Mönchengladbach, Theater Krefeld-Mönchengladbach, Premiere Katja Kabanowa von Leos Janacek, 11.06.2016

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Theater Krefeld Mönchengladbach

Theater Mönchengladbach © Matthias Stutte

Theater Mönchengladbach © Matthias Stutte

Katja Kabanowa von Leos Janácek

Premiere  11. Juni 2016, 19.30 Uhr, Weitere Termine: 17.6., 19.6., 22.6., 7.7., 10.7. (18 Uhr) – Alle Vorstellungen beginnen, sofern nicht anders angegeben, um 19.30 Uhr.

Eine junge Frau zwischen Sehnsucht, Schuld und Sühne. Katja hat in die Familie der Witwe Kabanicha eingeheiratet. Ihr willensschwacher Ehemann Tichon stellt dem Wirken seiner despotischen Mutter nichts entgegen und wendet sich lieber dem Alkohol zu als seiner Frau. Katja leidet unter der Kälte in der Familie, aber auch unter der Enge der Dorfgemeinschaft, deren bigotte Religiosität und erstarrte Traditionen ihr die Luft zum Atmen nehmen. Zwischen Katja und Boris, dem Neffen des reichen Kaufmanns Dikoj, bahnt sich eine zärtliche Verbindung an, die Katja zum Verhängnis wird.

Mit der 1921 in Brünn uraufgeführten Oper Katja Kabanowa rückte der tschechische Komponist Leoš Janácek nach dem großen Erfolg seiner Oper Jenufa ein weiteres Mal eine tragische, vielschichtige FrauenHgur ins Zentrum eines Werkes. Der Brünner Theaterdirektor hatte dem Komponisten das packende Drama. Das Gewitter des russischen Dramatikers Alexander Nikolajewitsch Ostrowski vorgelegt. Kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs schrieb Janácek mit Katja Kabanowa seine vielleicht ausdrucksstärkste und souveränste Oper.

Musikalische Leitung: GMD Mihkel Kütson
Inszenierung: Helen Malkowsky
Bühne: Kathrin-Susann Brose
Kostüme: Alexandra Tivig
Choreinstudierung: Maria Benyumova
Dramaturgie: Ulrike Aisleitner

Mit: Manon Blanc-Delsalle* / Susanne SeeHng, Annelie Bolz / Marianne Thiyssens, Eva Maria Günschmann, Izabela Matula, Satik Tumyan; Hayk Dèinyan, Markus Heinrich, Andrew Nolen / Shinyoung Yeo*, Kairschan Scholdybajew, Michael Siemon; Chor; Niederrheinische Sinfoniker *Mitglied im Opernstudio Niederrhein

Weitere Termine: 17.6., 19.6., 22.6., 7.7., 10.7. (18 Uhr) – Alle Vorstellungen beginnen, sofern nicht anders angegeben, um 19.30 Uhr.

Pressemeldung Theater Krefeld-Mönchengladbach

Mönchengladbach, Theater Krefeld-Mönchengladbach, Premiere: HOFFMANS ERZÄHLUNGEN von Jacques Offenbach, 16.04.2016

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Theater Krefeld Mönchengladbach

Theater Mönchengladbach © Matthias Stutte

Theater Mönchengladbach © Matthias Stutte

 HOFFMANS ERZÄHLUNGEN von Jacques Offenbach

Premiere am 16. April 2016, 19.30 Uhr, Große Bühne, Weitere Termine:, 20.4., 3.5., 7.5. (18 Uhr), 20.5., 29.5., 24.6., 3.7. – Alle Vorstellungen beginnen, sofern nicht anders angegeben, um 19.30 Uhr.

