München, Bayerisches Staatsministerium, Verleihung der Zelter- und Pro-Musica-Plaketten 2012, 26.03.2012

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Verleihung der Zelter- und Pro-Musica-Plaketten 2012 / Heubisch: „Chöre und Musikkapellen sind von unschätzbarem Wert für unser Gemeinwesen“

Für ihre kulturellen Verdienste hat Kunstminister Wolfgang Heubisch am Sonntag im Auftrag des Bundespräsidenten 18 bayerische Chöre sowie acht bayerische Kapellen und Musikvereine geehrt. Bei der Verleihung der Zelter- und Pro-Musica-Plaketten in Alzenau hob Heubisch die große Bedeutung der Laienmusik für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft hervor: „Laienmusik wirkt zwar meist im Kleinen, doch ihre Bedeutung für das Musikleben ist unermesslich groß. Chöre und Musikkapellen prägen das Leben in unseren Dörfern und Gemeinden. Sie bewahren wertvolles Brauchtum, stärken Gemeinschaftssinn und Heimatgefühl und festigen so das Fundament eines stabilen Gemeinwesens.“

Im Andenken an den Chorleiter Carl Friedrich Zelter, den Pionier der Laienchorbewegung, ehrt der Bundespräsident jährlich deutsche Sängervereinigungen, die seit mindestens 100 Jahren bestehen. Bundespräsident Theodor Heuss hat 1957 zum ersten Mal die Arbeit der Laienchöre mit der Zelter-Plakette gewürdigt. Sein Nachfolger, Bundespräsident Hein­rich Lübke, hat 1969 mit der Plakette „Pro Musica“ eine ent­sprechende Auszeichnung für Instrumental­ensembles ge­stif­tet. Voraussetzung für eine Ehrung ist, dass sich die Ensembles intensiv und erfolgreich der Lieder- und Musikpflege gewidmet und das kulturelle Leben eines Ortes über mehrere Generationen hinweg mitgeprägt haben. Kunstminister Heubisch: „Ich beglückwünsche die Chöre und Kapellen, die heute ausgezeichnet werden, ganz herzlich. In den vielen Jahren ihres Bestehens haben sie zahlreichen Menschen mit ihrer Musik Freude geschenkt und wesentlich zur kulturellen Vielfalt Bayerns beigetragen.“

Die Zelter-Plaketten erhalten in diesem Jahr folgende Chöre:

Maintal-Sängerbund
-Gesangverein Männerchor Westerngrund

Fränkischer Sängerbund
-Sängerbund Büg Forth
-Gesangverein „Eintracht“ Haard
-Sängerlust 1912 Großlangheim
-Männergesangverein Rauenzell 1912 e.V.
-Gesangverein Edelweiß 1912 e.V., Mehlmeisel
-Gesang- und Musikverein Nordheim vor der Rhön 1912 e.V.
-Gesangverein Liederkranz Dorfkemmathen e.V.
-Männergesangverein 1912 Wörnitz e.V.
-Gesangverein Pölling 1912 e.V.
-Männergesangverein Nordheim am Main
-Gesangverein Liederkranz Obertrubach

Chorverband Bayerisch-Schwaben
-Männergesangverein Liederkranz Kissing

Bayerischer Sängerbund
-Liedertafel Au e.V., Au in der Hallertau
-Chiemgau-Chor e.V. Traunstein
-Männergesangverein Liederkranz Beratzhausen

Allgemeiner Cäcilien-Verband für Deutschland
-St. Michael Chor Sonthofen e.V.
- Katholischer Kirchenchor Neuburg an der Kammel

Empfänger der Pro-Musica Plakette:
Allgäu-Schwäbischer Musikbund
-Musikkapelle Heimertingen e.V.
-Musikverein „Harmonie“ Pforzen e.V.

Nordbayerischer Musikbund
-          Musikverein Hollstadt

Blasmusikverband Vorspessart
-Musikverein 1892 e.V. Kleinostheim
-Gesang- und Musikverein „Harmonie“ Strötzbach e.V.

