Markneukirchen, 52. Internationaler Instrumentalwettbewerb, IOCO Aktuell, 11.02.2017

Februar 11, 2017  
Veröffentlicht unter IOCO Aktuell, Theater Plauen Zwickau

Markneukirchen / Rieseninstrumente vor Musikinstrumentenmuseum © FFF

Markneukirchen / Rieseninstrumente vor Musikinstrumentenmuseum © FFF

Internationaler Instrumentalwettbewerb 4. bis 13. Mai 2017

Instrumente – Viola und Kontrabass

Viola und Kontrabass sind Mittelpunkt des 52. Internationalen Instrumentalwettbewerbs Markneukirchen. Vom 4. bis 13. Mai 2017 lädt die Musikstadt erneut junge Musiker aus aller Welt ein, über vier Wettbewerbsrunden ihr herausragendes Können zu zeigen und sich der Bewertung durch namhafte Juroren aus dem In- und Ausland zu stellen. Die Anmeldefrist für den Wettbewerb lief bis 31. Januar 2017. Eingeladen sind junge Nachwuchskünstler im Alter bis 30 (Fach Viola) bzw. 32 Jahre (Fach Kontrabass) aus aller Welt. Insgesamt werden Preisgelder in Höhe von 31.000 Euro sowie Konzertengagements und Sachpreise in Aussicht gestellt.

Markneukirchen / Geigenbauer Joerg Wunderlich schafft eine neues Instrument © FFF

Markneukirchen / Geigenbauer Joerg Wunderlich schafft eine neues Instrument © FFF

Markneukirchen ist schön. Doch die musikalische Tradition des Ortes ist spektakulär: Reizvoll auf dem westlichen Elstergebirge Sachsens gelegen, im oberen Vogtland nahe Tschechien, besitzt der Ort eine ungewöhnliche Spezialität: Gegründet um 1200 wird der Ort nach seinem Gründer Albertus Nothaft de Wildestein „Nothaft“ genannt. Stadtrechte erhielt das Örtchen Nothaft bereits 1360. 1405 erstmals als Markt Neukirchen amtlich erwähnt, besaß es als „Amtsstädtchen“ schon früh Sitz und Stimme im „kursächsischen Landtag“.

Schirmherr/in Staatsministerin Prof. Monika Grütters und Christian Thielemann

Markneukirchen / Schirmherr des Wettbewerbs Christian Thielemann © Matthias Creutziger

Markneukirchen / Schirmherr des Wettbewerbs Christian Thielemann © Matthias Creutziger

Überregionale Bedeutung gewinnt das kleine Örtchen ab 1658, als protestantische Glaubensflüchtlinge den Geigenbau in die Stadt bringen. 12 Geigenbauer gründen 1677 die erste Geigenmacherinnung, 1750 beginnt der Bogenbau, 1777 gründen Saitenmacher die erste Saitenmacherinnung. 1797 schließen sich Waldhorn- und Pfeifenmacher zur „Musikalischen Blas,- Instrumentenmachergesellschaft“ zusammen. Um 1800 werden Gitarren gebaut; Zithern und Mandolinen folgen bald. 1834 wird in Markneukirchen die erste Musikschule Deutschlands gegründet. Auch die Martin-Trompete (Schalmei) wird 1905 in Markneukirchen entwickelt.

Während der Wettbewerbstage wird es in den Instrumentenbau-Werkstätten der Stadt, bei Ausstellungen und Fachgesprächen viele verschiedenste Möglichkeiten geben, sich dem Thema Instrumentenbau zu nähern. Die rund 350-jährige Handwerkstradition, erst im Dezember 2014 in die Liste des immateriellen Kulturerbes in Deutschland aufgenommen, wird dabei für jedermann spürbar.

Der 52. Intrumentalwettbewerb wird am 5. Mai 2017, 20.00 Uhr in der Musikhalle Markneukirchen mit einem Konzert des Sinfonieorchester Markneukirchen und Viktor Spáth (Trompete) – Ungarn, 1. Preisträger 2014 statt. Ein Konzert der Preisträger des diesjährigen Wettbewerbs mit den  der Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach findet am 13. Mai 2017, 19.00 Uhr in der Musikhalle Markneukirchen statt.

