Leipzig, Oper Leipzig, Premiere Prinzessin Nofretete, 25.03.2017

März 22, 2017  
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Oper Leipzig

Oper Leipzig / Prinzessin Nofretete - Nico Dostal © Kirsten Nijhof

Oper Leipzig / Prinzessin Nofretete – Nico Dostal © Kirsten Nijhof

ARCHÄOLOGENOPERETTE – OPERETTENARCHÄOLOGIE
Prinzessin Nofretete von Nico Dostals

Prinzessin Nofretete: Premiere am 26. März, weitere Vorstellungen 1., 2., 4., 15., 16., 29., 30. April / 6., 16., 30. Juni / 1. Juli 2017

Nach nunmehr 80 Jahren präsentiert die Musikalische Komödie am Samstag, 25. März, 19 Uhr mit Nico Dostals Operette Prinzessin Nofretete ein Entdeckung  dem Publikum. Das lange verschollen geglaubte Werk wurde 1936 am Kölner Opernhaus zuletzt gespielt und verschwand in den Wirren des Nationalsozialismus von den Spielplänen und aus den Archiven. Geschickte musikalische Archäologen haben das Notenmaterial Stück für Stück zusammengesetzt, so dass die Operette jetzt wieder spielbar ist.

Nico Dostals Operetten bestechen durch ihre reiche Instrumentation und Klangsinnlichkeit in Verbindung mit den Rhythmen der 20er und 30er Jahre. Schillernde Frauenfiguren stehen bei ihm  im Mittelpunkt der Werke des Operetten- und Filmkomponisten. Der besondere Reiz von Prinzessin Nofretete liegt in dem für eine Operette etwas ungewöhnlichen Sujet Ägypten.

Das Regieteam um die Operndirektorin Franziska Severin, greift die Anfänge des Pauschaltourismus auf und  nimmt den Zuschauer mit auf eine Ägypten-Expedition. Gemeinsam mit dem legendären britischen Archäologen Lord Callagan (Patrick Rohbeck) gehen die Besucher dem Geheimnis der Pharaonentochter Nofretete (Lilli Wünscher) auf die Spur, die sich einst gegen den Willen ihres Vaters in einen einfachen Offizier (Radoslaw Rydlewski) verliebt hatte. Dostals Ägypten-Operette ist nicht nur ein Vergnügen für Hobbyarchäologen, sondern vor allem für Freunde großer Ausstattung, skurrilem Humor, schmissiger Melodien und ausgesprochen ägyptischen Tanzeinlagen.

Oper Leipzig / Prinzessin Nofretete - Nico Dostal © Kirsten Nijhof

Oper Leipzig / Prinzessin Nofretete – Nico Dostal © Kirsten Nijhof

Nach ersten Erfolgen mit Schlagern komponierte Nico Dostal mehrere Operetten. Clivia verhalf ihm 1933 zum Durchbruch. Sie wurde an über 90 Bühnen in Deutschland nachgespielt. Es folgen u.a.  Monika, Die ungarische Hochzeit und natürlich Prinzessin Nofretete.

Auch als Filmkomponist konnte sich Dostal hervortun. Er schrieb die Musik für Kaiserwalzer mit Marta Eggert, 13 Stühle mit Heinz Rühmann, Fiakerlied mit Paul Hörbiger, Die Geierwally mit Heidemarie Hatheyer und Glück bei Frauen mit Johannes Heesters.

Prinzessin Nofretete: Premiere am 26. März, weitere Vorstellungen 1., 2., 4., 15., 16., 29., 30. April / 6., 16., 30. Juni / 1. Juli 2017

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Leipzig, Oper Leipzig, Premiere Der Freischütz, 04.03.2017

Februar 28, 2017  
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Oper Leipzig

Oper Leipzig / Der Freischütz © Ida Zenna

Oper Leipzig / Der Freischütz © Ida Zenna

„ANGST VOR DEM BÖSEN“

 Der Freischütz von Carl Maria von Weber

Premiere 4.3.2017, weitere Vorstellungen 18.3.2017, 30.4.2017, 10.6.2017

Mit Webers Freischütz feiert am Samstag, 4. März, 19 Uhr der Vorreiter der deutschen romantischen Oper in einer Inszenierung von Christian von Götz Premiere auf der Leipziger Opernbühne.

