München, Bayerische Staatsoper, Premiere Andrea Chénier, 12.03.2017

Bayerische Staatsoper München

Bayerische Staatsoper München Foto: © Wilfried Hösl

Bayerische Staatsoper München Foto: © Wilfried Hösl

  Andrea Chénier von Charles Gounod

Premiere Andrea Chenier 12.3.2017, weitere Vorstellungen 15.3.2017, 18.3.2017, 22.3.2017, 30.3.2017, 2.4.2017, 28.7.2017, 31.7.2017

Am 12. März feiert Andrea Chénier an der Bayerischen Staatsoper Premiere; die erste Neuinszenierung dieser Oper in der Geschichte des Hauses. Regisseur Philipp Stölzl gibt sein Hausdebüt, die musikalische Leitung liegt bei Omer Meir Wellber. Die Titelpartie singt Jonas Kaufmann, an seiner Seite gibt Anja Harteros ihr Rollendebüt als Maddalena.

Baerische Staatsoper München / Jonas Kaufmann © Gregor Hohenberg.

Baerische Staatsoper München / Jonas Kaufmann © Gregor Hohenberg.

Philipp Stölzl ist als Regisseur von Musikvideos und Spielfilmen wie Der Medicus, Goethe! und Winnetou bekannt. Zu seinen Musiktheater-Inszenierungen gehören zum Beispiel Il trovatore an der Berliner Staatsoper, Cavalleria rusticana / I Pagliacci bei den Osterfestspielen in Salzburg oder Parsifal an der Deutschen Oper Berlin. „In Andrea Chénier wird das Bedürfnis nach dem großen Bild bedient, es gibt eigentlich kein filigranes Spiel. Mich erinnert das alles an gigantomanische Superfilme wie Gone with the wind“, so Stölzl. Im Handlungsgeschehen von Andrea Chénier wird ein Phänomen deutlich, das sich auch in unserer heutigen Gesellschaft andeutet: „Es geht um das Gefühl von Zeitenwende, um die Umkehrung von Machtverhältnissen. Und die, denen es – wie in der Oper – an den Kragen geht, wollen die Veränderung nicht wahrhaben. Sie werden von ihr überrumpelt. Das ist eine Situation, in der wir uns und unsere Furcht vor Veränderungen wiedererkennen können.“

„Unser Tod ist der Triumph der Liebe“ versprechen sich in Andrea Chénier Jonas Kaufmann und Anja Harteros in den Hauptpartien. Jonas Kaufmann gab sein Rollendebüt 2015 am Londoner Royal Opera House Covent Garden. Er sieht in Andrea Chénier eine leidenschaftliche Oper, die ihn dazu bringt, sich „die Seele aus dem Leib zu singen“. „Es gibt nur wenige Stücke in der Opernliteratur, die sich so sehr steigern.“, schwärmt Jonas Kaufmann. Für Anja Harteros ist die Partie ein Rollendebüt. Harteros und Kaufmann gestalten nach Lohengrin, Il trovatore und La forza del destino ihre vierte gemeinsame Premiere an der Bayerischen Staatsoper. Des Weiteren singen Doris Soffel (La Contessa di Coigny) und Luca Salsi (Charles Gérard).


Handlung : Der Handlungsrahmen der Oper spielt zur Zeit der Französischen Revolution und der Schreckensherrschaft der Jakobiner in Paris. Die Geschichte beruht nur in geringem Umfang auf den bekannten Fakten aus der Biografie Chéniers. Der historische André Chénier vermittelt das Bild eines unscheinbaren, aber literarisch und politisch ambitionierten jungen Mannes, dessen Wirkung „etwas verschroben“ gewesen sein mag, wie es im Opernlibretto Luigi Illicas heißt. André Chénier hatte für eine konstitutionelle Monarchie gekämpft, bevor er durch einen ungünstigen Zufall in die Hände der radikal-revolutionären Jakobiner fiel und unter der Guillotine sein Leben lassen musste. Die politischen Ambitionen Chéniers werden in der Oper ausgespart und der Dichter bleibt in seiner moralischen Ausrichtung eher vage. Er träumt vielmehr von einem Leben voll Liebe und nimmt dafür auch seinen Tod in Kauf.

Andrea Chénier sollte bereits mehrere Male an der Bayerischen Staatsoper zur Aufführung gebracht werden, doch die Initiativen blieben immer ohne Erfolg. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges interessierte man sich ernsthaft für Andrea Chénier und bestellte Notenmaterial. Der Aufführungstermin wurde jedoch hinausgezögert und letztendlich scheiterte es an den während des Krieges beschränkten Mitteln. Am 12. März 2017 hebt sich nun erstmals der Vorhang der Bayerischen Staatsoper für Andrea Chénier.