Der Dichter Hoffmann ist unglücklich. Er hat Angst, dass seine Geliebte, die berühmte Sängerin Stella, ihn verlassen wird, so wie alle anderen Frauen vor ihr auch. Während Stella in einer Opernvorstellung singt, wartet er im benachbarten Weinkeller auf sie. Angefeuert von seinen Trinkkumpanen beginnt Hoffmann von den drei großen unglücklichen Lieben seines Lebens zu erzählen: Dass die wunderschöne Olympia eigentlich nur ein menschen-ähnlicher Automat war, erkannte er erst, nachdem die Zauberbrille des unheimlichen Coppelius zu Bruch ging. Antonia war Künstlerin und litt an einer geheimnisvollen Krankheit, an der sie schließlich zugrunde ging. Und die venezianische Kurtisane Giulietta stand unter dem bösen Einfluss des mephistophelischen Kapitäns Dapertutto und verließ Hoffmann – für einen buckligen Zwerg! Realität und Fiktion beginnen sich im Kopf des Dichters in einem fantastischen Fabulierrausch mehr und mehr zu vermischen …

Les Contes d’Hoffmann ist eine der wenigen Opern des ansonsten für seine Operetten berühmten Komponisten Jacques Offenbach. Sujet der fantastischen Oper ist der romantische Dichter, Komponist und Karikaturist E. T. A. Hoffmann (1776-1822), der eine Vielzahl von schaurigschönen Geschichten und Novellen, seine sogenannten Nachtstücke, hinterließ.

Musikalische Leitung: Alexander Steinitz
Inszenierung: Hinrich Horstkotte
Bühne und Kostüme: Hinrich Horstkotte
Choreinstudierung: Maria Benyumova
Dramaturgie: Andreas Wendholz
Nachdirigat: Andreas Fellner

Mit: Janet Bartolova, Eva Maria Günschmann / Susanne Seefing, Debra Hays / Izabela Matula, Amelie Müller* / Sophie Witte, Margriet Schlössels; Hayk Dèinyan / Matthias Wippich, Markus Heinrich / James Park*, Kairschan Scholdybajew, Sun-Myung Kim / James Park*, Andrew Nolen, Johannes Schwärsky; Chor und Statisterie; Niederrheinische Sinfoniker
* Mitglied im Opernstudio Niederrhein

Pressemeldung Theater Krefeld-Mönchengladbach

Mönchengladbach, Theater Krefeld-Mönchengladbach, Premiere: FRAU LUNA von Paul Lincke, 12.03.2016

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Theater Krefeld Mönchengladbach

Theater Mönchengladbach © Matthias Stutte

Theater Mönchengladbach © Matthias Stutte

Premiere: Frau Luna von Paul Lincke

Text von Heinz Bolten-Baeckers

Premiere 12. März, 19:30 Uhr im Theater Mönchengladbach, weitere Vorstellungen: Do 24. 03. 2016 19:30 Uhr, Fr 01. 04. 2016 19:30 Uhr, Mi 06. 04. 2016 19:30 Uhr, Fr 08. 04. 2016 19:30 Uhr, Fr 22. 04. 2016 19:30 Uhr, So 24. 04. 2016 19:30 Uhr
Di 17. 05. 2016 19:30 Uhr, Sa 21. 05. 2016 19:30 Uhr

Krefeld / Frau_Luna   ©  Theater Krefeld

Krefeld / Frau_Luna © Theater Krefeld

„Träum’ ich, oder wach’ ich“, durchfährt es den einfachen Berliner Arbeiter Fritz Steppke, als er sich in einer phantastischen Welt wiederfindet. Mit von der Partie sind seine beiden Stammtischfreunde Lämmermeier und Pannecke sowie Steppkes Vermieterin Frau Pusebach, die ihrer Monatsmiete und Pannecke auf den Fersen ist. – In Frau Lunas Welt geht es lustig zu. Man feiert, was das Zeug hält: Der mondäne Theophil erschrickt, als er in Frau Pusebach eines seiner amourösen Abenteuer vergangener Tage wiedererkennt. Sternschnuppe liebt Frau Luna. Diese hat jedoch nur Augen für den jungen Steppke, der wiederum seine Verlobte Marie, Frau Pusebachs Nichte, vermisst. Sternschnuppe ist gewieft genug, eiligst zu Marie Kontakt aufzunehmen, damit die Bahn zu Frau Luna für ihn wieder frei ist. Schließlich lösen sich alle Verwicklungen zum Guten, und Steppke und seine Freunde kehren in ihre Heimat zurück. Natürlich nicht sang- und klanglos…

