München, Staatstheater am Gärtnerplatz im Cuvilliestheater, Ballett – Uraufführung PETER PAN, 03.05.2016

Staatstheater am Gärtnerplatz München

München / Gärtnerplatztheater © Christian POGO Zach

München / Gärtnerplatztheater © Christian POGO Zach

PETER PAN – Ballettmärchen von Emanuele Soavi

Uraufführung,  Musik von Han Otten

Auftragswerk des Staatstheaters am Gärtnerplatz

Premiere 3. Mai um 18.00 Uhr im CuvilliéstheaterWeitere Vorstellungen  4., 5., 6., 7., 8. Mai 2016   Beginn um 18.00 Uhr, Schulvorstellungen um 10.30 Uhr  4., 6., 10. Mai

Staatstheater am Gärtnerplatz / Peter Pan © Marie-Laure Briane

Staatstheater am Gärtnerplatz / Peter Pan © Marie-Laure Briane

Am 3. Mai präsentiert das Ballett des Staatstheaters am Gärtnerplatz die Uraufführung des Ballettmärchens PETER PAN mit der Musik von Han Otten im Cuvilliéstheater. Choreograf Emanuele Soavi bringt nach seiner erfolgreichen Adaption von Peter und der Wolf fürs Tanztheater nun die legendäre Geschichte Peter Pans auf die Bühne, wo die verlorenen Jungs gemeinsam mit Wendy, der Fee Glöckchen und natürlich allen voran ihrem Anführer Peter gegen die Piraten antanzen. Das Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz spielt das Auftragswerk des Gärtnerplatztheaters unter der Musikalischen Leitung von Michael Brandstätter.

Peter Pan ist weltbekannt und allseits beliebt! Der schottische Schriftsteller James Matthew Barrie hatte die Figur des schelmischen Jungen, der nicht erwachsen werden will, zuerst nur als Nebenfigur für sein Buch The Little White Bird erfunden. Als Hauptfigur eroberte Peter Pan dann am 27. Dezember 1904 als Titelheld des erfolgreichen Bühnenstücks Peter Pan, or The Boy Who Wouldn’t Grow Up in London zuerst die Theaterbühne und wurde kurz darauf zu einer Symbolfigur kindlicher Abenteuerlust und Lebensfreude. Ob auf der Bühne, im Kino oder in Büchern – überall auf der Welt wachsen Kinder mit Peter auf, und die Erwachsenen träumen sich gerne zurück nach Nimmerland, wo Peter Pan – ewig jung – bis heute seine Abenteuer erlebt. Choreograf Emanuele Soavi bringt nach seiner höchst erfolgreichen Adaption von Peter und der Wolf fürs Tanztheater die beliebte Geschichte Peter Pans auf die Bühne des Cuvilliéstheaters.

PETER PAN
Ballettmärchen von Emanuele Soavi
Musik von Han Otten
Auftragswerk des Staatstheaters am Gärtnerplatz
Uraufführung
Altersempfehlung ab 6 Jahren

Musikalische Leitung   Michael Brandstätter
Choreografie   Emanuele Soavi
Bühne und Kostüme  Karl Fehringer / Judith Leikauf
Licht   Jakob Bogensperger
Dramaturgie  David Treffinger

Ballett des Staatstheaters am Gärtnerplatz, Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz
Premiere 3. Mai um 18.00 Uhr im CuvilliéstheaterWeitere Vorstellungen  4., 5., 6., 7., 8. Mai 2016   Beginn um 18.00 Uhr, Schulvorstellungen um 10.30 Uhr  4., 6., 10. Mai

Preise 10 bis 29 Euro, Schüler- und Studentenkarten 8 Euro
Tickets gibt es an den Vorverkaufsstellen, unter www.gaertnerplatztheater.de – PMGäT

 

München, Staatstheater am Gärtnerplatz, Operettenpremiere Viktoria und ihr Husar von Paul Abraham, 16.06.2016

Staatstheater am Gärtnerplatz München

München / Gärtnerplatztheater © Christian POGO Zach

München / Gärtnerplatztheater © Christian POGO Zach

Viktoria und ihr Husar
Operette

Musik von Paul Abraham.  Libretto von Alfred Grünwald und Fritz Löhner-Beda aus dem Ungarischen des Emmerich Földes.  Bühnenpraktische Rekonstruktion der Musik von Henning Hagedorn und Matthias Grimminger

