Mannheim, Nationaltheater Mannheim, Un ballo in maschera -Sondra Radvanovsky – Riccardo Massi, 15.07.2017

Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim © Hans Jörg Michel

Nationaltheater Mannheim © Hans Jörg Michel

Un ballo in maschera von Giuseppe Verdi

Festlicher Opernabend – 15. Juli um 19.30 Uhr

Beim Festlichen Opernabend mit Verdis Un ballo in maschera (Ein Maskenball) übernehmen am 15. Juli 2017 die Stargäste Sondra Radvanovsky und Riccardo Massi die Partien der Amelia und des Gustavo. In weiteren Rollen sind aus dem Ensemble des NTM unter anderen Julia Faylenbogen, Nikola Hillebrand, Jorge Lagunes, Bartosz Urbanowicz und John in Eichen zu erleben sowie aus dem Opernstudio Ilya Lapich und Pascal HeringtonBenjamin Reiners, stellvertretender Generalmusikdirektor und 1. Kapellmeister am NTM, dirigiert das Nationaltheater-Orchester.

Die Wiederaufnahme der Inszenierung von Werner Schroeter findet bereits am Donnerstag, 6. Juli um 19.30 Uhr statt – mit Miriam Clark aus dem Ensemble als Amelia und dem Gast Rafael Rojas als Gustavo.

Weitere Aufführungstermine sind der 8., 18., 23. und 27. Juli sowie zu Beginn der nächsten Spielzeit der 20. September, es folgen Aufführungen im Oktober und November.


Sondra Radvanovsky

Nationaltheater Mannheim / Maskenball - Sondra Radvanovsky © Andrew Eccles

Nationaltheater Mannheim / Maskenball – Sondra Radvanovsky © Andrew Eccles

Sondra Radvanovsky wird als Sopranistin für ihre musikalische und darstellerische Intensität weltweit gefeiert. Als Verdi-Sopranistin berühmt und verehrt, hat Radvanovsky gleichwohl ihr Repertoire um Belcanto-Rollen wie Norma und Donizettis drei Tudor-Königinnen Anna Bolena, Maria Stuarda sowie Königin Elisabeth in Roberto Devereux erweitert, die sie alle an der Metropolitan Opera in New York sang.

In dieser Saison verfolgte Radvanovsky weiter ihren Anspruch, »die Norma ihrer Generation« zu sein, wie Kritiker urteilten. Sie singt diese Rolle an der Canadian Company in Toronto, an der Lyric Opera in Chicago und auch an der Met in der Saison 2017/18. Außerdem gibt sie die Tosca an der Los Angeles Opera, Amelia in Un ballo in maschera am Opernhaus Zürich und debütiert in der Rolle der Amelia Grimaldi in Simon Boccanegra an der Opéra de Monte-Carlo sowie am Théâtre des Champs-Élysées.

Radvanovsky ist bereits in allen großen Opernhäusern der Welt aufgetreten, darunter das Royal Opera House in Covent Garden, London, wo sie in dieser Saison Manon Lescaut singt, sowie die Pariser Oper und das Teatro alla Scala in Mailand. Ihre künstlerische Heimat ist die Metropolitan Oper, wo sie ihre Ausbildung in den späten 1990er-Jahren begann.


Riccardo Massi

Nationaltheater Mannheim / Maskenball - Riccardo Mass © Benjamin Ealovega

Nationaltheater Mannheim / Maskenball – Riccardo Mass ©
Benjamin Ealovega

Riccardo Massi hat sich vor allem in Verdi- und Puccini-Partien in wenigen Jahren an den wichtigsten Bühnen der Welt wie etwa der Metropolitan Opera New York, dem Royal Opera House London, dem Opernhaus Zürich sowie der Staatsoper und der Deutschen Oper Berlin etabliert.

