Münster, Theater Münster, Konzertvorschau Oktober 2016

September 19, 2016  
Veröffentlicht unter Pressemeldung, Spielpläne, Theater Münster

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Theater Münster

Theater Münster © Rüdiger Wölk

Theater Münster © Rüdiger Wölk

Konzertvorschau Oktober 2016
Sinfonieorchester Münster

Sonntag, 2. Oktober, 18.00 Uhr
Großes Haus
1. Sinfoniekonzert
Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 8 c-Moll WAB 108
Sinfonieorchester Münster
Dirigent: Fabrizio Ventura


Donnerstag, 13. Oktober, 19.30 Uhr
Rathausfestsaal
1. Rathauskonzert
Carl Maria von Weber: Klarinettenquintett B-Dur op. 34
Richard Strauss: TILL EULENSPIEGEL einmal anders op. 28. Grotesque musicale für fünf Instrumente, arr. Von Franz Hasenoehrl
Ludwig van Beethoven: Septett op. 20
Mihai Ionescu, Violine, Christian Büscherfeld, Violine, Svenja Ciliberto, Viola, Michael Schlechtriem, Violoncello, Werner Raabe, Klarinette, Heidrun Schulze, Fagott, Konrad Balint, Horn


Montag, 17. Oktober, 20.00 Uhr
Erbdrostenhof
1. Erbdrostenhofkonzert
Programmänderung: Der angekündigte Solist must kurzfristig absagen;
das neue Programm wird bald möglich bekanntgegeben.


Dienstag. 25. Oktober, 19.30 Uhr
Mittwoch, 26. Oktober, 19.30 Uhr
Sonntag, 30. Oktober, 18.00 Uhr
Großes Haus
2. Sinfoniekonzert
Ludwig van Beethoven: Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 61
Alfredo Cassella: Sinfonie Nr. 2 c-Moll op. 12
Solist: Nemanja Radulovi?, Violine
Sinfonieorchester Münster
Dirigent: Fabrizio Ventura


Donnerstag, 27. Oktober, 9.30 Uhr/11.00 Uhr
Kleines Haus
1. Konzert für Kinder
ZAUBERWALD UND FABELWESEN
Musik von Edvard Grieg, Francesco Geminiani, Igor Strawinsky u. a.
Konzeption & Moderation: Julia Dina Heße
Sinfonieorchester Münster
Musikalische Leitung: Stefan Veselka
Pressemeldung Theater Münster

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Münster, Theater Münster, Drei-Sparten-Haus mit hoher Auslastung, IOCO Aktuell, 08.08.2016

August 8, 2016  
Veröffentlicht unter IOCO Aktuell, Pressemeldung, Theater Münster

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Theater Münster

Theater Münster © Rüdiger Wölk

Theater Münster © Rüdiger Wölk

Theater Münster: Über 200.000 Besucher

Die neue Spielzeit 2016/17 naht. Mitten in der Spielzeitpause kommt eine gute Nachricht aus dem Theater Münster. In der zurückliegenden Saison haben 203.197 Besucher die Vorstellungen und Konzerte im Großen und Kleinen Haus besucht; 17.054 (9,1%) Besucher mehr als die 186.143 des Vorjahres.

 Münster / Theater Management, vorne Intendant Peters © IOCO

Münster / Theater Management, vorne Intendant Peters © IOCO

Generalintendant Dr. Ulrich Peters, seit 2012 in Münster, zeigt sich glücklich über diese Entwicklung: „Ich freue mich riesig, dass es uns in der vierten Spielzeit nun gelungen ist, die 200.000 Zuschauer Marke zu knacken. Der Spielplan in allen fünf Sparten und seine künstlerische Umsetzung stieß auf enormes Interesse und zeigt, wie offen und neugierig die Theaterfans aus Münster und dem Umland sind. Der Erfolg spornt uns an, auf dem eingeschlagenen Weg aus ‚unterhaltsamem Anspruch‘ weiterzugehen.“

In der kommenden Spielzeit setzt Peters mit seinem Drei-Sparten-Haus auf einen breit gefächerten Spielplan; von großen Opern (Falstaff von G. Verdi, Faust von Gounod) bis hin zu Bertold Brechts Heiliger Johanna der Schlachthöfe.  Das Theater startet am 3. September ab 11.00 Uhr mit dem traditionellen Theaterfest in die neue Saison. Das künstlerische Programm beginnt am 4. September 2016 im Kleinen Haus mit der Reihe TANZSPEKTRUM die Choreographie  INside OUT präsentiert:  „Was tust du, wenn sich plötzlich etwas verändert und deine heile Welt durcheinander gebracht wird? Wenn du auf einmal alles hinterfragen und dein Leben neu strukturieren musst? Die klassische Paarbeziehung zwischen Mann und Frau ist längst nicht mehr die einzige Form der Liebesbeziehung, die in der heutigen Gesellschaft akzeptiert wird. Doch wie tolerant sind wir wirklich gegenüber Menschen, die ihr Leben frei von solchen Paradigmen gestalten?“.

