Magdeburg, Theater Magdeburg, Premiere Die Gärtnerin aus Liebe, 06.05.2017

April 5, 2017  
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Theater Magdeburg

Theater Magdeburg © Theater Magdeburg / Hans Ludwig Boehme

Theater Magdeburg © Theater Magdeburg / Hans Ludwig Boehme

 Die Gärtnerin aus Liebe von W.A. Mozart

„Leidenschaft, die Leiden schafft“

Premiere 6.5.2017, weitere Vorstellungen 20.5.2017, 25.5.2017, 2.6.2017

Am Samstag, dem 06. 05. 2017, 19.30 Uhr, feiert Wolfgang Amadeus Mozarts Liebesspiel Die Gärtnerin aus Liebe in der Regie von Tobias Heyder im Theater Magdeburg Premiere und wird vorerst nur in dieser Spielzeit im Opernhaus gezeigt.

Die Gärtnerin aus Liebe – im Original La finta giardiniera – stammt aus der Feder des 18-jährigen Wolfgang Amadeus Mozart und wurde nach seiner Uraufführung 1775 zu einem großen Erfolg. Die Oper, die bereits mit Anklängen an Die Hochzeit des Figaro auf diese und die weiteren Meisterwerke verweist, ist keinesfalls ein naives Frühwerk des österreichischen Komponisten, sondern vielmehr eine ideal- und zeittypische Opera buffa mit klarer und individueller Figurenzeichnung. Gekonnt balanciert Mozart zwischen Komik und Tragik, lotet die Möglichkeiten der Buffa-Form weit aus und reichert sie mit Elementen der Opera seria an: Wahnsinns-, Wut- und Verzweiflungsarien.

Ein Eifersuchtsanfall hatte den Grafen Belfiore gegen seine Geliebte Violante gewalttätig werden lassen. In der Annahme, Violante sei tot, suchte Belfiore das Weite. Nun treffen die beiden im Hause von Don Anchise wieder aufeinander: Belfiore ist im Begriff, Arminda, die Nichte des Hausherrn, zu ehelichen, und Violante hat sich unter falschem Namen als Gärtnerin anstellen lassen. Über ihre wahre Identität lässt sie auch Belfiore zunächst im Unklaren. Es ergibt sich eine verfahrene Liebeskonstellation, in der Don Anchise seiner Gärtnerin nachstellt, der traurige Ritter Ramiro nicht von seiner Jugendliebe Arminda lassen kann und Violantes Diener Roberto das Dienstmädchen Serpetta anhimmelt, die sich ihrerseits noch Hoffnungen auf Don Anchise macht. Erst als sich Violante und Belfiore – nach Wildnis- und Wahnsinnserfahrung – wieder für einander entscheiden, können auch die anderen Paare ihr Glück finden. Nur Don Anchise bleibt allein.

Im Zentrum dieses verwirrenden Liebesspiels stehen Violante und Belfiore, die nicht mit und auch nicht ohne einander können und in einer Leidenschaft gefangen sind, die sprichwörtlich Leiden schafft. Einen perfekten Innenraum für dieses Dickicht aus Gefühlen, Sehnsüchten und Täuschungen hat der Bühnenbildner Frank Schlößmann mit einem Labyrinth aus Räumen und Türen auf der Drehbühne entworfen. Er setzte zuletzt Damon von Georg Philipp Telemann in Magdeburg in Szene. Die passenden, bunten Kostüme, die die Individualität der einzelnen Personen noch einmal deutlich hervorheben, liefert Janine Werthmann. Der Hamburger Regisseur Tobias Heyder inszeniert zum ersten Mal in Magdeburg. Am Pult der Magdeburgischen Philharmonie steht Svetoslav Borisov. In der Partie des Ramiro – der Jugendliebe von Arminda – stellt sich die Mezzosopranistin Florentina Soare als neues Ensemblemitglied dem Magdeburger Publikum vor. Die Gärtnerin aus Liebe wird vorerst nur in dieser Spielzeit im Opernhaus gezeigt.PMThMD