Altersempfehlung ab 12 Jahren

Vorstellungstermine
Do. 16. Juni 2016 19.30 Uhr
Sa. 18. Juni 2016 19.30 Uhr
So. 19. Juni 2016 18.00 Uhr
Di. 21. Juni 2016 19.30 Uhr
Mi. 22. Juni 2016 19.30 Uhr
Fr. 24. Juni 2016 19.30 Uhr
Sa. 25. Juni 2016 19.30 Uhr

Musikalische LeitungMichael Brandstätter
RegieJosef E. Köpplinger
ChoreografieKarl Alfred Schreiner
BühneKarl Fehringer / Judith Leikauf
KostümeAlfred Mayerhofer
LichtMichael Heidinger
ChoreinstudierungFelix Meybier
DramaturgieDavid Treffinger

Prinzregententheater

Der ungarische Husarenrittmeister Stefan Koltay befindet sich nach dem Ersten Weltkrieg in russischer Kriegsgefangenschaft und wartet auf seine Hinrichtung. Doch es gelingt ihm die Flucht, und über Japan will er zurück in seine Heimat und zu seiner Geliebten Viktoria gelangen. Viktoria, die Koltay tot glaubt, ist mittlerweile jedoch die Gattin des amerikanischen Gesandten Cunlight, mit dem sie in Tokio lebt. Dort trifft das einstige Liebespaar wieder aufeinander. Zunächst ahnt Cunlight nichts von der Vergangenheit der beiden und bietet dem Flüchtigen seine Hilfe an. Aber es kommt, wie es kommen muss: Koltay hat mit dem Verlust seiner Geliebten auch seinen Lebenswillen verloren und liefert sich selbst dem Feind aus. Doch wo Verzweiflung und Todessehnsucht herrschen, da findet das Schicksal manchmal Wege, an die der Mensch nicht mehr zu denken wagt …

Als am 21. Februar 1930 die Uraufführung von »Viktoria und ihr Husar« am Hauptstädtischen Operettentheater Budapest über die Bühne ging, waren die goldenen Zwanziger Jahre und das, was man die Silberne Operettenära nennt, bereits vergangen. Revue-Theater und Kinofilm hatten sich das Unterhaltungsmonopol gesichert, und kaum verlangte es dem Publikum mehr nach dem ehemals so erfolgreichen walzer- und pusztaseligen Genre der Operette. Mit einer gekonnten Synthese zwischen Exotismus, ungarischem Kolorit, teils filmischer Dramaturgie und amerikanischen Jazz-Klängen gelang es Paul Abraham und seinen Librettisten Alfred Grünwald und Fritz Löhner-Beda, die totgeglaubte Gattung neu zu beleben, ohne sie ihrer Tradition zu berauben. Bereits wenige Monate nach der Uraufführung wurde »Viktoria und ihr Husar« in Leipzig, Berlin und Wien nachgespielt und gilt bis heute als Wegbereiter des Musicals und damit als Schlüsselwerk des leichten Musiktheaters. Das Gärtnerplatztheater präsentiert die Hit-Operette, die Schlager wie »Meine Mama war aus Yokohama« und »Mausi, süß warst du heute Nacht« enthält, erstmalig in München in der 2012 wiederhergestellten Originalfassung!

 

Pressemeldung Staatstheater am Gärtnerplatz

München, Gärtnerplatztheater, Operettengala im Prinzi: „Du Welt meiner Träume“, IOCO Kritik, 19.04.2016

April 19, 2016  
Veröffentlicht unter Kritiken, Staatstheater am Gärtnerplatz

München / Gärtnerplatztheater © Christian POGO Zach

München / Gärtnerplatztheater © Christian POGO Zach

Gärtnerplatztheater – Operettengala im Prinzi
„Du Welt meiner Träume“

Welch eine frisch – fröhlich schwungvolle Operettengala! Eine Zeitreise durch das Genre   Operette von 1865 bis 1964. Ensemble und Chor des Gärtnerplatztheaters  bereitete es spürbar Spaß bereitete für die zahlreichen Operettenfreunde im nach Prinzregent Luitpold benannten, 1901 errichteten architektonisch auffälligen Prinzregententheater  zu singen, zu spielen, zu tanzen. Die Stimmung der Besucher war ebenso ausgelassen und die Begeisterung überschäumend. Das Gärtnerplatztheater ist wegen Sanierung immer noch geschlossen; das Prinzregententheater bot eine prachtvolle Alternative.

Diese Operettengala galt dem 150. Jubiläum der Erbauung des Gärtnerplatztheaters. Sind doch Operetten seit der Eröffnung des Theaters am 4. November 1865 immer ein ganz zentraler Bestandteil des Repertoires des Theaters. Die Gala bot Ausschnitte aus 99 Jahren Operettengeschichte.

