Linz, Landestheater Linz, Premiere Rigoletto, 04.11.2017

Oktober 24, 2017  
Veröffentlicht unter Landestheater Linz, Oper, Premieren, Pressemeldung

Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

OPERNPREMIERE RIGOLETTO   4. November 2017 19.30 Uhr

Das Landestheater Linz lädt Sie zur Premiere von Giuseppe Verdis Rigoletto am 4. November 2017 im Linzer Musiktheater ein. Regie führt Andreas Baesler. Für die Bühne zeichnet sich Harald B. Thor und für Kostüme Tanja Hofmann verantwortlich, die vergangenen Sommer bei den Salzburger Festspielen an der Seite von Andreas Kriegenburg Lady Macbeth von Mzensk realisierten. Für die Titelpartie konnte Federico Longhi gewonnen werden, der in der vergangenen Spielzeit in Linz schon als „saftig-eloquenter“ Falstaff brillierte. Am Pult des Bruckner Orchesters Linz: Martin Braun.

RIGOLETTO
OPER VON GIUSEPPE VERDI
Text von Francesco Maria Piave nach dem Drama Le roi s’amuse von Victor Hugo
In italienischer Sprache mit Übertiteln
Musikalische Leitung Martin Braun
Inszenierung Andreas Baesler

Premiere Samstag, 4. November 2017, 19.30 Uhr
Großer Saal, Musiktheater Volksgarten
Musiktheaterwerkstatt, Musiktheater

 

Pressemeldung Landestheater Linz

Linz, Landestheater Linz, Musical MAMMA MIA! von ABBA, 13.07.2018

Oktober 20, 2017  
Veröffentlicht unter Landestheater Linz, Musical, Pressemeldung

Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

MAMMA MIA!  – Musical von ABBA

Musik, Texte – Benny Andersson und Björn Ulvaeus, Buch – Catherine Johnson

Premiere Freitag, 13. Juli 2018, 19.30 Uhr,  weitere Termine: 14. Juli bis 5. August 2018; Dienstag bis Freitag jeweils 19.30 Uhr, Samstag und Sonntag jeweils 15.00 und 19.30 Uhr (Insgesamt 30 Vorstellungen)

Regie Phyllida Lloyd, Choreografie Anthony Van Laast, Bühnenbild Mark Thompson, Lichtdesign Howard Harrison, Sounddesign Andrew Bruce & Bobby Aitken, Musical Superversion, zusätzliches Material und Arrangements Martin Koch


TOURAUFTAKT AM   LANDESTHEATER LINZ

Darauf haben viele Musical-Begeisterte in Österreich, Deutschland und der Schweiz gewartet: Mamma Mia! kehrt zurück. Drei Jahre, nachdem es im Stage Metronom Theater Oberhausen in Deutschland zuletzt Danke für die Lieder hieß, startet eines der erfolgreichsten und beliebtesten Musicals der Welt am 13. Juli 2018 auf eine große Tour, darunter auch Städte, in denen die deutschsprachige Original-Inszenierung in der Übersetzung von Michael Kunze und Ruth Deny noch nie zu sehen war. Den Auftakt macht Linz, dessen Landestheater sich als eine feste Größe in der Musicalwelt etabliert hat.


ALLE LIEBEN   MAMMA MIA!

Das weltweit gefeierte Original Mamma Mia! ist ein mitreißendes Musical, das bereits von über 54 Millionen Menschen in 400 Städten weltweit gesehen wurde. 22 Superhits von ABBA wie „Dancing Queen“, „Take a chance on me“ und natürlich Mamma Mia wurden so raffiniert mit der Geschichte verwoben, dass ein furioses Vergnügen voller Glücksgefühle entstand, auf das selbst Hollywood aufmerksam wurde. Auch die Leinwandversion, mit Stars wie Meryl Streep und Pierce Brosnan, konnte ein Millionenpublikum überzeugen. Die Geschichte handelt vom Mut, die eigenen Träume zu verwirklichen, von Liebe, Freundschaft, Familie und der Bedeutung der Vergangenheit für das Glück der Zukunft.