Die Premiere wird live auf BR-Klassik übertragen. 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn live aus dem Foyer des Nationaltheaters: Foyer, die Sendung zur Neuproduktion mit Gesprächen und Reportagen. PMBaStoM

Andrea Chenier an der Bayerischen Staatsoper: Premiere 12.3.2017, weitere Vorstellungen 15.3.2017, 18.3.2017, 22.3.2017, 30.3.2017, 2.4.2017, 28.7.2017, 31.7.2017

 

München, Bayerische Staatsoper, Premiere Semiramide von G. Rossini, 12.02.2017

Bayerische Staatsoper München

Bayerische Staatsoper München Foto: © Wilfried Hösl

Bayerische Staatsoper München Foto: © Wilfried Hösl

  Semiramide von Gioachino Rossini

Rossini-Spezialist Michele Mariotti gibt sein Debüt an der Bayerischen Staatsoper und erarbeitet mit Regisseur David Alden Semiramide. Joyce DiDonato singt die Titelpartie und gibt damit ihr Rollendebüt.

Premiere Semiramide – Sonntag, 12. Februar 2017, weitere Vorstellungen 15.2.2017, 18.2.2017, 23.2.2017, 26.2.2017, 3.3.2017, 21.7.2017, 24.7.2017

Bayerische Staatsoper / Joyce DiDonato In War And Peace © Brooke Shaden

Bayerische Staatsoper / Joyce DiDonato In War And Peace © Brooke Shaden

Mit Semiramide gibt der italienische Dirigent Michele Mariotti sein Hausdebüt an der Bayerischen Staatsoper. Wie Rossini ist auch Mariotti in Pesaro geboren und aufgewachsen. Er hat dort am Conservatorio Gioachino Rossini studiert und beim jährlichen Rossini Opera Festival von Anfang an den Großen dieses Repertoires bei der Arbeit zugeschaut. „Von klein auf habe ich Rossini eingeatmet“, sagt er. An Rossini reizt ihn vor allem „diese einstudierte Ungenauigkeit der Musik, diese Flexibilität des Rhythmus. Dieser Rhythmus bringt Leben in die Melodie.Mariotti dirigiert erstmals dieses Werk.

Zusammen mit Regisseur David Alden bringt er Semiramide auf die Bühne der Bayerischen Staatsoper. Alden hat bereits zahlreiche Werke unter anderem von Monteverdi, Händel und Wagner an der Bayerischen Staatsoper inszeniert, zuletzt Händels Orlando im Jahr 2006. David Aldens Inszenierung von Rossinis Semiramide spielt in einer Welt, in der Machtkämpfe und politische Intrigen an der Tagesordnung sind. Alden zeigt mit suggestiv-assoziationsreichen Zitaten aus verschiedenen kulturellen Kontexten, dass sich eine Geschichte wie die von Semiramide nicht nur im antiken Babylon, sondern überall und zu allen Zeiten ereignen kann.

Die amerikanische Mezzosopranistin Joyce DiDonato gibt ihr Rollendebüt in der Titelpartie. Zuletzt war Joyce DiDonato an der Bayerischen Staatsoper 2013 in I Capuleti e i Montecchi zu erleben. In weiteren Rollen sind Alex Esposito als Semiramides Geliebter Assur und Daniela Barcellona als Semiramides totgeglaubter Sohn Arsace zu sehen. Lawrence Brownlee übernimmt die Partie des Idreno.


Wissenswertes zu  Semiramide:

Am 3. Februar 1823, feierte Gioachino Rossinis große Oper über Semiramis in Venedig Premiere. Das Werk wurde einer von Rossinis größten Erfolgen. Die erste Münchner Inszenierung von Semiramide gab es schon ein Jahr nach der Uraufführung – es war zugleich die deutsche Erstaufführung. Im selben Jahr war die Oper auch unter anderem in London, Mailand und Berlin zu sehen – im gesamten 19. Jahrhundert gehörte Semiramide zum festen Repertoire der bedeutendsten Opernbühnen Europas. Nach einer weiteren Inszenierung 1832 verschwand das Werk allerdings vom Spielplan der Münchner Oper und wurde nur noch einmal konzertant gegeben (1990 mit Edita Gruberova).