In dem Werk, das 1821 mit großem Erfolg uraufgeführt wurde, manifestieren sich die Ängste und Sehnsüchte einer ganzen Generation. In der Neuinszenierung verortet von Götz die Geschichte um den Jägersburschen Max (Thomas Mohr), seiner Geliebten Agathe (Gal James) und den unheimlichen Kaspar (Tuomas Pursio) 100 Jahre später im Jahr 1919, kurz nach dem 1. Weltkrieg.

Um Agathe als zukünftige Frau zu gewinnen und das Erbe des Försters Kuno antreten zu können, darf Max in einem alles entscheidenden Probeschuss sein Ziel nicht verfehlen. Um dies zu garantieren und um seine Versagensangst zu überwinden, geht er auf Anraten Kaspars einen Pakt mit dem Teufel ein. In einem Ritus in der Wolfsschlucht gießen die beiden sieben Freikugeln, die ihr Ziel niemals verfehlen sollen. Agathe plagen derweil düstere Vorahnungen und die Ungewissheit des Kommenden. Die Hauptpartie des Max‘ wird von Thomas Mohr gesungen, der zuletzt an der Oper Leipzig mit Siegfried in der Götterdämmerung reüssierte. In der Partie der Agathe wird die  israelische Sopranistin und neues Ensemblemitglied Gal James zu hören sein. Am Pult des Gewandhausorchesters steht der Kapellmeister Christoph Gedschold.

Oper Leipzig / Der Freischütz © Ida Zenna

Oper Leipzig / Der Freischütz © Ida Zenna

Im Bühnenbild Dieter Richters stellt Christian von Götz Ängste und Aberglauben der Figuren in den Vordergrund, die sich in ihrem Handeln vom Glauben an Gott und Teufel beeinflussen lassen. Er beschreibt eine bürgerliche Gesellschaft mit bürgerlichen Idealen, unter deren Dekoration das Grauen lauert. Eine Gesellschaft, die durch den Einbruch des Aberglaubens und der Angst vor dem Bösen einen Rückschritt erleidet. Die Romantik des Freischütz wird auf verschiedenen Ebenen betont: In der Naturromantik des Jägerlebens, der Liebesromantik zwischen Agathe und Max und der Schauerromantik der Samiel-Handlung. PMOL

Der Freischütz an der Oper Leipzig: Premiere 4.3.2017, weitere Vorstellungen 18.3.2017, 30.4.2017, 10.6.2017

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Leipzig, Oper Leipzig, Premiere LUCIA DI LAMMERMOOR von Gaetano Donizetti, 26.11.2016

November 22, 2016  
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Oper Leipzig

 Oper Leipzig © Adreas Bikigt

Oper Leipzig © Adreas Bikigt

KATHARINA THALBACH INSZENIERT
  LUCIA DI LAMMERMOOR  von  Gaetano Donizetti

Lucia di Lammermoor: Premiere 26. November 2016, weitere Aufführungen 02. Dez. 2016?/?10. Dez. 2016?/?01. Jan. 2017 / 25. Feb. 2017?/?06. Mai 2017

Oper Leipzig / Katharina Thalbach © Lutz Edelhoff

Oper Leipzig / Katharina Thalbach © Lutz Edelhoff

Die erste Inszenierung der Schauspielerin und Regisseurin Katharina Thalbach an der Oper Leipzig feiert am Samstag, 26. November, 19 Uhr Premiere. Der tragische Belcantoklassiker Lucia di Lammermoor von Gaetano Donizetti erzählt die Geschichte über zwei Liebende, die durcheine Familienfehde aufgerieben, in den Wahnsinn und letztendlich in den Tod getriebenwerden. Die musikalische Leitung des Gewandhausorchesters liegt in den Händen des stellvertretenden Generalmusikdirektors Anthony Bramall. In der Titelpartie debütiert Anna Virovlansky.

Oper Leipzig / Lucia di Lammermoor © Kirsten Nijhof

Oper Leipzig / Lucia di Lammermoor © Kirsten Nijhof

Nah an der Romanvorlage von Walter Scott entführt die Regisseurin in die Weiten Schottlands und rückt in ihrer Inszenierung die Gefühle und Beziehungen der Protagonisten in den Mittelpunkt. Der Tragik der Oper stellt Thalbach subtil-humorvolle Elemente gegenüber. Das Bühnenbild spiegelt in einer Mischung aus abstrakten Räumen und naturalistischen Landschaftsbildern das Seelenleben der Figuren wider. Seit 1997 ist Katharina Thalbach neben einer beeindruckten Schauspielerkarriere als Opernregisseurin tätig. Fünfzehn Inszenierungen führten sie an die Deutsche Oper Berlin („Barbier von Sevilla“, „Das schlaue Füchslein“), die Opernhäuser in Dresden, Köln, Zürich, Basel, Genf, Lissabon und Tel Aviv (u.a. Fidelio, Salome, Jenufa, Hänsel und Gretel und Rigoletto).

