Landshut-Straubing, Landestheater Niederbayern, Premiere Aida von Giuseppe Verdi, 03.06.2016

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Landestheater Niederbayern

Prachtvolles-Stadttheater-Passau © Litvai

Prachtvolles-Stadttheater-Passau © Litvai

Aida von Giuseppe Verdi

PREMIEREN Passau 14.05.16 Landshut 03.06.16 Straubing 07.06.16

Das Landestheater Niederbayern zeigt erstmals Aida. Kurz nach der niederbayerischen Erstaufführung von Tristan und Isolde stemmt das Landestheater Niederbayern einen weiteren Operngiganten: Giuseppe Verdis 1871 für das Opernhaus in Kairo komponierte Oper Aida. Dieses Meisterwerk vereint prunkvolle Massenszenen mit kammerspielartigen Momenten. Berühmt geworden sind vor allem Radamès‘ Liebesgesang auf die himmlische Aida (Celeste Aida), der Triumphmarsch mit den schnurgeraden Aida-Trompeten, der eindrucksvolle „Nil“-Akt und das Schlussduett in der Grabkammer „O terra, addio“.

Der ägyptische Vizekönig wünschte sich 1870 für sein neues Opernhaus in Kairo, dem ersten auf afrikanischem Boden, eine westliche Oper über ein ägyptisches Thema. Das Werk sollte von einem der bedeutendsten Komponisten der Zeit geschrieben werden (zur Auswahl standen Gounod, Wagner und Verdi) und Schauplatz das alte Ägypten sein.

Die äthiopische Gefangene Aida, eigentlich eine Prinzessin, befindet sich in dem operntypischen Zwiespalt zwischen Pflicht und Neigung: Sie ist in Liebe zu Radamès, dem ehrgeizigen Befehlshaber der ägyptischen Armee, entbrannt. Weil sie den Feind liebt, muss sie seinen Sieg über ihr eigenes Vaterland wünschen. Radamès erwidert ihre Liebe und verzichtet seinerseits auf die Hochzeit mit der Königstochter Amneris und damit auf eine vielversprechende Karriere. Wegen Vaterlandverrats wird er zum Tode verurteilt, er soll lebendig begraben werden. Vereint sind die Liebenden nur im Tode: Aida stiehlt sich unbemerkt in die Grabkammer und gemeinsam hauchen Radamès und sie in einem herzergreifenden Duett ihr Leben aus. Es ist eine von Beginn an aussichtslose Liebesgeschichte, weil das Glück des Einzelnen in unauflösbarem  Widerspruch zu den Interessen des Staates steht.

Aida ist viel mehr als der berühmte Triumphmarsch. Verdis Meisterwerk vereint prunkvolle Massenszenen und kammerspielartige Momente der Liebestragödie. Italienisches Melodramma, französische Grand Opéra, deutsches Musikdrama und exotische Volksweisen erfahren in klanggewaltigen Tableaus eine einzigartige Verbindung. Die 1871 uraufgeführte Oper gehört zu den imposantesten Werken des Opernrepertoires.

EINFÜHRUNGSMATINEEN:  Passau 08.05.2016, 11.00 Uhr Landshut 29.05.2016, 11.00 Uhr Straubing 07.06.2016, 18.45 Uhr

Musikalische Leitung Basil H. E. Coleman | Regie Stephen Medcalf |
Choreografie Eva Simmeth | Bühne Karlheinz Beer | Kostüme Iris Jedamski

Mit : Aida Suyoung Kang | Amneris Jenny Hou | Radamès Paolo Lardizzone |
Amonasro Kyung Chun Kim | Ramphis Stephan Bootz | Il Re Jisang Ryu |
Messagero Oscar Imhoff | Sacerdotessa Emily Fultz/Martha O’Hara

Tänzer Lubomira Demska, Ursula Geef, Lisa Hebeisen, Linda Hempel, Barbara Schober;
Peter Scheufler, Johannes Walter, Paul Markus

Niederbayerische Philharmonie, Chor des Landestheaters Niederbayern, Statisterie des Landestheaters Niederbayern

Pressemeldung Landestheater Niederbayern

Landshut, Landestheater Niederbayern, Premiere Tristan und Isolde von Richard Wagner, 08.04.2016

