Verona, Arena di Verona, Nabucco Monumental, IOCO Kritik, 25.08.2011


Kritik

Italiens Freiheitsoper  und die  Arena di Verona

Arena di Verona, Tabocchini Gironella, Courtesy of Fondazione Arena di Verona Arena di Verona, Fainello, Courtesy of Fondazione Arena di VeronaArena di Verona, Fai, Courtesy of Fondazione Arena di Verona

Die Arena di Verona wurde 30 n.Chr.  mit  einer Größe von 152 x 123 m erbaut. Von einem Erdbeben im Jahr 1117 schwer zerstört sind die Umfänge heute 138 x 109 m. 45 Stufenränge mit 45 Zentimeter Höhe und Tiefe bieten 22.000 Besuchern Platz. Die Arena di Verona  – nach dem Kolosseum in Rom und der Arena von Capua – das drittgrößte der erhaltenen antiken Amphitheater.

 Arena di Verona,pubblico e candeline_foto Ennevi, Courtesy of Fondazione Arena di Verona Arena di Verona,pubblico_foto Ennevi, Courtesy of Fondazione Arena di Verona Arena di Verona,pubblico_foto Ennevi, Courtesy of Fondazione Arena di Verona

Seit 1913,  dem 100sten Geburtstag des populären italienischen Komponisten von Giuseppe Verdi, finden in der Arena di Verona die über zwei Monate dauernden Opernfestspiele statt. Mit 50 Vorstellungen und weit über 600.000 Theaterbesuchern jährlich sind diese Festspiele das größte Opernereignis der Welt und bedeutender Wirtschaftsfaktor der Region. Verona feiert seit fast hundert  Jahren sein Opernfestival `mitten im Volk´. Vergleich: Nach Bayreuth zieht es jedes Jahr neben Kanzlerin und Ministern nur 55.000 Besucher. Die Festspiele Bayreuth, 35 Jahre älter als jene in Verona aber mit ähnlichem Kultstatus, feiert nicht `mitten im Volk´, es zelebriert mit seiner `Gemeinde der Gläubigen´.

 Arena di Verona,pubblico_foto Ennevi, Courtesy of Fondazione Arena di Verona Arena di Verona,pubblico_foto Fai, Courtesy of Fondazione Arena di Verona

Die 89. Opernfestspiele, vom 17. Juni bis 3. September 2011, zeigen die Opern: La Traviata, Aida, Der Barbier von Sevilla, Romeo und Julia, La Bohème und Italiens großartige “Nationaloper” Nabucco. Nabucco, Inbegriff einer Freiheitsoper, ist das frühe Meisterwerk des jungen und doch von beruflichen und persönlichen Krisen schwer gezeichneten Giuseppe Verdi. In nur drei Monaten komponierte er seinen Nabucco und schuf darin das Lied der Italiener von gestern und heute: Va, pensiero, sull´ali dorate (zieht, Gedanken, auf goldenen Flügeln), dessen Wiederholung anno 1842 das Premierenpublikum an dem Mailänder Teatro alla Scala lautstark einforderte.

Verona, Nabucco, Foto Ennevi Verona, Nabucco, Chor der Gefangenen, Foto Ennevi,Courtesy of Fondazione Arena di Verona Verona, Nabucco, Explodierender Turm zu Babel, Foto Ennevi

10 Nabucco – Inszenierungen gab es bisher in der Arena di Verona. Die Nabucco - Inszenierung des Jahres 2011 hatte ihre Premiere in 1991, von Gianfranco de Bosio entwickelt. de Bosio gestaltet mit Bühnenbildner Rinaldo Olivieri diesen Nabucco entlang der Konflikte zwischen dem monotheistischen jüdischen Glauben, der Kultur des Geistes, des Einzelnen einerseits und andererseits dem Polytheismus und dessen Kultur der Göttervielfalt, in der das Recht des Stärkeren dominiert. Diesen Dualismus zentriert de Bosio um einen spektakulär von Akt zu Akt bis an den Arena-Rand wachsenden und zum Ende, nach de Bosio, “durch die Kraft des Geistes” explodierenden “Turmbau zu Babel”: Wie im Libretto von Temistocle Solera geschrieben. Der “Turm zu Babel” als Ikone für kulturelle und religiöse Konflikte zwischen Babylon und Jerusalem. Auf der Bühne, zu “Füßen” des “Turm zu Babel”, symbolisieren einheitlich hohe, unterschiedlich gezeichnete Quader die Königsschlösser in Babylon oder Jerusalem. Dazu eine klare Zeichnung der handelnden Charaktere, schlüssige Personenführung. Chor, Gefangene, Statisten in prächtigen Kleidern und klassischen Accecoires. Kein Rampentheater. Ein packend werktreuer Bühnen-Realismus, im Ambiente der antiken Arena di Verona besonders atemberaubend.

