Krefeld, Theater Krefeld-Mönchengladbach, Maskerade – Komische Oper aus Dänemark, IOCO Kritik, 12.05.2012


Kritik

Theater Krefeld Mönchengladbach

Maskerade von  Carl Nielsen

Eine dänische komische “Nationaloper” in Krefeld

Premiere am 12.05.2012

 

Es kommt nicht von ungefähr, dass sich ein Werk trotz gefälliger Musik und einer durchaus interessanten Handlung nicht in der Publikumsgunst durchsetzen kann. Irgendwo ist dann ein Haar in der Suppe, das stört und den Genuss beeinträchtigt.

So auch bei Carl Nielsens komischer Oper “Maskerade“, die 1906 in Kopenhagen ihre Uraufführung erlebte. Sie gilt schlechthin als die dänische Nationaloper.

 

Die Story ist recht hübsch: Zwei wohlhabende Väter, Jeronimus und Leonhard, wollen ihre Kinder miteinander vermählen. Doch die jungen Leute, die sich nicht kennen, haben sich schon bei der Maskerade des Vortages in (vermeintlich) andere Partner verliebt. Sie stehen den Heiratsplänen bockig gegenüber. Jeronimus` Sohn Leander und sein Diener Henrik schaffen es trotz strenger Bewachung aus dem Haus zu kommen, um auf die heutige nächtliche Maskerade zu gehen. Doch es fällt auf, der Papa kommt dahinter und schleicht sich, natürlich auch verkleidet auf  den Ball, um die beiden auf frischer Tat zu ertappen. Dabei macht er einige “liebsame und unliebsame Entdeckungen“. Zum Schluss löst sich alles in einem Happy End auf.

So weit so gut, eine nette Verwechslungskomödie. Das alles in einer Zeit des Aufbruchs aus strenger, pietistischer Moral in eine lichtere, mehr Lebensfreude spendende Zeit. Den Weg dahin ebnen vielfach die Maskeraden, hinter deren Schutz man sich natürlich richtig austoben kann.

Das “Haar in der Suppe“ in dieser Oper sind die schwülstigen, gestelzten Texte, die wenig “Komik“ vermitteln. Aber auch Nielsens Musik ist daran nicht ganz unschuldig. Munter, wie in einer Endlosschleife vor sich hin plätschernd, hübsch und gefällig, entbehrt sie jeglicher Dramatik und jeden Bisses. Das ist auf die Dauer ermüdend.

Dabei hatte man sich im anspruchsvollen Theater Krefeld so viel Mühe gegeben.

Die Inszenierung von Aron Stiehl hatte Verve, war voller hübscher Einfälle (Badezimmerszene) und der Handlungsfaden war immer zu erkennen. Dietlind Konold erfreute mit herrlich witzigen, opulenten und farbenfrohen Kostümen, manchmal allerdings an der Grenze des guten Geschmacks. Das Bühnenbild von Jürgen Kirner war einfallsreich und optimal in seiner Bespielbarkeit. Dafür ein großes Lob.

Die musikalische Seite war ohne Fehl und Tadel. Bei den Sängern blieben keine Wünsche offen.

Hayk Déinyan war der Jeronimus, prächtig bei Stimme und mit ausgeprägtem Sinn für Komik, die er mal wieder effektvoll ausspielen konnte. Seinen Sohn Leander stattete Michael Simon mit schönen, strahlenden Tenortönen aus. Hervorragend in Stimme und agilem Spiel geriet der Diener Hendrik durch Tobias Scharfenberger. Tadellos präsentierten sich die Damen. Debra Hays feiner Sopran erfreute als Leonora und Eva Maria Günschmann mit saftigem Mezzo und ausgeprägter Spielfreude als deren Dienerin Pernille. Dazu steuerte Satik Tumyan als Magdelone satte Alttöne bei. Stimmlich opulent war Matthias Wippich in drei kommentierenden Rollen. Verlässlich wie immer Krefelds Urgestein Walter Planté in der Rolle des Leonards, Leonoras Vater.

Gut besetzt waren auch alle weiteren Rollen, größere und kleinere. Großen Beifall bekam das Tanzensemble, von Robert North choreographiert.

