Oldenburg, Oldenburgisches Staatstheater, Premiere DAS RHEINGOLD, 04.02.2017

oldenburg_logo

Oldenburgisches Staatstheater

Staatstheater Oldenburg © Andreas J. Etter

Staatstheater Oldenburg © Andreas J. Etter

DAS RHEINGOLD
Vorabend des Bühnenfestspiels – Der Ring des Nibelungen

Premiere Samstag 04. Februar 2017 19.30 Uhr, weitere Vorstellungen: Mi 15.02. 19.30 Uhr, Sa 25.02. 19.30 Uhr, Sa 04.03. 19.30 Uhr, Fr 10.03. 19.30 Uhr, So 19.03. 18 Uhr, Do 30.03. 19.30 Uhr, Sa 08.04. 19.30 Uhr, Mi 26.04. um 19.30 Uhr.  Soiree: Di 31. Jan., 18.15 Uhr, Foyer, Großes Haus; Eintritt frei.

Die Liebe verfluchend, verschafft sich der Nibelung Alberich den (Rhein-)Goldschatz und schmiedet daraus einen Ring, der seinem Besitzer „maßlose Macht“ schenkt. Als Wotan und Loge ihm das wertvolle Stück trickreich entwenden, verflucht er ihn: Fortan soll der Ring seinen Besitzer knechten und mit Sorge, Neid und Furcht erfüllen. Erstes Opfer des Fluchs ist der Riese Fasolt, der von seinem Bruder Fafner im Kampf um das Gold erschlagen wird. Fafner rafft Gold und Ring und zieht sich damit zurück, um den Hort drachengleich zu bewachen. Schweren Herzens lässt Wotan ihn entschwinden.

Musikalische Leitung: Hendrik Vestmann; Regie: Paul Esterhazy; Bühne und Kostüme: Mathis Neidhardt, Dramaturgie: Stephanie Twiehaus

Mit: Melanie Lang, Sarah Tuttle, Ann-Beth Solvang, Sooyeon Lee, Anna Avakian/ Martyna Cymerman, Julia Faylenbogen; Daniel Moon, Aarne Pelkonen, Philipp Kapeller, Timothy Oliver, Johannes Schwärsky, Timo Schabel, Randall Jakobsh/ Alexey Birkus , Ill-Hoon Choung, Statisterie des Oldenburgischen Staatstheaters, Oldenburgisches Staatsorchester

Seit Gründung der Oldenburger Opernsparte im Jahre 1921 wurden immer wieder Versuche unternommen, Richard Wagners gesamte Ring-Tetralogie zu produzieren, doch es blieb bei unvollständigen Zyklen oder gar Einzelinszenierungen:

Bereits in einer der ersten Opernspielzeiten inszenierte niemand Geringerer als Wolfram Humperdinck, Sohn des Hänsel und Gretel-Komponisten und Patensohn Cosima Wagners Das Rheingold und Die Walküre. Nach mehreren Einzelaufführungen wäre es Mitte der 1970er-Jahre fast zu einem vollständigen Zyklus gekommen, wenn nicht der Generalmusikdirektor Fritz Janota…..

Nun wagt sich das Oldenburgische Staatstheater an den ganzen ‚Ring‘, der jährlich wachsen und im Jubiläumsjahr 2021 als vollständiger Zyklus gefeiert werden wird. Regie führt der österreichische Regisseur Paul Esterhazy, der es in seinen Arbeiten stets auf frappierende Weise schafft, eine präzise Werkanalyse mit einem völlig neuen Blickwinkel auf die Stücke zu vereinen und dafür bereits eine Nominierung für den deutschen Theaterpreis DER FAUST erhielt.

Während in den drei folgenden Teilen des Ring des Nibelungen zunehmend ausgewiesene Wagnerstimmen gefragt sind, konnten viele Partien des Rheingold mit Ensemblemitgliedern des Oldenburgischen Staatstheaters besetzt werden. Sie werden als Götter, Rheintöchter oder Nibelung in die Mythologie des Ring-Zyklus‘ einführen. Viele von ihnen geben damit ihr Rollen- oder sogar Wagner-Debüt. Für einige Partien wurden Gäste gewonnen, die bereits im Wagnerfach große Erfolge gefeiert haben und in Oldenburg nun ihr Repertoire erweitern: So singt Timothy Oliver, der dem Oldenburger Publikum auch als Gandhi in Satyagraha bekannt ist und bereits mehrfach in kleineren Partien in Bayreuth auf der Bühne stand, den windigen Gott Loge. Der Bass-Bariton Johannes Schwärsky, der sich dem Oldenburger Publikum bereits als Falstaff vorgestellt hat, wird als Titelheld Alberich debütieren und die norwegische Mezzosopranistin Ann-Beth Solvang, die bereits als Rheintochter, Walküre und Blumenmädchen (‚Parsifal‘) auf der Bühne stand, wird in Oldenburg ihr Rollendebüt als Erda geben. PM OlStth