Arena di Verona, Nabucco 2011, Foto Ennevi Verona, Nabucco, Foto Ennevi Verona, Nabucco 2011, Chor der Gefangenen, Foto Envini, Courtesy of Fondazione Arena di Verona

Nicht nur Bühnbild und Regie, auch Dirigat, Orchester, Solisten und Chor überzeugen an diesem Abend: Dirigent Julian Kovatchev ließ durchgängig keinen Zweifel an seiner Verdi-Kompetenz aufkommen, dramatische Wahrhaftigkeit und die Ästhetik des Belcanto werden durch kluge Tempodramaturgie und viel Sinn für  melodische Feinheiten des Werks wunderbar verschmolzen. Und dazu wird wunderbar gesungen: Leonardo Lopez Linares beweist sich in der Titelpartie des Nabucco mit kultiviertem Verdi-Gesang und Dynamik und Kraft für Stretta-Teile,  Lucrezia Garcia´s farbenreicher und sicherer dramatischer Sopran kommt in der großen Partie der Abigaille in der Arena die Verona besonders stark zur Geltung. Aber auch Vitalij Kowaljow überzeugt bassgewaltig als  Zaccharia. Lediglich Enrique Ferrer als Ismaele und Eufemia Tufano als Fenena  sangen zuverlässig  aber nicht mit der in Verona notwendigen Strahlkraft. Höhepunkt des Abends sind die Vokalkultur, Regie und Durchschlagskraft des großartigen, 200 Personen umfassenden Chores. Und das nicht nur im – natürlich da capo gegebenen – Gefangenenchor. Auf monumentaler Bühne, mit facettenreicher großer Klangkultur,  in wechselnden Kostümen und  szenisch fließenden Positionen glaubt man einen Chor zu erleben, um den herum eine Oper geschrieben wurde.

Arena di Verona,pubblico_foto Ennevi, Courtesy of Fondazione Arena di Verona

Fast unnötig festzustellen, daß die in lauer Sommernacht um 1 Uhr morgens endende Vorstellung von frenetischen Jubelstürmen der fast 15.000 Besucher begleitet wurde. Verona und Verdi: Wie für einander geschaffen.

IOCO / Viktor Jarosch / 29.08.2011

Verona, Arena di Verona Nabucco 1. 9.2011

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Arena di Verona

NABUCCO

von Giuseppe Verdi

9 (Primäre), 15, 20, 23, 27 Juli – 21.15 Uhr
5, 12, 21, 25 August – 21.00 Uhr
1 September – 21.00 Uhr