Klangschön wie meistens präsentierte sich der Chor, den Maria Benyumova einstudiert hatte.

In Top-Form befanden sich die Niederrheinischen Sinfoniker. Am Pult stand GMD Graham Jackson, der nicht nur alles wunderbar zusammenhielt, sondern auch viele farbige Akzente setzte, um Nielsens vielfach bunte, von vielen Stilrichtungen beeinflusste Musik, überzeugend darzubieten.

Freundlicher Beifall für ein in Deutschland noch nicht populäres Werk belohnte zu Recht alle Mitwirkenden.

IOCO / UGK / 12.05.2012

Krefeld Mönchengladbach, Theater Krefeld Mönchengladbach, Neue Talentschmiede für Nachwuchssänger, 25.04.2012

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Theater Krefeld Mönchengladbach

Neue Talentschmiede für Nachwuchssänger

Das Theater Krefeld und Mönchengladbach gründet mit der Robert Schumann-Hochschule Düsseldorf das Opernstudio Niederrhein. Krefeld/Mönchengladbach. Hochtalentierten jungen Gesangstalenten will das Theater Krefeld und Mönchengladbach die Chance eröffnen, professionelle Berufserfahrungen in der Theaterpraxis zu erlangen und hat dafür in Kooperation mit der Robert Schumann-Hochschule Düsseldorf das Opernstudio Niederrhein ins Leben gerufen, das ab der Spielzeit 2012/13 Platz für drei Stipendiaten bietet. Die jungen Sängerinnen und Sänger werden in kleinen und mittleren Rollen in Neuproduktionen und Repertoireaufführungen des Gemeinschaftstheaters eingesetzt und erhalten mit einer eigenen Studioproduktion, szenischen Konzerten, Liederabenden und weiteren Projekten das Forum sich auf individuelle Weise dem Publikum zu präsentieren. Gerade das Gemeinschaftstheater bietet jungen Künstlern mit seinem breiten Spielplanangebot in Oper, Operette, Musical und Konzert zahlreiche Möglichkeiten, weitreichende Bühnenerfahrungen zu sammeln.

Neben theaterpraktischen Unterweisungen werden den Stipendiaten eine Reihe von Workshops und Meisterkursen geboten, die u. a. von Künstlerpersönlichkeiten wie dem Komponisten Manfred Trojahn, dem Tenor und Regisseur Kobie van Rensburg oder den Regisseuren Alexander Schulin und Andrea Raabe geleitet werden.

Ziel des Opernstudios ist es, die künstlerische Kompetenz der jungen Talente zu erweitern und ihre Chancen auf ein Bühnenengagement zu vergrößern. Die Auswahl der Stipendiaten erfolgt durch ein Vorsingen vor einer Fachjury Mitte Juni 2012.

Vorraussetzung für die Aufnahme ist ein abgeschlossenes Gesangsstudium an einer Hochschule. Die Altergrenze liegt bei 30 Jahren.

Die Laufzeit des Stipendiums beträgt im Regelfall 11 Monate und kann gegebenenfalls um eine weitere Saison verlängert werden.

Ermöglicht wird die Gründung des Opernstudios Niederrhein durch die großzügige
Unterstützung der Josef und Hilde Wilberz-Stiftung (Mönchengladbach), die Gebr. Hubert und Josef KICKHARTZ STIFTUNG (Krefeld) und eine Initiative mittelständischer Unternehmen in Mönchengladbach. Es ist beabsichtigt, die Stipendiatenzahl auf fünf zu erhöhen, wenn dafür weitere Förderer gefunden werden.

Das Opernstudio Niederrhein wird ermöglicht durch die großzügige Unterstützung der:
Gebr. Hubert und Josef KICKARTZ STIFTUNG Sowie durch die Heinrich Schmidt GmbH & Co. KG, Mönchengladbach und Rolf Kalthöfer, Mönchengladbach.

