Wien, Wiener Staatsoper, Exclusiver Spielplan 2016/17: 55 Opern und viel mehr, IOCO Aktuell, 06.08.2016

August 5, 2016  
Veröffentlicht unter Hervorheben, IOCO Aktuell, Wiener Staatsoper

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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

 Olymp der Musiktheater:  Wiener Staatsoper 2016/17

55 Opern,  10 Ballettproduktionen und mehr

Wien / Dominique Meyer © IOCO

Wien / Dominique Meyer © IOCO

Die Wiener Staatsoper ist der Olymp der Musiktheater, künstlerisch wie kaufmännisch. Die Weltgeltung der Staatsoper, von Ioan Holender vor Jahren kantig geformt, hält der Franzose Dominique Meyer seit 2011 in sanfter Professionalität auf gewohnt hohem Niveau:  600.000 Besucher jährlich, eine Auslastung von 99% auf 2.284 Plätzen: Normalität in Wien, doch weltweit einzigartig. Intendant Dominique Meyer: Ich lasse mir die Auslastungszahlen jeden Morgen vorlegen. Sind diese unter 99% werde ich unruhig“.

Die Spielzeit 2016/17 beginnt am 3. September mit einem Tag der Offenen Tür; am 4.9. mit der Repertoire-Oper Turandot, Inszenierung Marco Arturo Marelli, das künstlerische Geschehen seinen Lauf.

Den Spielplan 2016/17 mit Status zur laufenden Spielzeit präsentierten Dominique Meyer, Ballettchef Manuel Legris und Finanzchef Thomas Platzer im April 2016 sympathisch entspannt. „Ich will nicht klagen, es geht uns gut“, schwärmte Meyer sanft sympathisch, „es ist eine große Freude für das warmherzige Wiener Publikum arbeiten zu dürfen. Hier in Wien bekommen wir nach einer Premiere oft zwanzig Minuten Applaus; dies Publikum und mein Team jeden Tag zu erleben macht einen glücklich. Und wir wissen, dass die nächsten Wochen sehr gut ausverkauft sein werden.“  Zur Spielplanpräsentation 2014 hatte Meyer noch ein wenig über  Subventionen (€54 Mio) geklagt („Ich habe die Glocke ein wenig geläutet“.); 2016, so scheint es, hat Meyer auch diese Hürdegenommen, wie immer mit leiser Effizienz.

Zur Auslastung in 2015/16 der Wiener Staatsoper nannte Meyer erneut internationale Spitzenwerte: Mit 98,51% (Oper 98,82%,  Ballett 97,70) hält die Wiener Staatsoper erneut  international den Auslastungs-Spitzenplatz. Wegen mehr zeitgenössischen Komponisten liegt der Wert leicht unter dem Vorjahrswert von 99%; die Oper Drei Schwestern“ von  Péter Eötvös war „nur“ mit 95% ausgelastet. Die Gesamt-Einnahmen konnten gegenüber dem Vorjahr leicht gesteigert werden. Die derzeitigen Einnahmen pro Vorstellung von €117.000 liegen wegen den niedrigeren Preisen von Kinderoper-Vorstellungen leicht unter dem Vorjahr.

Die Eckdaten der Spielplanes 2016/17 präsentierte Dominique Meyer:  „49 Opern im Repertoire, fünf Opernpremieren,  eine Uraufführung, drei Ballettpremieren, sieben Ballett-Repertoireabende, 13 Konzerte, zehn Kammermusikvormittage, 45 Streams, drei Kinderopern – das ist die Spielzeit der Wiener Staatsoper 2016/2017 auf den ersten Blick. Der zweite geht etwas tiefer und zeigt ein – wie ich meine – sehr weit gespanntes und ausbalanciertes Saisonprogramm. Dieses bildet die Stärken und Besonderheiten unseres Hauses ab:  Das große, ja weltgrößte Repertoire, das vom Barock bis zur zeitgenössischen Oper  reicht; das Ensemble, das über 60 Sängerinnen und Sänger umfasst; die Gastsolisten – auch diesmal wieder praktisch alle wichtigen Namen. Und dazu unsere künstlerischen  Säulen, das Staatsopernorchester, der Chor, das Staatsballett. Und zu den Opern- und Ballett-vorstellungen kommen zahlreiche zusätzliche Veranstaltungen im Großen Haus, im Mahler-Saal, in der AGRANA STUDIOBÜHNE | WALFISCHGASSE. Salopp würde man sagen: das Haus „brummt“.