Landshut / Theaterzelt © Peter Litvai - Landestheater Niederbayern

Landshut / Theaterzelt © Peter Litvai – Landestheater Niederbayern

Niederbayerische Erstaufführung: Tristan und Isolde von Richard Wagner
Große Premiere in kleiner Ersatzspielstätte

Zum ersten Mal und über 150 Jahre nach der Uraufführung ist Richard Wagners epochales Werk Tristan und Isolde auf den Bühnen Niederbayerns zu sehen. 441 Besucher werden am 8. April 2016 die Premiere im provisorischen Theaterzelt (Bild) das niederbayerische Ereignis verfolgen. Die Hauptspielstätte, das Stadttheater Landshut,  bleibt bis Herbst 2019 wegen Sanierung geschlossen.

Landshut / Theaterzelt - Innen © Peter Litvai - Landestheater Niederbayern

Landshut / Theaterzelt – Innen © Peter Litvai – Landestheater Niederbayern

Eine gigantische Kraft bindet Tristan und Isolde aneinander. Ein Blick – und bedingungslose Liebe entbrennt zwischen ihnen. Eine ungeheure musikalische Sogwirkung entfaltet dazu die Musik Wagners. Sie strebt permanent zu einem tonalen Zentrum hin, erreicht es aber nie. Dadurch entsteht eine Spannung, die erst ganz am Schluss, im sogenannten „Liebestod“, aufgelöst wird. Ein Vorbote der Moderne: Indem Wagner alles Beiwerk reduziert, erfährt die Handlung eine Ausweitung nach innen, die Musik dringt in die Tiefen des Unterbewusstseins vor.

Landshut / Tristan und Isolde © Peter Litvai - Landestheater Niederbayern

Landshut / Tristan und Isolde © Peter Litvai – Landestheater Niederbayern

 In der unerbittlich hellen Welt der Konventionen und Bedingungen können Tristan und Isolde ihre Liebe nicht leben. Erst im Angesicht des Todes, als sie vom vermeintlichen Todestrank trinken, gestehen sie sich ihre Gefühle ein und verschließen fortan die Augen vor dem nüchternen Tag: Sie flüchten in die Welt der Nacht. Nichts weniger als die Überwindung unserer Welt und der Aufbruch in einen transzendentalen Raum der Erleuchtung und Liebe ist ihr Ziel. Intendant und Regisseur Stefan Tilch deutet die Geschichte spirituell-affirmativ: „Tristan und Isolde schaffen es, Tag und Nacht zu umarmen. Es ist eine Geschichte mit Happy End.“

Für dieses überwältigende Musikdrama konnte das Landestheater Niederbayern hochkarätige Sänger verpflichten: Annette Seitgen (Isolde), Hans-Georg Wimmer (Tristan), Anne-Theresa Möller (Brangäne), Peter Tilch (Kurwenal), Stephan Bootz (König Marke), Christos Kechris (Hirte/Seemann), Albertus Engelbrecht (Seemann/Melot) und Kyung Chung Kim (Steuermann). Die Bühne gestaltet Karlheinz Beer, die Kostüme Ursula Beutler. Es spielt die Niederbayerische Philharmonie unter GMD Basil H. E. Coleman.

Tristan und Isolde – Alle Vorstellungen:
Landshut: 08.04.2016, 10.04.2016, 30.04.2016, 05.05.2016, 26.05.2016
Passau: 10.04.2016, 14.04.2016, 16.04.2016, 20.05.2016, 22.05.2016
Straubing: 26.04.2016,

Premiere im Landshuter Theaterzelt ist am Freitag, den 8. April 2016 um 18.00 Uhr. Karten gibt es im Vorverkauf im Verkehrsverein im Rathaus (Mo-Fr, 9 – 18 Uhr) und an der Theaterkasse im Theaterzelt (Fr 11 – 13 Uhr). Telefon 0871/92208-33 (Di-Fr, 11-13 Uhr und Di-Do, 17-19 Uhr). E-Mail: theaterkasse@landshut.de. Abendkasse ab einer Stunde vor der Vorstellung. Alle Termine und weitere Informationen unter www.landestheater-niederbayern.de.      PMLTHNB