Markneukirchen / Schirmherrin des Wettbewerbs - Staatsministerin Prof. Monika Grütters @ Christof_Rieken

Markneukirchen / Schirmherrin des Wettbewerbs – Staatsministerin Prof. Monika Grütters @ Christof_Rieken

Die Präsidentschaft liegt in den Händen von Prof. Julius Berger. Unter seiner Leitung werden die beiden Fachjuryvorsitzenden Prof. Thomas Selditz – Viola (Deutschland) und Prof. Frithjof-Martin Grabner – Kontrabass (Deutschland) gemeinsam mit international anerkannten Musikerpersönlichkeiten und Pädagogen in den beiden Fachjurys wirken. In drei öffentlichen Auswahlprüfungen sowie der abschließenden Finalrunde mit Orchester zeigen die Kandidaten ihr herausragendes Können. Umrahmt wird der Wettbewerb von zahlreichen Veranstaltungen, Konzerten, Ausstellungen und Gelegenheiten, mit den vogtländischen Musikinstrumentenbauern in Kontakt zu treten.

Erstmals wird in diesem Jahr die Staatsministerin für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters, die Schirmherrschaft über den traditionsreichen Musikwettbewerb in der Stadt der Musikinstrumentenbauer übernehmen. Sie übt dieses Amt gemeinsam mit dem weltbekannten Dirigenten Christian Thielemann aus, der 2016 in dieser Funktion die Nachfolge von Prof. Kurt Masur angetreten hat.  IOCO/PMMnK

 

Plauen, Vogtlandtheater, Ballett der Feuervogel von Igor Strawinsky, IOCO Kritik, 09.07.2016

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Theater Plauen Zwickau

Theater Plauen-Zwickau © Theaterfotograf Peter Awtukowitsch

Theater Plauen-Zwickau © Theaterfotograf Peter Awtukowitsch

Ballett  Der Feuervogel von Igor Strawinsky

 San Michele / Das Grab von Igor Stravinsky © IOCO

San Michele / Das Grab von Igor Stravinsky © IOCO

Der Feuervogel, ein Ballettklassiker der Moderne mit Musik von Igor Strawinsky, feierte am Samstag in Plauen Premiere. Choreografin Annett Göhre inszenierte mit hohem Anspruch, dabei emotional und intellektuell überzeugend. Dieses Ballett wird Furore machen.  Von Lutz Behrens

Zwei Wege führen, wie so oft, zum Glück. Ich kann mich einmal dem Ballett Der Feuervogel frei von aller Vorbelastung hingeben und es genießen. Hinschauen, hinhören, mich emotional berühren lassen, mit allen Sinnen offen sein. Für eine auf der Bühne faszinierend demonstrierte und jedem Anspruch standhaltende Tanzkunst. Mich dabei immer wieder fragen, welch großartige Talente eine junge Frau oder ein Mann mitbringen muss, um bei immensem, nie nachlassendem Trainingsaufwand derartige körperliche Höchstleistungen an Kraft, Beweglichkeit und Grazie zeigen zu können. Ich kann hören, was da an Strawinskys kongenialer Musik auf mich einwirkt.  Synkopisch hart, in diatonischer Melodik oder dem musikalischen Impressionismus verpflichtet und chromatisch erweitert; hervorragend intoniert von den Damen und Herren des Philharmonischen Orchesters am Theater Plauen-Zwickau und dirigiert von Maxim Böckelmann. Diesem wiederum verdankt das Ballett die eigenständige Klangcollage „Spacevogel“, die die Eingangsszene erfüllt und in eine märchenhafte Welt hineinführt, über die noch zu reden sein wird.

Plauen / Theater_Der Feuervogel © Peter Awtukowitsch

Plauen / Theater_Der Feuervogel © Peter Awtukowitsch

Ich kann intuitiv und mit aller Kraft meiner Phantasie versuchen zu begreifen, was ich sehe. Ragt ein Thron im Zentrum des Bühnenbildes (Miriam Braunstein) auf? Oder ist das ein Baum? Von Gras umgeben und weißen Luftballons gekrönt. Wer aber wird sich auf die Schaukel schwingen, die lockend zwischen den Zweigen hängt? Eine herrisch auf hochhakigen Schuhen daherkommende Dame (Louisa Poletti) im schwarzen Mantel, dominiert den Auftakt. Dreimal umkreist sie den Baum. Aus dem Orchestergraben winden sich unwirkliche Gestalten. Ein junges Mädchen (Nicole Stroh) betritt die Szene, modern gekleidet, suchend. Dann, der Feuervogel (Federico Politano), in unterschiedlicher Verkleidung. Das Spiel kann beginnen. Es werden, auch wie so oft, die stets die Künstler inspirierenden, uralten Themen verhandelt: die Suche nach Liebe, der Kampf zwischen Gut und Böse, Tod und Erfüllung.

