Stuttgart, Oper Stuttgart, Premiere – Alice im Wunderland, 02.06.2016

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Oper Stuttgart

Stuttgart Opernhaus © A.T. Schaefer

Stuttgart Opernhaus © A.T. Schaefer

Alice im Wunderland  von Johannes Harneit

Oper für Erwachsene und Kinder ab 10 Jahren

Premiere am Donnerstag, 02. Juni 2016, 19.00 Uhr // KammertheaterWeitere Vorstellungen: 04. | 05. |08.* | 10. | 13.* | 15.* | 18. | 19. | 21. | 23.* | 25. | 27.* | 29. Juni , 1. Juli 2016 (* Schulvorstellungen)

Mit der Oper Alice im Wunderland von Johannes Harneit feiert die Junge Oper Stuttgart am Donnerstag, 2. Juni 2016, um 19 Uhr im Kammertheater Premiere. Ein Jahr nach der Uraufführung der Oper an den Bühnen der Stadt Gera im Mai 2015 erarbeitete der Komponist zusammen mit dem Dirigenten Stefan Schreiber, der Regisseurin Barbara Tacchini und Dramaturgin Jenke Nordalm nun eine „Stuttgarter Fassung“ der Oper. Die Ausstattung hat Vesna Hiltmann entworfen. Für die Choreografie zeichnet Ricardo Camillo verantwortlich.

Die Rolle der Alice singen alternierend die Sopranistinnen Victoria Kunze und Julia Spaeth. Julia Spaeth wirkte in Stuttgart zuletzt bei den Uraufführungen von Jennifer Walshes Die Taktik (2011/12, Junge Oper) und von Hans Thomallas Fremd (2010/11, Oper Stuttgart) mit. Als Bewohner des Wunderlands sind Alice Chinaglia (Königin/Taube), Adam Kim (Hutmacher), Taxiarchoula Kanati (Herzogin/Raupe), Pascal Zurek (Greif/Kröt), Maja Majcen Nadu (Maus), die Klarinettistin Carelys Carreras (Grinsekatze) sowie Philipp Nicklaus und Hans Kittelmann (alternierend als Weißes Kaninchen) zu erleben. Philipp Nicklaus interpretierte in der Junge Oper-Produktion Nixe (2014/15) den Prinzen. Kammersänger Karl-Friedrich Dürr, ehemaliges Mitglied des Solistenensembles der Oper Stuttgart, kehrt in Alice im Wunderland in der Doppelrolle von König und Köchin an sein langjähriges Stammhaus zurück.

Neben den professionellen Sängerinnen und Sängern wirkt ein Projektchor von 25 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 10 und 23 Jahren aus Stuttgart und Umgebung mit. Die Chormitglieder übernehmen unterschiedliche Rollen: Sie singen die Echowirkung des Schachts, durch den Alice ins Wunderland fällt, und erschaffen dadurch diesen Raum; leihen ihre Stimmen dem Saft und dem Kuchen, die Alice wachsen und schrumpfen lassen; sind geisterhaft grinsende Katzen, Gärtner, Soldaten und Gerichtsschreiber. Die Choreinstudierung liegt in den Händen von Viktoriia Vitrenko.
An einem schläfrigen Nachmittag fällt Alice in einen tiefen Schacht und trifft auf viele sonderbare Tiere und Menschen, die verworrene Dinge reden und allesamt Angst haben, von der Königin ihres Landes unverzüglich geköpft zu werden, wenn sie nicht „richtig ticken“. Alice kennt sich selbst kaum noch wieder, wird bald riesengroß, bald winzig klein, und ertrinkt beinah in einem Tränensee. Doch irgendwann scheint sie auf die Lösung der Rätsel des Wunderlands zu stoßen… Komponist Johannes Harneit hat Lewis Carrolls zeitlose Abenteuergeschichte in eine aufregende Klangsprache gesetzt, die den Zuschauern Alices verzweifelt-mutige Suche nach einem Schlüssel für unlösbare Rätsel und verschlossene Türen sinnlich erfahrbar macht.

