Kassel, Staatstheater Kassel, Spielplan Oktober 2016

September 16, 2016  
Veröffentlicht unter Pressemeldung, Spielpläne, Staatstheater Kassel

staatstheater_kassel.jpg

Staatstheater Kassel

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Staatstheater Kassel © N. Klinger

PREMIEREN Oktober 2016

Die Räuber von Friedrich Schiller

Inszenierung: Markus Dietz / Philipp Rosendahl, Bühne: Mayke Hegger, Kostüme: Katharina Faltner / Mayke Hegger, Dramaturgie: Michael Volk / Annabelle Leschke,| Sounddesign: Marco Mlynek

Mit Jürgen Wink (Graf von Moor), Hagen Bähr (Karl), Konstantin Marsch (Franz), Ingrid Noemi Stein (Amalia von Edelreich), Rahel Weiss (Spiegelberg), Maria Munkert (Schweizer), Lauren Rae Mace (Grimm), Markus Schön (Schufterle), Aljoscha Langel (Roller), Lukas Umlauft (Hermann), Uwe Steinbruch (Daniel)

Zwei Brüder: Der Erstgeborene, Karl Moor, Lieblingssohn des Vaters, führt in Leipzig ein wildes Studentenleben. Der andere, Franz, fühlt sich von Natur und Gesellschaft benachteiligt und sinnt darauf, diesen Unterschied auszugleichen. Er liest dem Vater gefälschte Briefe vor, die von Exzessen Karls berichten – und unterschlägt Karls Bitten an den Vater, jenem zu verzeihen. Graf Moor enterbt daraufhin seinen geliebten Sohn. Empört über diese Ungerechtigkeit, schart Karl eine Bande aus jungen Radikalen um sich: Als Räuber wollen sie alle Demütigung in der Sprache der Gewalt zurückzahlen. Franz dagegen versucht in der Zwischenzeit, nicht nur das väterliche Erbe zu erhalten, indem er das Altern seines Vaters beschleunigt, sondern auch Amalia, Geliebte Karls, zu erobern – erst durch List, schließlich mit Gewalt. Zwei Menschen, zwei Welten: die Geschichte einer bewaffneten Rebellion in der Anarchie der Wälder; die Intrige im väterlichen Schloss, die das Familiendrama in Gang setzt.

Am Staatstheater Kassel werden zwei Regisseure sich jeweils einer dieser Welten annehmen: Markus Dietz inszeniert die Welt des Schlosses, der junge Regisseur Philipp Rosendahl nimmt sich die Welt der Räuber vor, die aus gekränkter Ehre zur Gewalt greifen.

Kostprobe: Mittwoch, 28. September, 19.30 Uhr, Schauspielhaus,  Premiere: Samstag, 1. Oktober, 19.30 Uhr, Schauspielhaus


Los Elementos,  Harmonische Oper im italienischen Stil von Antonio Literes, In spanischer Sprache

Musikalische Leitung: Jörg Halubek, Inszenierung und Ausstattung: Zenta Haerter, Dramaturgie: Olaf A. Schmitt

Mit Elizabeth Bailey, Marta Herman, Inna Kalinina, Anna Nesyba, Natalia Perelló und Cozmin Sime; es spielt das Kammerorchester Louis Spohr,  In Koproduktion mit den Kasseler Musiktagen und SOZO visions in motion

Feuer, Wasser, Luft und Erde bekommen bei Antonio Literes, einem der bedeutendsten spanischen Komponisten des 18. Jahrhunderts, eine Stimme – und durch die musikalische Umsetzung auch einen besonderen Charakter. Ebenso wie die weiteren Mitspieler: Zeit und Aurora. In Literes’ Kammeroper erwarten die vier Elemente sehnlich den Tagesanbruch. Gemeinsam mit der Zeit reflektieren sie ihr Dasein und ihre Sehnsucht nach dem Licht, bis sich beim Erscheinen der Morgenröte ihre unbändige Freude entlädt.

In einer erstmaligen Koproduktion mit den Kasseler Musiktagen führt das Staatstheater Kassel seine Beschäftigung mit Barockopern fort. Dirigent Jörg Halubek intensiviert die musikalischen Erfahrungen der letzten Spielzeiten, diesmal mit dem Kammerorchester Louis Spohr. Choreografin Zenta Haerter lässt in der Alten Brüderkirche die vier Elemente als lebendige Wesen neu erscheinen.

