Schwerin, Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin, PREMIERE Tannhäuser, 20.01.2012

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Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin

PREMIERE MUSIKTHEATER Tannhäuser

und der Sängerkrieg auf der Wartburg
Romantische Oper in drei Akten von Richard Wagner

Premiere am Freitag, den 20. Januar 2012 um 18.30 Uhr im Großen Haus des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin

Musikalische Leitung: GMD Matthias Foremny, Inszenierung: Arturo Gama Bühne und Kostüme: Mathias Rümmler, Choreinstudierung: Ulrich Barthel

Mit: Andreas Mitschke (Landgraf Hermann), Paul McNamara (Tannhäuser), Markus Vollberg (Wolfram von Eschenbach), Musa Nkuna (Walter von der Vogelweide), Frank Blees (Biterolf), Lars G. Neumann (Heinrich der Schreiber), Andreas Lettowsky (Reinmar von Zweter), Kelly Cae Hogan (Elisabeth), Stephanie Weiss (Venus), Katrin Hübner (Ein junger Hirt) u.a. es singen der Opern- und Extrachor des Mecklenburgischen Staatstheaters, es spielt die Mecklenburgische  Staatskapelle Schwerin

Der Sänger Tannhäuser ist auf der verzweifelten Suche nach dem idealen Ort für seine Kunst. Seine Sehnsucht macht ihm zum rastlosen Wanderer zwischen den Welten. Im Reich der Liebesgöttin Venus sucht er Inspiration durch äußerste Reizung aller Sinne. Dieses Übermaß erschöpft schließlich seine kreativen Kräfte, so dass er zurückstrebt in die wirkliche Welt. Dort begegnet er Landgraf Hermann und den Minnesängern, mit denen er einst im Streit auseinanderging. Tannhäuser kehrt mit ihnen auf die Wartburg zurück, denn er will Elisabeth, die Nichte des Landgrafen, wiedersehen. Sie begrüßt ihn mit überschwänglicher Freude – durch ihn und seine Kunst, seinen Gesang, hat sie erfahren, dass sie eine andere Liebe zu empfinden vermag als die keusche, von der Wartburggesellschaft proklamierte. Beim folgenden Sängerwettstreit kommt es allerdings zum Eklat: Denn als sich die Minnesänger in ihren ein wenig blutleeren Liedern von der tugendhaften Liebe ergehen, verliert Tannhäuser die Fassung und macht deutlich, dass die Wonnen des Venusbergs keineswegs zu verachten seien. Damit reizt er die Wartburggesellschaft bis aufs Blut. Elisabeth vermag ihn zwar vor der erbosten Menge zu retten, doch Tannhäuser muss geloben, nach Rom zu pilgern, um vom Papst die Absolution für seine Venusberg-Sünde zu erhalten.

In der Schweriner Neuproduktion übernimmt der gebürtige Ire und Wahlberliner Paul McNamara die Titelpartie. Aufgrund seiner fulminanten Debütleistung in dieser Rolle am Mainfranken Theater Würzburg 2009 wurde der Tenor von der internationalen Fachzeitschrift Opernwelt zum “Sänger des Jahres” nominiert. Ein Jahr zuvor feierte McNamara sein Debüt an der Deutschen Oper Berlin mit der Partie des “Heiligen Michael” in der Schlingensief-Inszenierung “Szenen aus dem Leben der heiligen Johanna” von Walter Braunfels. Weitere Stationen seiner bisherigen Karriere waren u.a. Kiel, Neustrelitz, Darmstadt, Weimar, Münster, Wuppertal und Halle.

Nächste Vorstellungen: am 29. Januar und 26. Februar 2012 jeweils um 17 Uhr im Großen Haus

Kartentelefon: 0385 / 5300 – 123; kasse@theater-schwerin.de

Schwerin, Mecklenburgisches Staatstheater, Theater, Premieren und die Knute des Geldes,

Kultureller Fixstern der Region bleibt erhalten

Insolvenz des Staatstheater vorerst abgewendet

Schwerin Stadtschloss (c) Stadt Schwerin.Schweriner Schloss (c) Landeshauptstadt Schwerin

Schwerin, zweitgrößte Stadt von Mecklenburg-Vorpommern  ist mit knapp 100.000 Einwohnern die kleinste deutsche Landeshauptstadt. Rekordverdächtig: Zwölf Seen befinden sich innerhalb des Stadtgebietes. Ausgangspunkt der Stadtentwicklung war das heutige Wahrzeichen der Stadt, das Schweriner Schloss.  Lübeck ist 80 Km, Hamburg 100 Km, die Ostsee 30 Km entfernt.  Das 1886 erbaute  Mecklenburgische Staatstheater ist mit 640 Plätzen vergleichsweise klein. Mit großem Spielplan in einer großen  ländlichen Region besitzt das  Schweriner Theater herausragende kulturelle Strahlkraft.  Am 18. November ist im Mecklenburgischen StaatstheaterSchwerin, Premiere von Madame Butterfly von Giacomo Puccini. Daneben bietet der Spielplan vieles mehr, wie Alice im WunderlandSommerfestspiele 2012, Biberpelz, Kindertheater.   Große Oper, großes Theater in einer schönen, kleinen Stadt.

