München, Staatstheater am Gärtnerplatz, Premiere DAS SCHLAUE FÜCHSLEIN, 19.06.2012

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Staatstheater am Gärtnerplatz München

Nachwuchs trifft Ensemble –  Kooperation zwischen Gärtnerplatz, Theaterakademie und Musikhochschule für JanáCeks Das schlaue Füchslein

Die Bayerische Theaterakademie August Everding, die Hochschule für Musik und Theater München und das Staatstheater am Gärtnerplatz haben sich zu einer bislang einmaligen Kooperation zusammengetan, die den künstlerischen Gesangs-Nachwuchs mit etablierten Solisten und Musiktheaterprofis auf der Bühne vereint. Rosamund Gilmore inszeniert Leoš JanáCeks Das schlaue Füchslein im Prinzregententheater.

Mit der gemeinsamen Premiere von Leoš JanáCeks Das schlaue Füchslein im Prinzregententheater am 19. Juni 2012 betreten die Bayerische Theaterakademie August Everding und das Staatstheater am Gärtnerplatz Neuland.

Auf großer Bühne finden hier etablierte Solisten aus dem Ensemble des Gärtnerplatztheaters und junge Sängerinnen und Sänger des Studiengangs Gesang / Musiktheater der Bayerischen Theaterakademie und der Hochschule für Musik und Theater zusammen. Vom ersten Tag der soeben begonnen Produktion an, erarbeiten Sie in gemeinsamer Probenarbeit das große Musiktheaterwerk. Schließlich kommt es in zwei unterschiedlichen Besetzungen am 19. und 20. Juni zur Premiere.

Regisseurin Rosamund Gilmore nimmt sich der Aufgabe an, die unterschiedlichen Kräfte auf der Bühne des Prinzregententheaters zu vereinen: Das schlaue Füchslein ist zugleich eine der beiden großen Jahrgangsinszenierungen des Studienjahres der Theaterakademie und die letzte Musiktheaterinszenierung der scheidenden Intendanz Dr. Ulrich Peters‘ am Staatstheater am Gärtnerplatz. Das Gärtnerplatztheater selbst befindet sich seit Anfang Mai 2012 in Sanierung und spielt daher außerhalb seines Stammhauses.

Rosamund Gilmore hat bereits an beiden Häusern erfolgreichen inszeniert: an der Bayerischen Theaterakademie erarbeitete sie 2010 Peter Eötvös‘ Tri Sestri, am Staatstheater am Gärtnerplatz zeichnete sie für die Inszenierungen von Philipp Glass Die Schöne und das Biest sowie Mozarts Die Zauberflöte verantwortlich. (Letztere Inszenierung ist übrigens kurz vor der Premiere des Schlauen Füchsleins mit zwei Vorstellungen am 7. und 8. Juni ebenfalls im Prinzregententheater nochmals zu sehen.)

Für Das schlaue Füchslein plant Gilmore zusammen mit ihrem vertrauten Ausstatter-Team Friedrich Oberle (Bühne) und Nicola Reichert (Kostüme) die „kleine Geschichte, die eine große ist“, in ein Klassenzimmer zu verlegen. Ganz im Sinne JanáCeks geht es ihr nicht um die Tierwelt, sondern um die menschliche Gesellschaft und die Entwicklung des Individuums in ihr. Die Tiere dienen hier nur als Stellvertreter. In diesem „Erziehungsraum“ findet daher der ganze Prozess von der Kindheit bis zum Tod der Füchsin statt. Wie für alle Musiktheaterarbeiten der ehemaligen Choreografin typisch, spielen auch hier Körperlichkeit und tänzerische Elemente eine besondere Rolle.

Die musikalische Leitung übernimmt Andreas Kowalewitz, Kapellmeister des Staatstheaters am Gärtnerplatz mit dem Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz.

 Zum Stück:

„Die Abenteuer der Füchsin Schlaukopf“ – so die wortgetreue Übersetzung des tschechischen Originaltitels „P?ìhody lišky Bystroušky“ – kann als Leoš JanáCeks populärste Oper gelten. Nicht selten verstellte die weit verbreitete Ansicht, bei Füchslein Schlaukopf handle es sich um die Heldin einer putzigen Kinderoper, den Blick auf die Tiefgründigkeit dieses späten Meisterwerks JanáCeks.

Die in mehreren Episoden dargestellte Lebensgeschichte einer Füchsin und ihre Begegnungen mit Mensch und Tier – von ihrer Gefangennahme durch den Förster und den Ausbruch in die Freiheit über Hochzeit und Mutterdasein bis zu ihrem Tod – will JanáCek im Sinne einer Parabel beispielhaft auch für das menschliche Dasein verstanden wissen. Frei von romantischem Pathos schildert er dieses als ein Schicksal von vielen. Denn als Werk eines Siebzigjährigen weist Das schlaue Füchslein nicht nur biographische Anklänge an seine Liebe zu einer 38 Jahre jüngeren, in ihrer Freiheitsliebe inspirierenden Frau auf – am Ende der Oper stehen das Bewusstsein über das natürliche Werden und Vergehen allen Lebens sowie die Feier eines sich in Freiheit erfüllenden Eros.

