Stuttgart, Ministerium für Wissenschaft Forschung & Kunst, Rechnungshof kritisiert Gagen für Theatermacher, Januar 2012, 20.01.20012

 Baden_wuerttemberg.jpg

 Ministerium für Wissenschaft und Kunst Baden Württemberg

Rechnungshof kritisiert Gagen für Theatermacher

Anlässlich eines in der Stuttgarter Zeitung erschienenen Artikels zu Gehältern der Intendanten am Stuttgarter Staatstheater erklärte Kunststaatssekretär Jürgen Walter heute (19. Januar) in Stuttgart:

“Der Bericht des Rechnungshofes und der Bericht der Stuttgarter Zeitung ver-kennen die Realität der deutschen und internationalen Theaterlandschaft.

Baden-Württemberg spielt in der Spitzengruppe der Theaterlandschaft mit und wirbt deshalb um Spitzenkräfte. Hier bestimmt der Markt die Preise. Die jahrelan-ge herausragende Stellung des Stuttgarter Staatstheaters ist nicht zuletzt den Intendanten zu verdanken. Aufgrund ihrer Qualität wurde die Staatsoper Stutt-gart fünf Mal zur Oper des Jahres gewählt. Das Stuttgarter Ballett ist unter Reid Anderson seit Jahren das internationale Aushängeschild der Stadt und des Lan-des. Die seit zehn Jahren sehr guten Auslastungszahlen weisen auf die heraus-ragende Qualität der Arbeit der bisherigen Intendanten aller drei Sparten.

Die Intendantengehälter am Stuttgarter Staatstheater bewegen sich in der bundesweit üblichen Größenordnung, eher darunter; sie liegen zum Teil deutlich unter denen vergleichbarer Häuser in Deutschland. Sie sind angemessen für ein Haus, das zur Spitzengruppe in der Liga der Deutschen Theater gehört. Wer sich für niedrigere Gehälter einsetzt, muss gleichzeitig in Kauf nehmen, dass Stuttgart dann nicht mehr zu dieser Spitzengruppe zählt. Das wollen wir nicht.

Bei der Frage einer Offenlegung von Intendantengehältern muss man die persönlichen Interessen der Intendanten berücksichtigen. Eine Offenlegung ist denkbar, wenn die Betroffenen einverstanden sind und wenn eine Offenlegung generell auch über Baden-Württemberg hinaus praktiziert wird.“

Stuttgart, Ministerium für Wissenschaft Forschung und Kunst, Fördermittel für Projekte und Konzeptionen 2011

 Baden_wuerttemberg.jpg

 Ministerium für Wissenschaft und Kunst Baden Württemberg

Fördermittel für Projekte und Konzeptionen 2011

Rund 350.000 Euro zusätzliche Fördermittel für Projekte und Konzeptionen der Klein- und Figurentheater in ganz Baden-Württemberg – Höchste Förderung für Figurentheaterzentrum Stuttgart und Unterwegstheater Heidelberg


Kunststaatssekretär Dr. Birk: Projekt- und Konzeptionsförderung wichtiger Impulsgeber auch im Bereich der kulturellen Bildung