Weitere Informationen zum Opernstudio Niederrhein sowie ein Download der
Anmeldungsformulare finden sich auf der Homepage des Theaters unter:

www.theater-krmg.de

Hagen, Theater Hagen, Familienkonzert Die Prinzessin und der Bär, 31.03.2012

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Theater Hagen

„Die Prinzessin und der Bär“ – Familienkonzert im Rathaus Hohenlimburg

Samstag, den 31. März 2012 um 15 Uhr

Die Prinzessin und der Bär
Familienkonzert
31. März 2012 . 15:00 Uhr
Ratssaal im Rathaus Hohenlimburg, Freiheitstr. 3, 58119 Hagen

Solisten:
Werner Hußendörfer, Klarinette
Friedhelm Grote, Fagott

Dirigent und Erzähler: GMD Florian Ludwig

Musik: Richard Strauss: Duett-Concertino für Klarinette und Fagott mit Streichorchester und Harfe

Kann Musik Geschichten erzählen? Aber ja! Mit dem Duett-Concertino von Richard Strauss erzählt das philharmonische orchesterhagen in diesem Familienkonzert die Geschichte von der Prinzessin und dem Bär, die an das berühmte Märchen von der Schönen und dem Biest angelehnt ist. Klarinette und Fagott erwecken die beiden Hauptpersonen zum Leben und zaubern mit ihrer Musik eine märchenhafte Geschichte:

Als die Prinzessin im Wald auf den Bären trifft, erschrickt sie zunächst fürchterlich und will weglaufen. Doch der Bär hält sie fest, aber nicht etwa, um ihr weh zu tun, sondern aus Neugierde und Hoffnung auf Gesellschaft. Sie ringen miteinander, bis die selbstbewusste Prinzessin sich losmachen kann. Längst hat sie gemerkt, dass sie den Bär eigentlich nicht zu fürchten braucht, und als sie so einander gegenüber stehen, beginnt auf einmal der Wald an zu funkeln wie ein Smaragd. Es scheint, als wäre die Waldfee der Auslöser dieses zauberhaften Spektakels, das die beiden in seinen Bann zieht. – Und was dann passiert, ist im Konzert zu erfahren, an dem alle Altersgruppen ihre Freude haben werden. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt: Die Musik nimmt die Zuhörer mit auf das Abenteuer der Prinzessin und des Bärs.

Karten: 9,00 / 6,00 Euro alle Plätze/ Familienkarte: 23,-€ unter 02331/ 207-3218 oder www.theater.hagen.de

Weitere Informationen zu den Solisten :

Friedhelm Grote studierte ab 1975 an der Musikhochschule Köln bei Prof. Claus Boden und Prof. Günter Pfitzenmaier und erhielt 1978 die Stelle des 1. Stellvertretenden Solo-Fagottisten bei den Remscheider Sinfonikern. Seit 1985 ist er Solo-Fagottist im philharmonischen orchesterhagen.

Als Solist trat Friedhelm Grote u. a. mit den Remscheider Sinfonikern, dem Rheinischen Kammerorchester, der Philharmonie Südwestfalen, dem philharmonischen orchesterhagen und dem Münchener Kammerorchester hervor.

Neben seiner Tätigkeit als Dozent für Fagott engagiert er sich darüber hinaus für die Kammermusik. Sie ermöglichte ihm Konzerte im In- und Ausland und führte ihn auch auf Einladung der Deutschen Botschaft mit seinem Kollegen Werner Hußendörfer nach Amman/Jordanien, wo sie bei dem beliebten Jerash-Festival spielten.

Werner Hußendörfer, in Tiengen/Hochrhein geboren, ist dem Hagener Publikum seit vielen Jahren als Soloklarinettist bestens bekannt. Er war bereits in zahlreichen Konzerten solistisch zu hören und ist neben seiner Orchestertätigkeit leidenschaftlicher Kammermusiker.

Seine Mitwirkung in verschiedenen Ensembles ermöglichte ihm Konzerte im In-und Ausland und führte ihn auch u. a. nach Amman/Jordanien, wo er bei dem beliebten Jerash-Festival spielte. Neben verschiedenen Rundfunkaufnahmen wirkte Werner Hußendörfer auch bei vielen CD-Produktionen mit.
Seine musikpädagogische Ausbildung beendete er an der Musikhochschule in Trossingen mit der staatlichen Musiklehrerprüfung. Anschließend wechselte er an die Nordwestdeutsche Musikakademie nach Detmold und legte dort bei Prof. Jost Michaels die Künstlerische Reifeprüfung ab.