Diese Tiefe und Vielschichtigkeit der Empfindungen spiegelt sich auch musikalisch im großen Ausdrucksreichtum der Partitur. Überschwängliche, rhythmusbetonte Anspielungen auf die mährische Folklore stehen im Wechsel mit nostalgischen Klangfärbungen oder seufzenden Melodiebögen und finden sich in einer klaren, sensiblen Instrumentation wieder.

kooperation des Staatstheaters am Gärtnerplatz mit der Bayerischen Theaterakademie und der Musikhochschule München

Premiere: Di., 19. Juni 2012, 19.30 Uhr, Prinzregententheater

Musikalische Leitung: Andreas Kowalewitz / Joachim Tschiedel
Regie: Rosamund Gilmore
Bühnenbild: Friedrich Oberle
Kostüme: Nicola Reichert
Dramaturgie: Christoph Maier-Gehring / Isabelle Kranabetter

BESETZUNG:
Förster: Derrick Ballard / Günter Papendell
Frau des Försters:Rita Kapfhammer / Eun Kyong Lim
Schulmeister:Cornel Frey / Christoph Späth
Pfarrer / Dachs:Sebastian Campione / Marios Sarantidis
Háraschta:Holger Ohlmann / Ludwig Mittelhammer
Gastwirt / Mücke:Stefan Thomas / Byeonghoon Chang
Füchslein Schlaukopf:Elaine Ortiz Arandes / Maria Celeng
Gastwirtin / Dackel:Carolin Neukamm / Florence Losseau
Fuchs:Thérèse Wincent / Soomin Yu
Franzl / Grille / Eichelhäher:Laura Faig / Danae Kontora
Junges Füchslein Schlaukopf / Fuchskinder: Mitglieder des Kinderchors des Staatstheaters am Gärtnerplatz
Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz, Extraballett

Termine:

Premiere beider Besetzungen:
Dienstag, 19. Juni 2012, 19.30 Uhr
Mittwoch, 20. Juni 2012, 19.30 Uhr

Folgevorstellungen: 22., 23., 25., 28., 29.*, 30. Juni *= KiJu 8,- €

Alle Vorstellungen mit Einführung 30 Minuten vor Beginn im Gartensaal

Tickets 18,- bis 61,- € / erm. 50% oder 8,- € bei KiJu 8,-€ unter 089.21 85 19 60, gaertnerplatztheater.de oder prinzregententheater.de

München, Staatstheater am Gärtnerplatz, Kammersängerin Sári Barabás verstorben, 16.04.2012

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Staatstheater am Gärtnerplatz München

Das Staatstheater am Gärtnerplatz trauert um sein Ehrenmitglied Sári Barabás.

Die Kammersängerin erlag heute, am Montag, 16. April 2012 im Alter von 98 Jahren den Folgen eines Schlaganfalls.

Das Staatstheater am Gärtnerplatz hat die traurige Pflicht, den Tod seines hochgeehrten Ehrenmitglieds Ks. Sári Barabás bekannt zu geben.

Mit Sári Barabás verliert das Musiktheater eine wichtige Persönlichkeit der Oper und der Operette. Für das Gärtnerplatztheater bedeutet ihr Tod den Verlust einer seiner bedeutendsten Größen der Nachkriegszeit.

Sári Barabás wurde in Budapest geboren und hatte mit sieben Jahren ihren ersten Auftritt als Tänzerin. Sie galt als Ballett-Wunderkind, doch sie verschrieb sich dem Gesang. Erste Erfolge konnte sie auf der Freilichtbühne der Budapester Oper auf der Margaretheninsel feiern. Seit 1948 war sie auf allen wichtigen europäischen und amerikanischen Opernbühnen zu Hause u.a. in San Francisco, New York, Covent Garden, Glyndebourne und dem Maggio Musicale Fiorentino.

Bereits seit 1952 war Sári Barabás als Gast an der Bayerischen Staatsoper und im Staatstheater am Gärtnerplatz zu erleben. Die Sopranistin prägte das Gesicht des Gärtnerplatztheaters über viele Jahre in den großen Rollen des Repertoires. Unvergessen ist sie vor allem als Csárdásfürstin in Emmerich Kálmans gleichnamiger Operette und als Hanna Glawari in Die lustige Witwe.

In den 1960er Jahren stand sie bei den Seefestspielen Mörbisch am Neusiedler See auf der Bühne. 1963 wurde ihr der Titel der Kammersängerin verliehen.

1978 beendete Barabás ihre Bühnenkarriere in der Titelrolle des Broadway-Musicals Hello, Dolly! auf der Bühne des Gärtnerplatztheaters. Am 20. Dezember 1998 kehrte sie, 85jährig, nochmals hierher zurück und übernahm eine Sprechrolle als Fürstin Anhilte in der Operette Die Csárdásfürstin von Emmerich Kálmán. Für ihre Verdienste für das Gärtnerplatztheater wurde sie 1999 von Bayerns Kunstminister Hans Zehetmair zum Ehrenmitglied des Theaters ernannt. 2002 verlieh ihr der damalige Bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber den Bayerischen Verdienstorden.

Als Fürstin Anhilte nahm die „Ikone des Hauses“ am 2. Juni 2007 endgültig Abschied von der Bühne. Noch vor drei Jahren freute sich das Gärtnerplatztheater, sein Ehrenmitglied zum 95. Geburtstag in ihrem geliebten Haus begrüßen zu dürfen.

Am 14. Februar feierte Sári Barábas ihren 98. Geburtstag. An heutigen Montag, 16. April 2012 erlag sie den Folgen eines Schlaganfalls.

Das Staatstheater am Gärtnerplatz verabschiedet sich in warmer und dankbarer Erinnerung an die schöne Zeit mit der großen Künstlerin.

München, Staatstheater am Gärtnerplatz, AUGENBLICK, VERWEILE – letzter Münchner Abend von Hans Henning Paar am Gärtnerplatz, 3.02.2012

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Staatstheater am Gärtnerplatz München

 Augenblick, verweile.  Ein Abend für den Tanz und für Tschaikowsky

Hans Henning Paars letzte Choreografie für München als Tanzchef des Gärtnerplatztheaters: Ein sehr persönlicher Abend über den Tanz und das Leben mit dem Tanz zur Musik von Peter Iljitsch Tschaikowsky. Premiere 3. Februar 2012.

