Köln, Oper Köln, Der fliegende Holländer, Premiere in stürmischer See, IOCO-Kritik, 04.05.2012


Kritik

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Oper Köln

 

Der unerschöpfliche Holländer - Mythos:
Teufelspakt, Teufelin und Wagners romantische Erlösungsvisionen

Im Vorfeld und im Nachklang der Premiere des Fliegenden Holländer wurden romantische und markige Rettet die Kölner Oper“-Gesänge und Reden geboten. Uwe Eric Laufenberg wurde nach der Vorstellung gefeiert. Galt der Jubel der gelungenen Holländer-Premiere oder dem Kampf Laufenbergs gegen städtische Unbill?  Vermutlich beidem. Happening-Atmosphäre durchzog den Abend.

Der Mythos des Fliegenden Holländer, eine der meistgespielten Opern der Welt, wird immer wieder neu interpretiert. Richard Wagner schrieb 1850: “Das Unvergleichliche des Mythos ist, dass er…für alle Zeiten uner schöpflich ist“. Mystische Erzählungen, deren dauerhafte Gültigkeit, reizten Wagner sein ganzes Leben. Wie die Sage/Legende vom Fliegenden Holländer, welche sich über Jahrhunderte formte. Aber erst 1831 gab ihr  Heinrich Heine den heutigen Namen. Richard Wagner formte die Geschichte des durch eigene Schuld fluchbeladenen Seemanns zu einem musikdramatischen Ausdruck utopischer Hoffnung nach Verklärung.

Dietrich Hilsdorf belebt in Köln den romantischen  Holländer-Mythos Richard Wagners mit neuer Gestalt und Phantasie. Der Teufel, welchem sich Holländer in einem Pakt verschrieben hat, wird in Köln als Frau mit Namen Samiel (Gabi Dauenhauer) zur leibhaftigen Teufelin. Von der Ouvertüre bis zum Ende verkörpert Samiel pantomimisch, nackt oder in strengem Anzug, das Abgründige, das Verruchte; der sichtbare Gegensatz zur aufopferungsbereiten Senta. Der mystische Handlungsgerüst des Holländer, Verdammnis versus Erlösung, konkretisiert Hilsdorf durch das erkennbar Böse, durch Samiel. Hilsdorf weigert sich auch, diesen Holländer mit einem für ihn “faulen” Erlösungsmotiv zu beenden. Die Erlösung also fällt aus in Köln: “Zu ideologisch, Erlösung von was?”  Hilsdorf wählt in seiner Inszenierung den von Wagner 1843 komponierten Ur-Schluss, mit physischem Tod von Senta. Die Wahl der Urfassung, der Verzicht auf illusorische Erlösung, schafft szenische und musikalische Direktheit. Eine lebensnahe Hilsdorf Inszenierung, eine reale Interpretation des ansonsten weit verschlungenen Mythos vom Fliegenden Holländer. Eine Inszenierung, welche sich auch von Wagners Lebensträumen verabschiedet:  Der Erlösung des Mannes durch Aufopferung einer Frau.

Das Bühnenbild (Dieter Richter) trifft die mystische Stimmung der Handlung besonders gut im ersten Aufzug. Tobende Gischt und Weite des Meeres werden bei wenig anderen Requisiten düster, halbdunkel auf Prospekt und der sich nach hinten schließenden riesigen Bühne abgebildet. Die Handlung und Personenführung mit Matrosen, Steuermann, Holländer und Daland (Kostüme Renate Schmitzer) entwickelt sich darinbruchlos. Die Spinnstube im zweiten  Aufzug bricht, in heller, bürgerlicher Überzeichnung, die zuvor so stringent mystische Ausrichtung etwas (ver-)störend auf. Mystisches mischt sich mit Realem. Auf einem modern, länglichen Tisch sind mehrere Spinnräder platziert. Unter der Tischplatte, deutlich sichtbar, technisch komplexe Mechanik. Die Spinnerinnen in traditioneller Kleidung bewegen, arbeiten, singen. Im dritten Aufzug gewinnt die Mystik erneut die Oberhand. Erik hantiert, etwas wirr, mit einer langläufigen Flinte, Senta erschiesst sich. Die riesigen Kulissen verschieben sich zwischen den Aufzügen, von magischen unterirdischen Kräften getrieben, verwirrend wie beeindruckend.

Markus Poschner dirigierte souverän das prächtig disponierte Kölner Gürzenich-Orchester  in der Ouvertüre etwas zurückhaltend aber mit feinster Klang-Balance. Vorbildlich, wie Poschner auf die Sänger einging, einen Klangteppich bereitete und niemanden zudeckte. Mit zunehmender Dramatik erfasste aber auch das Orchester der Sturm der Ereignisse.