Am 2. Mai 1899 kam Paul Linckes ‚burlesk-fantastische Ausstattungsoperette’ Frau Luna im Berliner Apollo-Theater zur Uraufführung und gilt heute als eine der ersten Berliner Operetten. Im Gegensatz zur Wiener Operette, die häufig in die Nähe der Oper rückt, ist ihr Berliner Pendant verwandt mit der Revue und setzt einerseits auf Rhythmen der Militärmusik, andererseits auf moderne Tanzrhythmen aus den USA.
Die stilechte Figurenriege an Berliner Originalen sowie der schlagfertige Wortwitz des Textdichters Heinz Bolten-Baeckers bieten einen üppigen Fundus für skurrile Situationskomik und schnelle Wendungen, – die Garanten für einen unterhaltsamen Operettenabend!
Nicht zu vergessen Paul Linckes Musik: Der zum berühmten Schlager avancierte Marsch “Das macht die Berliner Luft, Luft, Luft” und Ohrwürmer wie “Schlösser, die im Monde liegen” oder auch “Oh Theophil” lassen den schwungvollen Klang der Berliner Jahrhundertwende wieder auferstehen.
Ansgar Weigner, dessen bisherige Regiearbeiten am Gemeinschaftstheater (Die Liebe zu den drei Orangen und die Kinderoper Die klein“e Meerjungfrau Rusalka) das Publikum begeistert aufgenommen hat, erzählt die berühmte Berliner Operette erfrischend neu und fühlt dem Untertitel „burlesk-phantastische Ausstattungsoperette“ humorvoll auf den Zahn.

Musikalische Leitung: Alexander Steinitz
Inszenierung: Ansgar Weigner
Bühne: Jürgen Kirner
Kostüme: Marlis Knoblauch
Choreografie: Luches Huddleston jr.
Choreinstudierung: Maria Benyumova
Dramaturgie: Ulrike Aistleitner

BESETZUNG:
Frau Luna: Janet Bartolova, Debra Hays
Prinz Sternschnuppe: Michael Siemon
Stella: Gabriela Kuhn, Amelie Müller
Theophil: Matthias Wippich
Frau Pusebach: Kerstin Brix
Marie: Susanne Seefing
Fritz Steppke: Markus Heinrich
Lämmermeier: Rafael Bruck
Pannecke: Hayk Dèinyan
Venus: Amelie Müller, Margriet Schlössels
Mars: Yasuyuki Toki, Shinyoung Yeo
Mondgroom: Manon Blanc-Delsalle, Sabine Sanz

Pressemeldung Theater Krefeld-Mönchengladbach

Krefeld, Theater Krefeld – Mönchengladbach, My fair Lady – Musical mit antiken Wurzeln, IOCO Kritik, 28.01.2016

Januar 28, 2016  
Veröffentlicht unter Kritiken, Theater Krefeld Mönchengladbach

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Theater Krefeld Mönchengladbach

Theater Krefeld © IOCO

Theater Krefeld © IOCO

My Fair Lady: Musical mit antiken Wurzeln

Krefeld / Theater Krefeld My fair Lady Ensemble © Stutte

Krefeld / Theater Krefeld My fair Lady Ensemble © Stutte

In Buch 10 seiner Metamorphosen beschreibt der altrömische Dichter Ovid (43 vChr – 17 nChr) den Bildhauer Pygmalion, der sich die Frau seiner Wünsche und Träume aus Elfenbein schuf. Venus, die römische  Göttin der Liebe, hauchte diesem Wunschgebilde Leben ein und verhilft Pygmalion so zu  irdischem Eheglück. Literatur-Nobelpreisträger George Bernard Shaw (1856 – 1950) übernahm das Sujet und schuf 1913 daraus die neuzeitliche Komödie Pygmalion. Professor Higgins, ein schrulliger, angesehener Sprachprofessor, möchte darin das einfache Blumenmädchen Eliza nach seinen Vorstellungen zur Dame formen, sie Sprache, Sitten, Anstand der feinen Leute lehren.

