Wien, Wiener Staatsoper, PREMIERE PARSIFAL von Richard Wagner, 30.03.2017

März 22, 2017  
Veröffentlicht unter Oper, Premieren, Pressemeldung, Wiener Staatsoper

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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

  PARSIFAL von Richard Wagner

Zur Premiere und Produktion

Am 30. März 2017 feiert Parsifal in einer Neuproduktion Premiere im Haus am Ring. Richard WagnersBühnenweihfestspiel in drei Aufzügen“, uraufgeführt 1882 im Bayreuther Festspielhaus, wird am Premierenabend zum 326. Mal auf dem Staatsopernspielplan stehen.

Musikalisch geleitet wird die Neuproduktion von Semyon Bychkov – die Premiere wird sein 37. Auftritt an der Wiener Staatsoper sein, wo er 1999 mit Elektra debütierte und außerdem noch bei Tristan und Isolde, Daphne (Premiere), Lohengrin (Premiere) und Chowanschtschina (Premiere) am Dirigentenpult stand.

Die Inszenierung und das Bühnenbild der Neuproduktion stammen von Alvis Hermanis: Der in Riga geborene Regisseur, der unter anderem am Burgtheater, bei den Salzburger Festspielen, an der Mailänder Scala, der Münchner Staatsoper, bei den Wiener Festwochen, in Berlin, Zürich und in vielen weiteren europäischen Städten wirkte, debütiert mit dieser Arbeit an der Wiener Staatsoper.

Alvis Hermanis’ Inszenierungskonzept verlagert die Parsifal-Handlung in die Zeit vor den Ersten Weltkrieg und nach Wien. Denn diese Stadt, so Hermanis, war um 1900, was Kunst und Wissenschaft betrifft, ein „Laboratorium für die ganze restliche Welt“. Musik, Literatur, bildende Kunst, Architektur, Technik, Medizin, Forschung, nicht zuletzt die Psychoanalyse wurden an diesem Brennpunkt weitergebracht, Wien war das, was „Silicon Valley für das 21. Jahrhundert ist“, so Alvis Hermanis im Gespräch mit Oliver Láng für das Programmheft. Als Kunstgriff verbindet Hermanis den Kosmos des Wagnerschen Parsifal mit der Wiener Architekturwelt Otto Wagners, indem er in seinem Bühnenbild ganz konkrete Zitate aus dessen Bauten bringt. Zentral ist dabei der Krankenhaus-Komplex in Steinhof bzw. die Otto Wagner-Kirche. Die Suche nach dem Gral ist bei Hermanis auch eine Suche nach geistiger Entwicklung, und so sind Gurnemanz und Klingsor zwei Ärzte, die um die Vorherrschaft über den Geist ihrer Patienten ringen. Die Patienten wiederum – zu ihnen gehört Amfortas – befinden sich nicht nur in der Realität um 1900, sondern erspielen sich die historische Handlung der Oper als Therapie. Und so verbinden sich diese beiden Zeitschienen miteinander und die Konturen zwischen Spiel und Wirklichkeit, zwischen Schein und Sein verschwimmen. Wie in seiner Trovatore-Inszenierung in Salzburg, bei der scheinbar Unbeteiligte in eine Gemäldelandschaft eines Museums eintauchten, spielt Hermanis auch diesmal mit der Überlagerung unterschiedlicher Ebenen. Dabei soll sein Konzept nicht dogmatisch verstanden werden, sondern als eine mögliche Interpretation des Werks, eine mögliche, persönliche Erzählung der Geschichte.

Für die Kostüme zeichnet die lettische Kostüm- und Bühnenbildnerin Kristine Jurjcne verantwortlich, für das Licht Gleb Filshtinsky und für die Videoprojektionen Ineta Sipunova – ebenso wie Regisseur Alvis Hermanis sind sie erstmals für die Wiener Staatsoper tätig.

Die Sängerbesetzung – Den Parsifal gibt Christopher Ventris, der die Partie an diesem Haus schon elfmal verkörpert hat. Weitere Rollen des in London geborenen Tenors an der Wiener Staatsoper waren Jim Mahoney (Premiere Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny), Siegmund (Die Walküre) und Andrei Chowanski (Premiere Chowanschtschina).

