Saarbrücken, Saarländisches Staatstheater, Premiere Rigoletto von Verdi, 07.05.2016

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Saarländisches Staatstheater Saarbrücken

Saarbrücken / Saarlaendisches Staatstheater © Marco-Kany

Saarbrücken / Saarlaendisches Staatstheater © Marco-Kany

Premiere Rigoletto am Samstag, 7. Mai 2016 um 19:30 Uhr
Oper in drei Akten von Giuseppe Verdi

Musikalische Leitung: Christopher Ward
Halbszenische Neufassung des »Rigoletto in der Völklinger Hütte«
nach einer Inszenierung von Dagmar Schlingmann
Szenische Einrichtung: Gaetano Franzese
Herren des Opernchores des Saarländischen Staatstheaters, Saarländisches
Staatsorchester
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln.
Dauer: 3 Stunden

Weitere Vorstellungen
13.05.2016 / 03.06.2016 / 29.06.2016 / 09.07.2016

Interpretation Christopher Ward

Saarländisches Staatstheater / Christopher Ward © Laura Halm

Saarländisches Staatstheater / Christopher Ward © Laura Halm

Die menschliche Essenz im Spannungsfeld der Natur
Zwei Opern mit völlig verschiedenen Charakteren und Kontext – die imaginäre Fantasy-Welt von Rusalka in krassem Gegensatz zum politisch intriganten Hof von Mantua in Rigoletto – verbunden durch eine zentrale, erzählerische Achse: Menschen, die sich in die Essenz ihres Gegenübers verliebt haben und deren Liebesglück durch die Zugkräfte ihrer unterschiedlichen Perspektiven, Werte und Erfahrungen vereitelt wird.

Die Musik beider Werke verkörpert diese Essenz und macht sie nahezu greifbar – die Beseeltheit von Rusalka, die Romantik des Prinzen; Gildas Reinheit neben dem Hedonismus des Herzogs (gemäßigt von einem ehrlichen, aber allzu flüchtigen Willen zur Veränderung). Während sich die Erzählung, von der Musik untermalt, entfaltet, wird klar, dass ihre Zuneigung und ihr Idealismus ebenso wahrhaftig sind, wie der starke Kontrast ihrer naturbedingten Lebenswirklichkeiten, der eine Realisierung ihrer individuellen Utopien unmöglich macht. Nimmt man nun noch die väterliche Liebe und Lebenserfahrung von Vodník und Rigoletto hinzu (Letzerer stärker, intensiver, besitzergreifender), dann gewinnen beide Opern durch die Reibung ihrer Protagonisten gegen Ende ihres tragischen Finales eine zunehmend dramatische Dynamik.

Es ist aber die Musik selbst als Verkörperung der Natur, die diese Flugbahnen der möglichen Ergebnisse drastisch verkürzt. Die Wasserwelt von Rusalka wird hörbar durch Bewegungen von Sonne und Mond beeinflusst – die Gravitationswechsel in den Gezeiten sind so klar wie die strahlende Erscheinung eines Sonnenaufgangs. Diese Bewegungen geben dem Werk seinen bemerkenswert dramatischen Fluss und damit dem Drama seinen Schwung, wie auch eine Ausschilderung seiner bedeutenden Stimmungen und Ereignisse. Und es ist der Sturm im 3. Akt von Rigoletto, der seine Protagonisten schaurig ihrem unglücklichen Schicksal entgegen zu treiben scheint – auch die Charaktere selbst bemerken die Anomalie des darauf folgenden, letztendlich verhüllenden Wetters, das dazu dient, die Energie der Atmosphäre wie auch der dramatischen Situation freizulassen. Beide Komponisten haben externe Naturkräfte angeschirrt, um das Timing und die Unausweichlichkeit des Dramas zu stärken.