 Plauen / Theater_Der Feuervogel_Poletti und Politano © Peter Awtukowitsch

Plauen / Theater_Der Feuervogel_Poletti und Politano © Peter Awtukowitsch

Oder ich nähere mich zum anderen dem Gegenstand mit wissenschaftlicher Akribie. Erfahre, dass Der Feuervogel bereits seit über 100 Jahren Furore macht, Ballettgeschichte geschrieben hat. Dass Strawinsky mit seiner Feuervogel-Musik zum weltbekannten Komponisten avancierte. Dass sich die Handlung speist aus russischen Märchenmotiven; dem des Feuervogels und des Märchenhelden Iwan Zarewitsch und dem vom unsterblichen Zauberer Kaschtschej, was schon verwirrend genug ist. Lese dann im schönen Programmheft (Ulrike Cordula Berger) nach, dass Ballettdirektorin Göhre dieses Ballett sehr heutig begreift und sein Wesen darin erkennt, „dass ein junger Mensch erwachsen werden muss und … sich zwischen der Traumwelt und der Realität entscheidet.“ Dass sie zudem einen Geschlechterwechsel riskiert hat. So wird der Feuervogel von einem Mann getanzt, und selbst ein knallrotes Tutu tut dem keinen Abbruch. Iwan hat sich in Iwanka verwandelt, die schöne Zarewna in einen Zarewitsch (Keigo Nozaki), und der Zauberer Kaschtschej betört –  endlich des Lackledermantels ledig – als sehr erotische Dame im transparenten Ganzkörpergewand (Kostüme: Leah Lichtwitz). –

Einprägsame Bilder bestimmen die herausragende Inszenierung. Ein Glücksgefühl entsteht, wenn die Tänzerinnen und Tänzer, die mit eckigen Bewegungen als mechanisch reagierende Schaufensterpuppen zu Automaten mutiert sind, sich – nun auch bekleidet – in harmonische Menschen verwandeln und unbedingt genannt sein müssen: Maki Taketa, Ekaterina Tumanova, Elena Tumanova, Michele Ciacci, Sebastian Uske und Keigo Nozaki.  

Viele theatralischen Register werden gezogen: So blitzt und donnert es gewaltig, Lichteffekte (Beleuchtung Jan Parthey) tun ein Übriges, die Kunstwelt wird zum sehr wirklichen Ort. Da in den russischen Volksmärchen, die ursprünglich das Ballett inhaltlich strukturieren, das Ei eine wichtige Rolle spielt (als Sitz der unsterblichen Seele Kaschtschejs), ermöglichen die zahllosen eiförmigen und hellen Luftballons, die wirkungsvoll auf die Bühne fallen, entsprechende Assoziationen. Schließlich haucht die böse Zauberin ihre Seele aus und endet in Ketten geschlagen. Die Liebenden finden sich.

Nach gut einer Stunde geht das furiose Ballett mit versöhnenden Szenen voller Hoffnung zu Ende. Ob ich es mit heiterem, naivem Herzen genieße oder mich vor allem in kunsttheoretische Überlegungen vertiefe, immer bleibt mir ein Kunsterlebnis, das alle meine Sinne anspricht und auf meine Ratio nicht verzichtet. Sehr empfehlenswert. IOCO / Lutz Behrens / 07.07.2016

Der Feuervogel:  Weitere Vorstellungen in Plauen am 16.12.2016 und 26.3.2017;  in der Lukaskirche Zwickau am 17.3.2017, 18.3.2017, 19.3.2017, 22.3.2017.