Regisseurin Barbara Tacchini interessieren vor allem die psychischen Zustände der Figuren im Irrgarten ihrer Interaktionen, ihr Miteinander- und Aneinander-vorbei-reden. „Die Zeit, die Alice im Wunderland verbringt, steht für eine wichtige Phase der Selbstbehauptung und des Erwachsenwerdens des Teenagers. Bei Carroll fällt Alice in den Schlaf, als sie ein sehr langweiliges Buch liest. Auch bei uns entzieht sich ihr der Boden allmählich, sie gleitet hinein in die Fantasiewelt, die sich zunehmend und gefährlich konkretisiert.“

Musikalische Leitung Stefan Schreiber
Regie Barbara Tacchini
Ausstattung Vesna Hiltmann
Choreografie Ricardo Camillo
Chor Viktoriia Vitrenko

Dramaturgie Jenke Nordalm
Besetzung:
Alice: Victoria Kunze, Julia Spaeth (4., 15., 18., 21., 25., 27. Juni 2016)
Königin / Taube  Alice Chinaglia
Hutmacher Adam Kim
Weißes Kaninchen Philipp Nicklaus, Hans Kittelmann
König / Köchin Karl-Friedrich Dürr
Herzogin / Raupe Taxiarchoula Kanati
Greif / Kröt Pascal Zurek
Maus Maja Majcen Nadu
Grinsekatze Carelys Carreras
Projektchor und Projektorchester der Jungen Oper Stuttgart

 

Pressemeldung Staatsoper Stuttgart

Stuttgart, Oper Stuttgart, Eva Kleinitz – 2017 Generalintendantin der Opéra national du Rhin, April 2016

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Oper Stuttgart

Stuttgart Opernhaus © A.T. Schaefer

Stuttgart Opernhaus © A.T. Schaefer

Eva Kleinitz – Neue Intendantin der Opéra national du Rhin

Oper Stuttgart / Eva Kleinitz © Karl Foster

Oper Stuttgart / Eva Kleinitz © Karl Foster

Eva Kleinitz, stellvertretende Intendantin und Operndirektorin der Oper Stuttgart, wird am 1. September 2017 Generalintendantin der Opéra national du Rhin (Opéra d’Europe) in Strasbourg, Mulhouse und Colmar. Die Berufung ist das Ergebnis eines konzertierten Verfahrens des französischen Kulturministeriums in Paris, der Städte Strasbourg, Mulhouse und Colmar sowie der Region Alsace, Champagne-Ardenne, Lorraine. Eva Kleinitz folgt in dieser Position auf Marc Clémeur, der seit September 2009 amtiert. Sie bringt für die neue Aufgabe langjährige Erfahrungen im internationalen Opernbetrieb mit und besitzt als Präsidentin von Opera Europa, einem Verband von mehr als 150 europäischen Opernhäusern und Festivals, beste Kenntnisse über das aktuelle europäische Opernschaffen.

Strasbourgs designierte Generalintendantin Eva Kleinitz: „Ich bin glücklich und dankbar über die Entscheidung der französischen Kulturpolitik, denn ich kenne und schätze die Opéra national du Rhin und die Region seit vielen Jahren.

Die Solisten, der Chor, die verschiedenen Orchester, das Ballett sowie das Opernstudio einerseits und die diversen Spielstätten andererseits bieten vielfältige Möglichkeiten, den Kunstformen Oper und Ballett in ihren unterschiedlichen Facetten auch für die Zukunft gesellschaftliche Relevanz zu verleihen. Auf diese Herausforderung und die Zusammenarbeit mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern freue ich mich sehr. Darüber hinaus sind mir der Dialog mit den Kulturinstitutionen der drei Städte Strasbourg, Mulhouse und Colmar sowie nationale und internationale Partnerschaften ein wichtiges Anliegen.

Stuttgarts Opernintendant Jossi Wieler sagte zur Ernennung seiner Stellvertreterin: „Ich gratuliere Eva Kleinitz sehr herzlich und freue mich mit ihr. Und ich beglückwünsche die Opéra national du Rhin und die Berufungskommission ebenfalls, denn sie unterstreichen damit eine besondere Perspektive und werden mit Eva Kleinitz eine hervorragende Generalintendantin bekommen. Sie wird Stuttgart fehlen, aber ich glaube, dass es vielfache Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Strasbourg und Stuttgart gibt, die beiden Opernhäusern neue Optionen eröffnen können. Nicht zuletzt ist Strasbourg Stuttgarts Partnerstadt in Frankreich.

Ich bedaure auch persönlich ihren Abschied aus dem Leitungsteam der Oper Stuttgart bereits eine Spielzeit vor dem Ende meiner Intendanz. Ich weiß aber, dass sie die Spielzeit 2017/18 für Stuttgart mit großer Verantwortung und Sorgfalt vorbereitet hat und gut geplant an uns übergeben wird. Die Erfolge der Oper Stuttgart in den zurückliegenden Jahren sind zu einem wesentlichen Teil insbesondere auch ihrer künstlerischen Prägung und ihrem professionellen Können zu verdanken. Dafür bedanke ich mich im Namen des gesamten Leitungsteams sehr herzlich.“     Pressemeldung Oper Stuttgart / IOCO / 6.4.2016