Die vierte Veranstaltung auf dem Kalender der Arena di Verona ist Nabucco von Giuseppe Verdi, in seiner historischen Inszenierung, mit der Bühnengestaltung des Veroneser Architekten Rinaldo Olivieri aus dem Jahre 1991.
Die Orchesterleitung wurde Maestro Julian Kovatchev, die Regie Gianfranco de Bosio anvertraut. Für die Oper kommen das Orchester, der Chor und die Techniker der Arena von Verona gemeinsam mit zahlreichen Komparsen zum Einsatz.
Nabucco kehrt auf die Bühne der Arena zurück, die so aufgebaut ist, wie damals 1991 unter der Leitung von Rinaldo Olivieri. Das Drama dreht sich um einen Brennpunkt: ein riesiger Turm von Babel, der von einem Akt zum anderen wächst, bis er zum Schluss explodiert, so wie im Libretto von Temistocle Solera beschrieben. Eine Ikone, die für den Zwist zwischen Babylon und Jerusalem steht, wo durch die Regieführung von Gianfranco de Bosio die Dynamik des jüdischen Volks, die auf die Feierlichkeit der Babyloneser trifft, hervorgehoben wird; es geht um den Kontrast zwischen unterschiedlichen Kulturen und Religionen, die schließlich am Höhepunkt der Verständnislosigkeit eine gemeinsame Sprache finden, mit der sie zur Harmonie der Pluralität zurückfinden. Das Happy End von Nabucco spiegelt gezwungenermaßen die Ideen des Risorgimento wieder, die den italienischen Patrioten eigen waren und die sie zur Hymne der nationalen Erlösung machten.
Nabucco ist das Meisterwerk eines jungen Giuseppe Verdi, der noch nicht dreißig Jahre alt war und nach einer schweren Krise, verursacht durch den Tod seiner Frau und seiner beiden Kinder und dem Fiasko von Un giorno di regno (König für einen Tag) das erste Mal wieder eine Oper komponierte. Aber das Libretto von Solera, in dem die Klagen des unterdrückten Volkes betont werden, was ihn in die historische Situation seines eigenen Volkes versetzt, führt Verdi dazu, in nur drei Monaten die Partitur zu schreiben und das zu komponieren, was das Lied der Italiener von gestern und heute sein wird: der Chor von Va’ pensiero, der schon bei der Primäre am 9. März 1843 an der Mailänder Skala auf Wunsch des Publikums wiederholt wurde.
Das Drama ist beim Publikum der Arena sehr beliebt, es war in Verona zum ersten Mal am 10. Januar 1844 im Philharmonika Theater aufgeführt worden, unter der Aufsicht von Verdi selbst, Carlo Sampietro war Dirigent und die beiden Hauptfiguren wurden von Filippo Collini und Giuseppina Strepponi gespielt.
Die weiblichen Rollen spielen Dimitra Theodossiou (am 9., 15. und 20. Juli und 5. August), Maria Billeri (23. Juli – 21. August – 1. September) und Lucrezia Garcia (am 27. Juli – 12. und 25. August) in der Gestalt der Abigaille, deren Rivalin Fenena hingegen wird von Andrea Ulbrich (am 9., 15., 20., 23. und 27. Juli – am 5. und 12. August) und von Eufemia Tufano (am 21., 25. August und 1. September) interpretiert.
In der Titelrolle spielen Ambrogio Maestri (9., 15. und 20. Juli), der von den Kritikern als einer der besten Verdi-Baritone seiner Generation beschrieben wird, Marco Vratogna (am 23. und 27. Juli und am 5. August) und Leonardo López Linares (12., 21., 25. August und 1. September). Neben ihnen treten die Debütanten in der Arena, Rubens Pelizzari (am 9., 15. und 20. Juli), Giancarlo Monsalve (am 23., 27. Juli und 5. August) und Enrique Ferrer (am 12., 21. und 25. August und am 1. September) als Ismaele auf, Zaccaria hingegen wird vom amerikanischen Bass Raymond Aceto (am 9., 15., 20. und 23. Juli) interpretiert, der sich mit Vitalij Kowaljow (am 27. Juli und am 5., 12., 21. und 25. August) und Francesco Ellero D’Artegna (1. September) abwechselt.
Nabucco in der Arena von Verona: 10 Bühnengestaltungen, die in 18 Festivals wieder aufgenommen wurden
1938 Bühnenbilder Pietro Aschieri
1956 Bühnenbilder Cesare Maria Cristini
1962 Bühnenbilder Attilio Colonnello
1971 Bühnenbilder Pino Casarini
1981 Bühnenbilder Luciano Minguzzi
1989 Bühnenbilder Vittorio Rossi
1991 Bühnenbilder Rinaldo Olivieri Wiederaufführungen: 1992, 1994, 1996, 1998, 2011
2000 Bühnenbilder Hugo De Ana, Wiederaufführung: 2001
2002 Bühnenbilder Graziano Gregori, Wiederaufführungen: 2003, 2005
2007 Bühnenbilder Denis Krief, Wiederaufführung: 2008

Für Informationen und Kartenbestellungen: Call center (+39) 045 8005151 und www.arena.it

 

Besetzung

9, 15, 20, 23, 27 Juli – 21.15 Uhr
5, 12, 21, 25 August – 21.00 Uhr
1 September – 21.00 Uhr

NABUCCO
von Giuseppe Verdi

Historische Ausgabe

Nabucco Ambrogio Maestri (9, 15, 20/7)
Marco Vratogna (23, 27/7 – 5/8)
Leonardo López Linares (12, 21, 25/8 – 1/9)

Ismaele Rubens Pelizzari (9, 15, 20/7)
Giancarlo Monsalve (23, 27/7 – 5/8)
Enrique Ferrer (12, 21, 25/8 – 1/9)

Zaccaria Raymond Aceto (9, 15, 20, 23/7)
Vitalij Kowaljow (27/7 – 5, 12, 21, 25/8)
Francesco Ellero D’Artegna (1/9)

Abigaille Dimitra Theodossiou (9, 15, 20/7 – 5/8)
Maria Billeri (23/7 – 21/8 – 1/9)
Lucrezia Garcia (27/7 – 12, 25/8)

Fenena Andrea Ulbrich (9, 15, 20, 23, 27/7 – 5, 12/8)
Eufemia Tufano (21, 25/8 – 1/9)