Die Konstellation erinnert an Shakespeares Romeo und Julia: Lucia (Anna Virovlansky) liebt Edgardo (Antonio Poli), doch die schottischen Adelsfamilien, denen sie angehören, sind seit Urzeiten verfeindet. Als Edgardo außer Landes ist, nutzt Lucias Bruder Enrico (Mathias Hausmann) die Abwesenheit des Feindes und macht die eigene Schwester zum Instrument seiner Interessen. Sie soll einen anderen heiraten, um den Wohlstand der Familie zu sichern. Bei der Hochzeit kommt es schließlich zu einer tragischen Bluttat. PMOL

Lucia di Lammermoor: Premiere 26. November 2016, weitere Aufführungen 02. Dez. 2016?/?10. Dez. 2016?/?01. Jan. 2017 / 25. Feb. 2017?/?06. Mai 2017

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Leipzig, Oper Leipzig, Premiere Turandot von Giacomo Puccini, 22.10.2016

Oktober 20, 2016  
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Oper Leipzig

 Oper Leipzig © Adreas Bikigt

Oper Leipzig © Adreas Bikigt

Turandot von Giacomo Puccini

Jennifer Wilson ist Turandot, Leonardo Caimi ist Calaf

Oper Leipzig / Turandot Ensemble © Tom Schulze

Oper Leipzig / Turandot Ensemble © Tom Schulze

Am 22. Oktober, 19 Uhr ist nach vierzig Jahren wieder eine Neuproduktion von Turandot, der letzten Oper von Giacomo Puccini, auf der Bühne des Leipziger Opernhauses zu sehen.

Oper Leipzig Turandot: Premiere 22. Oktober 2016,  weitere Aufführungen 05. Nov. 2016 / 27. Nov. 2016 / 23. Dez. 2016 / 14. Jan. 2017 / 19. Mär. 2017 /16. Apr. 2017 (alle Vorstellungen mit Einführung 45 Min. vor Vorstellungsbeginn)

Die Inszenierung dieser monumentalen Choroper übernimmt Balázs Kovalik, der im Juni 2014 mit seiner Produktion von Richard Strauss’ Frau ohne Schatten für einen Sensationserfolg sorgte. Heike Scheele zeichnet abermals für ein spektakuläres Bühnenbild verantwortlich. Gemeinsam verorten sie die blutrünstige Geschichte der Verwandlung der unnahbaren Prinzessin zur liebenden Frau in einer futuristischen Welt, in welcher der Einzelne in der Masse untergeht und damit menschliche Begegnung unmöglich gemacht wird.

Oper Leipzig / Turandot Leonardo Caimi als Calaf und Jennifer Wilson als Turandot © Tom Schulze

Oper Leipzig / Turandot Leonardo Caimi als Calaf und Jennifer Wilson als Turandot © Tom Schulze

Turandot ist eine kaltherzige Prinzessin, die sich durch ein selbst auferlegtes Gelübde jedem entzieht, der um sie wirbt. Nur wer ihre geheimnisvollen drei Rätsel zu lösen imstande ist, erhält ihre Hand. Wer fehlt, landet unter dem Beil des Henkers. Wagemutig wirft ein unbekannter Prinz seinen Kopf in den Ring.

Die Titelpartie wird von Jennifer Wilson gesungen, die als Turandot u.a. bereits an der Metropolitan Opera New York, dem Royal Opera House und an der Bayerischen Staatsoper zu hören war. Die Partie des unbekannten Prinzen Calaf übernimmt Leonardo Caimi, der sich als einer der führenden lyrischen Tenöre seiner Generation die großen Opernbühnen wie u.a. die Mailänder Scala, die Salzburger Festspiele, das Puccini Festival von Torre del Lago erobert. Am Pult des Gewandhausorchesters steht der erste ständige Gastdirigent Matthias Foremny. PMOL

Oper Leipzig Turandot: Premiere 22. Oktober 2016,  weitere Aufführungen 05. Nov. 2016 / 27. Nov. 2016 / 23. Dez. 2016 / 14. Jan. 2017 / 19. Mär. 2017 /16. Apr. 2017 (alle Vorstellungen mit Einführung 45 Min. vor Vorstellungsbeginn)

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