Würzburg, Mainfranken Theater, Premiere BALLETT Ein Sommernachtstraum, 26.05.2012

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Mainfrankentheater Würzburg

BALLETT
„Ein Sommernachtstraum“

nach William Shakespeare
Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy
In Kooperation mit dem Badischen Staatstheater Karlsruhe

Premiere: 26. Mai 2012 | 19.30 Uhr | Mainfranken Theater Würzburg, Großes Haus

Die Vorlage für das Handlungsballett „Ein Sommernachtstraum“ bildet William Shakespeares geniale Parabel über die Verirrungen der Liebe, ein Ver- und Entwirrspiel menschlicher Extremzustände. Das Ballett entführt in das fantastische Reich der Elfen, Geister, Kobolde und Hexen, in den Wald von Athen. Nach einem Streit mit seiner Elfenkönigin Titania schwört Elfenkönig Oberon Rache. Er schickt seine Diener Puck und Robin ein Zaubermittel zu ersinnen, welches bewirkt, dass sich Titania bei Erwachen in das nächstbeste Geschöpf verliebt, das ihr zu Gesicht kommt.

In der Nähe bereiten Handwerker ein Hochzeitspicknick für ihren Chef Theseus und seine
Braut Hippolyta vor. Zur Erbauung der Hochzeitsgesellschaft proben sie ein Theaterstück.

Derweil treiben die Kobolde Puck und Robin mit ihnen Schabernack und verwandeln einen
der Handwerksburschen in einen Esel. Titania erwacht und verliebt sich augenblicklich in
den Eselsmann. Auch vier Jugendliche befinden sich zu dieser Zeit im Wald und werden von Oberons Zauber erfasst. Lysander und Demetrius, die vorher die schöne Hermia begehrten, werden so benebelt, dass plötzlich die bislang verschmähte Helena zum Objekt ihrer Begierde wird. Helena und Hermia sind über diesen Wandel so verwirrt, dass sie gemeinen Verrat vermuten. Auf nichts scheint mehr Verlass. Die Gefühle der Vier gehen drunter und drüber und erst am nächsten Morgen wird der Zauber aufgelöst. Alles scheint wieder beim Alten zu sein und alle sind glücklich.

Youri Vàmos konnte erneut als Choreograf gewonnen werden. Er gilt als einer der weltweit
renommiertesten Choreografen unserer Zeit und ist auch am Würzburger Theater kein
Unbekannter. 2005 inszenierte er am Mainfranken Theater Würzburg Carl Orffs „Carmina
Burana“, 2007/2008 gestaltete Vàmos mit „Paganini“ den zweiten Teil des Ballettabends
„Vituosi“, 2009/2010 war er für die Choreografie des Balletts „Lucidor“ verantwortlich.

Sujets, in denen Menschen und ihre Beziehungen zueinander im Mittelpunkt stehen, üben
eine besondere Faszination auf Vàmos aus. In seinen Choreografien versucht er die
Handelnden in ihren seelischen Ausnahmezuständen darzustellen und zu zeigen, wie sie
ihre zwischenmenschlichen Probleme bewältigen oder an ihnen scheitern. Shakespeares
Sommernachtstraum versteht er als tragische Komödie, in der Liebe, das Sinnbild für
Partnerschaft, nicht funktioniert. Das Bühnenstück in seiner poetischen Ästhetik zu
entschlüsseln, ohne dessen Tiefe zu verlieren, stellt hier die besondere künstlerische
Herausforderung dar. Als musikalischen Rahmen wählt Vàmos Kompositionen von Felix
Mendelssohn Bartholdy. Für einen fantasievollen Bühnenraum und zauberhafte Kostüme
sorgt der Bühnenbildner Michael Scott, mit dem Vàmos bereits seit vielen Jahren eng
zusammenarbeitet. Die Künstlerische Leitung liegt in den Händen von Ballettdirektorin Anna Vita, Musikalischer Leiter ist Generalmusikdirektor Enrico Calesso.


Musikalische Leitung: Enrico Calesso
Choreografie und Inszenierung: Youri Vàmos
Einstudierung: Joyce Cuoco, Alexej Afanasief
Bühne und Kostüme: Michael Scott
Dramaturgie: Christoph Blitt
Licht: Klaus Gärditz
Künstlerische Leitung: Anna Vita

Würzburg, Mainfranken Theater, Italienische Nacht, 11.05.2012

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Mainfrankentheater Würzburg

Italienische Nacht

Die „Italienischen Nacht“ in Würzburg ist sowohl für Opernfreunde als auch Liebhaber italienischer Gaumenfreuden eines der sinnlichsten Opernvergnügen der Saison. Im prunkvollen Ambiente des Kaisersaals der Residenz präsentiert das Philharmonische Orchester Würzburg unter der Leitung ihres Generalmusikdirektors Enrico Calesso am
11. und 12. Mai beliebte Instrumentalwerke und Arien nach italienischem Gusto. Neben Kompositionen von Gioachino Rossini, Gioacomo Puccini und Gaetano Donizetti erklingen Werke von Tommaso Traetta, Domenico Cimarosa, Luigi Cherubini, Vincenzo Bellini und Giuseppe Verdi. Den Arien verleiht Tenor Caner Akin eine südländische Note.

Die „Italienischen Nacht“ verspricht aber nicht nur musikalische Hochgenüsse, sondern auch Kulinarisches vom Feinsten. Für italienische Gastlichkeit sorgt die Küche des Restaurants Rebstock. Einen krönenden Abschluss bildet das Feuerwerk, das bei gutem Wetter den Hofgarten der Residenz illuminiert.

Programm:
11. und 12. Mai 2012 I 20.30 Uhr I Kaisersaal der Residenz Würzburg
Einlass und Sektempfang ab 19:30

Gioachino Rossini
Ouvertüre zu La gazza ladra (Die diebische Elster)
aus Il barbiere di Siviglia (Der Barbier von Sevilla)
„Ecco ridente in cielo”, Arie des Grafen Almaviva

Tommaso Traetta
Ouvertüre zu Armida

Domenico Cimarosa
Sinfonie in D-Dur

Vincenzo Bellini
aus La sonnambula (Die Schlafwandlerin)
„Ah perchè non posso odiarti”, Arie des Elvino

Luigi Cherubini
Ouvertüre zu Ifigenia in Aulide (Iphigenie in Aulis)

Gaetano Donizetti
aus La fille du régiment (Die Regimentstochter)
„Ah! mes amis“, Arie des Tonio

Gaetano Donizetti
Ouvertüre zu La fille du régiment (Die Regimentstochter)
aus L’elisir d’amore (Der Liebestrank)
„Una furtiva lagrima”, Arie des Nemorino

Giuseppe Verdi
Ouvertüre zu I Masnadieri (Die Räuber)
aus Rigoletto
„Ella mi fu rapita“, Arie des Herzogs von Mantua

Giacomo Puccini
Drei Menuette

Francesco Tosti
„La serenata“

Tenor: Caner Akin
Dirigent: Enrico Calesso
Philharmonisches Orchester Würzburg

Biografien:

Der Tenor Caner Akin wurde 1982 in Istanbul geboren. Am Mimar Sinam Fine Arts University State Conservatory absolvierte er bei Payam Koryak, Ozgul Tanyeri, Mauro Trombetta und Licinio Montefusco sein Gesangsstudium, das er 2006 abschloss. Aktuell arbeitet er mit Professor Guzin Gurel. Bereits während seiner Studienzeit am Konservatorium war er in verschiedenen Partien an der Staatsoper Istanbul zu erleben.

Dort debütierte er als Tamino in Mozarts „Die Zauberflöte“ und sang die Titelpartie in Gaetano Donizettis „Belisario“. Es folgten die Partien des Ferrando in Mozarts „Così fan tutte“, Cassio in Verdis „Otello“, Ernesto in Donizettis „Don Pasquale“ und Tebaldo in „I Capuleti e i Montecchi“ von Vincenzo Bellini.

Bei zahlreichen internationalen Wettbewerben wurde er ausgezeichnet. So gewann Akin bei der International Young Virtuoses Competition den ersten Preis und erhielt beim Belkis Aran Wettbewerb den Sonderpreis. Im Nachgang des „Associazione Lirica e Concertistica“ Wettbewerbs im Jahr 2009 in Italien wurde er für die Partie des Ernesto in Donizettis „Don Pasquale“ am Teatro Sociale in Como engagiert.