DAS LEBEN SCHRIEB DIE GESCHICHTE UND ABBA DIE HITS!

1994 entstand die Idee, die ABBA-Hits in einem Musical zu verarbeiten, ohne jedoch die Bandgeschichte zu erzählen. Inspiriert durch die Kompositionen der ABBA-Bandmitglieder Benny und Björn und der turbulent humorvollen Geschichte von Catherine Johnson, produzierte Judy Craymer ein mitreißendes Musical – umwerfend charmant, humorvoll und bewegend zugleich.

„Das ist das Musical, von dem wir nicht wussten, dass wir es geschrieben haben.“ – Björn Ulvaeus


DIE GESCHICHTE VERBINDET HUMOR MIT HERZ

Auf einer griechischen Insel lebt die allein erziehende Donna, die ihren Mann im Leben steht – auch ohne Mann. Ihre 20-jährige Tochter Sophie, die ihren Märchenprinzen bereits gefunden hat, sehnt sich nach Romantik, Kindern und einer klassischen Traumhochzeit in Weiß. Durch das Tagebuch ihrer Mutter erfährt Sophie von drei möglichen Vätern. Als sie ihre Hochzeit plant, will sie dieser Ungewissheit ein Ende bereiten und lädt ihre möglichen Väter zur feierlichen Trauung ein.

Das Chaos wird perfekt, als Donnas beste Freundinnen aus vergangenen Tagen anreisen. Die Vergangenheit wird zur Gegenwart – und das Rätselraten beginnt…

Premiere: Freitag, 13. Juli 2018 um 19.30 Uhr Preise: Von 32,50 bis 116,50 Euro inkl. Gebühren der Vorverkaufsstelle, Kinder & Jugendliche bis einschl. 15 Jahre erhalten 50% Ermäßigung, Kartenservice: 0800 – 218000 | www.landestheater-linz.at


ZUSAMMENARBEIT MIT STAGE ENTERTAINMENT

Mit Mamma Mia! kommt nach Elisabeth und Ich war noch niemals in New York bereits die dritte Erfolgsproduktion von Stage Entertainment als Sommergastspiel ins Musiktheater nach Oberösterreich. Stage Entertainment ist eines der weltweit führenden Unternehmen im Live-Entertainment. Die Zusammenarbeit mit dem Landestheater Linz wurde dieses Jahr vertieft und damit ein neues Kapitel aufgeschlagen. Das Musical Ghost – Nachricht von Sam, dass im März 2017 im Linzer Musiktheater mit großem Erfolg seine Deutschsprachige Erstaufführung feierte, ist die erste Koproduktion von einem subventionierten deutschsprachigen Theater mit der Stage Entertainment. Ab Dezember 2017 wird die Linzer Produktion Ghost – Nachricht von Sam im Berliner Stage Theater des Westens als Ensuite-Produktion von Stage Entertainment zu sehen sein. Die geplante Laufzeit ist 44 Wochen!

Diese Zusammenarbeit zeigt, dass die erfolgreiche Arbeit des Teams um den Linzer Musical-Chef Matthias Davids und das hohe Niveau der inzwischen über 20 Musicalpremieren seit April 2013, unter ihnen eine Uraufführung und eine Reihe von deutschsprachigen Erstaufführungen, in der Musicalbranche einen Eindruck hinterlassen haben. Am 18. September 2017 wurde das Musical In 80 Tagen um die Welt beim deutschen Musicaltheaterpreis 2017 in Berlin mit 6 Preisen ausgezeichnet: „Bestes Musical“, „Beste Regie“ (Matthias Davids), „Beste Choreografie“ (Simon Eichenberger), „Bestes Bühnenbild“ (Hans Kudlich), „Beste Kostüme“ (Susanne Hubrich) und „Bester Darsteller in einer Nebenrolle“ (Rob Pelzer). In 80 Tagen um die Welt oder Wie viele Opern passen in ein Musical war in elf von dreizehn Kategorien nominiert. Rob Pelzer ist auch in der Spielzeit 2017/2018 festes Mitglied des Musicalensembles am Landestheater Linz und lockt gemeinsam mit Riccardo Greco und Arianna Schirasi-Fard als Familie Turnblad in das Musical Hairspray, das bei jeder Vorstellung mit Standing Ovations bejubelt wird.