Sa 04. Februar 2017 19.30 Uhr, weitere Vorstellungen: Mi 15.02. 19.30 Uhr, Sa 25.02. 19.30 Uhr, Sa 04.03. 19.30 Uhr, Fr 10.03. 19.30 Uhr, So 19.03. 18 Uhr, Do 30.03. 19.30 Uhr, Sa 08.04. 19.30 Uhr, Mi 26.04. um 19.30 Uhr.

 

Oldenburg, Oldenburgisches Staatstheater, Premiere AGRIPPINA von Georg Friedrich Händel, 15.10.2016

oldenburg_logo

Oldenburgisches Staatstheater

Staatstheater Oldenburg © Andreas J. Etter

Staatstheater Oldenburg © Andreas J. Etter

AGRIPPINA von Georg Friedrich Händel

Dichtung von Vincenzo Grimani, In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere 15. Oktober 2016 um 19.30 Uhr, die nächsten Vorstellungen: Sa 22.10. um 19.30 Uhr, Sa 29.10. um 19.30 Uhr, So 06.11 um 18 Uhr, Mi 09.11. um 19.30 Uhr, Do 24.11. um 19.30 Uhr, Do 08.12. um 19.30 Uhr und Fr 16.12. um 19.30 Uhr.,  Soiree: Di 11. Okt., 18.15 Uhr, Foyer, Großes Haus; Eintritt frei

Rom 54 n. Chr.: Nero muss Kaiser werden! Ohne Rücksicht auf Verluste verfolgt Agrippina das Ziel, ihren Sohn im Zentrum der Macht zu installieren. Als sie das Gerücht erreicht, Kaiser Claudius – ihr Mann – sei bei einem Schiffbruch ums Leben gekommen, schlägt ihre Stunde. Selbst als sich die Todesnachricht als falsch herausstellt, lässt sie nicht von ihrem Vorhaben ab. Sie verleumdet Otto, der Claudius aus den Fluten rettete, und sät Zwietracht zwischen ihm und seiner Geliebten Poppea. Wird sie triumphieren oder gelingt es am Ende ihren Gegnern, das Dickicht aus politischen Winkelzügen zu zerschlagen?

Georg Friedrich Händel © IOCO

Georg Friedrich Händel © IOCO

Georg Friedrich Händel schuf 1709 in Venedig eine seiner prächtigsten Kompositionen und erzielte mit der Geschichte über Roms große Intrigantin einen ersten überwältigenden Erfolg als Opernkomponist.

Die Inszenierung erlebte 2015 ihre Premiere bei den internationalen Händel-Festspielen Göttingen und wurde im Frühjahr 2016 beim Festival Brisbane Baroque/ Australien gezeigt, wo sie mit dem Helpmann Award u. a. in der Kategorie „Beste Oper“ ausgezeichnet wurde.

Musikalische Leitung: Jörg Halubek; Regie: Laurence Dale; Bühne: Tom Schenk; Kostüme: nach einem Entwurf von Robby Duiveman; Dramaturgie: Annabelle Köhler

Mit: Nina Bernsteiner, Hagar Sharvit, Martyna Cymerman, Yulia Sokolik; João Fernandes/ Julian Popken, Leandro Marziotte, Aarne Pelkone, Ill-Hoon Choung, Oldenburgisches Staatsorchester.