“Die zusätzlichen Mittel geben den Theatern die Möglichkeit, besondere künstle-rische Projekte und Konzeptionen zu realisieren. Damit wird die vielseitige Thea-terlandschaft Baden-Württembergs noch attraktiver. Die Klein- und Figurenthea-ter leisten einen wertvollen Beitrag zum kulturellen Leben im Land und sind nicht nur in den großen Städten, sondern auch im ländlichen Raum für ein breites Pub-likum von Jung bis Alt verfügbar und bereichern die Kulturlandschaft.” Dies sagte Kunststaatssekretär Dr. Dietrich Birk am (heutigen) Donnerstag in Stuttgart.
Birk begrüßte, dass die die Hälfte der geförderten Maßnahmen der kulturellen Bildung dienen. “Die Theater leisten hier wichtige Vermittlungsarbeit”, so der Staatssekretär. Insgesamt werden 15 Standorte in ganz Baden-Württemberg mit Fördermitteln bedacht, darunter Bühnen in größeren Städten wie Karlsruhe, Mannheim, Freiburg und Stuttgart aber auch in kleineren Kommunen wie Herrlingen, Endingen, Möckmühl oder Frickenhausen.
Im Rahmen der Initiative “Förderung der Kunst in der Fläche” werden im laufen-den Jahr Sonderfördermittel in Höhe von rund 350.000 Euro an insgesamt 19 Klein- und Figurentheater für 24 ein- und mehrjährige Vorhaben im Land verge-ben. Förderfähig sind alle professionellen Klein- und Figurentheater, die sich in der laufenden Landesförderung befinden oder seit mindestens fünf Jahren in Ba-den-Württemberg ansässig sind, über eine eigene Spielstätte verfügen, eine lau-fende Unterstützung von Seiten der Kommune erhalten und einen regelmäßigen Spielplan anbieten.
Die vergebenen Sonderfördermittel kommen insgesamt 15 Projekten zugute, au-ßerdem werden neun Konzeptionen und drei zusätzliche Maßnahmen der Ar-beitsgruppen Kleintheater und Figurentheater und des Figurentheaterzentrums Stuttgart unterstützt. Die bewilligten Förderbeträge liegen zwischen 1.250 und 40.000 Euro.
Auch im kommenden Jahr sollen wieder außergewöhnliche künstlerische Projek-te und Konzeptionen von Klein- und Figurentheatern in Baden-Württemberg ge-fördert werden. Die Ausschreibung soll noch vor den Theaterferien im Juli 2011 erfolgen. Informationen hierzu sind dann auf der Homepage des MWK abrufbar: http://mwk.baden-wuerttemberg.de/service/aktuelle-ausschreibungen/.

Die geförderten Projekte im Einzelnen: Theater Maßnahme Fördersum-me:

Theaterei Herrlingen
Schwaben glänzt, Theater im ländlichen Raum
12.000 €

Knurps Puppentheater, Möckmühl
Wunsch u. Traum in Aktion, “Künstler gehen in die Schule”
5.000 €

Theater Ravensburg
Parlez-moi d’amour, dt.-frz. Musiktheater, Koproduktion mit BAAL novo Offenburg /Straßburg
20.000 €

Kammertheater Karlsruhe
ALTES EISEN, Seniorentheater/Theaterpädagogik
10.000 €

Studiotheater, Stuttgart
Wegen Reichtum geschlossen GbR (Tankred Dorst)
20.000 €

Theater Reutlingen Die Tonne
BRUNDIBAR, Kinderoper
20.000 €

TIG 7, Mannheim
Eine Welt 2011, 5 Auftragswerke von 5 Autoren aus 5 Län-dern
13.000 €

Theater im Marienbad, Freiburg
An der Arche um Acht, Generationentheater ab 6 Jahren
12.000 €

Unterwegstheater Heidelberg
ARTORT 011 – Discovery Multiplicity
37.000 €

Theater Rampe, Stutt-gart
Achtung! Es lebt! Koproduktion mit dem Württembergischen Landesmuseum
20.000 €

Eppinger Figurenthea-ter
“Kickstart!” – Phase 2, Projektzuschuss
10.000 €

theaterspinnerei Frickenhausen
Bertold und die Somnambüle – interaktives, multimediales Theaterstück
20.000 €

Zimmertheater Rottweil 2002 e.V.
BürgerTheaterRottweil – theaterpädagogisches Projekt
7.000 €

Forum Theater Stutt-gart
Atriden-Projekt, Agamemnon
10.000 €

Deutsche Kammer-schau-spiele, Endingen
Theaterspielen – das gefällt mir! theaterpädagogisches Pro-jekt an einer Grundschule
10.000 €

Konzeptionsförderungen (3. Jahr) und Sonderförderungen
Theater Maßnahme Fördersumme
Sandkorn-Theater Karlsruhe
Theaterpädagogik an Kindergärten und Schulen
13.000 €

Zimmertheater Rottweil 2002 e.V.
TUSCH Rottweil – Theater und Schule: Neue Wege kulturel-ler Bildung für Stadt und Region
5.000 €

Eppinger Figurenthea-ter
“Kickstart!” – Aufbau eines neuen umfassenden Theateran-gebots
10.000 €

Schulübergreifendes Theaterprojekt (2.Jahr)
1.250 €

Figurentheater Phoe-nix, Schorndorf
Aufbau eines theaterpädagogischen Angebots (2. Jahr)
8.840 €