Gran Sacerdote di Belo Ziyan Atfeh (9, 15, 20, 23, 27/7)
Manrico Signorini (5, 12, 21, 25/8 – 1/9)

Abdallo Antonello Ceron (9, 15, 20, 23, 27/7)
Giorgio Trucco (5, 12, 21, 25/8 – 1/9)

Anna Maria Letizia Grosselli (9, 15/7 – 21, 25/8 – 1/9)
Elena Borin (20, 23, 27/7 – 5, 12/8)

Dirigent Julian Kovatchev
Regie Gianfranco de Bosio
Bühne Rinaldo Olivieri

ORCHESTER, CHOR UND TECHNIKER DER ARENA DI VERONA

Verona, Arena di Verona, 89. Opernfestspiele 17. Juni – 3. September 2011

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Arena di Verona

Eröffnungsvorstellung am 17. Juni 2011:

La Traviata  von Giuseppe Verdi

Arena di Verona 88. Festival 2010 Giuseppe Verdi Aida Arena di Verona 88. Festival 2010 Giuseppe Verdi Aida Arena di Verona 88. Festival 2010 Giuseppe Verdi Aida

17, 24.  Juni     - 21.15 Uhr
2, 12, 16, 21, 28.   Juli
- 09.15 Uhr
4, 11 August - 21.00 Uhr

Besetzung

Violetta Valery Ermonela Jaho (17, 24 / 6 – 2 / 7 bis 4, 8.11)
Lana Kos (7.12)
Inva Mula (16, 21, 28 / 7)
 
Flora Bervoix Chiara Fracasso (17, 24/6 – 2, 12, 16/7)
Cristina Melis (21, 28/7 – 4, 11/8)
 
Annina Natalya Kraevsky (17, 24/6 – 2, 12, 16/7)
Serena Gamberoni (21, 28/7 – 4, 11/8)
 
Alfredo Germont Francesco Demuro (17, 24/6 – 2, 12, 16/7)
Francesco Meli (21, 28/7 – 4, 11/8)
 
Giorgio Germont Vladimir Stoyanov (17, 24/6 – 2/7)
Gabriele Viviani (12, 16, 21, 28/7)
George Gagnidze (4, 11/8)
 
Gastone di Letorières Luca Casalin (17, 24/6 – 2, 12, 16/7)
Saverio Fiore (21, 28/7 – 4, 11/8)
 
Barone Douphol Nicolò Ceriani
(17, 24/6 – 2, 12, 16/7)
Gianpiero Ruggeri
(21, 28/7 – 4, 11/8)
 
Marchese d’Obigny Paolo Maria Orecchia
(17, 24/6 – 2, 12, 16/7)
Ziyan Atfeh
(21, 28/7- 4, 11/8)
 
Dottor Grenvil Gustáv Belá?ek
(17, 24/6 – 2, 12, 16/7)
Manrico Signorini
(21, 28/7 – 4, 11/8)
 
Giuseppe Gianluca Sorrentino
 
Domestico/Commissionario Manrico Signorini
(17, 24/6 – 2, 12, 16/7)
Victor Garcia Sierra
(21, 28/7 – 4, 11/8)
 
Conductor Carlo Rizzi
(17, 24/6 – 12, 16, 21,28/7 – 4, 11/8)
Julian Kovatchev
(2/7)
 
Director, Sets,CostumesandLighting Designer Hugo de Ana
 
Choreographer Leda Lojodice
 

Verona, Arena di Verona, 89. Opernfestspiele vom 17.6. – 3.9. 2011,

Arena di Verona 88. Festival 2010 Giuseppe Verdi Aida Arena di Verona 88. Festival 2010 Giuseppe Verdi Aida Arena di Verona 88. Festival 2010 Giuseppe Verdi Aida

89. Opernfestspiele 2011: Spielplan  17. Juni – 3.9.2011

LA TRAVIATA von Giuseppe Verdi
17., 24. Juni, 2., 12., 16., 21., 28. Juli, 4., 11. August 2011
Inhaltsangabe Interpreten Reservieren

AIDA von Giuseppe Verdi
18., 26., 30. Juni, 10., 13., 17., 19., 24., 26., 30. Juli, 7., 14., 28., 31. August, 2011, 3. September 2011
Inhaltsangabe Interpreten Reservieren

DER BARBIER VON SEVILLA von Gioacchino Rossini
25. Juni, 1., 8., 14., 22., 29. Juli 2011
Inhaltsangabe Interpreten Reservieren

