Leipzig, Oper Leipzig, WAGNER – FESTTAGE, 28.06. – 02.07.2017

Juni 28, 2017  
Veröffentlicht unter Oper, Oper Leipzig, Pressemeldung

Oper Leipzig

 Oper Leipzig © Adreas Bikigt

Oper Leipzig © Adreas Bikigt

WAGNER-FESTTAGE  der Oper Leipzig
Ring des Nibelungen – Abschluss der Saison 2016/2017

Die diesjährigen Wagner-Festtage der Oper Leipzig stehen ganz im Zeichen der großen Mythen- Tetralogie des in Leipzig geborenen Komponisten. Richard Wagners Ring des Nibelungen von Mittwoch, 28. Juni bis Sonntag, 2. Juli, jeweils 17 Uhr ist zugleich der Abschluss der Saison 2016/2017 in der Oper Leipzig.

Oper Leipzig / Siegfried © Tom Schulze

Oper Leipzig / Siegfried © Tom Schulze

Die Sängerbesetzung für diesen Zyklus weist bekannte Namen des internationalen Opernparketts auf wie Irene Theorin (Brünnhilde in »Die Walküre« & »Siegfried«), Simone Schneider (Sieglinde), Christiane Libor (Brünnhilde in der »Götterdämmerung«), Thomas J. Mayer (Wotan in »Die Walküre«), Simon O´Neill (Siegmund), John Lundgren (Der Wanderer), Christian Franz (Siegfried) und Thomas Mohr (Siegfried in der »Götterdämmerung« und Loge im »Rheingold«).

Oper Leipzig / Rheingold © Tom Schulze

Oper Leipzig / Rheingold © Tom Schulze

Oper Leipzig / Rheingold - Tuomas Pursio als Wotan © Tom Schulze

Oper Leipzig / Rheingold – Tuomas Pursio als Wotan © Tom Schulze

Am Pult des Gewandhausorchesters steht für alle vier Teile Prof. Ulf Schirmer, Intendant und Generalmusikdirektor. Im Mittelpunkt stehen die Verstrickungen zwischen Menschen und Göttern, die von Liebe und Macht bestimmt werden. Alles dreht sich um den Besitz eines Ringes, der die Weltherrschaft verleiht und doch zu ihrem Zerfall führt.
Die Rückkehr der Tetralogie in den Spielplan der Wagner-Stadt Leipzig nach vierzig Jahren war eines der ersten Projekte Ulf Schirmers nach seiner Berufung zum Intendanten der Oper Leipzig und begann im Wagnerjahr 2013. Seit Mai 2016 hat Leipzig nun endlich wieder einen kompletten szenischen Ring im Repertoire. Die szenische Umsetzung lag in den Händen des Regieteams Rosamund Gilmore (Inszenierung), Carl Friedrich Oberle (Bühne) und Nicola Reichert (Kostüme).


Termine der Aufführungen – Das Rheingold Mittwoch, 28. Juni, 17 Uhr, Die Walküre Donnerstag, 29. Juni, 17 Uhr,  Siegfried Samstag, 1. Juli, 17 Uhr, Götterdämmerung Sonntag, 2. Juli, 17 Uhr, PMOL

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Leipzig, Oper Leipzig, Spielplan September 2017

Juni 27, 2017  
Veröffentlicht unter Oper Leipzig, Pressemeldung, Spielpläne

Oper Leipzig

 Oper Leipzig © Adreas Bikigt

Oper Leipzig © Adreas Bikigt

Spielplan der Oper Leipzig Spielzeit 2017/18
September 2017

02 SA
19:00 Spielzeiteröffnungs-Gala Kann denn MuKo Sünde sein? | Musikalische Komödie
20:00 Au revoir, Euridice – PREMIERE Monteverdi, Ligeti | Schaubühne Lindenfels


03 SO
15:00 Spielzeiteröffnungs-Gala Kann denn MuKo Sünde sein? | Musikalische Komödie
19:00 Au revoir, Euridice Monteverdi, Ligeti | Schaubühne Lindenfels


06 MI
10:00 Babykonzert | Venussaal Musikalische Komödie


08 FR
11:00 Der Karneval der Tiere (Ballett) Bruland / Saint-Saëns | Konzertfoyer Opernhaus


09 SA
11:00 Der Karneval der Tiere (Ballett) Bruland / Saint-Saëns | Konzertfoyer Opernhaus
19:00 Prinzessin Nofretete Dostal | Musikalische Komödie
20:00 Au revoir, Euridice Monteverdi, Ligeti | Schaubühne Lindenfels


