Mönchengladbach, Theater Krefeld-Mönchengladbach, PREMIERE Hoffmanns Erzählungen, 23.11.2014

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Theater Krefeld Mönchengladbach

Theater-Mönchengladbach-c-Matthias-Stutte

Premiere 23. November 2014, 19.30 Uhr:

Hoffmanns Erzählungen von Jacques Offenbach

Weitere Termine: 25.11.; 4.12., 20.12.; 16.1., 21.1., 30.1.; 8.2. (16 Uhr), 25.2., 28.2.; 12.3., 15.3., 27.3. – Sofern nicht anders angegeben, Beginn 19.30 Uhr.

Der Dichter Hoffmann ist unglücklich. Er hat Angst, dass seine Geliebte, die berühmte Sängerin Stella, ihn verlassen wird, so wie alle anderen Frauen vor ihr auch. Während Stella in einer Opernvorstellung singt, wartet er im benachbarten Weinkeller auf sie. Angefeuert von seinen Trinkkumpanen beginnt Hoffmann von den drei großen unglücklichen Lieben seines Lebens zu erzählen: Dass die wunderschöne Olympia eigentlich nur ein menschen-ähnlicher Automat war, erkannte er erst, nachdem die Zauberbrille des unheimlichen Coppelius zu Bruch ging.

Antonia war Künstlerin und litt an einer geheimnisvollen Krankheit, an der sie schließlich zugrunde ging. Und die venezianische Kurtisane Giulietta stand unter dem bösen Einfluss des mephistophelischen Kapitäns Dapertutto und verließ Hoffmann – für einen buckligen Zwerg! Realität und Fiktion beginnen sich im Kopf des Dichters in einem fantastischen Fabulierrausch mehr und mehr zu vermischen …

Jacques Offenbach Grab in Montmartre © IOCOLes Contes d’Hoffmann ist eine der wenigen Opern des ansonsten für seine Operetten berühmten Jacques Offenbach. Sujet der fantastischen Oper ist der romantische Dichter, Komponist und Karikaturist E. T. A. Hoffmann (1776-1822), der eine Vielzahl von schaurigschönen Geschichten und Novellen, seine sogenannten Nachtstücke, hinterließ.

In Offenbachs fulminantem Werk wird der Dichter nun selbst zur Opernfigur und begegnet seinen erschaffenen Protagonistinnen auf diese Weise leibhaftig – was Hoffmann sicherlich gefallen hätte! So changiert die vielschichtige Bühnenhandlung zwischen Traum und Wirklichkeit, und auch die Musik pendelt zwischen operettenhaft-ironischem Tonfall und süffigen Opernklängen. Das Ergebnis ist ein faszinierendes Kaleidoskop aus Zauberei und Sinnestäuschungen und ein Plädoyer für die Kunst, die Leidenschaft und die rauschhafte Ekstase.

Musikalische Leitung: Alexander Steinitz, Inszenierung: Hinrich Horstkotte
Bühne und Kostüme: Hinrich Horstkotte, Choreinstudierung: Maria Benyumova
Dramaturgie: Andreas Wendholz, Nachdirigat: Andreas Fellner

Mit: Janet Bartolova, Eva Maria Günschmann / Susanne Seefing, Debra Hays / Izabela Matula, Amelie Müller* / Sophie Witte, Satik Tumyan; Hayk Dèinyan / Matthias Wippich, Markus Heinrich, Max Jota / Kairschan Scholdybajew, James Park*, Andrew Nolen, Johannes Schwärsky; Chor und Statisterie; Niederrheinische Sinfoniker
* Mitglied im Opernstudio Niederrhein

Weitere Termine: 25.11.; 4.12., 20.12.; 16.1., 21.1., 30.1.; 8.2. (16 Uhr), 25.2., 28.2.; 12.3., 15.3., 27.3. – Sofern nicht anders angegeben, Beginn 19.30 Uhr.

Pressemeldung Theater Krefeld Mönchengladbach

Mönchengladbach, Theater Krefeld-Mönchengladbach, Festliche Ballettgala, 1.12. (Mönchengladbach), 23.11.2013 (Krefeld)

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Theater Krefeld Mönchengladbach

Theater Mönchengladbach © Matthias Stutte

Theater Mönchengladbach © Matthias Stutte

Festliche Ballettgala

 
Mit Choreografien von Robert North
 
1. Dezember, 19:30 Uhr, Theater Mönchengladbach
(23. November, 19:30 Uhr, Theater Krefeld)
 
Highlights, die das Publikum kennt und liebt, sowie Kostproben aus den neuen Ballettabenden dieser Saison – die festliche Gala vereint beides zu einem fulminanten Abend, der von Generalintendant Michael Grosse höchstpersönlich moderiert wird.
 