Davon profitierten das hervorragende Ensemble. Samuel Youn, in seinem Rollendebüt als Holländer, überzeugte rundum: Seine Stimme ist ebenmäßig fest, wie sein Schiff, dazu gleichbleibend wohl timbriert selbst in schwierigen Tonlagen. Die Figur des zerrissenen, zur ewigen Verdammnis verurteilten Seemanns gestaltet er eindringlich. Lars Woldt, ebenfalls im Rollendebüt als Daland, überzeugt mit sicher schönem Bassbariton und als seine Tochter verschachernder Vater. Erika Sunnegardh als Senta spielte verhalten distanziert, sang sicher und mit Kraft, wenn auch nicht immer farbig. Jeongki Cho, als Steuermann  ebenfalls in einem Rollendebut, verzauberte mit hellen lyrischen Tenor. Thomas Piffka, durch seine Flinten-Requisite behindert wirkend, sang die dramatisch sehr anspruchsvolle Parie des Erik kraftvoll und wohllautend. Diane Pilcher überzeugte als Amme Mary. Auffällig war die gute Textverständlichkeit der Solisten und der Chöre dieser Aufführung. Die Hilfe der Übertitel mußte nur selten bemüht werden. Die prächtige Diktion der Kölner Solisten dürfte vielen Besuchern die Tür zu besserem Verständnis von Richard Wagners  Gesamtkunstwerk geöffnet haben.

Eine glänzende Premiere in der erneut ausverkauften Oper Köln. Regisseur Dietrich Hilsdorf bereichert den Holländer-Mythos durch Ausgestaltung der Wagnerschen Urfassung: Böses Ende, alles gut ! Das Publikum feierte Ensemble, Regie und Intendant Laufenberg überschwenglich. Diese packende Holländer-Aufführung wird im Mai 2012 noch acht Mal gespielt: An der Oper Köln. Als Einakter, ohne Unterbrechung, ganz im Geiste Richard Wagners.

IOCO / Viktor Jarosch / 06.05.2012

Köln, Oper Köln, Bizarrer Disput zwischen Magistrat und Oper, IOCO Aktuell, 05.05.2012


aktuell

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Oper Köln

Stadt Köln und Oper Köln in unerquicklicher öffentlicher Kommunikation

Der Haussegen zwischen der Stadt Köln und der Oper Köln rutscht seit der verunglückten Jahrespressekonferenz der Oper Köln am 24.4.2012 (siehe IOCO-Bericht) in massive Schieflage. Dies weiß inzwischen die ganze Republik.  Die Kölner Streithähne schaffen es nicht, bedeutende regelbedürftige Sachverhalte abgestimmt zu kommunizieren. Stattdessen markiges Getöse allen Ortes. Die unten wiedergegebenen Presseerklärungen vom 4.5.2012 der Stadt Köln wie der Oper Köln (Antwort) sind die neuesten Auswürfe sprachlichen Getölpels:

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Presseerklärung der Stadt Köln vom 4.5.2012

“Dienstvertrag mit Opernintendant Uwe Eric Laufenberg soll bestehen bleiben

Intensive Gespräche über Umsetzung des Spielplans

Nachdem Opernintendant Uwe Eric Laufenberg sein Angebot, aus dem laufenden Dienstvertrag zum 31. August 2013 ohne Bedingungen auszuscheiden, nicht aufrechterhalten hat, werden weitere Überlegungen zu einer vorzeitigen Auflösung seines Dienstvertrages seitens der Stadt Köln nicht weiterverfolgt. Insofern geht die Stadt Köln davon aus, dass das bestehende Vertragsverhältnis mit dem Opernintendanten bis zum regulären Auslaufen im Jahr 2016 fortgesetzt wird. Gleichzeitig wird die Stadt Köln, vertreten durch das Kulturdezernat, in intensive Gespräche mit der Opernintendanz und dem Geschäftsführenden Direktor der Bühnen eintreten, mit dem Ziel, den Opernintendanten schnellstmöglich den neuen, dem aktuell bereitgestellten Finanzbudget angepassten Spielplan der Öffentlichkeit vorstellen zu lassen. In diesen Gesprächen sollen auch Regelungen zum mittelfristigen Ausgleich aufgelaufener Defizite gefunden werden.

Die Stadt Köln hatte vor wenigen Tagen in einer Dringlichkeitsentscheidung eine Ermächtigungsgrundlage für die Umsetzung der Spielzeit 2012/2013 der Bühnen auf den Weg gebracht. Vorgesehen ist die Erhöhung des Betriebskostenzuschusses von 49,1 Millionen Euro auf 51,1 Millionen Euro. Damit stehen der Oper für die Spielzeit 2012/2013 statt 30,4 Millionen Euro jetzt rund 32 Millionen Euro zur Verfügung. Die Opernintendanz macht dagegen einen Finanzbedarf für ihren konzipierten Spielplan von 34,4 Millionen Euro geltend.”

Stadt Köln – Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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Antwort:  Presseerklärung der Oper Köln vom 4.5.2012

” Die Presseerklärung der Stadt Köln vom 04.05.2012 ist falsch. Es wird behauptet, nachdem Uwe Eric Laufenberg sein Angebot, aus dem laufenden Dienstvertrag zum 31.08.2013 ohne Bedingungen auszuscheiden, nicht aufrechterhalten hat, werden weiter
Überlegungen zu einer vorzeigen Auflösung seines Dienstvertrages  seitens der Stadt Köln nicht weiterverfolgt. Das ist falsch. Richtig ist: Das Angebot des Opernintendanten Uwe Eric Laufenberg vom 20. April 2012, aus dem laufenden  Dienstvertrag zum 31.08.2013 ohne Bedingungen auszuscheiden, ist  von der Stadt Köln nicht angenommen worden. Das kann man auch  der Pressemeldung der Stadt Köln vom 24. April 2012 entnehmen. Des Weiteren bleibt nach wie vor ungeklärt, wann und wie die Spielzeit 2012/2013 in den Vorverkauf geht, und damit, ob sie überhaupt stattfindet.”