Ein Leben im Tanz ist fast immer auch ein Leben mit der Musik Tschaikowskys. Seine Kompositionen begleiten alle Tänzer irgendwann einmal in ihrem Leben. Ihre Klänge, ihre Emotionalität sind tief im Körper der Tänzer verwurzelt.

Augenblick, verweile nennt Hans Henning Paar seinen Abend über den Tanz und dessen größten Komponisten.

Ein zentrales Motiv im Leben vieler Tänzer ist die Unbeständigkeit: ein Leben auf der Suche, geprägt von einer Art Heimatlosigkeit, dem steten Kommen und Gehen aufgrund kurzzeitiger Engagements. Gefühle der Sehnsucht und der Rastlosigkeit sind wichtiges Thema und auch Antrieb vieler Künstler. Fester Bezugspunkt ist die Leidenschaft für den Tanz, der sie mit Gleichgesinnten für einen gewissen Zeitraum an einen Ort bindet. Der Wunsch, völlig in der Kunst aufzugehen, erfüllt sich für den Tänzer in dem kurzen transzendenten Augenblick auf der Bühne, wo er der realen Welt entflieht und eins wird mit der Bewegung und der Musik.

Erstaunlich viele Parallelen bestehen zwischen der tänzerischen Lebensrealität und der Biografie des bedeutendsten Ballett-Komponisten der Musikgeschichte: Auch dessen Leben war geprägt von Reisen, der steten Suche und Flucht vor sich selbst. Heimweh und Einsamkeit waren seine ständigen Begleiter. Das künstlerische Schaffen, gleichermaßen Leidenschaft und Disziplin, bot ihm Zuflucht vor seelischer Zerrissenheit, Unzufriedenheit und Selbstzweifeln.

Die Verbindung des einzigartigen Lebensgefühls im Tanz mit Tschaikowskys zutiefst emotionaler Musik sind Thema der Inszenierung, die Hans Henning Paar an den Schlusspunkt seiner künstlerischen Arbeit mit der Kompanie des TanzTheaterMünchen setzt, die durch den Leitungswechsel und die bevorstehende Theatersanierung selbst vor großen Veränderungen steht.

Hans Henning Paar leitet ab der kommenden Saison die Tanzsparte des Theaters Münster.

Der große Orchesterabend steht unter der musikalischen Leitung von Andreas Kowalewitz . Zur Aufführung kommen u.a. die Orchesterwerke Souvenir de Florence op.70, Serenade für Streichorchester op.48 und die Elegie in G-major (sowie einige Klavierstücke).

Hinzu kommen mehrere Lieder aus dem Oeuvre Tschaikowskys, die auf der Bühne alternierend von den Gärtnerplatz-Solistinnen Elaine Ortiz Arandes und Sandra Moon vorgetragen werden und damit die Verbindung von Tanz und Musik noch einmal verdichten.

Die Ausstattung entsteht in der bewährten Zusammenarbeit von Isabel Kork und Hanna Zimmermann, die in den vergangenen fünf Jahren bereits mehrfach den ästhetischen Rahmen für Paars tänzerische Bilder schufen.

Premiere: Fr., 3.2.2012, 19.30 Uhr

Musikalische Leitung:  Andreas Kowalewitz
Choreografie und Inszenierung:  Hans Henning Paar
Bühne: Hanna Zimmermann und Isabel Kork
Kostüme:  Isabel Kork

 Es tanzen: Ljuba Avvakumova, Alice Baccile, Anna Caviezel, Hsin-I Huang, Caroline Fabre, Maida Kasarian, Graciela Martinez Arribas, Sandrine Monin, Rita Barao Soares, Aya Sone, Marc Cloot, Erik Constantin, Adam Dembczynski, Neel Jansen, Gianluca Martorella, David Valencia, Francesco Annarumma, Alessio Burani

Auftakt
So, 22.1.2012, 11.30 Uhr, Großes Haus
Mit Dramaturgin Esther von der Fuhr, Hans Henning Paar, Beteiligten der Inszenierungsteams sowie dem TanzTheaterMünchen

Premiere am 3. Februar 2012
Dann 11.*, 14. Februar; 2., 8., 29., 31. März; 15.*, 18. April 2012 (* = KiJu 8,-€)
Alle Vorstellungen mit Einführung 30 Minuten vorab im Foyer.

Tickets 4,- bis 44,- € unter 089.21 85 19 60 oder www.gaertnerplatztheater.de

München, Staatstheater am Gärtnerplatz, Nach 37 Jahren vorerst letzte Vorstellung für Hänsel und Gretel, 2.01.2012

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Staatstheater am Gärtnerplatz München

  Nach 37 Jahren vorerst letzte Vorstellung für Hänsel und Gretel

Die 486. Vorstellung von Engelbert Humperdincks unsterblichem Weihnachtsklassiker Hänsel und Gretel am 2. Januar ist auf absehbare Zeit die letzte. Wegen der bevorstehenden Theatersanierung wird dieser dienstälteste Liebling aller Gärtnerplatz-Inszenierungen für einige Jahre ruhen.

Am 14. Dezember 1974 hatte Hänsel und Gretel in der Inszenierung von Peter Kerz am Gärtnerplatz Premiere. Seitdem bildet die mustergültige Märchenoper-Inszenierung in dem fantastischen Bühnenbild von Hermann Soherr den Kern jedes Weihnachts-Spielplans am Gärtnerplatz.

Generationen von Kindern haben seitdem zu Humperdincks Klängen mit Hänsel und Gretel gebangt, gemeinsam mit Sandmännchen, Taumännchen und den 14 Engeln ihren Schlaf bewacht, das Knusperhäuschen gefunden, beim Hexenritt 20geschaudert und schließlich beim Ende der Knusperhexe im Backofen aufgeatmet bis hin zum zauberhaften letzten und höchsten Ton der Oper aus den Kehlen der wiedererweckten (Kinderchor-)Lebkuchen-Kinder.