Die Staatsoper Berlin, Unter den Linden, wird soeben saniert:  € 350 Millionen werden für die Sanierung diesen Hauses locker gemacht.  Große Aufruhr spürt man nicht. Obwohl in Berlin die Komische Oper, die Deutsche Oper und zahllose andere Theater leben, die zudem heftig bezuschusst werden. In Hamburg wird der seit  Jahren von Skandalen begleitete Bau der Elbphilharmonie über € 500 Millionen kosten. Hier regt sich tatsächlich etwas Unmut. In der Rheinoper Düsseldorf kostet allein die Erneuerung des  Orchestergraben gerade über € 2,3 Mio. Die Liste bedeutender Investitionen in deutsche Theater ist endlos, Deutschland ist reich. Pech aber, wenn man in Mecklenburg zu Hause ist.

Dort geriet das Mecklenburgische Staatsteater wegen eines Defizits von € 1 Mio ernsthaft an den Rand einer Insolvenz, ein inzwischen halbwegs gelöstes Problem.  Die Insolvenz des Mecklenburgischen Staatstheater wäre eine kulturelle Katastrophe für die ganze Region. Die Gefahr einer Insolvenz scheint inzwischen vom Tisch. Das sie Insolvenzgefahr überhaupt auf den Tisch kam, kann mit Blick nach Berlin, Hamburg und anderen Städten nur Unverständnis auslösen. Die Schließung der Staatsoper Unter den Linden war nie aktuell, obgleich niedrige Auslastung, extreme Zuschüsse und zahllose kulturelle Alternativen im nahen Umfeld solche Maßnahmen nahelegen.

Mecklenburgisches Staattheater (c) Silke Winkler.Mecklenburgisches Staatstheater (c) Silke Winkler

In einer Aufsichtsratsitzung vom 9.11.2011  wurde die drohende Insolvenz der Staatstheater GmbH (sprich: des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin) aufgrund einer Soforthilfe des Landes Mecklenburg-Vorpommern abgewendet.  Schwerins Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow (Linke)  teilte nach dieser Sitzung mit, daß die Landesregierung der hoch verschuldeten Stadt ausreichend Mittel zur Verfügung stellen wird, um das Staatstheater bis mindestens zum Ende der laufenden Spielzeit (Ende Juli 2012)  zu finanzieren.  Die Finanzlücke beträgt € 1 Mio. Gramkow warnt, “Die Soforthilfe ist nur lebensverlängernd”.  Strukturelle Veränderungen sind weitere Voraussetzung für die Erlangung der Landesmittel. Eine vollständige Übernahme des Theaters durch das Land sind Teil  perspektivischer Überlegungen. Ebenso die Beteiligung benachbarter Landkreise.  Mit dem ebenfalls in ähnlichen wirtschaftlichen Nöten befindlichen Volkstheater Rostock sollen Fusionsmöglichkeiten erörtert werden (NB: derartige Überlegungen werden in Rostock – noch – abgelehnt). Weiterhin wird mit den Gewerkschaften die Haustarifverträge für die 320 Beschäftigte verhandelt werden. Gehaltsverzichte der Musiker der Mecklenburgischen Staatskapelle stehen auf der Themenliste.  Gramkow meint, mit diesen Maßnahmen das Haus ab Mitte nächsten Jahres weitgehend saniert zu haben.

Konsterniert reflektiert der unbetroffene Betrachter die Merkwürdigkeiten der föderalen Strukturen unserer Republik: € 350 Mio im kulturüberfluteten Berlin sind profanes Tagesgeschäft.  € 1 Mio im kulturbedürftigen  Schwerin führen an den Rand des Abgrunds.

IOCO / Viktor Jarosch / 14.11.2011

Schwerin, Mecklenburgisches Staatstheater; Premieren, Theater und die Knute des Geldes, IOCO Aktuell

Kultureller Fixstern der Region bleibt erhalten

Insolvenz des Staatstheater vorerst abgewendet

Schwerin Stadtschloss (c) Stadt Schwerin.Schweriner Schloss (c) Landeshauptstadt Schwerin

Schwerin, zweitgrößte Stadt von Mecklenburg-Vorpommern  ist mit knapp 100.000 Einwohnern die kleinste deutsche Landeshauptstadt. Rekordverdächtig: Zwölf Seen befinden sich innerhalb des Stadtgebietes. Ausgangspunkt der Stadtentwicklung war das heutige Wahrzeichen der Stadt, das Schweriner Schloss.  Lübeck ist 80 Km, Hamburg 100 Km, die Ostsee 30 Km entfernt.  Das 1886 erbaute  Mecklenburgische Staatstheater ist mit 640 Plätzen vergleichsweise klein. Mit großem Spielplan in einer großen  ländlichen Region besitzt das  Schweriner Theater herausragende kulturelle Strahlkraft.  Am 18. November ist im Mecklenburgischen StaatstheaterSchwerin, Premiere von Madame Butterfly von Giacomo Puccini. Daneben bietet der Spielplan vieles mehr, wie Alice im WunderlandSommerfestspiele 2012, Biberpelz, Kindertheater.   Große Oper, großes Theater in einer schönen, kleinen Stadt.