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Pressemeldung Saarländisches Staatstheater

Saarbrücken, Saarländisches Staatstheater, Premiere Rusalka von Antonin Dvorak, 23.04.2016

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Saarländisches Staatstheater Saarbrücken

Saarbrücken / Saarlaendisches Staatstheater © Marco-Kany

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 RUSALKA von Antonín Dvorák

Saarländisches Staatstheater / Christopher Ward © Bettina Stöss

Saarländisches Staatstheater / Christopher Ward © Bettina Stöss

Premiere  23. April 2016 um 19:30 Uhr,  Weitere Vorstellungen  26.04.2016 / 28.04.2016 / 05.05.2016 / 14.05.2016 / 20.05.2016 / 25.05.2016 / 05.06.2016 / 17.06.2016 / 03.07.2016 / 06.07.2016 / 10.07.2016

Rusalka  Oper in drei Akten von Antonín Dvorák – Libretto von Jaroslav Kvapil nach der Erzählung Undine von Friedrich de la Motte-Fouqué, dem Märchen Die kleine Meerjungfrau von Hans Christian Andersen und dem Drama Die versunkene Glocke  von Gerhart Hauptmann.

De la Motte-Fouqués Undine und Andersens Die kleine Meerjungfrau standen Pate, als Dvorák 1901 seine bekannteste Oper schrieb: Eine Nixe, eine Rusalka, hat sich in einen Sterblichen verliebt, in einen Prinzen von oben, vom trockenen Land. Um dorthin zu gelangen, muss sie vieles zurücklassen, vor allem aber ihre Stimme. Aber wie will sie – stumm – ihre Liebe beglaubigen? Wie will sie sich durchsetzen gegen ihre Konkurrentin, die fremde Fürstin, eine Frau aus Fleisch und Blut? Der Zwiespalt der Geschlechter wird in Dvoráks Märchenoper ins Naturmythologische überhöht: Wasser versus Land, Bewusstes versus Unbewusstes, Sehnsucht versus Realität. Dvoráks Musik, so sehr sie den Geist der Romantik atmet, bewegt sich durch den raschen Wechsel ihrer Aggregatzustände am Rande des impressionistischen Formzerfalls, der doch immer wieder durch eine tänzerische und volksliedhafte Melodik gebändigt wird.

Saarländisches Staatstheater / Christopher Ward © Laura Halm

Saarländisches Staatstheater / Christopher Ward © Laura Halm

Musikalische Leitung: Christopher Ward Inszenierung: David Hermann Chor: Jaume Miranda
Mit dem Opernchor des SST und dem Saarländischen Staatsorchester

Biografie Dirigent Christopher Ward
Christopher Ward studierte an der Oxford University und der Guildhall School of Music and Drama. Anschließend war er Stipendiat an der Scottish Opera, der Royal Scottish Academy of Music and Drama in Glasgow und später Mitglied des Internationalen Opernstudios Zürich, bevor er 2005 als Kapellmeister und Solorepetitor ans Staatstheater Kassel wechselte. 2006 assistierte er Sir Simon Rattle mit den Berliner Philharmonikern in Aix-en-Provence, Berlin und Salzburg. 2009 wurde Christopher Ward an der Bayerischen Staatsoper Kapellmeister und Assistent von Kent Nagano, und seit der Spielzeit 2014/15 ist er 1. Kapellmeister am Saarländischen Staatstheater.

Premiere  23. April 2016 um 19:30 Uhr,  Weitere Vorstellungen  26.04.2016 / 28.04.2016 / 05.05.2016 / 14.05.2016 / 20.05.2016 / 25.05.2016 / 05.06.2016 / 17.06.2016 / 03.07.2016 / 06.07.2016 / 10.07.2016

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Saarbrücken, Saarländisches Staatstheater, 220.000 Besucher in der Spielzeit 2014/15, IOCO Aktuell, 16.01.2016

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Saarländisches Staatstheater Saarbrücken

Saarbrücken / Saarlaendisches Staatstheater © Marco-Kany

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SST mit 220.000 Besuchern in der Spielzeit 2014/15

Das Saarländische Staatstheater (SST), Generalintendantin Dagmar Schlingmann, konnte die Besucherzahlen der vorherigen Saison in der Spielzeit 2014/2015 steigern. Insgesamt 219.898 Zuschauer besuchten alle Spielstätten und die auswärtigen Vorstellungen des Theaters. Das waren über 12.000 Besucher mehr als im Vorjahr. »Ich freue mich über dieses Ergebnis. Es zeigt, dass die Menschen unser vielseitiges Programm annehmen. Wir spüren, dass wir nach der Außer-Haus-Spielzeit das ganze Haus wieder zur Verfügung haben und nehmen nun volle Fahrt voraus. Auch die aktuelle Spielzeit läuft vielversprechend«, erklärt Dagmar Schlingmann.