Viele Eltern, die selbst als Kind zu Weihnachten den Gärtnerplatz-Hänsel gesehen haben, kommen heute mit ihren eigenen Kindern wieder, um ihnen dieses bleibende Opernerlebnis weiter zu geben.

Zahlreiche Mitglieder des Gärtnerplatz-Ensembles gestalteten und gestalten über Jahre hinweg die vertrauten Partien der Kinder, der Eltern oder der Hexe, die Allen auf besondere Weise ans Herz gewachsen sind.

Die 486. Hänsel und Gretel-Vorstellung am 2. Januar 2012 ist nun auf absehbare Zeit die letzte in der langen ununterbrochenen Reihe von Weihnachtsvorstellungen. Während der Zeit der Theatersanierung, die im Mai 2012 beginnt und bis voraussichtlich 2015 dauert, wird diese Perle des Gärtnerplatz-Repertoires nicht zu sehen sein.

Es singen in der letzten Vorstellung Ann-Katrin Naidu und Thérèse Wincent als Hänsel und Gretel, Rita Kapfhammer und Stefan Sevenich als Mutter und Vater Besenbinder, Cornel Frey als Knusperhexe, Frances Lucey als Sand- und Taumännchen sowie der Kinderchor des Staatstheaters am Gärtnerplatz unter Leitung von Verena Sarré. Am Pult: Oleg Ptashnikov.

…………………….

Hänsel und Gretel
Märchenoper von Engelbert Humperdinck

Musikalische Leitung: Oleg Ptashnikov
Inszenierung: nach Peter Kertz
Bühne und Kostüme: Hermann Soherr

486. und vorerst letzte Vorstellung

Montag, 2. Januar 2012, 18.00 Uhr

KiJu 8,-€
Sehr wenige Restkarten

München, Staatstheater am Gärtnerplatz, LA CAGE AUX FOLLES Musical-Wiederaufnahme am 22.12.2011

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Staatstheater am Gärtnerplatz München

LA CAGE AUX FOLLES mit Christoph Marti,  Großes Musical

Jerry Hermans großer Musical-Erfolg ist nach einem Jahr Pause zurück im Gärtnerplatz-Repertoire: La Cage aux Folles. Als Hausherrin im Käfig voller Narren kehrt der gefeierte Christoph Marti an der Seite von Hardy Rudolz zurück an den Gärtnerplatz.

Wieder ab 22. Dezember.

Am 22. Dezember verwandelt sich das ehrwürdige Gärtnerplatztheater wieder in einen veritablen Käfig voller Narren: La Cage aux Folles kehrt nach einem Jahr Pause zurück in den Spielplan. Der Musical-Klassiker von Jerry Herman landete 2007 einen spektakulären Erfolg am Gärtnerplatz und entwickelte sich in kürzester Zeit zum Kult-Stück nicht nur aber gerade auch im rosa Gärtnerplatzviertel.

Jetzt kommen Christoph Marti und Hardy Rudolz als unwiderstehliches Ehepaar Zaza und Albin samt schillernder Entourage zu Weihnachten zurück nach Hause.

Albin ist seit über 20 Jahren mit Georges, dem Besitzer und Conférencier des Cabarets La Cage aux Folles liiert und als Diseuse Zaza die Hauptattraktion der Show. Gemeinsam haben er und Georges alle Höhen und Tiefen ihres Privat- und Showlebens gemeistert, gemeinsam Georges’ “kleinen heterosexuellen Fehltritt” Jean-Michel großgezogen. Als Jean-Michel unverhofft ankündigt, ausgerechnet Anne, die Tochter des erzkonservativen Politikers und Moralapostels Edouard Dindon heiraten zu wollen, wird ihre Beziehung auf eine ernsthafte Probe gestellt: Die “Elternpaare” sollen sich zur Verlobung kennen lernen und Jean-Michel braucht ganz schnell eine “normale” Familie. Albin muss mit ansehen, wie sein Ziehsohn und Georges eine Komödie inszenieren, um ihr wahres Leben zu kaschieren. Vor allem Albins exzentrische Persönlichkeit stellt dabei ein unübersehbares Problem dar. Aber dann erweist er sich einmal mehr als Meister der Travestie…

Die perfekt gebaute Komödie über Liebe, Beziehungen und ihre Probleme – und natürlich über die Glitzer-Welt der Travestie vor und hinter den Kulissen bringt in der glamourösen und punktgenauen Inszenierung von Helmut Baumann und den wahrhaft hoch-couturiellen Kostümen von Uta Loher die glänzenden Darsteller zum Strahlen.

Dem Travestie-erfahrenen Christoph Marti alias Ursli Pfister von den Geschwistern Pfister, scheint die doppelgesichtige Rolle der Zaza geradezu auf den Leib geschneidert. Er wurde für seine Bühnenleistung in La Cage aux Folles hoch geehrt und mehrfach ausgezeichnet. An seiner Seite als Georges auch in dieser Spielzeit Hardy Rudolz, mit dem das Gärtnerplatztheater eine echte Ikone des deutschen Musicals am Haus präsentieren kann. Der Sänger, Schauspieler und Regisseur hat schon alle großen Rollen seines Faches interpretiert. Spätestens sein Phantom der Oper in Hamburg begründete in den 80er Jahren seinen internationalen Ruhm.