Die Staatsoper Berlin, Unter den Linden, wird soeben saniert:  € 350 Millionen werden für die Sanierung diesen Hauses locker gemacht.  Große Aufruhr spürt man nicht. Obwohl in Berlin die Komische Oper, die Deutsche Oper und zahllose andere Theater leben, die zudem heftig bezuschusst werden. In Hamburg wird der seit  Jahren von Skandalen begleitete Bau der Elbphilharmonie über € 500 Millionen kosten. Hier regt sich tatsächlich etwas Unmut. In der Rheinoper Düsseldorf kostet allein die Erneuerung des  Orchestergraben gerade über € 2,3 Mio. Die Liste bedeutender Investitionen in deutsche Theater ist endlos, Deutschland ist reich. Pech aber, wenn man in Mecklenburg zu Hause ist.

Dort geriet das Mecklenburgische Staatsteater wegen eines Defizits von € 1 Mio ernsthaft an den Rand einer Insolvenz, ein inzwischen halbwegs gelöstes Problem.  Die Insolvenz des Mecklenburgischen Staatstheater wäre eine kulturelle Katastrophe für die ganze Region. Die Gefahr einer Insolvenz scheint inzwischen vom Tisch. Das sie Insolvenzgefahr überhaupt auf den Tisch kam, kann mit Blick nach Berlin, Hamburg und anderen Städten nur Unverständnis auslösen. Die Schließung der Staatsoper Unter den Linden war nie aktuell, obgleich niedrige Auslastung, extreme Zuschüsse und zahllose kulturelle Alternativen im nahen Umfeld solche Maßnahmen nahelegen.

Mecklenburgisches Staattheater (c) Silke Winkler.Mecklenburgisches Staatstheater (c) Silke Winkler

In einer Aufsichtsratsitzung vom 9.11.2011  wurde die drohende Insolvenz der Staatstheater GmbH (sprich: des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin) aufgrund einer Soforthilfe des Landes Mecklenburg-Vorpommern abgewendet.  Schwerins Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow (Linke)  teilte nach dieser Sitzung mit, daß die Landesregierung der hoch verschuldeten Stadt ausreichend Mittel zur Verfügung stellen wird, um das Staatstheater bis mindestens zum Ende der laufenden Spielzeit (Ende Juli 2012)  zu finanzieren.  Die Finanzlücke beträgt € 1 Mio. Gramkow warnt, “Die Soforthilfe ist nur lebensverlängernd”.  Strukturelle Veränderungen sind weitere Voraussetzung für die Erlangung der Landesmittel. Eine vollständige Übernahme des Theaters durch das Land sind Teil  perspektivischer Überlegungen. Ebenso die Beteiligung benachbarter Landkreise.  Mit dem ebenfalls in ähnlichen wirtschaftlichen Nöten befindlichen Volkstheater Rostock sollen Fusionsmöglichkeiten erörtert werden (NB: derartige Überlegungen werden in Rostock – noch – abgelehnt). Weiterhin wird mit den Gewerkschaften die Haustarifverträge für die 320 Beschäftigte verhandelt werden. Gehaltsverzichte der Musiker der Mecklenburgischen Staatskapelle stehen auf der Themenliste.  Gramkow meint, mit diesen Maßnahmen das Haus ab Mitte nächsten Jahres weitgehend saniert zu haben.

Konsterniert reflektiert der unbetroffene Betrachter die Merkwürdigkeiten der föderalen Strukturen unserer Republik: € 350 Mio im kulturüberfluteten Berlin sind profanes Tagesgeschäft.  € 1 Mio im kulturbedürftigen  Schwerin führen an den Rand des Abgrunds.

IOCO / Viktor Jarosch / 14.11.2011

Schwerin, Mecklenburgisches Staatstheater, Theater, Kultur und die Knute des Geldes, IOCO Aktuell, 15.11.2011


Aktuell

Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin

Kultureller Fixstern der Region bleibt erhalten Insolvenz des Staatstheater vorerst abgewendet 

Schwerin Stadtschloss (c) Stadt Schwerin.Schweriner Schloss (c) Landeshauptstadt Schwerin

Schwerin, zweitgrößte Stadt von Mecklenburg-Vorpommern  ist mit knapp 100.000 Einwohnern die kleinste deutsche Landeshauptstadt. Rekordverdächtig: Zwölf Seen befinden sich innerhalb des Stadtgebietes. Ausgangspunkt der Stadtentwicklung war das heutige Wahrzeichen der Stadt, das Schweriner Schloss.  Lübeck ist 80 Km, Hamburg 100 Km, die Ostsee 30 Km entfernt.  Das 1886 erbaute  Mecklenburgische Staatstheater ist mit 640 Plätzen vergleichsweise klein. Mit großem Spielplan in einer großen  ländlichen Region besitzt das  Schweriner Theater herausragende kulturelle Strahlkraft.  Am 18. November ist im Mecklenburgischen StaatstheaterSchwerin, Premiere von Madame Butterfly von Giacomo Puccini. Daneben bietet der Spielplan vieles mehr, wie Alice im WunderlandSommerfestspiele 2012, Biberpelz, Kindertheater.   Große Oper, großes Theater in einer schönen, kleinen Stadt.