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IOCO:  Die Etat-Probleme an der Oper Köln sind überschaubar, €2 Mio/Jahr fehlen. Das Opern- und Theatergebäude Köln am Offenbachplatz wird zur Zeit für über €250 Mio saniert. Der hektische, öffentliche Disput wirkt  angesichts dieser Proportionen unprofessionell wie grotesk.

IOCO / VJ / 5.4.2012

Köln, Philharmonie Köln, Kurt Masur im Krankenhaus – Alle Konzerte bis Ende Juni 2012 abgesagt, 02.05.2012

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Kölner Philharmonie

Kurt Masur sagt alle Konzert bis Ende Juni 2012 ab

Geburtstagskonzert am 11. Juni in der Kölner Philharmonie fällt aus

Kurt Masur muss wegen einer Fraktur seines linken Schulterblatts seine bis Ende Juni 2012 geplanten Konzerte absagen und wird aller Voraussicht nach auch erst mit Saisonbeginn im September seine Dirigate wieder aufnehmen. Somit wird auch sein Konzert mit dem Orchestre National de France am 11. Juni in der Kölner Philharmonie nicht stattfinden. Da dieses Konzert zu keinem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden kann, müssen erworbene Eintrittskarten bis zum 25. Juni an den Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden, bei denen sie gekauft wurden.

Die Ärzte im Pariser Krankenhaus, in dem Kurt Masur in den letzten Tagen untersucht wurde, sind zuversichtlich, dass er sich von dieser Verletzung vollständig erholen wird. Während eines Konzertes in Paris war der 84-Jährige gestürzt und anschließend ins Krankenhaus gebracht worden.

Köln, Oper Köln, Tondokument zur Pressekonferenz zur Spielzeit 2012/13, IOCO Aktuell, 26.04.2012

aktuell

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Oper Köln

IOCO – Tondokument der chaotischen Jahrespressekonferenz der Oper Köln

Hören Sie “live”  Uwe Eric Laufenberg zum Spielplan 2012/13

Mitschnitt der Pressekonferenz :

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Mails engagierter IOCO Leser zu den Problemen an der Oper Köln:  Hier!

 

Köln, Oper Köln, Das Chaos, Die Pressekonferenz, Der Spielplan, IOCO Aktuell, 24.04.2012


aktuell

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Oper Köln

Pressekonferenz zum Spielplan 2012/13 endet im Chaos

Die Vorstellung des Spielplanes 2012/13 der Oper Köln am 24.4.2012 wird in die Annalen der Theatergeschichte eingehen, sie endete im völligen Chaos. Ein Tondokument zur Pressekonferenz (PK) wird IOCO kurzfristig ins Netz stellen. Hintergrund der Streitigkeiten sind lange schwelende, von IOCO wiederholt kommentierte, Etat – Differenzen zwischen Stadt und Opernleitung. Die PK vom 24.4.2012 stellt einen nur schwer zu steigernden Höhepunkt des Steuerungschaos an der Oper Köln dar. Er blamiert die Stadt und ihr Kulturmanagement und droht teuer zu werden. Immerhin verwaltet die Oper Köln einen Etat von etwa € 40 Mio und beschäftigt 750 Mitarbeiter.

Nur Dr. Birgit Meyer, Operndirektorin, Tobias Werner, Betriebsdirektor und Eric Uwe Laufenberg, Intendant vertraten die Oper Köln auf dieser Pressekonferenz. Die Stühle von Kölns Kulturdezernent Prof. Georg Quander und Patrick Wasserbauer, Geschäftsführender Direktor (d.h. Kaufmännischer Geschäftsführer) blieben leer.

Uwe Eric Laufenberg betrat zu Beginn der PK das Podium und erklärte: “Eigentlich dachte ich bis vor einer Stunde, daß die Pressekonferenz mit folgendem Satz beginnt: Ich stelle Ihnen heute meine letzte Spielzeit der Intendanz der Oper Köln vor. Dieser Satz ist aber vor einer halben Stunde konterkariert worden. Ich habe einen Brief von Prof. Quander erhalten, der eigentlich bei dieser Pressekonferenz dabei sein wollte. Und diesen Brief verlese ich Ihnen jetzt”:

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“Sehr geehrter Herr Laufenberg,

mit großem Bedauern habe ich heute morgen bei der Presselektüre feststellen müssen, daß Sie wieder einmal und in fortgesetzter Weise sich über getroffene Vereinbarungen hinweg gesetzt und verbindliche Vereinbarungen mißachtet haben. Bei dem Gespräch vergangener Woche beim Oberbürgermeister….wo Ihnen noch einmal eindringlich die schwierige Finanzlage der Stadt erläutert haben und Sie, leider ohne Einsicht auf Ihrer Seite, gebeten habe…..gleichzeitig eine einvernehmliche Auflösung Ihres Dienstvertrages zum Ende der kommenden Spielzeit anzustreben…..

Ich muß Sie bitten, den Spielplanentwurf…. anzupassen. Dies wird sicherlich noch einige Anstrengungen kosten, da….