Als Tonio in „Die Regimentstochter“ gastierte Caner Akin bei den Opernfestspielen Klosterneuburg bei Wien sowie zwei Jahre darauf in Tel Aviv. 2011 war er am Staatstheater Saarbrücken in der Neuproduktion von Rossinis „La Cenerentola“ zu erleben. Im selben Jahr stand er in „Il barbiere di Siviglia“, „Don Pasquale“ und „L’elisir d’amore“ in Istanbul auf der Bühne. Daneben sang der Tenor in „Il viaggio a Reims“ unter der Leitung von Alberto Zedda im Rahmen des Rossini Opernfestivals in Pesaro.

Enrico Calesso wurde in Treviso (Italien) geboren und studierte Klavier in Venedig am dortigen Konservatorium bei Anna Colonna Romano. Parallel dazu schloss er 1998 sein Philosophiestudium bei Prof. Emanuele Severino an der Universität Venedig mit Auszeichnung ab. Von 2000 bis 2005 besuchte er die Dirigierklasse von Prof. Uros Lajovic an der Universität Wien und absolvierte das Studium mit Auszeichnung.

Bereits während seiner Ausbildung wirkte er bei verschiedenen Opernproduktionen als musikalischer Assistent mit, unter anderem bei den Bregenzer Festspielen und den Wiener Festwochen. Wichtige Erfahrungen sammelte er auch als Assistent von Ulf Schirmer. 2008 übernahm Enrico Calesso für drei Jahre die musikalische Leitung der Oper Klosterneuburg (bei Wien) und war von 2007 bis 2010 am Theater Erfurt als Kapellmeister und Assistent des Generalmusikdirektors tätig. 2010 wechselte er als 1. Kapellmeister an das Mainfranken Theater Würzburg. Im Jahr darauf wurde er dort zum Generalmusikdirektor ernannt.

Enrico Calesso stand am Pult der Wiener Symphoniker, des Radio Symphonie-Orchesters Wien, des Orchestre Symphonique de Mulhouse, des Philharmonischen Orchesters Erfurt, der Filarmonia Veneta Malipiero, des Philharmonischen Orchesters Rzeszów sowie der Sinfonietta Baden. Daneben dirigiert er bei den Bregenzer Festspielen 2011 und 2012 mehrere Vorstellungen von Umberto Giordanos „Andrea Chénier“. In dieser Spielzeit übernahm er die musikalische Leitung bei Giacomo Meyerbeers „L’Africaine“, Richard Wagners „Tristan und Isolde“, „Orfeo ed Euridice“ von Christoph Willibald Gluck und dem Ballettabend „Othello“.

Würzburg, Mainfranken Theater, Lieder in den Häusern der Stadt, 04.05.2012

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Mainfrankentheater Würzburg

Lieder in den Häusern der Stadt

04. Mai 2012, 19.30 Uhr

Sängerinnen und Sänger des Mainfranken Theaters Würzburg singen an ungewöhnlichen Orten

Nach dem großen Erfolg der Musikreihe „Lieder in den Häusern der Stadt“ in der vergangenen Spielzeit präsentieren Sängerinnen und Sänger des Mainfranken Theaters Würzburg diese Saison zum zweiten Mal genussvolle Musikprogramme in intimer Atmosphäre. Gemütlich und einzigartig aufregend wird es, wenn Gastgeberinnen und Gastgeber aus Würzburg ein kleines und feines Publikum in ihren privaten Wohnungen und Häusern herzlich willkommen heißen. Dabei versprechen die spannenden und vielfältigen Programme des Musiktheaterensembles wundervolle Abendstunden. Erklingen werden unter anderem Lieder von Johannes Brahms oder Edith Piaf, Lieder und

Arien von Ludwig van Beethoven, Franz Liszt, Peter Tschaikowski und Stephan Foster, Chansons von Kurt Weil, Buffoarien und vieles mehr.

Alle Liedprogramme finden zur gleichen Zeit statt, es werden insgesamt sieben Musikabende parallel an sieben unterschiedlichen Orten durchgeführt. Interessenten entscheiden sich für ein Liederprogramm und erwerben hierfür an der Theaterkasse ein Ticket. Gleichzeitig mit Erwerb des Tickets erhalten Sie die Adresse und die Wegbeschreibung für den dazugehörigen Musikabend. Ab 19.00 Uhr heißen die Gastgeberinnen und Gastgeber in ihrer Wohnung herzlich willkommen. Um 19.30 Uhr beginnt das ca. einstündige Liedprogramm. Zum gemeinsamen Abschluss ab ca. 21.00 Uhr haben Sängerinnen und Sänger, Publikum und Gastgeber die Möglichkeit, im Café Mozart am Kardinal-Faulhaber-Platz 3 den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen.

Die Programme:

„Im Zauberkreis der Nacht“

Sopran: Anja Eichhorn, Klavier: Alexis Agrafiotis

Weit ausschwingende Kantilenen, ein wehmütiger Hauch von Abschied, ein zartes Sinnieren über Werden und Vergehen in spätromantischem Tonfall – das zeichnet unter anderem die so genannten „Vier letzten Lieder“ von Richard Strauss aus. Anja Eichhorn hat neben anderen Kompositionen diesen Höhepunkt der Liedkunst für ihr Programm ausgewählt. Begleitet wird sie von Alexis Agrafiotis, dem neuen Studienleiter des Mainfranken Theaters Würzburg.

„Im wunderschönen Monat Mai“

Bariton: Daniel Fiolka, Klavier: Liviu Petcu

Daniel Fiolka, der am Mainfranken Theater Würzburg bereits gastweise bei „La Cenerentola“, „Die lustige Witwe“ oder „Der Wildschütz“ mit von der Partie war und ist, öffnet mit seinem Programm Fenster in romantische Welten. So singt er nicht nur ausgewählte Lieder von Franz Schubert, sondern auch Robert Schumanns mal sanft-ironischen, mal packend-dramatischen Liederzyklus „Dichterliebe“ nach Texten von Heinrich Heine.

„Operette sich wer kann!“

Sopran: Anja Gutgesell, Klavier: Andrea Sanguineti

Temperamentvoll geht es zu, wenn Anja Gutgesell einen Streifzug durch die frisch-frivol-freche Welt der Operette unternimmt. Da darf die Julischka aus Buda-Budapest ebenso wenig fehlen wie die Bekenntnisse, dass ein Liebeslied ein Walzer sein muss, oder die ganze Welt himmelblau ist. Ganz zu schweigen davon, dass man auch erfährt dass bei einem „ungarischen Mädel“ die „Leidenschaft noch heißer brennt als Gulaschsaft“. Viel Spaß dabei!

„Der Buffo, wie er leibt und lebt“

Bassbariton: Johan F. Kirsten, Klavier: Enrico Calesso, Rezitation: Hermann Schneider

Nachdem Johan F. Kirstens Programm mit Buffo-Arien aus Opern von Rossini, Donizetti, Verdi, Mozart oder Lortzing letztes Jahr krankheitsbedingt leider ausfallen musste, freut sich der Sänger nun darauf, endlich einen breiten Querschnitt komischer Charaktere vorstellen zu können. Unterstützt wird er dabei von Hermann Schneider, der mit verschiedenen Texten den Geist der italienischen Commedia dell’Arte beschwören wird.

„Heimweh“

Mezzosopran: Sonja Koppelhuber, Klavier: Ulrich Pakusch, Viola: Makoto Sudo

In dem Programm von Sonja Koppelhuber trifft der sehnsuchtsvoll-romantische Ton von Johannes Brahms auf den expressiv-sinnlichen Stil eines Kurt Weill, wenn Kompositionen wie den Brahmsschen „Zigeunerliedern“ op. 103 oder dessen „Heimweh“ aus op. 63 Weill-Songs wie „Speak low“ oder „I’am a stranger her myself“ kontrastierend gegenübergestellt werden. Eine besondere Note wird dabei auch bei zwei Nummern der Bratscher Makoto Sudo einbringen.