RÜCKBLICK   AUF DIE SOMMERGASTSPIELE 2017

Seit der Eröffnung des Musiktheaters werden die Theaterferien im Sommer für große Gastspielproduktionen genutzt. Erfolgreich liefen u. a. bereits die Musicals Elisabeth und Udo Jürgens Ich war noch niemals in New York. Dieses Jahr standen gleich zwei Sommergastspiele auf dem Programm. Mit Cirque Éloizes CIRKOPLIS kam erstmals der neue Zirkus ins Musiktheater und sorgte für Begeisterungsstürme und frenetischen Jubel. 367 Kinder und Jugendliche nahmen darüber hinaus in der letzten Schulwoche an der Circus Akademie der kanadischen Zirkustruppe Cirque Éloize teil. Ganz besonders sorgte das Musical Die Schöne und das Biest für Begeisterung. 42.254 Besucher kamen in Summe zu den Sommergastspielen 2017 ins Musiktheater.

Die Sommergastspiele im Musiktheater erfreuten 2017 Cirkopolis von Cirque Éloize    17.435 Besucher   21 Vorstellungen,  Die Schöne und das Biest  : 24.443 Besucher, 23 Vorstellungen,  Cirkus Akademie von Cirque Éloize : 376 Kinder/Jugendliche, 2016     Ich war noch niemals in New York: 41.406 Besuche, 37 Vorstellungen, 2015 Das Musical Elisabeth : 46.791 Besucher, 40 Vorstellungen, PMLThLi

Linz, Landestheater Linz, Tanztheater MUSIC FOR A WHILE, 14.10.2017

Oktober 16, 2017  
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Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

URAUFFÜHRUNG – MUSIC FOR A WHILE

TANZSTÜCK VON MEI HONG LIN. In Kooperation mit Christina Pluhar und dem Ensemble L’Arpeggiata, Musik von Henry Purcell, Georg Friedrich Händel, Claudio Monteverdi, Christina Pluhar u. a.

Premiere Samstag, 14. Oktober 2017, 19.30 Uhr, weitere Vorstellungstermine: 27. Oktober; 6., 13., 16., 18., 21. November; 17. Dezember 2017

Mei Hong Lin erzählt in ihrem Tanzstück Music for a while vom Selbsterleben des Menschen bei Fest und Tanz. Schauplatz ihres Stücks ist ein Tanzsaal, ein Übergangsort, in dem eine zufällig aufeinandertreffende Gruppe von Menschen die Abenteuer und Begegnungen des Moments mit ihrer aktuellen Lebenssituation verknüpft. Der Raum wird zur Bühne eines kleinen Welttheaters von Szenen archetypischer Selbsterfahrung, in deren Zentrum die Sehnsucht nach Liebe steht.

In einzelnen, für sich stehenden Schlaglichtern werden Begegnungen und Erfahrungen im Zustand gesteigerter Intensität beleuchtet. Kleine, individuelle Vorgänge, werden zu Zeichen. Der Tanzsaal ist Ritualort, Schauplatz der Begegnung und Geschichten einer Auswahl von Menschen, die nur eines verbindet, die Sehnsucht nach der Durchbrechung des Alltags, dem Rausch, dem Ausnahmezustand und der tiefen Verankerung im Dasein.

Mit Christina Pluhar und dem Ensemble L‘Arpeggiata hat Lin kongeniale Partner gefunden, die auf der Basis ihrer jahrelangen Auseinandersetzung mit der Musik des Barock in ein lebendiges Gespräch mit dem Repertoire von Händel, Purcell und Monteverdi eintreten. Auf der Grundlage der barocken Harmonien und einer ostinaten Basslinie eröffnen sie mit Techniken der Jazz-Improvisation den Raum für die Zwiesprache von Gegenwart und Vergangenheit.