Premiere 15. Oktober 2016 19.30 Uhr, weitere Vorstellungen: Sa 22.10.  19.30 Uhr, Sa 29.10. um 19.30 Uhr, So 06.11 um 18 Uhr, Mi 09.11. um 19.30 Uhr, Do 24.11. um 19.30 Uhr, Do 08.12. um 19.30 Uhr und Fr 16.12. um 19.30 Uhr.. Soiree: Di 11. Okt. 2016, 18.15 Uhr, Foyer, Großes Haus; Eintritt frei.     PMStOl

 

Oldenburg, Oldenburgisches Staatstheater, Premiere Premiere MACBETH von Giuseppe Verdi, 17.09.2016

oldenburg_logo

Oldenburgisches Staatstheater

Staatstheater Oldenburg © Andreas J. Etter

Staatstheater Oldenburg © Andreas J. Etter

  MACBETH von Giuseppe Verdi

Pariser Fassung (1865) von Francesco Maria Piave und Andrea Maffei nach William Shakespeare In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere 17. September 2016 19.30 Uhr, weitere Vorstellungen: Mi 21.09. um 19.30 Uhr; Do 29.09. um 19.30 Uhr; So 02.10. um 15 Uhr; So 16.10 um 18 Uhr; Fr 21.10 um 19.30 Uhr; Fr 28.10. um19.30 Uhr; Fr 18.11. um 19.30 Uhr; Do 15.12. um 19.30 Uhr, Mi 21.12. um 19.30 Uhr; So 08.01. um 18 Uhr; Fr 20.01 um 19.30 Uhr; So 29.01. um 18 Uhr

Soiree: Di 13. Sep, 18.15 Uhr, Foyer, Großes Haus; Eintritt frei

Musikalische Leitung: Hendrik Vestmann;, Regie: Nadja Loschky; Konzeptionelle
Mitarbeit: Yvonne Gebauer;, Bühne: Daniela Kerck;Kostüme:,  Claudio Pohle;
Dramaturgie: Annabelle Köhler, Mit: Nina Gravok, Melanie Lang; Daniel Moon, Ill-Hoon Choung, Emanuel Mendes, Philipp Kapeller, Opern- und Extrachor des Oldenburgischen Staatstheaters u.a., Oldenburgisches Staatsorchester

Macbeth und Banquo kehren als siegreiche Generäle aus dem Krieg heim, als ihnen Hexen Großes prophezeien: Macbeth soll König von Schottland werden, Banquo der Vater künftiger Könige sein. Lady Macbeth giert förmlich danach, ihren Mann auf dem Thron zu sehen. Sie stiftet ihn zum Königsmord an, den Macbeth trotz großer Gewissensbisse ausführt. Doch damit setzt sich ein Todesrad in Bewegung: Mitwisser und mögliche Konkurrenten müssen ausgeschaltet werden. Immer mehr Blut fließt. Letztendlich entsteht ein mörderischer Sog, der Macbeth und die Lady selbst in den Tod reißt.

Auf Basis von Shakespeares ebenso düsterem wie packendem Schauspiel wagt Verdi den ersten Schritt in eine völlig neue Dramatik. Nicht glatter Wohlgesang steht für ihn hier an erster Stelle, sondern Expressivität. Verdi überträgt also das Drama ins Musikalische: Die Stimmen werden zum individuellen Ausdruck des Charakters, das Orchester lässt eine rein floskelhafte Begleitung hinter sich und nimmt aktiv am musikdramatischen Geschehen teil. Durch atmosphärisch dichte Stimmungsmalerei wird es zum wichtigen Träger der Handlung. Dies ist umso bedeutender, als Verdi in seiner Oper nicht allein das Politdrama und die inneren Konflikte der handelnden Figuren akzentuiert wissen will, sondern gerade auch dem fantastischen Element, dem Eindringen des Übersinnlichen in die menschliche Welt, große Bedeutung beimisst.

Im 400. Todesjahr Shakespeares zeigt das Oldenburgische Staatstheater die überarbeitete Fassung des Werkes, die 1865 in Paris ihre Uraufführung erlebte und das Neuartige der Kompositionsweise noch stärker hervorhebt, als es die ursprüngliche Fassung tat. Für die Inszenierung zeichnet Nadja Loschky verantwortlich, die 2015 mit dem Götz- Friedrich-Preis ausgezeichnet wurde. PMOlStt

Premiere 17. September 2016 19.30 Uhr, weitere Vorstellungen: Mi 21.09. um 19.30 Uhr; Do 29.09. um 19.30 Uhr; So 02.10. um 15 Uhr; So 16.10 um 18 Uhr; Fr 21.10 um 19.30 Uhr; Fr 28.10. um19.30 Uhr; Fr 18.11. um 19.30 Uhr; Do 15.12. um 19.30 Uhr, Mi 21.12. um 19.30 Uhr; So 08.01. um 18 Uhr; Fr 20.01 um 19.30 Uhr; So 29.01. um 18 Uhr