Musikverband Untermain
-Musikverein Reichartshausen-Neudorf

Landesverband für das Spielmannswesen in Bayern
-Spielmanns- und Fanfarenzug des Turnvereins 1901 e.V. Michelbach
-Bandonion-Verein Neustadt/Coburg

München, Bayerisches Staatsministerium, Bayerische Kunstförderpreise für hervorragende Leistungen, November 2011

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 Bayerische Kunstförderpreise für hervorragende Leistungen

Kunstminister Wolfgang Heubisch zeichnet am Sonntag in der Münchner Residenz 16 Künstlerinnen und Künstler mit dem Bayerischen Kunstförderpreis aus. Der Förderpreis soll herausragenden Talenten am Beginn ihrer Karriere zu größerer Bekanntheit verhelfen. Kunstminister Heubisch: “Der Preis ist Anerkennung und Ermutigung zugleich – Anerkennung für das, was die jungen Leute in ihrem bisherigen künstlerischen Leben schon geleistet haben, und Ermutigung, ihr vielversprechendes Talent weiterzuentwickeln.”

Im Bereich Bildende Kunst geht der Preis in diesem Jahr an die Münchner Künstler Alexander Laner, Emanuel Seitz, Susanne Wagner und Christoph Kienzle sowie das Künstlerduo Matthias Böhler und Christian Orendt aus Mistelbach und Nürnberg. Bei der Darstellenden Kunst werden die Schauspielerinnen Maria Vogt aus Würzburg und Lucy Wirth vom Theater Augsburg sowie die Sopranistinnen Hrachuhí Bassénz vom Staatstheater Nürnberg und Monika Lichtenegger aus München ausgezeichnet. Für den Bereich Musik und Tanz erhalten die Tänzerinnen Gözde Özgür vom Bayerischen Staatsballett München und Jaione Zabala vom Staatstheater Nürnberg sowie der Saxophonist Alexander von Hagke und der Pianist William Youn aus München den Preis. Die Preisträger in der Sparte Literatur sind Katharina Eyssen, Veronika Rotfuß und Max Scharnigg aus München. Die Kunstförderpreise sind für Einzelkünstler und Duos mit je 5.000 Euro und für Ensembles mit 8.000 Euro dotiert. Die Dotierung eines Preises hat die Kester-Haeusler-Stiftung übernommen.

München, Bayerisches Ministerium für Wissenschaft Forschung und Kunst, August 2011

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Kunstförderpreise 2011 in der Sparte Musik und Tanz vergeben

Die Bayerischen Kunstförderpreise in der Sparte Musik und Tanz gehen in diesem Jahr an Gözde Özgür, William Youn, Jaione Zabala und Alexander von Hagke. Die Auszeichnung soll junge Künstler unterstützen, die über eine außergewöhnliche Begabung verfügen und durch hervorragende Leistungen hervorgetreten sind. Die Kunstförderpreise sind für Einzelkünstler und Duos mit je 5.000 Euro und für Ensembles mit 8.000 Euro dotiert.

Kunstminister Wolfgang Heubisch: “In diesem Jahr können wir im Bereich Musik und Tanz vier begabte Einzelkünstler auszeichnen: zwei Musiker und zwei Tänzerinnen. Dies zeigt, dass sich der Freistaat sowohl in der Musik- wie auch in der Tanzszene über junge Talente freuen kann.”

Gözde Özgür, 1989 in Ankara geboren, begann mit der Spielzeit 2008/2009 als Gruppentänzerin beim Bayerischen Staatsballett. Mit ihrer Interpretation der Titelfigur der “Giselle” in der Choreographie von Mats Ek begeisterte sie nicht nur die Fachpresse. Auch die Gutachter waren beeindruckt von ihrer vielschichtigen, ausdrucksvollen und einfühlsamen Darstellung, die gerade für eine so junge Künstlerin außergewöhnlich sei.

Der Pianist William Youn wurde in Seoul geboren und lebt heute in München. Mit elf Jahren gab er in seiner Heimat Südkorea das erste öffentliche Konzert. Später studierte er in Boston, den letzten Schliff holte er sich bei Karl-Heinz Kämmerling an der Musikhochschule Hannover. Als Chopin-Interpret überrascht Youn nach Meinung der Jury mit Klarheit, unaufgeregter Natürlichkeit und höchst differenzierten Schattierungen der Klangfarbe und des Ausdrucks.

