Mainz, Staatstheater Mainz, Premiere LA CLEMENZA DI TITO – 27.01.2018, IOCO Aktuell

Januar 11, 2018  
Veröffentlicht unter Oper, Premieren, Pressemeldung, Staatstheater Mainz

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Staatstheater Mainz

Staatstheater Mainz © Andreas Etter

Staatstheater Mainz © Andreas Etter

LA CLEMENZA DI TITO von Wolfgang Amadeus Mozart

Premiere am 27. Januar um 19.30 Uhr, weitere Spieltermine: 18., 20., 25.2. sowie 25.3., 4., 16. und 21.4.2018

Wie handelt ein idealer Herrscher unter extremen Bedingungen? Wie verhält er sich, wenn seine engsten Vertrauten ihn verraten? Der römische Kaiser Tito ist solch ein idealer Herrscher. Zugunsten des Staates entsagt er seiner Liebe zu der Ausländerin Berenice, zugunsten eines Freundes verzichtet er auf die Verbindung zu Servilia. Seine dritte Wahl Vitellia stellt sich schließlich als eifersüchtige Verräterin heraus, die seinen engsten Freund Sesto dazu anstiftet, ihn zu ermorden. Dem Brandanschlag auf den Palast lebend entkommen, begnadigt Tito die beiden Reumütigen.

Mit seiner letzten, kurz vor seinem Tod 1791 uraufgeführten Oper La clemenza di Tito hat Mozart ein Lehrstück über Milde und Verzeihen geschrieben. Während das Ancien Régime noch Vergeltung gefordert hätte, unterbricht Mozarts Tito den Teufelskreis aus Gewalt und Gegengewalt durch seine Gnade. Inhaltlich wie musikalisch nutzt Mozart die vorgegebene Seria-Form für musikdramatische Neuerungen im Sinne seiner aufklärerisch-humanistischen Ideale.

Musikalische Leitung: Samuel Hogarth, Inszenierung: Katrin Sedlbauer, Bühne: Stefan Heyne, Kostüme: Kirsten Dephoff, Chor: Sebastian Hernandez-Laverny, Dramaturgie: Ina Karr

Mit: Tito Vespasiano: Steven Ebel, Vitellia: Nadja Stefanoff, Servilia: Alexandra Samouilidou, Sesto: Geneviève King, Annio: Vero Miller / Maren Schwier (Junges Ensemble), Publio: Stephan Bootz, Chor des Staatstheater Mainz, Philharmonisches Staatsorchester Mainz

Premiere am 27. Januar um 19.30 Uhr, weitere Spieltermine: 18., 20., 25.2. sowie 25.3., 4., 16. und 21.4.2018

 

Mainz, Staatstheater Mainz, Norma von Vincenco Bellini, 05.01.2018

Januar 4, 2018  
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Staatstheater Mainz © Andreas Etter

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 Norma von Vincenco Bellini

Wiederaufnahme am 5. Januar, Weitere Vorstellungen am 16.1.;  4.3.; 31.3.2018

Nach der Premiere 1831 an der Mailänder Scala trat Vincenzo Bellinis Norma einen wahren Siegeszug durch die italienischen und auch anderen europäischen Opernhäuser an. Große Sängerinnen des 19. Jahrhunderts, darunter Maria Malibran und Jenny Lind, nahmen sich der Titelpartie an. Die Priesterin der Gallier, Orakel und Seherin, wurde zur Paraderolle für Belcanto- Sängerinnen: Äußere Konflikte werden sensibel-fein musikalisch nachvollzogen – mit Koloraturen und der sowohl von Wagner wie auch von Verdi gepriesenen „melodie lunghe, lunghe, lunghe“, dem nicht enden-wollenden melodischen Einfallsreichtum des Komponisten.

Grabstätte von Vincenco Bellini in Paris © IOCO

Grabstätte von Vincenco Bellini in Paris © IOCO

So wird Norma auch heute noch als leuchtendes Beispiel der Belcanto-Opern angesehen: Die Titelfigur zerbricht an dem Konflikt von privater Passion und öffentlicher Pflicht. Die gallische Priesterin ruft nämlich nicht zum Krieg gegen die römischen Besatzer, weil sie den Feind liebt – zwei Kinder hat sie mit dem römischen Prokonsul Pollione. Als dieser sich aber in die Novizin Adalgisa verliebt, muss Norma sich entscheiden – soll sie für ihre Liebe kämpfen oder den Wünschen ihres Volkes folgen?

Regisseurin Elisabeth Stöppler zeichnet in starken Bildern den Leidensweg Normas nach. Nadja Stefanoff als Norma und Marie-Christine Haase als Adalgisa beglaubigen dabei die berührenden Schicksale der Figuren – eine „glanzvolle Besetzung“, befand die Frankfurter Rundschau nach der Premiere.

Ästhetisch spielt die Inszenierung unter anderem mit der Bildwelt der Performancekünstlerin Marina Abramovic, die in ihren frühen, den Körper radikal ausstellenden, und ihren späten von extremer Konzentriertheit geprägten Arbeiten eine Art proto-religiöses Vorbild bildet. Norma, die Heilige, die Leidende, die Sich-Opfernde, steht im Zentrum des Abends.

