Bregenz, Festspielhaus Bregenz, Festspielhaus Bregenz rechnet mit 350.000 Besuchern für 2012, Januar 2012

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Festspielhaus Bregenz

Festspielhaus Bregenz rechnet mit 350.000 Besuchern für 2012

Anhaltend gute Buchungslage und Vertriebsoffensive im Kongressbereich

Dem Festspielhaus Bregenz steht ein Jahr mit ausgezeichneter Buchungslage bevor: Für 2012 wird eine 95-prozentige Auslastung mit rund 350.000 Besuchern erwartet. Der Kongress- und Tagungsbereich soll in Kooperation mit dem regionalen Vertriebspartner Convention Partner Vorarlberg ausgebaut werden.

“Die Buchungslage ist hervorragend”, freut sich Gerhard Stübe, Geschäftsführer des Festspielhauses Bregenz. “Wir sind optimistisch, dieses Jahr eine 95-prozentige Auslastung zu erreichen.” Den Veranstaltungskalender 2012 bestimmen die Bereiche Kultur, Entertainment, Kongresse und Tagungen sowie gesellschaftliche Veranstaltungen. Highlights sind das Tanzfestival Bregenzer Frühling, das Musical Grease, die Rocky Horror Show und internationale Tagungen wie das Architektursymposium TRI, das 2. internationale LED-Symposium, das 10. Internationale Blum-Forum und das 29. internationale Wirtschaftsforum.

Für 2012 sind insgesamt über 250 Veranstaltungen bestätigt. Das Jahr 2010 hatte dem Festspielhaus 402 Veranstaltungen mit 383.000 Besuchern beschert. Die Zahlen für 2011 werden im Juni 2012 vorliegen.

Ausgezeichnete internationale Bewertungen
Gefragt ist das Festspielhaus aufgrund der Ergebnisse unabhängiger internationaler Kundenbefragungen, denen es sich regelmäßig stellt. 2011 durfte sich das Team über die Auszeichnung “Best Center Award” freuen, die vom Europäischen Verband der Veranstaltungs-Centren e.V. alle zwei Jahre verliehen wird. 2004 und 2010 zählte das Haus zu den drei besten Kongresszentren der Welt.

“Die ausgezeichneten internationalen Bewertungen und die bemerkenswerte Auslastung sind nicht zuletzt Verdienst des gesamten Teams des Festspielhauses”, lobt der Bregenzer Bürgermeister Markus Linhart. Geschäftsführer Gerhard Stübe ergänzt: “Bei unseren Kunden punkten wir mit unseren bestens ausgebildeten Mitarbeitern und Zusatzangeboten wie Unterstützung bei der Veranstaltungsumsetzung, Durchführung oder im Dekorationsbau.”

Ausweitung des Kongressbereichs

Sehr positiv beurteilt der Aufsichtsratvorsitzende des Festspielhauses, Stadtrat Michael Rauth die Entwicklung im Kongressbereich: “Für 2013 erwarten wir eine weitere Buchungssteigerung. Die große Zufriedenheit der Kongressteilnehmer verdeutlicht die hohe Qualität des Hauses.”

2012 soll die Zusammenarbeit im Kongressbereich mit dem regionalen Vertriebspartner Convention Partner Vorarlberg weiter intensiviert werden. Bereits Ende 2011 wurden im Festspielhaus die Weichen gestellt: Helga Ginzinger wechselte intern von der Projektleitung in den Vertrieb, um gemeinsam mit Convention Partner Vorarlberg am internationalen Markt verstärkt zu akquirieren. “Von der stärkeren Positionierung des Hauses im Tagungs- und Kongressbereich profitiert die gesamte Region”, betont Geschäftsführer Michael Diem. Im Durchschnitt gibt ein Tagungsgast in der Region 80 Prozent mehr aus als ein Urlaubsgast. Über ein “volles Haus” freut sich damit auch die Vorarlberger Wirtschaft.