Gärtnerin aus Liebe: Premiere 6.5.2017, weitere Vorstellungen 20.5.2017, 25.5.2017, 2.6.2017

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Magdeburg, Theater Magdeburg, Premiere Piratenballett Le Corsaire, 06.04.2017

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Theater Magdeburg

Theater Magdeburg © Theater Magdeburg / Hans Ludwig Boehme

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Bring mich an den Horizont!
Das Piratenballett »Le Corsaire« feiert in Magdeburg Premiere

Ballettdirektor Gonzalo Galguera präsentiert mit dem selten gespielten Ballettklassiker »Le Corsaire« ein großes klassisches Handlungsballett, das am Do. 06 04.2017, 19.30 Uhr im Opernhaus Premiere feiert.

Seit seiner Uraufführung 1856 an der Pariser Oper zählt »Le Corsaire« zu den eindrucksvollsten Handlungsballetten des 19. Jahrhunderts. Für die klassische Ballettkompanie in Magdeburg ist diese Kreation deshalb nicht nur etwas Besonderes, sondern zugleich eine tänzerische Leistungsschau.

Auf einem Sklavenmarkt verliebt sich der Korsar Konrad in Medora, die gerade in den Harem von Said Pascha verkauft werden soll. Gemeinsam mit seiner Piratentruppe entführt Konrad Medora und weitere Sklavinnen auf seine Pirateninsel. Dort kommt es jedoch zum Streit unter den Korsaren, weil Medora Konrad bittet, alle Sklavinnen freizulassen. Konrads Konkurrent Birbanto gelingt es, Medora zu überwältigen und an Said Pascha zu übergeben. Nun muss Konrad zu einer List greifen, um Medora endgültig zu gewinnen…

Die Anregung für dieses Piratenballett lieferte 1814 Lord Byron mit seiner Verserzählung »The Corsair«, die seinerzeit eine ganze Reihe von Seeräuberballetten und -opern auslöste. Auch wenn sich das Ballett »Le Corsaire« weitgehend von dieser literarischen Vorlage emanzipiert hat, zeigt sich doch darin die bis heute anhaltende Faszination für das abenteuerliche, freie und verwegene Piratenleben.

Mit der im klassischen Handlungsballett so typischen Klassifizierung der Hauptfiguren in Gut und Böse wird in »Le Corsaire« gebrochen. Der Reiz des Balletts liegt in der Zwiespältigkeit des Piratenlebens rund um die Piratengruppe Konrads an sich: auf der einen Seite freiheitlich-heldenhaft, auf der anderen Seite gesetz- und morallos. Auch gilt es nicht nur den Sklavenhändler Lankedem, der aus Geldgier dazu bereit ist, seine eigene Stieftochter, die schöne Medora, zu verkaufen, sondern sogar den Freund aus den eigenen Reihen, Birbanto, der mit Lankedem und Said Pascha gegen Konrad intrigiert, zu bezwingen.

Der an zahlreichen europäischen Häusern tätige Bühnenbildner Darko Petrovic bringt das Piratenschiff von Konrad direkt auf die Opernhausbühne. Die Kostüme entwirft Josef Jelínek, der am Theater Magdeburg bereits für das Ballett »Dornröschen« als Kostümbildner gearbeitet hat. Am Pult der Magdeburgischen Philharmonie steht der 1. Kapellmeister Svetoslav Borisov.

