
Das Bruckner Orchester Linz heißt Sie herzlich willkommen in der neuen Saison 2011.12, in der es eine Reihe von Jubiläen begeht!
Dafür laden wir Sie ein, zu einer Vielzahl an spannenden Konzerten in der Landeshauptstadt, österreichweit und auf Reisen und dazu natürlich zu unvergesslichen Opernabenden im Landestheater Linz! Dank dem Linzer Publikum, das uns in der vergangenen Spielzeit den Rekord von 244.336 Besuchern bescherte, startet das Theaterensemble ebenso hoch motiviert in die neue Saison!
Die Konzertsaison läutet traditionellerweise das Linzer Brucknerfest ein, das mit Chefdirigent Dennis Russell Davies und dem Bruckner Orchester am 11. September feierlich eröffnet wird. Die geladenen Gäste aus Politik, Wissenschaft und Kultur werden neben dem Jubilar Franz Liszt, dessen 200. Geburtstag gefeiert wird, auch den streitbaren Juristen und ehemaligen Präsidenten des österreichischen Verfassungsgerichtshofes Ludwig Adamovich als Festredner zu hören bekommen. Das Landestheater Linz öffnet seine Pforten – besser: die schmucken Glastüren des neuen Entrees – am Samstag, den 16. September mit einem “Auftakt!”-Spektakel, auf das die erste Premiere, Puccinis La Bohéme, folgt: Ein Augen- und Ohrenschmaus im Großen Haus!
P.S.: Für alle, die nicht mühsam im neuen Orchesterbuch 2011.12 die Jubilare suchen möchten, eine kleine Auswahl, um den privaten Konzertkalender besser füllen zu können: Die “Bruckners” spielen ausgesuchte Werke – natürlich – von Gustav Mahler im 100. Todesjahr, eine Welturaufführung von Minimal-Music-Altmeister Philip Glass zu seinem 75. Geburtstag zu Neujahr, feiern den immerfröhlichen komponierenden Priester Balduin Sulzer zu seinem 80er, haben selbst Wolfgang Amadeus Mozarts 255. Geburtstag und Igor Strawinskys 130. Geburtstag notiert, sowie Johannes Brahms 115. Todestag 2012. Anton Bruckner braucht freilich in Oberösterreich kein Jubiläum, um gebührend bedacht zu werden, dennoch sei an seinen 115. Todestag am 11.10.2011 erinnert…
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Auftakt! . Das Eröffnungskonzert des Landestheaters Linz
Am 16. September eröffnet das Landestheater mit Kostproben aus zahlreichen Premieren der Spielzeit 2011.12. Intendant Rainer Mennicken führt durch den Opernabend, das Bruckner Orchester Linz begleitet ihn mit den schönsten Melodien aus Giacomo Puccinis La Bohéme, Gaetano Donizettis selten gehörter Maria Stuarda und Mozarts Cosí fan tutte. Karen Robertson gibt die Omama im Apfelbaum aus der gleichnamigen Kinderoper der Erfolgsautorin Elisabeth Naske, und erklärt: “Sauer macht lustig!” Wir grüßen “das schöne Wien” der Gräfin Mariza ebenso wie jenes der Feldmarschallin Fürstin Werdenberg und ihren Rosenkavalier. Der Landestheaterchor stellt sich mit einer starken Szene aus den packenden Dialogues des Carmelites vor.
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Premiere La Bohéme
“Ich bin nicht geschaffen für heroische Gesten. Ich liebe die Seelen, die wie wir fühlen, aus Hoffnung und Illusion bestehen, die blitzende Freude und tränende Wehmut empfinden. Ich liebe die kleinen Dinge, und ich kann und will nur die Musik der kleinen Dinge machen, wenn sie wahr, leidenschaftlich und menschlich sind und zu Herzen gehen.”
