Mönchengladbach, Theater Krefeld MG, Premiere Der Konsul von Gian C. Menotti, 22.01.2017

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Theater Krefeld Mönchengladbach

Theater Mönchengladbach © Matthias-Stutte

Theater Mönchengladbach © Matthias-Stutte

Der Konsul von Gian Carlo Menotti 

Premiere 4.2.2017, weitere Vorstellungen 8.2.2017, 5.3.2017, 14.3.2017, 24.3.2017, 26.5.2017, 10.6.2017

Theater Mönchengladbach / Der Konsul - Regisseurin Katja Bening © Theater Krefeld Mönchengladbach

Theater Mönchengladbach / Der Konsul – Regisseurin Katja Bening © Theater Krefeld Mönchengladbach

Irgendwo im heutigen Europa: Der Patriot John Sorel kämpft im Untergrund gegen das polizeistaatliche Regime seines Landes. Nachdem er im Anschluss an eine heimliche Versammlung beinahe von der Polizei erwischt wird, beschließt er, das Land zu verlassen. Seine Frau Magda soll auf dem Konsulat des Landes, in dem sie Zuflucht suchen wollen, Pässe für sich selbst, ihr gemein sames Kind und seine Mutter beantragen. John selbst will in der Nähe der Grenze untertauchen, bis die Pässe ausgestellt sind.
Auf dem Konsulat warten viele Menschen darauf, den Konsul in ihrer lebenswichtigen, dringenden Angelegenheit zu sprechen. Doch eine kühle Sekretärin wimmelt die eindringlichen Gesuche unaufhörlich ab und (er)findet immer wieder neue bürokratische Hürden. Magdas Kraft schwindet mehr und mehr, bis sie schließlich resigniert und den aussichtslosen Kampf gegen die Bürokratie aufgibt.

Theater Mönchengladbach / Der Konsul - Dirigent Diego Martin-Etxebarria © Theater Krefeld Mönchengladbach

Theater Mönchengladbach / Der Konsul – Dirigent Diego Martin-Etxebarria © Theater Krefeld Mönchengladbach

Mit der Uraufführung von Der Konsul (The Consul) gelang dem US-amerikanischen Komponisten Gian Carlo Menotti 1950 in Philadelphia ein sensationeller Überraschungserfolg. Vordergründiger Anlass für das Libretto, das Menotti selbst verfasste, war eine Zeitungsnotiz, in der von einer polnischen Emigrantin berichtet wurde, die sich in den USA um eine Aufenthaltsgenehmigung bemühte hatte und die Selbstmord beging, als ihr Gesuch erfolglos blieb.
Damit einher ging die Beschäftigung Menottis mit dem Schicksal seiner jüdischen Freunde während der Zeit des Nationalsozialismus.

Menottis musikalisches Drama ist erfrischend direkt und zielt auf ein breites Publikum ab: Gesprochene Dialoge, Melodramen, aber ebenso lyrische Arien und Ensembles im Stil Puccinis, eine Schallplatteneinspielung, Telefonklingeln, das rhythmische Klappern von Schreibmaschinen – Der Konsul ist eine gelungene Mischung aus Hörspiel,
Filmmusik und Theater. Kriminologische Spannung und die Schilderung der Ängste und Sehnsüchte der Protagonisten machen aus dieser Oper ein packendes Seelendrama, das besonders durch seine Aktualität besticht.

Inszenierung Katja Bening, Bühne und Kostüme Udo Hesse, Musikalische Leitung Diego Martin-Etxebarria, John Sorrel  Andrew Nolen, Magda Sorel Izabela Matula

Der Konsul von Gian C. Menotti: Premiere 4.2.2017, weitere Vorstellungen 8.2.2017, 5.3.2017, 14.3.2017, 24.3.2017, 26.5.2017, 10.6.2017

Pressemeldung Theater Mönchengladbach

Krefeld, Theater Krefeld – Mönchengladbach, Frau Luna und Schlösser, die im Monde liegen, IOCO Kritik, 30.11.2016

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Theater Krefeld Mönchengladbach

 Theater Krefeld / Frau Luna - Frau Pusebach in Berlin Neukölln © Stutte

Theater Krefeld / Frau Luna – Frau Pusebach in Berlin Neukölln © Stutte

Frau Luna:  Berliner Luft im Theater Krefeld

Paul Linckes  Revue-Operette strahlt

Frau Luna im Theater Krefeld, weitere Vorstellungen: 31.12.2016, 19.01.2017, 25.02.2017, 23.03.2017, 28.05.2017, 18.06.2017, 20.06.2017.