Hommage à Édith Piaf

Mezzosopran: Barbara Schöller, Klavier: Jeremy Atkin

Wer kennt nicht Chansons wie „Milord“, „La vie, l’amour“, „La vie en rose“ oder „Je ne regrette rien“? Diese Nummern sind untrennbar mit dem Namen Édith Piafs verbunden. Seit Barbara Schöller in der Würzburger Erfolgsproduktion des Musicals „Piaf“ in der Titelrolle brillierte, ist ihr Name wiederum ebenso untrennbar mit der berühmten französischen Chansonette verbunden. Bei „Lieder in den Häusern der Stadt“ kann man sich davon erneut überzeugen, wenn Barbara Schöller sich des Repertoires der Piaf annimmt.

Grüße aus der Ferne

Tenor: Joshua Whitener, Klavier: Frank Sodemann

Joshua Whitener lädt sein Publikum zu einer ebenso intimen wie abwechslungsreichen musikalischen Reise durch verschiedene Stile und Kontinente ein, wenn er Spanisches, Russisches, Amerikanisches, Deutsches und Italienisches präsentiert. Dabei stellt er sowohl sein gestalterisches Können im Opern- wie im Liedfach unter Beweis.

Würzburg, Mainfrankentheater Würzburg, Frühlingskonzert mit Tatjana Vassiljeva, 26.04.2012

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Mainfrankentheater Würzburg

KONZERTE

Frühlingskonzert mit Tatjana Vassiljeva

Musikalisch begrüßen das Philharmonische Orchester Würzburg und Generalmusikdirektor Enrico Calesso den Frühling mit ihrem Konzert am 26. April 2012, im Großen Haus des Mainfranken Theaters Würzburg. Eine der führenden Cellistinnen unserer Zeit, die Russin Tatjana Vassiljeva, ist bei den Philharmonikern zu Gast und gestaltet das Solo in Edward Elgars Konzert für Violoncello und Orchester in e-Moll. Der Konzertabend wird von Franz Schuberts Ouvertüre zu „Rosamunde“ eröffnet und schließt mit Ludwig van Beethovens „Pastorale“.

„Mehr Ausdruck der Empfindung als Malerei“ – diese vielzitierte Erklärung zu Beethovens Sechster Sinfonie blieb für den Komponisten unabdingbar, erhebt doch der Grundgedanke – das Hervorrufen von Empfindungen durch das Erleben der Natur – das Werk aus den Rängen bloßer Tonmalerei. Der im Wort „Pastorale“ enthaltene Bezug zur Hirten-Thematik spannt den Bogen zu Schuberts Ouvertüre zu „Rosamunde“, einer Schauspielmusik, die die Geschichte der Prinzessin Rosamunde erzählt. Mit dem Konzert für Violoncello und Orchester zog sich Elgar vom Musikleben zurück. Er hinterließ mit seinem Konzert ein Werk voller Tiefe und Stärke der Empfindung.

26. April 2012 | 19.30 Uhr | Mainfranken Theater Würzburg, Großes Haus
Einführung 19 Uhr | Oberes Foyer
Franz Schubert
Ouvertüre zu „Rosamunde“, Schauspielmusik D 797
Edward Elgar
Konzert für Violoncello und Orchester in e-Moll op. 85
Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 6 in F-Dur „Pastorale“ op. 68
Violoncello: Tatjana Vassiljeva
Dirigent: Enrico Calesso
Philharmonisches Orchester Würzburg

Biografien:
Enrico Calesso wurde in Treviso (Italien) geboren und studierte Klavier in Venedig am dortigen Konservatorium bei Anna Colonna Romano. Parallel dazu schloss er 1998 sein Philosophiestudium bei Prof. Emanuele Severino an der Universität Venedig mit Auszeichnung ab. Von 2000 bis 2005 besuchte er die Dirigierklasse von Prof. Uros Lajovic an der Universität Wien und absolvierte das Studium mit Auszeichnung. Bereits während seiner Ausbildung wirkte er bei verschiedenen Opernproduktionen als musikalischer Assistent mit, unter anderem bei den Bregenzer Festspielen und den Wiener Festwochen. Wichtige Erfahrungen sammelte er auch als Assistent von Ulf Schirmer. 2008 übernahm Enrico Calesso für drei Jahre die musikalische Leitung der Oper Klosterneuburg (bei Wien) und war von 2007 bis 2010 am Theater Erfurt als Kapellmeister und Assistent des Generalmusikdirektors tätig. 2010 wechselte er als 1. Kapellmeister an das Mainfranken Theater Würzburg. Im Jahr darauf wurde er dort zum Generalmusikdirektor ernannt.
Enrico Calesso stand am Pult der Wiener Symphoniker, des Radio Symphonie-Orchesters Wien, des Orchestre Symphonique de Mulhouse, des Philharmonischen Orchesters Erfurt, der Filarmonia Veneta Malipiero, des Philharmonischen Orchesters Rzeszów sowie der Sinfonietta Baden. Daneben dirigiert er bei den Bregenzer Festspielen 2011 und 2012 mehrere Vorstellungen von Umberto Giordanos „Andrea Chénier“. In dieser Spielzeit übernahm er die musikalische Leitung bei Giacomo Meyerbeers „L’Africaine“, Richard Wagners „Tristan und Isolde“, „Orfeo ed Euridice“ von Christoph Willibald Gluck und dem Ballettabend „Othello“. Zudem wird er das Dirigat der Italienischen Nacht sowie des Kaisersaalkonzerts im Rahmen des Mozartfestes übernehmen.

Tatjana Vassiljeva gewann im Oktober 2001 als erste russische Staatsbürgerin den „First

Grand Prix de la Ville de Paris” beim 7. Internationalen Rostropovitch-Wettbewerb und wurde 2005 anlässlich der „Victoires de la Musique Classique” als „internationale Neuentdeckung des Jahres” gefeiert. Seitdem hat sich Tatjana Vassiljeva einen ausgezeichneten Ruf als eine der führenden Cellistinnen unserer Zeit erarbeitet. Sie konzertiert regelmäßig mit namhaften Orchestern wie dem London Symphony Orchestra, dem Orchestre de Paris, den Münchner Philharmonikern, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Radio-Symphonieorchester Wien, den Sankt Petersburger Philharmonikern, dem Mariinsky Orchester und dem Tokyo Philharmonic Orchestra. Dabei arbeitet sie mit hervorragenden Dirigenten, darunter Claudio Abbado, Yuri Temirkanov, Valery Gergiev, Daniele Gatti, Vladimir Fedoseyev, Dmitri Kitajenko und Krzysztof Penderecki. Eine besonders enge Zusammenarbeit verband sie mit Mstislaw Rostropovitch. Als Kammermusikerin tritt Tatjana Vassiljeva bei internationalen Festivals wie in Verbier, Colmar oder bei den „Folles journées” auf. Ihre Kammermusikpartner sind Größen wie Gidon Kremer und Yuri Bashmet, außerdem tritt sie regelmäßig mit dem Philharmonischen Streichquintett Berlin auf, das sie gegründet hat und aus Solisten der Berliner Philharmoniker besteht. Ihre zahlreichen CD Einspielungen beinhalten unter anderem die sechs Cellosuiten Bachs sowie Pendereckis zweites Cellokonzert. Letztere CD gewann beim International Classical Music Awards 2012 den Preis in der Kategorie Contemporary Music.

Würzburg, Mainfranken Theater Würzburg, Oper am Klavier III JOSEPH WEIGL DIE SCHWEIZERFAMILIE, 20.04.2012

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Mainfrankentheater Würzburg

Oper am Klavier III
JOSEPH WEIGL
DIE SCHWEIZERFAMILIE
Lyrische Oper in drei Aufzügen
Text von Ignaz Franz Castelli nach dem Vaudeville Pauvre Jacques von Sewrin und Alissan de Chazet

Mit der Einlagearie „Ach, wir treiben mit der Armen“ von Richard Wagner (Rekonstruktion:
Alexis Agrafiotis)

20. April 2012 | 20 Uhr | Kammerspiele
Mit dem neuen Veranstaltungszyklus „Oper am Klavier“ entführt das Mainfranken Theater Würzburg sein Publikum auf Entdeckungsreise. So werden selten gespielte Bespiele der Musiktheaterliteratur in intimen Rahmen in Ausschnitten zu Klavierbegleitung vorgestellt. Dabei stehen die präsentierten Werke thematisch im Zusammenhang mit den Produktionen, die das Musiktheaterensemble in Großen Haus anbietet.

