Wiesbaden, Hessisches Staatstheater, Uraufführungen der Spielzeit 2017/2018

Hessisches Staatstheater Wiesbaden

Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Martin KaufholdHessisches Staatstheater Wiesbaden © Martin Kaufhold

Uraufführungen der Spielzeit 2017.2018

Oper »Schönerland« (Komposition: Søren Nils Eichberg)
Schauspiel »Wir werden unter Regen warten« (Regisseur und Autor: Ihsan Othmann)

Uwe Eric Laufenberg, Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, stellte zwei besondere Uraufführungen der kommenden Spielzeit 2017.2018 vor.

Die Oper »Schönerland« und das Schauspiel-Projekt »Wir werden unter Regen warten« kreisen um die Themen Flucht und Heimat. Eine zentrale Frage dabei ist, was eine europäische Kunstform darüber erzählen kann und wie sie hilft mit diesen Themen umzugehen.

Komponist Søren Nils Eichberg, Librettistin Therese Schmidt und Regisseurin Johanna Wehner sprachen über die Inhalte, Hintergründe und die Kompositionsarbeit an »Schönerland«, Autor und Regisseur Ihsan Othmann über »Wir werden unter Regen warten«.


»Schönerland«, Premiere am 16. September 2017

Das Hessische Staatstheater Wiesbaden feiert mit »Schönerland« in der Spielzeit 2017.2018 bereits die zweite Uraufführung eines Auftragswerks in der Oper seit Beginn der Intendanz Laufenberg. »Schönerland« ist eine Oper, die von der Suche nach Verstehen und Verständnis des Fremden handelt – in beide Richtungen.

Der junge dänisch-deutsche Komponist Søren Nils Eichberg, nominiert für den Deutschen Musikautorenpreis 2017, stößt in »Schönerland« eine Reflexion über die Kraft der Oper an. »Schönerland« ist Eichbergs zweite Oper nach seinem Opernerstling »Glare«, die am Royal Opera House in London uraufgeführt wurde. »Schönerland« ist ein Werk für großen Chor, acht Gesangssolisten und Sinfonieorchester. Das Libretto stammt von der Berliner Autorin und Musiktheater-Regisseurin Therese Schmidt. Die Regisseurin Johanna Wehner übernimmt die Insznierung der Uraufführung. Die Musikalische Leitung in »Schönerland« übernimmt Chordirektor Albert Horne, der zuletzt große Erfolge als Dirigent in »Peter Grimes« am Hessischen Staatstheater Wiesbaden feierte.


»Wir werden unter Regen warten«, Premiere am 13. September 2017

»Wir werden unter Regen warten« ist ein Projekt über Flucht, Heimat und Zugehörigkeit des kurdischen Theatermachers Ihsan Othmann, der selbst 1992 als Deserteur der irakischen Armee nach Deutschland gekommen ist. Dem Wiesbadener Publikum ist er als Regisseur der Produktion »Die satanischen Verse« in der Spielzeit 2015.2016 bekannt und aktuell in der Sprechrolle des Bassa Selim in Mozarts »Die Entführung aus dem Serail« zu erleben.

Aus einem Mosaik von Einzelschicksalen entsteht in »Wir werden unter Regen warten« ein Panorama verschiedenster Themen: Die Frage nach der Existenz Gottes wird ebenso kontrovers diskutiert wie die Rolle der Frau in der Gesellschaft oder die Ächtung von Homosexualität. Auf der Bühne: Sieben Tote. Sieben im Mittelmeer ertrunkene Flüchtlinge. Sie alle – die jüdische Somalierin, der armenische Iraker, der transsexuelle Afghane, die in Syrien geborene Palästinenserin, der staatenlose Kurde, die Opernsängerin aus Teheran und der Derwisch-Tänzer aus der Türkei – erzählen Geschichten von zersplitterten Identitäten, von kulturellen Missverständnissen, Konfliktherden und Tabus. Ebenfalls auf der Bühne: Ein Lebender. Ein Landtagsabgeordneter der AfD, der mit seiner Yacht über den Ertrunkenen segelt und von der »Diktatur der Minderheiten« faselt. Woher kommst du? Warum bist du geflohen? Wie wirst du nach Europa gehen? Was wünschst du dir von der Zukunft? Aus diesen einfachen Fragen entsteht das neue Stück von Ihsan Othmann schmerzhaft, komisch und surreal.