Landestheater Linz / Christina Pluhar © Marco Borggreve

Landestheater Linz / Christina Pluhar © Marco Borggreve

Choreografie und Inszenierung Mei Hong Lin Bühne und Kostüme Dirk Hofacker Lichtdesign Johann Hofbauer Dramaturgie Katharina John

DarstellerInnen Rie Akiyama, Lara Bonnel Almonem, Kayla May Corbin, Tura Gómez Coll, Mireia González Fernández, Rutsuki Kanazawa,Gyeongjin Lee, Jacqueline Lopez, Andressa Miyazato,Alessia Rizzi, Yu-Teng Huang, Hodei Iriarte Kaperotxipi, Valerio Iurato,Caspar Leonard Knops, Filip Löbl,Urko Fernandez Marzana, Edward Nunes, Pavel Povrazník, Jonatan Salgado Romero, Andrea SchulerAlter Mann im Rollstuhl Fritz Brunner / Dieter Köbl

MusikerInnen Ensemble L’Arpeggiata Theorbe und Musikalische Leitung Christina PluharSopran Céline ScheenAlt Vincenzo Capezzuto Klarinette Gianluigi TrovesiZink Doron SherwinBarockgeige Adriana AlcaideGambe Rodney Prada

Barockgitarre, Laute    Josep Maria Marti Duran, Schlagwerk   Sergey Saprychev, Piano, Orgel, Cembalo   Francesco Turrisi, Kontrabass   Boris Schmidt


BIOGRAFIEN

CHRISTINA PLUHAR –  MUSIKALISCHE LEITUNG

Christina Pluhar ist eine der innovativsten Musikerinnen der Alte-Musik-Szene, die in ihren Projekten die Grenzen der Musikstile überschreitet und damit wie kaum ein anderer Künstler überzeugt.

Sie wurde in Graz geboren und entdeckte nach ihrem Studium der Konzertgitarre ihre Liebe zur Renaissance-, und Barockmusik. Ihr Lautenstudium begann Christina Pluhar bei Toyohiko Satoh am Koninklijk Conservatorium in Den Haag. Sie erlangte dort 1989 das Solistendiplom für Laute, setzte aber ihre Ausbildung bei Hopkinson Smith an der Schola Cantorum Basiliensis fort, wo sie 1992 das “Diplom für Alte Musik” erlangte. Barockharfe studierte sie bei Mara Galassi an der Scuolo Civica di Milano. Der Besuch von zahlreichen Meisterkursen bei Paul O’dette, Jesper Christensen und Andrew-Lawrence King prägte ihren musikalischen Werdegang.

Seit 1992 lebt sie als freischaffende Musikerin in Paris und hat als Solistin und gefragte Continuistin mit verschiedenen Kammermusikensembles und Barockorchestern musiziert wie „La Fenice” (Jean Tubery), „Hesperion XXI“ (Jordi Savall), „Il Giardino Armonico“, “Accordone” (Marco Beasley), ”Ricercar Consort” (Philippe Pierlot), “Concerto Soave” (Maria Cristina Kiehr), “Elyma” (Gabriel Garrido) , “Les musiciens du Louvre” (Marc Minkowsky), “Akademia” (Françoise Laserre), “La Grande Ecurie et la Chambre du Roi” (Jean-Claude Malgoire), “Concerto Cölln” (Konrad Junghänel). Sie war unter der Leitung von René Jacobs, Ivor Bolton, Alessandro di Marchi, Gabriel Garrido u.v.a. sowie als Begleiterin von Andreas Scholl, Marco Beasley und Dominique Visse in allen europäischen Festivals zu hören. Christina Pluhar war Assistentin von Ivor Bolton an der Münchner Staatsoper.

2000 gründete sie ihr eigenes Ensemble “L’Arpeggiata“, mit dem sie bei allen bedeutenden Festivals in Europa und Südamerika auftritt und bei dem französischen Label Alpha einspielt. Die CD’s La Villanella, Homo fugit velut umbra, La Tarantella, All’Improvviso, Rappresentatione di Anima et di Corpo, Teatro d’amore, Via crucis, Marienvesper wurden mit den Schallplattenpreisen „10 Répertoire“, „Diapason D’Or“, „CD der Woche“ (BBC), „CD des Monats“ (Amadeus, Italien), „Prix Exellentia“ (Pizzicato, Luxembourg), Cannes Classicals Awards (2004), Edison Price Holland (2009 und 2011) und Echo Klassik (2009, 2010 und 2011) ausgezeichnet.