In jedem Fall weise ich Sie an, heute nur das anzukündigen, was mit dem jetzt genehmigten Zuschuss zuzüglich der zu erzielenden Einnahmen realisiert werden kann. Der Vorverkauf darf auch nur für diejenigen Teile des Programms aufgenommen werden, die über den Zuschuss und die Einnahmen gedeckelt sind.

<  Es folgen Ausführungen von Prof Quander zum Dienstvertrag von Uwe Eric Laufenberg, dessen geplanter vorzeitiger Auflösung und warum Prof. Quander seine Teilnahme an der Pressekonferenz absagt >

Mit freundlichen Grüßen,  i.V. Prof. Quander”

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Der im Plenum anwesende Mitarbeiter des abwesenden kaufm. Geschäftsführer P. Wasserbauer, Herr Kröne, erklärte auf wiederholte Rückfragen zum Etat, daß er keine Aussagen machen werde. Warum war er anwesend ? Ein surreales Szenario.

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Im folgenden erklärte Uwe Eric Laufenberg, daß aufgrund der Etatsituation und der ungeregelten Rahmenbedingungen verbindliche Aussagen zum Spielplan 2012/13 nur  eingeschränkt vorgenommen werden können. Allein die Produktion der Oper Macht des Schicksals von Giuseppe Verdi ist in der Saison 2012/13 durch bestehende Verträge gesichert.

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Zwischenfestellung Laufenberg: “Und die Anwälte schreiben mit….zu dem, was ich hier, heute sage”.

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Nachdem Uwe Laufenberg seine Feststellungen zum Spielplan beendet hatte verlas  Astrid Schubert, Choristin an der Oper Köln, eine Petition. Darin fordern die Mitarbeiter der Oper Köln die Stadtoberen auf, die erfolgreiche Arbeit der Oper Köln auch zukünftig zu sichern.

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Fazit:  Theater direkt, Chaos pur in Köln!  

Vor Beginn dieser Jahrespressekonferenz der Oper Köln für die Saison 2012/13 wird ein Spielplan verteilt, welcher nur 30 Minuten später als unverbindlich deklariert wurde. Peinlich: Kulturdezernent der Stadt Köln und Geschäftsführer der Oper sind bei dieser so kritschen Veranstaltung abwesend (kneifen). Noch-Intendant Uwe Eric Laufenberg erklärt den Inhalt eines Spielplanes, dessen Umsetzung höchst fraglich ist.

Die Oper Köln, seit 2009 maßgeblich von Uwe Eric Laufenberg geformt, stieg mit 90% Auslastung und spektakulären Inszenierungen (eg La Clemenza di Tito im OLG) zu einem der populärsten Musiktheater Deutschlands auf. 750 Mitarbeiter des Hauses und die Kultur in Köln und anderswo sind konsternierte Zuschauer eines verfahrenen, kölschen Dilletantenstadels.

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IOCO / Viktor Jarosch / 24.04.2012

Köln, Oper Köln, Chaos in Köln: Oper gefährdet ! IOCO Aktuell vom 22.04.2012


Aktuell

Oper Köln

IOCO erhielt zur Berichterstattung über die drohende Absage der Saison 2012/13 der Oper Köln viele Zuschriften. IOCO veröffentlicht im folgenden eine Auswahl dieser Zuschriften, um die öffentliche Anteilnahme zu verdeutlichen.

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Pressemitteilung der Oper Köln 

Katrin Deibert : Ich lebe in einer Stadt, die drei Opernhäuser hat. Daher ängstigt mich dieses Vorhaben in Köln sehr. Unter der strengen Diktatur des “Sparens” wurden in Deutschland in den letzten Jahren die merkwürdigsten Entscheidungen getroffen. Ganze Unternehmen haben sich kaputt gespart, die Kultur soll Gewinn bringend wirtschaften, aber wie misst man Erfolg in diesem Sektor. Die Kölner Oper habe ich nicht wirklich im Visier, aber einer meiner Lieblingssänger Markus Brück verlieh der Rigoletto Aufführung der Kölner Oper doch einen erfolgreichen Glanz. Ist so ein Erfolg dann nicht in Zahlen zu messen, kann man die nächste Saison einfach absagen? Was wollen wir uns noch zerstören, wir Deutschen lieben nun mal radikale Entscheidungen. Scheint immer noch so zu sein. Wenn eine Stadt es dann noch nicht einmal schafft die Grundbedürfnisse der Bevölkerung zu decken, wie Kinderbetreuung, dann kann natürlich wieder geschickt argumentiert werden. Fassungslos und besorgt schaut man nach Köln.

Raymund Frohn : Meiner Meinung nach sollten auch in Zeiten knapper Kassen Oper- und Kindergartenförderung nicht gegeneinander ausgespielt werden. Sind es uns unsere Kinder und deren Familien nicht wert, dass wir Ihnen einen gut funktionierenden Opernbetrieb erhalten? Opernkultur mag für den einen oder anderen verzichtbar erscheinen, Ihr Fehlen würde aber eine große Lücke hinterlassen. Ein Opernhaus, das nicht bespielt wird und kein überregionales Publikum mehr anzieht, bräuchte dann alleine für das Divertissementchen nicht mehr saniert zu werden. Wollen wir das?

Helmut Breidenstein : Nach dem Archiv nun die Oper – HELAU! Absturz der jahrhundertealten Kultur Kölns. Für die so armen Banken sind Milliarden da, für die Kultur und die Bedürftigen (und beide schließen einander keineswegs aus!) fehlen angeblich Millionen – ist ja zum Lachen! Solche Politiker sind nur noch verächtlich.