Über Convention Partner Vorarlberg
Convention Partner Vorarlberg übernimmt neben Vertriebstätigkeiten vor allem bei Tagungen und Kongressen zentrale Aufgaben wie die Zimmervermittlung, Erstellung von Rahmenprogrammen, Transfers, Betreuung der Kunden sowie Teilnehmeranmeldung und Registrierung vor Ort. Eine perfekt funktionierende Leistungskette ist Geschäftsführerin Birgit Sauter-Paulitsch besonders wichtig: “Für die Tagungsgäste sollte der Aufenthalt während eines Kongresses neben der Weiterbildung auch einen Erlebniswert vermitteln.”

Fact-Box
Bregenzer Festspiel- und Kongresshaus GmbH
Geschäftsführer Gerhard Stübe
Symphonikerplatz 1
6900 Bregenz
0043/5574/413-0

Veranstaltungen 2012 – Auszug
Kultur:
Bregenzer Meisterkonzerte
Abonnementzyklus Symphonieorchester Vorarlberg
Bregenzer Frühling / Tanzfestival

Unterhaltung:
Rocky Horror Show
GREASE
Eckhart von Hirschhausen
Lord of the Dance
AbbaMania

Kongress/Tagung:
TRI – Architektursymposium
ERSCP – Nachhaltigkeitskonferenz
PGDI – Ärztekongress
10. internationales Blumforum
2. internationales LED-Symposium
Vlow!12 – der Kongress der Kreativwirtschaft
29. internationales Wirtschaftsforum

Bregenz, Bregenzer Festspiele, bregenz_fest.jpg Bregenzer Festspiele, August 2011

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Bregenzer Festspiele

“André Chénier” begeistert

Begeisterte Besucher eines unbekannten Werks auf der Seebühne und ein nasskalter Sommer: So lässt sich die Saison der Bregenzer Festspiele 2011 zusammenfassen.

Insgesamt konnten die Bregenzer Festspiele über 165.000 Besucher zu den Aufführungen im Großen Saal, auf der Seebühne und auf der Werkstattbühne begrüßen. Trotz nasskaltem Sommer begeistert Umberto Giordanos “André Chénier” auf der Seebühne die Besucher. Ein Vergleich, angestellt von Intendant David Pountney: “Die mehr als 121.000 Seebühnen-Besucher innerhalb von nur vier Wochen hätten rund 80 normale Opernhäuser füllen können.”

Eine Vorschau auf das nächstjährige Programm finden Sie hier.
Kartenbuchungen (ausgenommen Premieren) für die kommende Saison sind bereits online möglich.

Bregenz, Bregenzer Festspiele, Video-Serie Künstlereingang Folge 10_The Voice , August 2011

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Bregenzer Festspiele

 Video-Serie Künstlereingang Folge 10
“The Voice” – Die Stimme bei den Bregenzer Festspielen

Seit 16 Jahren ist sie die Stimme der Bregenzer Festspiele. Über 400 Seeaufführungen hat sie seither gesehen und knapp sechs Millionen Ohren hörten in den vergangenen Jahren über die Lautsprecher auf dem Vorplatz des Festspielhauses ihre Stimme.

Doch zu wem gehört diese Stimme? Der Künstlereingang hat in der letzten Folge dieser Saison die langjährige Platzsprecherin der Bregenzer Festspiele, Dorit Wilhelm, begleitet.

Für Neugierige und all jene, die schon immer mal durch den Künstlereingang ins Festspielhaus gelangen wollten, öffnen die Bregenzer Festspiele per Video ihre streng gehüteten Pforten. Von Probenstart bis Ende der Festspielzeit lässt jeweils freitags ein Kurzfilm auf die kleinen Szenen abseits der großen Bühnen blicken, die für die Öffentlichkeit normalerweise verborgen bleiben. Mitarbeiter, Künstler und Partner des Festivals erzählen in rund drei Minuten ihre ganz persönlichen Erlebnisse innerhalb und außerhalb des Rampenlichts.

Auf der Homepage des Festivals unter www.bregenzerfestspiele.com stehen die Videos jeweils ab Freitagnachmittag zum Ansehen bereit.