Passau, Fürstbischöfliches Opernaus nach Sanierung neu eröffnet, IOCO Aktuell, 20.01.2015

Januar 24, 2015  
Veröffentlicht unter IOCO Aktuell, Landestheater Niederbayern

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Landestheater Niederbayern

Prachtvolles-Stadttheater-Passau © Litvai

Prachtvolles-Stadttheater-Passau © Litvai

 Fürstbischöfliches Opernhaus Passau neu eröffnet

Das Fürstbischöfliche Opernhaus in Passau, meist einfach nur Stadttheater Passau genannt, ist ein schmuckes, kleines Theater mit gerade einmal 350 Sitzplätzen aber einer riesigen Tradition. Es ist Sitz und Spielstätte des Landestheaters Niederbayern. Die Sparten Oper, Schauspiel, Operette, Musical und Schauspiel werden angeboten. Im Dezember 2008 feierten das Landestheater Niederbayern und die Stadt Passau gleich zwei Jubiläen: 225 Jahre Fürstbischöfliches Opernhaus und 125 Jahre Stadttheater.

Doch am 3. Juni 2013 verwüsteten die Fluten des Inn auch das Fürstbischöfliche Opernhaus. Der gesamte Erdgeschossbereich vom Garderobentrakt, dem „Intendantenstöckl“, über Unterbühne und Orchestergraben bis hin zur Saalbestuhlung wurde überschwemmt und neben dem Gebäude auch darin verbaute Einrichtungen und Schaltanlagen schwer beschädigt. Der ursprüngliche Zustand des Theaters wurde von Juni 2014 bis Januar 2015 wiederhergestellt. Das Theater wurde am 18. Januar 2015 mit einem Festakt offiziell wiedereröffnet.

Mit Wiederherstellungskosten von rund 3,3 Mio. Euro – gefördert aus Mitteln des Aufbauhilfefonds des Bundes und des Freistaates Bayern sowie dem Kulturellen Hilfsprogramm Hochwasser 2013 in Bayern – und einer Sanierungszeit von gut einem halben Jahr waren bauseitig bereits anspruchsvolle Eckdaten gesetzt. Daher wurden z. B. alle wesentlichen elektronischen Schalt- und Steuerungseinrichtungen in den ersten Stock verlegt, Hebeanlagen mit Rückstauverschlüssen für den Abwasserbereich eingebaut, Lüftungs- und Heizungseinrichtungen hochwassersicher erneuert. Auch im Zuschauersaal ist entsprechend vorgesorgt worden: Die neue Bestuhlung ist in kompakten zweier- und dreier-Kombinationen nun ausbau- und transportfähig, der Holzboden selbst liegt auf einer wasserunempfindlichen Aluminium-Kunststoff-Konstruktion. Das Mobiliar in den Garderoben ist ebenfalls aus wasserfestem Material und am Bühneneingang wird ein Schott vor Wasser- und Schlammeinbruch bis zu einer Höhe von 30 cm über dem Vorplatzniveau schützen. Neben diesen grundlegenden Sanierungsarbeiten konnten aber auch Modernisierungsmaßnahmen berücksichtigt werden. Genannt seien die Vergrößerung des Orchestergrabens, eine technisch verbesserte Induktionsschleife für Besucher mit Hörgerät sowie der Einbau einer leistungsfähigen Tonanlage.

Vom Ballhaus zum Opernhaus

Rückblick:  1645 ließ der Passauer Fürstbischof Leopold Wilhelm, Erzherzog von Österreich,  erstmals ein Ballhaus errichten, das sich nahe des Inns („am Sand“) befand. Das Ballhaus diente damals auch dem beliebten spanischen Hallenballspiel. In der Folgte ließ Fürstbischof Leopold Ernst Kardinal Graf von Firmian das Haus durch seinen Musikdirektor erstmals zu einem – wenn auch nur provisorischen und der Hofgesellschaft vorbehaltenen – „Hofkomödien- und Hofopernhaus“ umwandeln.
Im Jahr 1783 ließ Fürstbischof Joseph Kardinal Graf von Auersperg das Gebäude grundlegend verändern. Gleichzeitig machte dieses Opernhaus dem ganzen Volk zugänglich und wandelte es in eine „moralische Bildungsanstalt“ um. Auersperg gilt damit sozusagen als Vater des heutigen Theaterbaus.

