Paris, Friedhof Montmartre: Heine – Offenbach – Berlioz, IOCO Aktuell

Juli 20, 2013  
Veröffentlicht unter IOCO Aktuell, Paris


Aktuell

 Paris / Blick auf Paris von Sacre Coeur © IOCO

Paris / Blick auf Paris von Sacre Coeur © IOCO

Paris – Cimetière de Montmartre

Letzte Ruhestätte von Heinrich Heine

Die vier großen Friedhöfe von Paris entstanden zu Beginn des 19. Jahrhunderts: Der Cimetière de Montmartre im Norden von Paris, Père Lachaise im Osten, Montparnasse im Süden, Passy Rive droite im Zentrum. Die Friedhöfe von Paris sind keine touristische Attraktion aber sichtbares Zeichen der großen Anziehungskraft, welches die Stadt seit jeher auf Künstler aus allen Ländern Europa ausübt.

 Paris / Place de Tertre Montmartre © IOCO

Paris / Place de Tertre Montmartre © IOCO

Bis zum Beginn des 19. Jh. waren   Bestattungen auf „Kirchhöfen“ innerhalb der Stadtgrenzen üblich. Napoleon hatte die Zuständigkeit für Beerdigungen dann von der Kirche auf den Staat übertragen. Der Cimetière de Passy „überlebte“ als als einziger innerstädtischer Friedhof, nahe der Champs-Élysées, nahe vornehmer Wohnviertel des Rive droite.  Père Lachaise, benannt nach dem Beichtvater von Ludwig XIV., ist mit 450.000 m², 70.000 Grabstätten und parkähnlicher Anlage der mit Abstand der größte wie beeindruckendste Friedhof von Paris.

 Paris / Kathedrale von Sacre Coeur © IOCO

Paris / Kathedrale von Sacre Coeur © IOCO

Der Cimetière de Montmartre ist mit 110.000 m² und 20.000 Grabstätten deutlich kleiner als der spektakuläre Parkfriedhof Père Lachaise. 1825 in einem Gipssteinbruch des ehemaligen Quartier Montmartre reizvoll verwinkelt angelegt, mit architektonisch hinreißenden Grabmälern wie altem Baumbestand, liegt der Friedhof heute im Herz von Montmartre; unweit des Place du Tertre, Zentrum des Künstlerviertels,und der spektakulären Basilika Sacre Coeur. Auch zum weltberühmten, aber etwas in die Jahre gekommenen Varieté Moulin Rouge sind es gerade mal 500 Meter. Wegen des besonderen Flairs nennen viele Pariser den Cimetière de Montmartre auch liebevoll Kleines Père-Lachaise. Nur findet man den Eingang des Friedhofs nicht so leicht: Er liegt etwas versteckt am Ende einer stillen Seitengasse, der Avenue Rachel Nr. 20. Die belebte Rue Caulaincourt verläuft direkt über dem Friedhofseingang und bietet einen weitgehend ungestörten Blick auf die Friedhofsanlage.

 Paris / Grab von Heinrich Heine Montmartre © IOCO

Paris / Grab von Heinrich Heine Montmartre © IOCO

 Viele berühmte Persönlichkeiten fanden auf dem Cimetière de Montmartre mit auffälligen Grabmälern ihre letzte Ruhestätte. Doch selbst große Popularität hält den Verfall vieler Gräber nicht auf. Sehr gut erhalten dagegen ist das erst 1901 errichtete Grabmal von Heinrich Heine, des Lyrikers, Essayisten, Erzählers und, für viele, des letzten Dichters der Romantik. Heines Ehefrau, die Schuhverkäuferin Augustine Crescence Mirat, Heine nannte sie Mathilde, teilt mit ihm das Grab. Mathilde fand nach ihrem Tod in 1883 auf auf ausdrücklichen Wunsch Heines ihre letzte Ruhe in derselben Grabstätte. Das Grabmal ziert eine gut erhaltene Marmorbüste mit dem Kopf Heines; in den Sockel ist das Gedicht Wo?eingemeißelt. IOCO   wie  viele andere Grabbesucher, grüßen den großen deutschen Dichter mit einem kleinen, auf dem Sockel abgelegten Stein.


 Paris / Grabmal Heinrich Heine © IOCO

Paris / Grabmal Heinrich Heine © IOCO

 Paris / Gedicht auf Grabstätte von Heinrich Heine © IOCO

Paris / Gedicht auf Grabstätte von Heinrich Heine © IOCO

 Paris / Blick auf den Cimetière Montmartre © IOCO

Paris / Blick auf den Cimetière Montmartre © IOCO

 Paris / Montmartre_Die Kameliendame © IOCO

Paris / Montmartre_Die Kameliendame © IOCO

Berühmtheiten auf dem Cimetière Montmartre:   Adolphe Adam, André Ampère, Hector Berlioz, Jean-Claude Brialy, Henri Georges Clouzot, Dalida, Alphonsine Plessis, Die Kameliendame, Edgar Degas, Léo Delibes, Alexandre Dumas, Théophile Gaultier, Jacques und Ludovic Halevy , Henry Meilhac, Henri Murger, Jacques Offenbach, Adolphe Sax, Francois Truffaut, Emile Zola …….
 Paris / Grabmal Jacques Offenbach © IOCO