Dennis : Deutschland…… was wird aus dir?????????

Sava Mesut : “Über das Schöne, also das kulturell Bedeutsame lässt sich nicht abstimmen, weil es prinzipiell inkommensurabel ist und weil es im Gewand des Unbekannten, des Neuen, ebenso wie des Vergessenen, immer befremdet.” Joseph Joffe

Schleiss : Der gesamte Kulturbetrieb in Deutschland kostet im Jahr knappe 10 Mrd Euro. Das Ehegattensplitting kostet im Jahr genau das Doppelte und die Dienstwagenregelung kostet auch 10 Mrd Euro im Jahr. Wenn wir Spitzenorchester in Deutschland wegrationalisieren haben wir etwas nicht verstanden; “Über das Schöne, also das kulturell Bedeutsame lässt sich nicht abstimmen, weil es prinzipiell inkommensurabel ist und weil es im Gewand des Unbekannten, des Neuen, ebenso wie des Vergessenen, immer befremdet.” Joseph Joffe.

Wollschläger, Jutta : Wir alle brauchen diese Kultur, um zu leben! Lassen Sie auch die Einrichtungen dazu bestehen!

Elfi Frese : Es ist nicht mehr auszuhalten, das Debakel um die Kölner Oper. Wann hört der Schwachsinn seitens der Kölner Kulturpolitiker endlich auf? Soviel Ignoranz und Dilettantismus gerhört eigenlich bestraft.

Boysen, Hella : Unglaublich, das darf nicht passieren! Drücke die Daumen

Zimmermann : Peinlich! Was für Versager sind denn da am Werk?!?!

Heide Sciuro : Deutschland schafft sich selbst und seine in Jahrhunderten gewachsene Kultur ab. Das Pfund, mit dem man wuchern sollte wird ausgetauscht gegen billigste Veranstaltungen mit “Event-Charakter”. Das von SPD und GRÜNEN regierte Land redigiert rigide die Hochkultur, im Verbund mit offensichtlich unfähigen Intendanten, und das nicht nur in Köln!

Sana : Bin mit Georg Kugler absolut einverstanden. Die Spielzeit wird aber nicht abgesagt! Mindestens, möchte ich fest daran glauben! Denn das wäre wirklich nicht nur skandalös und beschämend, sondern desaströse!!!  Wobei Herr Pete Frank hätte dann die einmalige Möglichkeit ganz schnell paar Kindergärten zu bauen, damit die Eltern ganz schnell ihre Kinder dort abgeben können, damit sie sich um Gottes Willen mit den Kleinen nicht selbst beschäftigen müssen, wie z. B. ins Theater zu gehen müssen um z.B. die „Zauberflöte“ zu sehen und anhören. Schaffen Sie das Herr Frank? Oder glauben Sie wirklich, dass mit der Schließung der Oper, die Kindergartensituation der Stadt Köln sich verbessern wird? Naiv! Sehr naiv!

Holger Sand : Meine beiden Eltern, die ihre künstlerische Wiege in Köln hatten würden sich im Grabe umdrehen wenn sie das noch erleben müssten. Außerdem ist es mir peinlich, das mein ( ausgeschiedener) Ministerpräsident Peter Müller mit seiner Stimme ! in der finalen Instanz Bundesrat die Verankerung der Kunst im Grundgesetz vereitelt hat. Dennoch hat er schmerzfrei einen Posten als Verfassungsrichter angenommen, als er hier das sinkende Schiff verließ.  In der Zeit der Finanzkrise , hatten viele auf den “Sturm” der auf die Kunst zukommen kann hingewiesen  Kulturbudgets sind “weiche” Bestandteile in Haushalten. Was daraus erwachsen kann, sieht man in Köln. Ich wünsche den Kollegen viel Fortune, bei den kommenden Verhandlungen ?!

Holger Sand Lokalverbandsobmann der GDBA Saarl. Staatstheater Saarbrücken

Gabriel Falbe : Ich stimme natürlich den meisten meiner vor ”Schreibern” zu: Zweifelsohne fehlt es in unserer bürgerlichen Kultur – die keine mehr ist, sondern zumeist nur noch eine Reste-Verwertung eines ehemals existierender Kulturbegriffs – sowohl an einem gesunden Bewusstsein für Kunst als auch an einem bürgerlichen Selbstbewusstsein auf die Errungenschaften UND die Bedeutung der Kultur. “deutsch” sind wir nicht nur, weil wir alle eine ähnliche Sprache sprechen, “deutsch” sind wir eben auch, weil wir uns über unsere Kultur definieren. und das sagt einer, der sein halbes Leben irgendwo anders verbracht hat und dem “deutsch”-sein meistens völlig egal war…

Trotzdem sollten wir sicher die aus einer anderen historischen Situation stammende flächendeckende Verteilung der Opernhäuser einmal genauer anschauen: Wir sind eben keine Kleinstaaterei mehr, in der sich jeder Mini-Fürst sein eigenes Opern/Schauspielhaus leistet. in dieser Hinsicht ist Deutschland wirklich singulär – andere Länder (Frankreich, England, selbst Italien mit seinen ebenfalls vielen Opernhäusern) können da nicht mithalten. vielleicht muss man eben doch irgendwann einmal über eine Konzentration nachdenken und über eine Umverteilung der existierenden Gelder…