Wien / Franz von Suppé © IOCO

Wien / Franz von Suppé © IOCO

Franz von Suppés Ouvertüre aus Die schöne Galathée (1865) eröffnete den Abend.
Melodien von Jacques Offenbach und Johann Strauß folgten. Unterhaltsam und stimmlich auf hohem Niveau dargeboten vom Publikumsliebling Daniel Prohaska, der charmanten jungen Csilla Csövari, und dem Chor des Gärtnerplatztheaters. Christoph Filler debütierte mit Dunkelrote Rosen aus Gasparone (Carl Millöcker, 1884). Das langjährige Ensemblemitglied Elaine Ortiz Arandiz sang die Zarzuela Al pensar en el dueno aus Las hijas del Zebedeo (1889) kokett und verführerisch. Ich bin die Christel von der Post, reizend vorgetragen  von Csilla Csövari aus dem Vogelhändler von Carl Zeller (1891). Elvira Hasanagic‘ mit kräftig schönen Opernstimme sang Schlösser, die im Monde liegen aus Frau Luna von Paul Lincke (1899). Und das macht die Berliner Luft, ebenfalls aus Frau Luna, sorgte mit allen Mitwirkenden Csilla Csövari, Alexandra Reinprecht, Christopf Filler, Otto Jaus, Holger Ohlmann, Daniel Prohaska und dem Chor für die richtige Stimmung, um beschwingt in der Pause ein Glas Sekt zu trinken.

Staatstheater am Gärtnerplatz / Operettengala Daniel Prohaska, Csilla Csövari © Christian POGO Zach

Staatstheater am Gärtnerplatz / Operettengala Daniel Prohaska, Csilla Csövari © Christian POGO Zach

Nach der Pause ging’s auf ins XX. Jahrhundert, mit dem Marsch op.501 von Carl Michael Ziehrer. Für weitere beste Laune sorgte das ganze Ensemble mit Oskar Strauss´ Operette Die lustigen Nibelungen (1904) und der Arie Ach war das ’ne schöne Hochzeit.  Elvira Hasanagic und Otto Jaus celebrierten vergnüglich komödiantisch aus Madame Pompadour den Song Otto, warum bist du so keusch. Mit „The Call of Life“ aus „Bitter Sweet“, von Noel Cowards (1928/29) kam amerikanische Stilistik auf die Bühne, vorgetragen von Elvira Hasanagice‘ und  Chor. Alexandra Reinprecht, Diva des Abends, erfreute das Publikum unter anderem mit dem schönsten Koloraturwalzer der Operettenwelt Ich bin verliebt aus Schön ist die Welt (1930) entstanden aus der Feder von Franz Léhar.

Mit der Zeit fließen Revue-Elemente in die prickelnde Operettenshow. Otto Jaus präsentiert das in  „Was hast du schon davon, dass ich dich liebe“ von Ralph Benatzky aus Bezauberndes Fräulein (1933). Zum Abscluß ging es dann noch mal hoch her mit Robert Stolz „Jung san ma , fesch san ma“ aus seiner Frühjahrsparade (1964).

 Lorenz C Aichner, Kapellmeister der Volksoper Wien, dirigierte  Orchester und Chor des Staatstheaters am Gärtnerplatztheater beschwingt und doch einfühlsam präzise. Die Operettengala „Du Welt meiner Träume“ zum 150 -jährigen Bestehen des Theaters am Gärtnerplatz trug den Namen zu recht. IOCO /  D. Zimmermann / 19.04.2016

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München, Staatstheater am Gärtnerplatz, AIDA von Giuseppe Verdi, IOCO Kritik, 15.03.2016

März 22, 2016  
Veröffentlicht unter Kritiken, Staatstheater am Gärtnerplatz

München / Gärtnerplatztheater © Christian POGO Zach

München / Gärtnerplatztheater   © Christian POGO Zach

  Aida im prächtigen Prinzregententheater

Aida wurde nicht zur Eröffnung des Suez Kanals komponiert. Die wahre Geschichte ist, dass sich der Ägyptologe Auguste Mariette nicht nur mit den Apisgräbern in Memphis beschäftigte, sondern auch begabter Gelegenheitsdichter war. So entstand ein Entwurf für eine Oper in Ägypten. Pasha Ismaels großer Wunsch war eine Oper von Giuseppe Verdi für sein neu erstelltes Kairoer Opernhaus und endlich war es so weit. Verdi gefiel der Libretto Entwurf und ein Spitzenhonarar bewegte ihn, Aida zu komponieren.