Mit der Opera seria verbindet sich bei Rossini sehr häufig der Anspruch, Stoffe der Weltliteratur auf die Opernbühne zu bringen. Dies gilt auch für Semiramide, ein Libretto, das auf eine Tragödie Voltaires zurückgeht (Sémiramis, 1748). Die ernste italienische Oper ist bei Rossini mit 18 von insgesamt 39 musikdramatischen Werken am stärksten vertreten, welche in einem Zeitraum von nur elf Jahren entstanden (1812 – 1823). Rossini hatte in dieser Zeit seinen entscheidenden Durchbruch.

Mit der Premiere von Semiramide beendete Gioachino Rossini seine italienische Bühnenkarriere. Noch im selben Jahr reiste der Komponist gemeinsam mit seiner Gattin Isabella Colbran, für deren Sopranstimme er die Titelrolle dieser und zahlreicher weiterer Opern geschrieben hatte, nach Paris, wo er sich niederlässt. Semiramide stellt somit Rossinis letzte Opera seria dar. Mit dem Aufkommen der Romantik hat sich die Musik und die Welt um ihn herum verändert. „Rossini wollte nie die Realität abbilden wie die Romantiker. Er wollte die Realität durch seine Poetik filtern.“ (M. Mariotti)


STAATSOPER.TV  –  So, 26. Februar 2017, 17.00 Uhr,

Kostenloser Live-Stream von Semiramide auf www.staatsoper.de/tv,  Musikalische Leitung: Michele Mariotti, Inszenierung: David Alden, mit Joyce DiDonato, Alex Esposito, Daniela Barcellona und Lawrence Brownlee

www.staatsoper.de/tv

BR-Klassik:   Die Premiere wird live auf BR-Klassik übertragen. 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn live aus dem Foyer des Nationaltheaters: Foyer, die Sendung zur Neuproduktion mit Gesprächen und Reportagen.  PMBayrSto

Premiere Semiramide – Sonntag, 12. Februar 2017, weitere Vorstellungen 15.2.2017, 18.2.2017, 23.2.2017, 26.2.2017, 3.3.2017, 21.7.2017, 24.7.2017

 

 

München, Bayerisches Staatsballett, Gezeitenwechsel: Von Ivan Liska zu Igor Zelensky, IOCO Aktuell, 17.11.2016

Bayerische Staatsoper München

Bayerische Staatsoper München Foto: © Wilfried Hösl

Bayerische Staatsoper München Foto: © Wilfried Hösl

 Bayerisches Staatsballett: Romantik – Klassik – Moderne

Bayerische Staatsoper / Bayerisches Staatsballett - La Bayadere - Schattenakt © Charles Tandy

Bayerische Staatsoper / Bayerisches Staatsballett – La Bayadere – Schattenakt © Charles Tandy

Gezeitenwechsel:   Von Ivan Liska zu Igor Zelensky
  Zuspruch:   Über 90% Auslastung

Das Bayerische Staatsballett ist ein aufregendes kosmopolitisches Ensemble mit 69 Tänzern aus rund 21 Nationen, die in großen Tanz immer wieder eigene Tradition und Kultur einbringen. Kontinuität nicht allein mit künstlerischem aber auch wirtschaftlichem Weitblick sind die Paradigmen, welche das Bayerische Staatsballett zu einer führenden Institution in der europäischen Kulturlandschaft machten. Die Besucher des Bayerischen Staatsballets können aus 70 atemberaubende Werke wählen.  Doch, bei über 90% Auslastung auf 2000 Plätzen im Nationaltheater, lautet der Fokus der Besucher:   Früh buchen! Freie Karten sind rar!

Am Platzl 7: In der Altstadt im Zentrum Münchens, zwischen Orlandohaus und Hofbräuhaus, residiert das Bayerische Staatsballett seit 1991. Passanten bleiben oft stehen, angelockt durch Fenster klingende Musik von Beethoven bis Strawinsky, von Rock bis Elektronik.

Bayerische Staatsoper / Die epochale John Cranko Choreographie - Romeo und Julia © Wilfried Hösl

Bayerische Staatsoper / Die epochale John Cranko Choreographie – Romeo und Julia © Wilfried Hösl

Ivan Liška, Ballettdirektor in München von 1998 bis 2016, war zuvor einer der prägenden Solisten im berühmten Hamburg Ballett unter John Neumeier. Mit Bettina Wagner-Bergelt und Wolfgang Oberender schuf Liska in 18 Jahren das vielschichtig substanzreiche Repertoire großer abendfüllender Ballette aus siebzig Werken: Von der Romantik – Giselle und La Sylphide – über die Klassik – Schwanensee, Dornröschen, Don Quijote, La Bayadère, Le Corsaire – zu den Klassikern unseres Jahrhunderts – den Werken der Ballets Russes, John Crankos Romeo und Julia, Onegin und Der Widerspenstigen Zähmung; La Fille mal gardée von 1789 in der Fassung von Frederick Ashton und John Neumeiers Ein Sommernachtstraum, Der Nussknacker, Die Kameliendame und A Cinderella Story. Dazu Meisterwerke von Balanchine, Forsythe, Kylián, van Manen, Peter Martins, Martin Schläpfer (Chef des Düsseldorfer Ballett am Rhein) und Stücke renommierter Vertreter des Modern Dance wie Twyla Tharp, Lucinda Childs, Angelin Preljocaj oder Mats Eks.