Karten sind ab Donnerstag, den 20. April, um 10 Uhr an der Theaterkasse, telefonisch unter 0611. 132 325 oder online unter www.staatstheater-wiesbaden.de erhältlich.

Pressemeldung Hessisches Theater Wiesbaden

Wiesbaden, Hessisches Staatstheater, PREMIERE EUGEN ONEGIN, 11.03.2017

Hessisches Staatstheater Wiesbaden

Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Martin KaufholdHessisches Staatstheater Wiesbaden © Martin Kaufhold

PREMIERE DER OPER EUGEN ONEGIN
Peter Tschaikowski (1840 – 1893)

Libretto: Peter Tschaikowski und Konstantin Schilowski, nach dem Roman von Alexander Puschkin
In russischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere am 11. März 2017 um 19.30 Uhr im Großen Haus
Die nächsten Vorstellungstermine sind am 17. & 25. März jeweils um 19.30 Uhr

die lyrischen Szenen von Peter Tschaikowskis »Eugen Onegin« stellen eine besondere Herausforderung an die Sänger und das Regieteam, wollte doch Tschaikowski mit dieser Oper psychologische Wahrhaftigkeit erreichen. In der Inszenierung von Vasily Barkharkov feiert das Werk am Hessischen Staatstheater Wiesbaden am 12. März Premiere. Barkhatov brachte bei den Internationalen Maifestspielen 2016 Bernd Alois Zimmermanns »Die Soldaten« in einem spektakulären Raumkonzept auf die Bühne. Die Musikalische Leitung liegt bei Daniela Musca.

Christopher Bolduc gibt sein Rollendebüt in der Titelpartie des Eugen Onegin, zuletzt war er in Wiesbaden u.a. als Marcello (»La Bohème«) zu sehen. In der laufenden Spielzeit 2016.2017 übernimmt er auch die Partie des Grafen Almaviva (»Die Hochzeit des Figaro«). Die international preisgekrönte Asmik Grigorian ist als Tatjana zu erleben. Sie war 2016 erstmals als Judit in »Herzog Blaubarts Burg«, mit der sie auch in Gent und Antwerpen gastierte, in Wiesbaden zu sehen. Silvia Hauer übernimmt die Partie der Olga. In Wiesbaden stellte sie sich 2015 als Dorabella (»Così fan tutte«) vor. Thomas Blondelle übernimmt die Partie des Lenski. Als Gast von der Deutschen Oper Berlin wird er u.a. auch als Loge (»Das Rheingold«) gefeiert. Wolf Matthias Friedrich singt Fürst Gremin und ist auch als Osmin (»Die Entführung aus dem Serail«) und Bartolo (»Die Hochzeit des Figaro«) zu sehen. Romina Boscolo ist Larina, Erik Biegel ist Triquet. In der Partie der Filipjewna singt Anna Maria Dur, die u.a. bei den Salzburger Festspieler große Erfolge feierte.
Musikalische Leitung Daniela Musca Inszenierung Vasily Barkhatov Bühne Zinovy Margolin Kostüme Olga Shaishmelashvili Licht Andreas Frank Chor Albert Horne Dramaturgie Regine Palmai

Eugen Onegin Christopher Bolduc Tatjana Asmik Grigorian / Tatjana Miyus Olga Silvia Hauer Lenski Thomas Blondelle / Aaron Cawley Fürst Gremin Wolf Matthias Friedrich / Young Doo Park Larina Romina Boscolo Triquet Tobias Hunger / Erik Biegel Filipjewna Anna Maria Dur Saretzki Christian Balzer / Aldomir Mollov Ein Hauptmann Leonid Firstov / Martin Stoschka

Chor & Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

Pressemeldung Staatstheater Wiesbaden

Wiesbaden, Hessisches Staatstheater, PREMIERE Der kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupéry , 19.02.2017

Hessisches Staatstheater Wiesbaden

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 Der kleine Prinz nach Antoine de Saint-Exupéry

Bearbeitung von Roberto Ciulli

Premiere 19. Februar 2017 15 Uhr, Studio, weitere  Vorstellungstermine 21. Februar 10 Uhr & 15 Uhr, 22.3.2017, 4.3.2017, 6.3.2017, 17.3.2017, 18.3.2017,…

