Stuttgart, Ministerium für Wissenschaft Forschung & Kunst, Rechnungshof kritisiert Gagen für Theatermacher, Januar 2012, 20.01.20012

 Baden_wuerttemberg.jpg

 Ministerium für Wissenschaft und Kunst Baden Württemberg

Rechnungshof kritisiert Gagen für Theatermacher

Anlässlich eines in der Stuttgarter Zeitung erschienenen Artikels zu Gehältern der Intendanten am Stuttgarter Staatstheater erklärte Kunststaatssekretär Jürgen Walter heute (19. Januar) in Stuttgart:

„Der Bericht des Rechnungshofes und der Bericht der Stuttgarter Zeitung ver-kennen die Realität der deutschen und internationalen Theaterlandschaft.

Baden-Württemberg spielt in der Spitzengruppe der Theaterlandschaft mit und wirbt deshalb um Spitzenkräfte. Hier bestimmt der Markt die Preise. Die jahrelan-ge herausragende Stellung des Stuttgarter Staatstheaters ist nicht zuletzt den Intendanten zu verdanken. Aufgrund ihrer Qualität wurde die Staatsoper Stutt-gart fünf Mal zur Oper des Jahres gewählt. Das Stuttgarter Ballett ist unter Reid Anderson seit Jahren das internationale Aushängeschild der Stadt und des Lan-des. Die seit zehn Jahren sehr guten Auslastungszahlen weisen auf die heraus-ragende Qualität der Arbeit der bisherigen Intendanten aller drei Sparten.

Die Intendantengehälter am Stuttgarter Staatstheater bewegen sich in der bundesweit üblichen Größenordnung, eher darunter; sie liegen zum Teil deutlich unter denen vergleichbarer Häuser in Deutschland. Sie sind angemessen für ein Haus, das zur Spitzengruppe in der Liga der Deutschen Theater gehört. Wer sich für niedrigere Gehälter einsetzt, muss gleichzeitig in Kauf nehmen, dass Stuttgart dann nicht mehr zu dieser Spitzengruppe zählt. Das wollen wir nicht.

Bei der Frage einer Offenlegung von Intendantengehältern muss man die persönlichen Interessen der Intendanten berücksichtigen. Eine Offenlegung ist denkbar, wenn die Betroffenen einverstanden sind und wenn eine Offenlegung generell auch über Baden-Württemberg hinaus praktiziert wird.“

Stuttgart, Ministerium für Wissenschaft Forschung und Kunst, Fördermittel für Projekte und Konzeptionen 2011

 Baden_wuerttemberg.jpg

 Ministerium für Wissenschaft und Kunst Baden Württemberg

Fördermittel für Projekte und Konzeptionen 2011

Rund 350.000 Euro zusätzliche Fördermittel für Projekte und Konzeptionen der Klein- und Figurentheater in ganz Baden-Württemberg – Höchste Förderung für Figurentheaterzentrum Stuttgart und Unterwegstheater Heidelberg


Kunststaatssekretär Dr. Birk: Projekt- und Konzeptionsförderung wichtiger Impulsgeber auch im Bereich der kulturellen Bildung