Mönchengladbach, Theater Krefeld Mönchengladbach, PREMIERE Die Liebe zu den drei Orangen, 17.03.2012

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Theater Krefeld Mönchengladbach

Die Liebe zu den drei Orangen,  Oper von Sergej Prokofjew

Premiere am Samstag, dem 17. März 2012 um 20 Uhr

Der König ist verzweifelt: Sein Sohn hat das Lachen verlernt und die zahlreichen Ärzte, die er um Hilfe bittet, sind ratlos. Schließlich veranlasst der besorgte und geplagte Vater ein Fest, bei dem der Prinz zum Lachen gebracht werden soll. Doch keiner der gezeigten Späße kann ihm auch nur ein Lächeln abringen. Erst als der Zauberin Fata Morgana ein Missgeschick widerfährt, bricht er in schallendes Gelächter aus – und ist endlich geheilt! Die gedemütigte Zauberin aber belegt ihn aus Rache augenblicklich mit einem Fluch: Der Prinz soll in rasender Liebe zu drei Orangen entflammen. Kaum ist der Bann  ausgesprochen, macht sich er auch schon auf den Weg, um die angebeteten Orangen zu
finden. Seine Reise führt ihn durch so manches Abenteuer der fantastischen Art, bis ihn schließlich doch noch die große Liebe ereilt.

1919 machte sich Sergej Prokofjew an die Bearbeitung des Stoffs von Die Liebe zu den drei Orangen.

Auf der gleichnamigen Komödie von Carlo Gozzi basierend, handelt es sich bei seinem Libretto um Theater im Theater im Stil der Commedia dell’arte. Gewitzte Dialoge, pointiert rhythmische Musik und fantastische Bühnenfiguren machen Prokofjews Märchenoper zu einem Werk, das Jung und Alt gleichermaßen in seinen Zauberbann zu ziehen vermag.

Musikalische Leitung: Graham Jackson
Inszenierung: Ansgar Weigner
Bühne und Kostüme: Robert Schrag
Choreinstudierung: Maria Benyumova
Dramaturgie: Ulrike Aistleitner
Mit: Janet Bartolova, Nele van Deyk, Dara Hobbs, Eva Maria Günschmann, Susanne Seefing, Marianne Thijssens; Hayk Dèinyan, Igor Gavrilov, Markus Heinrich, Andrew Nolen, Tobias Scharfenberger, Rochus Triebs, Johan Weigel, Matthias Wippich; Chor, Extrachor und Statisterie; Die Niederrheinischen Sinfoniker

Weitere Termine: 25. März (19.30 Uhr); 11. (20 Uhr), 15. (18 Uhr), 22. April (19.30 Uhr); 18. Mai (20 Uhr); 19. (20 Uhr), 26. Juni (20 Uhr); 1. Juli 2012 (16 Uhr)

Krefeld, Theater Krefeld Mönchengladbach, PREMIERE Zarzuela-Abend, 30.03.2012

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Theater Krefeld Mönchengladbach

Melodías españolas. Ein Zarzuela-Abend

Premiere am Freitag, dem 30. März 2012 um 20 Uhr, Studiobühne I, in der Fabrik Heeder in Krefeld

Die untergehende Sonne färbt den Horizont blutrot und hüllt Spanien in warme Töne. In den engen Gassen flirrt noch die vom Tag erhitzte Luft. Abkühlung gibt es nur bei einem Vino in der Taverne.

Mutter und Tochter, beide stolze Spanierinnen, treffen hier auf einen feurigen Tänzer, der Erinnerungen in ihnen weckt und sie davon erzählen lässt … Janet Bartolova und Lilia Tripodi, die auch im wahren Leben Mutter und Tochter sind, verleihen den eigens für unser Theater angefertigten Zarzuela- Arrangements ihre Stimmen und lassen so die beliebten spanischen Melodien wieder aufleben.

Die temperamentvolle und mitreißende Zarzuela, die spanischen Form der Operette, erlebte ihre Blütezeit um 1900. Der Bürgerkrieg setzte dem heiteren Musiktheater jedoch ein jähes Ende. In jüngster Zeit aber erlebt die Zarzuela durch namhafte Interpreten wie Plácido Domingo und Rolando Villazón ein regelrechtes Revival.