Trotzdem: dass immer zuerst an der Kultur gespart wird, ist und bleibt ein deutsches Phänomen. in Frankreich hat man begriffen, dass “französisch sein” eben vor allem “französische Kultur” bedeutet – und dass man sich als Grande Nation eben vor allem über die Errungenschaften der Kultur – sei es Theater, Kino, Malerei, Sprache, Wissenschaft, oder das Essen  – definiert. fast hat man den Eindruck, als hielte die deutsche Politik Kultur für einen Luxus, ein Surplus… kein Wunder, wenn man sich im Einzelnen anschaut, wen wir gewählt haben! nein: Kultur ist und war das Rückgrat dieses Landes. beschneiden wir sie, sitzen wir als Land und als Kultur im Rollstuhl!

Felix Mauser : “In Zeiten der Pleite bevorzugt die Seele das Jenseits.” Robert Musil

Alexander Theiß : Sorry das geht gar nicht bei einer Stadt dieser Größe und den Finanzen aber wie immer halt falsch verteilt aber Hauptsache für Pappnasen und Karneval ist die Kohle da in dem Massen das man sie vom Wagen wirft !!!!!!

Holger Harder : Ein Alaaf und drei Mal Hoch auf den wahren Karneval! Peinlich und erschreckend zu gleich, was sich da wieder die politischen Köpfe in Köln ausgedacht haben und umzusetzen versuchen! Eine Stadt ohne Theater ist keine Stadt mehr. Oper ist Theater – Theater ist Kultur, Theater bildet, Theater bedeutet Begegnung, Theater verbindet. Vielleicht sollte man einfach nur mal wieder an das Publikum denken – eine Oper für Jedermann und faire Preise.

Heike Ingenhoven : Der Anfang vom Ende… einfach unfassbar!

Georg Kugler : Das Ansinnen, eine komplette Opernspielzeit zu streichen, macht mich einfach nur wütend! Es kann nicht sein, dass kulturelle Traditionen und Errungenschaften leichtfertig auf dem Altar von Effizienz und Quote geopfert werden. Komme mir keiner mit den “Zeiten knapper Kassen”: Geld ist genug vorhanden, was fehlt, sind kulturelles Selbstbewusstsein und bürgerlicher Stolz. Einfach nur beschämend für eine Stadt wie Köln!

G den Broeder : We come from Holland to see the wonderful productions of the Kölner Oper, we can’t believe that this is happening. Support the Opera company!

Johanna Tönsing : Denn das Leben ist nur als ästhetisches zu rechtfertigen…..

Shah Astrid : 6 Millionen Touristen pro Jahr in Köln. 5 Millionen Hotelübernachtungen in Köln. Aber kein Geld für Kunst und Kultur. Wer’s glaubt. Wie traurig…Die Kölner lieben auch die Kunst.

Die Ministerpräsidentin von NRW erhält das höchste Gehalt aller Ministerpräsidenten. Ca. 22000 Euro/ Monat. Sie liegt mit ca. 2.000 Euro unter unserer Kanzlerin. Wofür, wenn sie sich nicht für die Musik und die Kunst einsetzt. Was sagt sie zu dieser Peinlichkeit? Beliebteste Stadt Deutschlands bietet keine Oper, keinen Tanz und verweist auf das Weltkulturerbe den Kölner Dom. Halleluja!

Gabriele Hierdeis : Das darüber überhaupt nachgedacht wird ist wirklich erschreckend!!! GH

Chari-Juliane Tihanyi : Undenkbar! Komme jedes Jahr nach Köln aus dem Norden…

Pete Frank : Endlich hat diese Geldverbrennung ein Ende! Schließt die Opern, öffnet die Kindergärten!

Ralph Zedler : Liebe Kulturinteressierte! Leider gehen derzeit im Land allerorten die Früchte einer Saat auf, die viele Entscheidungsträger vor Jahren selbst gesät haben. Nachdem die glorreiche Ära HAMPE Mitte der 90er in Köln zu Ende ging und Mit Günther KRÄMER, der erste Totengräber zu Werke schritt, der katastrophalen Neuregelungen der Kartenpreise und des Abonnement Systems einführte, kam sein Nachfolger DAMANN, der künstlerische Entscheidungen traf, die nur einer treffen kann, der drei Karrierestationen übersprungen hat, weil er glaubte, sich in Neustrelitz das Handwerkszeug erarbeitet zu haben, um ein Haus wie die Kölner Oper führen zu können. Seitdem dümpelt das Haus und die Größe der 80er und 90er ist nicht mal mehr ansatzweise zu erahnen. Dass dann Politiker den Geldhahn zudrehen, ist die logische Konsequenz eines System, das sich durch Eitelkeit, Profilierungssucht einzelner und den vermeidlichen Wahn, das staatliche Subvention sei eine nie versiegende Quelle, selbst an den Rand des Abgrunds gebracht hat. Zuschauer wurden den Machern immer gleichgültiger, da sie wegblieben, wurden sie für dumm und konservativ erklärt und mickrige 400 Leute, die man in dem Haus kaum sieht, geschweige spürt, wurden von DAMANN zum Auslastungserfolg erhoben. Ich wundere mich nicht, sondern sehe nur, dass das eintritt, was ich schon vor 20 Jahren prophezeit habe: HOCHMUT KOMMT VOR DEM FALL! Und die Leittragenden sind wieder mal wir Bühnenkünstler und das arme Publikum!