Theater der Altstadt, Stuttgart
Theaterworkshop in den Schulferien für Kinder und Jugendli-che von 12 bis 16 Jahren (2. Jahr)
4.000 €

theaterspinnerei Frickenhausen
Anschubfinanzierung
13.300 €

AG Kleintheater
Fortbildungsveranstaltungen
2.000 €

AG Figurentheater
Figurenspiele 2011
5.000 €

Figurentheaterzentrum, Stuttgart
IMAGINALE 2012, internat. Figurentheaterfestival Vorberei-tungskosten
40.000 €

Theater Ravensburg
Aufbau eines theaterpädagogischen Zentrums
11.100 €

Theater i. d. Westenta-sche, Ulm
Aufbau des Ulmer Naturtheater (2. Jahr)
10.000 €

GESAMTFÖRDERSUMME: 349.490 € 

Stuttgart, Ministerium für Wissenschaft Forschung und Kunst, Förderprogramm für herausragende Mädchen- und Knabenchöre ausgeschrieben

Baden_wuerttemberg.jpg

Presseinformation

 Ministerium für Wissenschaft und Kunst Baden Württemberg

Förderprogramm für herausragende Mädchen- und Knabenchöre ausgeschrieben

Bewerbungsfrist: 30. April 2011
Das Förderprogramm für baden-württembergische Mädchen- und Knabenchöre geht in eine weitere Runde. Das Kunstministerium unterstützt auch in diesem Jahr herausragende Kinderchöre mit insgesamt bis zu 120.000 Euro. Die Bewer-bungsfrist endet am 30. April.
“Baden-Württemberg zeichnet sich durch ein reges Musikleben aus. Mit dem Förderprogramm wollen wir die hervorragende gesangliche und musikalische Chorausbildung der Kinder und Jugendlichen im Land sicherstellen”, so Staats-sekretär Dr. Dietrich Birk.
Antragsberechtigt sind grundsätzlich alle Mädchen- und Knabenchöre in Baden-Württemberg, deren musikalische Arbeit der Pflege des klassischen und geistli-chen Repertoires gilt. Weitere Voraussetzungen sind ein fünfjähriges Bestehen sowie eine regelmäßige Konzerttätigkeit von mindestens zwölf Auftritten im An-tragsjahr. Die Chormitglieder sollen regelmäßigen Gesangsunterricht sowie Stimmbildung durch qualifizierte Gesangspädagogen erhalten und einen Eigen-anteil von 30 Prozent zu ihrer Finanzierung erbringen. Die Chöre sollen bei An-tragstellung einen überregionalen Wirkungskreis haben und eine laufende Unter-stützung von kommunaler Seite erhalten.
Weitere Informationen und Antragsformular zum Download:
www.mwk.baden-wuerttemberg.de/service/aktuelle_ausschreibungen

Stuttgart, Ministerium für Wissenschaft Forschung und Kunst

Baden_wuerttemberg.jpg

Presseinformation

 Ministerium für Wissenschaft und Kunst Baden Württemberg

Freiburger Barockorchester für Grammy nominiert

Kunststaatssekretär Dr. Dietrich Birk: Besondere Anerkennung der künstlerischen Exzellenz

“Die nach 2007 wiederholte Nominierung des Freiburger Barockorchesters für den Grammy ist eine besondere Anerkennung der exzellenten künstlerischen Arbeit dieser Ausnahmemusikerinnen und -musiker. Ich drücke den Künstlerinnen und Künstlern für die Vergabeentscheidung im kommenden Jahr ganz fest die Daumen”, sagte Kunststaatssekretär Dr. Dietrich Birk heute in Stuttgart. Gleichzeitig gratulierte er auch dem ebenfalls nominierten Mannheimer Mozart-Orchester.

Das Freiburger Barockorchester ist mit einer gemeinsamen Aufnahme mit dem RIAS-Kammerchor von Joseph Haydns Oratorium “Die Schöpfung” unter der Leitung von René Jacobs in der Kategorie “Best Choral Performance” für den internationalen Grammy-Preis nominiert worden.

Die Entscheidung über die Grammy-Vergabe fällt am 13. Februar 2013 durch die National Academy of Recording Arts and Sciences in Los Angeles.