Die Staatsoper Berlin, Unter den Linden, wird soeben saniert:  € 350 Millionen werden für die Sanierung diesen Hauses locker gemacht.  Große Aufruhr spürt man nicht. Obwohl in Berlin die Komische Oper, die Deutsche Oper und zahllose andere Theater leben, die zudem heftig bezuschusst werden. In Hamburg wird der seit  Jahren von Skandalen begleitete Bau der Elbphilharmonie über € 500 Millionen kosten. Hier regt sich tatsächlich etwas Unmut. In der Rheinoper Düsseldorf kostet allein die Erneuerung des  Orchestergraben gerade über € 2,3 Mio. Die Liste bedeutender Investitionen in deutsche Theater ist endlos, Deutschland ist reich. Pech aber, wenn man in Mecklenburg zu Hause ist.

Dort geriet das Mecklenburgische Staatsteater wegen eines Defizits von € 1 Mio ernsthaft an den Rand einer Insolvenz, ein inzwischen halbwegs gelöstes Problem.  Die Insolvenz des Mecklenburgischen Staatstheater wäre eine kulturelle Katastrophe für die ganze Region. Die Gefahr einer Insolvenz scheint inzwischen vom Tisch. Das sie Insolvenzgefahr überhaupt auf den Tisch kam, kann mit Blick nach Berlin, Hamburg und anderen Städten nur Unverständnis auslösen. Die Schließung der Staatsoper Unter den Linden war nie aktuell, obgleich niedrige Auslastung, extreme Zuschüsse und zahllose kulturelle Alternativen im nahen Umfeld solche Maßnahmen nahelegen.

Mecklenburgisches Staattheater (c) Silke Winkler.Mecklenburgisches Staatstheater (c) Silke Winkler

In einer Aufsichtsratsitzung vom 9.11.2011  wurde die drohende Insolvenz der Staatstheater GmbH (sprich: des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin) aufgrund einer Soforthilfe des Landes Mecklenburg-Vorpommern abgewendet.  Schwerins Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow (Linke)  teilte nach dieser Sitzung mit, daß die Landesregierung der hoch verschuldeten Stadt ausreichend Mittel zur Verfügung stellen wird, um das Staatstheater bis mindestens zum Ende der laufenden Spielzeit (Ende Juli 2012)  zu finanzieren.  Die Finanzlücke beträgt € 1 Mio. Gramkow warnt, “Die Soforthilfe ist nur lebensverlängernd”.  Strukturelle Veränderungen sind weitere Voraussetzung für die Erlangung der Landesmittel. Eine vollständige Übernahme des Theaters durch das Land sind Teil  perspektivischer Überlegungen. Ebenso die Beteiligung benachbarter Landkreise.  Mit dem ebenfalls in ähnlichen wirtschaftlichen Nöten befindlichen Volkstheater Rostock sollen Fusionsmöglichkeiten erörtert werden (NB: derartige Überlegungen werden in Rostock – noch – abgelehnt). Weiterhin wird mit den Gewerkschaften die Haustarifverträge für die 320 Beschäftigte verhandelt werden. Gehaltsverzichte der Musiker der Mecklenburgischen Staatskapelle stehen auf der Themenliste.  Gramkow meint, mit diesen Maßnahmen das Haus ab Mitte nächsten Jahres weitgehend saniert zu haben.

Konsterniert reflektiert der unbetroffene Betrachter die Merkwürdigkeiten der föderalen Strukturen unserer Republik: € 350 Mio im kulturüberfluteten Berlin sind profanes Tagesgeschäft.  € 1 Mio im kulturbedürftigen  Schwerin führen an den Rand des Abgrunds.

IOCO / Viktor Jarosch / 14.11.2011

Schwerin, Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin, SCHLOSSFESTSPIELE SCHWERIN 2012: Der Bajazzo in Kooperation mit dem Circus Roncalli, Premiere 15.06.2012

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Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin

 SCHLOSSFESTSPIELE SCHWERIN 2012. “Der Bajazzo” in Kooperation  mit dem “Circus Roncalli”

Premiere am 15. Juni 2012

 Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin, Der Bajazzo (c) Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin, Der Bajazzo Schlossfestspiele 2012 im Roncalli Zelt (c) Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin

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Die SCHLOSSFESTSPIELE SCHWERIN 2012 stehen im Zeichen einer außergewöhnlichen Kooperation: Das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin und der legendäre Circus Roncalli werden gemeinsam Ruggero Leoncavallos Oper “Der Bajazzo” vom 15. Juni bis 22. Juli 2012 in einem großen Roncalli-Zelt auf dem Alten Garten zur Aufführung bringen. Insgesamt 30 Vorstellungen, davon zwei am Nachmittag, werden in dem Zelt, das 1.200 Zuschauern Platz bietet, zu erleben sein. Die Oberbürgermeisterin und Kulturdezernentin der Landeshauptstadt Angelika Gramkow sieht diesem einzigartigen Unternehmen mit viel Enthusiasmus entgegen: “Die Schlossfestspiele sind das Aushängeschild für die Kulturstadt Schwerin. Ich freue mich auf die Fortsetzung dieses Sommerfestivals mit dem ‚Bajazzo‘. Diese dramatische Oper in der Kulisse des ‚Circus Roncalli‘ zu erleben, wird sicher ein einmaliges Erlebnis. Da sollte man sich schon jetzt seinen Platz in der Vorstellung sichern.”

