Verona, Arena di Verona, Nabucco Monumental, IOCO Kritik, 25.08.2011


Kritik

Italiens Freiheitsoper  und die  Arena di Verona

Arena di Verona, Tabocchini Gironella, Courtesy of Fondazione Arena di Verona Arena di Verona, Fainello, Courtesy of Fondazione Arena di VeronaArena di Verona, Fai, Courtesy of Fondazione Arena di Verona

Die Arena di Verona wurde 30 n.Chr.  mit  einer Größe von 152 x 123 m erbaut. Von einem Erdbeben im Jahr 1117 schwer zerstört sind die Umfänge heute 138 x 109 m. 45 Stufenränge mit 45 Zentimeter Höhe und Tiefe bieten 22.000 Besuchern Platz. Die Arena di Verona  – nach dem Kolosseum in Rom und der Arena von Capua – das drittgrößte der erhaltenen antiken Amphitheater.

 Arena di Verona,pubblico e candeline_foto Ennevi, Courtesy of Fondazione Arena di Verona Arena di Verona,pubblico_foto Ennevi, Courtesy of Fondazione Arena di Verona Arena di Verona,pubblico_foto Ennevi, Courtesy of Fondazione Arena di Verona

Seit 1913,  dem 100sten Geburtstag des populären italienischen Komponisten von Giuseppe Verdi, finden in der Arena di Verona die über zwei Monate dauernden Opernfestspiele statt. Mit 50 Vorstellungen und weit über 600.000 Theaterbesuchern jährlich sind diese Festspiele das größte Opernereignis der Welt und bedeutender Wirtschaftsfaktor der Region. Verona feiert seit fast hundert  Jahren sein Opernfestival `mitten im Volk´. Vergleich: Nach Bayreuth zieht es jedes Jahr neben Kanzlerin und Ministern nur 55.000 Besucher. Die Festspiele Bayreuth, 35 Jahre älter als jene in Verona aber mit ähnlichem Kultstatus, feiert nicht `mitten im Volk´, es zelebriert mit seiner `Gemeinde der Gläubigen´.

 Arena di Verona,pubblico_foto Ennevi, Courtesy of Fondazione Arena di Verona Arena di Verona,pubblico_foto Fai, Courtesy of Fondazione Arena di Verona

Die 89. Opernfestspiele, vom 17. Juni bis 3. September 2011, zeigen die Opern: La Traviata, Aida, Der Barbier von Sevilla, Romeo und Julia, La Bohème und Italiens großartige “Nationaloper” Nabucco. Nabucco, Inbegriff einer Freiheitsoper, ist das frühe Meisterwerk des jungen und doch von beruflichen und persönlichen Krisen schwer gezeichneten Giuseppe Verdi. In nur drei Monaten komponierte er seinen Nabucco und schuf darin das Lied der Italiener von gestern und heute: Va, pensiero, sull´ali dorate (zieht, Gedanken, auf goldenen Flügeln), dessen Wiederholung anno 1842 das Premierenpublikum an dem Mailänder Teatro alla Scala lautstark einforderte.

Verona, Nabucco, Foto Ennevi Verona, Nabucco, Chor der Gefangenen, Foto Ennevi,Courtesy of Fondazione Arena di Verona Verona, Nabucco, Explodierender Turm zu Babel, Foto Ennevi

10 Nabucco – Inszenierungen gab es bisher in der Arena di Verona. Die Nabucco - Inszenierung des Jahres 2011 hatte ihre Premiere in 1991, von Gianfranco de Bosio entwickelt. de Bosio gestaltet mit Bühnenbildner Rinaldo Olivieri diesen Nabucco entlang der Konflikte zwischen dem monotheistischen jüdischen Glauben, der Kultur des Geistes, des Einzelnen einerseits und andererseits dem Polytheismus und dessen Kultur der Göttervielfalt, in der das Recht des Stärkeren dominiert. Diesen Dualismus zentriert de Bosio um einen spektakulär von Akt zu Akt bis an den Arena-Rand wachsenden und zum Ende, nach de Bosio, “durch die Kraft des Geistes” explodierenden “Turmbau zu Babel”: Wie im Libretto von Temistocle Solera geschrieben. Der “Turm zu Babel” als Ikone für kulturelle und religiöse Konflikte zwischen Babylon und Jerusalem. Auf der Bühne, zu “Füßen” des “Turm zu Babel”, symbolisieren einheitlich hohe, unterschiedlich gezeichnete Quader die Königsschlösser in Babylon oder Jerusalem. Dazu eine klare Zeichnung der handelnden Charaktere, schlüssige Personenführung. Chor, Gefangene, Statisten in prächtigen Kleidern und klassischen Accecoires. Kein Rampentheater. Ein packend werktreuer Bühnen-Realismus, im Ambiente der antiken Arena di Verona besonders atemberaubend.