Mit den beiden auf der Bühne steht in nahezu unveränderter, bewährter Besetzung ein Ensemble renommierter Musical-Darsteller wie Gaines Hall (als in den höchsten Tönen kolorierende Chantal) oder Jesco Himmelrath (als äußerst dominante Hanna von Hamburg) als Gäste. Die Rolle des Jacob übernimmt erneut David N. Russo, ehemals Tänzer in der Gärtnerplatz-Kompanie. Als “aus der Art geratener” heterosexueller Sohn Jean-Michel und dessen Verlobte Anne sind Thomas Peters und Milica Jovanovic zu sehen.

Mit Gunter Sonneson (als Edouard Dindon) und Marianne Larsen (als Jaqueline) darf sich das Publikum auch wieder auf exquisite Auftritte der beiden Musical-Größen aus dem Gärtnerplatz-Ensemble freuen.

Nach der Wiederaufnahme am 22. Dezember folgen neun weitere – und letzte – Vorstellungen ab Januar 2012.

La Cage aux Folles

Musical in zwei Akten von Jerry Herman

Wieder ab Do, 22. Dez. 2011, 19.30 Uhr

Regie und Bühne Helmut Baumann
Musikalische Leitung

Henning Kussel / Liviu Petcu
Kostüme Uta Loher
Choreografie Jürg Burth

Besetzung
Georges:Hardy Rudolz
Albin:Christoph Marti
Francis:Oliver Bode
Jacob:David N. Russo
Jean-Michel:Thomas Peters
Anne:Milica Jovanovic
Edouard Dindon:Gunter Sonneson
Marie Dindon:Rotraut Arnold / Susanne Heyng
Jaqueline:Marianne Larsen
Mercedes:Tom Schimon / Thomas M. Peters a.G.
Phädra:Konstantin Krisch
Hanna von Hamburg:Jesco Himmelrath
Chantal:Gaines Hall
Dermah:Volker Michl
Termine: Wiederaufnahme am 22. Dezember 2011, 19.30 Uhr
Dann 16.*, 21. Januar; 7.*, 12. Februar; 16, 28. März; 10.*,16., 20. April 2012 (z.l.M.)
*= KiJu 8,-€

Tickets 4,- bis 55,- € unter 089.21 85 19 60 oder www.gaertnerplatztheater.de

München, Staatstheater am Gärtnerplatz München, Neues gemeinsames Internetportal der Münchner Bühnen, November 2011

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Staatstheater am Gärtnerplatz München

Neues gemeinsames Internetportal der Münchner Bühnen www.muenchenbuehnen.de

Im gemeinsamen Schulterschluss haben die Münchner Bühnen ein neues Internetportal entwickelt, welches das reiche Angebot der Münchner Theaterlandschaft auf einer Website abbildet: www.muenchenbuehnen.de.

Erstmals präsentieren nun Münchner Bühnen unabhängig von ihrer Trägerschaft oder Organisationsform ihr gesamtes Programm auf einen Blick.

Beteiligt sind die Bayerische Staatsoper, die Münchner Kammerspiele, das Residenztheater, das Staatstheater am Gärtnerplatz, das Münchner Volkstheater, die Schauburg, das Metropoltheater, das GOP Varieté-Theater und die Bayerische Theaterakademie August Everding/Prinzregententheater. Weitere Münchner Bühnen haben die Möglichkeit,
dem Netzwerk beizutreten und es im Laufe der Zeit noch umfassender zu machen.

www.muenchenbuehnen.de bietet Kulturinteressierten aktuelle und detaillierte Spielplaninformationen,  Inszenierungsfotos, Videotrailer; News und schnellen Zugang zum Online-Kartenverkauf.

Das Internetportal wird außerdem durch eine Facebook-Seite flankiert: www.facebook.com/muenchenbuehnen

Das Portal und die zugrunde liegende komplexe Datenbankstruktur entstand in gemeinsamer Entwicklung mit der Stiftung kulturserver.de gGmbH.

Gemeinsame Bühnenportale gibt es auch bereits in anderen Städten wie Berlin (www.berlinbuehnen.de) und Hamburg (www.hamburgbuehnen.de) sowie für Theaterregionen wie das Ruhrgebiet (www.nrw-buehnen.de).

Auch die deutsche Tanzszene hat sich unter www.dance-germany.org zusammen geschlossen, die österreichischen Bühnen unter www.theaterspielplan.at und die Berliner Opernhäuser unter www.oper-in-berlin.de.

München, Staatstheater am Gärtnerplatz München, DER MIKADO Premiere, 19.11.2011

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Staatstheater am Gärtnerplatz München

DER MIKADO  von Gilbert & Sullivan

Nach dem großen Erfolg der Piraten von Penzance bringt das Gärtnerplatztheater erneut eine Operette des englischen Autorengespanns Gilbert & Sullivan zur Premiere.

 Vor 125 Jahren, am 15. Oktober 1886 nur ein Jahr nach seiner Uraufführung stand Der Mikado oder Die Stadt Titipu bereits als Münchner Erstaufführung auf dem Programm des Staatstheaters am Gärtnerplatz. Das Gastspiel der englischen Theatergruppe zeigte zum ersten Mal eine englische Operette in München. Später haben die hinreißenden Werke des Autorengespanns Gilbert & Sullivan in Deutschland an Bekanntheit verloren. Die Münchner Erstaufführung der Piraten von Penzance im Mai 2009 am Gärtnerplatz brachte die englischen Operettenkunstwerke mit großem Echo zurück ins Gedächtnis des Münchner Publikums.

An diesen Erfolg möchte das Staatstheater am Gärtnerplatz anknüpfen, wenn nun nach 125 Jahren zum zweiten Mal Der Mikado, das wohl bekannteste Werk der Satiriker des British Empire zur Premiere kommt: eine makabre Farce, verfremdet und – vordergründig – entrückt nach Fernost, das aber durchaus als Verkleidung europäischer Umstände gesehen werden kann. Gesetzestreue und Liebe scheinen hier eine Frage der Interpretation zu sein.