Saarbruecken / Intendantin Dagmar Schlingmann © Bjoern Hickmann

Saarbruecken / Intendantin Dagmar Schlingmann © Bjoern Hickmann

Über zwei Entwicklungen ist die Generalintendantin besonders glücklich: Eine Steigerung gab es bei den Sinfoniekonzerten in der Congresshalle unter dem neuen Generalmusikdirektor des SST, Nicholas Milton, mit 14.021 Klassikfans (Vorjahr: 12.367). Ballettdirektor Stijn Celis konnte in seiner ersten Saison mit insgesamt 21.013 Besuchern bei 47 Vorstellungen (Vorjahr: 21.562 bei 53 Vorstellungen) das hohe Niveau halten und die Ballettfans abholen. Der Publikumsrenner war hier Peer Gynt mit 11.649 Besuchern. »Wir können uns glücklich schätzen, dass wir mit Stijn Celis und Nicholas Milton zwei so hochkarätige, international anerkannte Künstler für unser Haus gewinnen konnten«, sagt Dagmar Schlingmann. Nicholas Milton ist für den GRAMMY AWARD nominiert. In der Kategorie »Best Classical Instrumental Solo« ist das Live-Album »Grieg & Moszkowski: Piano Concertos« unter den Nominierungen, das Nicholas Milton mit der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern eingespielt hat. Die Verleihung der 58. GRAMMY AWARDS findet am 15. Februar 2016 in Los Angeles statt. Stijn Celis wird am 16. Januar am Saarländischen Staatstheater mit Platée mit einer ganz besonderen Premiere aufwarten. Er debütiert als Opernregisseur und leitet die erste große Produktion, die spartenübergreifend von der Oper und dem Ballett des SST realisiert wird.

Das Schauspiel des SST konnte insgesamt zulegen. 66.686 Menschen kamen zu den Vorstellungen im Großen Haus und der Alten Feuerwache in der Saison 2014/15 (Vorjahr: 59.785). Spitzenreiter waren hier Volpone und das Stück Supergute Tage.  Die kleinste Spielstätte des SST, die sparte4, konnte das Rekordniveau des Vorjahres von 10.000 Besuchern halten. Der Flaschenteufel kam hier beim Publikum besonders gut an. Wie in jedem Jahr zog das Weihnachtsmärchen Groß und Klein an; Eine Weihnachtsgeschichte sahen 29.319 Zuschauer. Aufführungen des Saarländischen Staatstheaters wurden zudem bei renommierten Festivals in Deutschland gezeigt, so beispielsweise Das Geld bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen oder bei den Mühlheimer Theatertagen das Stück Wunsch und Wunder.

Das Musiktheater des SST ist bei den Besuchern sehr beliebt und konnte ebenfalls eine Steigerung erzielen; insgesamt 59.571 Menschen sahen die Aufführungen (Vorjahr: 51.494). Der Fliegende Holländer war der Opernhit im Großen Haus. Das Musical Paradise of Pain von Frank Nimsgern lockte 15.396 Musikbegeisterte ins Saarländische Staatstheaters. »Die Zahlen des Musicals sind gut. Leider hatten wir mit dem superheißen Sommer eine unerwartet große Konkurrenz. Da wäre ansonsten noch mehr drin gewesen«, betont Dagmar Schlingmann.