Musikalische Leitung: André Parfenov
Inszenierung: Sirkka Mentlein
Choreografie: Robert North
Ausstattung: Janine Hoffmann
Dramaturgie: Christine Lauter
Mit: Janet Bartolova, Lilia Tripodi; Jorge Yen; Mitglieder der Niederrheinischen Sinfoniker

Weitere Termine: 3. (20 Uhr), 20. April 2012 (20 Uhr)

Krefeld, Theater Krefeld Mönchengladbach, PREMIERE Musikal Blues Brothers, 31.03.2012

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Theater Krefeld Mönchengladbach

Blues Brothers – Unterwegs im Auftrag des Herrn!

Premiere am Samstag, dem 31. März 2012 um 20 Uhr im Theater Krefeld

Jake Blues ist kaum aus dem Knast entlassen, da haben er und sein Bruder Elwood schon wieder ein fettes Problem an der Backe. Denn das Chicagoer Waisenhaus, in dem die Brüder einst von Nonnen großgezogen wurden, muss binnen weniger Tage eine Steuerschuld von 5.000 Dollar begleichen, sonst droht die Schließung. Ehrensache für Jake und Elwood, das Geld zu besorgen, aber Schwester Mary, die Mutter Oberin, besteht allen Ernstes auf legal erworbenem Geld!

Bei einem Gospelgottesdienst kommt Jake die Erleuchtung: DIE BAND! Ein paar Konzerte mit ihrer alten Rhythm’n’Blues-Band und das Geld müsste eingespielt sein. Die himmlische Eingebung hat nur einen kleinen Haken: Seit ihrem letzten Auftritt vor drei Jahren hat sich die Band in alle Winde zerstreut.

Aber beseelt von ihrer göttlichen Mission brechen Jake und Elwood – sozusagen unterwegs im Auftrag des Herrn – zu einer Katastrophentour quer durchs Land auf, um die ehemaligen Bandkollegen aufzustöbern.

Schwarzer Hut, schwarzer Anzug, Sonnenbrille – die unvergesslichen Blues Brothers gelten als Inbegriff
von „cool“. Nach dem Stoff des legendären Films aus dem Jahr 1980 bringt das Theater Krefeld und Mönchengladbach nun eine freie Bearbeitung auf die Bühne mit live gespielten Soul- und R&BKlassikern wie Everybody needs somebody to love, Soul Man oder Gimme Some Lovin’. Anarchisch, himmlisch, laut!

Regie: Matthias Gehrt
Musikalische Leitung: Willi Haselbek
Bühne: Gabriele Trinczek
Kostüme: Petra Wilke
Choreografie: Ralph Frey
Dramaturgie: Martin Vöhringer
Mit: Esther Keil, Marianne Kittel; Felix Banholzer, Cornelius Gebert, Joachim Henschke, Adrian Linke, Paul Steinbach, Bruno Winzen; Statisterie; Blues Brothers-Band

Weitere Termine: 3. (20 Uhr), 14. (20 Uhr), 15. (19.30 Uhr), 19. April (20 Uhr), 20. April (20 Uhr); 4. ( 20 Uhr), 11. (20 Uhr), 27. Mai (19.30 Uhr); 6. (20 Uhr), 10. (19.30 Uhr), 15. (20 Uhr), 16. (20 Uhr), 19. (20 Uhr), 23. (18 Uhr), 28. Juni (19 Uhr); 1. Juli (16 Uhr)

Mönchengladbach, Theater Krefeld Mönchengladbach, PREMIERE Lenz, 16.03.2012

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Theater Krefeld Mönchengladbach

Lenz

Von Georg Büchner mit Liedern von Franz Schubert

Premiere am Freitag, dem 16. März 2012 um 19.30 Uhr im Studio des Theaters Mönchengladbach