Die Uraufführung der aus dem Stand erfolgreichen Operette Frau Luna von Paul Lincke (1866 – 1946) fand an einem wahrlich bemerkenswertem Tag statt: Am 31. Dezember 1899, Silvester, zur Jahrhundertwende. Lincke war schon populär in Berlin: Zahllose Lieder und Couplets mit witzig-frivolem wie markigen Refrains wie  revueartige Einakter waren zum Alltag in Berliner Salons und Theater geworden. Mit Frau Luna gab Paul Lincke der von Strauss, Millöcker und Zeller geprägten Goldene Operettenära und ihrer Walzer- und Polka-Seligkeit  neue Richtung: Das Berliner Milieu abbildendes Revueschmankerl Frau Luna zeichnet in zahlreichen Walzern, Märschen und Liedern irdische Alltagsängste und soziale Realität des Durchschnittsmenschen Fritz Steppke, satirisch überhöht durch die lunare Parallelwelt bei Frau Luna. In Wien beschrieb man Lincke aufgrund seines großen Frau Luna – Erfolgs, leicht mißgünstig, als „Berliner Offenbach“. Paul Lincke gab mit seiner Frau Luna, ihrem Berliner Flair und Sozialsatire der Gattung Operette neue Richtung.

Theater Krefeld / Frau Luna und die Mondelfen © Stutte

Theater Krefeld / Frau Luna und die Mondelfen © Stutte

Regisseur Ansgar Weigner zeichnet mit Jürgen Kirner (Bühnenbild) in seiner Inszenierung irdisches Arbeiter-Milieu im tiefsten Berliner Kiez: Einfache Hochhaus-Hinterhöfe mit zahllosen Satellitenschüsseln und Wäscheleinen im Bühnenhintergrund; in der Bühnenmitte die kleinbürgerliche Eckkneipe „Im Spree-Athen“: Darin berlinert Fritz Steppke (Markus Heinrich) mit seinen Kumpanen Lämmermeier (Rafael Bruck) als freigestelltem Lehrer im Krankenstand und Pannecke (Hayk Deinyan) hämisch über die Vermieterin Frau Pusebach (Kerstin Brix) als von Mutter Theresa von Neukölln. Bei einer süß-komischen Tanzeinlage gründen sie ein Aktionsbündnis gegen Politiker, „die doch alle hinterm Mond leben„. Derweil klagt Frau Pusebach, „Es war an einem schönen Frühlingsabend“, über den treulosen Theophil, der sie einst im Stich ließ während ihre Nichte Marie (Susanne Seefing) ihren Verlobten Steppke mit dem lyrisch romantisch gesungenem Walzer „Schlösser, die im Monde liegen bringen Kummer lieber Schatz“ von allzu hochfliegenden Träumen abhalten möchte. Über irdischen Kummer fällt Steppke in einen schweren Traum, welcher ihn mit seinen Kumpanen auf den Mond trägt.

Theater Krefeld / Frau Puesebach kommt auf dem Mond an © Stutte

Theater Krefeld / Frau Puesebach kommt auf dem Mond an © Stutte

So realistisch das Berliner Bühnenbild auf Erden, so esoterisch verklärt zeichnet es die Mondbewohner: Eine Mondelfen-Putzkolonne entsteigt tanzend (wunderbare Choreographie Luches Huddleston jr) in phantasiereichen Hüllen aus weißem Tüll (Marlis Knoblauch) und weißen Staubwedeln einer Wolke. Der blaue Planet Erde kreist derweil sanft im Bühnen-Hintergrund, beständig sichtbar. Mondabteilungsleiter Theophil treibt seine Mondelfen Allegro-hektisch wie Walzerselig an „Schnell, putzet fein“ und erzählt von einem irdischen Rendezvous mit Frau Pusebach, während seine Herzdame Stella (Gabriela Kuhn) von Eifersucht geplagt wird („Schenk mir doch ein kleines bißchen Liebe“) und der Mondgroom (Sabine Sanz) mit Lupe nach verbliebenem Staub sucht.

So erscheinen die „Vier armen Reisende aus Berlin“, Steppke, Panneke, Lämmermeier, und Frau Pusebach auf dem Mond: Begrüßt mit der Frage „Was wollen Sie hier?“, der berlinernden Antwort „Kieken, wat sonst!“ und dem rythmischen Klatsch-Marsch der Theaterbesucher zu dem Lied „Das macht die Berliner Luft“ geht das Märchen um Frau Luna in die höchst beschwingte Pause.