Bernhard Paul, der Roncalli vor 35 Jahren gegründet hat und einer der weltweit bekanntesten Zirkusdirektoren ist, hat bereits Erfahrungen mit Opernaufführungen im Zirkuszelt: “Für mich ist das Projekt ein neues spannendes Abenteuer, eine poetische Reise und zugleich die logische Fortsetzung der Inszenierung der ‚Zauberflöte‘ gemeinsam mit George Tabori im Roncalli-Zelt in Berlin vor vielen Jahren. Ich freue mich vor allem, dass ich dieses Projekt an diesem wunderschönen, kreativen Ort gemeinsam mit dem Schweriner Team umsetzen darf. Durch den kreativen Input, den ich hier spüre, wird unser Projekt auch ein erfolgreiches werden.” In unmittelbarer Zusammenarbeit mit dem Zirkusdirektor inszeniert Peter Lotschak, der schon mehrfach in Schwerin als Regisseur zu Gast war, das veristische Meisterwerk. Die Musikalische Leitung liegt beim Generalmusikdirektor und Operndirektor des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin Matthias Foremny.

Die weltberühmte Oper wird zum integralen Bestandteil des Zirkusgeschehens, und so sind Auftritte von Artisten geplant, die regelmäßig in den Roncalli-Shows zu sehen sind: u.a. das russische “Duo Bobrov”, Luftakrobaten der Weltklasse; “Burl the Bubble Guy”, der das faszinierende Spiel mit Seifenblasen perfektioniert hat; der Jongleur Dedé Larible, Sohn des Starclowns David Larible und Vertreter der jüngsten Artistengeneration des Circus Roncalli; sowie Mitglieder der spanischen Artistengruppe “La Fiesta Escénica”. Und auch die Besetzung der Gesangssolisten beim “Bajazzo” ist hochkarätig. So konnte für diese besondere Produktion die bekannte österreichische Sopranistin Eva Lind gewonnen werden, die an ausgewählten Terminen mit der Partie der Nedda zu hören sein wird.

Im Mittelpunkt der Handlung steht das Schicksal des Clowns Canio, der den Treuebruch seiner jungen Frau Nedda nicht verkraftet. Als er während einer Vorstellung die Rolle des betrogenen Ehemannes spielen muss, vermischen sich für Canio die Ebenen von Imagination und Wirklichkeit und es kommt zu einem tragischen Eifersuchtsdrama. Für Opernliebhaber ist diese Produktion die einzigartige Gelegenheit, die weltberühmte Arie “Lache, Bajazzo!” nicht auf der Theaterbühne, sondern in einer authentischen Zirkusatmosphäre erleben zu können.

Neben der hinreißenden Musik Leoncavallos wird auch “echte” Zirkusmusik zu hören sein, wenn die Roncalli-Artisten ihre Künste zeigen. Daher gibt es auch im musikalischen Bereich eine ungewöhnliche Zusammenarbeit: Die Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin unter der Leitung von Generalmusikdirektor Matthias Foremny trifft auf Mitglieder des Roncalli Royal Orchestra unter der Leitung von Georg Pommer. Möglich wird diese einzigartige Kooperation u.a. deshalb, weil Roncalli-Zirkusdirektor Bernhard Paul sich die Begeisterung für ungewöhnliche Projekte bewahrt hat. Mit Opernregisseur Peter Lotschak verbindet ihn ein jahrzehntelanger künstlerischer Austausch, der seinerzeit bei einer gemeinsamen Zirkusproduktion im Rahmen der Wiener Festwochen entstanden ist.

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“Der Bajazzo”
Oper in zwei Akten und einem Prolog
von Ruggero Leoncavallo
in italienischer Sprache

Musikalische Leitung: GMD Matthias Foremny
Inszenierung: Peter Lotschak / Bernhard Paul
Kostüme: Giselher Pilz, Choreinstudierung: Ulrich Barthel
Es spielen die Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin und  Mitglieder des Roncalli Royal Orchestra

Premiere am 15. Juni 2012 um 21 Uhr auf dem Alten Garten
Weitere Vorstellungen: 16., 17., 19. – 24. und 28. Juni bis 1. Juli 2012 um 21 Uhr, 4. bis 22. Juli 2012 jeweils mittwochs bis sonntags, 21 Uhr
Nachmittagsvorstellungen: 17. Juni und 1. Juli 2012 um 16 Uhr

Kartentelefon: 0385 / 5300 – 123. kasse@theater-schwerin.de; www.theater-schwerin.de

Schwerin, Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin, Spielplan Musik Oktober 2011

