Ludwigsburger Schlossfestspiele
Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme.
Dieses Zitat von Thomas Morus reflektiert die neue Ausrichtung der Ludwigsburger Schlossfestspiele: Thomas Wördehoff und Uwe Schmitz-Gielsdorf haben zu ihrer ersten Saison Interpreten eingeladen, die einen neuen Blick auf Musik, Komponisten oder Literatur ermöglichen. Vom 3. Juni bis 31. Juli stehen in den Sparten Konzert, Kammermusik, Schauspiel, Tanz und Literatur über 70 Veranstaltungen auf dem Spielplan.
Die Ludwigsburger Schlossfestspiele legen 2010 einen besonderen Schwerpunkt auf neue Interpretationen und die unvoreingenommene Verbindung verschiedener Genres: die Musicbanda Franui nimmt sich mit dem Instrumentarium der Volksmusik Gustav Mahlers Lieder vor und Sven-Eric Bechtolf versteht William Shakespeares »Richard II.« als großen Monolog.
Zu den diesjährigen hochkarätigen Interpreten gehören außerdem die Sopranistinnen Christine Schäfer und Diana Damrau, die Mezzosopranistinnen Vesselina Kasarova und
Angelika Kirchschlager, der Bariton Bo Skovhus und der Harfenist Xavier de Maistre.
Tanztheater spielt wieder eine wichtige Rolle im Programm der Schlossfestspiele. Neben Sidi Larbi Cherkaouis Tanz-Trilogie »Babel [words]«, »Myth«, »Foi« wird Alain Platel mit seiner Hommage an Pina Bausch »Out of Context« bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen gastieren und darüber hinaus mit seiner Kompanie Les Ballets C de la B einen Workshop für junge Tänzer, Choreografen, Schauspieler und Akrobaten aus der Region durchführen.
Neu eingeführt werden verschiedene Reihen, die in den kommenden Jahren weiterentwickelt werden: Solitudine mit jeweils einem Soloinstrumentalisten, eine Literatur-Portraitserie mit großen Schauspielern wie Samuel Weis, Thomas Thieme, Elisabeth Trissenaar, Jens Harzer und Jutta Lampe sowie die Schloss-Solisten-Reihe, in der wir Musiker aus dem Orchester der Schlossfestspiele als Kammermusiker vorstellen.
Eine weitere Neuerung in diesem Jahr sind mehrere Auftragsarbeiten der Schlossfestspiele. Neben dem »Traum vom Sein« von Wolfgang Mitterer, der im Eröffnungskonzert uraufgeführt wird, sind das: »Koan« von Richard van Schoor (Uraufführung im Konzert des Schlossfestspiel-Ensembles unter Leitung von Michael Hofstetter am 4.7. in der Schlosskirche Ludwigsburg), das Projekt »Mahlerlieder« von Franui (Uraufführung am 10.6.) sowie »Caged Funk: John Cage Looped, Hijacked, Detourned and Scratch Mixed« von Marc Ribot (Uraufführung am 8.7.). Im Auftrag der Festspiele entstanden außerdem die Produktionen »Song Conversation I-III« mit den Jazzgrößen Joe Henry, Bill Frisell und Brad Mehldau sowie das Musiktheaterspiel um die Verwirrungen der Liebe »Notte d’amore« von Christina Pluhar in der Regie von Ursel und Karl-Ernst Herrmann.
Der Kartenvorverkauf hat am 1. März begonnen. Karten können telefonisch unter 07141. 93 96 36, schriftlich oder online unter www.schlossfestspiele.de bestellt werden. Der Freundeskreis der Ludwigsburger Schlossfestspiele e.V. subventioniert wieder ein Kontingent an ermäßigten Karten zum Preis von 10 € für Schüler, Auszubildende und Studenten. Diese Tickets können schriftlich bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen beantragt werden.