Bregenz, Bregenzer Festspiele, Kompositions-Wettbewerb “Die Moldau”

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Bregenzer Festspiele

Kompositions-Wettbewerb “Die Moldau” – Gewinner stehen fest
Premiere im Rahmen von “crossculture” im Sommer 2012

Die Gewinner des im Februar gestarteten Kompositions-Wettbewerbs im Rahmen des Festspiel-Vermittlungsprogramms “crossculture” stehen fest. Die Jury um Komponist Detlev Glanert, dessen Oper “Solaris” nächstjährig im Festspielhaus uraufgeführt wird, wählte aus zehn Einreichungen drei gleichwertige Sieger. Als Partner des Wettbewerbs fungieren die Grazer Spielstätten, die Jeunesse Österreich und das Ensemble Acht Cellisten der Wiener Symphoniker.

Martin Sadowski, 1981 in Polen geboren und wohnhaft in Darmstadt überzeugte mit seinem Werk “Entfernte Flusslandschaft”. Für seinen Beitrag mit dem Titel “Lympha” wurde der ebenfalls 1981 geborene Steffen Wick aus Stuttgart ausgezeichnet. Und der dritte Gewinnerbeitrag mit dem Titel “…aus Wasser Seele” stammt von dem gebürtigen Niederösterreicher Bernd Richard Deutsch, geboren 1977 und wohnhaft in Wien.

Bregenz, Bregenzer Festspiele, Video-Serie Künstlereingang Folge 9_Tee oder Suppe – Ein Abend auf der Hinterbühne , August 2011

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Bregenzer Festspiele

 Video-Serie Künstlereingang Folge 9
“Tee oder Suppe?” – Ein Abend auf der Hinterbühne der Bregenzer Festspiele

Während auf der Bühne große Oper gespielt wird, tummeln sich dahinter bei jeder Aufführung rund 400 Mitwirkende des Spiels auf dem See und warten auf ihren Einsatz. Beliebter Treffpunkt mitten auf der Hinterbühne ist die Teeküche von Ehepaar Dürr. Dort wärmen sich alle – vom Solist über den Feuerwehrmann bis zum Statist – gerne mit einem heißen Tee oder einer Suppe.

Was allabendlich für Erlebnisse und Erfahrungen der Festspielsaison bei der Teeküche ausgetauscht werden, erfuhr der Künstlereingang in der neuesten Folge.

Für Neugierige und all jene, die schon immer mal durch den Künstlereingang ins Festspielhaus gelangen wollten, öffnen die Bregenzer Festspiele per Video ihre streng gehüteten Pforten. Von Probenstart bis Ende der Festspielzeit lässt jeweils freitags ein Kurzfilm auf die kleinen Szenen abseits der großen Bühnen blicken, die für die Öffentlichkeit normalerweise verborgen bleiben. Mitarbeiter, Künstler und Partner des Festivals erzählen in rund drei Minuten ihre ganz persönlichen Erlebnisse innerhalb und außerhalb des Rampenlichts.

Auf der Homepage des Festivals unter www.bregenzerfestspiele.com stehen die Videos jeweils ab Freitagnachmittag zum Ansehen bereit.

Bregenz, Bregenzer Festspiele, Video-Serie Künstlereingang Folge 8, Der Mann mit der Sense – der Tod hat zwei Gesichter bei André Chénier, August 2011

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Bregenzer Festspiele

 Video-Serie Künstlereingang Folge 8
“Der Mann mit der Sense” – der Tod hat zwei Gesichter bei “André Chénier”

Das Bühnenbild der Revolutionsoper “André Chénier” ist dem Gemälde “Der Tod des Marat” von Jacques-Louis David nachempfunden. Doch nicht nur bei der Bühnenkulisse spielt der Tod eine wichtige Rolle. Als personifizierter Sensenmann geistert er auch allabendlich über Bühne und See.

Der Künstlereingang war dem “Mann mit der Sense” auf der Spur und entdeckte dabei, dass es gleich zwei davon gibt.