Jaione Zabala ist seit der Spielzeit 2008/2009 Compagniemitglied des Balletts des Staatstheaters Nürnberg. Für die Gutachter steht fest: Jaione Zabala ist eine außerordentlich ausdrucksstarke, facettenreiche und vielseitig talentierte Bühnenkünstlerin. Dass sie neben ihrer technischen Perfektion eine Charakterdarstellerin ist, habe sie in zahlreichen Handlungsballetten wie “Romeo und Julia”, “Dornröschen” und zuletzt “Carmen” unter Beweis gestellt.

Alexander von Hagke war Mitglied im Landesjugendjazzorchester Bayern und im Bundesjazzorchester. Er studierte Saxophon und Klarinette in München und New York bei renommierten Lehrern wie Rich Perry, John Ruocco und Leszek Zadlo. Seither spielte er in stilistisch sehr unterschiedlichen Ensembles wie etwa der Heavy-Metal-Jazzband “Panzerballett” oder dem Klassik-Jazz-Crossover-Quartett “Passo Avanti”. Die Jury lobte die eigenständigen Kompositionen des vielfältigen Talents, auf dessen weitere künstlerische Entwicklung man gespannt sein darf.

Der Bayerische Kunstförderpreis wird auch in den Sparten Literatur, Bildende Kunst und Darstellende Kunst vergeben. Kunstminister Wolfgang Heubisch wird die Preise am 18. November 2011 in der Münchner Residenz überreichen.

Die bereits bekanntgegebenen Preisträgerinnen und Preisträger in den Sparten Literatur und Bildende Kunst finden Sie unter:

http://www.stmwfk.bayern.de/Presse/PressemeldungenDetail.aspx?NewsID=2373

http://www.stmwfk.bayern.de/Presse/PressemeldungenDetail.aspx?NewsID=2375

München, Bayerisches Ministerium für Wissenschaft Forschung & Kunst,

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Freistaat will Umbau des Hauses Wahnfried mit bis zu vier Millionen Euro fördern

Der Freistaat will den Neu- und Umbau des Richard-Wagner-Museums im Haus Wahnfried mit bis zu vier Millionen Euro unterstützen. Dies gab Kunstminister Wolfgang Heubisch heute bekannt. “Das ehemalige Wohnhaus Richard Wagners in Bayreuth ist eine außergewöhnliche Kulturstätte. Die Umgestaltung und zeitgemäße Erneuerung des Museums ist aber dringend erforderlich. Um das Projekt voranzutreiben, werden wir das Richard-Wagner-Museum zur Schwerpunktmaßnahme erklären und auf alle zur Verfügung stehenden Fördermöglichkeiten zurück greifen”, erklärte Heubisch. Damit könnte der Freistaat in den nächsten drei Jahren bis zu einem Drittel der Gesamtkosten von 12 Millionen Euro beisteuern. Heubisch betonte: “Das ist ein klares Signal an den Bund und andere Finanzgeber, sich ebenfalls in entsprechendem Maße zu engagieren. Nur wenn alle Beteiligten ihren Beitrag leisten, kann das Projekt gelingen.”

Das Konzept zur Umgestaltung des Hauses Wahnfried beruht auf einem preisgekrönten Entwurf des Architekturbüros Staab in Berlin. Wichtig ist dabei aus Sicht von Kunstminister Heubisch, dass sowohl den denkmalschützerischen Belangen als auch den Forderungen nach einer modernen, zeitgerechten Museumsgestaltung Rechnung getragen wird. Das Haus Wahnfried müsse sowohl die Erwartungen der Wissenschaft als auch des interessierten Publikums erfüllen.