In der Spielzeit 2016/2017 gab der Italiener sein Rollendebüt als Des Grieux in einer Neuproduktion von Manon Lescaut am Bolschoi-Theater in Moskau und sang dieselbe Partie an der Berliner Staatsoper. Außerdem kehrte er als Radamès in Aida an die Metropolitan Opera New York zurück, gab als Pinkerton in Madama Butterfly sein Hausdebüt am New National Theatre in Tokyo und trat als Calaf in Turandot an der Oper Köln, Don José in Carmen in der Jhihde Hall in Taiwan sowie als Manrico in Il trovatore beim Budapest Summer Festival auf.

Weitere Höhepunkte in der Karriere des Sängers umfassen Debüts am Royal Opera House London als Cavaradossi in Tosca unter der musikalischen Leitung von Plácido Domingo, an der Metropolitan Opera als Radamès, an der Berliner und Münchner Staatsoper als Cavaradossi, am Zürcher Opernhaus als Calaf, an der Canadian Opera Company Toronto als Manrico in Il trovatore, an der Deutschen Oper Berlin als Don José in Carmen und an der Oper von Sydney als Don Alvaro in La forza del destino.

Außerdem war der Sänger in den letzten Jahren in der Titelpartie von Andrea Chénier und als Calaf an der Königlichen Oper von Stockholm, als Calaf bei den Bregenzer Festspielen und in Sydney, Gustavo in Un ballo in maschera am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel, Rodolfo in Luisa Miller an der Oper von Melbourne, Cavaradossi an der Semperoper Dresden und der Oper von Sydney, Pollione in Norma in den Caracalla-Thermen in Rom, Pinkerton in Madama Butterfly an der Norwegischen Oper Oslo, Radamès in Houston und Turin sowie als Enzo Grimaldo in La Gioconda am Concertgebouw in Amsterdam zu erleben.

Riccardo Massi studierte mit David Holst, der ihn auch heute noch stimmlich betreut. Er war Mitglied der Akademie der Mailänder Scala, bevor er im Jahr 2009 unter der musikalischen Leitung von Daniel Oren sein Operndebüt als Radamès in Salerno gab.

Vor seiner Karriere als Opernsänger war der Künstler als Spezialist im Umgang mit mittelalterlichen Waffen und als Stuntman tätig und ist in Filmen und Serien wie Martin Scorseses Gangs of New York an der Seite von Leonardo DiCaprio, Empire und Rome zu sehen.

Pressemeldung Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim – Karten Hier:
Karten Kaufen

Mannheim, Nationaltheater Mannheim, Premiere Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny, 01.07.2017

Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim © Hans Jörg Michel

Nationaltheater Mannheim © Hans Jörg Michel

Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny 

Premiere 1. Juli 2017, Weitere Vorstellungen am 5., 14., 19. und 26. Juli 2017sowie  ab 17. September

Markus Dietz inszeniert an der Oper des NTM Kurt Weills und Bert Brechts Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny und lotet dabei die Grenze zwischen Show und Tragödie aus. Am Samstag, 1. Juli feiert seine Inszenierung Premiere, die Bühne gestaltet Ines Nadler, die Kostüme Henrike Bromber.

Es singen und spielen Thomas Berau, Vera-Lotte Böcker, Christopher Diffey, Uwe Eikötter, Will Hartmann, Thomas Jesatko, Philipp Alexander Mehr, Heike Wessels und Raphael Wittmer sowie Anne Diemer als Gast Benjamin Reiners,1. Kapellmeister und Stellvertreter des Generalmusikdirektors, dirigiert.

Vor der Premiere wird am 1. Juli um 17.30 Uhr im Oberen Foyer die Ausstellung der Regiekonzepte eröffnet, die in die Finalrunde für den Regiewettbewerb zu Don Giovanni gekommen sind, und der Sieger-Entwurf verkündet. Er wird im Rahmen des Mannheimer Sommers 2018 umgesetzt.