Arena di Verona, Nabucco 2011, Foto Ennevi Verona, Nabucco, Foto Ennevi Verona, Nabucco 2011, Chor der Gefangenen, Foto Envini, Courtesy of Fondazione Arena di Verona

Nicht nur Bühnbild und Regie, auch Dirigat, Orchester, Solisten und Chor überzeugen an diesem Abend: Dirigent Julian Kovatchev ließ durchgängig keinen Zweifel an seiner Verdi-Kompetenz aufkommen, dramatische Wahrhaftigkeit und die Ästhetik des Belcanto werden durch kluge Tempodramaturgie und viel Sinn für  melodische Feinheiten des Werks wunderbar verschmolzen. Und dazu wird wunderbar gesungen: Leonardo Lopez Linares beweist sich in der Titelpartie des Nabucco mit kultiviertem Verdi-Gesang und Dynamik und Kraft für Stretta-Teile,  Lucrezia Garcia´s farbenreicher und sicherer dramatischer Sopran kommt in der großen Partie der Abigaille in der Arena die Verona besonders stark zur Geltung. Aber auch Vitalij Kowaljow überzeugt bassgewaltig als  Zaccharia. Lediglich Enrique Ferrer als Ismaele und Eufemia Tufano als Fenena  sangen zuverlässig  aber nicht mit der in Verona notwendigen Strahlkraft. Höhepunkt des Abends sind die Vokalkultur, Regie und Durchschlagskraft des großartigen, 200 Personen umfassenden Chores. Und das nicht nur im – natürlich da capo gegebenen – Gefangenenchor. Auf monumentaler Bühne, mit facettenreicher großer Klangkultur,  in wechselnden Kostümen und  szenisch fließenden Positionen glaubt man einen Chor zu erleben, um den herum eine Oper geschrieben wurde.

Arena di Verona,pubblico_foto Ennevi, Courtesy of Fondazione Arena di Verona

Fast unnötig festzustellen, daß die in lauer Sommernacht um 1 Uhr morgens endende Vorstellung von frenetischen Jubelstürmen der fast 15.000 Besucher begleitet wurde. Verona und Verdi: Wie für einander geschaffen.

IOCO / Viktor Jarosch / 29.08.2011

Verona, Arena di Verona Nabucco 1. 9.2011

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Arena di Verona

NABUCCO

von Giuseppe Verdi

9 (Primäre), 15, 20, 23, 27 Juli – 21.15 Uhr
5, 12, 21, 25 August – 21.00 Uhr
1 September – 21.00 Uhr