NABUCCO von Giuseppe Verdi
9., 15., 20., 23., 27. Juli, 5., 12., 21., 25. August, 1. September 2011
Inhaltsangabe Interpreten Reservieren

LA BOHÈME von Giacomo Puccini
6., 13., 19., 26., 30. August, 2. September 2011
Inhaltsangabe Interpreten Reservieren

ROMÉO ET JULIETTE von Charles Gounod in französischer Sprache
20., 24., 27. August 2011
Inhaltsangabe Interpreten Reservieren

 

Änderungen des Programms vorbehalten. Beginn der Vorstellungen im Juni und Juli um 21.15 Uhr, im August um 21.00 Uhr. An rot markierten Terminen gibt es bei den Kategorien 4., 5., 6. und 7. Ermäßigungen.

Verona, Arena di Verona, 89. Opernfestspiele 17. Juni – 3. September 2011 / Aida ab 18.6.2011

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Arena di Verona

Aida

ab 18.6.2011

18, 26, 30.  Juni     - 21.15 Uhr
10, 13, 17, 19, 24, 26, 30.  Juli
- 09.15 Uhr
7, 14, 28, 31. August - 21.00 Uhr
3. September - 21.00 Uhr

Besetzung

Il Re Carlo Striuli (18/6 – 13, 17, 19, 24, 26, 30/
    7 – 7, 14, 28, 31/8 – 3/9)

Gustáv Belá?ek (26, 30/6 – 10/7)

Amneris Giovanna Casolla (18, 26, 30/6 – 7, 14/8)

Tichina Vaughn (19, 24, 26/7)

Dolora Zajick (28, 31/8 – 3/9)

Aida Micaela Carosi (18, 26, 30/6)
Amarilli Nizza (10, 19/7 – 7, 14, 28, 31/8 – 3/9)
Hui He (13, 17, 24, 26/7)
Lucrezia Garcia (30/7)

Radamès Fabio Armiliato (18, 26, 30/6)

Salvatore Licitra (10, 13, 17/7)

Carlo Ventre (19, 24, 26/7)

Walter Fraccaro (30/7 – 31/8 – 3/9)

Marcello Giordani (7, 14, 28/8)

Ramfis Giacomo Prestia (18/6 – 7, 14, 28, 31/8 – 3/9)
Carlo Striuli (26, 30/6 – 10/7)
Marco Spotti (13, 17, 19, 24, 26, 30/7)
Amonasro Alberto Gazale (18, 26, 30/6 – 10, 13/7)
Alberto Mastromarino (17, 19, 30/7 – 7/8)
Leonardo López Linares (24, 26/7)
Ambrogio Maestri (14, 28, 31/8 – 3/9)
Un messaggero Enzo Peroni (18, 26, 30/6 – 10, 13, 17/7)
Francesco Pittari (19, 24, 26, 30/7)
Angelo Casertano (7, 14, 28, 31/8 – 3/9)
Sacerdotessa Antonella Trevisan (18, 26, 30/6 – 10, 13, 17, 19, 24/7)
Giorgia Bertagni (26, 30/7 – 7, 14, 28, 31/8 – 3/9)
First guest lead dancer Myrna Kamara  
Conductor Daniel Oren  
Director Gianfranco de Bosio  
Choreographer Susanna Egri  
     

Verona, Arena di Verona, Aida von Giuseppe Verdi, IOCO Kritik, 13.07.2010

 
Kritik

Arena di Verona

Arena di Verona  -  88. Festival 2010
IOCO besucht Giuseppe Verdi´s  Aida   am 13.07.2010

Arena di Verona 88. Festival 2010 Giuseppe Verdi Aida Arena di Verona 88. Festival 2010 Giuseppe Verdi Aida Arena di Verona 88. Festival 2010 Giuseppe Verdi Aida

Mit wohligen Schauern denkt man an Namen wie Gigli, Pasero, Schipa, Pertile, Giannini und Stabile, die seit der Gründung der Stagione Lirica 1922, bis Ende der 1930er Jahre in der Arena di Verona aufgetreten sind. Nach dem 2. Weltkrieg kamen junge Sänger wie Renata Tebaldi, Mario Del Monaco, Leyla Gencer, Fedora Barbieri, Tito Gobbi, Ettore Bastianini und Cesare Siepi, die später internationale Größen wurden.

Eine Maria Callas startete hier im August 1947 mit ihrer sensationellen La Gioconda in die Weltkarriere. Sie kam wieder 1952 für einige Vorstellungen La Gioconda und La Traviata. 1953 sang sie hier Aida und Trovatore. Zum letzten Mal trat sie 1954 in der Arena auf, als Margarita in Arrigo Boitos Mefistofele.