Christoph Willibald Gluck © IOCO

Christoph Willibald Gluck © IOCO

Auch heuer gibt es wieder fünf Opernpremieren, die ein weites Feld eröffnen:  Christoph Willibald Glucks Armide lädt uns musikalisch ins letzte Drittel des 18. Jahrhunderts und bringt Marc Minkowski als Dirigent ans Haus zurück. Dann springen wir ans Ende des 19. Jahrhunderts und widmen uns der letzten Oper Giuseppe Verdis: Falstaff. Diese kluge und präzise musikalische Komödie wird von Zubin Mehta, der nach sieben Jahren wieder bei uns dirigiert, geleitet. Für die nächste Premiere bleiben wir bei Verdi und vervollständigen unsere trilogia popolare mit Il trovatore: Nach der neuen Turandot in der Spielzeit 2015/2016 ein weiteres jener Opernwerke, die vom Publikum immer wieder herbei-gesehnt werden – zumal Anna Netrebko und Roberto Alagna die führenden Rollen singen. Und noch ein zweites „letztes“ Werk eines Komponisten kommt zur Premiere, Wagners Bühnenweihfestspiel

Parsifal, das Semyon Bychkov leiten wird. Und schließlich, als letzte Opernpremiere,  freue ich mich auf Debussys Pelléas et Mélisande, eine Oper, deren letzte Staatsopern-Premiere vor fast 30 Jahren stattfand und die einfach auf unseren Spielplan gehört!

Mit den Premieren BALANCHINE | LIANG | PROIETTO und dem Werken von John Neumeier gewidmeten Abend Le Pavillon d’Armide | Le Sacre erweitert das Wiener Staatsballett sein Repertoire, wobei mit Blanc von Daniel Proietto ein neues Werk speziell für das Ensemble entsteht. Le Corsaire, Raymonda, La Fille mal gardée, Onegin und Schwanensee bilden das abendfüllende Repertoire der kommenden Spielzeit, VAN MANEN | EKMAN | KYLIÁN und THOSS | WHEELDON | ROBBINS  setzen zeitgenössische Akzente.

Und auch heuer gibt es eine neue Kinderoper, wieder ein Auftragswerk der Wiener  Staatsoper. Tristan Schulze hat für uns ein Stück namens Patchwork geschaffen, auf dessen Uraufführung wir sehr gespannt sein dürfen! Im Opern-Repertoire zeigen wir unsere bekannte große Auswahl an Werken, von Händels Alcina über all die Verdi-, Wagner-, Puccini-, Mozart-, Strauss-Abende bis hin zu Korngolds wunderbarer Toten Stadt oder Aribert Reimanns Medea. Nicht fehlen dürfen die Kammermusikvormittage der Wiener Philharmoniker, die Liederabende, die wir gemeinsam mit dem Musikverein veranstalten, die Solistenkonzerte im Großen Haus, die Sonntags-Konzerte unseres Ensembles, die Matineen sowie die Projekte der Opernschule und der Ballettakademie.

Auch unsere Übertragungen von Opern- und Ballettaufführungen via Live-Stream werden in der Spielzeit 2016/2017 eine große Rolle spielen: Insgesamt 45 Abende werden übertragen, komfortabel und einfach zu empfangen, neuerdings auch mit der A1 Mediabox, über AppleTV oder Amazon Fire TV. Auch das vielfältige Programm in der AGRANA STUDIOBÜHNE | WALFISCHGASSE wird fortgesetzt. Neben Kinderoper finden dort wieder zahlreiche Künstlergespräche, Konzerte, Einführungen, Lesungen, Projekte der Opernschule und der Ballettakademie und vieles mehr statt,“ so Dominique Meyer

Wien / Staatsoper, vlnr Platzer, Meyer, Manuel Legris © IOCO

Wien / Staatsoper, vlnr Platzer, Meyer, Manuel Legris © IOCO

Manuel Legris stellte den Spielplan 2016/17 mit der Maßgabe vor, daß ein breites Repertoire auch zukünftig für ihn Maßstab sein werden:  Nachdem wir in der vergangenen Saison mit meiner Version von Le Corsaire in der Ausstattung von Luisa Spinatelli und dem Ballett Die Schneekönigin von Michael Corder (gezeigt an der Volksoper Wien) auf dem Sektor des abendfüllenden Balletts  rege nachgefragte Akzente setzen konnten, die beide am Spielplan verbleiben, kehrt  diese Spielzeit neben Schwanensee vor allem auch Raymonda in der Version von Rudolf Nurejew an die Wiener Staatsoper zurück.

Basiert Die Schneekönigin auf Musik zum Ballett Die Steinerne Blume, op. 118 von Sergej Prokofjew, so ist an der Volksoper Wien nun auch dessen Partitur Cinderella, op. 87 zu erleben: Cendrillon (Aschenputtel) wird in der Choreographie von Thierry Malandain – in Wien bereits durch seine beliebten Werke Mozart à 2 und Don Juan wohl bekannt – an der Volksoper Wien Premiere haben. Mit La Fille mal gardée (Ashton – Hérold/arr. Lanchbery) und Onegin (Cranko – Tschaikowski/arr. Stolze) an der Wiener Staatsoper sowie Giselle Rouge (Eifman – Tschaikowski, Schnittke, Bizet, Adam) an der Volksoper Wien umfasst das diesjährige Repertoire des Wiener Staatsballetts weitere abendfüllende Werke.