Die vierte Veranstaltung auf dem Kalender der Arena di Verona ist Nabucco von Giuseppe Verdi, in seiner historischen Inszenierung, mit der Bühnengestaltung des Veroneser Architekten Rinaldo Olivieri aus dem Jahre 1991.
Die Orchesterleitung wurde Maestro Julian Kovatchev, die Regie Gianfranco de Bosio anvertraut. Für die Oper kommen das Orchester, der Chor und die Techniker der Arena von Verona gemeinsam mit zahlreichen Komparsen zum Einsatz.
Nabucco kehrt auf die Bühne der Arena zurück, die so aufgebaut ist, wie damals 1991 unter der Leitung von Rinaldo Olivieri. Das Drama dreht sich um einen Brennpunkt: ein riesiger Turm von Babel, der von einem Akt zum anderen wächst, bis er zum Schluss explodiert, so wie im Libretto von Temistocle Solera beschrieben. Eine Ikone, die für den Zwist zwischen Babylon und Jerusalem steht, wo durch die Regieführung von Gianfranco de Bosio die Dynamik des jüdischen Volks, die auf die Feierlichkeit der Babyloneser trifft, hervorgehoben wird; es geht um den Kontrast zwischen unterschiedlichen Kulturen und Religionen, die schließlich am Höhepunkt der Verständnislosigkeit eine gemeinsame Sprache finden, mit der sie zur Harmonie der Pluralität zurückfinden. Das Happy End von Nabucco spiegelt gezwungenermaßen die Ideen des Risorgimento wieder, die den italienischen Patrioten eigen waren und die sie zur Hymne der nationalen Erlösung machten.
Nabucco ist das Meisterwerk eines jungen Giuseppe Verdi, der noch nicht dreißig Jahre alt war und nach einer schweren Krise, verursacht durch den Tod seiner Frau und seiner beiden Kinder und dem Fiasko von Un giorno di regno (König für einen Tag) das erste Mal wieder eine Oper komponierte. Aber das Libretto von Solera, in dem die Klagen des unterdrückten Volkes betont werden, was ihn in die historische Situation seines eigenen Volkes versetzt, führt Verdi dazu, in nur drei Monaten die Partitur zu schreiben und das zu komponieren, was das Lied der Italiener von gestern und heute sein wird: der Chor von Va’ pensiero, der schon bei der Primäre am 9. März 1843 an der Mailänder Skala auf Wunsch des Publikums wiederholt wurde.
Das Drama ist beim Publikum der Arena sehr beliebt, es war in Verona zum ersten Mal am 10. Januar 1844 im Philharmonika Theater aufgeführt worden, unter der Aufsicht von Verdi selbst, Carlo Sampietro war Dirigent und die beiden Hauptfiguren wurden von Filippo Collini und Giuseppina Strepponi gespielt.
Die weiblichen Rollen spielen Dimitra Theodossiou (am 9., 15. und 20. Juli und 5. August), Maria Billeri (23. Juli – 21. August – 1. September) und Lucrezia Garcia (am 27. Juli – 12. und 25. August) in der Gestalt der Abigaille, deren Rivalin Fenena hingegen wird von Andrea Ulbrich (am 9., 15., 20., 23. und 27. Juli – am 5. und 12. August) und von Eufemia Tufano (am 21., 25. August und 1. September) interpretiert.
In der Titelrolle spielen Ambrogio Maestri (9., 15. und 20. Juli), der von den Kritikern als einer der besten Verdi-Baritone seiner Generation beschrieben wird, Marco Vratogna (am 23. und 27. Juli und am 5. August) und Leonardo López Linares (12., 21., 25. August und 1. September). Neben ihnen treten die Debütanten in der Arena, Rubens Pelizzari (am 9., 15. und 20. Juli), Giancarlo Monsalve (am 23., 27. Juli und 5. August) und Enrique Ferrer (am 12., 21. und 25. August und am 1. September) als Ismaele auf, Zaccaria hingegen wird vom amerikanischen Bass Raymond Aceto (am 9., 15., 20. und 23. Juli) interpretiert, der sich mit Vitalij Kowaljow (am 27. Juli und am 5., 12., 21. und 25. August) und Francesco Ellero D’Artegna (1. September) abwechselt.
Nabucco in der Arena von Verona: 10 Bühnengestaltungen, die in 18 Festivals wieder aufgenommen wurden
1938 Bühnenbilder Pietro Aschieri
1956 Bühnenbilder Cesare Maria Cristini
1962 Bühnenbilder Attilio Colonnello
1971 Bühnenbilder Pino Casarini
1981 Bühnenbilder Luciano Minguzzi
1989 Bühnenbilder Vittorio Rossi
1991 Bühnenbilder Rinaldo Olivieri Wiederaufführungen: 1992, 1994, 1996, 1998, 2011
2000 Bühnenbilder Hugo De Ana, Wiederaufführung: 2001
2002 Bühnenbilder Graziano Gregori, Wiederaufführungen: 2003, 2005
2007 Bühnenbilder Denis Krief, Wiederaufführung: 2008

Für Informationen und Kartenbestellungen: Call center (+39) 045 8005151 und www.arena.it

 

Besetzung

9, 15, 20, 23, 27 Juli – 21.15 Uhr
5, 12, 21, 25 August – 21.00 Uhr
1 September – 21.00 Uhr

NABUCCO
von Giuseppe Verdi

Historische Ausgabe

Nabucco Ambrogio Maestri (9, 15, 20/7)
Marco Vratogna (23, 27/7 – 5/8)
Leonardo López Linares (12, 21, 25/8 – 1/9)

Ismaele Rubens Pelizzari (9, 15, 20/7)
Giancarlo Monsalve (23, 27/7 – 5/8)
Enrique Ferrer (12, 21, 25/8 – 1/9)

Zaccaria Raymond Aceto (9, 15, 20, 23/7)
Vitalij Kowaljow (27/7 – 5, 12, 21, 25/8)
Francesco Ellero D’Artegna (1/9)

Abigaille Dimitra Theodossiou (9, 15, 20/7 – 5/8)
Maria Billeri (23/7 – 21/8 – 1/9)
Lucrezia Garcia (27/7 – 12, 25/8)

Fenena Andrea Ulbrich (9, 15, 20, 23, 27/7 – 5, 12/8)
Eufemia Tufano (21, 25/8 – 1/9)

Gran Sacerdote di Belo Ziyan Atfeh (9, 15, 20, 23, 27/7)
Manrico Signorini (5, 12, 21, 25/8 – 1/9)