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Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin

Spielplan Musik Oktober 2011

01 Sa 19.30 Uhr Wiederaufnahme Der fliegende Holländer
Musiktheater
Romantische Oper von Richard Wagner
Großes Haus

02 So 18.00 UhrSpartenübergreifende Inszenierung
Ein Sommernachtstraum
von William Shakespeare mit der Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy
Großes Haus

09 So 18.00 Uhr Lucia di Lammermoor
Musiktheater Oper von Gaëtano Donizetti
Großes Haus

12 Mi 10.00 Uhr Kinderkonzert
Konzert Musik von Sergej Prokofjew
Großes Haus

13 Do 19.30 Uhr Spartenübergreifende Inszenierung
Ein Sommernachtstraum
von William Shakespeare mit der Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy
Großes Haus

14 Fr 19.30 Uhr Der fliegende Holländer
Musiktheater Romantische Oper von Richard Wagner
Großes Haus

16 So 11.00 Uhr Achtung ansteckend!
Gastspiel 20 Jahre Musik- und Kunstschule ATARAXIA
Großes Haus

16 So 18.00 Uhr Wiederaufnahme Der Bettelstudent
Musiktheater Operette von Carl Millöcker
Großes Haus

19 Mi 19.30 Uhr Wiederaufnahme Così fan tutte
Musiktheater Oper von Wolfgang Amadeus Mozart
Großes Haus

20 Do 19.30 Uhr Spartenübergreifende Inszenierung
Ein Sommernachtstraum
von William Shakespeare mit der Musik von  Felix Mendelssohn Bartholdy
Großes Haus

21 Fr 19.30 Uhr Der blonde Eckbert
Musiktheater Oper in zwei Akten von Judith Weir
E-Werk

22 Sa 19.30 Uhr Der Bettelstudent
Musiktheater Operette von Carl Millöcker
Großes Haus

24 Mo 18.00 Uhr 2. Sinfoniekonzert
Konzert Werke von Blacher, Prokofjew und Brahms
Konzerteinführung – 45 Minuten vor Beginn im Konzertfoyer
Großes Haus

26 Mi 10.00 Uhr Wiederaufnahme Das Traumfresserchen
Musiktheater Oper für Kinder ab 5 Jahren
von Wilfried Hiller
E-Werk

26 Mi 19.30 Uhr 2. Sinfoniekonzert
Konzert Werke von Blacher, Prokofjew und Brahms
Konzerteinführung – 45 Minuten vor Beginn im Konzertfoyer
Großes Haus

28 Fr 19.30 Uhr Der fliegende Holländer
Musiktheater Oper von Richard Wagner
Großes Haus

29 Sa 19.00 Uhr Carl Orff: “Carmina Burana
Konzert Fassung für Solisten, Chöre, zwei Klaviere und Schlagzeug
Wismar, St. Georgen

30 So 16.00 Uhr Stunde der Musik
Konzert Bottesini meets Mišek
Karten unter Tel. 0385 / 555527
Schleswig-Holstein-Haus

31 Mo 16.00 Uhr Das Traumfresserchen
Musiktheater Oper für Kinder ab 5 Jahren  von Wilfried Hiller
E-Werk

Schwerin, Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin, PREMIERE Der blonde Eckbert, 16.09.2011

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Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin

PREMIERE  Der blonde Eckbert

Oper in zwei Akten von Judith Weir nach dem gleichnamigen Märchen von Ludwig Tieck

Premiere: 16. September 2011, E-Werk

Pocket Version von 2006 – in deutscher Sprache -

Das Zeitalter der Romantik hat die hochpoetische und zugleich spannende Gattung des Kunstmärchens zur Blüte gebracht. Wegweisend war hier die 1797 veröffentlichte Erzählung “Der blonde Eckbert” von Ludwig Tieck. Die 1954 geborene britische Komponistin Judith Weir komponierte ihre auf dieser literarischen Vorlage basierende Oper 1993 als Auftragswerk für die “English National Opera” in London. 2006 schuf sie aufgrund der Nachfrage kleinerer Ensembles eine “Pocket Version”, also eine “Taschenversion”, die sich schnell auf den Spielplänen der Theater etablieren konnte. Die Handlung beginnt vorderhand idyllisch-harmlos. Der blonde Eckbert lebt mit seiner Frau Bertha in der Abgeschiedenheit der “waldesdunklen Harzberge”. Eines Abends fordert er Bertha dazu auf, seinem Freund Walther die Geschichte ihrer Kindheit und Jugend zu erzählen, die außer ihm zuvor noch kein anderer Mensch gehört hat. Diese Offenheit erweist sich umgehend als entscheidender Schritt in die Katastrophe…

In der etwa 60-minütigen Kammeroper werden existentielle Themen menschlichen Lebens verhandelt: so etwa die Brüchigkeit und Gefährdung von Vertrauen, das man zu einem anderen Menschen gefasst hat. Oder der Verlust des Bezugs zur Wirklichkeit aufgrund einer großen, verdrängten Schuld. Aber auch das Changieren von Opfer- und Täter-Beziehungen wird thematisiert. Doch sowohl Ludwig Tieck als auch Judith Weir verweigern direkte Lösungen oder Erklärungen. Sie bleiben im Ungewiss-Geheimnisvollen, eröffnen hierbei aber auch neue Dimensionen bei der Erkundung der menschlichen Seele und ihrer Abgründe.