Unsere beiden Premieren an der Wiener Staatsoper BALANCHINE | LIANG | PROIETTO und Le Pavillon d’Armide | Le Sacre erschließen Neuland: Neben Symphonie in C  von George Balanchine wird Murmuration von Edwaard Liang zu sehen sein, wogegen mit Blanc von Daniel Proietto eine neue Choreographie speziell für das Wiener Staatsballett entsteht. Das zweite, Volksoper Wien gewidmete Programm bietet ebenfalls in Wien noch nicht gezeigte Arbeiten.

 Venedig / Igor Stravinski © IOCO

Venedig / Igor Stravinski © IOCO

Neue Sichtweisen eröffnen wir auch an der Volksoper Wien mit einer Premiere, die der Kompanie entstammenden jungen Choreographen gewidmet ist und Klassiker der Ballets Russes neu interpretiert: Der Feuervogel wird von Andrey Kaydanovskiy, Petruschka von Eno Peci und Movements to Stravinsky von András Lukács choreographiert. Ungebrochen starke Nachfrage erfahren dagegen Carmina Burana (Vesna Orlic) | Nachmittag eines Fauns (Boris Nebyla) | Bolero (András Lukács), die weiterhin an der Volksoper Wien zu sehen sind.

An der Wiener Staatsoper verbleiben auch VAN MANEN | EKMAN | KYLIÁN und THOSS | WHEELDON | ROBBINS am Spielplan, deren Ballettsaison in gewohnt abwechslungsreicher Weise mit der Nurejew Gala 2017 beschlossen werden wird,“ so  Manuel Legris  Direktor des Wiener Staatsballetts.

Opernpremieren:

  1. ARMIDE – DRAME – HÉROÏQUE IN FÜNF AKTEN

Musik: Christoph Willibald Gluck | Text: Philippe Quinault , Dirigent: Marc Minkowski | Regie: Ivan Alexandre | Ausstattung: Pierre-André Weitz , Licht: Bertrand Killy | Choreographie: Jean Renshaw | Chorleitung: Thomas Lang , Orchester: Les Musiciens du Louvre | Chor: Gustav Mahler-Chor

Armide: Gaëlle Arquez | Hidraot: Paolo Rumetz | Renaud: Stanislas de Barbeyrac , Ubalde: Gabriel Bermúdez | Der dänische Ritter: Jinxu Xiahou , Phénice: Olga Bezsmertna | Sidonie: Hila Fahima

Waren die Werke Christoph Willibald Glucks am Ende des 19. Jahrhunderts noch beliebter Bestandteil des Spielplans der Wiener Hofoper, so verschwanden die umjubelten Kostbarkeiten für Jahrzehnte aus dem Bewusstsein des hiesigen Publikums. Im Zuge der Renaissance wichtiger Komponisten des 17. und 18. Jahrhunderts konnte sich aber auch Gluck den ihm gebührenden Platz zurückerobern. An der Wiener Staatsoper wird nun nach Alceste mit Armide eine weitere späte Gluck-Oper ins Repertoire zurückgeholt: Im Zentrum dieses 1777 in Paris uraufgeführten Drame-héroïque steht die Zauberin Armide, die sich in verzweifelter Liebe nach Renaud verzehrt. Auf berückende Weise breitet Gluck vor dem Zuhörer ein modernes und facettenreiches Seelen-drama dieser zugleich liebenden und hassenden Frau aus.

Premiere am  16. 10.2016

  1. FALSTAFF – COMMEDIA LIRICA IN DREI AKTEN

Musik: Giuseppe Verdi | Text: Arrigo Boito, Dirigent: Zubin Mehta | Regie: David McVicar | Bühne: Charles Edwards , Kostüme: Gabrielle Dalton | Licht: Paul Keogan | Bewegungsregie: Leah Hausman , Chorleitung: Martin Schebesta

Falstaff: Ambrogio Maestri | Ford: Ludovic Tézier , Fenton: Paolo Fanale | Alice Ford: Carmen Giannattasio | Nannetta: Hila Fahima , Mrs. Quickly: Marie-Nicole Lemieux | Meg Page: Lilly Jørstad

Berühmt ist die Geschichte, dass Verdi, nach seinem frühen Misserfolg im Bereich der heiteren Oper, diese Zeit seines Lebens konsequent und umfassend mied. Bis er am Ende seines langen Schaffens als letztes Musiktheaterwerk einen Falstaff – basierend auf Shakespeare – schuf und sich so wieder der musikalischen Komödie zuwandte. Und was für einer! Denn seit Donizettis Don Pasquale, also seit 50 Jahren, hatte es keine nennenswerte heitere italienische Oper mehr gegeben, Verdi betrat somit praktisch Neuland und konnte die musikalische Komödie (und auch sich) neu erfinden. Herausgekommen ist eine Oper, die mit doppelbödigem Witz und in höchster Virtuosität die amourösen Irrfahrten Falstaffs abhandelt, um schließlich fulminant in der Schlussfuge zu enden, die lautet: Tutto nel mondo è burla – Alles in der Welt ist ein Scherz!

