitch Leigh, Dale Wassermann und Joe Darion geben Cervantes und seinem Don Quixote in ihrem 1963 in den USA geschaffenen Musical Der Mann von La Mancha ein verändertes Gesicht. Sprechtheater, Gesang und Rhythmik begegnen sich gleichwertig in der Handlung. Cervantes und sein Diener müssen sich wegen Gotteslästerung der Inquisition stellen. Unter Räuber, Diebe und Mörder eingekerkert rauben diese ihm sein Manuskript zum Don Quixote. Um es wieder zu erlangen stellt sich Cervantes im Gefängnis einer „Gerichtsverhandlung“ und spielt zum Spott wie Mitleid der Mitgefangenen die Abenteuer des Don Quixote, dessen unerschütterlichem Idealismus und Verkennung der Wirklichkeit: Der Kampf gegen Windmühlen, das Bartbecken eines Barbiers wird zum „Goldhelm des Mambrino“ , die Hure Aldonza erhebt er zum angebeteten Edelfräulein Dulcinea, vor der Wirklichkeit eines Spiegels zerbricht Don Quijote…. Gestärkt durch diese Aufführung unter Gefangenen geht Cervantes zum Verhör durch die Inquisition. Ergebnis offen.

Wien / Volksoper - Der Mann von La Mancha © Barbara Pálffy Volksoper

Wien / Volksoper – Der Mann von La Mancha © Barbara Pálffy Volksoper

Seit der deutschsprachigen Erstaufführung 1968 im der Theater an der Wien besitzt Der Mann von La Mancha in Wien wie im deutschen Sprachraum Kultstatus. Große Bühnendarsteller wie Josef Meinrad, Blanche Aubry, Fritz Muliar, Dagmar Koller, Karlheinz Hackl, Robert Meyer bereiten die lange Erfolgsspur des Musicals. Die Produktion der Volksoper der Spielzeit 2016/17 belebt diese Tradition.

Wien / Volksoper - Der Mann von La Mancha © IOCO

Wien / Volksoper – Der Mann von La Mancha © IOCO

In dieser Volksoper-Produktion steigt Robert Meyer als Cervantes auf einer langen Flugzeugleiter aus dem Bühnenhimmel hinab in den spartanischen, mit wenig Requisiten ausgestatteten Orkus (Regisseur Olivier Tambosi, Ausstatter Friedrich Despalmes) des Verlieses, wo sich die Mitgefangenen tummeln, „die Verhandlung eröffnen“. Die spartanische Ausstattung rückt die Protagonisten in den Mittelpunkt der Produktion. Robert Meyer, langjähriger Burgschauspieler und jetziger Intendant der Volksoper, formt das Stück als Don Quijote darstellerisch und auch gesanglich mit fesselnder Authentizität. Das gut disponierte Ensemble an seiner Seite führen Spannung, Fluss und Tragik der gesamten Produktion zu einem künstlerischen Guss. Boris Pfeifer spielt den Sancho bedächtig wie quirlig, Patricia Nessy die Aldonza / Dulzinea in mitreißender Direktheit (zu einem fummelnden Mitgefangenen: „Rede mit Deinem Mund, nicht mit Deinen Händen!“). Christian Graf als Gastwirt, Christian Drescher als Padre, Christian Dolezal als Dr. Carrasco und andere gaben dem Stück seine eigenartige, rauhe, mystisch absurde („Unschuldige müssen immer für die Sünden der Schuldigen bezahlen!“, „Glaubt ihr nicht, dass man ein wenig Güte in die Welt bringen kann?“, „Es ist der größte Wahnsinn, die Welt so zu sehen wie sie ist und nicht, wie sie sein sollte!“) wie elegische Färbung. Dirigent Lorenz C. Aichner und sein kleines Orchester, unsichtbar hinter der Bühne platziert, begleitet die Handlung; das Erkennungslied des Musicals Little Bird wird lyrischer Kontrapunkt des Abends.

So feiert das Publikum im ausverkauften Haus an der Währinger Straße Wiens Den Mann von La Mancha von Dale Wassermann und eine Produktion, welche alle Ingredienzen besitzt, über Jahre den speziellen Status dieses Musicals in Wien zu erhalten.  IOCO / Viktor Jarosch / 20.04.2016

Wien, Volksoper Wien, Premiere Der Bettelstudent von Carl Millöcker, 30.04.2016

April 8, 2016  
Veröffentlicht unter Premieren, Pressemeldung, Volksoper Wien

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Volksoper Wien

Volksoper Wien © IOCO

Volksoper Wien © IOCO

  Der Bettelstudent von Carl Millöcker

Premiere am 30.04.2016, weitere Vorstellungen 1.5.2016; 5.5.2016; 8.5.2016; 3.6.2016; 7.6.2016; 18.6.2016; 22.6.2016; 24.6.2016.

Wien / Carl Millöcker Grabmal © IOCO

Wien / Carl Millöcker Grabmal © IOCO

Mit Carl Millöckers berühmten Operetten-Klassiker Der Bettelstudent beschließt die Volksoper den Premierenreigen der Saison 2015/16. In der Operettengeschichte hat sich das Werk seit seiner umjubelten Uraufführung am 6. Dezember 1882 im Theater an der Wien einen festen Platz gesichert.