Die märchenhafte Erzählung Der kleine Prinz des französischen Autors Antoine de Saint-Exupéry zählt zu den bekanntesten Büchern der Welt. 1943 in New York erschienen und mittlerweile in 180 Sprachen übertragen, gilt es als das meistübersetzte Buch nach der Bibel und dem Koran. Weltweit sind die Menschen fasziniert von dem kleinen Wesen, das ihnen einen neuen Blick auf das Sein eröffnet: auf das menschliche Leben und seinen Sinn, das Ende des Lebens, Freundschaft, Liebe und den Umgang der Menschen miteinander.

Roberto Ciulli und Maria Neumann legen in ihrer Fassung von Der kleine Prinz einen Schwerpunkt auf die Begegnung von Alt und Jung. »Das Kind bei Saint-Exupéry ist ein großer Weiser, der wie Sokrates in der Auseinandersetzung mit den Sophisten die einfachen, also die wirklich wichtigen Fragen stellt. Durch die Konzentration auf diese sind Alter und Kindheit nahe« (Roberto Ciulli)

Regie Carsten Kochan Bühne & Kostüme Katarzyna Szukszta Dramaturgie Carsten Kochan.

Premiere 19. Februar 2017 15 Uhr, Studio, weitere  Vorstellungstermine 21. Februar 10 Uhr & 15 Uhr, 22.3.2017, 4.3.2017, 6.3.2017, 17.3.2017, 18.3.2017,…

PMHSttWi

Wiesbaden, Hessisches Staatstheater, BALLETT-PREMIERE SOMMERNACHTSTRAUM, 19.02.2017

Hessisches Staatstheater Wiesbaden

Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Martin KaufholdHessisches Staatstheater Wiesbaden © Martin Kaufhold

BALLETT-PREMIERE SOMMERNACHTSTRAUM

Ballett von Tim Plegge, Nach A Midsummer Night’s Dream von William Shakespeare
Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy & Anderen

Premiere Sommernachstraum 19. Februar 19.30 Uhr, weitere Termine 25.2.207, 2.3.2017, 3.6.2017, 7.6.2017, 25.6.2017, 1.7.2017

Staatstheater Wiesbaden / Sommernachtstraum © Oliver Rossi

Staatstheater Wiesbaden / Sommernachtstraum © Oliver Rossi

Ballettdirektor Tim Plegge wendet sich wieder einem Klassiker zu: Sein Sommernachtstraum zur Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy ist fesselnd und unterhaltsam, anarchisch und bezaubernd.

»Ich hatte ’nen Traum – ’s geht über Menschenwitz, zu sagen, was es für ein Traum war.« Ein Sommernachtstraum, IV, 1

Felix Mendelssohn Bartholdy  © IOCO

Felix Mendelssohn Bartholdy © IOCO

Der Sommernachtstraum folgt den Verwirrungen der Liebe und taucht ein in die Tiefen der Träume. Die Liebe überfällt die Menschen gerade so wie das Unglück, Entrinnen ist ausgeschlossen: Hermia liebt Lysander. Demetrius liebt Hermia. Helena liebt Demetrius. Ihr Vater verlangt, dass Hermia Demetrius heiratet, deshalb flieht sie mit Lysander. Demetrius folgt dem Liebespaar, Helena folgt Demetrius. In einer rauschhaften Nacht verlieren sie sich und finden einander. Vertrautes gerät aus den Fugen. Ungeahntes scheint möglich. Bei Tagesanbruch ist nichts mehr, wie es war. Doch die Traumbilder bleiben im Bewusstsein verhakt. Die Erinnerungen beflügeln.

Musikalische Leitung Benjamin Schneider Choreografie Tim Plegge Bühne Frank Philipp Schlößmann Kostüme Judith Adam Dramaturgie Brigitte Knöß, Mit dem Ensemble des Hessischen Staatsballetts, Es spielt das Hessische Staatsorchester Wiesbaden. PMHSttWi

Premiere Sommernachstraum 19. Februar 19.30 Uhr, weitere Termine 25.2.207, 2.3.2017, 3.6.2017, 7.6.2017, 25.6.2017, 1.7.2017

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