Abdallo Antonello Ceron (9, 15, 20, 23, 27/7)
Giorgio Trucco (5, 12, 21, 25/8 – 1/9)

Anna Maria Letizia Grosselli (9, 15/7 – 21, 25/8 – 1/9)
Elena Borin (20, 23, 27/7 – 5, 12/8)

Dirigent Julian Kovatchev
Regie Gianfranco de Bosio
Bühne Rinaldo Olivieri

ORCHESTER, CHOR UND TECHNIKER DER ARENA DI VERONA

Verona, Arena di Verona, 89. Opernfestspiele 17. Juni – 3. September 2011

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Arena di Verona

Eröffnungsvorstellung am 17. Juni 2011:

La Traviata  von Giuseppe Verdi

Arena di Verona 88. Festival 2010 Giuseppe Verdi Aida Arena di Verona 88. Festival 2010 Giuseppe Verdi Aida Arena di Verona 88. Festival 2010 Giuseppe Verdi Aida

17, 24.  Juni     - 21.15 Uhr
2, 12, 16, 21, 28.   Juli
- 09.15 Uhr
4, 11 August - 21.00 Uhr

Besetzung

Violetta Valery Ermonela Jaho (17, 24 / 6 – 2 / 7 bis 4, 8.11)
Lana Kos (7.12)
Inva Mula (16, 21, 28 / 7)
 
Flora Bervoix Chiara Fracasso (17, 24/6 – 2, 12, 16/7)
Cristina Melis (21, 28/7 – 4, 11/8)
 
Annina Natalya Kraevsky (17, 24/6 – 2, 12, 16/7)
Serena Gamberoni (21, 28/7 – 4, 11/8)
 
Alfredo Germont Francesco Demuro (17, 24/6 – 2, 12, 16/7)
Francesco Meli (21, 28/7 – 4, 11/8)
 
Giorgio Germont Vladimir Stoyanov (17, 24/6 – 2/7)
Gabriele Viviani (12, 16, 21, 28/7)
George Gagnidze (4, 11/8)
 
Gastone di Letorières Luca Casalin (17, 24/6 – 2, 12, 16/7)
Saverio Fiore (21, 28/7 – 4, 11/8)
 
Barone Douphol Nicolò Ceriani
(17, 24/6 – 2, 12, 16/7)
Gianpiero Ruggeri
(21, 28/7 – 4, 11/8)
 
Marchese d’Obigny Paolo Maria Orecchia
(17, 24/6 – 2, 12, 16/7)
Ziyan Atfeh
(21, 28/7- 4, 11/8)
 
Dottor Grenvil Gustáv Belá?ek
(17, 24/6 – 2, 12, 16/7)
Manrico Signorini
(21, 28/7 – 4, 11/8)
 
Giuseppe Gianluca Sorrentino
 
Domestico/Commissionario Manrico Signorini
(17, 24/6 – 2, 12, 16/7)
Victor Garcia Sierra
(21, 28/7 – 4, 11/8)
 
Conductor Carlo Rizzi
(17, 24/6 – 12, 16, 21,28/7 – 4, 11/8)
Julian Kovatchev
(2/7)
 
Director, Sets,CostumesandLighting Designer Hugo de Ana
 
Choreographer Leda Lojodice
 

Verona, Arena di Verona, 89. Opernfestspiele vom 17.6. – 3.9. 2011,

Arena di Verona 88. Festival 2010 Giuseppe Verdi Aida Arena di Verona 88. Festival 2010 Giuseppe Verdi Aida Arena di Verona 88. Festival 2010 Giuseppe Verdi Aida

89. Opernfestspiele 2011: Spielplan  17. Juni – 3.9.2011

LA TRAVIATA von Giuseppe Verdi
17., 24. Juni, 2., 12., 16., 21., 28. Juli, 4., 11. August 2011
Inhaltsangabe Interpreten Reservieren

AIDA von Giuseppe Verdi
18., 26., 30. Juni, 10., 13., 17., 19., 24., 26., 30. Juli, 7., 14., 28., 31. August, 2011, 3. September 2011
Inhaltsangabe Interpreten Reservieren

DER BARBIER VON SEVILLA von Gioacchino Rossini
25. Juni, 1., 8., 14., 22., 29. Juli 2011
Inhaltsangabe Interpreten Reservieren

NABUCCO von Giuseppe Verdi
9., 15., 20., 23., 27. Juli, 5., 12., 21., 25. August, 1. September 2011
Inhaltsangabe Interpreten Reservieren

LA BOHÈME von Giacomo Puccini
6., 13., 19., 26., 30. August, 2. September 2011
Inhaltsangabe Interpreten Reservieren

ROMÉO ET JULIETTE von Charles Gounod in französischer Sprache
20., 24., 27. August 2011
Inhaltsangabe Interpreten Reservieren

 

Änderungen des Programms vorbehalten. Beginn der Vorstellungen im Juni und Juli um 21.15 Uhr, im August um 21.00 Uhr. An rot markierten Terminen gibt es bei den Kategorien 4., 5., 6. und 7. Ermäßigungen.