Am 20. April möchte die Reihe „Oper am Klavier“ an Joseph Weigls einst so berühmtes und beliebtes Werk „Die Schweizerfamilie“ aus dem Jahr 1809 erinnern. Mit seiner leicht zugänglichen Mischung aus rührender Naivität, eleganter Melodik, feinen komischen Akzenten und dramaturgischem Raffinement wurde Weigls Werk zum Vorbild für eine ganze Reihe von Komponisten wie etwa Carl Maria von Weber, Friedrich von Flotow oder Albert Lortzing.

Ein ganz besonderes Highlight wird die 1837 von Richard Wagner komponierte Einlagearie für Weigls Oper sein. Diese galt bislang als verschollen. 1994 tauchten zumindest Skizzen dieser Nummer auf. Nun kann man in den Kammerspielen zum ersten Mal seit 175 Jahren diese Arie in einer rekonstruierten Fassung wieder hören.

Musikalische Leitung und Klavier: Frank Sodemann
Projektleitung, Dramaturgie und Moderation: Christoph Blitt

Kostümberatung: Kristopher Kempf
Graf Wallstein, ein reicher Gutsbesitzer in Deutschland:     David Hieronimi
Durmann, sein Verwalter:                                                     Deuk-Young Lee
Richard Boll, ein Schweizer Bauer:                                      Johan F. Kirsten
Gertrude, sein Weib:                                                             Sonja Koppelhuber
Emmeline, ihre Tochter:                                                       Anja Gutgesell
Jacob Friburg, ein Hirte von den Schweizer Alpen:             Joshua Whitener
Paul, Durmanns Vetter:                                                        Kai Christian Moritz

Frank Sodemann stammt aus Hamburg und studierte Dirigieren an der Musikhochschule Hannover bei Prof. Eiji Oue und Lutz de Veer. Er assistierte bei verschiedenen Produktionen unter anderem am Theater Magdeburg, der Staatsoper Hannover, den Schlossfestspielen Wernigerode, dem Klangforum Wien oder den Göttinger Händel-Festspielen. 2008 trat er sein erstes Festengagement als Solorepetitor mit Dirigierverpflichtung am Landestheater Detmold an. Daneben gastierte er als Dirigent von Konzerten sowie von Opern-, Operetten- und Musicalproduktionen. 2010 wechselte er an das Mainfranken Theater Würzburg, wo er neben seiner Tätigkeit als Solorepetitor auch Vorstellungen von „Le nozze di Figaro“, „Das Feuerwerk“ oder „La Cenerentola“ dirigierte.

Christoph Blitt studierte Theaterwissenschaft, Musikwissenschaft und Evangelische Theologie an der Universität Bayreuth. Daneben absolvierte er zahlreiche Praktika und Assistenzen in den Bereichen Regie und Dramaturgie unter anderem an den Theatern von Basel, Ludwigshafen, Mannheim, Nürnberg sowie an den Staatsopern von Berlin, München und Wien. Dabei arbeitete er mit Regisseuren wie August Everding, Michael Hampe, Marco Arturo Marelli, Christine Mielitz, Hans Neuenfels oder Herbert Wernicke zusammen. 1996/1997 war er Mitarbeiter am Forschungsinstitut für Musiktheater der Universität Bayreuth. Gastdramaturgien führten ihn an das Theater im Pfalzbau Ludwigshafen, das Bremer Theater oder an die Bühnen der Stadt Gera. Von 2004 bis 2010 war er als Dramaturg für Musiktheater an der Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz engagiert. 2010 wechselte er als Leitender Musikdramaturg an das Mainfranken Theater Würzburg. Christoph Blitt kann darüber hinaus auf zahlreiche Veröffentlichungen – darunter auch zwei größere Buchpublikationen – zurückblicken.

Nach der Ausbildung an der Frankfurter Schule für Bekleidung und Mode als Maßschneider, absolvierte Kristopher Kempf 2010 seine Weiterbildung als Maßschneidermeister und staatlich geprüfter Modegestalter an der Deutschen Meisterschule für Mode in München, die er als Jahresbestmeister abschloss. Bereits während seiner Berufsausbildung war er als Praktikant an verschiedenen Theaterhäusern tätig. Der Anstellung am Staatstheater Wiesbaden als Kostümassistent folgte die Tätigkeit als Damen- und Herrenschneider im Atelier „Das Gewand“ in Düsseldorf sowie als Design-Assistent der LEA-creative knit in Lima (Peru). Darüber hinaus nahm Kristopher Kempf an verschiedenen Wettbewerben teil, wobei er 2009 als Sieger des internationalen Wettbewerbs „Weltgewänder – Mode auf Reisen“ hervorging und an einer Studienfahrt nach Mali teilnahm. Seit der Spielzeit 2010/11 ist Kristopher Kempf am Mainfranken Theater fest als Kostümassistent engagiert und in Produktionen „Die sieben Todsünden“, „Schräge Vögel“, und „Dyskolos – Der Menschenfeind“ für die Kostüme verantwortlich.

Würzburg, Mainfrankentheater Würzburg, 4. Sinfoniekonzert, 19./20.04.2012

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Mainfrankentheater Würzburg

4. Sinfoniekonzert  „Concertare“

19. und 20.April 2012 | 20 Uhr | EF 19.30 Uhr

Hochschule für Musik, Gebäude Hofstallstraße

Violine: Franz Peter Fischer (Bach), Denis Goldfeld (Paganini)
Flöte: Stefan Albers

…:       Léon Berben
Dirigent: Enrico Calesso
Philharmonisches Orchester Würzburg

Programm:

Johann Sebastian Bach Brandenburgisches Konzert Nr. 5 in D-Dur
(BWV 1050)
Niccolò Paganini Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 in h-Moll op. 7 „La campanella“
Béla Bartók Konzert für Orchester

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Enrico Calesso

Der im italienischen Treviso geborene Enrico Calesso studierte am venezianischen Konservatorium „Benedetto Marcello“ Klavier bei Anna Colonna Romano, ferner Orgel, Komposition und Chordirigieren. Parallel dazu schloss er 1998 ein Philosophiestudium an der Universität „Ca’ Foscari” in Venedig ab. 2000 bis 2005 studierte er an der Musikuniversität Wien Orchesterdirigieren bei Uros Lajovic und Korrepetition bei Konrad Leitner. Neben einer breiten Konzerttätigkeit als Pianist, Klavierbegleiter und Chordirigent war er bereits seit dem Studium Korrepetitor und Musikalischer Assistent bei verschiedenen Opernproduktionen, unter anderem bei den Bregenzer Festspielen und den Wiener Festwochen. Wichtige Erfahrungen sammelte er als Assistent von Ulf Schirmer. 2008 wurde er musikalischer Leiter der Oper Klosterneuburg und gab dort sein Debüt mit Mozarts „Don Giovanni“. Es folgten Donizettis „La Fille du Regiment“ und Bizets „Carmen“. Enrico Calesso war zudem als Dirigent beim Radio Symphonieorchester Wien, beim Philharmonischen Orchester Erfurt, bei der Filarmonia Veneta Malipiero sowie bei der Sinfonietta Baden zu erleben. Bevor er zur Spielzeit 2010/2011 als 1. Kapellmeister und stellvertretender GMD an das Mainfranken Theater Würzburg wechselte, war er als Kapellmeister und Assistent des Generalmusikdirektors am Theater Erfurt beschäftigt. In der Saison 2010/2011 hatte er die musikalische Leitung der Wiederaufnahme von „Le nozze di Figaro“, ebenso wie der Operette „Das Feuerwerk“ und Rossinis „La Cenerentola“ inne. Im Sommer 2011 war er neben Ulf Schirmer musikalischer Leiter von Umberto Giordanos „Andrea Chénier“ bei den Bregenzer Festspielen. Seit der Spielzeit 2011/2012 ist Enrico Calesso Generalmusikdirektor des  Mainfranken Theaters Würzburg.