Werther. Lenz. Kurt Cobain. Die Reihe der an ihren Idealen und an der Gesellschaft verzweifelnden Künstler und Kunst?guren reicht bis ins Heute. Wie mit Büchners bahnbrechender Erzählung die moderne Prosa entsteht, so beginnt mit dem Dichter Jakob Michael Reinhold Lenz die zuweilen verzweifelte Suche des modernen Individuums nach seinem Platz in der Welt. In Lenz greift Büchner eine biogra?sch verbürgte Krise im Leben des Dichterkollegen auf und schildert wie der völlig erschöpfte und an sich selbst zweifelnde junge Mann ZuCucht beim Pfarrer Oberlin sucht, nachdem sein letzter Versuch, Halt in der Welt zu ?nden, soeben restlos gescheitert ist. Goethe hat ihn aus
Weimar ausweisen lassen, die Freundschaft zu ihm ist unrettbar zerbrochen.

In der Dramatisierung des Stoffes stellt Regisseur Frank Hänig dem scheiternden Lenz den über alle Maßen erfolgreichen Goethe gegenüber und verdichtet ihre dialektische Beziehung durch das Auftreten einer Frau, in die beide Dichter zu Lebzeiten verliebt waren: Friederike Brion, die Pfarrerstochter aus Sesenheim …

Inszenierung, Bühne und Kostüme: Frank Hänig
Musikalische Leitung: Michael Preiser
Dramaturgie: Martin Vöhringer
Mit: Felicitas Breest; Felix Banholzer, Daniel Minetti
Klavier: Michael Preiser

Weitere Termine: 7., 11., 29. April; 22., 23. Mai 2012
Alle Vorstellungen beginnen um 19.30 Uhr.

Krefeld / Mönchengladbach, Theater Krefeld Mönchengladbach, Theaterball 2012 Wiener Blut

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Theater Krefeld Mönchengladbach

Theaterball 2012 Wiener Blut

Im Theater Krefeld und der Mediothek am Samstag, dem 3. März 2012 Im Theater Mönchengladbach am Samstag, dem 24. März 2012 Beginn jeweils 20 Uhr Wien – Stadt der Kaffeehäuser und des legendären Walzerkönigs Johann Strauß. Die österreichische Hauptstadt an der schönen Donau ist so facettenreich wie ein Kaleidoskop: Tradition und Moderne vermischen sich auf elegante Weise. Wir holen die schillernde Metropole Österreichs nun für eine Nacht an den Linken Niederrhein. Denn unter dem Motto Wiener Blut feiert das Gemeinschaftstheater am 3. März 2012 in Krefeld und am 24. März 2012 in Mönchengladbach seinen beliebten Theaterball.

Während das Krefelder Publikum erstmals direkt im Theater und in der benachbarten Mediothek das Tanzbein schwingen darf, beschließt der Ball in Mönchengladbach – nach zweijähriger TiN-Abstinenz – das endgültige Nachhausekommen ins Theater an der Odenkirchener Straße. Gründe zum Feiern gibt es also genug!

Dabei erwartet alle Ballgäste Wiener Schmäh und attraktive Programmpunkte: Um 20 Uhr eröffnen die Niederrheinischen Sinfoniker, Solisten des Musiktheaters und das Ballettensemble unter dem Motto Ich lade gern mir Gäste ein mit einem heiteren Strauß-Programm den Ball auf der Großen Bühne. Am Dirigentenpult lösen einander GMD Graham Jackson und Kapellmeister Andreas Fellner ab, moderiert wird die Eröffnung natürlich von Generalintendant Michael Grosse.

Im Anschluss daran kann auf der Bühne im Wechsel zum Hartmann-Hilter-Swing-Orchestra und der Band Two’N’Twins getanzt werden. Für die Fans des individuellen Freestyles spielen bis zum Morgengrauen die Publikumslieblinge Petrocelli. Und wer eine Pause braucht, kann bei einem Glas „Grüner Veltliner“ diverse Extraprogramme genießen: Taubenvergiften für Fortgeschrittene mit Michael Frowin und Jochen Kilian, ein satirisch-musikalisches Programm des Schauspielensembles mit dem Titel Wie schön wäre Wien ohne Wiener (Leitung: Jochen Kilian) sowie Wienerlieder des Musiktheaterensembles mit Schrammel-Quartett-Begleitung unter der Leitung von Heinz Hox.