Mit “Der blonde Eckbert” führt die Sparte Musiktheater nach Frids “Das Tagebuch der Anne Frank” und Davies‘ “Eight Songs for a Mad King” ihre Reihe mit Kammeropern zeitgenössischer Komponisten im E-Werk fort.

Musikalische Leitung: Paolo Bressan Inszenierung: Anke Techentin Bühne und Kostüme: Mathias Rümmler

Der blonde Eckbert Frank Blees Bertha, seine Frau Itziar Lesaka Walther, sein Freund/Hugo, sein Freund/eine alte Frau Christian Hees Ein Vogel Katrin Hübner Ein Mädchen Helene Theile Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin

Die nächsten Termine:
Fr, 16. September 2011, 19.30 Uhr, E-Werk
So, 18. September 2011, 18.00 Uhr, E-Werk
Fr, 23. September 2011, 19.30 Uhr, E-Werk
Fr, 21. Oktober 2011, 19.30 Uhr, E-Werk

Kartentelefon: 0385 / 5300 – 123; kasse@theater-schwerin.de

Schwerin, Mecklenburgisches Staatstheater, Spielplan Musik September 2011

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Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin

Spielplan Musik September 2011

05
Mo 1. Sinfoniekonzert
Konzert Werke von Beethoven und Liszt
Konzerteinführung – 45 Minuten vor Beginn im Konzertfoyer
18.00 Uhr Großes Haus

06
Di 1. Sinfoniekonzert
Konzert Werke von Beethoven und Liszt
Konzerteinführung – 45 Minuten vor Beginn im Konzertfoyer
19.30 Uhr Großes Haus

07
Mi 1. Sinfoniekonzert
Konzert Werke von Beethoven und Liszt
Konzerteinführung – 45 Minuten vor Beginn im Konzertfoyer
19.30 Uhr Großes Haus

10
Sa Lucia di Lammermoor
Musiktheater Oper von Gaëtano Donizetti
19.30 Uhr Wiederaufnahme Großes Haus

16
Fr Der blonde Eckbert
Musiktheater Oper in zwei Akten von Judith Weir
19.30 Uhr Premiere E-Werk

17
Sa Pferde und Klassik
Konzert die Mecklenburgische Staatskapelle zu Gast auf dem Zuchthof Makowei in Gadebusch
15.00 Uhr Zuchthof Makowei

18
So Der blonde Eckbert
Musiktheater Oper in zwei Akten von Judith Weir
18.00 Uhr E-Werk

23
Fr Der blonde Eckbert
Musiktheater Oper in zwei Akten von Judith Weir
19.30 Uhr E-Werk

25
So Mozart um Vier – 1. Konzert
Konzert Werke von Mozart, Gounod und Dvorák
16.00 Uhr Konzertfoyer

30
Fr Spartenübergreifende Inszenierung
Ein Sommernachtstraum
von William Shakespeare mit der Musik von
Felix Mendelssohn Bartholdy
19.30 Uhr Premiere Großes Haus

Schwerin, Mecklenburgisches Staatstheater, Premiere Faust-Musik-Projekt, 26.08.2011

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Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin

Faust-Musik-Projekt

 Schwerin, Mecklenburgisches Staatstheater, Faust-Musik-Projekt

Schauspiel mit Musik nach Johann Wolfgang von Goethe

Premiere am Freitag, den 26. August 2011 um 19.30 Uhr im Großen Haus des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin

Inszenierung: Peter Dehler, Bühne: Olaf Grambow Kostüme: Susanne Goder, Musik: John R. Carlson Video: Stéphane Maeder, Choreographie: Rüdiger Daas
Mit: Brit C. Dehler, Katrin Heller, Dirk Audehm, Christoph Bornmüller, Amadeus Köhli, Bernhard Meindl, Özgür Platte
Musiker: John R. Carlson (keyboard), Hannes Richter (percussion)

Schauspieldirektor Peter Dehler eröffnet die neue Spielzeit am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin mit dem Klassiker des deutschen Theaters. Der Regisseur arbeitet mit dem Originaltext von “Faust. Der Tragödie erster Teil.”, eröffnet dem Zuschauer aber den Blick auf einen heutigen Wissenschaftler, der mit den Mitteln moderner Forschung nach Welterkenntnis strebt. Dieser Doktor Faust überschreitet bei seiner rastlosen Suche die Grenzen des Rationalen und begegnet zuerst im virtuellen Raum einer computergenerierten Welt seinem Gegenspieler: Mephisto. Dieser erscheint in zwei Gestalten, einerseits in der mythischen Dimension des Teufels, andererseits mit dem Angesicht des modernen Wissenschaftlers – verkörpert werden diese beiden von Amadeus Köhli und Özgür Platte.