Theater Krefeld / Frau Luna kokettiert mit Steppke © Stutte

Theater Krefeld / Frau Luna kokettiert mit Steppke © Stutte

So sprudelt Operettenflair voller schräg inter-lunarer Konflikten hin und her: Frau Luna (Debra Hays) hält auf der Konferenz der „Interstellaren Union“ in goldenem Kostüm auf großer Freitreppe eine flammende Neujahrsansprache, „Laßt den Kopf nicht hängen..“, welche ihr Verehrer Prinz Sternschnuppe (Michael Simon) für Annäherungen nutzen möchte, „Bis die Sonne schlafen geht, will ich nicht mehr warten“. Doch Frau Luna möchte lieber „Wenn die Sonne schlafen geht“ Steppke für sich gewinnen, welcher zu Frau Lunas Avancen sinniert „So stellt man sich das Zentrum der Macht nicht vor“. Doch dann verlieren sich die Mondbewohner, Frau Luna, eine heiß gekleidete Venus (Margriet Schlössels,Ich bin Madame Venus“), ein rundlicher Mars (Yasuyuki Toki), mit Weltkugeln oder in Badekostümen tanzende Mondelfen in einer wilden Mond-Party.

Darüber erwacht Steppke in seiner Berlin Kneipe und unter seinen Kumpanen aus dem lunaren Traum. Mit der Erkenntnis: „Unser Kiez ist unsere Welt“, verabredet sich mit seinen Kumpane zu einem Skatabend; alle wollen in die Politik. Steppke fragt: „Riecht ihr denn wirklich nichts? Die echte Berliner Luft!

Theater Krefeld / Frau Luna - Prinz Sternschnuppe und Mondelfen feiern © Stutte

Theater Krefeld / Frau Luna – Prinz Sternschnuppe und Mondelfen feiern © Stutte

Frau Luna im ausverkauften Theater Krefeld macht Ansgar Weigner mit seinem spielfreudigen Ensemble zu einer liebe- wie humorvollen Operette über irdisch realer Alltagskonflikte über Politik, Lebensängste oder zwischenmenschliche Beziehungen. Linckes Komposition berauscht dabei den Besucher von der Ouvertüre bis zum Finale im Stil in einer populären Schlagerrevue. Alexander Steinitz und seine Niederrheinischen Sinfoniker, leider mit kleiner Besetzung, beherrschen Instrumental-passagen wie Tempiwechsel in Harmonie mit dem schräg wechselnden Geschehen auf der Bühne: Von der immer wiederkehrenden Berliner Luft  über menschlich zackige  Takte der Mondgesellschaft hin zum sentimentalen langsamen Walzer „Schlösser, die im Monde liegen“ der Marie und den Arien des Theophil:  Frau Luna im Theater Krefeld ist eine irdisch-lunare Revue, eine bunte Berliner Operette: 850 Besucher im ausverkauften Theater feierten kurzweilige Ohrwürmer, Märsche und Walzer in mitreißender Choreographie mit großem Beifall. IOCO / Viktor Jarosch / 30.11.2016

Frau Luna im Theater Krefeld, weitere Vorstellungen: 31.12.2016, 19.01.2017, 25.02.2017, 23.03.2017, 28.05.2017, 18.06.2017, 20.06.2017.

Mönchengladbach, Theater Krefeld-Mönchengladbach, PREMIERE Hoffmanns Erzählungen, 23.11.2014

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Theater Krefeld Mönchengladbach

Theater-Mönchengladbach-c-Matthias-Stutte

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Premiere 23. November 2014, 19.30 Uhr:

Hoffmanns Erzählungen von Jacques Offenbach

Weitere Termine: 25.11.; 4.12., 20.12.; 16.1., 21.1., 30.1.; 8.2. (16 Uhr), 25.2., 28.2.; 12.3., 15.3., 27.3. – Sofern nicht anders angegeben, Beginn 19.30 Uhr.

Der Dichter Hoffmann ist unglücklich. Er hat Angst, dass seine Geliebte, die berühmte Sängerin Stella, ihn verlassen wird, so wie alle anderen Frauen vor ihr auch. Während Stella in einer Opernvorstellung singt, wartet er im benachbarten Weinkeller auf sie. Angefeuert von seinen Trinkkumpanen beginnt Hoffmann von den drei großen unglücklichen Lieben seines Lebens zu erzählen: Dass die wunderschöne Olympia eigentlich nur ein menschen-ähnlicher Automat war, erkannte er erst, nachdem die Zauberbrille des unheimlichen Coppelius zu Bruch ging.