Stefan Albers war Privatschüler von Alexander Stein, dem Soloflötist des Niedersächsischen Staatsorchesters Hannover. Während dieser Zeit gewann er zweimal den ersten Bundespreis beim Wettbewerb „Jugend musiziert”. Es schloss sich das Studium in Karlsruhe in der Klasse von Professor Renate Greiss-Armin und Mathias Allinan an. Ab 2005 wechselte er in die Solistenklasse von Professor Jacques Zoon nach Genf. Bereits während der Studienzeit wurde Stefan Albers als Soloflötist der Heidelberger Sinfoniker engagiert. Er wirkte zudem bei verschiedenen Orchestern mit, darunter die Deutsche Kammerakademie Neuss und das Auswahlorchester des Schleswig-Holstein Musikfestival. Der Flötist war Stipendiat des „Deutschen Musikwettbewerbes” in Berlin und war im Sommer 2005 Semifinalist des „Internationalen Flötenwettbewerbes Kobe”. Seit 2006 ist er Soloflötist im Philharmonischen Orchester Würzburg. Beim renommierten Mozartfest Würzburg konzertiert Stefan Albers seit 2007 regelmäßig als Solist sowie im Kammerensemble.

Der Geiger Franz Peter Fischerstudierte Violine in München und Düsseldorf. 1986 wurde er Erster Konzertmeister der Südwestdeutschen Philharmonie in Konstanz, seit 1988 ist er in gleicher Funktion im Philharmonischen Orchester Würzburg tätig. Er ist zudem Dozent im Fach Violine an der hiesigen Hochschule für Musik. Fischer, der mit Musikern wie Nikolaus Harnoncourt und Reinhard Goebel konzertierte, erhielt von verschiedenen deutschen Orchestern Einladungen als Konzertmeister und Solist. In letzter Zeit widmet sich der Violinist außerdem intensiv den vergessenen fränkischen Komponisten der Mozartzeit. 2007 gründete er das „Concerto Würzburg“, das seitdem regelmäßig zu Gast beim renommierten Mozartfest Würzburg ist. In der Konzertreihe „Spitälsche Musikbesichtigung“ präsentiert er mit dem Ensemble Werke von Kreusser, Vogler, Sterkel und anderen. Franz Peter Fischer konzertierte in nahezu allen europäischen Ländern sowie in Japan, USA und Südafrika.

Denis Goldfeld, Sohn einer Musikerfamilie, erhielt im Alter von sechs Jahren den ersten Violinunterricht. Mit elf Jahren gewann er den Großen Preis beim Nationalen Russischen Violinwettbewerb. Sein Studium führte ihn zu Professor Zachar Bron an die Musikhochschule Lübeck. Die Zusammenarbeit mit Isaac Stern in den Jahren 1995-98 war für seine künstlerische Entwicklung von besonderer Bedeutung.

Bei zahlreichen internationalen Wettbewerben gewann Denis Goldfeld 1. Preise, so beim Wieniawski–Wettbewerb, beim internationalen Wettbewerb in Bayreuth sowie beim Oistrach–Wettbewerb.

Denis Goldfeld hat bereits mit vielen renommierten Musikern, darunter Henri Sigfridsson, Vassili Lobanov, Cedric Tiberghien, Nicolas Altstaedt und Lera Auerbach gearbeitet und Soloabende in Europa, den USA (Carnegie Weil Recital Hall) und Israel gegeben. Er ist regelmäßig Gast bei bedeutenden Festivals, darunter das Schleswig-Holstein-, Colmar., Biarritz- oder Rheingau-Festival. Als Solist konzertierte Denis Goldfeld mit der Moskauer Philharmonie, dem Sinfonieorchester St. Petersburg, dem Singapur Symphony Orchestra, dem MDR Symphonieorchester, dem Helsinki Philharmonic Orchestra, den Hamburger Symphonikern und dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin. Zu weiteren Höhepunkten seiner solistischen Laufbahn zählen unter anderem Konzerte mit dem State Hermitage Orchestra St. Petersburg, die Eröffnung der Konzertsaison 2003/04 im Concertgebow Amsterdam mit den Amsterdamer Symphonikern und sein Debüt mit dem Radio-Symphonieorchester Wien im Musilverein.

Denis Goldfeld spielt im 2. Violinkonzert von Paganini die Kadenz von Ivry Gitlis.

Léon Berben wurde in Heerlen (Niederlande) geboren und lebt in Köln. Er studierte Orgel und Cembalo in Amsterdam und Den Haag bei Rienk Jiskoot, Gustav Leonhardt, Ton Koopman und Tini Mathot und schloss sein Studium mit dem Solistendiplom ab. Seit 2000 war Léon Berben als Cembalist bei Musica Antiqua Köln (Reinhard Goebel) tätig und gastierte in dieser Zeit in Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien. Seit der Auflösung des Ensembles Ende 2006 verfolgt er eine ausgedehnte Solo-Karriere, die ihn auf renommierte internationale Festivals führte.

Intensives Quellenstudium und stete Forschungsarbeit verleihen der Interpretationskunst von Léon Berben einen besonderen Rang. Seine Solo-CD-Aufnahmen auf historischen Orgeln und Cembali wurden von der Fachpresse hoch gelobt und mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem „Diapason d’Or“, dem „Choc“ von Le Monde de la Musique und dem Vierteljahrespreis der deutschen Schallplattenkritik.

Sein Repertoire umfasst Klavierwerke zwischen 1550 und 1770, wobei sein Hauptinteresse der deutschen Musik, den Virginalisten und Jan Pieterszoon Sweelinck gilt. Neben seiner Konzerttätigkeit unterrichtet er Historische Aufführungspraxis an der Musikhochschule in Rostock. Ferner verfasste er als Co-Autor Texte für die Enzyklopädie „Die Musik in Geschichte und Gegenwart“. Léon Berben gilt am Cembalo und an der Orgel unbestritten zu den Meistern seines Fachs.

Würzburg, Mainfrankentheater Würzburg, 6. Kammerkonzert, 11.03.2012

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Mainfrankentheater Würzburg

6. Kammerkonzert

11. März 2012 |11.00 Uhr | Toscanasaal der Residenz Würzburg

Béla Bartók Streichquartett Nr. 4 Sz 91
Johannes Brahms Streichquartett Nr. 2 in a-moll op. 51,2

Violine: Alexander Zeiher, Tomás Hájek
Viola: Makoto Sudo
Violoncello: Deanna Talens

Zum Programm:

Nach dem erfolgreichen 2. Kammerkonzert treten vier Musiker aus dem Philharmonischen Orchester Würzburg wieder in ihrer Quartettformation auf: Alexander Zeiher (Violine), Tomás Hájek (Violine), Makoto Sudo (Viola) und Deanna Talens (Violoncello) geben am 11. März 2012 beim vorletzten Kammerkonzert in dieser Spielzeit Streichquartette von Béla Bartók und Johannes Brahms im Toscanasaal der Residenz zum Besten.

Brahms zweites Streichquartett op. 51,2 in a-Moll gilt als „vollkommenes Musterstück seiner Gattung“, das sich nach Max Kalbeck mit Werken von Mozart und Beethoven messen kann. Auch Bartóks Streichquartette, von denen das vierte beim

6. Kammerkonzert auf dem Programm steht, und durch sein Formkonzept und raffinierte Spieltechniken überzeugt, gelten als Meilensteine dieser Gattung und waren für die Musikgeschichte wegweisend. Gerade die Gegenüberstellung des Quartettschaffens von Brahms und Bartók macht das 6. Kammerkonzert besonders interessant.

 INTERPRETEN:

Die Cellistin Deanna Talens hat einen Master an der Northwestern University Chicago, wo sie von Hans Jørgen Jensen unterrichtet wurde. An der „Hanns Eisler” Hochschule für Musik in Berlin schloss sie ihr Studium bei David Geringas mit Auszeichnung ab.