»Show us the way to the next whiskey bar« ist einer der eher ungewöhnlicheren Arientexte der Operngeschichte. Denn für Weill und Brecht war die Oper ein »Kampfmittel der Dialektik«. Bei ihrem Versuch, menschliche Glückssuche unter den Bedingungen des Hochkapitalismus zu analysieren, krachen die Balken im Opernhaus: Songs treffen auf Bach-Persiflagen, Arien auf Märsche, Filmmusik auf Tanznummern. Selten ist im Genre so lustvoll experimentiert worden. Und natürlich war die Uraufführung 1930 in Leipzig ein Skandal. Aber die Geschichte um sechs Baumfäller, die in Mahagonny ihr Erspartes für Alkohol, Glücksspiel und leichte Mädchen ausgeben wollen, fand rasch ihr Publikum. Man erkannte sich wieder in dem Portrait einer Gesellschaft, die nach dem Gesetz des absoluten »Du darfst« leben will und dabei scheitert.

Für Regisseur Markus Dietz ist Mahagonny ein Werk, das präzise gelesen werden muss, um die Balance zwischen Show und Tragödie zu wahren. Denn nirgendwo ist man der widersprüchlichen Gestalt Brechts näher als bei der Auseinandersetzung mit dem Anti-Moralismus dieser Oper.

BESETZUNG
Musikalische Leitung: Benjamin Reiners, Inszenierung: Markus Dietz, Bühne: Ines Nadler, Kostüme: Henrike Bromber,, Licht: Christian Wurmbach,
Dramaturgie: Jan Dvorák, Choreografische Mitarbeit: Lillian Stillwell, Chor: Dani Juris

Leokadja Begbick: Heike Wessels, Fatty: Raphael Wittmer, Dreieinigkeitsmoses: Thomas Jesatko, Jenny: Vera-Lotte Böcker, Jim Mahoney: Will Hartmann, Jack O’Brien: Uwe Eikötter, Bill: Thomas Berau, Joe, Alaskawolfjoe: Philipp Alexander Mehr, Toby Higgins: Christopher Diffey, Conférencière: Anne Diemer (Gast) PMNthMa

Nationaltheater Mannheim – Karten Hier:
Karten Kaufen

Mannheim, Nationaltheater Mannheim, Premiere GENOVEVA, 29.04.2017

Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim © Hans Jörg Michel

Nationaltheater Mannheim © Hans Jörg Michel

 GENOVEVA – Robert Schumann und Robert Reinick

Premiere Samstag, 29. April, 19.00 Uhr, weitere Vorstellungen 2.5.2017, 10.5.2017, 18.5.2017, 1.6.2017, 11.6.2017, 30.6.2017

Pfalzgraf Siegfried zieht in den Krieg gegen die Feinde seines Glaubens. Mit den Worten »Du bist ein deutsches Weib, so klage nicht« lässt er seine junge Frau Genoveva in der Obhut Golos zurück. Nicht nur uns mag dieser Abschied merkwürdig anmuten. Auch Golo ist irritiert. Ob das Liebe ist? Er jedenfalls liebt Genoveva, und das bis zum Wahnsinn.

Nationaltheater Mannheim /  Yona Kim © Hans Jörg Michel

Nationaltheater Mannheim / Yona Kim © Hans Jörg Michel

Robert Schumann ist heute vor allem als Meister von Lied und Klaviermusik bekannt. Zeitlebens jedoch rang er um die große Form, insbesondere die Oper wurde ihm zum »morgend- und abendlichen Künstlergebet«. Die Begegnung mit Friedrich Hebbels Genoveva-Drama gab schließlich den entscheidenden Anstoß. Nicht um die »alte, sentimentale« Geschichte des Volksbuchs sollte es gehen, sondern um das Ausloten der Abgründe menschlicher Psyche mit den Mitteln der Musik. Denn als sich Genoveva Golos Annäherungsversuchen entzieht, ihn gar als Bastard beschimpft, schlägt seine Zuneigung um in zerstörerischen Hass.