Professor Matthias Almstedt, Kaufmännischer Direktor des SST, hob hervor, dass die hohe Qualität sowie die Vielfalt der Vorstellungen und Konzerte ausschlaggebend für den Erfolg beim Publikum seien. »Dass wir trotz der immer größerer werden Konkurrenz von Veranstaltungen um das Saarländische Staatstheater herum diese Zahlen erzielen, verdanken wir nicht nur den wunderbaren Akteuren auf der Bühne, sondern ebenso unseren unermüdlichen und hervorragenden Kolleginnen und Kollegen hinter den Kulissen.«
Bundesweit im Blickpunkt war das Saarländische Staatstheater am 14. November 2015: Da wurde mit dem FAUST der renommierteste deutsche Theaterpreis verliehen. Die Veranstaltung des Deutschen Bühnenvereins war geprägt von den Terroranschlägen in Paris, die sich einen Abend zuvor in der französischen Metropole ereignet hatten. Die Gala begann mit einer Schweigeminute für die Opfer. »Das war eine Situation, in der es um viel mehr ging als um eine Preisverleihung: um Solidarität mit unseren französischen Nachbarn, Zusammenhalt, Zeichensetzung, Trauerarbeit. Es war richtig, die Veranstaltung durchzuführen, alles andere wäre ein absolut falsches Signal gewesen», betont Dagmar Schlingmann. PMSST

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Saarbrücken, Saarländisches Staatstheater, Premiere: PLATÉE, 16.01.2016

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Saarländisches Staatstheater Saarbrücken

Ballettoper PLATÉE von Jean-Philippe Rameau

Libretto von Adrien-Joseph Le Valois d’Orville nach dem gleichnamigen, Schauspiel von Jacques Autreau, In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere Samstag, 16. Januar 2016 Staatstheater, 19:30, weitere Vorstellungen:, Freitag 22. Jan 19:30, Samstag 30. Jan 19:30, Donnerstag 04. Feb 19:30, Dienstag 16. Feb 19:30, Sonntag 21. Feb 18:00, Donnerstag 25. Feb 19:30, Sonntag 28. Feb 14:30, Samstag 05. Mär 19:30, Mittwoch 06. Apr 19:30, Freitag 08. Apr 19:30
Samstag 30. Apr 19:30, Dienstag 14. Jun 19:30

Unbeschreiblich hässlich ist sie, die Wassernymphe Platée, und doch überzeugt, dass jeder Mann sie begehren würde. Jupiter schürt diesen Glauben und gibt vor, sie heiraten zu wollen, denn er möchte seiner eifersüchtigen Ehefrau Juno einen Denkzettel verpassen. Platées Fehleinschätzung löst eine Kette von Missverständnissen aus, die der Komödie ihren Rhythmus und beißenden Witz verleihen – auch wenn das Mitleid mit der armen Wassernymphe wächst, die von Misserfolg zu Misserfolg bis zur finalen Demütigung schreitet. Mit diesem »ballet buffon«, dieser »närrischen Ballettoper« von 1745, parodiert Rameau die französische Barockoper und mischt die Genres mit ungekannter Virtuosität: Ausgedehnte Ballettszenen treffen auf Gesang. Ballettdirektor Stijn Celis debütiert als Opernregisseur und leitet die erste große Produktion, die spartenübergreifend von der Oper und dem Ballett des SST realisiert wird.

Musikalische Leitung: Christopher Ward
Inszenierung und Choreografie: Stijn Celis
Bühnenbild und Kostüme: Nicolas Musin
Dramaturgie: David Greiner
Chor: Jaume Miranda
Mit dem Ballett und dem Opernchor des SST und dem Saarländischen Staatsorchester

BESETZUNG:
Thespis: Ulrich Cordes,   Momus: Stefan Röttig
La Folie: Yitian Luan, Herdís Anna Jónasdóttir,  Amour / Clarine: Elena Harsányi
Platée: Thomas Michael Allen
Cithéron / Satyr: James Bobby
Jupiter: Tapani Plathan
Junon: Judith Braun
Mercure: Carlos Moreno Pelizari
Thalie: Charlotte Dellion

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