Pavarotti, Chiara, Freni, Dimitrova und Leo Nucci waren herausragende Namen in den letzten Jahrzehnten. Die ganz großen Namen gibt es heute nicht mehr, oder sie treten hier nicht auf. Die großen Persönlichkeiten sind rar geworden.

Aber diese 88. Stagione Lirica 2010 zeigte auch, dass es hoffnungsvollen Nachwuchs gibt und dass Sänger mit keinem großen Namen auch begeistern können.

Das diesjährige Arena Festival ist ganz und gar Franco Zefirelli gewidmet, dem Regisseur und Bühnenbildner, dem die italienische Musik , Theater und Kino Szene so viel zu verdanken hat. Für dieses 88. Festival wurden alle seine Inszenierungen (Turandot, Aida, Madama Butterfly, Carmen und Il Trovatore ) wiederaufgenommen. Für den heute 86jährigen eine Ehre, die hier noch keinem Künstler zuteil wurde und ihn stolz mache, wie er selber in einem Interview für die diesjährige Festivalbroschüre befand.

Zefirellis Monumentalstil fand hier in den riesigen Dimensionen der Arena die idealen Bedingungen. Seinen Hang zur Üppigkeit und Farbenpracht konnte er hier in seinen fantasievollen Aufbauten restlos ausleben. Feinarbeit in der Führung der Personen kann man in diesen Größenordnungen nicht erwarten. Aber seine Tableaus, Arrangements und die wohlgeordneten Auf und Abgänge waren immer geschmackvoll und von höchster Präzision.

So auch hier, am 13. Juli bei der Aida. Die Oper Verdis eignet sich in ganz besonderem Maße für die Arena. Es ist auch das am meisten aufgeführte Werk hier, seit Gründung der Festspiele 1922.

Die Leistungen der Solisten dieses Abends waren durchwegs sehr gut. Im einem Falle sogar hervorragend. Ambrogio Maestri als Amonasro war der herausragende Sänger. Bei ihm verdichteten sich vokale Kultur, Farbe und Schönklang zu einem mustergültigen Rollenportrait.

Die große Szene im Nilakt mit Aida gestaltete sich zum Höhepunkt des Abends. Aida war Lucrezia Garcia, die einen gut klingenden, jugendlich dramatischen Sopran hören ließ, eine schöne offene Höhe hatte und das durchschlagskräftige Brustregister, ohne künstlich abzudunkeln, sehr natürlich einsetzte.

Marco Berti, der Radames an diesem Abend, erfreute durch einen kräftigen, höhensicheren Tenor. Seine Auftrittsarie wurde mit vielen Bravos bedacht.

Marianne Cornetti war eine Amneris von außerordentlichen Qualitäten. Die Stimme hatte viele Farben und den erforderlichen Umfang für diese Partie.

Zuverlässig sangen Carlo Striufi (Il Ré) und Vitalij Kovalov (Ramphis).

Ein ganz großes Lob gebührt dem Chor, den Giovanni Andreoli einstudiert hatte. Mehr routiniert als ambitioniert klang das Orchester, das an diesem Abend unter der Leitung von Julian Kovatchev spielte.

Mit eindrucksvollen Leistungen wartete das Ballettensemble auf.

Großer Jubel für das eindrucksvolle “Spettacolo”, das eine halbe Stunde nach Mitternacht endete.
IOCO  / UGK / 13.07.2010

Verona, Arena di Verona, 88. Opernfestspiele vom 18.6. – 29.8.2010, IOCO-Bericht und Spielplan 2010

Arena di Verona

Verona, Arena di Verona,  88. Opernfestspiele vom 18.6. – 29.8.2010

IOCO-Bericht über den Besuch der AIDA in 2009:   Hintergründe und Begebenheiten in Verona.

DIE FÜNF OPERN DES VERONA – SPIELPANES  in 2010:  1. Aida, 2. Carmen, 3. Turandot (Neuinszenierung), 4. Madame Butterfly, 5.Troubadour.

Alle Opern in der Inszenierung und Regie von Franco Zefferelli.   Spielplanänderungen  2010:  Zu  2008:  Nabucco  wurde in 2009 durch Carmen ersetzt; zu 2009:  Der Barbier von Sevilla wird in 2010 durch Troubadour ersetzt.