10 SO
10:00 Hausführung zum Tag des offenen Denkmals | Musikalische Komödie
11:00 Der Karneval der Tiere (Ballett) Bruland / Saint-Saëns | Konzertfoyer Opernhaus
11:00 Familienführung | Opernhaus
12:30 Hausführung zum Tag des offenen Denkmals | Musikalische Komödie
13:30 Hausführung zum Tag des offenen Denkmals | Opernhaus
15:00 Prinzessin Nofretete Dostal | Musikalische Komödie
15:00 Hausführung zum Tag des offenen Denkmals | Opernhaus
16:30 Hausführung zum Tag des offenen Denkmals | Opernhaus
19:00 Au revoir, Euridice Monteverdi, Ligeti | Schaubühne Lindenfels


11 MO
18:00 Blue Monday Vorgestellt: die neuen Tänzer | Ballettsaal (Eingang Kellertheater)


13 Mi
10:00 Peter und der Wolf Prokofjew | Venussaal Musikalische Komödie


16 SA
10:00 Tag der offenen Tür | Theaterwerkstätten Dessauer Straße 21
14:00 Tag der offenen Tür – Spielzeit-Eröffnungsfest | Opernhaus
Ensembles von Oper, Leipziger Ballett und Musikalischer Komödie
18:00 Oper für alle Konzert zur Spielzeiteröffnung | Opernhaus
19:00 Kleine Komödie Friedrich Hollaender-Abend | Venussaal Musikalische Komödie


17 SO
11:00 Familienführung | Opernhaus
15:00 Die lustige Witwe Lehár | Musikalische Komödie
18:00 Lobgesang (Ballett) – WIEDERAUFNAHME Schröder / Mendelssohn Bartholdy |
Opernhaus


22 FR
10:00 Klassik für Kinder Orchester der Musikalischen Komödie | Reformierte Kirche
11:00 Der Karneval der Tiere (Ballett) Bruland / Saint-Saëns | Konzertfoyer Opernhaus
18:00 Klassik für Kinder Orchester der Musikalischen Komödie | Reformierte Kirche


23 SA
14:00 Öffentliche Hausführung | Opernhaus
19:00 Lobgesang (Ballett) Schröder / Mendelssohn Bartholdy | Opernhaus
19:00 My Fair Lady Loewe / Lerner | Musikalische Komödie


24 SO
11:00 Der Karneval der Tiere (Ballett) Bruland / Saint-Saëns | Konzertfoyer Opernhaus
15:00 My Fair Lady Loewe / Lerner | Musikalische Komödie
18:00 Die Zauberflöte Mozart | Opernhaus


26 DI
18:00 Oper Leipzig Werkstatt zu »Don Carlo« | Opernhaus


27 MI
9:30 Feuer, Wasser, Sturm (Kinderchor) | Konzertfoyer Opernhaus
11:00 Feuer, Wasser, Sturm (Kinderchor) | Konzertfoyer Opernhaus


29 FR
11:00 Der Karneval der Tiere (Ballett) Bruland / Saint-Saëns | Konzertfoyer Opernhaus
20:00 Tanz in den Häusern der Stadt #15 | GRASSI Museum für Völkerkunde


30 SA
19:00 Don Carlo Verdi – PREMIERE | Opernhaus
19:00 Die lustige Witwe Lehár | Musikalische Komödie


Änderungen vorbehalten!

Pressemeldung Oper Leipzig

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Leipzig, Oper Leipzig, Salome von Richard Strauss, IOCO Kritik, 20.06.2017

Juni 21, 2017  
Veröffentlicht unter Hervorheben, Kritiken, Oper, Oper Leipzig

Oper Leipzig

 Oper Leipzig © Adreas Bikigt

Oper Leipzig © Adreas Bikigt

Salome von Richard Strauss

Große Sinfonische Dichtung mit Bühnenkunstwerk von rosalie

Von Guido Müller

Im Rahmen eines dreitägigen Richard-Strauss-Festivals an der Oper Leipzig mit dessen Opern Arabella und Die Frau ohne Schatten vom 16. bis 18.6. 2017 wurde die Oper Salome am 17.6. als Premiere am mittleren Abend aufgeführt.

Das Ereignis des Abends war die musikalische Leitung des Gewandhausorchesters Leipzig unter GMD und Intendant Ulf Schirmer und die glänzende Leistung des Orchesters. Wie eine der großen Sinfonischen Dichtungen von Richard Strauss, durch die er lange vor seinem großen ersten Opernerfolg mit Salome berühmt geworden war, entwirft Schirmer eine bis in die feinsten Verästelungen aufgefächerte Klangorgie mit dem bestens aufgelegten Gewandhausorchester Leipzig.