München, Bayerisches Ministerium für Wissenschaft Forschung und Kunst: Zum Tod von David Stahl

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Kunstminister Wolfgang Heubisch zum Tod von Chefdirigent David Stahl

Kunstminister Wolfgang Heubisch zum Tod von David Stahl, dem Chefdirigenten des Staatstheaters am Gärtnerplatz: “Der Verlust von David Stahl ist eine Tragödie. David Stahl war ein leidenschaftlicher Dirigent und ein bemerkenswerter Mensch. Mit seinem fröhlichen, unkomplizierten Wesen und seinem ansteckenden Optimismus hat er das Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz zu einem Spitzenorchester geformt. Dem Publikum hat er unvergessliche Musikerlebnisse beschert. Die Musikwelt wird ihn sehr vermissen.”

München, Bayerisches Ministerium für Wissenschaft Forschung und Kunst, Kirill Petrenko wird neuer Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper 1.9.2013

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 Kirill Petrenko wird neuer Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper

Kirill Petrenko wird neuer Generalmusikdirektor an der Bayerischen Staatsoper. Er tritt zum 1. September 2013 für zunächst fünf Jahre die Nachfolge von Kent Nagano an, der seinen Vertrag nicht über 2013 hinaus verlängern wird.

Kunstminister Wolfgang Heubisch: “Mit Kirill Petrenko konnten wir einen der weltweit gefragtesten Dirigenten für München gewinnen. Es gibt nur sehr wenige Orchesterleiter, die dem Anforderungsprofil des Generalmusikdirektors der Bayerischen Staatsoper gerecht werden. Petrenko bringt alle Voraussetzungen mit: Er ist ein schöpferisch-kreativer und hoch akkurater Maestro mit breitem Repertoire und internationaler Erfahrung. Ich bin mir sicher, dass er als musikalischer Leiter die hervorragende Tradition des Bayerischen Staatsorchesters erfolgreich fortschreiben und zugleich neue künstlerische Akzente setzen wird.”

Staatsintendant Nikolaus Bachler: “Die Berufung von Kirill Petrenko zum Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper ist ein Signal für die Zukunft. Mit ihm wird ein zwar junger, aber bereits erfahrener und renommierter Dirigent an die musikalische Spitze des Hauses berufen. Mit seiner Kreativität und Persönlichkeit wird er neue Impulse setzen. Seine bisherige Arbeit an der Bayerischen Staatsoper und seine Tätigkeit als Generalmusikdirektor an anderen Spielstätten machen ihn zur idealen Besetzung für unser Haus.”

Der 1972 in Omsk geborene Petrenko war von 1999 bis 2002 Deutschlands jüngster Generalmusikdirektor in Meiningen und danach fünf Jahre Generalmusikdirektor der Komischen Oper in Berlin. Seit Juli 2007 arbeitet Petrenko als freischaffender Dirigent und leitete unter anderem Produktionen an der New Yorker Met, in Covent Garden oder am Theater an der Wien.

Minister Heubisch stellt den neuen Generalmusikdirektor heute um 12.30 Uhr gemeinsam mit Staatsintendant Nikolaus Bachler im Münchner Nationaltheater vor. Zuvor hatte der Minister das Kabinett über die Berufung von Petrenko informiert.

München, Bayerisches Ministerium für W.F. & Kunst, Bayerische Kunstförderpreise 2010 in der Sparte Darstellende Kunst für Julia Bartolome, Sibylla Duffe, Jan Friedrich Eggers und Nico Holonics

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Bayerische Kunstförderpreise 2010 in der Sparte Darstellende Kunst für Julia Bartolome, Sibylla Duffe, Jan Friedrich Eggers und Nico Holonics

Die mit je 5.000 Euro dotierten Bayerischen Kunstförderpreise in der Sparte Darstellende Kunst gehen in diesem Jahr an die Schauspieler Julia Bartolome und Nico Holonics sowie die Sänger Sibylla Duffe und Jan Friedrich Eggers. Diese jungen Künstler konnten sich durch ihre herausragenden Leistungen bereits einen festen Platz im Ensemble eines bayerischen Theaters erobern. Der Preis ist zugleich ideelle wie materielle Unterstützung und soll Motivation für die weitere künstlerische Arbeit sein.