Szenen aus erfolgreichen Ballettabenden wie Bach, Fado oder Verlorene Kinder werden ebenso zu erleben sein wie die neoklassische ChoreograAe Arkadien oder ein Ausschnitt aus dem spektakulären Troy Game. Gleichzeitig dürfen sich die Zuschauer auf Neues freuen: Ballettdirektor Robert North gibt u. a. einen Ausblick auf seinen neuen Abend Lachen und Weinen mit Klaviermusik von Chopin und Schubert und mit Schubert-Liedern. Hierbei stellt André Parfenov nicht nur sein pianistisches, sondern auch sein kompositorisches Können unter Beweis: Er hat die großartige Orchestermusik zu dem Ballett Verlorene Kinder geschrieben. Als krönendes Finale der Gala zeigt die Compagnie Robert Norths Interpretation des weltberühmten Bolero.
 
Mit: Ballettensemble, André Parfenov (Klavier), Rafael Bruck/Sebastian Seitz (Gesang) und Michael Grosse (Moderation)
 
 
 
 
Pressemeldung Theater Krefeld und Mönchengladbach 

Mönchengladbach, Theater Krefeld-Mönchengladbach, Festliche Ballettgala – Robert North, IOCO Aktuell

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Theater Krefeld Mönchengladbach

Theater Mönchengladbach © Matthias Stutte

Theater Mönchengladbach © Matthias Stutte

Festliche Ballettgala

  Choreografien von Robert North
 
Samstag, 23. November, 19.30 Uhr, Theater Krefeld
Sonntag, 1. Dezember, 19.30 Uhr, Theater Mönchengladbach
 
Anstelle der traditionellen Operngala findet in der Spielzeit 2013/14 erstmals eine Festliche Ballettgala unserer Compagnie statt! Lassen Sie sich von den Tänzerinnen und Tänzern unseres Ballettensembles verzaubern, die mit einer Vielzahl stilistisch ganz unterschiedlicher Choreografien von Robert North ihr Können, ihre Ausdruckskraft und Leistungsstärke unter Beweis stellen.
 
Erleben Sie noch einmal die Highlights aus den erfolgreichen Ballettabenden der vergangenen Jahre wie Norths einmalige Choreografie des Boleros und freuen Sie sich gleichzeitig auf Neues! Denn der Ballettdirektor gewährt u. a. einen exklusiven Einblick in seine noch streng geheime Kreation, die Uraufführung Lachen und Weinen, in der auch unser Pianist André Parfenov live auftreten und Stücke von Frédéric Chopin und Franz Schubert spielen wird.
 
Die Moderation des Abends ist selbstverständlich Chefsache: So führt Generalintendant Michael Grosse in bewährter Weise durch die Gala und gibt dabei so mancherlei Wissenswertes aus dem Alltag unseres Ballettensembles preis.
 
Choreografie: Robert North,  Moderation: Michael Gosse
 
Mit dem Ballettensemble des Theaters Krefeld und Mönchengladbach
 
 
 
 
 
Pressemeldung Theater Krefeld und Mönchengladbach 

Mönchengladbach, Theater Krefeld Mönchengladbach, Premiere Stiffelio – Ehebruch im Pfarrhaus, IOCO Kritik, 06.10.2013

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Theater Krefeld Mönchengladbach

Theather Krefeld-Mönchengladbach (Krefeld) © Matthias Stutte

Theather Krefeld-Mönchengladbach (Krefeld) © Matthias Stutte

Giuseppe Verdi   Stiffelio  – Ehebruch im Pfarrhaus

Besuchte Vorstellung 06.10.2013 (B-Premiere); Weitere Vorstellungen: 1.11.2013; 10.12.2013; 17.12.2013; 19.12.2013; 29.01.2014; 13.02.2014; 15.02.2014; 21.02.2014

Der 200. Geburtstag des Jubilars Giuseppe Verdi (10.10.1813) nähert sich und die Bühnen weltweit begehen dieses Jubiläum  mit Aufführungen seiner Werke. Nicht nur seine bekannten Opern geraten in diesem Jahr weltweit zu

Theater Krefeld Mönchengladbach / Stiffelio © Matthias Stutte

Theater Krefeld Mönchengladbach / Stiffelio © Matthias Stutte

Aufführungen. Auch die weniger bekannten kommen anlässlich dieses Jubiläums auf die Bühnen, so wie im aktuellen Falle hier bei den Vereinigten Bühnen Krefeld/Mönchengladbach, mit der 1850 in Triest uraufgeführten Oper  Stiffelio.

Dass dieses Werk mit seiner opulenten Melodik, den effektvollen Gesangsnummern, sowie den schon enormen Hinweisen auf die späteren Erfolgsopern Verdis, die seinen Ruhm ausmachten, selten aufgeführt wird, hat seinen Grund. Selbst Tonaufnahmen sind an einer Hand abzuzählen. Das verquaste Libretto, das auch von der Zensur arg verstümmelt wurde, verschreckt doch ziemlich.