Pressemeldung Theater Münster

Der Spielplan 2016/17 des Theater Münster HIER: Spielplan 2016/17 des Theater Münster!

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Münster, Theater Münster, Cavalleria Rusticana und Der Bajazzo begeistern, IOCO Kritik, 06.07.2016

Juli 6, 2016  
Veröffentlicht unter Kritiken, Theater Münster

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Theater Münster

Theater Münster © Rüdiger Wölk

Theater Münster © Rüdiger Wölk

 Opern-Duo Cavalleria Rusticana und Der Bajazzo

Liebe, Eifersucht und Ehrenmord

VON HANNS BUTTERHOF

Hochdramatische Liebe, Eifersucht und Mord aus gekränkter Männerehre sind die gemeinsamen Themen von Pietro Mascagnis einaktiger Oper „Cavalleria Rusticana“ und Ruggero Leoncavallos Zweiakter „Der Bajazzo“. An Münsters Großem Haus begeistert die seit ihrer Entstehung um 1890 üblich gewordene Aufführung im Doppelpack.

Münster / Theater Cavalleria Rusticana © Oliver Berg

Münster / Theater Cavalleria Rusticana © Oliver Berg

Mascagnis „Cavalleria Rusticana“ ist eine tragische Liebesgeschichte, in der statt der Liebe die bäuerliche Sitte triumphiert. Die Ehe der schönen Lola (Lisa Wedekind) mit dem bäurischen Alfio (Michael Bachtadze) ist ein ebensolcher Irrtum wie die Verlobung des bürgerlichen Turiddu (Adrian Xhema) mit Santuzza (Jennifer Feinstein). Schon zur Ouvertüre lieben sich Lola und Turiddu, leidenschaftlicher in der Musik als auf dem Bett seines Hauses, in das man von allen Seiten hineinsehen kann (Bühne: Barbara Bloch). Flehend fällt Santuzza Turiddu zu Füßen, um ihn zurückzugewinnen. Als das misslingt, verrät sie Alfio voller Hass das ehebrecherische Verhältnis seiner Frau. Im Duell der beiden Männer, das nach dem bäuerlichen Ehrencodex unausweichlich ist, wird Turiddu getötet.

In der heute etwas befremdlichen Ehrenmordgeschichte begeistert Jennifer Feinstein als hochdramatisch von Demut in Hass kippende Santuzza wie Lisa Wedekind als lockend leichte Lola. Adrian Xhema gibt Turiddu auch in seiner Gereiztheit mit gepflegtem Tenor, Michael Bachtadze den Alfio mit männlich klarem Bariton. Der Chor (Einstudierung: Inna Batyuk) bekommt für sein Kirchenlied im Weihrauch Szenenapplaus.

Münster / Theater Bajazzo © Oliver Berg

Münster / Theater Bajazzo © Oliver Berg

Der stimmig in ein Theatergastspiel von heute versetzte „Bajazzo“ Leoncavallos ist thematisch eingängiger als die „Cavalleria Rusticana“. Weil ihn seine junge Frau Nedda (Sara Rossi Daldoss) verlassen möchte, bringt Casio (Adrian Xhema), Prinzipal einer fahrenden Theater-Truppe, sie in blinder Eifersucht und Gekränktheit um. Es war keine Liebe zwischen Nedda und dem für sie zu alten Casio, der sie nicht loslassen kann. Sara Rossi Daldoss zeichnet Nedda mit weichem Sopran berührend als Frau zwischen Abhängigkeit und Freiheitsdurst; die Verführung Silvios (Birger Radde), mit dem sie fliehen will, geht von ihr aus. Aber auch Xhema nimmt mit Belcanto in der traurigen Bajazzo-Arie des enttäuschen Casio für sich ein.