Erstmals wird KS Nina Stemme die Partie der Kundry singen. Die schwedische Sopranistin gestaltete im Haus am Ring eine Anzahl an zentralen Partien, wie etwa die Ariadne (Ariadne auf Naxos), Senta (Der fliegende Holländer – Premiere), Marschallin (Der Rosenkavalier), Minnie (La fanciulla del West – Premiere), Leonore (Fidelio), Tosca, Leonora (La forza del destino – Premiere), Isolde (Tristan und Isolde – Premiere), Sieglinde (Die Walküre), Brünnhilde (Die Walküre, Siegfried – Premiere, Götterdämmerung) und zuletzt Elektra (Premiere).

Als Amfortas ist erstmals am Haus der kanadische Bariton Gerald Finley zu hören, der an der Wiener Staatsoper 2012 als Conte d’Almaviva in Le nozze di Figaro debütierte und auch noch den Förster in der Premiere von Das schlaue Füchslein sang.

Jochen Schmeckenbecher gibt sein Rollendebüt am Haus als Klingsor. Er gestaltete an der Wiener Staatsoper unter anderem folgende Partien: Musiklehrer (Ariadne auf Naxos, u. a. in der Premiere 2011), Alberich (Das Rheingold, Siegfried, Götterdämmerung), Kurwenal (Tristan und Isolde – Premiere), Frank (Die Fledermaus) und Faninal (Der Rosenkavalier).

Der deutsche Bass Hans-Peter König – hier bisher als Daland im Fliegenden Holländer zu erleben – gestaltet den Gurnemanz.

In den weiteren Rollen sind die Staatsopern-Ensemblemitglieder Jongmin Park als Titurel (Rollendebüt am Haus); Benedikt Kobel und Ayk Martirossian als Gralsritter; Ulrike Helzel, Zoryana Kushpler, Thomas Ebenstein und Bror Magnus Tødenes als Knappen; Ileana Tonca, Olga Bezsmertna, Margaret Plummer, Hila Fahima, Caroline Wenborne und Ilseyar Khayrullova als Blumenmädchen und Monika Bohinec als Stimme von oben zu hören. PMWStO

 

Mörbisch, Seefestspiele Mörbisch, Der Vogelhändler von Carl Zeller 07.07. – 19.08.2017

Seefestspiele Mörbisch

Seefestspiele Mörbisch / Der Vogelhändler © Seefestspiele Mörbisch

Seefestspiele Mörbisch / Der Vogelhändler © Seefestspiele Mörbisch

Der Vogelhändler von Carl Zeller

07.07. – 19.08.2017

Ein Bühnenbild passend zum Frühlingsbeginn

Sommerzeit ist Festspielzeit.  Millionen von Menschen besuchen jeden Sommer spannendes, originelles, kultiges Theater. 600.000 Besucher verzaubert seit 1913 jedes Jahr der Belcanto in der Arena di Verona, Königin aller Festspiele. 58.000 verklärte Wagner-Fans besuchen seit 1876 jährlich die Festspiele Bayreuth. Doch auch die Seefestspiele Mörbisch, malerisch am Neusiedler See, sind mit großen Operetten- oder Musicalproduktionen in der Liga großer Festspiele seit Jahren fest etabliert. 2017 wird dort vom 7. Juli  bis 19. August die Operette Der Vogelhändler von Carl Zeller  aufgeführt.

Frühlingserwachen auf der Seebühne – In Kürze starten die ersten Aufbauarbeiten auf der Seebühne. Bühnenbildner Frank Philipp Schlößmann erklärt die Feinheiten und raffinierten Details dieses erfrischenden Bühnenbilds. Tauchen Sie mit Christel von der Post und Adam, dem Vogelhändler, in eine Operettenwelt voller Frühlingsgefühle!

Seefestspiele Mörbisch / Der Vogelhändler - Thomas Ebenstein (Adam, Vogelhändler) © Seefestspiele Mörbisch / Jerzy Bin

Seefestspiele Mörbisch / Der Vogelhändler – Thomas Ebenstein (Adam, Vogelhändler) © Seefestspiele Mörbisch / Jerzy Bin

GRÜSS ENK GOTT
2017 wird es zünftig bei den Seefestspielen Mörbisch! Mit Christel von der Post und Adam, dem Vogelhändler, kehren zwei der bekanntesten Operettenfiguren nach fast 20-jähriger Abwesenheit wieder auf die Seebühne zurück. Postenschacher, Verwechslung und was fürs Herz – im Vogelhändler sind alle klassischen Operetten-Zutaten meisterhaft vereint. „Grüß enk Gott, alle miteinander“, „Ich bin die Christel von der Post“ und „Schenkt man sich Rosen in Tirol“ sind Operettenliebhabern in der ganzen Welt bestens bekannt.