Dem großen Strauss-Spezialisten Ulf Schirmer gelingt es immer wieder, wie auch in der Arabella und Die Frau ohne Schatten in Leipzig, mir bisher ungehörte Stellen durchhörbar zu machen. In einer perfekten Symbiose mit dem Gewandhausorchester gelingen hier Sternstunden orchestraler Leistungsfähigkeit der Farbigkeit, Klangpracht, emotionalen Eruptionen und feinsten musikalischen Erfüllung. Damit macht Schirmer deutlich, dass das weltweite Spitzenorchester Gewandhausorchester Leipzig nicht nur mit Recht unter den Orchestern im Konzertsaal den fünften Platz belegt sondern auch im Orchestergraben brilliert.

Oper Leipzig / Salome - Elisabet Strid als Salome und Tuomas Pursio als Jochanaan © Kirsten Nijhof

Oper Leipzig / Salome – Elisabet Strid als Salome und Tuomas Pursio als Jochanaan © Kirsten Nijhof

Nach einem etwas ruhig-zögerlichen Beginn, den ich schon nervös zupackender erlebt habe, steigert Ulf Schirmer das herausragende Orchester in eruptive und vor Spannung berstende Momente. Das Finale des großen Monologs der Salome bot eine vom Orchester und umjubelte Elisabet Strid als Salome kaum zu steigernde knisternde Spannung und Leidenschaft. Wie erschlagen verharrte das Publikum danach auch einige Momente in größter Ruhe, um dann mit großem dankbaren Applaus die Spannung abzubauen.

Die Schwedin Elisabet Strid, die bereits als herausragende Brünnhilde in Wagners Siegfried in Leipzig auf sich aufmerksam gemacht hat, sang und spielte nun ihr Debut in dieser äußerst anspruchsvollen Titelpartie einer mörderischen Kinds-Frau. Diese Rolle vereinigt Züge eines naiven Mädchen mit einer in größter Dekadenz aufgewachsenen verwöhnten Göhre, einer erwachenden jungen, liebessehnsüchtigen Frau mit dem Dämon einer grausamen und abstoßenden höfischen Perverserotik.
Möglicherweise der Premierennervosität geschuldet, oder ihrer Auffassung vom zunächst passiv leidenden Mädchen am Hofe ihres Stiefvaters, dringt ihre nie hart klingende, eher lyrisch-dramatische Sopranstimme erst allmählich durchs Orchester. So entsteht häufig der Eindruck einer großen sinfonischen Dichtung um und mit der Sängerin.

Oper Leipzig / Salome - Elisabet Strid als Salome © Kirsten Nijhof

Oper Leipzig / Salome – Elisabet Strid als Salome © Kirsten Nijhof

Für die Inszenierung von Aron Stiehl, deren roter Faden die Darstellung einer möglichst perversen und dekadenten Upper-Class-Nachkriegsgesellschaft in allen klischeemäßigen Facetten ist, hat die kürzlich verstorbene Bühnen- und Kostümbildnerin rosalie ihm ein zwischen Kubismus, in wechselnder Erotikcenter-Beleuchtung und Baumarktcharme schillerndes Bühnenbild und bunte Kostüme entworfen. Darin fallen hinten eine steile Treppe zur bunten Partygesellschaft in der Hochterrasse auf, sowie unten ein zerschossener Jeep mit ständig sprudelndem Springbrunnen, ein großer Ventillator als Mond auf der Hochterrasse und ein Turm, der u.a. Jochanaans Verheißungen dient. Alles wirkt wie in einer Feuerpause irgendeines Krieges im Mittleren Osten.

Tuomas Pursio, eine der Stützen des Leipziger Ensembles, singt den Jochanaan mit eher schlankem Bariton, dem sowohl die dunkle balsamische Tiefe wie die düstere Bedrohlichkeit der Rolle eher abgehen, in der Strauss immerhin die perverseste Figur seiner Oper sah. Pursio ist ein idealer eleganter und verführerischer Mandryka in der Leipziger sehr überzeugenden Arabella. Doch paßt Pursio damit ideal in das Regiekonzept Stiehls, der Jochanaan sich fast den körperlichen Annäherungen Salomes erliegend zeigt, zumindest sehr aufgeschlossen für die körperlichen Reize der Prinzessin. Leider hat rosalie der Salome ein äußerst unvorteilhaftes Kostüm und eine blonde Riesenstruppelperücke verpasst, die sie äußerlich zur zerrupften Puppe der dekadenten Gesellschaft machen.