Paris / Grabmal Jacques Offenbach © IOCO

 Paris / Grabmal _Hector Berlioz © IOCO

Paris / Grabmal _Hector Berlioz © IOCO

 Paris / Grabmal Jacques und Ludovic Halévy © IOCO

Paris / Grabmal Jacques und Ludovic Halévy © IOCO

 Paris / Grabmal Leo Delibes Grabmal © IOCO

Paris / Grabmal Leo Delibes Grabmal © IOCO

 Paris / Grabmal Henri Meilhac © IOCO

Paris / Grabmal Henri Meilhac © IOCO

 Paris / Grabmal Émile Zola © IOCO

Paris / Grabmal Émile Zola © IOCO

 Paris / Grabmal Henry Murger © IOCO

Paris / Grab Henry Murger © IOCO

 

 

Der Cimetière de Montmartre, ein Friedhof, der sanfte Besinnlichkeit vermittelt:

„Und als wir kamen zu deinem Grab,
Da stieg der Mond
vom Himmel herab.
Er hielt eine Rede. Ein Schluchzen und  Stöhnen,
Und in der Ferne die Glocken  tönen.“  Heinrich  Heine

IOCO / Viktor Jarosch /  03.2016

Paris, Père Lachaise, Pariser Kultfriedhof mit morbidem Charme, IOCO Aktuell,

November 27, 2011  
Veröffentlicht unter IOCO Aktuell, Paris

Theater de la Ville, Paris © Pline

Theater de la Ville, Paris © Pline


Aktuell

  Pére Lachaise in Paris

Der schönste Parkfriedhof der Welt

Frederic Chopin, Oscar Wilde, Ludwig Börne, Georges Bizet, Vincenzo Bellini, Maria Callas, Molière …. Heinrich Heine liegt auf dem Friedhof Montmartre

Paris hat vier große Friedhöfe: Montmartre im Norden, Père Lachaise im Osten, Montparnasse im Süden sowie Passy, Rive droite, im Zentrum der Stadt. Diese vier Friedhöfe, errichtet zu Beginn des 19. Jahrhunderts,  ersetzten die bis dahin übliche Bestattungen auf „Kirchhöfen“ innerhalb der Stadtgrenzen. Napoleon hatte die Zuständigkeit für Beerdigungen von der Kirche auf den Staat übertragen. Der Cimetière de Passy „überlebte“ als damals als einziger innerstädtischer Friedhof. Nahe der Champs-Élysées, nahe vornehmer Wohnviertel des Rive droite.

Paris, Pere Lachaise, Colette, Kultschriftstellerin der frühen femininen Befreiung © IOCO

Paris, Pere Lachaise, Colette, Kultschriftstellerin der frühen femininen Befreiung © IOCO

Eugene Delacroix, Pere Lachaise © IOCO

Eugene Delacroix, Pere Lachaise © IOCO

Paris, Père Lachaise und seine verfallenden Gräber, ein Stimmungsbild © IOCO

Paris, Père Lachaise und seine verfallenden Gräber, ein Stimmungsbild © IOCO

  

Von Kaiser Napoleon Bonaparte bestellt entwarf Architekt Alexandre-Théodore Brongniart den Friedhof Père Lachaise. Mit 450.000m²  und 70.000 Grabstätten größter Friedhof von Paris wurde Père Lachaise englischen Parklandschaften nachempfunden: Skulpturen, parkähnlich geschwungene Wegeführung, Bepflanzung mit Bäumen und Büschen, Denkmäler. Benannt wurde der Friedhof nach dem Jesuitenpriester Francois de la Chaise, ehemals auch Beichtvater von Ludwig XIV.  Auf  hügeligem Gelände und kurvig verwinkelten Wegen verteilen sich die Gräber unübersichtlich, ungeordnet wirkend in der Landschaft. Wenige Grabstätten sind liebevoll gepflegt. Die meisten prägen den Eindruck einer morbiden, verfallenden Künstlerwelt, wie auch das Doppelgrab der großen französischen Dichter Molière und La Fontaine (Bild unten). Eröffnet wurde der Friedhof Père Lachaise am 21. Mai 1804.

Welch ein Gegensatz zu dem größeren und im Vergleich zu Père Lachaise geordnet, fast herrschaftlich wirkendem Wiener Zentralfriedhof mit 3 Millionen Bestatteten und  zahllosen Künstlergrößen, von Qualtinger bis Strauss.