NORMA von Vincenzo Bellini,  Wiederaufnahme am 5. Januar im Großen Haus Weitere Vorstellungen am 16.1. sowie am 4. und 31.3.2018. PMStthMz

 

 

Mainz, Staatstheater Mainz, Premiere COMEDIAN HARMONISTS, 25.11.2017

November 20, 2017  
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Staatstheater Mainz © Andreas Etter

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COMEDIAN HARMONISTS
Liederabend von Gottfried Greiffenhagen und Franz Wittenbrink

Premiere 25. November 19.30 Uhr, weitere Termine: 8., 10., 17., 26.12.2017, 8.1., 31.1., 4.2., 24.2., 10.3.2018

Alles beginnt mit einer Anzeige: „Schönklingende Stimmen für einzig dastehendes Ensemble gesucht.“ Und sie sind einzigartig, die Comedian Harmonists, die sich auf die Anzeige hin zusammenfinden. In monatelanger

Probenarbeit entwickeln sie einen für Europa völlig neuen Gesangsstil und schließen 1928 ihren ersten Vertrag mit dem Berliner Revuekönig Eric Charell ab. Kleinere Auftritte folgen und schließlich der große Durchbruch. Als erste Unterhaltungskünstler treten die Comedian Harmonists in der Berliner Philharmonie auf. Die folgenden Jahre werden zu einer sensationellen Erfolgsgeschichte mit umjubelten Auftritten und gefeierten Plattenaufnahmen. Doch als die Nationalsozialisten an die Macht kommen, gerät die Existenz der Gruppe in Gefahr, denn drei ihrer Mitgliedersind Juden.

Der Abend von Gottfried Greiffenhagen und Franz Wittenbrink zeichnet die Geschichte des legendären Vokalensembles von seiner Gründung bis zur erzwungenen Auflösung nach. Dabei dürfen auch ihre unvergesslichen Lieder wie „Mein kleiner grüner Kaktus“ oder „Ein Freund, ein guter Freund“ nicht fehlen. In der Inszenierung von K.D. Schmidt sind sechs Mitglieder des Opernensembles als Comedian Harmonists zu erleben.

Musikalische Leitung: Paul-Johannes Kirschner, Inszenierung: K.D. Schmidt, Bühne: Thomas Drescher, Kostüme: Maren Geers, Dramaturgie: Anselm Dalferth

Mit: Alin Deleanu, Steven Ebel, Johannes Mayer, Peter Felix Bauer, Stephan Bootz, Paul-Johannes Kirschner, Johannes Schmidt

Weitere Spieltermine: 8., 10., 17. und 26.12., 8. und 31.1., 4. und 24.2. sowie 10.3.

Pressemeldung Staatstheater Mainz

Mainz, Staatstheater Mainz, Premiere LA CAGE AUX FOLLES, 14.10.2017

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Staatstheater Mainz

Staatstheater Mainz © Andreas Etter

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LA CAGE AUX FOLLES
Musical von Jerry Herman (1983)

Premiere am 14. Oktober um 19.30 Uhr im Großen Haus

Georges und Albin sind seit 20 Jahren privat und beruflich liiert: Als verführerische Zaza ist Albin der Star in Georges Nachtclub La Cage aux Folles – hinter den Kulissen aber treibt er seine Kolleg*innen sowie seinen Chef und Lebenspartner mit Divenallüren in den Wahnsinn. Das extravagante Leben wird bald auf den Kopf gestellt, als sich Jean-Michel, Georges‘ Sohn aus einer früheren Beziehung mit seiner Verlobten Anne ankündigt. Er will den Segen des Vaters und die Schwiegereltern wollen seine Familie kennen lernen. Nun ist aber Annes Vater ein erzkonservativer Politiker, dem Georges’ Lebensstil wohl kaum gefallen dürfte. Das riecht nach Schwierigkeiten, doch schließlich rettet Albin als Bilderbuchmutter den Abend.

Schon das Theaterstück von Jean Poiret wurde 1973 zum großen Boulevarderfolg, zehn Jahre später machte Jerry Herman, Autor von Hello, Dolly!, daraus einen Broadwayhit. Mit Songs wie „I am what I am“ wird die tempo- und tanzreiche Musicalkomödie zu einem Plädoyer für ein Leben frei von einengenden Konventionen, für Vielfalt und Toleranz. Sie stellt ein perfekt funktionierendes unkonventionelles Beziehungs- und Familienmodell vor, das aktuelle politische Debatten um gleichgeschlechtliche Paare und Regenbogenfamilien berührt.

Mit Ensemblemitgliedern aus Oper und Schauspiel sowie Musicaldarstellern hat der Regisseur und Choreograf Christopher Tölle eine moderne Umsetzung von La Cage aux Folles erarbeitet. Die aufwändigen Kostüme und Choreografien atmen den Glanz und Glamour der heutigen Drag-Szene, die sich zu einer weltweit gefeierten Popkultur entwickelt hat.

Musikalische Leitung: Paul-Johannes Kirschner
Inszenierung und Choreografie: Christopher Tölle
Bühne: Lena Brexendorff
Kostüme: Heike Seidler
Dramaturgie: Elena Garcia Fernandez

Georges: Stephan Bootz
Albin / Zaza: Alin Deleanu
Jacob: Fausto Israel
Jean-Michel: Johannes Mayer
Anne: Alexandra Samouilidou
Edouard Dindon: Armin Dillenberger
Marie Dindon: Ellen Kärcher
Jaqueline: Dorin Rahardja / Maren Schwier (Junges Ensemble)
Chantal: Ivica Novakovic
Hanna: Patrick Stauf
Phädra: Jean Baldoz
Carmen: Ben Tyas
Odette: Andrea Viggiano
Loulu: Kai Braithwaite
Dernah: Léonard Schindler
Cloclo: László Nagy
Philhamonische Staatsorchester Mainz

 

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