„Die zusätzlichen Mittel geben den Theatern die Möglichkeit, besondere künstle-rische Projekte und Konzeptionen zu realisieren. Damit wird die vielseitige Thea-terlandschaft Baden-Württembergs noch attraktiver. Die Klein- und Figurenthea-ter leisten einen wertvollen Beitrag zum kulturellen Leben im Land und sind nicht nur in den großen Städten, sondern auch im ländlichen Raum für ein breites Pub-likum von Jung bis Alt verfügbar und bereichern die Kulturlandschaft.“ Dies sagte Kunststaatssekretär Dr. Dietrich Birk am (heutigen) Donnerstag in Stuttgart.
Birk begrüßte, dass die die Hälfte der geförderten Maßnahmen der kulturellen Bildung dienen. „Die Theater leisten hier wichtige Vermittlungsarbeit“, so der Staatssekretär. Insgesamt werden 15 Standorte in ganz Baden-Württemberg mit Fördermitteln bedacht, darunter Bühnen in größeren Städten wie Karlsruhe, Mannheim, Freiburg und Stuttgart aber auch in kleineren Kommunen wie Herrlingen, Endingen, Möckmühl oder Frickenhausen.
Im Rahmen der Initiative „Förderung der Kunst in der Fläche“ werden im laufen-den Jahr Sonderfördermittel in Höhe von rund 350.000 Euro an insgesamt 19 Klein- und Figurentheater für 24 ein- und mehrjährige Vorhaben im Land verge-ben. Förderfähig sind alle professionellen Klein- und Figurentheater, die sich in der laufenden Landesförderung befinden oder seit mindestens fünf Jahren in Ba-den-Württemberg ansässig sind, über eine eigene Spielstätte verfügen, eine lau-fende Unterstützung von Seiten der Kommune erhalten und einen regelmäßigen Spielplan anbieten.
Die vergebenen Sonderfördermittel kommen insgesamt 15 Projekten zugute, au-ßerdem werden neun Konzeptionen und drei zusätzliche Maßnahmen der Ar-beitsgruppen Kleintheater und Figurentheater und des Figurentheaterzentrums Stuttgart unterstützt. Die bewilligten Förderbeträge liegen zwischen 1.250 und 40.000 Euro.
Auch im kommenden Jahr sollen wieder außergewöhnliche künstlerische Projek-te und Konzeptionen von Klein- und Figurentheatern in Baden-Württemberg ge-fördert werden. Die Ausschreibung soll noch vor den Theaterferien im Juli 2011 erfolgen. Informationen hierzu sind dann auf der Homepage des MWK abrufbar: .

Die geförderten Projekte im Einzelnen: Theater Maßnahme Fördersum-me:

Theaterei Herrlingen
Schwaben glänzt, Theater im ländlichen Raum
12.000 €

Knurps Puppentheater, Möckmühl
Wunsch u. Traum in Aktion, „Künstler gehen in die Schule“
5.000 €

Theater Ravensburg
Parlez-moi d’amour, dt.-frz. Musiktheater, Koproduktion mit BAAL novo Offenburg /Straßburg
20.000 €

Kammertheater Karlsruhe
ALTES EISEN, Seniorentheater/Theaterpädagogik
10.000 €

Studiotheater, Stuttgart
Wegen Reichtum geschlossen GbR (Tankred Dorst)
20.000 €

Theater Reutlingen Die Tonne
BRUNDIBAR, Kinderoper
20.000 €

TIG 7, Mannheim
Eine Welt 2011, 5 Auftragswerke von 5 Autoren aus 5 Län-dern
13.000 €

Theater im Marienbad, Freiburg
An der Arche um Acht, Generationentheater ab 6 Jahren
12.000 €

Unterwegstheater Heidelberg
ARTORT 011 – Discovery Multiplicity
37.000 €

Theater Rampe, Stutt-gart
Achtung! Es lebt! Koproduktion mit dem Württembergischen Landesmuseum
20.000 €

Eppinger Figurenthea-ter
„Kickstart!“ – Phase 2, Projektzuschuss
10.000 €

theaterspinnerei Frickenhausen
Bertold und die Somnambüle – interaktives, multimediales Theaterstück
20.000 €

Zimmertheater Rottweil 2002 e.V.
BürgerTheaterRottweil – theaterpädagogisches Projekt
7.000 €

Forum Theater Stutt-gart
Atriden-Projekt, Agamemnon
10.000 €

Deutsche Kammer-schau-spiele, Endingen
Theaterspielen – das gefällt mir! theaterpädagogisches Pro-jekt an einer Grundschule
10.000 €

Konzeptionsförderungen (3. Jahr) und Sonderförderungen
Theater Maßnahme Fördersumme
Sandkorn-Theater Karlsruhe
Theaterpädagogik an Kindergärten und Schulen
13.000 €

Zimmertheater Rottweil 2002 e.V.
TUSCH Rottweil – Theater und Schule: Neue Wege kulturel-ler Bildung für Stadt und Region
5.000 €

Eppinger Figurenthea-ter
„Kickstart!“ – Aufbau eines neuen umfassenden Theateran-gebots
10.000 €

Schulübergreifendes Theaterprojekt (2.Jahr)
1.250 €

Figurentheater Phoe-nix, Schorndorf
Aufbau eines theaterpädagogischen Angebots (2. Jahr)
8.840 €