Seefestspiele Mörbisch / Der Vogelhändler - Sieglinde Feldhofer (Christel, Postbotin), Thomas Ebenstein (Adam, Vogelhändler), Cornelia Zink (Kurfürstin Marie) © Seefestspiele Mörbisch / Jerzy Bin

Seefestspiele Mörbisch / Der Vogelhändler – Sieglinde Feldhofer (Christel, Postbotin), Thomas Ebenstein (Adam, Vogelhändler), Cornelia Zink (Kurfürstin Marie) © Seefestspiele Mörbisch / Jerzy Bin

INHALT
Adam, Vogelhändler aus Tirol, kommt endlich wieder einmal ins Dörfchen in der Pfalz, in dem seine Braut Christel zu Hause ist. Leider muss die Hochzeit aus Geldnot immer wieder aufgeschoben werden. Beim Versuch, das fehlende Geld aufzutreiben, kommt es zu einem folgenschweren Irrtum, der die Beziehung schließlich in die Brüche gehen lässt. Etliche schwerwiegende Hindernisse müssen aus dem Weg geräumt werden, bis sich die zwei Liebenden wieder in den Armen liegen.

Pressemeldung Seefestspiele Mörbisch

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Linz, Landestheater Linz, Premiere DIE HARMONIE DER WELT – Hindemith, 08.04.2017

März 14, 2017  
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Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

DIE HARMONIE DER WELT
OPER IN FÜNF AKTEN VON PAUL HINDEMITH

Text vom Komponisten
In deutscher Sprache mit Übertiteln

Premiere Samstag, 8. April 2017, 19.30 Uhr
Großer Saal, Musiktheater Volksgarten
Musikalische Leitung Gerrit Prießnitz, Daniel Spaw
Inszenierung Dietrich Hilsdorf
Bühne Dieter Richter
Kostüme Renate Schmitzer
Chorleitung Georg Leopold
Dramaturgie Christoph Blitt

Kaiser Rudolf II., auch Kaiser Ferdinand und Sol Dominik Nekel, Johannes Kepler, kaiserlicher Mathematiker, auch Erde Seho Chang, Wallenstein, Feldherr, auch Jupiter Jacques le Roux, Ulrich Grüßer, Keplers Gehilfe, später Soldat, auch Mars Sven Hjörleifsson, Daniel Hirzer, Pfarrer in Linz, auch ein Regensburger Pfarrer und Merkur Nikolai Galkin, Tansur, auch Saturn Matthias Helm, Baron Starhemberg Ulf Bunde, Christopher, Keplers Bruder Pedro Velázquez Díaz, Susanna, später Keplers Frau, auch Venus Sandra Trattnigg, Katharina, Keplers Mutter, auch Luna Karen Robertson, Vaida Raginskyt?, Die kleine Susanna, Keplers Töchterchen aus erster Ehe Theresa Grabner, Vogt Ulf Bunde, Anwalt Tomaz Kovacic, Vier Weiber Danuta Moskalik, Margaret Jung Kim, Sarolta Kovacs-Führlinger, Naomi Miyoshi, Karin Behne, Olena Pruscha, Mitsuyo Okamoto, Kathleen Luisa Brandhofer, Drei Mörder Csaba Grünfelder, Jang-Ik Byun, Tomaz Kovacic, Siegfried Dietrich, Marius Mocan, Ville LignellChor des Landestheaters Linz Statisterie des Landestheaters Linz, Bruckner Orchester Linz

1957 brachte Paul Hindemith seine Oper Die Harmonie der Welt über Leben und Wirken von Johannes Kepler zur Uraufführung. Müßig zu erwähnen, dass in diesem Werk auch die Stadt Linz eine bedeutende Rolle spielt. Natürlich reflektiert Hindemith hier auch die Erfahrungen des Naziterrors, wenn er die Frage stellt, welchen Sinn Kunst und Wissenschaft in politisch problematischen Zeiten überhaupt noch haben können. Dabei schwört der Komponist jedem überflüssigen spätromantischen Schwulst ab. Gleichzeitig ist seine Musik aber ebenso sinnlich wie intelligent, ebenso modern wie vertraut.