Astrid Peters : Eine Oper in einer Stadt wie Köln zu finanzieren, ist ja wohl das Mindeste!!!!!!!!!!!!!!

Nina Dudek :  Sehr geehrte Damen und Herren, diese Nachricht ist unglaublich und skandalös! Wie kann es möglich sein, dass in einem Land wie Deutschland und in einer Stadt wie Köln eine komplette Saison in Frage gestellt wird? Die Kölner Oper hat es in den letzten Jahren nun wirklich nicht leicht gehabt und Erstaunliches geleistet, das muss doch anerkannt und unterstützt werden!

Georgina-Elisabeth Wismeyer : Sehr geehrte Damen und Herren, ich finde es unglaublich, dass eine Stadt von der Größe Kölns überhaupt den Ansatz macht, sich zu überlegen eine ganze Theater-Spielzeit sausen zu lassen. Für die Karnevalsumzüge werden an einem Tag Millionen ausgegeben, doch für die Kunst, die sicher bildender ist, als irgendwelche Politiker zu veräppeln und Guttis zu werfen, bleibt angeblich kein Pfennig. Deutschland, wohin führst Du uns??! GW

Orlando Mason : Wie skandalös, dass das überhaupt im Raum steht! Nach all dem, was das Theater in Köln in den letzten Jahren geleistet hat…

Max Gehrig : Kölle Du ming Stadt am Rhing .. hast dir mal wieder etwas ausgedacht was keinen Sinn macht. Köln ist Kultur, Köln lebt von der Kultur. Nicht erst seit dem Musical-Dome pilgern Menschen nach Köln. Schon seit Zeiten Reinhard von Dassel kommen alle der Kultur wegen nach Köln. Und wenn man Begründungen hört wie: In Zeiten leerer Kassen….., hey, mal ehrlich, die Kassen waren noch nie gefüllt. Köln und Kultur gehört zusammen. Köln, nähre deine Künstler! Die Oper darf nicht sterben, auch nicht auf Raten.

Köln, Oper Köln, Oper am Dom – Premiere Tosca, 17.05.2012

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Oper Köln

Premiere Tosca / Giacomo Puccini

Oper in drei Akten
Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica
nach dem Drama “La Tosca” von Victorien Sardou
Musik von Giacomo Puccini (1858 – 1924)
in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Premiere Do 17. Mai. 2012

Oper am Dom / 19:30 / PHaupt / 15 € – 90 €
Musikalische Leitung Markus Stenz / Inszenierung Thilo Reinhardt / Bühne Paul Zoller / Kostüme Ulli Kremer / Licht Andreas Grüter / Dramaturgie Birgit Meyer / Chorleitung Andrew Ollivant

Floria Tosca Takesha Meshé Kizart
Mario Cavaradossi Calin Bratescu
Baron Scarpia Oliver Zwarg
Cesare Angelotti Dennis Wilgenhof
Der Mesner Tiziano Bracci
Spoletta Martin Koch
Sciarrone Sévag Tachdjian
Ein Schließer Boris Djuric
Ein Hirt Rachel Bate
Chor Chor der Oper Köln
Kinderchor Kölner Domchor
Orchester Gürzenich-Orchester Köln

Weitere Vorstellungen
Sa 19. Mai. 2012, Fr 25. Mai. 2012, So 27. Mai. 2012, Do 31. Mai. 2012, Sa 02. Jun. 2012, Mi 06. Jun. 2012, Sa 09. Jun. 2012, Mi 13. Jun. 2012, Fr 15. Jun. 2012, So 17. Jun. 2012

Vor dem Hintergrund der napoleonischen Zeit rollt die Handlung der Oper binnen 24 Stunden ab. Neun Monate sind seit dem Sturz der römischen Republik vergangen, und SCARPIA, Polizeichef von Rom, hat ein Terrorregime errichtet, das jede republikanische Regung im Keim erstickt. Auch die Sängerin FLORIA Tosca und ihr Geliebter, der Maler MARIO CAVARADOSSI, geraten in einen tödlichen Konflikt mit dem brutalen Polizeichef …

Giacomo Puccini verfolgte klare Absichten mit seinem am 14. Januar 1900 in Rom uraufgeführten Meisterwerk: »Die Stimmung in der ›Tosca‹ ist nicht romantisch und lyrisch, sondern leidenschaftlich, qualvoll, düster. Hier haben wir es nicht nur mit liebenswürdigen, guten Menschen zu tun, sondern auch mit abgefeimten Schurken wie Scarpia und Spoletta. Und unsere Helden werden diesmal nicht weichherzig sein wie Rodolfo und Mimì, sondern entschlossen und tapfer … Mit einem Wort: Wir brauchen einen neuen Stil! Mit ›La Bohème‹ wollten wir Tränen ernten, mit ›Tosca‹ wollen wir das Gerechtigkeitsgefühl der Menschen aufrütteln und ihre Nerven ein wenig strapazieren. Bis jetzt waren wir sanft, jetzt wollen wir grausam sein.« (Giacomo Puccini)

Bereits 1889 hatte Puccini die berühmte Schauspielerin Sarah Bernhardt in Paris als Tosca im gleichnamigen Schauspiel von Victorien Sardou gesehen und war überwältigt. Er beschwor seinen Verleger Giulio Ricordi, sich um die notwendigen Rechte für eine Vertonung zu kümmern. Doch es dauerte mehr als zehn Jahre, bis er sein Vorhaben verwirklichen konnte.