Sie war mehrfach Preisträgerin bei internationalen Wettbewerben: So erhielt sie beispielsweise den ersten Preis bei der Kingsville International Concerto Competition, den Grand Prize des Milwaukee Symphony Orchestra Concerto oder auch die Goldmedaille bei der Stulberg International String Competition. Als Gewinnerin des „Prize of Hope” beim Internationalen Tschaikowsky Wettbewerb in Moskau stand Deanna Talens bereits mit führenden Künstlern auf den großen Bühnen der Welt wie etwa im Isaac Stern Auditorium der Carnegie Hall in New York oder im Konzerthaus Berlin.

Aufgrund ihrer Begeisterung für Kammermusik hat Deanna Talens mit Künstlern wie Isaac Stern, Emanuel Ax, Frans Helmerson, Thomas Quasthoff sowie den Emerson-, Juilliard- und Guarneri- Streichquartetten gearbeitet. Sie war eine der ausgewählten Musiker, die im letzten Isaac Stern Kammermusik Workshop in der Carnegie Hall teilnehmen durften.

Seit der Spielzeit 2011/2012 ist sie Solocellistin im Philharmonischen Orchester Würzburg.

Der in Stuttgart geborene Alexander Zeiher nahm bereits mit 14 Jahren sein Studium bei Prof. Wilhelm Melcher an der dortigen Hochschule auf. Seine Studien führten ihn anschließend nach Amerika. Dort studierte er bei Dorothy DeLay und Kurt Saßmannshaus sowie Naoko Tanaka und Jakob Lateiner u. a. an der Juilliard School in New York. Es folgte das Studium an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin bei Prof. Werner Scholz. Alexander Zeiher war sowohl als Solist als auch im Kammerensemble Preisträger zahlreicher Wettbewerbe. Er erhielt u. a. den ersten Preis mit Sonderauszeichnung beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“. Als Soloviolinist konzertierte er mit dem Staatsorchester Darmstadt, dem Beethoven Orchester Bonn und den Stuttgarter Philharmonikern. Seit der Spielzeit 2005/2006 ist er stellvertretender Konzertmeister am Mainfranken Theater Würzburg.

Tomáš Hájek, geboren in Tschechien, nahm nach seinem Abschluss im Fach Violine am Prager Konservatorium das Studium an der Hochschule für Musik und Theater Rostock bei Prof. Petru Munteanu auf. Er besuchte Meisterkurse bei renommierten Violinisten im In- und Ausland. Als Solist und Kammermusiker wurde er mit zahlreichen Preisen bei internationalen Wettbewerben ausgezeichnet, darunter der dritte Preis beim internationalen Wettbewerb „Kocianova soutez“. Außerdem wurde er mit dem ersten Preis beim nationalen Wettbewerb der ehemaligen Tschechoslowakei geehrt und wurde zum absoluten Gewinner dieser Konkurrenz ernannt. Seit 2003 ist Tomáš Hájek festes Mitglied im Philharmonischen Orchester Würzburg.

Der in Japan geborene Makoto Sudo studierte zunächst bei Prof. Nobuo Okada, dem ehemaligen Solobratschist der Bamberger Symphoniker. Bei einer Welttournee mit dem Tokio Symphonieorchester reiste er zum ersten Mal nach Europa, lernte die dortige Kultur kennen, und war so fasziniert davon, dass er sich entschloss, nach Europa zu kommen.

Von 1992 an studierte er Bratsche an der Kölner Musikhochschule bei Prof. Rainer Moog und schloss mit Auszeichnung ab. Während des Konzertexamens war er bereits als Lehrassistent von Prof. Moog tätig, und spielte regelmäßig bei der Deutschen Kammerakademie Neuss und der Klassischen Philharmonie Bonn. Von 1995 an war er Solobratschist beim Kölner Kammerorchester und wirkte dort bei zahlreichen CD-Aufnahmen mit. Seit Dezember 2000 ist Makoto Sudo Solobratschist des Philharmonischen Orchesters Würzburg.

Würzburg, Mainfrankentheater Würzburg, MORDE IN BILDERN Premiere, 22.02.2012

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Mainfrankentheater Würzburg

MORDE IN BILDERN von Reinhard Febel

Drei Kammeropern nach Gemälden

Matinee: 12. Februar 2012 | 11.00 Uhr | Museum im Kulturspeicher Würzburg
Premiere: 22. Februar 2012 | 20.00 Uhr | Museum im Kulturspeicher Würzburg
Im Anschluss an die Premiere findet ein Publikumsgespräch statt.

Grenzen überwinden will ein ganz besonderes Projekt des Mainfranken Theaters Würzburg: So verlassen die Künstlerinnen und Künstler ihren theatralen Musentempel und ziehen ins Museum im Kulturspeicher. Dort präsentieren sie drei Kammeropern von Reinhard Febel, die Geschichten über Gemälde von Frida Kahlo, Edward Hopper und Diego Velázquez erzählen.

Reinhard Febel gilt als eine der spannendsten Komponistenpersönlichkeiten der Gegenwart. So sucht er in seinen Werken immer auch den Dialog mit anderen Künsten, um dadurch das Ausdrucksspektrum für seine Musik und sein Publikum zu erweitern. Exemplarisch kann man das an seinen drei Kammeropern nach verschiedenen Gemälden nachvollziehen. Hier erzählt er nicht nur Geschichten über und mit Bildern von Diego Velazquez, Edward Hopper und Frida Kahlo, sondern hebt auch die Grenzen zwischen den unterschiedlichsten Zeiten, zwischen Kunst und Leben oder zwischen Musik und Malerei auf.

Das Mainfranken Theater Würzburg geht bei der Präsentation dieses Kammeropern- Triptychons noch einen Schritt weiter, wenn es diese Werke im Museum im Kulturspeicher zur Aufführung bringt und damit auch die Grenzen zwischen Ausführenden und Publikum durchlässig macht.

Musikalische Leitung:  Alexis Agrafiotis Inszenierung:Reinhard Febel  Bühnenbild: Stella Kasparek Kostümbild:Kristopher Kempf Dramaturgie: Christoph Blitt

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Frida

Ein Traumbild
Musiktheater für drei Stimmen und Ensemble

Frau I: Anke Endres a. G.
Mann: Markus Francke a. G.
Frau II: Maria Vogt a. G.
Mann II:Dominik Meder a. G.

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Gespensterhaus

Ein Horrorbild nach „Haunted House“ von Edward Hopper
Musiktheater für vier Stimmen und Ensemble

Paar I:
Sopran: Anke Endres a. G.
Tenor: Markus Francke a. G.
Paar II:
SIE: Maria Vogt a. G.
ER: Dominik Meder a. G.

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Raum 17

nach dem „Rokeby Venus“ genannten Gemälde von Diego Velázquez
Musiktheater für vier Stimmen und Kammerensemble

Sopran: Anke Endres a. G.
Tenor:Markus Francke a. G.
Venus: Maria Vogt a. G.
Diego: Dominik Meder a. G.
Museumsführerin: Statisterie
Attentäterin: Statisterie

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Alexis Agrafiotis ist in Salzburg als Sohn des Dirigenten Dimitris Agrafiotis geboren. In Athen studierte er Klavier bei Dora Bakopoulou an der Akademie “Athenauem” und schloss mit dem Diplom ab. In Wien setzte er seine Studien an der “Hochschule für Musik und darstellende Kunst” fort in den Fächern Orchesterdirigieren bei Prof. Uros Lajovic und Komposition bei Prof. Erich Urbanner und schloss jeweils mit den Diplomen “magister artium” ab. Er nahm an Dirigierkursen mit Gunther Schuller, Roland Seiffarth und Peter Eötvös teil. Im Festengagement arbeitete er in der Spielzeit 1996/1997 als Solorepetitor und Dirigent am Theater Görlitz  und von 1997 bis 2001 am Theater Lübeck. Zwischen 2004 und 2004 war er an der Zeitgenössischen Oper Berlin für die Einstudierung von Opern des 20. Jahrhunderts verantwortlich. Von 2006 bis 2007 war Alexis Agrafiotis Chefdirigent des Symphonieorchesters der Stadt Volos. Von 2008 bis 2011 hatte er ein Festengagement am Theater Bielefeld. Ein besonderes Anliegen ist ihm das zeitgenössische Musikschaffen. Zudem ist er als Komponist tätig. Er hat Orchestermusik, Kammermusik sowie Schauspielmusik geschrieben.
Seit der Spielzeit 2011/2012 ist Alexis Agrafiotis Studienleiter und Kapellmeister am Mainfranken Theater Würzburg.