Verona, Arena di Verona, 89. Opernfestspiele 17. Juni – 3. September 2011 / Aida ab 18.6.2011

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Arena di Verona

Aida

ab 18.6.2011

18, 26, 30.  Juni     - 21.15 Uhr
10, 13, 17, 19, 24, 26, 30.  Juli
- 09.15 Uhr
7, 14, 28, 31. August - 21.00 Uhr
3. September - 21.00 Uhr

Besetzung

Il Re Carlo Striuli (18/6 – 13, 17, 19, 24, 26, 30/
    7 – 7, 14, 28, 31/8 – 3/9)

Gustáv Belá?ek (26, 30/6 – 10/7)

Amneris Giovanna Casolla (18, 26, 30/6 – 7, 14/8)

Tichina Vaughn (19, 24, 26/7)

Dolora Zajick (28, 31/8 – 3/9)

Aida Micaela Carosi (18, 26, 30/6)
Amarilli Nizza (10, 19/7 – 7, 14, 28, 31/8 – 3/9)
Hui He (13, 17, 24, 26/7)
Lucrezia Garcia (30/7)

Radamès Fabio Armiliato (18, 26, 30/6)

Salvatore Licitra (10, 13, 17/7)

Carlo Ventre (19, 24, 26/7)

Walter Fraccaro (30/7 – 31/8 – 3/9)

Marcello Giordani (7, 14, 28/8)

Ramfis Giacomo Prestia (18/6 – 7, 14, 28, 31/8 – 3/9)
Carlo Striuli (26, 30/6 – 10/7)
Marco Spotti (13, 17, 19, 24, 26, 30/7)
Amonasro Alberto Gazale (18, 26, 30/6 – 10, 13/7)
Alberto Mastromarino (17, 19, 30/7 – 7/8)
Leonardo López Linares (24, 26/7)
Ambrogio Maestri (14, 28, 31/8 – 3/9)
Un messaggero Enzo Peroni (18, 26, 30/6 – 10, 13, 17/7)
Francesco Pittari (19, 24, 26, 30/7)
Angelo Casertano (7, 14, 28, 31/8 – 3/9)
Sacerdotessa Antonella Trevisan (18, 26, 30/6 – 10, 13, 17, 19, 24/7)
Giorgia Bertagni (26, 30/7 – 7, 14, 28, 31/8 – 3/9)
First guest lead dancer Myrna Kamara  
Conductor Daniel Oren  
Director Gianfranco de Bosio  
Choreographer Susanna Egri  
     

UCI Kino, Die Zauberflöte aus der Mailänder Scala 24.3.2011

Teatro alla Scala 

UCI Kinos

Mozarts spritzige komische Oper live aus der weltberühmten Mailänder Scala.

Am Donnerstag, den 24. März, um 20:00 Uhr, live und in brillanter Ton- und Bild-Qualität in ausgewählten UCI KINOWELTen auf der großen Leinwand.

“Ein Werk, aufzuführen bei den höchsten Feierlichkeiten, für die größten Herrscher, ” meinte Salieri zu “Die Zauberflöte”. Reines Wunschdenken, wo doch nur ein Volkstheater im städtischen Außenbezirk seine Türen für Mozarts Meisterstück, das in dessen letztem Lebensjahr entstand, geöffnet hatte.
Unter der märchenhaften Oberfläche verbirgt “Die Zauberflöte” die Geheimnisse eines Initiations-Rituals und einen vielschichtigen Plot, voller Allegorien, die die Vorstellungskraft des Zuschauers befeuern.

Auf ihrer musikalischen Reise begleiten die Zuschauer Dirigent Roland Böer, eine erstklassige Besetzung von Mozart-Interpreten und eine großartige Produktion von William Kentridge, der mit seiner Arbeit breit angelegten Zuspruch in ganz Europa für sich verbuchen kann. Und so heißt es am 24. März: “Wir wandeln durch des Tones Macht / Froh durch des Todes düstre Nacht”.

Das ist Oper mal ganz anders, der Besucher kann sich im Kinosessel bequem zurücklehnen und in perfekter HD-Technik Sternstunden der Musik genießen. Dank eindrucksvoller Aufnahmen ist man hautnah am Geschehen – ein unvergessliches Erlebnis!

