Kassel, Staatstheater Kassel, Premiere: DIE TOTE STADT von Erich Wolfgang Korngold, 23.04.2016

staatstheater_kassel.jpg

Staatstheater Kassel

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Staatstheater Kassel © N. Klinger

  DIE TOTE STADT von Erich Wolfgang Korngold

Text: Paul Schott nach dem Roman Bruges la Morte von Georges Rodenbach

Premiere: Samstag, 23. April 2106 19.30 Uhr, Opernhaus, Weitere Vorstellungen:
27.04., 30.04., 05.05., 21.05., 27.05., 01.06., 03.06., 12.06. (18 Uhr), 22.06.

Der junge Witwer Paul hat sich vom Leben zurückgezogen und sein Dasein einzig in den Dienst des Toten- und Reliquienkults um seine verstorbene Frau Marie gestellt. Als er bei seinen einsamen Spaziergängen an den Kanälen von Brügge eine Frau trifft, die Marie zum Verwechseln ähnlich sieht, beginnen sich Realität und Vision zu verwirren. Paul, hin- und hergerissen zwischen erotischer Anziehung und Vergangenheitsfixierung, will er die lebenslustige Tänzerin Marietta mehr und mehr seiner geliebten Marie angleichen. Dabei geraten beide zunehmend in den Sog eines alptraumhaften Wahns.

Korngold hat zu dem Libretto, das auf dem Roman „Bruges la morte“ („Das tote Brügge“) des belgischen Symbolisten Georges Rodenbach basiert, eine schillernde, üppig-rauschhafte Klangwelt geschaffen, die sich mit expressiver Dramatik vereint.

Die 1920 zeitgleich in Hamburg und Köln stattfindende Uraufführung war ein grandioser Erfolg und machte den erst 23-jährigen Komponisten Erich Wolfgang Korngold international berühmt. Doch durch das Aufführungsverbot seiner Werke unter den Nationalsozialisten und Korngolds erzwungenes Exil in Amerika geriet Die tote Stadt für lange Zeit in Vergessenheit. Erst weit nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Oper, die zu den wichtigsten Musiktheaterwerken der Zeit zwischen den Weltkriegen zählt, für die Bühne wiederentdeckt, und auch heute noch steht sie eher selten auf den Spielplänen.

Musikalische Leitung: Patrik Ringborg, Inszenierung: Markus Dietz, Bühne: Mayke Hegger, Kostüme: Henrike Bromber, Dramaturgie: Jürgen Otten, Chor: Marco Zeiser Celesti, Cantamus-Chor: Maria Radzikhovskiy

Mit Charles Workman (als Gast, Paul), Celine Byrne (als Gast, Marietta, Tänzerin / Die Erscheinung Mariens), Marian Pop (Frank, Pauls Freund), Marta Herman (Brigitta, Haushälterin bei Paul), Lin Lin Fan (Juliette, Tänzerin), Maren Engelhardt (Lucienne, Tänzerin), Paulo Paolillo (Gaston, Tänzer / Victorin, Regisseur in Mariettas Truppe), Eva-Maria Sommersberg (als Gast, Tote Marie), Hansung Yoo (Fritz, der Pierrot), Johannes An (Graf Albert), Opernchor, CANTAMUS-Chor, Statisterie

Pressemeldung Staatstheater Kassel

Kassel, Staatstheater Kassel, Premiere: DIE LIEBE ZU DEN DREI ORANGEN von Sergej Prokofjew, 05.03.2016

Februar 24, 2016  
Veröffentlicht unter Premieren, Pressemeldung, Staatstheater Kassel

staatstheater_kassel.jpg

Staatstheater Kassel

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Staatstheater Kassel © N. Klinger

 DIE LIEBE ZU DEN DREI ORANGEN  von Sergej Prokofjew

Text vom Komponisten nach dem gleichnamigen Märchenspiel von Carlo Gozzi
Deutsche Fassung von Werner Hinze

Premiere: Samstag, 5. März, 19.30 Uhr, weitere Vorstellungen: 12.03., 27.03. (18.00), 08.04., 08.05. (18.00), 08.05.2016, 18.5.2016, 25.5.2016, 05.06.2016, 06.07.2016

 Kassel /  Die Liebe zu ... Der Prinz © Anna Ardelius

Kassel / Die Liebe zu … Der Prinz © Anna Ardelius

 Tragödie oder Komödie? Romanze oder Posse? Diese Fragen lassen sich so leicht nicht entscheiden im Fall der Liebe zu den drei Orangen, einer der turbulentesten Opern des 20. Jahrhunderts. Dem »fröhlichen Schauspiel«, wie Sergej Prokofjew selbst das Werk nannte, liegt das Märchendrama L’amore delle tre melarance von Carlo Gozzi zugrunde, ein ästhetisches Manifest gegen den Realismus des Kontrahenten Goldoni. Entsprechend phantastisch, absurd, grotesk und auch magisch geht es hier zu.