In keinem anderen Werk hat Puccini den Bruch, den Zwiespalt, die Wende der Epoche deutlicher erspürt und signalisiert. »TOSCA« ist, genaugenommen, kein Musikdrama im Wagnerschen Sinn, sondern eher der Vorbote eines modernen Musiktheaters mit einer beinahe filmisch-aktionsbeladenen Handlung, um die sich die Musik biegsam und geschmeidig windet.

Köln, Oper Köln, Absage der Saison 2012/2013 steht im Raum, 17.04.2012

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Oper Köln

Pressemitteilung der Oper Köln vom 17.04.2012:

Absage der Opernsaison 2012/13 steht im Raum

  

Die Beschlüsse des Hauptausschusses der Stadt Köln vom Montag, den 16. April 2012 haben, anders als in einigen Zeitungen berichtet, keine Klärung des finanziellen Rahmens für die Opernspielzeit 2012.2013 herbeigeführt. Somit befindet sich die Oper aktuell in der Situation, weiterhin für die neue Spielzeit keine Künstlerverträge abschließen zu können.

Die Pressekonferenz zur Ankündigung der neuen Spielzeit ist für den kommenden Dienstag, den 24. April 2012 angesetzt. Durch die gestern gefassten Beschlüsse steht die Absage der Spielzeit 2012.2013 im Raum. Köln wäre die erste deutsche Stadt, die seit 1943/44 eine komplette Theatersaison absagt.

»Ich hoffe sehr, dass bis zum 23. April 2012 eine Lösung herbeigeführt wird. Alle handelnden Personen sind jetzt gefordert«, erklärte Opernintendant Uwe Eric Laufenberg. —————————————————————————————————————-

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Köln, Kölner Philharmonie, Maurizio Pollini Konzert: Neuer Termin, 11.06.2012

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Kölner Philharmonie

Maurizio Pollini muss sein Konzert verschieben

Maurizio Pollini hat aus gesundheitlichen Gründen seine derzeitigen Konzerte leider absagen müssen. Sein Klavier-Recital am Sonntag, 18. März um 20 Uhr in der Kölner Philharmonie kann daher nicht stattfinden, wird aber bereits am Donnerstag, 7. Juni (Fronleichnam) um 20 Uhr nachgeholt. Bereits erworbene Karten erhalten ihre Gültigkeit.

Neu im Programm: Kurt Masur zum 85.
Am 18. Juli wird Kurt Masur 85 Jahre alt. Grund genug, dass er bereits am 11. Juni in der Kölner Philharmonie von seinem Publikum gefeiert wird. Gemeinsam mit dem Orchestre National de France, dessen Chefdirigent er zwischen 2002 und 2008 war, widmet sich Masur, der seit über 60 Jahren als Dirigent wirkt, in seinem Konzert (Beginn: 20 Uhr) nicht aber etwa späten, sondern ganz im Gegenteil den sinfonischen Erstlingswerken zweier Komponisten: César Francks erste und einzige Sinfonie d-Moll sowie Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 1 stehen auf dem Programm, das er in Deutschland so nur noch im September in Leipzig dirigieren wird.

Kurt Masur ist seit Eröffnung der Kölner Philharmonie regelmäßiger Gast am Rhein. Zwischen 1987 und 2009 hat er bereits 40 Konzerte gegeben. Im Jahr seines 75. Geburtstags gab er allein acht Konzerte in der Kölner Philharmonie, u. a. mit dem New York Philharmonic.

Wer dieses Konzert und das des Gewandhausorchesters Leipzig mit Hélène Grimaud und Riccardo Chailly (13. Mai, 20 Uhr) erleben möchte, kann einen besonderenPreisvorteil genießen: Eine Karte für beide Konzerte kostet in den Preisgruppen I bis III 160, 140 bzw. 115 Euro statt 202, 177 bzw. 144 Euro (Preise zzgl. Vvk-Gebühr).

Dieses Angebot ist erhältlich im Internet über koelner-philharmonie.de, über die Philharmonie-Hotline 0221 280 280 sowie bei unseren Vorverkaufsstellen KölnMusik Ticket und KölnMusik Event. Das Angebot gilt bis 13. April und solange der Vorrat reicht.

Köln, Philharmonie Köln, Maurizio Pollini Konzert verschoben, 07.06.2012

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Kölner Philharmonie

Maurizio Pollini muss sein Konzert am 18. März aus gesundheitlichen Gründen verschieben. Das Konzert wird am 7. Juni 2012 nachgeholt.

Maurizio Pollini hat aus gesundheitlichen Gründen seine derzeitigen Konzerte leider absagen müssen. Sein Klavier-Recital am Sonntag, 18. März um 20 Uhr in der Kölner Philharmonie kann daher nicht stattfinden, wird aber bereits am Donnerstag, 7. Juni (Fronleichnam) um 20 Uhr nachgeholt. Bereits erworbene Karten erhalten ihre Gültigkeit.