Theater der Altstadt, Stuttgart
Theaterworkshop in den Schulferien für Kinder und Jugendli-che von 12 bis 16 Jahren (2. Jahr)
4.000 €

theaterspinnerei Frickenhausen
Anschubfinanzierung
13.300 €

AG Kleintheater
Fortbildungsveranstaltungen
2.000 €

AG Figurentheater
Figurenspiele 2011
5.000 €

Figurentheaterzentrum, Stuttgart
IMAGINALE 2012, internat. Figurentheaterfestival Vorberei-tungskosten
40.000 €

Theater Ravensburg
Aufbau eines theaterpädagogischen Zentrums
11.100 €

Theater i. d. Westenta-sche, Ulm
Aufbau des Ulmer Naturtheater (2. Jahr)
10.000 €

GESAMTFÖRDERSUMME: 349.490 € 

Stuttgart, Ministerium für Wissenschaft Forschung und Kunst, Förderprogramm für herausragende Mädchen- und Knabenchöre ausgeschrieben

Baden_wuerttemberg.jpg

Presseinformation

 Ministerium für Wissenschaft und Kunst Baden Württemberg

Förderprogramm für herausragende Mädchen- und Knabenchöre ausgeschrieben

Bewerbungsfrist: 30. April 2011
Das Förderprogramm für baden-württembergische Mädchen- und Knabenchöre geht in eine weitere Runde. Das Kunstministerium unterstützt auch in diesem Jahr herausragende Kinderchöre mit insgesamt bis zu 120.000 Euro. Die Bewer-bungsfrist endet am 30. April.
„Baden-Württemberg zeichnet sich durch ein reges Musikleben aus. Mit dem Förderprogramm wollen wir die hervorragende gesangliche und musikalische Chorausbildung der Kinder und Jugendlichen im Land sicherstellen“, so Staats-sekretär Dr. Dietrich Birk.
Antragsberechtigt sind grundsätzlich alle Mädchen- und Knabenchöre in Baden-Württemberg, deren musikalische Arbeit der Pflege des klassischen und geistli-chen Repertoires gilt. Weitere Voraussetzungen sind ein fünfjähriges Bestehen sowie eine regelmäßige Konzerttätigkeit von mindestens zwölf Auftritten im An-tragsjahr. Die Chormitglieder sollen regelmäßigen Gesangsunterricht sowie Stimmbildung durch qualifizierte Gesangspädagogen erhalten und einen Eigen-anteil von 30 Prozent zu ihrer Finanzierung erbringen. Die Chöre sollen bei An-tragstellung einen überregionalen Wirkungskreis haben und eine laufende Unter-stützung von kommunaler Seite erhalten.
Weitere Informationen und Antragsformular zum Download:
www.mwk.baden-wuerttemberg.de/service/aktuelle_ausschreibungen

Stuttgart, Ministerium für Wissenschaft Forschung und Kunst

Baden_wuerttemberg.jpg

Presseinformation

 Ministerium für Wissenschaft und Kunst Baden Württemberg

Freiburger Barockorchester für Grammy nominiert

Kunststaatssekretär Dr. Dietrich Birk: Besondere Anerkennung der künstlerischen Exzellenz

„Die nach 2007 wiederholte Nominierung des Freiburger Barockorchesters für den Grammy ist eine besondere Anerkennung der exzellenten künstlerischen Arbeit dieser Ausnahmemusikerinnen und -musiker. Ich drücke den Künstlerinnen und Künstlern für die Vergabeentscheidung im kommenden Jahr ganz fest die Daumen“, sagte Kunststaatssekretär Dr. Dietrich Birk heute in Stuttgart. Gleichzeitig gratulierte er auch dem ebenfalls nominierten Mannheimer Mozart-Orchester.

Das Freiburger Barockorchester ist mit einer gemeinsamen Aufnahme mit dem RIAS-Kammerchor von Joseph Haydns Oratorium „Die Schöpfung“ unter der Leitung von René Jacobs in der Kategorie „Best Choral Performance“ für den internationalen Grammy-Preis nominiert worden.

Die Entscheidung über die Grammy-Vergabe fällt am 13. Februar 2013 durch die National Academy of Recording Arts and Sciences in Los Angeles.

Nächste Seite »