Im Mittelpunkt steht ein Prinz. Der junge Mann ist depressiv, sodass sein Vater, der König, dem Premierminister Leander befiehlt, ein Fest zu organisieren, auf dem der Spaßmacher Truffaldino den Prinzen zum Lachen bringen soll. Doch es ist ein Komplott im Gange, an dessen Spitze Leander und Clarissa, die Nichte des Königs, stehen. Mithilfe von Fata Morgana, der Königin der Täuschung, und ihrer Sklavin Smeraldina streben sie zur Macht und wollen den Prinzen beseitigen.
Prompt lacht der Prinz an der falschen Stelle über Fata Morgana, worauf sie ihn mit dem Fluch, sich in drei Orangen zu verlieben und von nun an unendlich nach ihnen zu sehnen.

Kassel /  Die Liebe zu... Leander ©  Anna Ardelius

Kassel / Die Liebe zu… Leander © Anna Ardelius

Welche haarsträubenden Abenteuer der Prinz zu bestehen hat und wie dennoch alles gut ausgeht, schildert Sergej Prokofjew mit so funkensprühender Verve, dass man aus dem Staunen kaum noch herauskommt.

Der gebürtige Berner Dominique Mentha ist seit 2004 Direktor des Luzerner Theaters und zudem Künstlerischer Leiter des renommierten Nachwuchsgesangswettbewerbs »Concours Ernst Haefliger«. Zu seinen Regiearbeiten am Staatstheater Kassel gehören Der Graf von Luxemburg, Der Vetter aus Dingsda, Die Csárdásfürstin, Hercules, Giulio Cesare en Egitto und L’Olimpiade.

Musikalische Leitung: Patrik Ringborg, Inszenierung: Dominique Mentha, Bühne: Werner Hutterli, Kostüme: Anna Ardelius, Dramaturgie: Jürgen Otten, Choreinstudierung: Marco Zeiser Celesti

BESETZUNG:
Hee Saup Yoon (Der Kreuz-König / Köchin), Bassem Alkhouri / Tobias Hächler (Der Prinz, sein Sohn), Ulrike Schneider (Prinzessin Clarisse, Nichte des Königs), Hansung Yoo (Leander, erster Minister), Johannes An (Truffaldino, ein Spaßmacher), Marian Pop (Pantalone, Höfling, Vertrauter des Königs), Marc-Oliver Oetterli (Tschelio, Zauberer und Beschützer des Königs), Inna Kalinina (Fata Morgana, Zauberin und Beschützerin Leanders), Ani Yorentz /Joanna Wydorska (Ninetta, Prinzessin), Jaclyn Bermudez (Nicoletta, Prinzessin), Marta Herman (Linetta, Prinzessin), Ji Hyung Lee (Farfarello, ein Teufel), Maren Engelhardt (Smeraldina, eine Negerin), Hyunseung You (Der Zeremonienmeister) und Dieter

Pressemeldung Staatstheater Kassel

Kassel, Staatstheater Kassel, Wiederaufnahme: SAUL von Händel, 06.02.2016

Februar 1, 2016  
Veröffentlicht unter Pressemeldung, Staatstheater Kassel

staatstheater_kassel.jpg

Staatstheater Kassel

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Staatstheater Kassel © N. Klinger

 SAUL, Oratorium  von Georg Friedrich Händel

 Samstag, 6.Februar, 19.30 Uhr, Opernhaus, Weitere Vorstellungen:, 11.02.16, 19.30, 19.02.16, 19.30

Staatstheater Kassel / Saul _ Musa Nkuna (Jonathan), Yuriy Mynenko (David), Jaclyn Bermudez (Merab), Ani Yorentz (Michal) © N. Klinger

Staatstheater Kassel / Saul _ Musa Nkuna (Jonathan), Yuriy Mynenko (David), Jaclyn Bermudez (Merab), Ani Yorentz (Michal) © N. Klinger

Nach einer Spielzeit Pause steht Saul von Georg Friedrich Händel in der Inszenierung von Katharina Thoma für drei Vorstellungen wieder auf dem Spielplan des Staatstheaters Kassel. Saul besticht durch Formenvielfalt und farbige Orchestrierung und gehört zu dramatischsten und szenisch wirkungsvollsten Oratorien, die Händel je geschrieben hat. Schon die Uraufführung fand im Theater, nicht in einer Kirche statt.

Staatstheater Kassel / Saul _ Musa Nkuna (Jonathan), Marc-Olivier Oetterli (Saul) © N. Klinger

Staatstheater Kassel / Saul _ Musa Nkuna (Jonathan), Marc-Olivier Oetterli (Saul) © N. Klinger

Entnommen ist die Geschichte der Bibel, genauer: dem 1. Buch Samuel. Die Handlung setzt ein, nachdem David Goliath besiegt hat. König Saul will David zur Belohnung mit seiner Tochter Merab verheiraten, doch Merab will von der Heirat nichts wissen. Statt ihrer verliebt sich ihre jüngere Schwester Michal in David, mit dem sich auch Sauls Sohn Jonathan schnell anfreundet. Als allerdings auch das Volk David jubelnd feiert, erwacht in Saul der Neid – und wächst zum blinden Hass, der nur noch das Ziel kennt, David zu vernichten. Schon bald sinkt nicht nur Sauls Ansehen beim Volk, auch mit seiner Familie ist er entzweit, denn sowohl Jonathan als auch Micha schützen David vor Sauls Mordanschlägen.