Stuttgart, Staatsoper Stuttgart, Zum letzten Mal: DER ROSENKAVALIER von Richard Strauss, 28.03.2016

März 16, 2016  
Veröffentlicht unter Pressemeldung, Staatsoper Stuttgart

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Oper Stuttgart

Stuttgart Opernhaus © A.T. Schaefer

Stuttgart Opernhaus © A.T. Schaefer

DER ROSENKAVALIER  von Richard Strauss

Letzte Vorstellung 28. März 2016

Feldmarschallin Fürstin Werdenberg pflegt eine Beziehung zu dem um viele Jahre jüngeren Mann Octavian. Als ihr Vetter Baron Ochs auf Lerchenau diesen als Brautwerber ins Haus des neureichen Herrn von Faninal sendet, verliebt sich Octavian selbst in die zur Braut bestimmte Sophie. Der einzig auf den finanziellen Vorteil der Heirat erpichte Baron wird überlistet, die Marschallin leistet Verzicht.

Richard Strauss‘ und Hugo von Hofmannsthals 1911 uraufgeführte »Komödie für Musik« erzählt von Sehnsüchten, Traumwelten, Abschied und der Konfrontation des »Ich« mit der Angst vor dem eigenen Verfall. Zwischen Fin de siècle, Barock und Rokoko, Walzerseligkeit und menschlichem Abgrund eröffnet sich ein Panoptikum der Moderne.

Musikalische Leitung: Georg Fritzsch, Regie: Stefan Herheim, Bühne: Rebecca Ringst, Kostüme: Gesine Völlm, Licht: Olaf Freese, Chor und Kinderchor: Johannes Knecht, Dramaturgie: Xavier Zuber

BESETZUNG: Feldmarschallin: Simone Schneider, Baron Ochs auf Lerchenau: Friedemann Röhlig, Octavian: Paula Murrihy, Herr von Faninal: Michael Ebbecke, Sophie: Lenneke Ruiten, Jungfer Marianne Leitmetzerin: Rebecca von Lipinski, Valzacchi: Torsten Hofmann, Annina: Hilke Andersen, Polizeikommissar / Notar: Mark Munkittrick, Haushofmeister der Marschallin / Haushofmeister bei Faninal / Ein Wirt: Heinz Göhrig, Sänger: Gergely Németi, Pan (Page / Leopold / Flötist / Arzt / Kellner): Thomas Schweiberer, Modistin: Ulla Seeber, Tierhändler: Alois Riedel, Mit: Staatsopernchor Stuttgart, Kinderchor der Oper Stuttgart, Staatsorchester Stuttgart

Pressemeldung Oper Stuttgart

Stuttgart, Staatsoper Stuttgart, Premiere: Hoffmanns Erzählungen von Jacques Offenbach, 19.03.2016

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Oper Stuttgart

Stuttgart Opernhaus © A.T. Schaefer

Stuttgart Opernhaus © A.T. Schaefer

 Hoffmanns Erzählungen von Jacques Offenbach

in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere am Samstag, 19. März 2016, um 18 UhrWeitere Vorstellungen: 24.03.2016 19:00 Uhr, 03.04.2016 15:00 Uhr, 10.04.2016 18:00 Uhr, 15.04.2016 19:00 Uhr, 23.04.2016 19:00 Uhr, 30.04.2016 19:00 Uhr, 04.05.2016

Einführungsmatinee: Sonntag, 13. März 2016, 11 Uhr im Opernhaus, Foyer I. Rang
Das Produktionsteam gibt einen Einblick in die Konzeption der Neuinszenierung.  Nach(t)gespräche, Sonntag, 3. April 2016, Sonntag, 10. April 2016

Paris / Jacques Offenbach Foto IOCO

Paris / Jacques Offenbach Foto IOCO

Erstmals wird eine Operninszenierung von Christoph Marthaler in Stuttgart zu sehen sein, wenn seine Interpretation von Jacques Offenbachs phantastischer Oper Hoffmanns Erzählungen am Samstag, 19. März 2016, um 18 Uhr Premiere feiert. Die als Koproduktion mit dem Teatro Real in Madrid entstandene Neuinszenierung hatte dort am 17. Mai 2014 unter der musikalischen Leitung von Sylvain Cambreling Premiere. Cambreling hatte nach intensivem Quellenstudium und in enger Zusammenarbeit mit der Regie eine „Madrider Fassung“ erarbeitet, welche nun auch in Stuttgart erklingen wird. Der Stuttgarter Generalmusikdirektor wird vier der insgesamt acht Vorstellungen dirigieren, für die anderen Vorstellungen kehrt Gregor Bühl ans Pult des Staatsorchesters Stuttgart zurück. Das Bühnen- und Kostümbild hat Anna Viebrock entworfen, die – ebenso wie Sylvain Cambreling – eine langjährige Zusammenarbeit mit Christoph Marthaler verbindet, u.a. im Leitungsteam des Schauspielhauses Zürich (2000 – 2004). Sie wird ihren Bühnenentwurf an die kleinere Bühne des Stuttgarter Opernhauses anpassen und das Masken- und Kostümbild weiterentwickeln. Für die Choreografie zeichnet Altea Garrido verantwortlich. Die Choreografin und Tänzerin, die regelmäßig mit Christoph Marthaler zusammenarbeitet, verkörpert zudem wie bereits bei der Madrider Premiere Hoffmanns Geliebte Stella.