Die Jury würdigt bei der Schauspielerin Julia Bartolome, die 2007 als festes Ensemblemitglied an das Staatstheater Nürnberg kam, ihre hohe Bühnenpräsenz und künstlerische Intensität. Sie verbinde handwerkliches Können mit Leidenschaft und Virtuosität mit Disziplin. So habe sie mit ihrer risikobereiten Art zu spielen in Nürnberg erfrischende und nachhaltige Akzente gesetzt.

Nico Holonics – zunächst Münchner Volkstheater, seit der Spielzeit 2010/11 Münchner Kammerspiele – überzeuge auch in anspruchsvollen Rollen durch seine künstlerische Sensibilität. Die Gutachter heben besonders die Vielseitigkeit und Ausstrahlung des jungen Schauspielers hervor, dem es gelinge, die Widersprüchlichkeit seiner Figuren voll auszuschöpfen und sie so interessant und spannend darzustellen.

Die Sängerin Sibylla Duffe wurde im Herbst 2007 am Staatstheater am Gärtnerplatz engagiert. Die Jury lobt Sibylla Duffe als besonders höhenstarke Sopranistin mit außergewöhnlicher Bühnenpräsenz und großem schauspielerischen Talent. Mit ihrem Witz, Charme und Temperament sei sie rasch zu einem Publikumsliebling in München geworden.

Jan Friedrich Eggers kam im Jahr 2008 als lyrischer Bariton an das Theater Augsburg. Dort habe er sich schnell als ausdrucksstarker Sänger mit Lust an der schauspielerischen Gestaltung der von ihm verkörperten Rollen profiliert. Eggers verbinde seine Musikalität und sein stimmliches Potenzial auf außergewöhnliche Weise mit einer bemerkenswerten darstellerischen Begabung.

Kunstminister Wolfgang Heubisch: “Der Bayerische Kunstförderpreis in der Sparte Darstellende Kunst ist eine verdiente Anerkennung für die bisherigen Leistungen der vier Künstlerinnen und Künstler und soll zugleich ein weiterer Ansporn für sie sein.”

Der Bayerische Kunstförderpreis soll junge Künstler unterstützen. Die Preisträger müssen über eine außergewöhnliche Begabung verfügen und durch hervorragende Leistungen hervorgetreten sein. Minister Heubisch wird alle Bayerischen Kunstförderpreise, die auch an Künstler in den Sparten Bildende Kunst, Musik und Literatur verliehen werden, am 19. November 2010 in der Münchner Residenz überreichen.

München, Bayerisches Ministerium für wissenschaft Forschung und Kunst Kunstförderpreise

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Bayerische Kunstförderpreise in der Sparte Literatur für Stephan Knösel, Tom Schulz und Benjamin Stein

Die Bayerischen Kunstförderpreise in der Sparte Literatur 2010 stehen fest. Die drei mit je 5.000 Euro dotierten Preise gehen in diesem Jahr an Stephan Knösel für seinen Jugendroman “Echte Cowboys” (Verlag Beltz & Gelberg), an Tom Schulz für den Lyrikband “Kanon vor dem Verschwinden” (Berlin Verlag) und an Benjamin Stein für den Roman “Die Leinwand” (C. H. Beck Verlag).

“Die Preisträger in diesem Jahr zeigen die Vielfalt der literarischen Stimmen in Bayern”, sagte Kunstminister Wolfgang Heubisch zu den Vorschlägen der unabhängigen Jury.

Stephan Knösel, geboren 1970, lebt als Drehbuchautor und Ghostwriter in München. “Echte Cowboys”, erschienen 2010 im Verlag Beltz & Gelberg, ist sein erster Roman. Die Jury würdigt an diesem spannend erzählten Jugendbuch besonders die positiven Identifikationsmöglichkeiten, die die Figur des starken Helden, eines zu früh erwachsen gewordenen Jugendlichen, bietet. Die Realität zerrütteter Familien und die daraus resultierende Einsamkeit der alleingelassenen Kinder würden, so die Jury, authentisch geschildert.