Seit 1999 unterrichtet sie eine Klasse für Barockharfe am Königlichen Konservatorium in Den Haag.

MEI HONG LIN –  CHOREOGRAFIE & INSZENIERUNG

Mei Hong Lin wurde in Taiwan geboren und erhielt eine Ausbildung in klassischem chinesischen Tanz in ihrer Heimat. Anschließend studierte sie an der Accademia Nazionale di Danza in Rom sowie an der Folkwanghochschule in Essen bei Pina Bausch. Diese unterschiedlichen stilistischen Wurzeln finden Niederschlag in ihrer choreografischen Arbeit. 1991/1992 leitete sie das Ballett am Theater Plauen, von 1997 bis 2002 war sie in gleicher Position am Theater Dortmund engagiert. In der Spielzeit 2004/2005 übernahm Lin die Tanzdirektion am Staatstheater Darmstadt. Ihre Stücke Das Haus der Bernarda Alba, The Juliet Letters – Briefe an Julia, Last Minute sowie Macbeth erlangten überregionale Aufmerksamkeit. Für die Tanzstücke Die Brautschminkerin und Romeo und Julia wurde Mei Hong Lin 2011 für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST nominiert. Mit der Spielzeit 2013/2014 übernahm Lin die Tanzsparte am Landestheater Linz. Eine Einladung zum renommierten Seoul Performing Arts Festival führte die Kompanie 2014 mit dem Stück Blind Date nach Korea und 2016 mit Orfeo ed Euridice zum 14. Internationalen Opern Festival nach Daegu (Korea), wo die Produktion mit dem Grand Prix ausgezeichnet wurde.

Neben ihren Tanzproduktionen führte Mei Hong Lin auch selbst Regie und kreierte zahlreiche Choreografien für Oper, Operette, Musical und Schauspiel sowie spartenübergreifende Produktionen für die Theater von Augsburg, Bielefeld, Innsbruck, Kaiserslautern, Linz, Schwerin, Rostock die Oper Leipzig, das Schauspiel Leipzig, die Staatsoperette Dresden, die Oper Toulon, das Teatro Real Madrid, die Oper Göteborg und die Erfurter Domstufen-Festspiele.

2017 wurde sie für ihre Produktion Schwanensee mit dem Österreichischen Musiktheaterpreis ausgezeichnet und ihre Brautschminkerin in der Kritikerumfrage der Fachzeitschrift „Die deutsche Bühne“ als beste Tanzproduktion des Jahres nominiert.

DIRK HOFACKER –  BÜHNE UND KOSTÜME

Der Bühnen- und Kostümbildner Dirk Hofacker arbeitet freischaffend und kreierte bisher in 20 Ländern Bühnenbilder und Kostüme für über 100 Opern-Ballett-Tanztheater- und Musical- Produktionen, darunter vielfach für die Opéra de Nice, die Los Angeles Oper, das Staatstheater Darmstadt, das Landestheater Linz und die Vest Norges Opera. Zu seinen jüngsten Ausstattungen zählen das Musical Der kleine Horrorladen (Theater Bonn), Capriccio (Théatre Metz Metropole), Faust (MET/Seoul), Coppelia (Royal Opera Ballet Stockholm), das Musical Annie (Det Ny Teater Kopenhagen), Evgenij Onegin (Ural Oper/Yekatarinburg), Masterclass (Theater Biel Solothurn) sowie Evita und Pinocchio (Staatstheater Oldenburg). Weitere Arbeiten der letzten Jahre waren Wozzeck, La Sonnambula, La Traviata sowie die Musicals Evita und Footloose für das Staatstheater Darmstadt. Für das Landestheater Linz kreierte er die Ausstattungen der Uraufführung der Oper Die andere Seite, sowie für zahlreiche Tanztheaterproduktionen.