Mit der Mitternachtsshow Rock me Amadeus – Eine kleine Nachtmusik werden auf der Großen Bühne Österreich-Klischees amüsant auf die Schippe genommen und der zweite Teil dieser rauschenden Wiener Ballnacht eingeläutet. (Abendkleidung erbeten.)
Der Krefelder Theaterball wird Ihnen präsentiert mit freundlicher Unterstützung der SWK, Stadtwerke Krefeld AG.

Der Mönchengladbacher Theaterball wird ermöglicht durch die Unterstützung  theaterbegeisterter Bürger.

Krefeld / Mönchengladbach, Theater Krefeld Mönchengladbach, Spielplan März 2012

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Theater Krefeld Mönchengladbach

Spielplan März 2012

DOWNLOAD: Spielplan März 2012 (Seite1) / Spielplan März 2012 (Seite2)

Was heißt hier: „Tanz in den Mai? Wir feiern „Tanz im März mit unserem traditionsreichen Theaterball, der unter dem Motto „Wiener Blut in diesem Jahr am 3. März in Krefeld erstmals nicht mehr im Seidenweberhaus, sondern im Theater und der benachbarten Meditothek stattfindet. In Mönchengladbach freuen wir uns nach zwei jähriger Pause, bedingt durch die Umbauspielzeiten, nun endlich am 24. März wieder den beliebten Theaterball im Stammhaus an der Odenkirchener Straße in Rheydt feiern zu können! Dabei haben wir uns ein randvolles Programm mit viel Wiener Schmäh, Walzer und natürlich jeder Menge charmanter Österreich-Klischees ausgedacht: Beste Laune ist also garantiert!

Und auch die Premieren des Monats lassen mit der großen Familienoper „Die Liebe zu den drei Orangen” (17. März im Theater Mönchengladbach) und der Aufführung von „Blues Brothers Unterwegs im Auftrag des Herrn!” (31. März im Theater Krefeld) sowie den beiden musikalischen Studioproduktionen „Lenz” (16. März im Studio Mönchengladbach) und „Melodías españolas” (30. März in der Fabrik Heeder, Krefeld) keine Langeweile aufkommen!

In diesem Sinne freuen Sie sich auf einen ereignisreichen März.

Krefeld, Theater Krefeld, Norma im Faschismus, IOCO – KRITIK

Theater Krefeld Mönchengladbach

Norma  von  Vincenzo Bellini  

Zeitversetzt: Vom römischen Gallien in den Faschismus

Theater Krefeld Mönchengladbach, Norma (c) Thomas Stutte Theater Krefeld Mönchengladbach, Norma (c) Thomas Stutte Theater Krefeld Mönchengladbach, Norma (c) Thomas StutteTheater Krefeld Mönchengladbach, Norma (c) Thomas Stutte 

Bellinis Meisterwerk, zuletzt im Rhein/Ruhr-Raum an der Deutschen Oper am Rhein in der Spielzeit 2003 zu sehen (mit der fabelhaften Alexandra von der Weth), kam nun am Theater Krefeld als Erstaufführung heraus. Am gleichen Abend hatte das Werk auch in Dortmund Premiere (darüber wird IOCO im Januar berichten).

BellinisTragedia lirica” wurde 1831 am Mailänder Teatro alla Scala uraufgeführt. Die Oper ist das Belcantowerk schlechthin. Raffinierte Klangwirkungen, Melodienreichtum, effektvolle Arien und Gesangsszenen sind in verschwenderischer Fülle vorhanden. Es kommt nicht von ungefähr, dass “Norma” bei den großen Gesangstragödinnen beliebt war als Mittel zum Zweck, um ihre gesanglichen und darstellerischen Qualitäten unter Beweis zu stellen. Angefangen von Giuditta Pasta, der Sängerin der Uraufführung, über Rosa Ponselle, Zinka Milanov und Maria Callas, bis hin zu Joan Sutherland und Montserrat Caballe wussten alle die Qualitäten des Werkes zu nutzen.