Musikalische Leitung: Jörg Halubek, Inszenierung: Katharina Thoma, ?Bühne: Sibylle Pfeiffer, Kostüme: Irina Bartels, Dramaturgie: Jürgen Otten, Choreinstudierung: Marco Zeiser Celesti

Mit Marc-Olivier Oetterli (Saul), Yuriy Mynenko als Gast (David), Musa Nkuna (Jonathan); Ani Yorentz (Michal / Sopran-Arie), Jaclyn Bermudez (Merab), Paolo Paolillo (Abner / Der Hoheprister / Die Hexe von Endor), Hee Saup Yoon (Der Geist Samuels / Doeg / Bass-Arie), Seong Ho Kim (Ein Amalekiter)

Pressemeldung Staatstheater Kassel

Kassel, Staatstheater Kassel, Premiere: ARTASERSE, 12.12.2015

November 17, 2015  
Veröffentlicht unter Premieren, Pressemeldung, Staatstheater Kassel

staatstheater_kassel.jpg

Staatstheater Kassel

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Premiere: ARTASERSE

Dramma per musica in drei Akten von Leonardo Vinci
Text: Pietro Metastasio
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere: Samstag, 12. Dezember, 19.30 Uhr, Opernhaus

Nächste Vorstellungen: 19. und 23. Dezember (jeweils 19.30 Uhr), 8. Januar (19.30 Uhr), 10. Januar (18 Uhr)

Fast 270 Jahre ist es jetzt her, dass Leonardo Vincis „Artaserse“ in Deutschland szenisch auf die Bühne kam: 1746 fand in Dresden eine Aufführung des damals so angesagten Werkes statt. Vinci, 1690 in Neapel geboren und heute kaum noch bekannt, war zu Lebzeiten ein gefeierter, höchst produktiver Komponist, dessen Werke auch über Italien hinaus Einfluss gewannen. „Artaserse“ ist die letzte seiner 40 Opern. 1730, im Jahr der Uraufführung, starb Vinci mit nur 34 Jahren, angeblich an einer Vergiftung.

Immerhin die musikalische Wiederentdeckung von Vincis „Artaserse“ hat in Deutschland inzwischen durch das Barockensemble Concerto Köln stattgefunden. Zu den fünf Weltklasse-Countertenören, die bei der Ersteinspielung mitgewirkt haben, gehört auch Yuriy Mynenko, der in Kassel die Titelpartie singen wird.

„Ein Sängerfest“ (Dirigent Jörg Halubek) ist „Artaserse“ allemal. Doch mit ihrem packenden Libretto ist diese Oper auch für eine szenische Umsetzung geradezu prädestiniert. Die Handlung spinnt die Auseinandersetzungen um die Nachfolge des persischen König Xerxes I. aus. Xerxes I. wurde von seinem Gardebefehlshaber Artabanos ermordet, der den Verdacht auf Xerxes‘ ältesten Sohn, Dareios, lenkte. Xerxes‘ jüngerer Sohn Artaserse gibt deshalb den Auftrag, seinen Bruder Dareios töten zu lassen. Doch schon bald erweist sich, dass der nicht der Mörder gewesen sein kann …

Die Ermordung von Xerxes durch seinen Gardebefehlshaber Artabanos ist historisch belegt, ein Großteil der fast wie ein kriminalistisches Kammerspiel angelegten Opernhandlung ist jedoch dichterische Erfindung des Librettisten Pietro Metastasio, einem der kreativsten Textdichter seiner Zeit. Sein „Artaserse“-Text, der durch Vinci erst Berühmtheit erlangte, wurde eines der meistvertonten Libretti der Barockzeit.

Regisseurin Sonja Trebes liest „Artaserse“ als einen Krimi, der in ein Psychodrama mündet, und den sie mithilfe des Bühnenbilds von Dirk Becker und einer ungewöhnlichen Lösung für den Orchestergraben ganz nah ans Publikum rückt.

Musikalische Leitung: Jörg Halubek, Inszenierung: Sonja Trebes, Bühne: Dirk Becker, Kostüme: Isabell Heinke, Dramaturgie: Dr. Ursula Benzing, Licht: Albert Geisel

Mit Yuriy Mynenko (Artaserse), Maren Engelhardt (Mandane), Bassem Alkhouri (Artabano), Lin Lin Fan (Arbace), Ani Yorentz (Semira), Inna Kalinina (Megabise)

Pressemeldung Theater Kassel

Nächste Seite »