Sylvain Cambreling und Christoph Marthaler werden Ihre Interpretation des Werks mit der Stuttgarter Besetzung neu einstudieren. Die Tenöre Marc Laho und Eric Cutler übernehmen alternierend die Titelpartie und geben damit jeweils ihr Hausdebüt an der Oper Stuttgart. Marc Laho sang die Partie des Hoffmann bereits an den Opernhäusern in Prag, Basel und Zürich und zuletzt in Toulon. Eric Cutler verkörperte Hoffmann bei der Madrider Premiere von Marthalers Inszenierung. Als Muse/Niklaus ist Sophie Marilley aus dem Stuttgarter Solistenensemble zu erleben. Auch die verflossenen Geliebten Hoffmanns werden von Stuttgarter Ensemblemitgliedern dargestellt: Ana Durlovski übernimmt wie bereits am Teatro Real die Partie der Olympia. Mandy Fredrich singt die Antonia; diese Partie hat sie erstmals bei den Bregenzer Festspielen 2015 interpretiert. Simone Schneider gibt als Giulietta ihr Rollendebüt. Die vier Widersacher von Hoffmann werden im Wechsel Alex Esposito und Vito Priante verkörpern. Esposito gab sein Rollendebüt 2014 in Oslo unter der Regie von Calixto Bieito. Vito Priante sang die vier Bösewichte bereits in Madrid. Auch Graham F. Valentine, der sich dem Stuttgarter Publikum als Spalanzani vorstellt, wirkte bei der Madrider Premiere von Hoffmanns Erzählungen mit. Weitere Partien sind mit Torsten Hofmann (Andreas/Cochenille/Franz/Pitichinaccio), Maria Theresa Ullrich (Stimme von Antonias Mutter) und Kammersänger Roland Bracht (Luther/Crespel) aus dem Stuttgarter Solistenensemble sowie Eric Ander (Schlemihl) und Dominic Große (Hermann) aus dem Opernstudio besetzt.

Der Künstler Hoffmann, gleichermaßen in einer Schaffens- wie in einer Liebeskrise, gerät in dieser Oper, verfolgt von seiner Muse, in eine surreale Welt, die sich aus seiner eigenen Vorstellungskraft speist. Er begegnet drei Frauen, an denen er verschiedene Spielarten leidenschaftlicher Hingabe erprobt: der mechanischen Apparatur Olympia, der ganz in ihrer Kunst verlorenen Sängerin Antonia und schließlich der berechnenden Kurtisane Giulietta. Begleitet von weiteren Figuren, die stets wie Engel und Teufel seines Gewissens agieren, durchläuft Hoffmann die surreal verzerrten Szenerien seiner Fantasie.

Koproduktion der Oper Stuttgart und des Teatro Real Madrid.

Musikalische Leitung: Sylvain Cambreling, Gregor Bühl, Regie: Christoph Marthaler, Regie-Mitarbeit: Joachim Rathke, Bühne und Kostüme: Anna Viebrock, Licht: Olaf Winter, Choreografie: Altea Garrido, Chor: Christoph Heil, Dramaturgie: Malte Ubenauf

BESETZUNG:
Hoffmann: Marc Laho, Eric Cutler
Muse / Niklaus: Sophie Marilley
Lindorf / Coppelius / Dapertutto / Mirakel: Alex Esposito, Vito Priante
Andreas / Cochenille / Pitichinaccio / Franz: Torsten Hofmann
Olympia: Ana Durlovski
Antonia: Mandy Fredrich
Giulietta: Simone Schneider
Stella: Altea Garrido, Begoña Quiñones
Stimme der Mutter: Maria Theresa Ullrich
Nathanaël: Thomas Elwin
Spalanzani: Graham F. Valentine, Graham F. Valentine
Hermann: Dominic Große
Schlemihl: Eric Ander
Luther / Crespel: Roland Bracht, Henry Waddington

Pressemeldung Oper Stuttgart

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