Für Neugierige und all jene, die schon immer mal durch den Künstlereingang ins Festspielhaus gelangen wollten, öffnen die Bregenzer Festspiele per Video ihre streng gehüteten Pforten. Von Probenstart bis Ende der Festspielzeit lässt jeweils freitags ein Kurzfilm auf die kleinen Szenen abseits der großen Bühnen blicken, die für die Öffentlichkeit normalerweise verborgen bleiben. Mitarbeiter, Künstler und Partner des Festivals erzählen in rund drei Minuten ihre ganz persönlichen Erlebnisse innerhalb und außerhalb des Rampenlichts.

Auf der Homepage des Festivals unter www.bregenzerfestspiele.com stehen die Videos jeweils ab Freitagnachmittag zum Ansehen bereit.

Bregenz, Bregenzer Festspiele, Bislang rund 71.275 Besucher, August 2011

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Bregenzer Festspiele

Halbzeit am Bodensee
Bislang rund 71.275 Besucher – Verantwortliche “sehr zufrieden”

Zur Halbzeit der 66. Bregenzer Festspiele ziehen die Verantwortlichen eine positive Zwischenbilanz: Nach 16 von 33 Festspieltagen und bevor heute Abend die zwölfte von insgesamt 24 Aufführungen von “André Chénier” über die Bühne geht, kamen insgesamt 71.275 Besucher zu den Veranstaltungen des Sommerfestivals. Auf das Spiel auf dem See entfallen dabei 61.991 Besucher inklusive der öffentlichen Generalprobe und der crossculture night, das entspricht einer Auslastung von knapp 80 Prozent.

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Bregenz, Bregenzer Festspiele, In luftiger Höhe – spektakuläre Akrobatikeinlagen bei ANDRÉ CHÉNIER, Juli-August 2011

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Bregenzer Festspiele

 ”In luftiger Höhe” – spektakuläre Akrobatikeinlagen bei “André Chénier”

‘André Chénier’ lässt selbst langjährige Fans staunen”, schrieb die Stuttgarter Zeitung letzte Woche. Dafür sorgen nicht nur hochkarätige Sänger und ein brillanter Orchesterklang, sondern auch eine effektvolle Inszenierung mit imposanten Tanzeinlagen in 25 Metern Höhe samt waghalsiger Sprünge ins Wasser. Zuständig dafür ist die in den USA beheimatete Luftakrobaten-Kompagnie “AiRealistic” um Direktor Gregg Curtis.

Der Künstlereingang durfte das Team bei den Proben in luftiger Höhe begleiten und entlockte unter anderem Stuntfrau Annie Lees-Jones, wie es ist, 20 Minuten lang im kalten Bodensee schwimmend auf einer Stelle auszuharren.

Für Neugierige und all jene, die schon immer mal durch den Künstlereingang ins Festspielhaus gelangen wollten, öffnen die Bregenzer Festspiele per Video ihre streng gehüteten Pforten. Von Probenstart bis Ende der Festspielzeit lässt jeweils freitags ein Kurzfilm auf die kleinen Szenen abseits der großen Bühnen blicken, die für die Öffentlichkeit normalerweise verborgen bleiben. Mitarbeiter, Künstler und Partner des Festivals erzählen in rund drei Minuten ihre ganz persönlichen Erlebnisse innerhalb und außerhalb des Rampenlichts.

Auf der Homepage des Festivals unter www.bregenzerfestspiele.com stehen die Videos jeweils ab Freitagnachmittag zum Ansehen bereit.

Bregenz, Bregenzer Festspiele, Erster Tag der Wiener Symphoniker, 7.08.2011

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Bregenzer Festspiele

 Erster “Tag der Wiener Symphoniker” am Sonntag 7. August

Festspielorchester seit Anbeginn präsentiert sich dem Publikum

Seit dem allerersten Festspielsommer 1946 gehören sie zu den Bregenzer Festspielen wie der Bodensee: Die Rede ist natürlich von den Wiener Symphonikern, die seit Anbeginn des Festivals jedes Jahr in Vorarlberg gastieren und nicht nur als Klangkörper der beiden großen Opernproduktionen fungieren, sondern ihr Können auch alljährlich in den Orchesterkonzerten unter Beweis stellen.