Georges Bezet, Pere Lachaise © IOCO

Georges Bizet, Pere Lachaise © IOCO

Ludwig Börne, Pere Lachaise Paris © IOCO

Ludwig Börne, Pere Lachaise Paris © IOCO

Frederic Chopin, Pere Lachaise Paris © IOCO

Frederic Chopin, Pere Lachaise Paris © IOCO

   

Große Namen aus Kunst, Wirtschaft und Politik findet man auch auf anderen Pariser Friedhöfen:

Cimetière Montparnasse:  César Franck, Charles Baudelaire, Jean Paul Sartre…..          
Cimetière Montmartre:       Heinrich Heine, Jacques Offenbach, Hector Berlioz, Léo Delibes………..
–  Cimetière Passy:                 Claude Debussy, Édouard Manet, Fernandel

Und doch hat sich Père Lachaise zum Kultfriedhof der Pariser Friedhöfe entwickelt, zu dem viele Touristen aus aller Welt pilgern. Hügelig, unübersichtlich, versteckte Wege. Einen „Ehrenbereich für Künstler“ wie auf dem Wiener Zentralfriedhof  bietet Père Lachaise nicht. Man genießt einen schönen, aus der Ruhe gekorenen Blick über das hektische Paris, verweilt an alten Bäumen, bewundert zahllose individuelle Mausoleen. Gioacchino Rossini und seine Grabstätte „begrüßen uns“ in der Nähe des Friedhofseinganges. Die Gräber von Honoré de Balsac, Pierre Beaumarchais, Vincenzo Bellini, Marcel Proust, Maria Callas, Jean-Baptiste Molière…. muß man suchen.  Colette, mit vollem Namen Sidonie-Gabrielle Colette war unser Überrschungsfund  auf Père Lachaise. Mit unterhaltsamen  Claudine – Romanen schaffte sie sich eine große, weibliche Fangemeinde. Ihr Buch Gigi schaffte es mit Leslie Caron und Maurice Chevalier auch auf die Leinwand. IOCO / Viktor Jarosch / 2013

 

Paris, Opera National de Paris, Siegfried von Richard Wagner, am 1.3.2011

Februar 23, 2011  
Veröffentlicht unter Opera National de Paris, Pressemeldung

opera_paris.png
Opera National de Paris 

Presseinformation 

Siegfried von Richard Wagner, am  1.3.2011

mit Torsten Kerl als Siegfried

Philippe Jordan Direction musicale
Günter Krämer Mise en scène
Jürgen Bäckmann Décors
Falk Bauer Costumes
Diego Leetz Lumières
Otto Pichler Mouvements chorégraphiques

Torsten Kerl Siegfried
Wolfgang Ablinger-Sperrhacke Mime
Juha Uusitalo Der Wanderer
Peter Sidhom Alberich
Stephen Milling Fafner
Qiu Lin Zhang Erda
Elena Tsallagova Waldvogel
Katarina Dalayman Brünnhilde
Orchestre de l’Opéra national de Paris

Paris, Opera National de Paris. Roberto Alagna FRANCESCA DA RIMINI 27.1.2011

Januar 17, 2011  
Veröffentlicht unter Opera National de Paris, Pressemeldung

opera_paris.png
Opera National de Paris 

Presseinformation 

FRANCESCA DA RIMINI

MUSIC BY RICCARDO ZANDONAI (1883-1944) LIBRETTO BY TITO RICORDI AFTER THE TRAGEDY OF THE SAME NAME BY GABRIELE D’ANNUNZIO

With its sensual and passionate lyricism, Francesca da Rimini is one of the major works of the early 20th century, unjustly overlooked in France. Roberto Alagna makes his return to Paris Opera alongside Svetla Vassilieva.
Daniel Oren Conductor
Giancarlo Del Monaco Stage director
Carlo Centolavigna Sets
Maria Filippi Costumes
Hans Rudolf Kunz Lighting
Patrick Marie Aubert Chorus master
Svetla Vassilieva / Rachele Stanisci (21 Febr.) Francesca
Louise Callinan Samaritana
Wojtek Smilek Ostasio
George Gagnidze Giovanni Lo Sciancato
Roberto Alagna / Zwetan Michailov (21 Febr.) Paolo Il Bello
William Joyner Malatestino dall’Occhio
Grazia Lee Biancofiore
Manuela Bisceglie Garsenda
Andrea Hill Altichiara
Carol Garcia Adonella
Cornelia Oncioiu La Schiava
Alexandre Kravets Ser Toldo Berardengo
Yuri Kissin Il Giullare
Alexandre Duhamel Il Torrigiano
Paris Opera Orchestra and Chorus

Riccardo Zandonai (1883-1944) is an unusual figure in musical history. Born in the southern Tyrol, he studied with Mascagni at Pesaro. On the fringe of verismo, this most Wagnerian of Italian composers was both heir to the great Verdi tradition and a passionate admirer of Debussy and Richard Strauss. It makes him the most representative musical figure of the Art Nouveau movement in Italy, the „Liberty style“ of which Segantini was the painter and D’Annunzio the poet. And it was D’Annunzio who offered Zandonai the libretto for his masterpiece, Francesca da Rimini, a flamboyant tragedy written for Eleanora Duse. As with Puccini’s Triptych, a few lines from Dante relating Francesca’s tragic love for the brother of her husband-to-be suffice to provide the thread from which the imagination spins its tale. Borne by an exalted and sublime lyricism of incomparable refinement and sensuality, Francesca da Rimini is one of the major works of the early 20th century, unjustly overlooked in France. Alongside Svetla Vassilieva, Roberto Alagna makes his return to Paris Opera in the role of Paolo Il Bello.

Nächste Seite »