Diese wenigen Zeilen von Giacomo Puccini sagen im Grunde alles über seine Oper La Bohéme und das tragische Schicksal der Mimí und ihren Rodolfo. Erleben Sie die traurige Liebesgeschichte, die doch so hoffnungsvoll begann, mit Daniel Linton-France am Pult des Bruckner Orchesters und dem Sängerensemble des Landestheaters ab 17. September im Großen Haus und lassen Sie sich von der so schwärmerischen und doch trügerischen Musik in das kalte Pariser Mansardenatelier am Weihnachtsabend versetzen…
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Brucknerfest Linz 2011 . Konzertante Oper
Am 25. September ist es schließlich gewiss: Der Sommer und mit ihm seine launigen Events und Festivals sind vorüber. Dann nämlich schließt sich im Linzer Brucknerhaus der Kreis, wenn das Bruckner Orchester unter Martin Sieghart Mozarts “Oper aller Opern”, Don Giovanni halbszenisch im Brucknerfest spielt, wie schon im vergangenen Mai spannend und kurzweilig vor dem begeisterten Rieder Publikum. Dazwischen liegen die Sommermonate, in denen allüberall Mozarts durchtriebener Held seinen amourösen Abenteuern nachging, einmal “alle breve” mit Augenzwinkern am Semmering, als Spektakel im Steinbruch St. Margarethen, im Mozart-Reigen der Salzburger Festspiele oder unter freiem Himmel am Wiener Karlsplatz.
Danach ist es umso schöner, kann man sich als Zuhörer wieder so richtig der fabelhaften Musik und ihrer unzähligen Anspielungen des genialen Mozart widmen, was Martin Sieghart an der konzertanten Aufführung besonders schätzt: “Mozart ist für mich der wichtigste Opernkomponist. Er hat in unvorstellbarer Weise ein Maximum an Wirkung, an Erotik, Depression erzeugt und man wird nie müde, seine Werke immer aufs Neue zu erarbeiten.” Dass ihm dies bei dieser Produktion mehr als gelungen ist, zeigt neben der klingende Sängerbesetzung – eine der Qualitäten des ehemaligen Chefdirigenten des Bruckner Orchesters – auch die begeisterte Kritik: “Wenn in drei Stunden keine Sekunde Langweile aufkommt” (OÖN), dann weiß man: Mozart ist in Linz gut aufgehoben!
Il dissoluto punito ossia il Don Giovanni KV 527 . dramma giocoso in zwei Akten . u.a. mit: Josef Wagner (Don Giovanni), Frans Fiselier (Loporello), Martin Achrainer (Masetto), Eteri Gvazava (Donna Anna), Julia Kamenik (Donna Elvira).
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Brucknerfest Linz 2011 . Konzert in St. Florian
Wo sonst ist Anton Bruckners Musik besser zu hören als in St. Florian? Deshalb findet für Chefdirigent Dennis Russell Davies gleich zu Saisonbeginn einer der diesjährigen Höhepunkte statt: Am 30. September leitet er sein Orchester in dem wundervollen Ambiente der Stiftsbasilika St. Florian bei Anton Bruckners Zweiter Sinfonie, die der Komponist selbst einst seine “Lyrische” oder auch “Populäre” nannte, sei sie doch “leichter zu verstehen” als seine vorhergegangen Monumentalwerke. Und diese waren immerhin schon zwei, zählt man die “Nullte”, später “Annullierte” Sinfonie als erste hinzu. In seiner damals also dritten Sinfonie – das Bruckner Orchester wählte die Urfassung von 1872 – wird ein typisches Markenzeichen von Bruckner erst so richtig evident: Jenes der Pausen, des Atem-Holens, des Kraft-Schöpfens, des gespannt Inne-Haltens, weswegen ihr schon die Musiker der Uraufführung 1873 im Wiener Musikverein den Namen “Pausensinfonie” gaben.
Dennis Russell Davies ist sich dieses “bedeutungsvollen Nichts” der Generalpause sehr bewusst, noch dazu in der Akustik des enormen Kirchenraumes, man darf also auf die Interpretation von Bruckners c-Moll-Werk gespannt sein, ist doch eines der Hauptanliegen des Chefdirigenten: “In der Musik Bruckners Neues zu entdecken und damit auch die Neugierde des Publikums zu wecken.”