Vielfalt zwischen Jazz und Wienerlied

Im Rahmen des ersten “Tags der Wiener Symphoniker” am Sonntag, den 7. August präsentiert sich das Orchester nun dem regionalen Publikum in seiner ganzen Vielfalt abseits der Festspielbühnen: Von Johann Strauß bis Jazz, von Wienerliedern bis Barockmusik reicht das Repertoire der verschiedenen Ensembles, die von 14.00 – 17.00 Uhr an verschiedenen Orten in und um das Bregenzer Festspielhaus spielen werden. Der Eintritt ist frei.

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Bregenz, Bregenzer Festspiele, Nowhere – Ein Un-Ort mitten in der Stadt, 2.-9.08.2011

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Bregenzer Festspiele

 ”NOWHERE” – EIN UN-ORT MITTEN IN DER STADT

Formentis Klavierperformance durchbricht übliche Konzertkonventionen

Für sein Projekt “Nowhere” spielt, lebt, atmet, isst und schläft der Pianist
Marino Formenti für acht Tage in der Bregenzer K12 Galerie, die zuweilen zu einem erbarmungslos öffentlichen und zugleich privaten Raum wird.
Mit diesem Musikprojekt überschreitet Formenti die Trennung zwischen Bühne und Leben, Tag und Nacht, lässt übliche Konzertkonventionen von Zeit, Programm, Ort hinter sich und erprobt seine eigenen Grenzen:
Acht Tage voller Musik, die sich ebenfalls bewusst herkömmlicher Virtuositätsdramaturgie verweigern. Das Publikum ist eingeladen, über Stunden zu verweilen, zu kommen, zu gehen, wieder zu kommen, wieder zu hören und so Musik neu wahrzunehmen. Auch als Livestream kann das Projekt rund um die Uhr verfolgt werden.

Dabei steht der 1965 geborene Italiener dem Musikbetrieb als solchem durchaus kritisch gegenüber. “Es ist für den Musiker auf der Bühne nicht immer leicht, das eigene kleine Ego im Künstlerzimmer zu lassen. Wer das Gegenteil davon behauptet, macht sich etwas vor”, so Formenti, der aus dieser Problematik die Konsequenz zog, alternative Konzertformate zu entwickeln. Bisheriger Höhepunkt seiner unkonventionellen Musikprojekte ist die Performance “Nowhere” die erstmals im vergangenen Oktober im Rahmen des Musikprotokolls des Steirischen Herbstes realisiert wurde.
Für die Bregenzer Festspiele hat Marino Formenti das Projekt weiterentwickelt.
Vom 2. bis 9. August 2011 spielt Marino Formenti täglich zwischen 10.00 und 22.00 Uhr Werke von Erik Satie, Morton Feldman und des Grazer Komponisten Klaus Lang, der dem Projekttitel mit seinem Zyklus “now.here” eine andere Leseart gegeben hat. “Hier” und Jetzt” statt “nirgends”, das drückt es treffend aus, was bei diesem Experiment geschehen kann: “Dem Besucher steht es völlig frei, wann er kommen oder gehen möchte, zu kommen, zu gehen um wiederzukommen, wann immer er möchte, sich in Zeit und Ort zu verlieren, um zu einem intensiveren Erleben des Hier und Jetzt zu gelangen”. Das unentwegte Musizieren und allumfassende Konzertformat gibt mir die Möglichkeit als Person im ‚Nowhere‘ zu verschwinden”, berichtet Formenti. “Nowhere ist kein Marathon, auch kein Kraftakt, sondern lediglich ein Versuch, wenigstens für eine Woche ganz in Musik aufzugehen.”