Oper Leipzig / Salome Ensemble und Lichtstrukturen der rosalie © Kirsten Nijhof

Oper Leipzig / Salome – Ensemble und Lichtstrukturen der rosalie © Kirsten Nijhof

Zum Verbergen auf der Bühne dienen mit Steinen (Assoziation der Steinigung?) gefüllte Käfige an der stark verengten Bühnenanrampe. Nach Ende von Salomes Tanz der sieben Schleier vergewaltigte hinter so einem Käfig der sexbesessene Herodes seine Stieftochter zum Oralverkehr.
Der Tanz war durch ein Maskenspiel in einer Bühne (mit einem von Blutflecken übersäten Vorhang) auf der Bühne dargestellt. Dort lässt Salome ihrem Stiefvater Herodes ihre seelische und körperliche Mißbrauchsgeschichte pantominisch vorspielen. Damit versetzt sie ihn in immer größere sexuelle Aufwallung. Der in einem Rosa-Anzug sich immer stärker erregende Herodes (mit differenzierendem Spiel-Helden-Tenor Michael Weinius) tanzt schließlich mit Salome sie vergewaltigend im Dreivierteltakt. Das wirkt wie eine Vorwegnahme der Tanzszene des fettwanstigen Ochs auf Lerchau mit dem Dienstmädchen im Rosenkavalier. Die ebenfalls reichlich sexbessene und koksende Mutter Herodias (stimmlich und spielerisch herausragend Karin Lovelius) ignoriert dies.

Das übrige Ensemble der fünf Juden Rouwen Huther, Patrick Vogel, Tyler Clarke, Martin Petzold und Sejong Chang glänzt gesanglich in seinem Quintett, für mich immer einer der heimlichen Höhepunkte der Oper. Auch die übrigen kleinen Rollen erfüllen ihre Aufgaben rollendeckend. Sergei Pisarev kann seine schönen tenoralen Fähigkeiten in der kurzen Rolle als Narraboth leider nur eingeschränkt entfalten.

Die Salome an der Oper Leipzig, der erste große Opernerfolg von Richard Strauss, wird in dieser Premiere vor allem zu einem Triumph des Gewandhausorchesters Leipzig unter GMD und Intendant Ulf Schirmer. Elisabet Strid packt mit ihrem Debut in der Titelrolle durch ihre Steigerungen in die gesangliche Exstase des großen Schlussmonologs um Liebe und Tod.

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Leipzig, Oper Leipzig, LUTHERPROJEKT – DAS BIEST KANN SCHWIMMEN, 24.06.2017

Oper Leipzig

Oper Leipzig / Das Biest kann schwimmen - Kinderchor © Nijhof Feuerherdt

Oper Leipzig / Das Biest kann schwimmen – Kinderchor © Nijhof Feuerherdt

LUTHERPROJEKT – DAS BIEST KANN SCHWIMMEN

Uraufführung  des Kinderchores zum Reformationsjubiläum

In Das Biest kann schwimmen, begibt sich der Kinderchor der Oper Leipzig gemeinsam mit der Jugendmusiziergruppe »Michael Praetorius« am Samstag, 24. Juni, 15 Uhr in die Welt Martin Luthers. Rund um Kammersänger Martin Petzold als Martin Luther versammelt sich das Publikum bei diesem eigens zum 500-jährigen Jubiläum der Reformation kreierten Musiktheaterstück um die lange Tafel Luthers und seiner Gäste und taucht ein mitten in eine Zeit des Glaubens und des Umbruchs.

Wer war Martin Luther? Wer war dieser Mann, der vor 500 Jahren kraft seines Glaubens und seines felsenfesten Gewissens Europa für immer veränderte? Wer kam da jeden Tag zu Frau und Kindern nach Hause? Was dachte er am Morgen? Wie fühlte er sich am Abend? Was tat er, wenn er einsam war und was, wenn es etwas zu feiern gab? Wie begegnete er seinen Mitmenschen? Und was hielt er eigentlich vom Schwimmen? Mit diesen und anderen Fragen wird der fromme Mönch, große Gelehrte und aufmüpfige Rebell für Kinder und Erwachsene auf der großen Bühne des Opernhauses wieder lebendig. Für die musikalische Einstudierung ist die Leiterin des Kinderchores Sophie Bauer verantwortlich. Die Inszenierung dieser Uraufführung liegt in den Händen von Anett Krause.

Pressemeldung Oper Leipzig

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