Dirigent:
Roland Böer

Regisseur:
William Kentridge

Besetzung:
Samir Pirgu
Genia Kühmeier
Ailish Tynan
Alex Esposito
Albina Shagimuratova
Eintrittskarten sind für 25, – € (zzgl. Zuschläge) im Kino und unter www.UCI-KINOWELT.de erhältlich.

Tipp: ADAC-Mitglieder zahlen exklusiv nur 23, – € (zzgl. Zuschläge).

Die Oper wird in den folgenden UCI KINOWELTen gezeigt:

Am Lausitz Park (Cottbus), Dessau, Elbe Park (Dresden), Gera, Nova Eventis (Leipzig), Colosseum (Berlin), Potsdam, Othmarschen (Hamburg), Smart City (Hamburg), Mundsburg (Hamburg), Flensburg, Bad Oeynhausen, Ruhr Park (Bochum), Düsseldorf, Hürth Park, Paderborn, Kaiserslautern

Venedig, Gran Teatro La Fenice, Musiktheater ohnegleichen, IOCO Kritik, 23.10.2009


Kritik

Gran Teatro La Fenice

Musiktheater ohnegleichen

 Tosca Tosca Tosca

Teatro La Fenice Teatro La Fenice Teatro La Fenice

Teatro La Fenice Teatro La Fenice Teatro La Fenice

Der  Weg  zu unserer Tosca-Aufführung (siehe separate etwas knappe  Tosca-Rezension)  war weit:  Unser Ziel war Venedig und das vielleicht schönste Opernhaus der Welt, das einzigartige  Gran Teatro La Fenice:

Venedig empfing uns nicht wie Könige; Stau auf Autobahn und der Überfahrt nach Venedig. Das dortige Parkhaus hat eigene Gesetze: Aus Platzgründen dürfen Autos nicht verschlossen werden. Unser Hotel in einer verwinkelten Ecke des Stadtteils Dorsoduro (starker Rücken).  Auf dem Weg dorthin: Unzählige Touristen,  den Stadtplan Venedigs dechiffrierend;  dazwischen einige Einheimische,  auf der Flucht vor den  Scharen auskunftssuchender Touristen.

Die Fakten des insularen Venedigs ( nicht der Provinz Venetien) : 18 Inseln, 7 km² Fläche, 4 km vom Festland, 2 km vom Meer entfernt, 350 Brücken ( davon 3 über den Canale Grande ), 200.000 Einwohner und 20 Millionen Besucher im Jahr. Verkehrsmittel: Vaporetti ( Linienboote) , Wassertaxis, Gondeln. Eine Einzelfahrt auf dem Vaporetto kostet inzwischen € 6.50, eine Tageskarte € 16. Wirklich empfehlenswert jedoch ist gutes Schuhwerk.  Man erläuft sich Venedig. Meine unter Hohngelächter kürzlich erworbenen Crocs  bestanden ihre Feuertaufe überraschend mit summa cum laude. Fußmärsche und Warten in Touristenschlangen bestimmen den Lebensalltag in Venedig. Auffällig, wenn in den Kanälen unvermittelt Rudel von vier bis sechs Gondeln auftauchten: Jedes bis zum Sinken überladen mit lachenden, knipsenden, zwitschernden Asiaten. Und von der ersten Gondel tönt schrill die unvermeidbare Canzone. Nicht gesungen, sondern aus einem schrägen Recorder.

Seit Jahrhunderten wirken die vielen Häuser und Paläste Venedigs  dem sicheren Untergang geweiht.  Markusplatz unter Wasser, das Wasser in den Kanälen verdächtig trübe. Die  auf dem Markusplatz residierenden Tauben:  Man  sollte sie meiden. Die zahllosen Touristen  kümmerts  nicht. Die  ansässigen  Einwohner schon eher. Sie wandern ab. Die Einwohnerzahl Venedigs sankt von 367.000 in 1971 auf 220.000  in 2007.  Und  sie sinkt weiter, mit ca 1%  pro Jahr.  Auch der Anteil der  über 65jährigen in Venedig ist  überproportional hoch.  Aber: Jeder Trend bricht einmal. Warten wir also: Venedig, die Stadt Vivaldis und Wagners wird mit Sicherheit wieder wachsen.