Markneukirchen, 51. Internationaler Instrumentalwettbewerb: Die Champions sind..!, IOCO Aktuell, 20.06.2016

Markneukirchen / Rieseninstrumente vor Musikinstrumentenmuseum © FFF

Markneukirchen / Rieseninstrumente vor Musikinstrumentenmuseum © FFF

51. Instrumentalwettbewerb:  Fächer Horn und Tuba   

 Die Sieger kommen aus Portugal, Frankreich, Schweiz, Spanien, Ungarn, nicht aus Deutschland

Markneukirchen / Musikinstrumenten Museum © FFF

Markneukirchen / Musikinstrumenten Museum © FFF

Der Instrumentalwettbewerb von Markneukirchen hat Weltruf ( link). Horn und Tuba sind Mittelpunkt des 51. Wettbewerbs.

Vom 19. bis 28. Mai 2016 war Markneukirchen Mittelpunkt für junge Musiker aus aller Welt.

Über vier Wettbewerbsrunden zeigten 145 Kandidaten, 61 im Fach Horn und 84 im Fach Tuba ihr herausragendes Können und stellen sich der Bewertung namhafter Juroren.

Markneukirchen / IIM Finale Horn, v.li.: Luis Duarte Dias Moreira, Nicolas Gomez Naval, Ivo Dudler © Ellen Liebner

Markneukirchen / IIM Finale Horn, v.li.: Luis Duarte Dias Moreira, Nicolas Gomez Naval, Ivo Dudler © Ellen Liebner

Die Schirmherrschaft haben der Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden Christian Thielemann, die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst Dr. Eva-Maria Stange sowie Professor Kurt Masur (†) übernommen. 

Nach anspruchsvollen Programmen mit Werken verschiedenster Epochen, solo und mit Klavier-begleitung in den drei Auswahlprüfungen, präsentierten sich in der abschließenden Finalrunde die Bestplatzierten im Fach Horn mit dem Concerto per Corno (1957) des tschechischen Komponisten Jirí Pauer in Begleitung des Philharmonischen Orchesters Plauen-Zwickau unter der Leitung von GMD Lutz de Veer.

Die  Preise wurden vergeben an:

  • Preisträger: Luís Duarte Dias Moreira (Portugal)
  • Preisträger und Publikumspreisträger: Nicolás Gómez Naval (Spanien)
  • Preisträger: Ivo Dudler (Schweiz)

Markneukirchen / IIM Finale Tuba: v.li.: Henrique Dos Santos Costa, Gergeley Lukacs, Florian Schuegraf © Ellen Liebner

Markneukirchen / IIM Finale Tuba: v.li.: Henrique Dos Santos Costa, Gergeley Lukacs, Florian Schuegraf © Ellen Liebner

Im Fach Tuba vergab die Jury nach Abschluss der Finalrunde mit dem Concerto (1992) for Tuba and Orchestra des armenischen Komponisten Alexander Arutiunian keinen ersten Preis.

Es wurden gekürt:

  • Preisträger: Henrique Dos Santos Costa  (Portugal)
  • Preisträger: Florian Schuegraf  (Frankreich)
  • Preisträger: Gergely Lukács  (Ungarn)   

Der 52. Internationale Instrumentalwettbewerb Markneukirchen 2017, Fächer Viola und Kontrabass,  findet vom 4. – 13. Mai 2017   statt.  Anmeldung unter  link:

 http://www.instrumental-competition.de/index.php/de/wettbewerb/iiw-2017/anmeldung

IOCO  / Viktor Jarosch / 20.06.2016

Markneukirchen, Instrumentalwettbewerb mit Weltruf: Finalrunde, IOCO Aktuell, 26.05.2016

Mai 27, 2016  
Veröffentlicht unter IOCO Aktuell, Theater Plauen Zwickau

Markneukirchen / Rieseninstrumente vor Musikinstrumentenmuseum © FFF

Markneukirchen / Rieseninstrumente vor Musikinstrumentenmuseum © FFF

   51. Internationaler Instrumentalwettbewerb Mai 2016

Die Finalisten der Fächer Horn und Tuba stehen

Markneukirchen / Musikinstrumenten Museum © FFF

Markneukirchen / Musikinstrumenten Museum © FFF

Der Instrumentalwettbewerb von Markneukirchen hat Weltruf ( link). Horn und Tuba sind Mittelpunkt des 51. Wettbewerbs. Vom 19. bis 28. Mai 2016 ist Markneukirchen Mittelpunkt für viele junge Musiker aus aller Welt. Über vier Wettbewerbsrunden zeigen diese ihr herausragendes Können und stellen sich der Bewertung durch namhafte Juroren aus dem In- und Ausland. Schirmherr dieses herausragenden Wettbewerbs ist kein geringerer als Christian Thielemann, Chefdirigent der Staatskapelle Dresden.