Zur Handlung: Flirten verboten! – Wer sich diesem Diktat des Mikado, Kaiser von Japan, widersetzt, riskiert den Tod durch Enthauptung. Dass dieses Gesetz just den Sohn des Mikado den Kopf kosten könnte, weil er die schöne Yum-Yum liebt, die wiederum längst dem Oberscharfrichter versprochen ist, sorgt für Turbulenzen. Fragwürdige Gesetzgeber mit so grotesken Posten wie Minister für alles andere treten auf den Plan. Dieser und einiges weitere, nicht minder illustres Personal schrauben so lange mittels gefälschter Totenscheine, Erpressungen und zweifelhafter Liebesschwüre am Geschehen herum, bis sich zwei Paare glücklich finden und schlussendlich alles gut ausgeht.

Gilbert und Sullivan kleiden ihr fremdartiges Anderswo in vielfältige sprachliche und musikalische Fernostzitate in denen sie ihren schwarzen Humor à la Monty Python genussvoll ausspielen.

 Es inszeniert abermals Holger Seitz, der bereits bei den Piraten den englischen Ton zielgenau getroffen hat. Die Bühne gestaltet Peter Engel, die Kostüme stammen von Sandra Münchow.  Am Pult steht Benjamin Reiners, der – seit dieser Spielzeit Kapellmeister in Hannover – hierfür an den Gärtnerplatz zurückkehrt.

 Die Besucher dürfen sich auf Publikumslieblinge wie Derrick Ballard und Stefan Sevenich (als Mikado), Gunter Sonneson und Hardy Rudolz (als Oberhofhenker), Daniel Fiolka und Gregor Dalal (als Pish-Tush) und Thomas Peters (als Erzähler) freuen.

 

 

 

 

 

Der Mikado oder Die Stadt Titipu

Operette von William Schwenck Gilbert und Arthur Sullivan

 

Premiere: Samstag, 19.11.2011

 

Musikalische Leitung: Benjamin Reiners Inszenierung: Holger Seitz Bühne: Peter Engel Kostüme: Sandra Münchow Choreografie: Fiona Copley

 

 

 

 

Besetzung:  Der Mikado, Kaiser von Japan: Derrick Ballard / Stefan Sevenich Nanki-Poo, sein Sohn: Mario Podrecnik / Robert Sellier Co-Co, Oberhofhenker: Hardy Rudolz / Gunter Sonneson Pooh-Bah, ein hoher   Beamter:Sebastian Campione / Holger Ohlmann Pish-Tush, ein Großer des Hofes:Gregor Dalal / Daniel Fiolka Yam-Yam:  Frances Lucey / Thérèse Wincent  Pitti-Sing, Schwester von Yam-Yam: Carolin Neukamm / Franziska Rabl  Peep-Bo, Schwester von Yam-Yam: Ulrike Dostal / Milica Jovanovic Katisha, Hofdame: Snejinka Avramova / Rita Kapfhammer  Erzähler: Thomas Peters

 

Termine: Premiere am 19. November 2011

Dann 21. Nov., 1., 8., 13., 21. Dez. 2011; 8., 13., 18. Jan, 16. Feb., 21. März*, 2. Apr. 2012

*= KiJu 8,-€

 

Tickets 6,- bis 61,- € unter 089.21 85 19 60 oder www.gaertnerplatztheater.de

München, Staatstheater am Gärtnerplatz München, Premiere: BLACKOUT, 28.10.2011

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Staatstheater am Gärtnerplatz München

Hans Henning Paar und Fernando Melo zeigen in dem neuen Tanzabend blackOUT drei Choreografien im Spiel mit Gegensätzen und Mehrdeutigkeiten.

Premiere am Freitag, 28.10.11

B(r)achland – Fountain – Schwarz – Gegensätze und Mehrdeutigkeiten stehen im Zentrum des dreiteiligen Tanzabends blackOut. Mit zwei Arbeiten von Chefchoreograf Hans Henning Paar und dem brasilianischen Choreografen Fernando Melo.

Mit Johann Sebastian Bachs Klavierkonzert Nr. 1 eröffnet Hans Henning Paar den Abend. Inspiriert von der Rhythmik und Stringenz der Musik spielt Paar in seiner Choreografie B(r)achland mit der Lust an purer Bewegung und der Freude am Tanz. Die leere Bühne, eine brachliegende Fläche, gewinnt durch den Tanz eine neue Deutung.

Im zweiten Teil stellt der international tätige brasilianische Choreograf Fernando Melo seine Neukreation Fountain vor. Der Mitbegründer der Rumpus Room Dance Company in Schweden arbeitet zur Zeit als Tänzer und Choreograf beim Göteborg Ballett. Gemeinsam mit den Tänzern erforscht er in Fountain die verschiedenen Facetten und Ebenen des Themas Verletzlichkeit: In welchen Situationen sind wir verletzlich und wie gehen wir damit um? Ist Verletzlichkeit etwas Negatives oder gibt es auch positive Seiten? Und inwiefern spielt das Verhältnis von Beobachter und Beobachteten eine Rolle? Kuriose Reminiszenz dieser Auseinandersetzung: Marcel Duchamps Readymade “Fountain”, ein Urinal das, seines Zusammenhangs beraubt, erstaunliche Bedeutungsverschiebungen erlebt.

Eine Uraufführung ist auch der dritte und abschließende Teil des Abends, Hans Henning Paar Choreografie Schwarz. Die Fragen “was ist Schwarz?” und “was verbinden wir in unserem Kulturkreis mit dieser Farbe?” waren Ausgangspunkt, sich mit den verschiedenen Zuständen der (Nicht-)Farbe auseinander zu setzen. Abhängig von der Struktur verschiedener Oberflächen, der Reflektion des Lichtes auf den Körpern der Tänzer und beweglicher Bühnenobjekte, entstehen stetig neue, überraschende Sichtweisen eines Bildes.