Für Formenti ist “Nowhere” aber zugleich auch ein irdischer Raum mit all seinen Höhen und Tiefen, dessen erweiterte Zeitdimensionen übliche Erfahrungserlebnisse sprengen. “Ich lerne dabei sehr viel über das Musikmachen und Musikhören. Bregenz ist für mich jetzt die zweite Etappe dieser Reise, die ich noch weiter führen werde.
Dafür habe ich das Programm um John Cage und andere Komponisten erweitert.”
Gespräche mit Marino Formenti sind während der Performance nicht möglich, da am Ende nur das Hören stehen soll, welches der gesteigerten Intensität dient.
“Das Ausgeliefertsein – Ausgestellt sein – der Kontakt zum Publikum ist bei dieser Performance ungeheuer stark, trotz des Verbots, mit mir zu sprechen oder anderweitig Kontakt aufzunehmen. Das Live Streaming rund um die Uhr verstärkt den Aspekt zusätzlich, mich von der Privatheit zu befreien. Eine Woche bin ich dann dort, wo in meiner Vorstellung jeder Musiker sein möchte: in der Musik.”
Bevor sich Formenti – gleichsam religiöser Exerzitien – mitunter der Schweigeregel unterwirft, hat das Publikum die Gelegenheit, den Künstler beim Festspiel-Frühstück am 31. Juli ab 10.00 Uhr im Bregenzer Festspielhaus zu erleben.
“Nowhere” entsteht in Zusammenarbeit mit der K12 GALERIE, Bregenz, und mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Forberg-Schneider.

Termin: 02.08. – 09.08.2011, durchgehend von 10.00 – 22.00 Uhr; Eintritt frei

Veranstaltungsort:
K12 Galerie
Kirchstraße 12
Tel: +43 (0)664-1233 212

E-Mail: office@k12galerie.at  www.k12galerie.at

Livestream rund um die Uhr auf www.marinoformenti.com und auf www.bregenzerfestspiele.com.

 

MARINO FORMENTI ÜBER NOWHERE

Ich habe vor ein paar Jahren für Wien Modern ein Projekt über Jani Christou realisiert, einen Komponisten, der die Frage Musik versus Leben radikal gestellt hat. Das Leben und die Performance müssen eins werden.
Da ich die Musik so intensiv wie möglich mit “expressiver” Arbeit laden, gleichzeitig mein Leben auf die Performance vorbereiten, expressiv “aufladen” musste, filmte ich wochenlang mein ganzes Leben samt den vielen Stunden des Übens. Meine Vorbereitung wurde noch umfassender als sonst, so allumfassend wie es nur ging. Das war natürlich ein sehr beglückendes Gefühl. Nach dem Konzert hatte ich richtig Angst, keine andere Musik mehr spielen zu wollen. Ich wäre nämlich bald verhungert und für verrückt erklärt worden.

So unvernünftig wollte oder konnte ich doch nicht sein. Doch die Versuchung war groß, die eigentlichen musikalischen Fragen, die Fragen nach dem unergründlichen Übergang zwischen “Musik machen” und “Musik nicht mehr machen” zu stellen – und dies nicht zwischen Büroalltag und letzter U-Bahn, in der manchmal verheerenden Hektik des Konzertlebens. Ich möchte wissen, wie ein Sforzato nicht nach 20 Minuten, sondern nach 20 Stunden Pianissimo klingt. Ich möchte wissen, welche Form das Staunen über ein Werk, das Staunen über Musik überhaupt annimmt, wenn man das Werk, die Musik noch und noch und noch einmal spielt, sie zu seinem Leben macht, jenseits des eigenen privaten Vergnügens.
Ich sehne mich nach einem Nowhere, einer Art heidnischen Kapelle, wo mein Leben wieder Musik werden kann, wenigstens eine kleine Woche lang noch.
Als wegweisende Mitbewohner habe ich immer wieder neuen Komponisten aus mehreren Generationen gewählt, wie Erik Satie, Morton Feldman, John Cage oder Klaus Lang, die in der langen Ära des Ichs am liebsten verschwinden mochten und möchten.

Don‘t push the sounds around, sagt Morton Feldman.
Lasst sie sein, lasst sie zu, verschwindet.
Das könnte die Lösung sein. Wenn es eine gäbe.

Legen Sie sich am besten hin, und lassen Sie sich Zeit.