Einführungsmatinee 27. November 2016, 11.00 Uhr,  Premiere: 4. Dezember 2016 Reprisen: 7., 9., 12., 15. Dezember 2016

  1. IL TROVATORE  –  DRAMMA IN VIER TEILEN  

Musik: Giuseppe Verdi | Text: Salvatore Cammarano , Dirigent: Marco Armiliato | Regie: Daniele Abbado , Bühne: Graziano Gregori | Kostüme: Carla Teti , Licht: Alessandro Carletti | Regiemitarbeit: Boris Stetka , Bühnenbildmitarbeit: Angelo Linzalata | Chorleitung: Thomas Lang, Conte Luna: Ludovic Tézier | Leonora: Anna Netrebko , Manrico: Roberto Alagna | Azucena: Luciana D’Intino

Verdis Il trovatore, das Zwischenstück seiner „trilogia popolare“, gehört seit der Uraufführung  in Rom zu den unbestritten bekanntesten und beliebtesten Werken der Opernliteratur. Kein Wunder also, dass die bedeutendsten Interpretinnen und Interpreten jeder Sängergeneration die wesentlichen Partien dieser Oper ganz oben auf der Wunschliste stehen haben. Nach 16 langen Jahren der Absenz kehrt der Troubadour – Verdi hatte übrigens ursprünglich Azucena als wesentliche Frauenfigur herausarbeiten wollen und Leonora nur als Nebenrolle gedacht – an die Wiener Staatsoper zurück.

Einführungsmatinee: 22. Jänner 2017, 11.00 Uhr, Premiere: 5. Februar 2017, Reprisen: 9., 12., 15., 18. Februar 2017

  1. PARSIFAL – BÜHNENWEIHFESTSPIEL IN DREI AUFZÜGEN

Musik und Text: Richard Wagner , Dirigent: Semyon Bychkov , Regie und Bühne: Alvis Hermanis | Kostüme: Kristine Jurjane, Licht: Gleb Filshtinsky | Video: Ineta Sipunova | Bühnenbildmitarbeit: Silvia Platzek , Chorleitung: Thomas Lang

Amfortas: Gerald Finley | Gurnemanz: Hans-Peter König, Parsifal: Christopher Ventris | Klingsor: Jochen Schmeckenbecher, Kundry: Nina Stemme

„Als ich keines Wortes fähig aus dem Festspielhaus hinaustrat, da wusste ich, dass mir  das Größte, Schmerzlichste aufgegangen war, und dass ich es, unentweiht mit mir durch mein Leben tragen werde.“ – Nein, nicht Richard Wagner spricht hier über seinen Parsifal, sondern der junge Gustav Mahler, späterer Wiener Hofoperndirektor, der das Bühnenweihfestspiel 1883, im Jahr nach der Uraufführung, erlebte. Parsifal, das letzte Musiktheaterwerk Wagners: Das ist, wie sein Tristan, nicht nur Musik, Theater, Aktion, Raum, künstlerische Tiefe und Vielgestaltigkeit, sondern schlichtweg ein Mythos. Sowohl was die inhaltliche Stoffgestaltung anbelangt als auch in seiner Bedeutung in der gesamten europäischen Kulturgeschichte. Nicht umsonst verpasste Wagner diesem Werk eine (kunst-)religiöse Stilisierung …

Einführungsmatinee: Sonntag, 26. März 2017, 11.00 Uhr , Premiere: 30. März 2017 , Reprisen: 2., 6., 9., 13., 16. April 2017

  1. PELLÉAS ET MÉLISANDE –  DRAME-LYRIQUE   

Musik: Claude Debussy | Text: Maurice Maeterlinck , Dirigent: Alain Altinoglu , Regie, Bühne und Licht: Marco Arturo Marelli , Kostüme: Dagmar Niefind | Chorleitung: Martin Schebesta

Arkel: Franz-Josef Selig | Geneviève: Bernarda Fink , Pelléas: Benjamin Bruns | Golaud: Simon Keenlyside , Mélisande: Olga Bezsmertna

Lange Zeit hatte Claude Debussy einen für ihn gültigen Weg des Opernkomponierens  gesucht. Er vertraute weder der traditionellen Form der Harmonielehre noch wollte er im Schlepptau der Wagner-Nachfolge landen, sondern suchte vielmehr „eine Freiheit  für die Musik, die auf den geheimnisvollen Entsprechungen zwischen Natur und Fantasie beruhen sollte“. In Maeterlincks symbolistischem Drama Pelléas et Mélisande entdeckte er die für ihn ideale Librettovorlage (nichtsdestotrotz rang er dann zehn Jahre mit der Vertonung des Stoffes). An der Wiener Staatsoper wurde die Oper rund um die rätselhafte Mélisande und deren Beziehung zu den beiden ungleichen Brüdern Pelléas und Golaud zuletzt im Jahr 1991 gegeben.