Von den 44 Teilnehmern der 2. Runde des diesjährigen  Instrumentalwettbewerbes in den Fächern Horn und Tuba haben insgesamt 14 Kandidaten die dritte Auswahlprüfung erreicht.

Markneukirchen / Instrumentalwettbewerb 2016 Teilnehmer © IIM

Markneukirchen / Instrumentalwettbewerb 2016 Teilnehmer © IIM

Im Fach Horn qualifizierten sich acht junge Herren im Alter von 19 bis 28 Jahren aus Deutschland, Frankreich, Portugal, der Schweiz, Spanien und Südkorea.  Im Fach Tuba haben sich 6 junge Männer zwischen 21 und 27 Jahren behauptet, die aus China, Frankreich, Norwegen, Portugal, Südkorea und Ungarn stammen.

In der 3. Runde trugen die Teilnehmer ein bis zu 45 minütiges Programm vortragen. Darin enthalten waren im Fach Tuba als Wahlstücke eine Sonate von Anthony Plog oder Anthony DiLorenzo, sowie das Concerto for Tuba von John Williams oder das Konzert für Tuba und Blasorchester (2006) von Juraj Filas. Im Fach Horn wird unter anderem von jedem Teilnehmer das Konzert Es-Dur KV 495 von Wolfgang Amadeus Mozart vorgetragen.

Die drei Finalisten im Fach Horn

Markneukirchen / Im Elstergebirge Sachsens © A. Wunderlich

Markneukirchen / Im Elstergebirge Sachsens © A. Wunderlich

(cs) Für das Finale am 28.5.2016 im Fach Horn konnten sich drei junge Hornisten aus Portugal, Spanien und der Schweiz qualifizieren. Nach Abschluss der dritten Auswahlprüfung standen sie als beste der verbliebenen 8 Kandidaten fest.

Luís Duarte Dias Moreira (Portugal), geb. 18.06.1993 wurde in Paços de Ferreira geboren. Im Jahr 2005 begann er sein Hornstudium bei Hélder Vales, das er mit Auszeichnung abschloss. Als bester Absolvent wurde er mit dem «Dr.ª Manuela Carvalho-Preis» ausgezeichnet. Im Anschluss legte er 2015 seinen Bachelor-Abschluss bei Bohdan Sebestik, Abel Pereira und Nuno Vaz ab.  Luís Duarte Moreira besuchte Meisterkurse bei den bedeutendsten Hornisten wie Radovan Vlatkovich, Abel Pereira, José Bernardo Silva, David Johnson, Ricardo Matosinhos, Bruno Rafael, Paulo Guerreiro, David Thompson, Szabolcs Zempléni, Will Sanders, Kerry Turner, Frøydis Ree Wekre, Rodolfo Epelde Cruz und Jeff Nelsen. Er wurde beim internationalen Wettbewerb «Terras de La-Salette» (2012 und 2014) mit dem ersten Preis ausgezeichnet. 2012 war er Mitglied des Fundação Orquestra Estúdio, dem Orchester der Kulturhauptstadt 2012.

 Markneukirchen / Instrumentalwettbewerb 2016 Teilnehmer © IIM

Markneukirchen / Instrumentalwettbewerb 2016 Teilnehmer © IIM

Ivo Dudler (Schweiz), geb. 13.07.1994,  begann im Alter von 12 Jahren mit dem Hornspiel bei Enrico Cerpelloni an der Musikschule Goldach. 2011 wechselte er an die Zürcher Hochschule der Künste, wo er bei Mischa Greull zwei Jahre Jungstudent war, bevor er 2013 in die Hornklasse von Prof. Christian-Friedrich Dallmann an der Universität der Künste Berlin aufgenommen wurde und dort sein Bachelorstudium begann. Neben der Teilnahme an verschiedensten Meisterkursen, u.a. bei Hermann Baumann, Szabolcs Zempleni, André Cazalet und Raimund Zell, ist er auch in verschiedenen Orchestern aktiv. Ivo Dudler ist Mitglied des Schweizer Jugend-Sinfonie-Orchesters und spielte im Schleswig-Holstein Festival Orchester 2014; 2015 hat er außerdem in Projekten der Jungen Deutschen Philharmonie mitgewirkt.