Die originale Handlung spielt in grauer Vorzeit in Gallien in den geheiligten Bezirken der Irminsäule. Norma ist Priesterin, Tochter des Oberpriesters der Druiden und in sündiger Liebe mit Pollione, dem Prokonsul der verhassten römischen Besatzungsmacht verbunden. Mit ihm hat sie auch zwei Kinder. Doch Pollione liebt Adalgisa, eine junge Priesterin der Druiden. Die Konflikte sind somit vorgegeben.
Adalgisa vertraut Norma ihre Beziehung zu Pollione an. Norma ist verletzt und offenbart sich Adalgisa. Die wiederum will sich nun von Pollione trennen. Aus Rache wegen des Treuebruchs Polliones will Norma ihre beiden Kinder töten. Doch die Mutterliebe siegt. Pollione will Adalgisa entführen und Norma ruft zum Krieg gegen die Römer auf. Es gibt kein Happyend. Nachdem Norma ihrem Priestervater und den Druiden ihren Fehltritt offenbart hat, geht sie mit Pollione in den Flammentod.

Theater Krefeld Mönchengladbach, Norma (c) Thomas Stutte Theater Krefeld Mönchengladbach, Norma (c) Thomas Stutte Theater Krefeld Mönchengladbach, Norma (c) Thomas StutteTheater Krefeld Mönchengladbach, Norma (c) Thomas Stutte Theater Krefeld Mönchengladbach, Norma (c) Thomas Stutte Theater Krefeld Mönchengladbach, Norma (c) Thomas Stutte

Thomas Wünsch, der Regisseur der Krefelder Erstaufführung, verlegt die Handlung in die Zeit des Faschismus. Widerstand, Gewalt, Unterdrückung und Verrat herrschen. Das gelingt ihm recht gut und ohne nennenswerte Brüche. Herausragenden Anteil daran hat die Ausstattung von Heiko Mönnich. Seine Aufbauten, desolate Häuserfassaden, zerschlagene Fenster, Lageratmosphäre, begrenzende Mauern und der triste Hinterhof, waren der beklemmende Schauplatz dieser in sich stimmigen Inszenierung (Übernahme, samt Ausstattung vom Pfalztheater Kaiserslautern).

Die musikalische Seite dieser Produktion war hervorragend. An erster Stelle muss hier Barbara Dobrzanska genannt werden, die als Gast die Titelpartie sang. Sie verfügt über eine farblich aparte Sopranstimme mit großer Kehlkraft und Flexibilität. Die an Koloraturen und Verzierungen reiche Rolle bereitete ihr keine Mühen. Dazu spielte sie mit überzeugender Schlichtheit, aber brennender Intensität, die zwischen Liebe, Hass und Pflicht zerrissene Frau. Eine großartige Leistung. Nach der großen Arie “Casta Diva” gab es lautstarke Ovationen.  Kairschan Scholdybajew war ihr, zumindest am Premierenabend, kein ebenbürtiger Partner. Er war nach überstandener Krankheit stimmlich noch nicht wieder fit, was sich in Höhenproblemen äußerte. Er wurde nach der Pause mit Indisposition entschuldigt.

Janet Bartolova sang die Adalgisa an diesem Abend. Ihre große, wandlungsfähige Stimme und ihre gestalterische Präsenz wusste sie effektvoll einzusetzen. In der B-Premiere am 9. 12. wird sie die Norma singen.  Der junge Bassist Andrew Nolen war mit der Partie des Oroveso, Normas Vater und Oberpriester der Druiden, betraut. Er bemühte sich redlich der Rolle vokales Profil zu geben. Aber der Oroveso braucht eine stärkere stimmliche Autorität, die die schlanke Stimme Nolens (noch) nicht geben konnte. Er ist einfach noch zu jung für diese Rolle.  Mit kräftigem Tenor sang Hyun Ouk Cho den Flavio, Polliones Freund und Begleiter. Die Clothilde, Normas Vertraute, war mit der schönstimmigen Lilia Tripoldi besetzt.  Großartig, eigentlich wie immer, war der stimmlich und darstellerisch präsente Chor, den Maria Benyumova einstudiert hatte.

Am Pult stand Andreas Fellner, der die üppige Pracht der melodienreichen Musik Bellinis, zusammen mit den prächtig aufspielenden Niederrheinischen Sinfonikern, optimal hörbar machte.

IOCO / UGK / Dezember 2011