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Saniertes-Stadtheater-Passau  ©  Litvai

Saniertes-Stadtheater-Passau © Litvai

Im Mai gewählt, ließ er schon am 3. August seinen neuernannten Hofbaumeister, den Salzburger Johann Georg Hagenauer ein allen „Guthwilligen“ zugängliches Hochfürstliches Opernhaus zu machen. Das Theater erhält eine klassizistische Fassade, eine Fürstenloge und einen Salon, zahlreiche Nobellogen, einen zweiter Rang.. Die doppelgeschossige Logengalerie über dem U-förmigen Grundriss umschließt das Parkett. In der Theaterwissenschaft spricht man von einer sehr zeittypischen klassizistischen Umdeutung des Raumes zu einem antikisierenden amphitheatralischen Schauspiel-Hof.  Am 1. November 1783 wurde das Theater als Hochfürstliches Opernhaus mit der Oper Alceste von Anton Schweitzer  eröffnet.   PMStP / IOCO

Passau, Landestheater Niederbayern, Gräfin Mariza, Termine im Dezember 2013

November 20, 2013  
Veröffentlicht unter Landestheater Niederbayern, Pressemeldung

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Landestheater Niederbayern

Komm mit nach Varasdin!

Neuinszenierung von Kálmáns Gräfin Mariza 

Landestheater Niederbayern / 	v.l.: Emily Fultz (Lisa), Jeffrey Nardone (Tassilo)   ©Peter Litvai, Landestheater Niederbayern 

Was tun, wenn einem als Frau alle Männer zu Füßen liegen und man sich vor Heiratsanträgen kaum retten kann? Man erfindet kurzerhand die eigene Verlobung! Den Namen des Verlobten entnimmt man einfach einer berühmten Operette. So jedenfalls verfährt Gräfin Mariza und der Plan scheint aufzugehen, bis die erfundene Operettenfigur plötzlich leibhaftig vor ihr steht: Als sich Baron Koloman Zsupán als Gutsbesitzer vorstellt und die designierte Verlobte kurzerhand mitnehmen will (Komm mit nach Varasdin, solange noch die Rosen blühn!), kommt die Gräfin in die Bredouille. Schließlich fühlt sie sich zu ihrem verarmten Verwalter Tassilo hingezogen, was sie sich aber zunächst nicht eingestehen mag. 
Es geht viel Liebe, Eifersucht, falsche Identitäten und uneingestandene Gefühle in diesem Erfolgswerk des ungarischen Komponisten Emmerich Kálmán. Man ist zugleich melancholisch, nostalgisch und ironisch gestimmt– egal ob im Walzerschritt („Grüß mir die süßen, die reizenden Frauen“), beim Foxtrott („Komm mit nach Varasdin“) oder mit der ungarischen Folklore einer Csárdásweise in dem weltberühmten Tenorlied („Komm, Zigány“): Heiterkeit und Gefühlstiefe gehen im rhythmischmelodischem Einfallsreichtum Kálmáns eine wundersame Verbindung ein. 
Regisseur Sebastian von Kerssenbrock, Ausstatter Michael D. Zimmermann und Kapellmeister Kai Röhrig bringen zur neuen Spielzeit eine schwungvolle und temperamentvolle Gräfin Mariza heraus, die entsprechend dem musikalischen Stilmix zwischen Wien und Várásdin, Kaffeehaus und Kukuruz, Europa und Amerika angesiedelt ist. 
Es singen, spielen und tanzen Mandie de Villiers-Schutte/ Kathryn J. Brown (Mariza), Jeffrey Nardone (Tassilo), Albertus Engelbrecht/ Peter Tilch (Koloman Zsupán), Emily Fultz/ Kathryn J. Brown (Lisa). 
 
Termine im Dezember
Passau: 1. (18.00), 30. (19.30), 31. (19.00)
 
  
 
 
Pressemeldung Landestheater Niederbayern

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