Stuttgart, Ministerium für Wissenschaft, 50-jähriges Jubiläum des Württembergischen Kammerorchesters Heilbronn 8.11.2010

 Baden_wuerttemberg.jpg

Presseinformation

 Ministerium für Wissenschaft und Kunst Baden Württemberg

50-jähriges Jubiläum des Württembergischen Kammerorchesters Heilbronn

Kunststaatssekretär Birk: hoch renommierter musikalischer Botschafter der Stadt Heilbronn und des Landes – Neue Konzertformen erschließen breiteres Publikum

Als “hoch renommierter musikalischer Botschafter der Stadt Heilbronn und des Landes” würdigte Kunststaatssekretär Dr. Dietrich Birk das Württembergische Kammerorchester Heilbronn heute (8. November) in Heilbronn. Anlass war ein feierliches Jubiläumskonzert zum 50-jährigen Bestehen des traditionsreichen Klangkörpers.

“Die Pflege und Weiterentwicklung des musikalischen Erbes und die Zusammenarbeit mit herausragenden Solisten haben dem Orchester international einen hervorragenden Ruf eingebracht. Die solide Basis hierfür ist die feste Verankerung des Orchesters in der Stadt Heilbronn und der Region Franken. Das beweisen die stabil hohe Abonnentenzahl, der engagierte Trägerverein sowie die Unterstützung durch Unternehmen aus Stadt und Region”, so der Staatssekretär.

Mit der Übernahme der Orchesterleitung durch Ruben Gazarian im Jahr 2002 sei die Arbeit des verdienten langjährigen Dirigenten Jörg Faerber erfolgreich fortgesetzt worden. Birk: “Insbesondere mit neuen Konzertformen ist es den Musikerinnen und Musikern gelungen, neue Publikumskreise wie Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zu erschließen. Die besonderen Angebote für Grundschulkinder und die innovative Konzertreihe red blue meets classic ermöglichen ihnen den Zugang zu klassischer Musik und dem Konzertbetrieb.”

Bei einer Einspielquote von rund 54 Prozent beträgt die Landesförderung 2010 rund 690.000 Euro. “Auf Grund seiner wichtigen Rolle innerhalb der baden-württembergischen Kulturlandschaft wird das Land die Entwicklung des Württembergischen Kammerorchesters Heilbronn weiterhin aufmerksam begleiten”, so der Staatssekretär abschließend.

Weitere Informationen: www.wko-heilbronn.de

Stuttgart, Ministerium für Wissenschaft, Ergebnisse der Verwaltungsratssitzung des Badischen Staatstheaters in Karlsruhe

 Baden_wuerttemberg.jpg

Presseinformation

 Ministerium für Wissenschaft und Kunst Baden Württemberg

Gute Ergebnisse bei der Verwaltungsratssitzung des Badischen Staatstheaters in Karlsruhe

In der heutigen Sitzung des Verwaltungsrats des Badischen Staatstheaters in Karlsruhe einigten sich Stadt, Land und Theater bei den Sparmaßnahmen über einen Weg, der dem Badischen Staatstheater in allen drei Sparten die weitere Arbeit auf bisherigem künstlerischem Niveau ermöglicht. Dazu wurde beschlossen, eine Organisationsuntersuchung über den Betrieb des Theaters in Auftrag zu geben.

“Wir sind uns einig”, so der Verwaltungsratsvorsitzende Minister Professor Dr. Peter Frankenberg, “dass das Badische Staatstheater zu den Leuchttürmen des Landes mit hoher Strahlkraft gehört, dessen künstlerischen Rang es zu erhalten gilt”.

“In den guten Gesprächen mit dem Land sind wir einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung weiter gekommen”, zeigte sich OB Heinz Fenrich erfreut über den Ausgang der Sitzung.

Stuttgart, Ministerium für Wissenschaft, Projektförderung für Klein- und Figurentheater im Jahr 2011 – Frist 30.11.2011

 Baden_wuerttemberg.jpg

Presseinformation

 Ministerium für Wissenschaft und Kunst Baden Württemberg

Land setzt Projektförderung für Klein- und Figurentheater im Jahr 2011 fort – Bewerbungsfrist 30. November 2011

Kunststaatssekretär Dr. Birk: 400.000 Euro für innovative Theaterprojekte im ganzen Land

Das Kunstministerium wird den Klein- und Figurentheatern des Landes im kommenden Jahr insgesamt bis zu 400.000 Euro für innovative Projekte zur Verfügung stellen. Ein entsprechendes Programm wird jetzt zum dritten Mal ausgeschrieben. Dies teilte Kunststaatssekretär Dr. Dietrich Birk heute in Stuttgart mit. Die Bewerbungsfrist endet am 30. November 2010.