Einführungsmatinee: Sonntag, 4. Juni 2017, 11.00 Uhr, Premiere: 18. Juni 2017 Reprisen: 20., 24., 27., 30. Juni 2017.    PMWSto / IOCO – VJ / 05.08.2016

 

Wien, Volksoper Wien, Volksoper und Robert Meyer erfolgreich, IOCO Aktuell, 02.07.2016

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Volksoper Wien

Volksoper Wien © IOCO

Volksoper Wien © IOCO

 Die Volksoper Wien muß man erlebt haben!

316.000 Besucher in 2015/16 – Axel an der Himmelstür:  Ante portas!

Die Volksoper Wien ist nach der Wiener Staatsoper (2200 Plätze) das zweitgrößte Opernhaus in Wien. Operetten, Opern, Musicals und Ballett wird dort produziert. Mit 1261 Sitzplätzen ist es so groß wie die Opernhäuser in Frankfurt, Düsseldorf oder Hannover.

2015/16 blickt die Volksoper Wien blickt auf eine ihrer erfolgreichsten Saisons zurück. 316.000 Zuschauer haben in der Spielzeit die Volksoper besucht. Die Auslastung in Wien lag bei 83,23% Prozent. 303 Vorstellungen wurdenin der Saison 2015/16 geboten, neben 19 Repertoirestücken und vier Wiederaufnahmen feierten acht Neuproduktionen ihre erfolgreiche Premiere.

Wien / Volksoper - Robert Meyer als Don Quixote © Barbara Pálffy - Volksoper

Wien / Volksoper – Robert Meyer als Don Quixote © Barbara Pálffy – Volksoper

Eröffnet wurde die Saison mit Ralph Benatzkys Im weißen Rössl in der Regie von Josef E. Köpplinger mit Sigrid Hauser (Josepha Vogelhuber) und Daniel Prohaska (Leopold). Im Oktober träumte Robert Meyer als Don Quixote in Der Mann von La Mancha den unmöglichen Traum (Dirigent: Lorenz C. Aichner, Regie: Olivier Tambosi). Im November inszenierte Theatermagier Achim Freyer Mozarts Don Giovanni. Josef Wagner sang die Titelrolle, Jac von Steen dirigierte das Orchester der Volksoper Wien. Die Ballettpremiere Die Schneekönigin in der Choreographie von Michael Corder mit Olga Esina als eiskalte Herrscherin begeisterte Ballettfreunde ebenso wie Familien. Das klangprächtige Musical Kismet beschwor im Jänner die Glanzzeiten des Broadways herauf. Joseph R. Olefirowicz dirigierte die konzertanten Aufführungen des orientalischen Märchens, das auf Musik von Alexander Borodin beruht und als Auftakt zur Premiere von Fürst Igor im März gezeigt wurde. Borodins russische Nationaloper wurde von Thomas Schulte-Michels in Szene gesetzt. Unter der Leitung von Alfred Eschwé debütierte Sebastian Holecek als tragischer Titelheld. Der Februar stand ganz im Zeichen des Wiener Kongress und von Werner Richard Heymann, dessen 120. Geburtstag sich 2016 jährte. Robert Meyer inszenierte die Operette Der Kongress tanzt und intrigierte als Fürst Metternich. Die Doppelrolle Zar Alexander/Uralsky bot Boris Eder die Möglichkeit, alle Register seines komödiantischen Könnens zu ziehen. Die Arrangements stammten von Christian Kolonovits, der die Vorstellungen auch dirigierte. Karl Millöckers Operette Der Bettelstudent in der Regie von Anatol Preissler und unter der musikalischen Leitung von Wolfram Maria Märtig beendete im April den Premierenreigen, kurz bevor die Volksoper für ein dreiwöchiges Gastspiel nach Japan reiste.

Von 10.-30. Mai 2016 führte im Bunka Kaikan Theater in Tokio das Volksopern-Ensemble die Operetten Die Csárdásfürstin, Die Fledermaus und Die lustige Witwe aufgeführt. Trotz des enormen Personalaufwands – insgesamt waren 220 Personen an dem Gastspiel beteiligt – ging der Spielbetrieb in Wien ungestört weiter und die Wiederaufnahmen der Musicals Anatevka mit KS Kurt Rydl als Tevje und The Sound of Music sowie des Balletts Marie Antoinette sorgten für ein volles Haus.

 Premiere  Axel an der Himmelstür 

Wien / Volksoper in der Vorstellungspause © IOCO

Wien / Volksoper in der Vorstellungspause © IOCO

Seit Anfang Juni wird bereits für die Eröffnungspremiere der kommenden Saison geprobt. Am 17. September bringt Ralph Benatzkys Axel an der Himmelstür einen Hauch von Hollywood nach Wien. 80 Jahre nach der Uraufführung kommt die Geschichte rund um den Möchtegern-Reporter Axel, der seine große Chance hinter einer Story über den Kinostar Gloria Mills wittert, erstmals auf die Bühne der Volksoper. Die Hauptrolle der exzentrischen Hollywoodgöttin Gloria Mills gestaltet Bettina Mönch, Andreas Bieber heftet sich als Reporter Axel Swift an ihre Fersen. Die Regie liegt in den bewährten Händen von Peter Lund, Lorenz C. Aichner steht am Pult des Volksopernorchesters. PM Volksoper / IOCO