Antonia war Künstlerin und litt an einer geheimnisvollen Krankheit, an der sie schließlich zugrunde ging. Und die venezianische Kurtisane Giulietta stand unter dem bösen Einfluss des mephistophelischen Kapitäns Dapertutto und verließ Hoffmann – für einen buckligen Zwerg! Realität und Fiktion beginnen sich im Kopf des Dichters in einem fantastischen Fabulierrausch mehr und mehr zu vermischen …

Jacques Offenbach Grab in Montmartre © IOCO

Jacques Offenbach Grab in Montmartre © IOCO

Les Contes d’Hoffmann ist eine der wenigen Opern des ansonsten für seine Operetten berühmten Jacques Offenbach. Sujet der fantastischen Oper ist der romantische Dichter, Komponist und Karikaturist E. T. A. Hoffmann (1776-1822), der eine Vielzahl von schaurigschönen Geschichten und Novellen, seine sogenannten Nachtstücke, hinterließ.

In Offenbachs fulminantem Werk wird der Dichter nun selbst zur Opernfigur und begegnet seinen erschaffenen Protagonistinnen auf diese Weise leibhaftig – was Hoffmann sicherlich gefallen hätte! So changiert die vielschichtige Bühnenhandlung zwischen Traum und Wirklichkeit, und auch die Musik pendelt zwischen operettenhaft-ironischem Tonfall und süffigen Opernklängen. Das Ergebnis ist ein faszinierendes Kaleidoskop aus Zauberei und Sinnestäuschungen und ein Plädoyer für die Kunst, die Leidenschaft und die rauschhafte Ekstase.

Musikalische Leitung: Alexander Steinitz, Inszenierung: Hinrich Horstkotte
Bühne und Kostüme: Hinrich Horstkotte, Choreinstudierung: Maria Benyumova
Dramaturgie: Andreas Wendholz, Nachdirigat: Andreas Fellner

Mit: Janet Bartolova, Eva Maria Günschmann / Susanne Seefing, Debra Hays / Izabela Matula, Amelie Müller* / Sophie Witte, Satik Tumyan; Hayk Dèinyan / Matthias Wippich, Markus Heinrich, Max Jota / Kairschan Scholdybajew, James Park*, Andrew Nolen, Johannes Schwärsky; Chor und Statisterie; Niederrheinische Sinfoniker
* Mitglied im Opernstudio Niederrhein

Weitere Termine: 25.11.; 4.12., 20.12.; 16.1., 21.1., 30.1.; 8.2. (16 Uhr), 25.2., 28.2.; 12.3., 15.3., 27.3. – Sofern nicht anders angegeben, Beginn 19.30 Uhr.

Pressemeldung Theater Krefeld Mönchengladbach

Mönchengladbach, Theater Krefeld-Mönchengladbach, Festliche Ballettgala, 1.12. (Mönchengladbach), 23.11.2013 (Krefeld)

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Theater Krefeld Mönchengladbach

Theater Mönchengladbach © Matthias Stutte

Theater Mönchengladbach © Matthias Stutte

Festliche Ballettgala

 
Mit Choreografien von Robert North
 
1. Dezember, 19:30 Uhr, Theater Mönchengladbach
(23. November, 19:30 Uhr, Theater Krefeld)
 
Highlights, die das Publikum kennt und liebt, sowie Kostproben aus den neuen Ballettabenden dieser Saison – die festliche Gala vereint beides zu einem fulminanten Abend, der von Generalintendant Michael Grosse höchstpersönlich moderiert wird.
 
Szenen aus erfolgreichen Ballettabenden wie Bach, Fado oder Verlorene Kinder werden ebenso zu erleben sein wie die neoklassische ChoreograAe Arkadien oder ein Ausschnitt aus dem spektakulären Troy Game. Gleichzeitig dürfen sich die Zuschauer auf Neues freuen: Ballettdirektor Robert North gibt u. a. einen Ausblick auf seinen neuen Abend Lachen und Weinen mit Klaviermusik von Chopin und Schubert und mit Schubert-Liedern. Hierbei stellt André Parfenov nicht nur sein pianistisches, sondern auch sein kompositorisches Können unter Beweis: Er hat die großartige Orchestermusik zu dem Ballett Verlorene Kinder geschrieben. Als krönendes Finale der Gala zeigt die Compagnie Robert Norths Interpretation des weltberühmten Bolero.
 
Mit: Ballettensemble, André Parfenov (Klavier), Rafael Bruck/Sebastian Seitz (Gesang) und Michael Grosse (Moderation)
 
 
 
 
Pressemeldung Theater Krefeld und Mönchengladbach 

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