Auch Faust erscheint zweifach. In der Hexenküche wird dem alten Faust sein jugendliches Ich neu geschenkt und in großer poetischer Szene stehen sich das erfahrene und das entdeckende Ich gegenüber, um dann gemeinsam in die Welt zu ziehen. Ganz klassisch verliebt sich Gretchen in den jungen Faust und Mephisto umgarnt mit menschlichem Antlitz die Nachbarin in ihrem Garten. Mephisto führt Faustens Hand, wenn dieser mit dem Degen Gretchens Bruder tötet. Faust steht am Ende an der Grenze seiner Kräfte. Und Gott und Teufel streiten, ob Gretchen gerettet oder gerichtet sei.
Dieses Spiel unterlegen die Musiker John R. Carlson und Hannes Richter sensibel mit sphärischen Sounds und Rhythmen. Sie begleiten zum Teil kräftig rockig, zum Teil zart und liedhaft. Der in Versen rhythmisch geschriebene Text, erweist sich dafür als sehr geeignet. Als alter Faust kehrt Schauspieler Dirk Audehm nach Stationen u.a. in Leipzig und Bremen wieder ins Ensemble des Mecklenburgischen Staatstheaters zurück. Für die Rolle des jungen Faust wurde der Schauspieler Christoph Bornmüller neu engagiert.

Weitere Vorstellungen: am 28. August 2011 um 18 Uhr sowie am 3. und 18. September um jeweils 19.30 Uhr im Großen Haus

Kartentelefon: 0385 / 5300 – 123; kasse@theater-schwerin.de

Schwerin, Mecklenburgisches Staatstheater, Premiere EIN SOMMERNACHTSTRAUM, 30.09.2011

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Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin

PREMIERE IM RAHMEN DER FESTWOCHE. Ein Sommernachtstraum

von William Shakespeare mit der Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy
Spartenübergreifende Inszenierung

Premiere am Freitag, den 30. September 2011 um 19.30 Uhr im Großen Haus des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin

Musikalische Leitung: Martin Schelhaas, Regie: Peter Dehler Bühne und Kostüme: Susanne Goder, Choreographie: Paul Julius Choreinstudierung: Ulrich Barthel

Mit: Antje Binder, Sonja Isemer, Jana Kühn, Ks. Petra Nadvornik, Lucie Teisingerova, Isa Weiß, Frauke Willimczik; Florian Anderer, Andreas Auer, Günter Bruhn, Rüdiger Daas, Knut Fiete Degner, Jochen Fahr, Ekkehard Hahn, Andreas Lettowsky, Stéphane Maeder, Marcel Rodriguez, Markus Vollberg, Ballettensemble des Mecklenburgischen Staatstheaters, Opernchor des Mecklenburgischen Staatstheaters, Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin

In der Festwoche anlässlich des 125-jährigen Jubiläums des Schweriner Theatergebäudes “Was für ein Theater!” feiert eines der erfolgreichsten, jemals für Feste geschriebenen Stückes “Ein Sommernachtstraum” Premiere. Es ist zugleich eine Reminiszenz, denn am 8. Oktober 1886 war das Stück von William Shakespeare mit der Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy erstmals auf der großen Bühne des Schweriner Hoftheaters zu erleben. In der Regie von Schauspieldirektor Peter Dehler werden die Staatskapelle und das Puppentheater, Solisten des Musiktheaters und der Opernchor, die Ballettcompagnie und das Schauspielensemble sowie die Fritz-Reuter-Bühne in der neuen Spielzeit gemeinsam ein Fest der Sinne entfachen.

Der Sommernachtstraum ist in seiner Struktur ein typisches Hochzeitsstück und vermutlich für die Vermählung einer Tochter von Sir George geschrieben, welcher einer der wichtigsten Männer unter Queen Elisabeth I. und zugleich der Patron der Shakespeare Company zu dieser Zeit war. 1826 war August Wilhelm Schlegels deutsche Erstübersetzung des “Sommernachtstraums” noch keine 30 Jahre alt, als Felix Mendelssohn Bartholdy diese mit Freunden in verteilten Rollen las. Der Komponist war junge 17 Jahre und schwärmte spontan – wie ein Großteil der kulturell gebildeten, progressiven Jugend seiner Zeit – für Shakespeare.

Er entschied, seinen Sommernachtstraum zu träumen und schuf in jenem Jahr die Ouvertüre, die zum Evergreen wurde. Vier magische Bläserakkorde, mit denen das Tor zum Feenreich geöffnet wird, sind Beispiele für die genialen Momente von Musik, die Zeiten überdauern und sich als Allgemeingut im Gedächtnis ganzer Generationen finden ließen und weiterhin finden werden lassen. Der Ouvertüre folgte lange Zeit keine Fortsetzung. Erst rund 15 Jahre später wünschte sich der preußische König eine komplette Bühnenmusik und der nun reife und berühmte Felix Mendelssohn Bartholdy schuf mit dem darin enthaltenen Hochzeitsmarsch den nächsten “Superhit” der klassischen Musik.

Weitere Vorstellungen: am 2. Oktober 2011 um 18 Uhr sowie am 13. und 20. Oktober um jeweils 19.30 Uhr im Großen Haus