-  Eine Website zur Arena die Verona: Klicken Sie  Hier

Spielplan 2010:   

JUNI

Freitag 18. Jun TURANDOT
Samstag 19. Jun AIDA
Freitag 25. Jun AIDA
Samstag 26. Jun M.BUTTERFLY

JULI

Donnerstag 01. Jul TURANDOT
Freitag 02. Jul M.BUTTERFLY
Samstag 03. Jul AIDA
Donnerstag 08. Jul AIDA
Freitag 09. Jul M.BUTTERFLY
Samstag 10. Jul CARMEN
Dienstag 13. Jul AIDA
Mittwoch 14. Jul M.BUTTERFLY
Donnerstag 15. Jul CARMEN
Freitag 16. Jul TURANDOT
Samstag 17. Jul M.BUTTERFLY
Sonntag 18. Jul AIDA
Dienstag 20. Jul CARMEN
Mittwoch 21. Jul M.BUTTERFLY
Donnerstag 22. Jul AIDA
Freitag 23. Jul CARMEN
Samstag 24. Jul TURANDOT
Sonntag 25. Jul AIDA
Dienstag 27. Jul AIDA
Mittwoch 28. Jul M.BUTTERFLY
Donnerstag 29. Jul CARMEN
Freitag 30. Jul TURANDOT
Samstag 31. Jul AIDA

AUGUST

Freitag 06. Aug M.BUTTERFLY
Samstag 07. Aug TROUBADOUR
Sonntag 08. Aug AIDA
Dienstag 10. Aug AIDA
Mittwoch 11. Aug TROUBADOUR
Donnerstag 12. Aug CARMEN
Freitag 13. Aug TURANDOT
Samstag 14. Aug TROUBADOUR
Sonntag 15. Aug AIDA
Dienstag 17. Aug AIDA
Mittwoch 18. Aug CARMEN
Donnerstag 19. Aug TROUBADOUR
Freitag 20. Aug TURANDOT
Samstag 21. Aug CARMEN
Sonntag 22. Aug AIDA
Dienstag 24. Aug CARMEN
Mittwoch 25. Aug TROUBADOUR
Donnerstag 26. Aug AIDA
Freitag 27. Aug CARMEN
Samstag 28. Aug TROUBADOUR
Sonntag 29. Aug AIDA

Verona, Arena di Verona, AIDA von Giuseppe Verdi – Rückblick in das Jahr 2009, IOCO Aktuell, 20.06.2009


Aktuell

Arena di Verona

IOCO Aktuell Aida  am  20.06.2009

Arena di Verona 88. Festival 2010 Giuseppe Verdi Aida Arena di Verona 88. Festival 2010 Giuseppe Verdi Aida Arena di Verona 88. Festival 2010 Giuseppe Verdi Aida

Spielplan Arena di Verona Spielplan Arena di Verona

Die Arena di Verona wurde 30 n.Chr.  mit  einer Größe von 152 x 123 m erbaut. Von einem Erdbeben im Jahr 1117 schwer zerstört sind die Umfänge heute 138 x 109 m. Damit ist die Arena in Verona immer noch – nach dem Kolosseum in Rom und der Arena von Capua – das drittgrößte der erhaltenen antiken Amphitheater. Die 45 Stufenränge des Zuschauerraums sind jeweils 45 Zentimeter hoch und tief und bieten  22.000 Plätze.

Die Festivalsaison 2009 der Arena di Verona  begann am 19. Juli 2009 mit Carmen  von  Georges Bizet und dazu recht unglücklich:  Die Aufführung versank  in  Gewitter und Sturm.   Nach einem  zunächst  ungestört verlaufenen  ersten Akt  entwickelte sich in der Pause ein  heftiger  Sturm.  Viele Besucher  gelangten  noch halbwegs trocken in die  schützenden Gewölbe der  Arena;  andere  besaßen  dieses   Glück  nicht.  Die  Aufführung  mußte  später abgebrochen  werden.

IOCO  besuchte  am  Folgetag,  dem 20. Juni 2009  die   Aida – Aufführung.   Aida in Verona hat eine lange Tradition: Bereits zur  Eröffnung  der  ersten  Opernfestspiele   am  10. August 1913,  dem  100. Geburtstag  Giuseppe Verdis, wurde Aida aufgeführt.  Die Besetzung am 10.8.2009  war war schlankweg grandios:   Daniela Dessi  als  AidaFabio Armiliato  als  Radames,  Giorgio Surian  als  Ramphis,  Tichina  Vaughn  als  Amneris  und  Ambrogio  Maestri  als  Amonasro.  Die   Vorstellung  begann pünktlich  um  21.15.   Die Besucher zündeten  in  Arena-Tradition  ihre  Kerzen an,  ein  Blitzlichtgewitter prasselte  während der gesamten Vorstellung  – trotz ausdrücklichem  Fotografierverbots -  auf  die Darsteller  herab.  Die  Aufführung  endete  morgens,  nach 1 Uhr. 15.000  Besucher  (die Arena fast ausverkauft)  folgten  begeistert  dem  monumentalen  Opernspektakel:   Vierzig  Fackelträger  beleuchteten  martialisch  die Arenahöhen  hinter der Bühne,  berittene  Krieger  mischten sich  auf  der  Bühne  mit  Chor  und Solisten,  eine  auffällige  Ballettinszenierung zum Einmarsch  des  siegreichen ägyptischen Heeres,  Chöre  von  über  100 Sängern  in  prachtvollen Kostümen.   Die starken  Solisten  werden  in  dieses  Event  eingebunden,  ohne  zu  dominieren.  Ein  packendes, populäres  Opernspektakel halt.