Wien, Wiener Staatsoper, Le nozze di Figaro von Mozart, ab 22.06.2016

Juni 21, 2016  
Veröffentlicht unter Pressemeldung, Wiener Staatsoper

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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Le nozze di Figaro von Wolfgang Amadeus Mozart

22. Juni 2016 Reprisen: 25. und 28. Juni

Drei Vorstellungen von Mozarts Le nozze di Figaro stehen ab Mittwoch, 22. Juni 2016 auf dem Spielplan der Wiener Staatsoper: Unter der musikalischen Leitung von Cornelius Meister, der wie kürzlich bekannt wurde ab der Saison 2018/2019 Generalmusikdirektor der Staatsoper Stuttgart und des Staatsorchesters Stuttgart wird, sind erstmals im Haus am Ring Rachel Willis-Sørensen als Contessa d’Almaviva, Valentina Naforni als Susanna und Annika Gerhards als Barbarina zu erleben. Luca Pisaroni verkörpert den Conte d’Almaviva, Alessio Arduini den Figaro. Als Cherubino stellt sich die französische Mezzosopranistin Marianne Crebassa dem Staatsopernpublikum vor.

Die Vorstellung am 28. Juni wird via WIENER STAATSOPER live at home weltweit live in HD übertragen: www.staatsoperlive.com; die Aufführungen am 25. und 28. Juni sind im Rahmen von „Oper live am Platz“ live am Herbert von Karajan-Platz zu erleben.

Kurzbiografie (Hausdebüt):  Die Mezzosopranistin Marianne Crebassa studierte Gesang, Klavier und Musikwissenschaft in Montpellier. 2008 gab die damals 21-jährige ihr Bühnendebüt an der Opéra National de Montpellier in Schumanns Manfred. Nach ihrem großen Erfolg als Isabella in Wuthering Heights im Jahr 2010 wurde die Sängerin Mitglied des Atelier Lyrique der Pariser Opéra. Im Jahr 2012 debütierte Marianne Crebassa bei den Salzburger Festspielen als Irene in Tamerlano; sie sang in Salzburg auch in Lucio Silla. In der Spielzeit 2013/2014 sang sie Dorabella (Così fan tutte) in Montpellier und Siébel (Faust) in Amsterdam; in der Spielzeit 2014 / 2015 feierte sie ihr Debüt an der Scala und sang in Davide penitente bei der Salzburger Mozartwoche. Weitere Auftritte führten sie u. a. an das Théâtre des Champs-Elysées in Paris und zum Festival de Saint-Denis; künftige Engagements umfassen u. a. Roméo et Juliette in Chicago, La clemenza di Tito an der Opéra de Paris sowie die Titelpartie von Fantasio an der Opéra Comique in Paris.  PM Wiener Staatsoper

Wien, Volksoper Wien, Premiere Axel an der Himmelstür von Ralph Benatzky, 17.09.2016

Juni 13, 2016  
Veröffentlicht unter Pressemeldung, Volksoper Wien

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Volksoper Wien

Volksoper Wien © IOCO

Volksoper Wien © IOCO

 Axel an der Himmelstür von Ralph Benatzky

Volksoper Wien / Bettina Mönch (Gloria Mills), Ensemble © Barbara Pálffy, Volksoper WienVolksoper Wien / Bettina Mönch (Gloria Mills), Ensemble © Barbara Pálffy, Volksoper Wien

Musikalisches Lustspiel von Paul Morgan und Adolf Schütz, Gesangstexte von Hans Weigel; für Volksoper bearbeitet: Peter Lund und Kai Tietje

Premiere am 17. September 2016,  Weitere Vorstellungen am 23., 25., 29. September,, 2., 4., 9., 11., 14., 17., 20., 24. Oktober, 15., 27. Dezember 2016, 5. Jänner 2017

Zum Saisonauftakt 2016 am 17. September bringt die Volksoper Wien mit Ralph Benatzkys Axel an der Himmelstür einen Hauch Hollywood nach Wien. 80 Jahre nach der Uraufführung kommt die Geschichte rund um den Möchtegern-Reporter Axel, der seine große Chance hinter einer Story über den Kinostar Gloria Mills wittert, erstmals auf die Bühne der Volksoper. Die Hauptrolle der exzentrischen Hollywoodgöttin Gloria Mills gestaltet Bettina Mönch, Andreas Bieber heftet sich als Reporter Axel Swift an ihre Fersen. Die Regie liegt in den bewährten Händen von Peter Lund, Lorenz C. Aichner steht am Pult des Volksopern-Orchesters.