Seine letzten Arbeiten entstanden mit den Regisseuren John Dew, Dieter Kaegi, Daniel Bohr, Erik Petersen und Jens Kerbel. Mit Mei Hong Lin verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit. Seit 2010 entwirft er die Bühnenbilder für alle ihre Tanzstücke, für einige auch die Kostüme. In der Spielzeit 2017/2018 und den kommenden Jahren zeichnet Dirk Hofacker verantwortlich für die Ausstattungen von u.a. Turandot (Ural Opera), Radames und Lohengrin (Theater Biel/Solothurn), West Side Story (Theater Bonn) und am Landestheater Linz für die Tanzstücke Music for a while, Tod und das Mädchen sowie Romeo und Julia von Mei Hong Lin.

 

ENSEMBLE L‘ARPEGGIATA MUSIK

Das hochdekorierte Ensemble „L’Arpeggiata“ wurde im Jahre 2000 von Christina Pluhar gegründet und besteht aus ausschließlich virtuosen und künstlerisch herausragenden Musikern. In Zusammenarbeit mit Solisten begeistert das Ensemble Publikum und Presse in der ganzen Welt durch unkonventionelle, mitreißende Aufführungen.

Benannt nach der gleichnamigen Toccata von Giovanni Girolamo Kapsberger hat sich „L’Arpeggiata“ ganz auf die Aufführung der Musik des 17. Jahrhunderts spezialisiert. Dabei treffen überschäumende Spielfreude, Lust am Improvisieren und Experimentierfreudigkeit auf das musikalische Handwerk der historischen Aufführungspraxis.

Seit seiner Gründung ist das Ensemble regelmäßig bei den bekanntesten Festivals und den renommiertesten Theatern europa- und weltweit zu Gast: Concertgebouw Amsterdam, Tonhalle Zürich, Alte Oper Frankfurt, Festival de Saint-Denis, Utrecht Oude Muziek, Festival d’Ambronay, Philharmonie Luxembourg, Hong Kong Arts Festival, Ruhrtriennale, Ludwigsburger Schlossfestspiele, Opéra de Bordeaux, Philharmonie Köln, Sydney City Recital Hall, Théâtre des Champs Elysees u.v.a. Tourneen haben das Ensemble durch Australien, Südamerika, Asien und die USA geführt.

„L’Arpeggiata“ war im Jahre 2012 zu einer Künstlerresidenz in der Carnegie Hall New York und 2014 in der Wigmore Hall in London eingeladen. Im Juni 2011 führte „L’Arpeggiata“ die unbekannte Oper Il Paride des Komponisten Giovanni Andrea Bontempi (1662) in der Inszenierung von Christoph von Bernuth bei den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci auf. Das Werk stand erneut bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik im August 2012 auf dem Programm.

Die Diskografie von „L’Arpeggiata“ trifft bei Kritik und Zuhörern immer wieder auf einstimmigen Widerhall. So wurde dem Ensemble 2009, 2010 und 2011 der deutsche Echo Klassik Preis zuerkannt, 2009 der Edison Price in den Niederlanden, und 2008 der VSCD Musiekprijs, Diapason D’Or, Cannes Classicals Awards (2004) u.v.a.

In 2014 erschien die CD Music for a while – Improvisationen über Purcell, im Oktober 2015 die CD Francesco Cavalli – L’Amore Innamorato. Im Oktober 2016 wurde die CD/DVD Orfeo, der Schamane veröffentlicht – eine Oper in 5 Akten, die Christina Pluhar komponiert und arrangiert hat.