Tom Schulz wurde 1970 in der Oberlausitz geboren und lebt heute in Augsburg, wo er auch als Dozent für Kreatives Schreiben an der Universität und Redakteur der Literaturzeitschrift “Lauter Niemand” tätig ist. 2009 erschien sein siebter Lyrikband unter dem Titel “Kanon vor dem Verschwinden” im Berlin Verlag. Tom Schulz’ “mehrspurige” Lyrik, so die Jury, habe sich über die letzten zehn Jahre als eigenwillige Stimme etabliert. Der Autor bringe mit seinen Wortkaskaden begradigte Denk- und Sprachflüsse gezielt zum Überfluten und verbinde ironisch-scharfe Aufnahmen einer Postmoderne rund um “Schleckerland” und “Mitternachtstankstellen” gekonnt mit den Restbildern einer urromantischen Sehnsucht.

Benjamin Stein, geboren 1970 in Ostberlin, veröffentlicht seit 1982 Lyrik und Kurzprosa. Sein erster Roman “Das Alphabet des Juda Liva” erschien 1995 erstmals im Ammann Verlag. Stein war Mitherausgeber der von 2006 bis 2008 erschienenen Literaturzeitschrift “spa_tien”, ist Inhaber des Autorenverlags “Edition Neue Moderne” und betreibt das literarische Weblog “Turmsegler”. 2010 erschien im Verlag C.H. Beck sein Roman “Die Leinwand”, der, so die Jury, souverän mit postmodernen Erzählstrategien arbeitet. Zu den zwei Haupterzählsträngen, die sich von der Vorder- und Rückseite des Buches aufeinander zu bewegen, kommen viele Querwege. Zug um Zug entfalte sich, so die Jury, ein Spiel um Erinnerung, Vergessen und Identität. Zeitkritisch unterlegt ist dieses Verwirrspiel mit den Lebensgeschichten eines Juden und eines Journalisten, der die Auschwitz-Legende eines Bestseller-Autors aufdeckt.

Der Bayerische Kunstförderpreis soll begabte Nachwuchsautoren und ­autorinnen auf ihrem eingeschlagenen Weg bestärken und sie zur weiteren schriftstellerischen Entwicklung ermutigen. Die Preisträger müssen durch literarische Veröffentlichungen hervorgetreten sein, in Bayern wohnen und dürfen höchstens 40 Jahre alt sein. Kunstminister Wolfgang Heubisch wird alle Bayerischen Kunstförderpreise, die auch an Künstler in den Sparten Bildende Kunst, Musik und Darstellende Kunst verliehen werden, am 19. November 2010 in der Münchener Residenz überreichen.

München, Bayerisches Ministerium für Wissenschaft Frorschung und Kunst, Kunstminister Wolfgang Heubisch verleiht Auszeichnung PRO MERITIS an Generalkonsul Lionel Veer

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Kunstminister Wolfgang Heubisch verleiht Auszeichnung PRO MERITIS an Generalkonsul Lionel Veer

Mit der Auszeichnung “PRO MERITIS SCIENTIAE ET LITTERARUM” ehrt Staatsminister Wolfgang Heubisch heute Lionel Veer, den scheidenden Münchner Generalkonsul der Niederlande, für seine Verdienste um das bayerische Kulturleben. Damit erhält erstmals ein Diplomat die Auszeichnung des Bayerischen Kunst- und Wissenschaftsministers. Heubisch: “Lionel Veer hat in den vier Jahren seiner Tätigkeit in München und Bayern zahlreiche wichtige Akzente in den Bereichen Kunst und Kultur gesetzt. Er hat einen fruchtbaren Dialog zwischen Künstlern und Kunstinstitutionen im Freistaat und in den Niederlanden initiiert und dazu bedeutende Schriftsteller, Musiker, bildende Künstler und Designer nach Bayern geholt. Dieser Dialog wird auch nach Veers Rückkehr in sein Heimatland fortgesetzt werden.” Darüber hinaus habe Veer zahlreiche Kontakte zwischen Museen und Ausstellungshäusern in beiden Ländern ermöglicht, von denen beispielsweise die Neue Sammlung für angewandte Kunst immer wieder profitiert habe, so der Minister. Die herausragende Rolle, die Generalkonsul Veer in München gespielt habe, zeige sich nicht zuletzt in der Tatsache, dass während seiner Amtszeit der niederländische Nationalfeiertag, der “Koninginnedag”, stets in einer bedeutenden Münchner Kultureinrichtung, zuletzt in der Pinakothek der Moderne, gefeiert wurde.