Zu Musik von George Crumb, entstehen Szenen, die trotz dunkler “schwarzhumoriger” Wesen die Poesie, den Humor und nicht zuletzt die Ästhetik der Farbe Schwarz zum Vorschein bringen.

blackOut ist die erste von drei Tanz-Premieren der letzten Saison unter der Leitung der Hans Henning Paar in München.

blackOut

Dreiteiliger Tanzabend

mit Choreografien von Hans Henning Paar und Fernando Melo

Premiere Freitag, 28. Oktober 2011

B(r)achland

Choreografie: Hans Henning Paar, Ausstattung: Isabel Kork
Musik: Johann Sebastian Bach, Clavierkonzert No. 1
Besetzung: Alice Baccile, Anna Caviezel, Hsin-I Huang, Caroline Fabre, Maida Kasarian, Sandrine Monin, Aya Sone, Rita Barao Soares; Francesco Annarumma, Jon Beitia Fernandez, Marc Cloot, Erik Constantin, Adam Dembczynski, Neel Jansen, Gianluca Martorella, David Valencia

Fountain
Choreografie: Fernando Melo, Ausstattung: Patrick Kinmonth
Musik: Dumb Type, Pan Sonic, Harry Kalapana u.a.
Besetzung: Ljuba Avvakumova, Alice Baccile, Caroline Fabre, Hsin-I Huang, Sandrine Monin, Rita Barao Soares, Erik Constantin, Neel Jansen, Marcos Mariz, David Valencia

Schwarz

Choreografie: Hans Henning Paar, Ausstattung: Isabel Kork
Musik: George Crumb
Besetzung: Ljuba Avvakumova, Maida Kasarian, Graciela Martinez Arribas, Anna Caviezel, Aya Sone, Francesco Annarumma, Alessio Burani, Marc Cloot,
Adam Dembczynski

Termine: Premiere am 28. September 2010

Dann 31.* Oktober, 5., 15*., 18. November, 30. Dezember 2011, 11.* Januar 2012 *= KiJu 8,-€

Alle Vorstellungen mit Einführung 30 Minuten vor Beginn

Tickets 4,- bis 44,- € unter 089.21 85 19 60 oder www.gaertnerplatztheater.de

München, Staatstheater am Gärtnerplatz, DIE VERKAUFTE BRAUT – Eröffnungspremiere, 8.10.2011

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Staatstheater am Gärtnerplatz München

 DIE VERKAUFTE BRAUT – Eröffnungspremiere am Gärtnerplatz

Peter Baumgardt inszeniert die Eröffnungspremiere der Spielzeit 2011/12 am Gärtnerplatz und bringt nach 15 Jahren Smetanas Die verkaufte Braut wieder auf die Bühne.

 Zur Eröffnung der Spielzeit 2011/12 bringt das Staatstheater am Gärtnerplatz mit Friedrich Smetanas Die verkaufte Braut ein für den Gärtnerplatz-Spielplan originäres Werk zurück ins Programm. Nach Inszenierungen der ehemaligen Intendanten Kurt Pscherer (1965) und Hellmuth Matiasek (1986) übernimmt jetzt Peter Baumgardt die Regie für die Premiere am 8. Oktober. Der international erfahrene Regisseur, Intendant, Kulturmanager und designierte Leiter der Festspiele Europäische Wochen Passau war selbst lange Jahre als Regieassistent, später erster Spielleiter und persönlicher Mitarbeiter Matiaseks, am Gärtnerplatztheater tätig.

 Lukas Beikircher, stellvertretender Chefdirigent, dirigiert das gleichermaßen volkstümliche wie anspruchsvolle Werk, das als die tschechische Nationaloper schlechthin gilt. Mitreißende rhytmische aber auch lyrische Melodien prägen es ebenso wie die später hinzugefügten berühmten Tänze Polka, Furiant und Springtanz.

 Das Thema der Verkauften Braut aber, der Konflikt zwischen Alt und Jung, zwischen rational denkenden Eltern und lebenshungrigen Jungen, ist ein allgemeingültiges:

 Marie liebt Hans und Hans liebt Marie. Deren Eltern wollen sie aber mit Wenzel, dem Sohn des reichen Micha, verheiraten. Marie gelingt es, Wenzel inkognito davon zu überzeugen, dass seine versprochene Braut nichts Gutes im Schilde führt. Hans narrt derweil den Heiratsvermittler Kecal. Der möchte Hans den Verzicht auf Marie für eine hübsche Summe abringen. Hans geht zum Schein auf diesen Handel ein und verkauft seine Braut unter der Bedingung, dass wirklich nur ein Sohn des reichen Micha Marie ehelichen dürfe. Wie praktisch, dass sich herausstellt. dass er selbst der erstgeborene Sohn Michas ist. So fügt sich – schließlich handelt es sich um eine komische Oper – alles zum Guten: Wenzel findet sein Glück bei der Tänzerin Esmeralda und Marie und Hans werden Braut und Bräutigam.

 Peter Baumgardt begreift das Stück bei aller Komik nicht nur als pralle Volksoper mit vielen Chor- und Tanzszenen, sondern auch als Kammerspiel und behandelt die Nöte und Konflikte der Figuren mit großer Ernsthaftigkeit. Ausstatter Stephan Rinke schafft dazu in Bühne und Kostümen einen delikaten Rahmen samt Milchbar im Fliegenpilz-Pavillon aus den 50er Jahren.