Nun das Gran Teatro La Fenice.  Erstes Opernhaus Venedigs war das direkt am Canale Grande   gelegene  Teatro Sant´Angelo, erbaut 1676, mit Antonio  Vivaldo  ab  1726  als  Direktor.  Nachdem das  Sant´Angelo  1773  abbrannte  wurde an anderer Stelle 1792 das heutige Gran  Teatro La Fenice  (Fenice = Phönix – Der Sonnenvogel; als  Zeichen der Wiedergeburt)  neu erbaut.  Seinerzeit größtes Musiktheater in Italien fasst  der Theaterneubau  heute für Opernaufführungen 1.022 Sitzplätze, davon nur 326 im Parkett und 696 Plätze in den fünf Rängen des Hauses.  Bühnenöffnung 11 x 13 Meter, Hauptbühne 511 m². Der Theaterraum des La Fenice  verschlägt jedoch den Atem:  Wände und Decken in Gold, Bestuhlung in Rot gehalten. Fünf Ränge, alle in Logen aufgeteilt, in sanftes, pastellfarbenes Blaugrün getaucht, mit bequemen wie beweglichen Stühlen; dreiarmige Leuchter außen an jeder Loge; an der Decke des Theatersaales ein riesiger Lüster aus vergoldetem Messing. Hauptmotiv des Saalschmucks, welcher die Außenseiten der Ränge und den Deckenrand prägt, ist die Papier maché Darstellung eines großen Waldes aus Arkantusblättern; mit 24-karätigem Blattgold ausgeführt und nach althergebrachter Technik mit Achat poliert. Zusätzlich schmücken auf die Außenseiten der Ränge Malereien von Amor-Figuren mit Musikinstrumenten oder beim Spiel. Dazu sind auf dem ersten Rang Poeten und klassische Philosophen abgebildet, auf dem zweiten sechs Allegorien der Geschichte usw. Der Bühnenvorhang besteht aus nichtbrennbarem dunkelgrünen Samt mit einem Dekor von 1.100 Blumen aus vergoldetem Leder. Die auffällige Kaiser-/ Königsloge erstreckt sich über zwei Ränge oberhalb des Mitteleinganges zum Parkett und hat eine bewegte `Dekorationsgeschichte´. Napoleon, Österreich, die italienische Königsfamilie und zuletzt, 1946, die Republik Italien bestanden jeweils auf eigener, höchst aufwendiger Gestaltung dieser Loge: Wappen, Putten, Gemälde und der Marciana-Löwe von Venedig sind Zeuge des geschichtlichen Wandels. Und so erscheint der Theatersaal des Gran Teatro als Gold, Bordeaux und Arkantus kontemplierende Prachtfülle, beschienen von sanftem Beige seiner 2.000 Leuchter. Lassen Sie sich zusätzlich einfangen durch den Charme der Bilder des Gran Teatro La Fenice!

Diese Eindrücke allein lohnten  die  Reise. Die kommende Tosca-Aufführung wandelten sie zu einem unvergesslichem Event.

IOCO  /Viktor Jarosch /23.10.2009

Venedig, Teatro La Fenice, LA TRAVIATA di Giuseppe Verdi 05.9.2010

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Teatro La Fenice

Presseinformation

LA TRAVIATA di Giuseppe Verdi

Venue: Teatro La Fenice
Director: Myung-Whun Chung – Stefano Rabaglia
Performance type: STAGIONE LIRICA E BALLETTO 2010

La traviata
Melodramma in tre atti
Libretto di Francesco Maria Piave

dal dramma La dame aux camélias di Alexandre Dumas figlio musica di Giuseppe Verdi prima rappresentazione assoluta: Venezia, Teatro La Fenice, 6 marzo 1853 versione 1854

personaggi e interpreti principali

Violetta Patrizia Ciofi 5, 8, 11/9 / Ekaterina Sadovnikova 10, 12, 19, 26/9 / Gladys Rossi 18/9, 3/10
Alfredo Germont Stefano Secco 5, 8, 10, 12, 19/9 / Roberto De Biasio 11, 18, 26/9, 3/10
Giorgio Germont Giovanni Meoni 5, 8, 10, 12, 19/9 / Davide Damiani 11, 18, 26/9, 3/10
Flora Bervoix Rebeka Lokar
Annina Sabrina Vianello
Gastone Iorio Zennaro
Barone Douphol Elia Fabbian
Marchese d’Obigny Armando Gabba
Dottor Grenvil Luca Dall’Amico
Giuseppe Cosimo D’Adamo (5, 8, 10, 12, 19/9) – Ferruccio Basei (11, 18, 26/9, 3/10)
Un domestico di Flora Nicola Nalesso (5, 8, 10, 12, 19/9) – Giampaolo Baldin (11, 18, 26/9, 3/10)
Un commissionario Claudio Zancope?(5, 8, 10, 12, 19/9) – Emanuele Pedrini (11, 18, 26/9, 3/10)

maestro concertatore e direttore Myung-Whun Chung (5, 8,10, 11, 12, 18, 19/9) / Stefano Rabaglia (26/9, 3/10)
Orchestra e Coro del Teatro La Fenice
maestro del Coro Claudio Marino Moretti