Zu Millöckers genialen Melodien („Ich knüpfte manche zarte Bande“, „Der Polin Reiz ist unerreicht“ oder das mittlerweile zum Evergreen avancierte Lied „Ach, ich hab sie doch nur auf die Schulter geküsst“) zauberten die beiden Librettisten Friedrich Zell und Richard Genée in höchster Lustspiel-Kunstfertigkeit eine wunderbar verkehrte Operettenwelt auf die Bühne. An der Volksoper Wien fand die erste Premiere des Bettelstudenten 1909 statt, seit dem Zweiten Weltkrieg wurde das Stück bereits über 500 Mal in vier verschiedenen Inszenierungen gezeigt, zuletzt im Jahr 2003. Nun setzt Regisseur Anatol Preissler Millöckers Meisterwerk neu in Szene.

 Wien / Volksoper Der Bettelstudent © Barbara Pálffy / Volksoper

Wien / Volksoper Der Bettelstudent © Barbara Pálffy / Volksoper

Elisabeth Flechl singt die Palmatica, Anja-Nina Bahrmann und Mara Mastalir ihre beiden Töchter Laura und Bronsilawa. Martin Winkler spielt den intriganten Gouverneur von Krakau, Lucian Krasznec gibt als Bettelstudent Symon Rymanowicz sein Hausdebüt. Der junge Dirigent Wolfram-Maria Märtig, seit 2014 Kapellmeister an der Volksoper Wien, übernimmt die musikalische Leitung.

Premiere am 30. April 2016,  Weitere Vorstellungen  am 1., 5., 8. Mai, 3., 7., 18., 22., 24. Juni 2016.  PMVOW

 

Wien, Wiener Staatsoper, Premiere Le Corsaire des Wiener Staatsballett, IOCO Aktuell, 17.03.2016

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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Ballett-Premiere  LE CORSAIRE

Premiere Sonntag, 20. März, 18.00 Uhr, Reprisen: 21., 23., 28., 31. März, 2*. April 2016

Choreographie: Manuel Legris, Dramaturgie und Libretto: Manuel Legris und Jean-François Vazelle, Musik: Adolphe Adam u. a. | Bühnenbild und Kostüme: Luisa Spinatelli , Licht: Marion Hewlett | Dirigent: Valery Ovsianikov

Wien / Wiener Staatsballett - Manuel Legris - Le Corsaire © Ashley Taylor

Wien / Wiener Staatsballett – Manuel Legris – Le Corsaire © Ashley Taylor

Seit seiner Uraufführung am 23. Jänner 1856 in der Pariser Opéra (Choreographie: Joseph Mazilier, Musik: Adolphe Adam) zählt das Werk zu den eindrucksvollsten Handlungsballetten des 19. Jahrhunderts. Besondere Popularität gewann das Opus durch die Fassungen von Jules Perrot (1858) und Marius Petipa (1863) sowie durch Dame Margot Fonteyn und Rudolf Nurejew, welche dem so genannten „Le Corsaire – Pas de deux“ zur weltweiten Bekanntheit verhalfen. An der Wiener Staatsoper wurde es bislang noch nicht zur Gänze gezeigt. Auf Basis der mehr als 150 Jahre umspannenden Tradition des Balletts erarbeitet Manuel Legris, Ballettdirektor des Wiener Staatsballetts, eine spezielle Fassung für sein Ensemble. Dabei schöpft er vor allem aus den reichhaltigen Aufführungstraditionen der französischen und russischen Überlieferungslinie des Werkes, die er aus seiner Sicht und Erfahrung interpretiert. Handlung, Musik, Choreographie und Ausstattung werden dabei behutsam zu einem neuen Gesamtbild zusammengefügt, welches sich auf die Höhepunkte des bunten Treibens rund um das Paar Conrad und Medora konzentriert.

www.wiener-staatsoper.at,  www.wiener-staatsballett.at, www.staatsoperlive.com
Wiener Staatsballett, Studierende der Ballettakademie der Wiener Staatsoper,
Orchester der Wiener Staatsoper, Alle Tänzerinnen und Tänzer geben Rollendebüt

Wien / Wiener Staatsballett - Gabdullin Konovalova - Le Corsaire © Ashley Taylor

Wien / Wiener Staatsballett – Gabdullin Konovalova – Le Corsaire © Ashley Taylor

Besetzung:  20. März 2016 , 21. März 2016 , 23. März 2016
Médora: Maria Yakovleva Olga Esina Kiyoka Hashimoto, Conrad: Robert Gabdullin Vladimir Shishov Denys Cherevychko , Gulnare: Liudmila Konovalova Kiyoka Hashimoto Nina Tonoli  Lanquedem: Kirill Kourlaev Mihail Sosnovschi Francesco Costa , Birbanto: Davide Dato Masayu Kimoto Masayu Kimoto , Zulméa: Alice Firenze Nikisha Fogo Nikisha Fogo , Seyd Pacha Mihail Sosnovschi N. N. N. N. , Odalisken: Prisca Zeisel Prisca Zeisel Eszter Ledán
Nina Tonoli Nina Tonoli Anita Manolova , Natascha Mair Natscha Mair Natascha Mair,  Walzer:  Eszter Ledán Eszter Ledán Prisca Zeisel , Anita Manolova Anita Manolova Adele Fiocchi , Nikisha Fogo Oxana Kiyanenko Oxana Kiyanenko , Laura Nistor Laura Nistor Suzan Opperman.

PMWSTO  / 16.03.2016

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