 So fordert das Inszenierungsteam erneut das spielfreudige Gärtnerplatz-Ensemble heraus. Im Mittelpunkt stehen Heike Susanne Daum und Stefanie Kunschke, die in der Partie der Marie alternieren. An ihrer Seite als Hans: Tilmann Unger und Harrie van der Plas. Der verschmähte Wenzel wird alternierend von Hans Kittelmann und Mario Podrecnik verkörpert. Außerdem darf sich das Publikum auf Derrick Ballard und Holger Ohlmann in der Rolle des verschlagenen Heiratsvermittlers Kecal freuen.

 

Die verkaufte Braut

 Komische Oper in drei Akten

 von Friedrich Smetana
Libretto von Karel Sabina
Regiefassung für das Staatstheater am Gärtnerplatz von Peter Baumgardt

 Premiere Samstag, 8. Oktober 2011, 19.30 Uhr

 Musikalische Leitung: Lukas Beikircher
Inszenierung: Peter Baumgardt
Bühne und Kostüme: Stephan Rinke

Besetzung:
Kruschina, ein Bauer Gregor Dalal / Gary Martin
Ludmilla, seine Frau Rita Kapfhammer / Ann-Katrin Naidu
Marie, beider Tochter Heike Susanne Daum / Stefanie Kunschke
Micha, Grundbesitzer Martin Hausberg
Háta, seine Frau Snejinka Avramova / Susanne Heyng
Wenzel, beider Sohn Hans Kittelmann / Mario Podrecnik
Hans, Michas Sohn aus erster Ehe Tilmann Unger / Harrie van der Plas
Kecal, Heiratsvermittler Derrick Ballard / Holger Ohlmann
Springer, Direktor d. Wandertruppe Dirk Lohr
Esmeralda, Tänzerin Christina Gerstberger / Ella Tyran

 Termine: Premiere 8. Oktober

 Dann 11.*, 15., 23., 26. Oktober; 3., 12., 20. November; 2., 19. Dezember 2011; 7., 26. Januar; 2., 8. Februar 2012 *= KiJu 8,-€
Tickets 4,- bis 61,-€ unter 089.21 85 19 60 oder www.gaertnerplatztheater.de

München, Staatstheater am Gärtnerplatz München, 2010/11 erfolgreichste Saison am Gärtnerplatz

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Staatstheater am Gärtnerplatz München

2010/11 erfolgreichste Saison am Gärtnerplatz

Im vierten Jahr seiner Intendanz konnte Staatsintendant Dr. Ulrich Peters mit seinem  Ensemble den Besucherzuspruch zum vierten Mal in Folge deutlich steigern. Das Gärtnerplatztheater erreicht mit 80% die höchste Auslastung seit fünfzehn Jahren.

Mit einem 15-Jahres-Hoch schließt das Staatstheater am Gärtnerplatz die Spielzeit 2010/11 ab.

Insgesamt gut 180.000 verkaufte Karten verzeichnet das Staatstheater am Gärtnerplatz in der Spielzeit 2010/11, davon 177.400 in der Hauptspielstätte im Großen Haus. Das entspricht einem erneuten Plus von 8.000 verkauften Karten gegenüber der vergangenen, bereits außerordentlich erfolgreichen Spielzeit.

Hinzu kommen mit der großen Istanbul-Reise und 5 Open-Air-Vorstellungen in Ljubjlana 18 externe Gastspiele mit insgesamt 8.580 zahlenden Besuchern und geschätzen 2.500 Open-Air Besuchern sowie die  Spielzeiteröffnungsveranstaltung TheaterverGnügen mit 4.200 Gästen. So erreicht das Gärtnerplatztheater zum Saisonende mit seinen insgesamt 345 Veranstaltungen in der Spielzeit 2010/11 über 200.000 Menschen, gut 14.000 mehr als im Vorjahr.

Die Auslastung setzt den permanenten Aufwärtstrend der vergangenen vier Jahre fort und überspringt in dieser Saison die 80%-Marke. So stieg die Gesamtauslastung in den Kernsparten (Oper, Operette, Musical und Tanz) nochmals um 2,2 Prozentpunkte und liegt jetzt bei 80,7% der angebotenen Plätze, dem höchsten Wert seit 1994. Die Gesamtauslastung
aller Veranstaltungen (inkl. Konzerte, Foyerprogramme, Sonderveranstaltungen etc.) liegt bei 80,35%.

Auch die Zahl der Abonnenten konnte nochmals um 3% gesteigert werden und liegt jetzt bei 2.780. Nicht zuletzt die Einführung der Jugend-Angebote für alle Abonnements und der besondere Service, den Gärtnerplatz-Abonnenten genießen, tragen hier dazu bei,trotz erfolgter Preissteigerung dauerhaft dem bundesweiten Trend rückläufiger Abonnement- Zahlen entgegen zu steuern.

Staatsintendant Dr. Ulrich Peters zu diesen Ergebnissen:
“Wir machen Theater auf höchstem Niveau für alle Menschen, von der Familie bis zum Opernfanatiker. Und sie danken es uns Abend für Abend. Mit ihrem Beifall und auch an der Kasse. Ich bin meinem wunderbaren Ensemble und allen Mitarbeitern zu Dank verpflichtet, dass Sie diesen Erfolg mit mir erarbeitet haben. Er soll nun Ansporn sein, auch
unsere letzte gemeinsame Spielzeit mit all der Energie und Qualität zu gestalten, die dieses Haus auszeichnet, bevor wir zum Sanierungsbeginn, dann schon im Prinzregententheater, von unserem Publikum Abschied nehmen.”

Am 17. September 2011 nimmt das Staatstheater am Gärtnerplatz den Faden mit der großen ganztägigen Spielzeiteröffnung TheaterverGnügen 2011 wieder auf und verabschiedet sich bis dahin in die Spielzeitferien.