 

Oldenburg, Oldenburgisches Staatstheater, Premiere – CRISTINA, REGINA DI SVEZIA von Jacopo Foroni, 21.05.2016

oldenburg_logo

Oldenburgisches Staatstheater

Staatstheater Oldenburg © Andreas J. Etter

Staatstheater Oldenburg © Andreas J. Etter

CRISTINA, REGINA DI SVEZIA von Jacopo Foroni

Oper in drei Akten, Libretto — Giovanni Carlo Casanova
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Deutsche Erstaufführung: Sa 21. Mai 2016 um 19.30 Uhr, weitere Vorstellungen: Fr 27.05. um 19.30 Uhr; Di 31.05. um 19.30 Uhr; Sa 11.06. um 19.30 Uhr; Di 14.06. um 19.30 Uhr; So 19.06. um 18 Uhr; Sa 25.06. um 19.30 Uhr, Soiree: Di 17. Mai, 18.15 Uhr, Foyer, Großes Haus; Eintritt frei

Musikalische Leitung: Vito Cristófaro; Regie: Michael Sturm;
Bühne und Kostüme: Stefan Rieckhoff; Dramaturgie: Annabelle Köhler

Mit: Miriam Clark, Melanie Lang/ Yulia Sokolik, Ill-Hoon Choung, Anna Avakian; Alexander Murashov, Paulo Ferreira, Daniel Moon, Tomasz Wija, Philipp Kapeller
Opern- und Extrachor des Oldenburgischen Staatstheaters u.a.
Oldenburgisches Staatsorchester

CRISTINA, REGINA DI SVEZI, Königin Christina,  ist eine der schillerndsten Monarchinnen aller Zeiten – ebenso gebildet wie machtbesessen, freiheitsliebend wie intrigant, eine emanzipierte und kluge Frau, die sich in der rauen Männerwelt der Politik behauptet und gleichzeitig durch ihr rätselhaft androgynes Auftreten Irritationen schürt und zu Gerüchten mannigfaltiger Art Anlass gibt. Ihr Weg zur Königsherrschaft ist seit frühester Kindheit vorgezeichnet: Als ihr Vater 1632 fällt, ist klar, dass sie als einziges Kind des Monarchen diesem im Amt nachfolgen wird. Wie ihr Vater bereits zuvor weitsichtig verfügte, wird sie „wie ein Mann“ erzogen und erhält eine umfassende Ausbildung. Ihr Wissensdrang ist dabei immens, doch ihre Tugenden als Herrscherin können mit ihrer Bildung nicht Schritt halten.

Foroni zeichnet Königin Christina jedoch nicht allein als kalten Machtmenschen, sondern zeigt gerade auch die schmerzhaften inneren Widersprüche ihres Wesens auf. So scheint hinter all ihrer Rücksichtslosigkeit eine Frau auf, die von der Last der Königsbürde und dem Gewicht ihres hehren Familiennamens förmlich erdrückt, zwischen persönlichem Gefühl und Politik zerrissen und trotz all ihrer Macht von unendlicher Einsamkeit gequält wird. Mit seiner Oper  Cristina, regina di Svezia  stellte sich Jacopo Foroni 1849 dem schwedischen Publikum in Stockholm vor, nachdem er ein Jahr zuvor als Anhänger der revolutionären Kräfte sein Heimatland Italien hatte verlassen müssen. Die Oper war ein durchschlagender Erfolg. Unverkennbar sind die Einflüsse des wenig älteren Verdi und anderer italienischer Zeitgenossen. Interessanterweise baut Foroni jedoch nicht allein auf dieser Musiktradition auf, sondern bezieht auch die Klangwelt der deutschen Romantik in seine Musik ein, mit derer nicht zuletzt durch sein umfangreiches Wirken als Dirigent bestens vertraut war. Nach dem tragisch frühen Tod des Komponisten gänzlich in Vergessenheit geraten, erlebte das Werk 2007 beim Vadstena Summer Opera Festival seine moderne Erstaufführung und wurde 2013 beim renommierten Wexford-Festival als Entdeckung des Jahres gefeiert. Das Oldenburgische Staatstheater zeigt nun die Deutsche Erstaufführung der Oper.  PMOStT

Die Premiere von  Cristina, regina di Svezia  wird live auf NDR Kultur und Deutschlandradio Kultur übertragen.

 

Nächste Seite »