Nach der Ausbildung an der Frankfurter Schule für Bekleidung und Mode als Maßschneider, absolvierte Kristopher Kempf 2010 seine Weiterbildung als Maßschneidermeister und staatlich geprüfter Modegestalter an der Deutschen Meisterschule für Mode in München, die er als Jahresbestmeister abschloss. Bereits während seiner Berufsausbildung war er als Praktikant an verschiedenen Theaterhäusern tätig. Der Anstellung am Staatstheater Wiesbaden als Kostümassistent folgte die Tätigkeit als Damen- und Herrenschneider im Atelier „Das Gewand“ in Düsseldorf sowie als Design-Assistent der LEA-creative knit in Lima (Peru). Darüber hinaus nahm Kristopher Kempf an verschiedenen Wettbewerben teil, wobei er 2009 als Sieger des internationalen Wettbewerbs „Weltgewänder – Mode auf Reisen“ hervorging und an einer Studienfahrt nach Mali teilnahm. Seit der Spielzeit 2010/2011 ist Kristopher Kempf am Mainfranken Theater Würzburg fest als Kostümassistent engagiert und in Produktionen „Die sieben Todsünden“, „Schräge Vögel“, und „Dyskolos – Der Menschenfeind“ für die Kostüme verantwortlich. In der Spielzeit 2011/2012 ist Kristopher Kempf  unter anderem für das Kostümbild der Produktionen „Das Erdbeben in Chili“, „Die lustige Witwe“ und „Ayana Rabenschwester“ zuständig.

Stella Kasparek stammt aus Nürnberg und absolvierte ein Innenarchitektur-studium an der Hochschule Coburg, welches sie 2009 als Diplom-Ingenieurin abschloss. In der Praxis sammelte sie Erfahrungen auf den Gebieten Messebau, Eventgestaltung, Licht und Theater, wobei die Prozesse Entwurf, Planung und Umsetzung zu ihrem Aufgabenbereich zählten. Weiterhin arbeitete sie für das Theater am Kirchplatz in Schaan (Liechtenstein), den Theater- und Konzert-kinderchor Coburg sowie für das cantus firmus ensemble in Solothum (Schweiz). Bei den Bayreuther Festspielen ist sie in der Abteilung Beleuchtung tätig. Am Landestheater Coburg war sie in den Spielzeit 2008/2009 und 2009/2010 für die Ausstattung diverser Produktionen verantwortlich. Zur Spielzeit 2010/2011 wechselte Stella Kasparek als Produktionsassistentin an das Mainfranken Theater Würzburg. Hier entwarf sie bereits das Bühnenbild zu den Produktionen „Die sieben Todsünden“, „Schräge Vögel“ und „Dyskolos –  Der Menschenfeind“. In dieser Spielzeit ist sie unter anderem für das Bühnenbild in „Emilia Galotti“, „Der Fischer und seine Frau“ und „Stoning Mary – Marias Steinigung“ verantwortlich.

Würzburg, Mainfrankentheater Würzburg, Premiere: DER WILDSCHÜTZ ODER DIE STIMME DER NATUR, 11.02.2012

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Mainfrankentheater Würzburg

Premiere: DER WILDSCHÜTZ ODER DIE STIMME DER NATUR

Musiktheater
Albert Lortzing
Komische Oper in drei Akten
Text von Albert Lortzing nach dem Lustspiel Der Rehbock oder Die schuldlosen
Schuldbewussten von August Friedrich Ferdinand von Kotzebue

Premiere: 11. Februar 2012 | 19.30 Uhr | Großes Haus

Graf und Gräfin von Eberbach beherbergen in ihrem Schloss die Schwester des
Hausherrn und den Bruder der Gräfin, ohne zu wissen, wen sie da eigentlich vor sich
haben. Prompt verliebt sich der Graf in die schöne Unbekannte. Aber auch seine
Gattin findet den Herrn, der sich als Stallmeister ausgibt und der doch ihr Bruder ist,
alles andere als unattraktiv. Doch eigentlich sind des Grafen Schwester und der
Stallmeister einander zugetan. Und dann stolpert da auch noch wegen einer
dienstlichen Angelegenheit der Schulmeister Baculus ständig durch das Schloss
und kommt dabei der adligen Mischpoke bei ihren Liebeswirren mehr als einmal in
die Quere.

Es war Albert Lortzing, der dieses Schauspiel des Erfolgsschriftstellers August von
Kotzebue für die Opernbühne adaptierte. Etliche Jahrzehnte ließ man sich von der
scheinbar oberflächlichen Heiterkeit von Lortzings Werken, für die man die
verniedlichende Bezeichnung „Spielopern“ verwandte, nur zu gerne täuschen. Doch
bei allem Charme, der seiner Musik zu Eigen ist, darf man nicht vergessen, dass der
Komponist ein Repräsentant der politisch unruhigen Zeit des Vormärz war. Und so
ist auch sein „Wildschütz“ voller ironischer Spitzen und satirischer Anspielungen, die
die Vielschichtigkeit dieser Oper zu einem noch größeren Vergnügen werden lassen.
In ihrer Würzburger Inszenierung von Lortzings beliebter Oper hinterfragt Deborah
Epstein auf charmant-vergnügliche Weise die gesellschaftlichen Mechanismen, die
in diesem Werk zum Tragen kommen. So kann man beobachten, was passiert,
wenn eine in sich geschlossene Dorfgemeinschaft auf die herrschende Klasse trifft
und sich beide Sphären vermischen. Dabei geht es der Regisseurin nicht nur darum,
dass Werk aus seiner Entstehungszeit heraus zu verstehen, sondern auch die
Momente zu untersuchen, die auch für heutige Menschen komisch und von
Relevanz sind.

Musikalische Leitung: Andrea Sanguineti
Inszenierung: Deborah Epstein
Bühne: Bernd Franke
Kostüme: Götz Lanzelot Fischer
Choreinstudierung: Markus Popp
Dramaturgie: Christoph Blitt

BESETZUNG:
Graf von Eberbach: Daniel Fiolka a. G. | Die Gräfin, seine Gemahlin: Barbara Schöller | Baron Kronthal, Bruder der Gräfin: Joshua Whitener | Baronin Freimann, eine junge Witwe,Schwester des Grafen: Nathalie de Montmollin | Nanette, ihr Kammermädchen: Anneka Ulmer | Baculus, Schulmeister auf einem Gutdes Grafen: Johan F. Kirsten |
Gretchen, seine Braut: Anja Gutgesell | Pancratius, Haushofmeister auf dem Schloss
des Grafen: Herbert Brand | Ein Gast: Paul Henrik Schulte | Opernchor des Mainfranken Theaters Würzburg | Kinderchor | Philharmonisches Orchester Würzburg

Würzburg, Mainfrankentheater Würzburg, OTELLO Ballet Uraufführung, 21.01.2012

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Mainfrankentheater Würzburg

Ballett
Anna Vita
OTHELLO

Ballett nach der Tragödie “Othello, der Mohr von Venedig“ von William Shakespeare
Musik von Ferruccio Busoni

Uraufführung: 21. Januar 2012 | 19.30 Uhr | Großes Haus, Mainfranken Theater Würzburg

Othello ist ein angesehenes und ranghohes Mitglied der venezianischen Armee.
Seine Frau Desdemona ist gutherzig und wunderschön. Eigentlich fehlt es ihm an
nichts. Doch die dunkle Farbe seiner Haut erweckt in ihm starke Minderwertigkeitsgefühle. Das nutzt Jago, einer seiner Untergebenen, aus, der sich bei einer Beförderung übergangen fühlt. Und so zettelt dieser eine ausgefeilte Intrige an, bei der ein simples Taschentuch genügt, um den verhassten Vorgesetzten in eine Welt aus Eifersucht, Missgunst, Zorn und Argwohn zu stürzen.