“Mit dieser zusätzlichen Projektförderung ermöglicht das Land innovative Theaterprojekte, die im regulären Spielbetrieb nicht realisierbar wären. Von dem Programm profitieren Bühnen im ganzen Land”, sagte der Staatssekretär. Das Programm sei im Jahr 2009 erstmals gestartet, jetzt gehe es in die dritte Runde. Bislang habe das Land aus dem Programm 42 Projekte gefördert.

Die Fördermittel werden auf Antrag und nach Begutachtung durch eine unabhängige Jury vom Kunstministerium vergeben. Insgesamt stehen hierfür im Jahr 2011 voraussichtlich bis zu 400.000 Euro zusätzlich zur Verfügung. Einzelprojekte können mit jeweils maximal 40.000 Euro gefördert werden. Konzeptionen können mit bis zu 20.000 Euro pro Jahr und für die Dauer von höchstens 3 Jahren gefördert werden (insgesamt max. 60.000 Euro).

Antragsberechtigt sind grundsätzlich alle professionellen Klein- und Figurentheater im Land, die seit mindestens fünf Jahren in Baden-Württemberg ansässig sind. Weitere Voraussetzungen sind eine eigene Spielstätte, hauptberufliche Mitarbeiter, ein regelmäßiger öffentlicher Spielplan sowie eine laufende institutionelle Förderung von kommunaler Seite.

Andere Theater in freier Trägerschaft, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen, haben die Möglichkeit, sich um Fördermittel beim Landesverband Freier Theater zu bewerben.

Weitere Informationen und Antragsformulare zum Download:

www.mwk.baden-wuerttemberg.de/service/aktuelle_ausschreibungen/klein_und_figurentheater/

Stuttgart, Ministerium für Wissenschaft, Kunstförderpreise 2010 in der Sparte Musik und Tanz vergeben

 Baden_wuerttemberg.jpg

Presseinformation

 Ministerium für Wissenschaft und Kunst Baden Württemberg

Kunstförderpreise 2010 in der Sparte Musik und Tanz vergeben

Die Bayerischen Kunstförderpreise in der Sparte Musik und Tanz gehen in diesem Jahr an Herbert Schuch, Saúl Vega, das Schlagzeug-Duo Double Drums und das Alex Wienand Trio. Die Auszeichnung soll junge Künstler unterstützen, die über eine außergewöhnliche Begabung verfügen und durch hervorragende Leistungen hervorgetreten sind. Die Kunstförderpreise sind für Einzelkünstler und Duos mit je 5.000 Euro und für Ensembles mit 8.000 Euro dotiert.

Kunstminister Wolfgang Heubisch: “In diesem Jahr können wir im Bereich Musik und Tanz zwei talentierte junge Einzelkünstler auszeichnen: einen Pianisten und einen Tänzer. Hinzu kommen ein Jazz-Ensemble und ein Schlagzeug-Duo. Dies zeigt wieder einmal, wie vielseitig die Musik- und Tanzszene im Freistaat ist.”

Der Pianist Herbert Schuch ist vielfacher Preisträger in Klavierwettbewerben. Er hat bereits mit namhaften Orchestern zusammengearbeitet und ist regelmäßig zu Gast bei hochkarätigen Festspielen. Für die Gutachter stand fest: Herbert Schuch zählt national und international zu den aktuell gefragtesten Pianisten und ist auf dem Weg zu einer glanzvollen Musikerkarriere.

Der gebürtige Spanier Saúl Vega tanzt seit der Spielzeit 2008/09 in der Ballett-Compagnie des Staatstheaters Nürnberg. Dort hat er in seinen bisherigen Rollen und Solopartien Publikum und Fachwelt überzeugt. Neben seiner exzellenten Technik besticht er nach Meinung der Jury besonders durch sein darstellerisches Talent, seine Wandlungsfähigkeit und Ausdrucksstärke.