Beide Opern sind von mitreißender Italianita und durch das ausgewogen gut besetzte Gesangs-Ensemble und im Bühnenbild fein miteinander verknüpft. Fabrizio Ventura dirigiert das Sinfonieorchester Münster bei aller zum Verismo der beiden Komponisten gehörigen Dramatik sängerfreundlich und melodieselig, und erhält nach etwa drei Stunden italienischen, deutsch übertitelten Gesangs mit den Solisten und dem Chor den ungeteilten Beifall des Publikums. IOCO / HANNS BUTTERHOF / 06.07.2016

Zum letzten Mal in dieser Spielzeit am 8.7.2016 um 19.00 Uhr

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Münster, Theater Münster, Spielplan 2016/17: Tiefenbohrung nach Grundwerten, IOCO Aktuell, 06.06.2016

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Theater Münster

Theater Münster © Rüdiger Wölk

Theater Münster © Rüdiger Wölk

 Theater Münster: Spielplan 2016/17

Tiefenbohrung nach den europäischen Grundwerten

 Münster / Theater Management © Butterhof

Münster / Theater Management © Butterhof

Den aktuellen Spielplan 2016/17 präsentiert das Theater Münster als Tiefenbohrung nach den europäischen Grundwerten. Rundum zufrieden zeigt sich die Leitung des Theaters, als sie den neuen Spielplan 2016/17 vorstellt. Steigende Besucherzahlen, eine hohe Auslastung des Drei-Sparten-Hauses und ein ehrgeiziges Programm lassen Intendant Dr.Ulrich Peters und sein Team hoffnungsfroh in die Zukunft schauen. Von HANNS BUTTERHOF

Das Theater in Münster kann ohnehin auf eine lange Geschichte zurückblicken. Seit mehr als 200 Jahren hat es ein festes Haus, das 1755 auf ein Dekret des Kurfürsten Franz Freiherr von Fürstenberg hin in dessen Gegenwart eröffnet wurde. Aus  finanziellen Gründen und wegen baulicher Mängel wurde dieser Theaterbau 1890 geschlossen.

Seit 1895, als mit dem „Lortzingtheater“ der nächste Anlauf genommen wurde, hat das Theater seinen Platz auf dem Gelände des ehemaligen Adelshofes der von Romberg an der Neubrückenstraße. Schon im Juli 1941 wurde das Bauwerk zusammen mit der als Konzerthalle genutzten daneben gelegenen Stadthalle und weiteren 95% von Münster durch Bomben zerstört. Mauerreste des Rombergschen Hofs sind heute noch als mahnende Zeichen in die Anlage des neuen Theaterbaus integriert.

Als erster Theaterneubau in Deutschland nach dem Krieg war das neue Theater nicht unumstritten; heute steht das von dem Architektenteam Deilmann, von Hausen, Rave und Ruhnau entworfene Neue Haus für 955 Zuschauer unter Denkmalschutz. 1956 wurde es mit Mozarts Oper „Die Zauberflöte“ eröffnet. 1971 kam das Kleine Haus dazu, in dem es möglich ist, Spielflächen und Ränge für bis zu 350 Zuschauer variabel anzuordnen.

Münster / Theater Intendant Dr. Ulrich Peters © Butterhof

Münster / Theater Intendant Dr. Ulrich Peters © Butterhof

Seit 2012 leitet Dr. Ulrich Peters als Generalintendant die zum Theater Münster umbenannten Städtischen Bühnen. Frank Behnke leitet die Schauspiel- und Hans Henning Paar die Tanz-Sparte. Generalmusikdirektor Fabrizio Ventura wird Münster 2017 verlassen. Das Junge Theater leitet Julia Diana Heße, die Niederdeutsche Bühne Hannes Demming.

Für die neue Spielzeit gibt es kein spartenübergreifendes Motto. Das Musiktheater setzt auf ein breites Spektrum bewährter Klassiker von Gounods „Faust“, Verdis „Falstaff“, Händels „Alcina“ bis Webers „Freischütz“, und mit „Curtains“ wieder auf ein Krimi-Musical von Kander & Ebb.

Das Schauspiel unternimmt nach den Worten des Schauspiel-Direktors Frank Behnke eine Tiefenbohrung in die Mythologie der europäischen Geschichte. Behnke will mit Hebbels „Nibelungen“, Shakespeares „Wie es euch gefällt“ und Brechts „Die heilige Johanna der Schlachthöfe“ die Wurzeln des europäischen Wertesystems bloßlegen. Sein darin enthaltenes enthusiastische Lob der Aufklärung führt bis an den kritischen Punkt, wo Aufklärung wieder in Dogmatismus umschlägt.

Das Tanztheater wird ebenfalls die Fragen europäischer und persönlicher Identität umkreisen. Mit „Romeo und Julia“ greift Hans Henning Paar ein Bürgerkriegsthema auf, mit „Circ…us“ will er das problematische Anderssein tänzerisch befragen. Auf die neue Spielzeit am Theater Münster darf man gespannt sein. IOCO / HANNS BUTTERHOF / 03.06.2016

 

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