Bayerische Staatsoper / Ballettdirektor Igor Zelensky © Wilfried Hösl

Bayerische Staatsoper / Ballettdirektor Igor Zelensky © Wilfried Hösl

Igor Zelensky, neuer Ballettdirektor, steht seit dem 24. August 2016 an der Spitze des Bayerischen Staatsballett. Zelensky, ist Vater von drei Kindern und mit der ehemaligen Mariinsky-Tänzerin Yana Serebryakova verheiratet, welche als Ballettmeisterin ebenfalls im Bayerischen Staatsballett wirken wird. Zelensky wirkt seit 2014 am Bayerischen Staatsballett und ist bekannt für hohe tänzerische Ansprüche. Zelensky wird sich ganz auf seine Aufgabe in München konzentrieren und sein Amt als künstlerischer Leiter des Balletts des Stanislawsky und Nemirowitsch-Dantschenko-Musiktheater in Moskau niederlegen: „Gemeinsam mit dem neuen Intendanten des Stanislawsky Theaters, Anton Getman, ……habe ich beschlossen, mich …..den Aufgaben als Direktor des Bayerischen Staatsballetts zu widmen….. Nach fünf erfolgreichen Jahren mit der Moskauer Compagnie möchte ich nun das hohe Ansehen des Münchner Ensembles weiter steigern„.

Alle Zeichen versprechen, daß auch unter Igor Zelensky das Bayerische Staatsballett seine hohe Stellung im europäischen Balletthimmel halten wird.

22.12.2016:  Ballett-Premiere  Spartacus 

Ein bedeutendes Bolschoi-Ballett, Spartacus, wird im Nationaltheater München die erste große Premiere des Bayerischen Staatsballett unter Igor Zelensky sein. Spartacus, erstmals von westeuropäischer Compagnie getanzt, ist die tragische Geschichte des thrakischen Gladiators Spartacus, der 71. v. Chr. die Sklaven zum Aufstand aufrief, um gegen ihre Unterdrückung und für ihre Freiheit zu kämpfen. Yuri Grigorovich (*1927), eine der großen Persönlichkeiten des russischen Balletts, Soloist im legendären Kirov-Ballett und langjähriger künstlerischer Direktor des Bolschoi-Balletts, choreographierte das Werk 1968 zur Musik von Aram Chatschaturjan. Es wurde im gleichen Jahr im Bolschoi-Theater in Moskau uraufgeführt und gilt aufgrund des sensationellen Erfolges bis heute nicht nur als ein identitätsstiftendes Werk der Compagnie, sondern auch als Meilenstein der russischen Ballettgeschichte.

Bayerische Staatsoper / Bayerisches Staatsballett probt Spartacus © Silvano Ballone

Bayerische Staatsoper / Bayerisches Staatsballett probt Spartacus © Silvano Ballone

Im Dezember 2016 wird es vom Bayerischen Staatsballett und somit erstmals von einer westeuropäischen Compagnie getanzt. Das Bayerische Staatsballett setzt mit dieser Premiere folglich die bisherige Programmpolitik fort und präsentiert eine weitere maßstabsetzende ballettgeschichtliche Produktion. Rund 70 Tänzer werden die Bühne des Nationaltheaters im Bühnenbild von Simon Virsaladze in einen Sklavenmarkt, eine römische Arena, in eine Patrizier-Villa und andere antike Schauplätze verwandeln. Im Zentrum des Geschehens stehen die beiden Antagonisten-Paare Spartacus und Phrygia auf der einen sowie Crassus und Aegina auf der anderen Seite. In den männlichen Hauptrollen werden unter anderem Osiel Gouneo und Vladimir Shklyarov als Spartacus und Sergei Polunin und Jonah Cook als Crassus zu sehen sein. Die weiblichen Hauptpartien übernehmen Maria Shirinkina und Elizaveta Kruteleva alias Phrygia und Natalia Osipova, Ksenia Ryzhkova und Ivy Amista als Aegina (unter Vorbehalt).