Das Schlagzeug-Duo Double Drums wurde 2004 von Alexander Glöggler und Philipp Jungk gegründet. Die beiden präsentieren in ihren Programmen ausschließlich eigene Stücke und speziell für sie geschriebene Auftragskompositionen. Die Jury beeindruckte die unkonventionelle Mischung verschiedenster Einflüsse und die große Experimentierfreudigkeit der beiden Schlagzeuger. Stilistisch irgendwo zwischen Klassik und Pop, begeistere das Duo mit seiner technischen Präzision und seinem Spielwitz.

Das Münchner Alex Wienand Trio hat sich in den vergangenen Jahren in renommierten Wettbewerben mit faszinierendem Jazz erfolgreich nach oben gespielt. Es besteht aus Alexander Wienand, Felix Himmler und Tobias Schirmer. Der Stil des Trios bewegt sich zwischen Komposition und Improvisation. Die Jury lobt die perfekte Balance zwischen Technik und Ideenreichtum, eine souveräne Kommunikation zwischen den einzelnen Musikern und ein hohes Maß an Originalität.

Der Bayerische Kunstförderpreis wird auch in den Sparten Literatur, Bildende Kunst und Darstellende Kunst vergeben. Kunstminister Wolfgang Heubisch wird die Preise am 19. November 2010 in der Münchner Residenz überreichen.

Stuttgart, Ministerium für Wissenschaft Forschung und Kunst, Kultur 2020. Kunstpolitik für Baden-Württemberg‘ liegt in gedruckter Fassung vor

 Baden_wuerttemberg.jpg

Presseinformation

 Ministerium für Wissenschaft und Kunst Baden Württemberg
 ‚Kultur 2020. Kunstpolitik für Baden-Württemberg‘ liegt in gedruckter Fassung vor

Minister Frankenberg und Staatssekretär Birk: Kulturelle Bildung, Profilbildung und Strategien der Kulturvermittlung sind wichtige Leitziele  

Die Konzeption “Kultur 2020. Kunstpolitik für Baden-Württemberg” liegt nun in gedruckter Fassung vor. Die Konzeption wurde vom Landtag in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause abschließend beraten und im Anschluss vom Ministerrat verabschiedet. Kunstminister Professor Dr. Peter Frankenberg und Staatssekretär Dr. Dietrich Birk stellten die Publikation am 20. September in Stuttgart vor.

“Die Konzeption ‚Kultur 2020. Kunstpolitik für Baden-Württemberg‘ bildet die Grundlage für das kulturpolitische Handeln der kommenden Jahre. Dabei werden auch in Zukunft die Grundprinzipien Liberalität, Dezentralität, Pluralität und Subsidiarität im Mittelpunkt stehen. Erfolgreiche Kulturpolitik bedeutet die Förderung der Exzellenz in der Kunst, aber auch das Angebot und die Möglichkeit des Zugangs zur Kunst für alle Menschen – in allen Regionen im Land. Auch in finanziell angespannten Zeiten zeigen wir damit Perspektiven auf, wie Kunst und Kultur unsere Gesellschaft und das Leben eines jeden Einzelnen auch in Zukunft bereichern können”, so Frankenberg und Birk.

Die Konzeption ist in einem breit angelegten Dialog mit Kulturverantwortlichen, Kunstschaffenden, Kunstexperten und Vertretern der Politik erstellt worden. Ausgangspunkt war der Kunstkongress Haupt Sache Kunst im Mai 2009, an den sich der Austausch in verschiedenen Arbeitsgruppen zu den einzelnen Kunstsparten anschloss. Weitere Impulse gaben die Empfehlungen des Landeskunstbeirats, Symposien und eine öffentliche Anhörung im Landtag.

“Kultur 2020‘ wird von einem großen Konsens getragen. Alle Beteiligten sind sich der sich daraus ergebenden Verpflichtungen bewusst. Wir wollen Bestehendes bewahren und wo nötig verbessern, um uns an die veränderten Bedingungen anzupassen. Die Verantwortung für Kunst und Kultur in unserem Land liegt auf mehreren Schultern, dem Land, den Kommunen, privaten Träger und Förderern. Das Land will den Kulturschaffenden auch weiterhin ein verlässlicher Partner sein”, so Minister Frankenberg und Staatssekretär Birk. Insgesamt flossen im Jahr 2009 rd. 370 Mio. Euro und damit 1,1 % der Gesamtausgaben des Landes in Kunst und Kultur.