Pressemeldung Theater Magdeburg

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Magdeburg, Theater Magdeburg, Die Csárdásfürstin von Emmerich Kálmán, 11.03.2017

Februar 20, 2017  
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Theater Magdeburg © Theater Magdeburg / Hans Ludwig Boehme

Theater Magdeburg © Theater Magdeburg / Hans Ludwig Boehme

„Hurra, hurra, man lebt nur einmal!“

 Die Csárdásfürstin von Emmerich Kálmán

Premiere Samstag 11. 3. 2017 19.30 Uhr, weitere Vorstellungen 25.3.2017, 2.4.2017, 30.4.2017, 13.5.2017, 21.5.2017, 3.6.2017

Mit ihren eingängigen Musiknummern und auf Grund der musikalischen Erfindungskraft wurde Die Csárdásfürstin nach der Uraufführung 1915 zu einem großen Erfolg, der bis heute anhält. Die in Wien uraufgeführte Operette traf den Nerv der Zeit einer Gesellschaft, die sich im Übergang befand. Nicht nur in der österreichischen Hauptstadt, sondern in ganz Europa herrschte Weltuntergangsstimmung, die sich in Zeilen wie »Hurra, hurra, man lebt nur einmal« oder »Mag die ganze Welt versinken, hab‘ ich dich!« widerspiegelt. Auch die gesellschaftspolitischen Veränderungen, wie der Untergang der über Jahrhunderte andauernden Habsburgischen Monarchie, thematisiert der ungarische Komponist in seinem erfolgreichsten Werk:

Grabstätte Emmerich Kalman © IOCO

Grabstätte Emmerich Kalman © IOCO

Edwin, Spross eines späthabsburgischen Adelsgeschlechts, möchte die Varietésängerin Sylva Varescu zur Frau nehmen. Sein Vater allerdings hat ganz andere Pläne für den Sohn und längst eine standesgemäße Ehe mit der Cousine, der Komtesse Stasi, arrangiert. Nun ist es an Edwin, für welches Leben er sich entscheidet. Indes jedoch hat auch Stasi Geheimnisse, ebenso wie die selbstbewusste Sylva, die nicht tatenlos bleibt. So braucht es etliche Intrigen und Verstellungen, bis am Ende doch die richtigen Paare zueinanderfinden. Über die Handlung legt sich die Entstehungszeit mit dem nahenden Ersten Weltkrieg wie ein dunkler Schatten.
Die Partie der glamourösen Varieté-Ikone Sylva Varescu wird Raffaela Lintl übernehmen. Ehemals Mitglied des Internationalen Opernelitestudios des Theaters Lübeck und der Musikhochschule Lübeck, ist die Sopranistin seit der Spielzeit 2016/2017 Mitglied des Magdeburger Opernensembles.

Der Regisseur und Choreograf Otto Pichler konzentriert sich auf die Beziehung zwischen Vater und Sohn und inszeniert damit einen zeitlosen Konflikt. Den Österreicher verbindet als Choreograf eine langjährige Zusammenarbeit mit Barrie Kosky. Als Co-Regisseur inszenierte er zusammen mit Kosky West Side Story an der Komischen Oper in Berlin. Weiterhin machte er sich als Regisseur unter anderem mit Inszenierungen wie Hello, Dolly! in Linz und Jekyll & Hyde in Coburg auf sich aufmerksam. Am Theater Magdeburg erarbeitete er in der Spielzeit 2014/2015 die Choreografie zu La Bohème.

Am Pult der Magdeburgischen Philharmonie steht Ewa Strusinska. Die freischaffende Dirigentin hat sich bereits weltweit einen Namen gemacht und dirigierte unter anderem das Johannesburg Philharmonic Orchestra, das BBC National Orchestra of Wales, das Brandenburgische Staatsorchester, die Nationalphilharmonie Warschau und das Orchester der Beethoven-Akademie Krakau. Sie ist Preisträgerin des Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerbs der Bamberger Symphoniker.
Die Inszenierung entsteht als Koproduktion mit dem Theater Augsburg, wo Die Csárdásfürstin am 27. 2. 2016 Premiere feierte. Ab März ist die Inszenierung, neu besetzt und einstudiert mit dem Magdeburger Ensemble, im Opernhaus zu sehen. PMThMD

Premiere Samstag 11. 3. 2017 19.30 Uhr, weitere Vorstellungen 25.3.2017, 2.4.2017, 30.4.2017, 13.5.2017, 21.5.2017, 3.6.2017