Die Einstudierung dieses, von der Bewegungssprache für die damalige Zeit durchaus modern anmutenden Werkes übernehmen zwei Ballettmeister, die hierfür eigens aus Russland angereist sind: Ruslan Pronin und Oxsana Tsvetnitskaya, einst Tänzer beim Bolschoi-Ballett und heute choreographische Assistenten von Altmeister Yuri Grigorowitch. Grigorowitch (*1927) selbst wird im Dezember die Endproben in München begleiten und dafür Sorge tragen, dass das Werk in seiner überarbeiteten Fassung korrekt einstudiert wird. Die musikalische Leitung übernimmt Karen Durgaryan, der auf Einladung von Valery Gergiev am Mariinski-Theater bereits 2010 Spartacus dirigierte und nun in München debütiert. Premiere von Spartacus ist am 22. Dezember 2016 im Münchner Nationaltheater.

Nationaltheater München, Ballett Spartacus von Yuri Grigorovich Premiere am 22.12.2016, weitere Vorstellungen 23.12.2016, 25.12.2016, 29.12.2016, 29.12.2016, 03.01.2017, 06.01.2017, 11.01.2017, Weitere Aufführungen im März und April 2017. IOCO  / PMBStb / 17.12.2016

 

München, Bayerische Staatsoper, Premiere La Favorite mit Elina Garanca, 06.11.2016

Oktober 13, 2016  
Veröffentlicht unter Bayerische Staatsoper, Premieren, Pressemeldung

Bayerische Staatsoper München

Nationaltheater München © Wilfried Hösl

Nationaltheater München © Wilfried Hösl

Premiere von Gaetano Donizettis „La Favorite” mit Elina Garanca

Die erste Premiere der Spielzeit bringt unter der musikalischen Leitung von Karel Mark Chichon Gaetano Donizettis La Favorite auf die Bühne. Elina Garanca wird die Titelpartie der Léonor de Guzman erstmals szenisch verkörpern. An ihrer Seite geben unter anderem Matthew Polenzani (Fernand) und Mariusz Kwiecien (Alphonse XI.) ihre Rollendebüts.

Donizetti schrieb La Favorite in nur acht Wochen für die Pariser Oper. Er übernahm den Großteil des Werks aus seiner fast fertiggestellten Oper L’Ange de Nisida, veränderte jedoch Gesangslinien und einzelne Tonfolgen. Er komponierte zwei neue Arien für Alphonse und zwei weitere Arien für Léonor, darunter die berühmte „O mon Fernand“. Obwohl der Komponist all diese Modifikationen und Neuordnungen vornahm, gelang es ihm, eine Oper von stilistischer Einheit zu kreieren. Von der Dramaturgie her gleicht La Favorite vielen französischen Opern jener Epoche: leidenschaftliche Helden geraten in ungünstige Situationen, auf die sie selbst keinen Einfluss mehr nehmen können. Die musikalische Qualität der Oper hebt sich jedoch deutlich von diesen ab. Die Ouvertüre, die Stimmungsbilder, das Spektrum an klanglicher Raffinesse und die Kreativität der gesamten Partitur zeigen den Komponisten auf der Höhe seiner Kunstfertigkeit.

Die letzte Neuinszenierung von Gaetano Donizettis La Favorite an der Bayerischen Staatsoper liegt mehr als 100 Jahre zurück. Regisseurin Amélie Niermeyer gibt mit dieser Premiere ihr Hausdebüt. Die Besonderheit an ihrer Inszenierung wird schon in der Raumgestaltung sichtbar: Die beiden prägenden Machtfaktoren im Werk, die Kirche und der Staat, werden in einer architektonischen Kastenkonstruktion fließend ineinander verwoben. So kann der Raum ständig zwischen Kirchen- und Staatseinfluss wechseln. Die beiden Protagonisten, das Liebespaar, finden darin für ihre Liebe keinen Raum und werden letztlich zwischen den beiden Polen zerrieben.

STAATSOPER.TV

Live-stream „La Favorite“
So, 6. November 2016, 18.00 Uhr
Musikalische Leitung: Karel Mark Chichon
Inszenierung: Amélie Niermeyer
Mit El?na Garan?a, Matthew Polenzani, Mariusz Kwiecien, u.a.
www.staatsoper.de/tv

BR-Klassik

Die Premiere wird live auf BR-Klassik übertragen. 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn live aus dem Foyer des Nationaltheaters: Foyer, die Sendung zur Neuproduktion mit Gesprächen und Reportagen.

Pressemeldung Bayerische Staatsoper

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