Lina, die Tochter des Grafen Stankar ist mit Stiffelio, dem Prediger und Haupt einer protestantischen Sekte verheiratet. Während einer Missionsreise des Gatten kommt es zu einer Beziehung zwischen Lina und dem Grafen Raffaele.

Theater Krefeld Mönchengladbach / Stiffelio © Matthias Stutte

Theater Krefeld Mönchengladbach / Stiffelio © Matthias Stutte

Was nun nach Stiffelios Rückkehr folgt, ist abzusehen. Verrat, Misstrauen, Schuldzuweisungen, Intrigen, Frömmeleien sind an der Tagesordnung und werden mit Inbrunst zu feinsten Melodien ausgetragen. Alles gipfelt in einem    Mord (Linas Vater ermordet den Liebhaber) und endet mit einem Bittgottesdienst, in dem Vater und Tochter um Vergebung angehen. Die Bibelworte “wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein“, die Stiffelio in seine Predigt einbezog, werden für ihn Richtung weisend sein.

Die Regisseurin Helen Malkkowsky verstand es recht gut, diesen Skandal, der er sicherlich war im Jahr der Uraufführung, mit allen seinen Zutaten gut unter einen Hut zu bringen. Sie sieht Lina als Opfer der bigotten, scheinmoralischen Umwelt und geistigen Beengtheit. Diese Enge spiegelt sich auch in der tristen Einheitsbühne von Hartmut Schörghofer wieder, sowie in den schlichten, in dunklen Farben vorherrschenden Kostümen von Susanne Hubrich.

Theater Krefeld Mönchengladbach / Stiffelio © Matthias Stutte

Theater Krefeld Mönchengladbach / Stiffelio © Matthias Stutte

Kompliment dem Theater Krefeld/Mönchengladbach, das in der Lage ist, mit nur wenig Gästen, diese Produktion zu stemmen und dies auch noch in Doppelbesetzung.

In prächtiger stimmlicher Verfassung zeigte sich Kairschan Scholdybajew in  der Rolle des Stiffelio. Die Partie liegt hoch und der Tenor schaffte souverän alle anfallenden Schwierigkeiten. Zudem spielte er auch sehr glaubwürdig.

Lina, Stiffelios Frau, war in dieser B-Premiere Janet Bartolova. Sie ist seit Jahren eine Stütze des Ensembles. Auch in dieser Rolle zeigte sie dramatischen Furor und eine angenehme Stimme, wenngleich die Extremhöhe gelegentlich scharf und schneidend wurde.

Theater Krefeld Mönchengladbach / Stiffelio © Matthias Stutte

Theater Krefeld Mönchengladbach / Stiffelio © Matthias Stutte

Michael Simon gestaltete sympathisch den Raffaele und sang die Rolle mit feiner, farblich angenehmer Tenorstimme. Hayk Déinyan sang nur mit halber Stimmkraft den Gemeindevorsteher. Eine Infektion beeinträchtigte ihn. Da diese Partie nur mit ihm besetzt ist, war es schwierig, bei diesem selten gespielten Werk Ersatz zu bekommen. Er hatte sich bereit erklärt trotzdem zu singen und ließ um Nachsicht bitten. So rettete er die Vorstellung. Zwei kleinere Rollen waren mit Eva Maria Günschmann (Dorotea) und Jerzy Gurzynsky (Federico) tadellos besetzt.

Theater Krefeld Mönchengladbach / Stiffelio © Matthias Stutte

Theater Krefeld Mönchengladbach / Stiffelio © Matthias Stutte

Die mit Abstand beste Leistung an diesem Abend, gesanglich, wie auch darstellerisch, kam von Johannes Schwärsky. Er traf absolut genau den Charakter des alten Soldaten Stankar (Linas Vater) und seine Vorstellung von Ehre. Sein Bass hatte eine profunde Fülle in allen Registern, klang sonor und sehr textverständlich.

Ganz fabelhaft war der Chor der Bühnen Krefeld/Mönchengladbach, der in dieser Oper zwar nicht viel zu singen hat, aber darstellerisch sehr gefragt ist.

Starke Impulse gingen vom Pult aus. GMD Mihkel Kütson sorgte für spannungsvolles Musizieren, nicht nur bedingt durch die straffen Tempi. Verdis Klangpalette wurde von Kütson mit viel Gespür für Italianatá aufgefächert. Zudem war sein Kontakt zu den Sängern höchst aufmerksam. Herzlicher Beifall, das Publikum (der Besuch war rege) zeigte sich angetan.

IOCO / UGK  /  06.10.2013

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