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Magdeburg, Theater Magdeburg, Premiere Der fliegende Holländer von Richard Wagner, 21.01.2017

Dezember 6, 2016  
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Theater Magdeburg © Theater Magdeburg / Hans Ludwig Boehme

Theater Magdeburg © Theater Magdeburg / Hans Ludwig Boehme

Der fliegende Holländer  legt in Magdeburg an

In Sachsen-Anhalt hat Richard Wagners Oper Der fliegende Holländer unter dem Motto »Holländer hoch 3« Konjunktur – nun feiert die Oper in der Regie der renommierten und international bekannten Regisseurin Vera Nemirova am 21. Januar 2017, 19.30 Uhr im Magdeburger Opernhaus Premiere.

Der norwegische Kapitän Daland trifft mit seiner Mannschaft auf das Schiff eines geheimnisvollen Fremden. Dieser unermesslich reiche Seefahrer sucht nach langem Umherirren auf dem Meer eine Heimat und bietet Daland für die Hand von dessen Tochter Senta seine Reichtümer an. Daland willigt ein und stellt den Fremden Senta vor. Begeistert erkennt sie in ihm den verfluchten »fliegenden Holländer« einer alten Ballade, der nur durch die Treue einer Frau erlöst werden kann, und ist begierig ihn zu retten. Aber es fällt dem Holländer schwer, auf ihre Treue zu vertrauen…

Die Regisseurin Vera Nemirova befragt den Stoff auf seine Aktualität hin. Der Holländer wird interpretiert als Getriebener, als Heimat- und Rastloser. »Wir müssen unseren Heimat- und Toleranzbegriff näher befragen«, so die Regisseurin, denn Heimat muss kein konkreter Ort sein, sondern der Holländer findet Heimat bei einem Menschen wie Senta – einer Frau, die ihn erlösen kann. Bühnenbildner Tom Musch schafft einen Kompressionsraum, der an das Innere eines Schiffes erinnert und die beklemmende Seelenlandschaft der Hauptprotagonisten widerspiegelt sowie die gesellschaftliche Enge, die sie umgibt.

Vera Nemirova kehrt nach den Inszenierungen von Tschaikowskis Eugen Onegin, Verdis Nabucco und Mussorgskys Boris Godunow wieder nach Magdeburg zurück. Die ausgemachte Wagner-Expertin, die u.a. bereits die »Ring«-Tetralogie in Frankfurt am Main in Szene setzte, nimmt sich nun der frühen Oper Richard Wagners an, in der man die Gedanken und Emotionen, Setzungen musikalischer und inhaltlicher Art, die Wagner in späteren Werken ausgebreitet hat, in einem komprimierten Filtrat wiederfinden kann. Wagner konzentrierte die stürmische Handlung auf 2 ¼ Stunden. Vera Nemirova inszenierte bereits an nahezu allen großen deutschen Opernhäusern und machte sich darüber hinaus weltweit einen Namen.

Da Richard Wagner in Magdeburg als Kapellmeister tätig war, wird am Theater Magdeburg die Wagner-Tradition gepflegt. Aus diesem Grund werden hier im zweijährigen Zyklus die Werke des Komponisten aufgeführt. Nach Tristan und Isolde in der Spielzeit 2012/2013 und Lohengrin in der Spielzeit 2014/2015, steht in dieser Spielzeit Wagners frühe romantische Oper Der fliegende Holländer auf dem Spielplan.

Die Magdeburgische Philharmonie wird geleitet von GMD Kimbo Ishii. Für die Rolle der Senta konnte die gebürtige Schwedin Liine Carlsson gewonnen werden, die bereits auf Opernbühnen in ganz Europa stand. Der russische Bass-Bariton Vladimir Baykov, Ensemblemitglied der Staatsoper Hamburg, gibt sein Debüt in der Partie des ruhelosen Seefahrers. Er hat sich in den letzten Jahren international einen vielversprechenden Namen im dramatischen Fach gemacht. PMThMD

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