Nicolás Gómez Naval (Spanien), geb. 26.09.1990 ist stellvertretender erster Hornist beim Orquesta Sinfónica de Galicia (Spanien). Er erhielt den Abschluss „Master of Arts“ mit Auszeichnung an der Royal Academy of Music in London. Nicolás Gómez Naval wurde 1990 geboren und begann seine musikalische Ausbildung im Alter von 8 Jahren. 2010 erhielt er ein Stipendium der Fundación Albéniz, um seine Studien bei Prof. Radovan Vlatkovic und Rodolfo Epelde an der Escuela Superior de Música Reina Sofía in Madrid fortzusetzen. Drei Jahre später legte er sein Diplom als Jahrgangsbester ab und bekam noch im gleichen Jahr eine Anerkennung für sein Abschlusskonzert. PMStMnk

Die drei Finalisten im Fach Tuba 

Markneukirchen / Geigenbauer Joerg Wunderlich © FFF

Markneukirchen / Geigenbauer Joerg Wunderlich schafft eine neues Instrument © FFF

Von den 6 Teilnehmern der 3. Auswahlprüfung im Fach Tuba erreichten Henrique Dos Santos Costa (Portugal), Gergely Lukács (Ungarn) und Florian Schuegraf (Frankreich) die Finalrunde.

Henrique Dos Santos Costa (Portugal), geb. 19.05.1993 stammt aus dem kleinen portugiesischen Dorf Alcochete. Er begann seine musikalische Ausbildung im Jahr 2007 an der Musikschule des Nationalkonservatoriums in Lissabon. Von 2011 bis 2014 studierte er bei Adélio Carneiro an der National Superior Orchestral Academy of Metropolitana in Lissabon. Gegenwärtig ist er Student von Anne Jelle Visser in Zürich, gefördert durch ein Stipendium der Calouste Gulbenkian Stiftung.  Er war mehrfacher Preisträger beim nationalen Bläserwettbewerb “Terras de La Sallette” in Oliveira de Azeméis (Portugal), war Semifinalist beim ITEC International Tuba Competition in Linz (Österreich) und beim internationalen Blechbläserwettbewerb in Gdansk (Polen).

Markneukirchen / Riesengeige und Instrumentenbauer © EllenLiebner-JanHesse

Markneukirchen / Riesengeige und Instrumentenbauer © EllenLiebner-JanHesse

Gergely Lukács (Ungarn), geb. 21.05.1995   wurde 1995 in Keszthely (Ungarn) geboren. Er begann seine musikalische Ausbildung an der Musikschule „Erkel Ferenc“ in Zalaszentgrót bei Attila Johann. Sein Weg führte in anschließend zu Gábor Adamik an der Béla Bartók Akademie in Budapest. Gegenwärtig studiert er an der Franz Liszt Musikakademie Budapest bei László Szabó. GergelyLukács nahm an Meisterkursen bei Øystein Baadsvik, Sergio Carolino, Andreas Hofmeir, Dirk Hirthe, Roland Szentpáli und Daniel Perantoni teil.  Darüber hinaus war er erfolgreicher Teilnehmer zahlreicher Wettbewerbe. So gewann er den nationalen Tubawettbewerb in Budapest 2012 und zwei Mal den internationalen Blechbläserwettbewerb in Brno (Tschechische Republik). Er gewann auch beim ITEC International Tuba Competition in Bloomington (USA) 2014, beim International Brass Competition 2015 in Varazdin (Kroatien) und den dritten Preis beim IX. Michal Spisak International Music Competition.

Florian Schuegraf (Frankreich), geb. 06.01.1995 begann seine musikalische Laufbahn mit 6 Jahren mit Unterricht auf dem Euophonium bei Gabriel Capet. Er gewann zahlreiche regionale und nationale Wettbewerb bevor er im Alter von 16 Jahre zur Tuba wechselte. Dort wurde er zunächst ebenfalls von Gabriel Capet unterrichtet. Anschließend setzte er seine Ausbildung in der Klasse von Gerard Buquet am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris fort.  Florian Schuegraf ist der Orchester- und Kammermusik sehr verbunden und spielt regelmäßig mit angesehenen Ensembles wie der Opéra de Paris, dem Orchestre National de France und dem Brussels Philharmonic. PMStMnk

 

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