Regisseurin Yona Kim und Ausstatter Herbert Murauer haben eine Welt entworfen, die die Doppelbödigkeit und Zwiespältigkeit des romantischen Weltempfindens zum Prinzip macht: ungezügelter Trieb steht dem Ideal romantischer Liebe gegenüber, Vorstellung und Wirklichkeit verschwimmen. Und wenn Siegfried am Ende zurückkehrt, ist nichts mehr wie zuvor.

Musikalische Leitung Alexander Soddy, Inszenierung Yona Kim, Bühne, Kostüme, Herbert Murauer, Licht Reinhard Traub (Gast), Dramaturgie Albrecht Puhlmann / Cordula Demattio, Chor Dani Juris

Hidulfus: Bartosz Urbanowicz, Siegfried: Evez Abdulla, Genoveva: Astrid Kessler, Golo: Andreas Hermann, Margaretha: Maria Markina, Drago: Thomas Berau, Balthasar: Valentin Anikin, Caspar: Philipp Alexander; PMNThMa

Premiere Genoveva: Samstag, 29. April, 19.00 Uhr, weitere Vorstellungen 2.5.2017, 10.5.2017, 18.5.2017, 1.6.2017, 11.6.2017, 30.6.2017

Nationaltheater Mannheim – Karten Hier:
Karten Kaufen

Mannheim, Nationaltheater Mannheim, Premiere Il ritorno d’Ulisse in patria, 04.03.2017

Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim © Hans Jörg Michel

Nationaltheater Mannheim © Hans Jörg Michel

  Il ritorno d’Ulisse in patria von Claudio Monteverdi

Die Heimkehr des Odysseus:  Start  Monteverdi-Zykluss 

Premiere des neu inszenierten Kriegsheimkehrer-Dramas ist Samstag, 4. März 19 Uhr   – und zugleich der Beginn des Monteverdi-Zyklus’ der Oper des NTM, der sich über die kommenden Spielzeiten erstreckt. Weitere Vorstellungen am 7., 9., 22. und 24. März sowie am 1., 3., 20. und 22. April 2017.

Claudio Monteverdi Grabplatte  © IOCO

Claudio Monteverdi Grabplatte © IOCO

Ein Weltenrund, bewegt von den Göttern, ist das Zentrum von Claudio Monteverdis Il ritorno d’Ulisse in patria/ Die Heimkehr des Odysseus in der Regie von Markus Bothe, mit einem spektakulären Bühnenbild von Robert Schweer und den Kostümen von Justina Klimczyk. Nach langem Stillstand während der Wartezeit Penelopes auf ihren Mann Ulisse setzt es sich nach dessen Heimkehr wieder in Bewegung und bringt Sänger und Musiker in immer neue Konstellationen zueinander.

Vom Cembalo aus dirigiert der Barockspezialist Jörg Halubek, Preisträger des französischen Schallplattenpreises Diapason d’Or, das Gastorchester il Gusto Barocco, das auf historischen Instrumenten musiziert. Als Ulisse ist Nikola Diskic  zu erleben, Penelope ist Marie-Belle Sandis, Telemaco ist David Lee, Melanto und Amor ist Eunju Kwon, Eurimaco ist Raphael Wittmer, Iro ist Uwe Eikötter, Minerva und Fortuna gibt Ludovica Bello, Eumete ist Christopher Diffey, die Phäaken sind Valentin Anikin, Pascal Herington (Opernstudio) und Ilya Lapich (Opernstudio), Tempo und Nettuno ist Bartosz Urbanowicz und Giove gibt Christoph Wittmann (Gast). PMNThMa

Die Heimkehr des Odysseus:  Premiere Samstag, 4. März 19 Uhr, Weitere Vorstellungen am 7., 9., 22. und 24. März sowie am 1., 3., 20. und 22. April 2017.

Nationaltheater Mannheim – Karten Hier:
Karten Kaufen

Nächste Seite »