Die Auszeichnung PRO MERITIS SCIENTIAE ET LITTERARUM wird jedes Jahr an bis zu acht Persönlichkeiten für herausragende Verdienste in den Bereichen Forschung, Wissenschaft, Kunst und Kultur verliehen. Im Herbst finden weitere Auszeichnungen statt.

München, Bayerisches Ministerium für Wissenschaft Forschung und Kunst , Kunstminister Heubisch stellt Josef Ernst Köpplinger als neuen Intendanten des Staatstheaters am Gärtnerplatz vor

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Kunstminister Heubisch stellt Josef Ernst Köpplinger als neuen Intendanten des Staatstheaters am Gärtnerplatz vor

Josef Ernst Köpplinger (Bildrechte: Stadttheater Klagenfurt / Helge Bauer)

Kunstminister Heubisch präsentiert heute den künftigen Intendanten des Staatstheaters am Gärtnerplatz, Josef Ernst Köpplinger, in einer Pressekonferenz im Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst. Köpplinger übernimmt ab 1. September 2012 die Leitung des Gärtnerplatztheaters. Der Vertrag ist zunächst auf sechs Jahre befristet.

Der 46-jährige Österreicher ist derzeit Intendant des Stadttheaters Klagenfurt. Kunstminister Heubischs Begründung für seine Wahl: “Josef Ernst Köpplinger ist ein erfrischender und engagierter Theaterleiter mit neuen Ideen. Er ist als Schauspielfachmann ebenso ausgewiesen wie als Musiktheaterregisseur. Köpplinger bringt alle Eigenschaften mit, die benötigt werden, um das Staatstheater am Gärtnerplatz weiterzuentwickeln: Er ist bereit, sich auch auf das unterhaltende, leichte Genre einzulassen und hat in Klagenfurt eindrucksvoll bewiesen, dass er brillant damit umgehen kann.”

Josef Ernst Köpplinger studierte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Wien sowie in New York und London. 1988 erhielt er sein erstes Festengagement an den Städtischen Bühnen Regensburg durch Marietheres List. Von dort aus führte ihn seine Regiekarriere unter anderem an das Volkstheater Wien, die Volksoper Wien, das Theater an der Josefstadt, den Klangbogen Wien, das Opernhaus Graz, die Berliner Kammerspiele, die New National Opera Tokio, die Opéra National du Rhin Strasbourg und die Hamburgische Staatsoper.

Von 1999 bis 2003 leitete Köpplinger als jüngster Intendant Österreichs das Musicalfestival Schloss Prugg in Niederösterreich und war anschließend drei Jahre Schauspielintendant am Theater St. Gallen in der Schweiz. Seit 2007 ist er Chef des Stadttheaters Klagenfurt. Seine Inszenierung von Richard Strauss´ “Ariadne auf Naxos” feierte am 4. Juli 2010 am Staatstheater Nürnberg Premiere. Das Staatstheater am Gärtnerplatz hat vor kurzem die von ihm inszenierte Operette “Gräfin Mariza” wieder in den Spielplan aufgenommen.

Zur Spielzeit 2012/2013 tritt Köpplinger am Münchner Gärtnerplatz die Nachfolge von Ulrich Peters an, dessen Vertrag zum 31. August 2012 ausläuft. Der Bayerische Ministerrat war am 13. Juli 2010 dem Vorschlag von Minister Heubisch gefolgt, Köpplinger zum künftigen Intendanten des zweiten staatlichen Musiktheaters in München zu machen. Als neuer Hausherr am Gärtnerplatz muss Köpplinger in der Anfangsphase seines Vertrags kreativ mit der geplanten Generalsanierung des Gärtnerplatztheaters und der voraussichtlich fast dreijährigen Schließzeit umgehen.