Die  Festival Saison  der  Arena di Verona  dauert  in  2009  vom  19.  Juni  bis  zum  30.  August.  Die  Opern  Carmen,  AIDA,  Barbier von Sevilla,  Turandot  und  Tosca  stehen  auf dem Spielplan.  Am  24.  Juli  wird  Placido Domingo  eine Grand  Galà  geben.  Kartenpreise  von  € 21  bis  € 198.  Wir  hatten uns  in diesem Jahr  für die nummerierten  seitlichen  Rangplätze  entschieden und  waren  damit  sehr  zufrieden   (€ 84;  Achtung:  Ticketagenturen  verlangen   gerne  eigene  -höhere- Preise).   Ein Kissen sollte man allerdings haben;  für € 2 vor der Arena erhältlich.  Die seitlichen Plätze,  da  im Gegensatz zu den anderen nummerierten Plätzen  erhöht,  bieten einen besseren  Blick  auf  das  Bühnengeschehen.  Das  Orchester ist    gut  zu  beobachten.  Durch die Nähe zur Bühne sind von diesen etwas  preiswerteren  Plätzen  auch die Solisten sehr  gut  zu  hören.

Wir erreichten  unser  Hotel  nach  der  Aufführung  um 3.30 Uhr;   müde  aber  zufrieden.  Verona  zelebrierte  erneut,  wie seit  hundert  Jahren,  seinen  Kultstatus  `im Volke´.  Bayreuth, 35  Jahre  länger, zelebriert mit ähnlichem Kultstatus aber in seiner selektiven  `Gemeinde der Gläubigen´.

Anbei ein  youtube-Clip der AIDA-Clip aus Verona.

IOCO  / Viktor Jarosch / 2009

Verona, Arena di Verona, Spielplan 2008

 Verona, Arena di Verona, Spielplan 2008

Arena di Verona

JUNI
Freitag 20 Juni Aida
Samstag 21 Juni Tosca
Sonntag 22 Juni Nabucco
Donnerstag 26 Juni Nabucco
Freitag 27 Juni Tosca
Samstag 28 Juni Aida

JULI
Donnerstag 3 Juli Nabucco
Freitag 4 Juli Tosca
Samstag 5 Juli Carmen
Sonntag 6 Juli Aida
Dienstag 8 Juli Aida
Mittwoch 9 Juli Nabucco
Donnerstag 10 Juli Carmen
Freitag 11 Juli Aida
Samstag 12 Juli Tosca
Sonntag 13 Juli Carmen
Dienstag 15 Juli Carmen
Mittwoch 16 Juli Nabucco
Donnerstag 17 Juli Aida
Freitag 18 Juli Carmen
Samstag 19 Juli Tosca
Sonntag 20 Juli Aida
Donnerstag 24 Juli Tosca
Freitag 25 Juli Carmen
Samstag 26 Juli Nabucco
Sonntag 27 Juli Aida

August
Freitag 1 August Tosca
Samstag 2 August Rigoletto
Sonntag 3 August Aida
Dienstag 5 August Carmen
Mittwoch 6 August Rigoletto
Donnerstag 7 August Nabucco
Freitag 8 August Aida
Samstag 9 August Rigoletto
Sonntag 10 August Carmen
Freitag 15 August Carmen
Samstag 16 August Nabucco
Sonntag 17 August Aida
Mittwoch 20 August Rigoletto
Donnerstag 21 August Aida
Freitag 22 August Carmen
Samstag 23 August Rigoletto
Sonntag 24 August Aida
Dienstag 26 August Aida
Mittwoch 27 August Carmen
Donnerstag 28 August Rigoletto
Freitag 29 August Nabucco
Samstag 30 August Carmen
Sonntag 31 August Aida