Pressemeldung Landestheater Linz

Klagenfurt, Stadttheater Klagenfurt, Premiere Musical Gypsy, 23.03.2017

Stadttheater Klagenfurt

Stadttheater Klagenfurt

Stadttheater Klagenfurt / Gypsy © Stadttheater Klagenfurt

Stadttheater Klagenfurt / Gypsy © Stadttheater Klagenfurt

Gypsy – Musical von Jule Styne

Libretto von Arthur Laurents nach Memoiren von Gypsy Rose Lee, Songtexte Stephen Sondheim, In deutscher Sprache

Premiere 23. März 2017, 19.30 Uhr, Weitere Vorstellungen: 26., 29. März; 1., 2., 5., 8., 11., 13., 22., 23., 30. April;  3., 5., 6., 11.,12., 13., 14., 16. Mai 2017

Stadttheater Klagenfurt / Gypsy © Aljosa Rebolj

Stadttheater Klagenfurt / Gypsy © Aljosa Rebolj

Stadttheater Klagenfurt / Gypsy © Aljosa Rebolj

Stadttheater Klagenfurt / Gypsy © Aljosa Rebolj

Großes Musical auf der Bühne des Stadttheaters Klagenfurt! Der Welthit von Broadway und Westend beruht auf der wahren Lebensgeschichte von Rose Louise Hovick, die unter dem Namen Gypsy Rose Lee als schillernder Burlesque-Star Berühmtheit erlangte. Gypsy wurde 1959 am Broadway uraufgeführt, erlebte zahlreiche Wiederaufnahmen und zwei Verfilmungen, und zählt zu den Klassikern des amerikanischen Musicals. Die Komponisten schufen Erfolgsnummern wie „Everything’s Coming Up Roses” oder „Let Me Entertain You”. In Klagenfurt ist Susan Rigvava-Dumas als Rose zu sehen, die Töchter Louise und June werden von Annemieke van Dam und Lisa Habermann gespielt.

Eine Mutter, die ehrgeiziger ist als Rose, kann man sich kaum vorstellen: Sie hat sich in den Kopf gesetzt ihre beiden Töchter zu Stars zu machen. So kommt es, dass June und Louise ihre Kindheit in den 1920er Jahren auf den Vaudeville- Bühnen der USA verbringen. Einige Jahre später ändert sich alles, als June mit einem Tänzer davonläuft – nun legt sie alle Hoffnung auf Louise. Doch sie bekommt nur ein Engagement in einem drittklassigen Burlesque-Theater, in dem etwas Überraschendes geschieht: Louise beginnt eine Karriere als Striptease-Tänzerin und versucht sich endlich von der übermächtigen Mutter zu lösen…  PMSttKl

MUSIKALISCHE LEITUNG Mitsugu Hoshino, REGIE Igor Pison, BÜHNE Jürgen Kirner, KOSTÜME Katja Wetzel, CHOREOGRAPHIE Matthew Couvillon, DRAMATURGIE Philine Kleeberg, ÜBERSETZUNG Henry Mason

Mit:  Rose Susan Rigvava-Dumas, Louise Annemieke van Dam, June Lisa Habermann, Herbie Nigel Casey, Tulsa Lukas Zuschlag/Lukas Strasser, Paps Helmut Wallner, Mazeppa Bettina Schurek, Tessi Tura/Miss Cratchitt Seraphine Rastl, Electra Odette Brenninkmeijer Baby June Alina Garber/Lynn Heinrichs, Baby Louise Marcelina Frank/Lara Körner, Tanzensemble, Kinderensemble, Statisterie des Stadttheaters Klagenfurt  Kärntner Sinfonieorchester

Premiere 23. März 2017, 19.30 Uhr, Weitere Vorstellungen: 26., 29. März; 1., 2., 5., 8., 11., 13., 22., 23., 30. April;  3., 5., 6., 11.,12., 13., 14., 16. Mai 2017;  EINFÜHRUNGSMATINEE 12. März 2017, 11 Uhr, Bühne MODERATION Intendant Florian Scholz

Theaterkasse Tel +43 (0) 463 54 0 64, kartenkasse@stadttheater-klagenfurt.at
www.stadttheater-klagenfurt.at

 

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