Besondere Schwerpunkte der Konzeption liegen auf den Bereichen kulturelle Bildung und interkulturelle Kulturarbeit. “Die Menschen möglichst früh an Kunst und Kultur heranzuführen, das ist eine Schlüsselaufgabe. Von der Kreativität und Innovationsfähigkeit des Einzelnen profitiert unser Zusammenleben”, so Staatssekretär Birk. Die Projekte Internetplattform ‚Theater und Schule‘ und das Landesförderprogramm ‚Singen-Bewegen-Sprechen‘ setzten deshalb bereits bei Kindern und Jugendlichen an. Daneben müsse die interkulturelle Kulturarbeit angesichts der Tatsache, dass jeder vierte Bewohner des Landes einen Migrationshintergrund hat, weiter verstärkt werden.

Technischer Fortschritt, demographischer Wandel, zunehmende Medialisierung und geändertes Freizeitverhalten bestimmen die kulturellen Handlungsfelder der Zukunft. “Hierauf müssen wir mit den Begriffen Professionalisierung, Profilschärfung, Vernetzung und besonderen Angeboten antworten. Die Kulturschaffenden und -verantwortlichen müssen sich und ihre Einrichtungen darauf einstellen, indem sie sich fit machen für die Nutzung neuer Medien und moderner Marketingstrategien. Durch Netzwerke und Informationsaustausch sollen Synergien entstehen. Insbesondere mit innovativen und spartenübergreifenden Projekten soll bei den Besucherinnen und Besuchern das Interesse an Kunst geweckt werden”, so Minister Frankenberg und Staatssekretär Birk.

Die Konzeption “Kultur 2020. Kunstpolitik für Baden-Württemberg” umfasst rund 440 Seiten. Sie kann unter www.mwk.baden-wuerttemberg.de heruntergeladen werden.

Stuttgart, Ministerium für Wissenschaft Forschung und Kunst, Konzeption Kultur 2020 im Landtag abschließend beraten – Kunststaatssekretär zieht positive Bilanz

 Baden_wuerttemberg.jpg

Presseinformation

 Ministerium für Wissenschaft und Kunst Baden Württemberg

 Konzeption “Kultur 2020″ im Landtag abschließend beraten – Kunststaatssekretär zieht positive Bilanz

Dr. Dietrich Birk: Starker Rückenwind für Kunst und Kultur aus allen Fraktionen – solides Fundament für neue Konzeption

“Die breite Unterstützung aller Fraktionen des Landtages von Baden-Württemberg für die neue Konzeption ‚Kultur 2020‘ gibt dem Kulturleben und auch der Kulturpolitik in Baden-Württemberg starken Rückenwind.” Dies sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Dr. Dietrich Birk, heute in Stuttgart. Birk zog damit eine positive Bilanz der Landtagsdebatte am Donnerstag.

“Mit dieser Konzeption schaffen wir einen Rahmen für die Kunstpolitik der kommenden zehn Jahre. Sie ist das Ergebnis eines intensiven Dialogs, den das Kunstministerium mit vielen Akteuren aus Kunst und Kultur, aber auch mit Vertretern der Landespolitik und der Kommunalpolitik geführt hat. Auch die Empfehlungen des Landeskunstbeirats sind eingeflossen. Die Landtagsdebatte am Donnerstag hat erneut gezeigt, dass diese Konzeption auf einem soliden Fundament steht”, so Birk.

Der Staatssekretär betonte, die Konzeption enthalte eine Gesamtschau der Kunst- und Kulturpolitik in Baden-Württemberg, zeige aber auch Handlungsperspektiven für die kommenden Jahre auf. “Es gibt eine Reihe von Feldern, denen wir uns verstärkt widmen müssen. Zwei wichtige Schwerpunkte bilden die kulturelle Bildung und die interkulturelle Kulturarbeit. Zugleich muss Baden-Württemberg weiterhin das Kulturland für Familien und alle Generationen bleiben”, so Birk. Aber auch die starke Bedeutung von Kunst und Kultur als Kreativmotor für Wissenschaft und Wirtschaft müsse deutlich herausgestellt werden.

Birk zufolge will die Landesregierung die Schlussfassung “Kultur 2020. Kunstpolitik für Baden-Württemberg” demnächst verabschieden und in Herbst veröffentlichen.

Online:

http://mwk.baden-wuerttemberg.de/deutsch/themen/kunst_und_kultur/kulturpolitik/kultur_2020/