Alles in Schwarz-Weiß

Volksoper Wien / Andreas Bieber (Axel Swift), Musicalgruppe: Stefan Bischoff, Oliver Liebl, Roman Martin, Maximilian Klakow, Jakob Semotan © Barbara Pálffy, Volksoper Wien

Volksoper Wien / Andreas Bieber (Axel Swift), Musicalgruppe: Stefan Bischoff, Oliver Liebl, Roman Martin, Maximilian Klakow, Jakob Semotan © Barbara Pálffy, Volksoper Wien

Volksoper Wien / Andreas Bieber (Axel Swift), Musicalgruppe: Stefan Bischoff, Oliver Liebl, Roman Martin, Maximilian Klakow, Jakob Semotan © Barbara Pálffy, Volksoper WienDass die Geschichte „garantiert stilecht und ohne ein Quäntchen Übertreibung“ sei, dafür verbürgte sich Textautor Paul Morgan. Der Berliner Schauspieler war 1930 dem Ruf Hollywoods gefolgt und hatte dort einen Blick hinter die Kulissen der Filmmetropole werfen können. Vorbild für die schillernde Figur der Gloria Mills war Greta Garbo, gespielt wurde sie von der 26-jährigen, damals noch unbekannte Zarah Leander. „Benatzkys Operette ist ein Stück über den Film. Wir werden so tun, als ob jede Szene immer wieder frisch am Schneidetisch entstehen würde“, sagt Peter Lund über seine Inszenierung. Die Hollywood-Welt der 1930er Jahre soll mittels Projektionen erzählt werden. „Aus der Skizze entsteht erst ein Bühnenbildmodell und daraus dann die reale Bühne. Es ist ein lustvolles Spiel mit der weißen Leinwand“. Optisch ließen sich Peter Lund, Daria Kornysheva (Kostüm) und Sam Madwar (Bühnenbild) vom Stummfilm inspirieren: „Alles ist in Schwarz-Weiß gehalten, es wird todschick“.

Zarah Superstar

Volksoper Wien / Axel an der Himmelstür - Andreas Bieber © Bettina Moench

Volksoper Wien / Axel an der Himmelstür – Andreas Bieber © Bettina Moench

Volksoper Wien / Axel an der Himmelstür – Andreas Bieber © Bettina MoenchRalph Benatzkys Hollywood-Satire wurde am 1. September 1936 im Theater an der Wien in Anwesenheit aller Größen aus Politik, Wirtschaft und Kultur und mit einem wahren Aufgebot an Stars uraufgeführt: von Max Hansen als Reporter Axel Swift bis zu Paul Morgan als durchgeknallter Studioboss. Der wahre Höhepunkt der Produktion war jedoch die neue Diva Zarah Leander, die mit dem Stück ihren Durchbruch hatte und für die Ufa entdeckt wurde. Benatzkys Operette bescherte dem Wiener Publikum einen späten Operettentriumph: nur drei Monate nach der Uraufführung fand bereits die 100. Vorstellung statt. Die Musik war voll charmanter, musikalisch-parodistischer Anspielungen zwischen Gstanzln und Jodlern, Foxtrott und Tango, Blues und Wiener Walzern made in Hollywood, dazu kamen die brillanten Gesangstexte von Hans Weigel sowie das humoristische Textbuch der Librettisten Adolf Schütz und Paul Morgan. Mit Axel an der Himmelstür kam noch einmal frischer Wind in das Genre der Operette, bevor die Protagonisten des Genres endgültig aus dem deutschen Sprachraum vertrieben wurden.

Dirigent: Lorenz C. Aichner, Regie: Peter Lund, Bühnenbild: Sam Madwar, Kostüme: Daria Kornysheva, Choreographie: Andrea Heil, Dramaturgie: Helene Sommer und Christoph Wagner-Trenkwitz,  Besetzung:  Gloria Mills, Filmstar: Bettina Mönch/Julia Koci, Axel Swift, Reporter: Andreas Bieber, Jessie Leyland, Sekretärin: Johanna Arrouas/Juliette Khalil, Theodor Herlinger, Friseur: Boris Eder/Peter Lesiak, Cecil McScott, Filmproduzent: Kurt Schreibmayer/Wolfgang Gratschmaier, Kriminalinspektor Morton: Gerhard Ernst, In weiteren Rollen: Stefan Bischoff, Maximilian Klakow, Oliver Liebl, Roman Martin, Jakob Semotan

Premiere 17. September 2016,  Weitere Vorstellungen am 23., 25., 29. September, 2., 4., 9., 11., 14., 17., 20., 24. Oktober, 15., 27. Dezember 2016,  5. Jänner 2017

 Biographien (Auswahl)