Für ihre Ballettversion von Shakespeares Tragödie wählte Anna Vita Musik des Deutsch-Italieners Ferruccio Busoni (1866 – 1924). Dessen Kompositionen liefern in ihrer Tragik, ihrem Humor, ihrer Dramaturgie, ihren Überraschungen und ihrer Kantabilität die passende Grundlage, um “Othello“ mit den Mitteln des Tanzes zu erzählen. Gemäß dem Spielzeitmotto “FREMDE HEIMAT“ stehen für Anna Vita die Mechanismen im Vordergrund, die ausgelöst werden, wenn sich eine Gesellschaft mit dem Anderen und Fremden, das durch Othello repräsentiert wird, konfrontiert sieht. So handelt der Intrigant Jago bewusst böse, weil ihn der Neid bis zum Äußersten treibt. Dem gegenüber steht die große Liebe zwischen Othello und Desdemona. Eine Liebe, die Grenzen überwindet, aber dann durch Missgunst und Fremdenhass zerstört wird.

Es war William Shakespeare, der diese faszinierende Mischung aus Hass, Neid, ungezügelter Leidenschaft und intellektuellem Scharfsinn derart theatralischpackend auf die Bühne brachte, dass dieser Stoff seitdem immer wieder andere Künstler zu neuen Werken inspiriert hat.

Musikalische Leitung: Enrico Calesso
Choreografie und Inszenierung: Anna Vita
Bühne und Kostüme: Stefan Morgenstern
Licht: Klaus Gärditz
Dramaturgie: Christoph Blitt

Mit:
Othello: Felipe Soares Cavalcante / Leonam Abilio da Conceicao Santos
Desdemona: Caroline Matthiessen / Cara Hopkins a. G
Jago: Ivan Alboresi / Yoshimasa Samos
Emilia: Ako Nakanome / Zoya Ionkina
Cassio: Aleksey Zagorulko / Manuel Wahlen
Bianca: Eun Kyung Chung / Zoya Ionkina
Rodrigo: Manuel Wahlen / Ivan Alboresi
Vier Frauen: Zoya Ionkina, Cara Hopkins a. G.,
Alexandra Silvey, Tatiana Samos a. G. / Eun Kyung Chung, Caroline Matthiessen,
Ako Nakanome
Zwei Männer: Felipe Soares Cavalcante, Yoshimasa
Samos / Ivan Alboresi (Marius Krisan)
Brabantio: Komparserie
Der Doge von Venedig: Komparserie

Enrico Calesso wurde in Treviso (Italien) geboren und studierte Klavier in Venedig
am dortigen Konservatorium bei Anna Colonna Romano sowie Orgel und
Komposition. Parallel dazu schloss er 1998 das Magisterstudium in Philosophie bei
Prof. Emanuele Severino an der Universität “Ca’ Foscari” in Venedig mit
Auszeichnung ab. Von 2000 bis 2005 besuchte er die Dirigierklasse von Prof. Uros
Lajovic an der Universität Wien. Wichtige Erfahrungen sammelte er auch als
Assistent von Ulf Schirmer. 2008 übernahm Enrico Calesso für drei Jahre die
musikalische Leitung der Oper Klosterneuburg (bei Wien) und war von 2007 bis 2010
am Theater Erfurt als Kapellmeister und Assistent des Generalmusikdirektors tätig.
Darüber hinaus war er bereits als Dirigent u. a. bei den Wiener Symphonikern, beim
Radio Symphonie-Orchester Wien, beim Philharmonischen Orchester Erfurt, bei der
Filarmonia Veneta Malipiero, und beim Philharmonischen Orchester Rzeszów zu
erleben. In der Saison 2010/2011 kam er als Erster Kapellmeister an das
Mainfranken Theater, wo er in der folgenden Spielzeit zum Würzburger
Generalmusikdirektor berufen wurde. Die aktuelle Saison eröffnete er mit
Meyerbeers “L’Africaine“. Neben dem Ballett “Othello“ wird er in dieser Spielzeit
noch bei Wagners “Tristan und Isolde“ und Glucks “Orfeo ed Euridice“ am
Dirigentenpult stehen. Wie schon im Vorjahr so wird er auch im Sommer 2012 bei
den Bregenzer Festspielen mehrere Vorstellungen von Umberto Giordanos “Andrea
Chenier“ dirigieren.

Anna Vita absolvierte ihre Tänzerausbildung an der “John Cranko Schule“ in
Stuttgart. Ab 1983 war sie an folgenden Häusern engagiert: Staatstheater
Saarbrücken, Theater Dortmund, Oper Bonn, Theater Basel und Deutsche Oper am
Rhein Düsseldorf/Duisburg. Seit 2004 ist sie als Ballettdirektorin und Choreografin
an das Mainfranken Theater Würzburg verpflichtet. Seit dem kreierte sie für die
Ballettcompagnie unter anderen Produktionen wie
“Der Welt Lohn“, “Andersens Welt“, “Der Nussknacker“, “Romeo und Julia“, “Das
Bildnis des Dorian Gray“, “Medea“, “Der Feuervogel“, “Dracula“ oder “Dyskolos“.
Gastaufträge führten sie an das Theater Augsburg oder die Deutsche Oper am
Rhein. Anna Vita ist 1. Vorsitzende von “Runder Tisch Tanz Würzburg/Mainfranken
e.V.“ und entwickelte 2011 mit dem Verein das erste Festival “Würzburg tanzt“. Von
der Oper Halle bekam sie den Auftrag, “Der Tod und das Mädchen“ für die dortige
Compagnie einzustudieren. Anna Vita ist Trägerin des Theaterpreises Würzburg
2007 des Theater- und Orchesterfödervereins.
Durch die jahrelange Arbeit mit Youri Vàmos und seinem Team sowie den engen
Kontakt zu Cranko-Balletten während Ihrer Ausbildung festigte sich bei Anna Vita
das Bestreben nach Umsetzung von Handlungen, ob autobiografische Schicksale,
historische Begebenheiten, Romane oder Märchen. Immer interessieren sie die
Menschen und deren Beziehungen zueinander. Dabei hat sie ihren eigenen Stil
gefunden der das Neoklassische mit dem Modernen und dem Tanztheater
verbindet.

Stefan Morgenstern wurde 1960 in Köln geboren. Nach Abschluss seines
Architekturstudiums schlug er die Theaterlaufbahn ein. Seit 1993 arbeitet er als freier
Bühnen- und Kostümbildner und immer wieder auch als Kreativpartner für
Eventagenturen im Bereich Messeauftritte und Eventdesign. Einen Schwerpunkt
seiner Theaterarbeit bildet der Bereich Tanztheater. So entstanden zahlreiche
Bühnenbilder und Ausstattungen für Choreografen wie Daniela Kurz, Renato Zanella,
Roberto di Oliveira, Davide Bombana, Antonio Gomes, Mauro de Candia oder Anna
Vita an Bühnen wie dem Staatstheater Stuttgart, dem Staatstheater Nürnberg, dem
Nationaltheater Mannheim, der Deutschen Oper Berlin, dem Staatstheater
Saarbrücken, der Staatsoper Wien, der Volksoper Wien, dem Aalto-Theater Essen,
dem Theater Augsburg oder der Compagnie De Anima in Rio de Janeiro. Für
Schauspiel- und Opernproduktionen. entstanden Bühnenbilder und Kostüme an den
Theatern von Esslingen, Neuss, Mainz, Wien, Frankfurt / Oder, Klagenfurt, Linz, St.
Pölten, Detmold, Nürnberg, dem Augsburg oder Pforzheim und für das Rossini-
Festival in Bad Wildbad unter der Regie von Daniela Kurz, Jochen Biganzoli, Rennie
Wright, Silvia Armbruster oder Ernst Konarek. Daneben beschäftigt sich Stefan
Morgenstern auch in mehreren freien, experimentellen Produktionen immer wieder
mit den Themen: Raum, Bewegung, Musik, Interaktion und Improvisation. Im Jahre
2000 erhielt die Produktion “Die Winterreise“ mit Daniela Kurz und dem Tanztheater
Nürnberg den Bayerischen Theaterpreis. 2010 wurde er in der Fachzeitschrift
“Opernwelt“ zum Bühnenbildner des Jahres nominiert.

an das Mainfranken Theater Würzburg verpflichtet. Seit dem kreierte sie für die