regia Robert Carsen
scene e costumi Patrick Kinmonth
coreografia Philippe Giraudeau
Christophe Gayral
light designer Robert Carsen e Peter Van Praet

con sopratitoli
allestimento Fondazione Teatro La Fenice

Concerts Dates

05/09/2010 ore 19.00 fuori abbonamento

08/09/2010 ore 19.00 fuori abbonamento
10/09/2010 Ore 19.00 fuori abbonamento
11/09/2010 Ore 15.30 fuori abbonamento
12/09/2010 Ore 15.30 fuori abbonamento
18/09/2010 Ore 15.30 fuori abbonamento
19/09/2010 Ore 15.30 fuori abbonamento
26/09/2010 ore 15.30 fuori abbonamento
03/10/2010 ore 15.30 fuori abbonamento

Rom, Terme di Caracalla, Rigoletto erste Vorstellung 28.7.2010

 rom.png

Teatro dell´Opera di Roma

Terme di Caracalla

Rigoletto

Terme di Caracalla

Musica diGiuseppe Verdi

Melodramma in tre atti
Libretto Francesco Maria Piave, tratto dal dramma Le roi s’amuse di Victor Hugo

first performance Wednesday 28 July 2010 at 21.00

Other Performances

Thursday, 29 Julyat 21.00
Saturday, 31 Julyat 21.00
Wednesday, 4 Augustat 21.00
Friday, 6 Augustat 21.00
Saturday, 7 Augustat 21.00
Sunday, 8 Augustat 21.00
Maestro concertatore e Direttore Donato Renzetti
Maestro del Coro Andrea Giorgi
Regia Lamberto Puggelli
Scene e costumi Maurizio Varamo
Disegno luci Bruno Ciulli
Rigoletto Vladimir Stoyanov (28, 31, 4, 6, 8) /

Stefano Antonucci (29, 7)
Il Duca di Mantova Celso Albelo (28, 31, 6, 8) /

Valter Borin (29, 7) /

Jean-François Borras (4)
Gilda Jessica Pratt (28, 31, 6, 8) /

Ekaterina Sadovnikova (29, 4, 7)
Sparafucile Riccardo Zanellato (28, 31, 6, 8) /

Mikhail Ryssov (29, 4, 7)
Maddalena Renata Lamanda
Giovanna Tiziana Tramonti
Il Conte di Monterone Riccardo Ferrari
Marullo Gianpiero Ruggeri
Matteo Borsa Pietro Picone

ORCHESTRA E CORO DEL TEATRO DELL’OPERA

Nuovo allestimento

Rom, Terme di Caracalla, Aida nächste Vorstellung 30.7.2010

 rom.png

Teatro dell´Opera di Roma

Terme di Caracalla

Aida

Terme di Caracalla

Musica di Giuseppe Verdi

Opera in quattro atti
Libretto di Antonio Ghislanzoni

first performance Thursday 15 July 2010 at 21.00 others performance dates
Friday, 16 Julyat 21.00
Saturday, 17 Julyat 21.00
Friday, 23 Julyat 21.00
Saturday, 24 Julyat 21.00
Friday, 30 Julyat 21.00
Sunday, 1 Augustat 21.00
Tuesday, 3 Augustat 21.00
Thursday, 5 Augustat 21.00
Maestro concertatore e Direttore Daniel Oren
Maestro del Coro Andrea Giorgi
Regia Maurizio Di Mattia
Scene Andrea Miglio
Costumi Anna Biagiotti
Coreografia Amedeo Amodio
Disegno luci Patrizio Maggi
Aida Micaela Carosi (15, 17, 23, 30) /

Raffaella Angeletti (16, 24, 1) /

Amarilli Nizza (3, 5)
Amneris Giovanna Casolla (15, 17, 23, 30, 3) /

Tichina Vaughn (16, 24, 1, 5)
Radames Walter Fraccaro (15, 17, 23, 5) /

Piero Giuliacci (16, 1) /

Carlo Ventre (24, 3) /

Salvatore Licitra (30)
Amonasro Sergej Murzaev (15, 16, 17, 23, 1) /

Devid Cecconi (24)
Alberto Mastromarino (30, 3, 5)
Ramfis Marco Spotti (15, 16, 17, 23, 24) /

Carlo Striuli (30, 1, 3, 5)
Il Re Carlo Striuli (15, 16, 17, 23, 24) /

Marco Spotti (30, 1, 3, 5)
Un messaggero Angelo Casertano
Una sacerdotessa Nicoletta Curiel

ORCHESTRA, CORO E CORPO DI BALLO DEL TEATRO DELL’OPERA

Allestimento del Teatro dell’Opera