CÉLINE SCHEEN SOPRAN

Die belgische Sopranistin Céline Scheen, Jahrgang 1976, war in den Jahren 1994 bis 1996 Mitglied im Weltjugendchor und schloss ihre Gesangsausbildung nach Studien in Mons und Brüssel an der Guildhall School of Music in London ab. Im Opernfach sang sie unterschiedlichste Rollen in Werken von Händel, Gluck, Haydn und Mozart ebenso wie Rossini, Bizet, Poulenc oder Menotti. Als Konzertsängerin trat u.a. sie in Carl Orffs Carmina Burana, dem Requiem von Gabriel Fauré, der Krönungsmesse von Mozart, und in Bachs Johannespassion auf. Zu den Ensembles, mit denen Céline Scheen zusammenarbeitete, gehören Musica Antiqua Köln, Il Fondamento, das Ricercar Consort, das Ensemble Clematis und La Fénice. Dabei sang sie unter so bekannten Dirigenten wie Philippe Herreweghe, Jordi Savall, Andrea Marcon, Christophe Rousset oder Philippe Pierlot. Zu ihren nächsten Konzerten gehören Bach (Johannes- und Matthäus-Passion), Mahler (4. Symphonie), Mozarts Exsultate, Jubilate sowie Opern- und Konzertarien. Auf der Opernbühne wird sie in Venus et Adonis von John Blow in einer neuen Produktion am Théâtre de Caen und am Grand Théâtre du Luxembourg zu hören sein.

VINCENZO CAPEZZUTO ALT

Geboren 1979 in Salerno, studierte Vincenzo Capezzuto zunächst klassischen Tanz am Teatro di San Carlo in Neapel und war von 2005 bis 2011 Solotänzer der italienischen Tanzkompanie Aterbaletto. Im Jahr 2009 wurde er von Christina Pluhar auch als Sänger entdeckt. Seitdem arbeitet er regelmäßig mit L’Arpeggiata zusammen und wirkte bei den CD’s Via Crucis (2010), Los Pajaros Perdidos (2012), Mediterraneo (2013) und Music for a while (2014) mit. Neben den Ludwigsburger Schlossfestspielen trat er mit L’Arpeggiata auf weiteren internationalen Musikfestivals wie dem Hong-Kong Festival oder den Dresdner Musikfestspielen sowie in der Carnegie Hall in New York und Wigmore Hall in London auf. Außerdem entwickelte er zusammen mit dem Regisseur Claudio Borggiani das gattungsübergreifende Kunstprojekt Soqquadro Italiano, mit dem er u.a. auf der Biennale di Venezia zu erleben war. 2013 spielte er barocke venezianische Gondellieder mit dem Barockorchester Pomo d’oro (Riccardo Minasi) ein, welche als CD mit dem Buch Gondola von Donna Leon veröffentlicht wurden.

GIANLUIGI TROVESI KLARINETTE

Der Klarinettist, Saxofonist und Komponist Gianluigi Trovesi wurde 1944 in Nembro bei Bergamo geboren. Bereits in jungen Jahren etablierte er sich als herausragender Solist und gilt bis heute als führender Jazzmusiker Italiens. Mit seinem Schaffen steht er für einen europäischen Jazz, der sich auf das Erbe der klassischen Musik ebenso bezieht wie auf die vielfältige europäische Volksmusik. Trovesi arbeitete u.a. mit bedeutenden internationalen Musikern wie Anthony Braxton, Albert Mangelsdorff und Kenny Wheeler. In Italien waren Paolo Fresu, Enrico Rava und Paolo Damiani seine Partner. Mit seinem Ensemble Gianluigi Trovesi Otteto und Tonträgern wie From G to G gelang ihm in den 1990er-Jahren der endgültige internationale Durchbruch. Seit 1991 ist Trovesi, der mehrfach mit Preisen ausgezeichnet wurde, Mitglied des Italian Instabile Orchestra. Darüber hinaus ist er mit seinem neuen Nonett, dem Duo Radici mit Gianni Coscia und einem Trio mit Riccardo Tesi und Patrick Vaillant musikalisch aktiv.

Pressemeldung Landestheater Linz

Linz, Landestheater Linz, Die Frau ohne Schatten von Richard Strauss, IOCO Kritik, 11.10.2017

Oktober 10, 2017  
Veröffentlicht unter Hervorheben, Kritiken, Landestheater Linz, Oper

Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

 Die Frau ohne Schatten von Richard Strauss

Kaiser und Färber – Zwei Welten oder doch nur eine ?

Von Marcus Haimerl

Mit dem Hauptwerk Die Frau ohne Schatten aus der gemeinsamen Schmiede von Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal startete das Landestheater Linz in die neue Opernsaison und Markus Poschner, ab dieser Saison Chefdirigent des Bruckner Orchesters und Opernchef am Landestheater Linz, gab mit dieser höchst komplexen Oper seinen Einstand am Pult. Für die Regie zeichnete sich der Hausherr Intendant Hermann Schneider höchstselbst verantwortlich.