Krefeld / Theater Krefeld My fair Lady © Stutte

Krefeld / Theater Krefeld My fair Lady © Stutte

1956 formte Frederick Loewe aus Pygmalion das Musical My fair Lady. In New York wurde es damals mit Julie Andrews und Rex Harrison zum Welterfolg. Unzählige Inszenierungen folgten. My fair Lady ist auch heute noch populär, doch setzt es inzwischen leicht nostalgische, antiquarische Züge an. Der dominante Sprachbezug wirkt gelegentlich überholt. My fair Lady jung und frisch auf die Bühne zu bringen ist so die Aufgabe heutiger Regisseure. Roland Hüve schafft im Theater Krefeld eine klassisch persiflierende Inszenierung in deutscher Sprache. Eine  Drehbühne (Bühne und Kostüme Okarina Peter, Timo Dentler) wird zum treibenden Element von Handlung wie der wunderliche Beziehung zwischen Higgins und Eliza macht. Eine Trennwand halbiert die aufwendig genutzte Drehbühne, gelungene Tanzeinlagen begleiten die Solisten, eine übergroße Spieluhr kündigt karikierend die kommende Handlung. Mit verballhornenden altenglischen Kostümen und vielseitiger, wenn auch zuweilen wenig enger Personenführung (Ulrike Aistleitner) ist My fair Lady im Theater Krefeld  eine mitnehmend unterhaltsame Inszenierung.

Krefeld / Theater Krefeld My fair Lady © Stutte

Krefeld / Theater Krefeld My fair Lady © Stutte

Das große Ensemble des Theater Krefeld ist bestens disponiert und erprobt: Susanne Seefing wandelt sich als Eliza Doolittle makellos vom einfachen Marktmädchen und treffend berlinerischer Gossensprache („es grient so grien“) zur gepflegten Gesellschaftsdame, bei der es nur noch „grünt, so grün“. Markus Heinrich, der verschrobene Professor Higgins, welcher Menschen über deren Sprache definiert, vollführt die „Umwidmung“ von Eliza vom Blumenmädchen zur Gesellschaftsdame voll spürbar hohler Egozentrik. So kommt es zum Ende wie es kommen muss: Eine selbstbewusst gewordene Eliza wirft ihre Pantoffel nach einem verunsicherten Higgins, verlässt ihn, um sich zum Ende, gleichberechtigt, mit ihm wieder zu versöhnen. Thomas Peter ist der zurückgenommene Oberst Pickering und Wettpartner von Higgins, während Hayk Deinyan als Alfred Doolittle, Elizas Vater, seine Partie des Trunkenboldes mit krachendem Humor und viel Beifall darstellt. Andreas Fellner und die Niederrheinischen Sinfoniker zeigten: Wir können Musical ! Sind spritzig!

Die Lied-Klassiker „Ich hätt getanzt heut Nacht“, „Bring mich pünktlich zum Altar“ oder „War dat nich wunderscheen“,Es grünt so grün”, “Ich hätt‘ getanzt heut‘ Nacht”   summen noch heute im Ohr. Das Publikum im ausverkauften Theater Krefeld  klatschte begeistert.

IOCO / Viktor Jarosch / 28.01.2016

Weitere Vorstellungen von My fair Lady im Theater Krefeld: 4.2.2016; 13.2.2016; 27.2.2016; 4.3.2016; 23.3.2016; 3.4.2016; 21.4.2016.

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