Peter Lund wurde in Flensburg geboren und studierte Architektur an der TU Berlin. Bereits während seines Studiums assistierte er bei John Dew, Günter Krämer und Richard Jones. 1985 gründete Lund die Gruppe Comp&Co. Seit 1987 führt er Regie u. a. bei Così fan tutte am Staatstheater Braunschweig, Die Wanze am Maxim-Gorki Theater, Orpheus in der Unterwelt am Theater Bremen, Die Dollarprinzessin in Erfurt, Die Blumen von Hawaii an der Neuköllner Oper und Die Dreigroschenoper am Staatschauspiel Dresden. Von 1996 bis 2004 war Peter Lund Leitungsmitglied der Neuköllner Oper in Berlin, die sich mittlerweile zu einem der kreativsten Uraufführungsorte für heutiges Musiktheater entwickelt hat. Seit 2002 ist er Professor am Studiengang Musical/Show der UdK Berlin. Als Autor verfasste Peter Lund satirische Bearbeitungen von Märchen und Kinderbüchern wie Cinderella passt was nicht, Der gestiefelte Straßenkater oder Maja und Co. Seine Stücke wurden an zahlreichen deutschen Bühnen gespielt, das Kinderstück Hexe Hillary geht in die Oper wurde an der Neuköllner Oper uraufgeführt und zählt zu Lunds erfolgreichsten Werken. Im Sommer 2010 debütierte Peter Lund mit dem Zarewitsch bei den Seefestspielen in Mörbisch, 2012 inszenierte er Orpheus und Euridice in Regensburg. Nun kehrt der Regisseur der Erfolgsproduktion Frau Luna an die Volksoper zurück und setzt hier die Eröffnungspremiere von Ralph Benatzkys Operette Axel an der Himmelstür in Szene.

Der gebürtige Salzburger Lorenz C. Aichner erhielt seine Ausbildung am Salzburger Mozarteum  (Klavier) sowie an der Musikhochschule für Musik und Darstellende Kunst Wien (Dirigieren, Chorleitung, Komposition und Korrepetition). Gastspiele führten ihn u. a. zu den den Hamburger Philharmonikern, dem RSO Wien, dem Mozarteum Orchester Salzburg und dem Kasugai City Philharmonic Orchestra (Japan). Im Januar 2012 gab Lorenz C. Aichner sein Debüt an der Volksoper Wien mit dem Musical Die spinnen, die Römer! von Stephen Sondheim. Seit der Spielzeit 2012/13 ist er Kapellmeister des Hauses. Zu seinen Dirigaten gehören Ein Walzertraum, Die Zauberflöte, Der Wildschütz, Die lustige Witwe, Eine Nacht in Venedig, Der Zauberer von Oz, Guys and Dolls, Frau Luna sowie Kiss me, Kate. In der vergangenen Saison übernahm Aichner die musikalische Leitung der Musical-Neuproduktion Der Mann von La Mancha und stand außerdem bei Fürst Igor und Im weißen Rössl am Pult des Volksopernorchesters. Mit Ralph Benatzkys musikalischem Lustspiel Axel an der Himmelstür eröffnet Lorenz C. Aichner die neue Spielzeit 2016/17 an der Volksoper Wien.

Bettina Mönch stammt aus München und studierte am Konservatorium Wien Musical, Operette und Chanson. Engagements führten sie u. a. ans Ronacher und in den Berliner Admiralspalast (Ulla in The Producers), an das Saarländische Staatstheater (Lisa in Jekyll and Hyde), das Salzburger Landestheater (Bianca in Kiss me, Kate, Polly in Die Dreigroschenoper), das Stadttheater Klagenfurt und die Oper Graz, das Stadttheater St. Gallen (Reno Sweeney in Anything Goes) und zu den Bad Hersfelder Festspielen (Sally Bowles in Cabaret). Bei der deutschsprachigen Erstaufführung des Musicals Shrek am Capitol Theater Düsseldorf verkörperte sie die Prinzessin Fiona. Am Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz war Bettina Mönch in zahlreichen Rollen zu erleben, u. a. als Lina Lamont in Singin‘ in the Rain und Sheila in Hair. Aktuell ist sie etwa im Theater Bonn als Audrey im Kleinen Horrorladen zu sehen. In Bonn wird sie auch die Titelrolle von Evita verkörpern. An der Volksoper spielte Bettina Mönch die Philia in Die spinnen, die Römer! und kehrt nun als Gloria Mills in Axel an der Himmelstür hierher zurück.

Sein erstes Engagement führte Andreas Bieber 1989 ins Ronacher, wo er in Cats als Tumblebrutus und Mungojerrie zu sehen war. Als Kronprinz Rudolf gehörte er später zur Originalbesetzung des Erfolgsmusicals Elisabeth und verkörperte die Hauptrolle in Jimmy Dean. 1995 war er in der ARD-Serie Marienhof als Phillip zu sehen. Er übernahm in der deutschsprachigen Erstaufführung die Titelrolle in Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat. Des Weiteren spielte er den Hans im Glück in der Märchen-Neuverfilmung. Er trat als Conferencier in Cabaret auf, spielte die Hauptrolle in der Rockoper Tommy und den Roboter Victor in der Weltpremiere von Barbarella. In den letzten Jahren wandte er sich verstärkt dem Schauspiel zu, spielte Euphorion in Faust II in Bad Hersfeld, Robert in Feuerwerk am Essener Aalto-Theater und Leo Bloom in The Producers in Wien und Berlin. In der Wiener Premiere von Ich war noch niemals in New York war er als Fred zu sehen. An der Volksoper debütierte Andreas Bieber bereits 1991 als Mercedes in La Cage aux Folles.  PMVOW  08.06.2016

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