Landestheater Linz / Die Frau ohne Schatten © Norbert Artner

Landestheater Linz / Die Frau ohne Schatten © Norbert Artner

Eine klare Erzählstruktur mit ausgeprägter, starker Bildsprache zeichnet die Regie aus. Hermann Schneider schuf zwei Welten, jene des hohen Kaiserpaars und jene des gemeinen Paares, dem Färber Barak und seiner Frau. Getrennt sind beide Welten durch eine Trennwand in der Mitte der Drehbühne, verbunden nur durch eine zentrale Tür. Die märchenhafte, mythische Welt ist voller Projektionen einer Waldidylle, jene des Arbeiterpaares vollgestopft mit Waschmaschinen, Stoffbahnen und Kisten die mit dem Stapler durchs Haus gefahren werden. Am Ende des zweiten Aktes stürzt diese Trennwand ein, zurück bleiben im dritten Akt nur noch Trümmer, beide Welten haben sich nunmehr verbunden. Die postapokalyptisch anmutende Szenerie des dritten Aktes erinnert mit den Projektionen von Soldaten, Kanonen und Kriegsmaschinerie an die Entstehungszeit während des ersten Weltkriegs. Kurz vor dem Finale hält dann doch ein wenig Kitsch Einzug: flatternde Schmetterlinge im romantischen Wald, bevor das Kaiserpaar mit Kinderwagen sich mit dem Färberpaar zum finalen Schlussquartett trifft.

Für das Bühnenbild, die zeitlosen Kostüme und die großartigen Videoprojektionen zeichnete sich Falko Herold verantwortlich.

Markus Poschner hat das Bruckner Orchester fest im Griff und zauberte ein atemberaubendes Klangerlebnis von den zarten, impressionistischen, kammermusikalischen Stellen bis hin zum vollen Orchesterklang der über 100 Musiker, stets herrschte hier hohe Perfektion.

Landestheater Linz / Die Frau ohne Schatten - feiern im Schatten des Krieges © Norbert Artner

Landestheater Linz / Die Frau ohne Schatten – feiern im Schatten des Krieges © Norbert Artner

Auch die Sänger ließen keinerlei Wünsche offen. Die Schweizer Sopranistin Brigitte Geller ist eine sehr verinnerlichte Kaiserin, die jedoch gerade in den dramatischen Szenen nachhaltig überzeugen konnte. Heiko Börner gestaltet die Partie des Kaisers mit kraftvoller Tenorstimme. Die amerikanische Mezzosopranistin Katherine Lerner, kostümtechnisch gestrenge Gouvernante im Stile einer Mrs. Danvers, singt die Partie der Amme mit schönem, vollem Mezzo und klarer Diktion. Die bemerkenswerteste Leistung kam von der finnischen Sopranistin Miina-Liisa Värelä. Hochdramatisch, mit volltönendem Sopran und hoher Wortdeutlichkeit dominierte ihre Färberin das gesamte Werk und setzte in dieser Partie neue Maßstäbe. Der koreanische Bass Adam Kim ist ein nobler Barak mit schönem, schlanken Bariton und überzeugt auch in seiner Darstellung. Mit dunkler, volltönender Stimme war die Partie des Geisterboten mit Michael Wagner hochkarätig besetzt. Tadellos auch die Leistungen der Brüder Matthäus Schmidlechner (Der Bucklige), Martin Achrainer (Der Einäugige) und Dominik Nekel (Der Einarmige), aber auch Svenja Isabella Kallweit als Stimme des Falken und Hüter der Schwelle des Tempels. Auch der Chor und der Kinder- und Jugendchor des Landestheater Linz lieferten eine hervorragende Leistung.

Die Frau ohne Schatten am Landestheater Linz: Weitere Termine 16.10.; 28.10.; 11.11.; 15.11.; 22.11.; 15.12.; 26.12.2017; 9.1.; 13.1.; 17.2.2018

 

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