München / Gärtnerplatz-AIDA - Tamara Haskin-Radames Angus Wood © Christian POGO Zach

München / Gärtnerplatz-AIDA – Tamara Haskin-Radames Angus Wood © Christian POGO Zach

Es war geplant Aida mit großer Ausstattung aufzuführen, und ganz in der ägyptischen Tradition. Der Ägyptenkenner Mariette hatte darüber die fachkundige Aufsicht. 1871 erfolgte  die Uraufführung in Kairo. Aida wurde sofort ein großer Erfolg. Der Erfolg ist ihr bis heute erhalten; prunkvolle Ausstattungen zeichnen bis heute die meisten Inszenierungen aus.

Umso erstaunlicher und faszinierender ist die Aida-Produktion im Prinzregententheater, Ersatzspielstätte des Gärtnerplatztheaters. Ohne Pomp, modern sachlich und trotzdem intensiv, authentisch und voller Spannung. Torsten Fischer ist diese gelungene Regieleistung zu verdanken. Die karge Bühne ist ganz auf das Wirken, Spielen und Singen der Menschen auf der Bühne fokussiert. Das Bühnenbild (Herbert Schäfer, Vasilis Triantafillopoulos) verzichtet auf alles Ägyptische. Voll Freude und Stolz zieht Radames (Angus Wood) für sein Ägypten als der große Anführer in den Kampf gegen die einmarschierenden Äthiopier, um als Held und Sieger zurückzukehren. .

München / Gärtnerplatz - AIDA - Ensemble © Christian POGO Zach

München / Gärtnerplatz – AIDA_Ensemble © Christian POGO Zach

Aida (Tamara Haskin), die Äthiopierin liebt und leidet zugleich. Sie, die die gefangene Königstochter, gekleidet in eine Burka hat mit der schönen und attraktiven Königstochter Amneris (Monika Bohinec), eines gemeinsam, die Liebe zu Radames. Ganz behutsam arbeitet Fischer in seiner Inszenierung den Liebeskampf dieser beiden so unterschiedlichen Frauen heraus. Monika Bohinec glänzt mit einem herrlichen Mezzosopran und großer schauspielerischer Leistung. Tamara Haskin, als Sklavin, verleiht der Aida den ihr gebürtigen Nationalstolz und singt inbrünstig gegen ihre verzweifelte Situation an, die nach einem siegreichen Ausweg sucht. Angus Wood bringt seinen Tenor als Ramades voll zur Geltung, mal groß und mächtig und dann wieder in der Todesszene ganz lyrisch, weich. Wood spielt auch diesen Helden, der in seiner unheilvollen Liebe so gefangen ist, dass er zuletzt gar kein Held mehr sein mag, absolut überzeugend.

München / Gärtnerplatz - AIDA - Ensemble © Christian POGO Zach

München / Gärtnerplatz – AIDA – Ensemble © Christian POGO Zach

 Fischer kommt vom Theater und verbindet auch die Oper bei seiner Inszenierung mit dem Schauspiel. Und das versteht er meisterlich zu kombinieren. Großartig wie er das gesangliche und schauspielerische mit dem Chor verbindet.
Die Choreinstudierung (Jörn Hinnerk Andresen) ist hervorragend, aber auch die schauspielerische Leistung des Chores. Sie sind in das Schlachtgetümmel involviert, und sie sind das große, präsente Volk. Unglaubliches spielte sich auf der Bühne ab: Schlachtszenen, Vorführen der Gefangenen, Jubelfeiern. Der mächtige Oberpriester (Sergil Magera) mit seinem dunklen Baß, ausgestattet mit Sonnenbrille und Handschuhen ist Respekt und Angst einflößend zugleich. Seine Frau, die Priesterin Thermoutis (Elaine Ortiz Arandes), singt die Beschwörungen und agiert immer wieder ihres Amtes waltend auf der Bühne. Der schwache König von Ägypten (Holger Ohlmann) hat seinen Gegenpart in dem mächtigen Oberpriester.  Auch bei Amonasro (Aris Argiris) passten Gesang und Darstellung wunderbar zusammen.

Zum Schluss ein großes Lob dem Dirigenten Marco Comin und dem Gärtnerplatz Orchester.  Mit großem Tempo, schmetternden Bläsern, viel Schwung und ohne falschen
Pathos dirigierte er diese gelungene Aida. Das Publikum dankte mit viel Applaus, mit Getrampel und Bravorufen; es waren viele junge Menschen unter den Besuchern!            D. Zimmermann / 18.03.2016

 

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