Premiere: Freitag, 28. Oktober, 20 Uhr, Alte Brüderkirche


Paris / Jacques Offenbach © IOCO

Paris / Jacques Offenbach © IOCO

Die Großherzogin von Gerolstein  von Jacques Offenbach

Musikalische Leitung: Alexander Hannemann, Inszenierung: Adriana Altaras, Bühne und Kostüme: Yashi, Choreografie: Rhys Martin, Dramaturgie: Jürgen Otten, Choreinstudierung: Marco Zeiser Celesti

Mit Jaclyn Bermudez / Lin Lin Fan, Maren Engelhardt / Belinda Williams, Bassem Alkhouri / Tobias Hächler, Johannes An / Gideon Poppe, Daniel Holzhauser / Hansung Yoo | Bernhard Modes, Marc-Olivier Oetterli / Dieter Hönig, Abraham Singer, Tänzern des Tanzensembles sowie Opernchor des Staatstheaters Kassel, Staatsorchester Kassel

Die Geschichte ist grotesk. Ein Märchen. Aber mehr als das. Sie ist auch augenzwinkernde Parabel über jene Unzulänglichkeiten, die den Menschen sein ganzes Leben lang begleiten. In ihrem Zentrum stehen Fritz, ein gemeiner Soldat, und die Großherzogin eines fiktiven Staatsgebildes, eine durch und durch distinguierte Dame, die aber zwei Schwächen hat: Sie liebt das Militär und junge, schneidige Männer. Männer wie Fritz. Und weil sie diesen Fritz besonders ins Herz geschlossen hat, ernennt sie ihn kurzerhand zum General. Was nicht gut gehen kann, und eben auch nicht gut geht. Mit der Musik allerdings von Jacques Offenbach geht es hervorragend, und so kann man sagen, dass die 1867 im Jahr der Weltausstellung in Paris aus der Taufe gehobene Operette „La Grand-Duchesse de Gerolstein“ zu einem der raffiniertesten und charmantesten Werke des genialischen Spottvogels geriet. Über die zeitimmanenten Anspielungen hinaus versprüht diese Schöpfung einen Geist der Anarchie, der uns auch heute noch sehr gut zu Gesicht steht.

Kostprobe: Dienstag, 25. Oktober, 19 Uhr, Opernhaus,  Premiere: Samstag, 29. Oktober, 19.30 Uhr, Opernhaus


EMOJI – Tanztheater: Ikimono von Annamari Keskinen und I Share Therefore I Am  von Evangelos Poulinas

Choreografie und Inszeneriung: Annamari Keskinen und Evangelos Poulinas, Bühne und Kostüme: Juri Halliday (Ikimono) und Evangelos Poulinas (I Share Therefore I Am), Musik / Soundediting: Michel Tittlepp (Ikimono)

Tanz: Annamari Keskinen und Samuel Nerl (Ikimono) sowie Niv Melamed und Juan José Tirado Pulido (I Share Therefore I am)

Das Wort Ikimono kommt aus dem Japanischen und bedeutet ›lebendiges Sein‹ oder ›Lebewesen‹. Der gleichnamige Tanztheaterabend stellt die Frage: Worin liegt die Verantwortung des Einzelnen für den gesellschaftlichen Wohlstand und das Glück jedes Einzelnen? »In Ikimono beschäftige ich mich mit dem Kampf um das Licht in der Dunkelheit, in einer Welt, in der sich Illusionen und Realität gegenseitig aufheben und zu paranoiden Zuständen führen. Ich gehe auf die Suche nach einem sicheren Ort“ (Annamari Keskinen).

Der Akt des Sich-Mitteilens bzw. „Teilens“ in der virtuellen Welt definiert oftmals unsere soziale Umwelt und gaukelt das reale Leben vor. Evangelos Poulinas taucht mit seiner Choreografie ein die Welt des Teilens von Informationen und beobachtet, wie dieser Austausch unser Leben beeinflusst. Ist es möglich, dass neue Identitäten durch den bloßen Akt eines Erfahrungsaustausches konstruiert werden? „Ich stelle mir in meinem Stück Menschen vor, die nach Aufmerksamkeit dürsten, am Rande eines emotionalen und psychischen Zusammenbruchs, und dabei immer ihr Bestes versuchen, den ›schönen Schein‹ zu wahren.“ (Evangelos Poulinas)

Premiere: Sonntag, 30. Oktober, 20.15 Uhr, tif – Theater im Fridericianum



KONZERTE

1. Sinfoniekonzert:    »Hans Christian Andersen«

Louis Glass: Elverhøj (Elfenhügel) op. 67 nach den Abenteuern von H.C. Andersen (Deutsche Erstaufführung); Sergej Rachmaninow: Klavierkonzert Nr. 2 c-Moll op. 18; Alexander von Zemlinsky:  Die Seejungfrau nach einem Märchen von H.C. Andersen

Solistin: Nareh Arghamanyan (Klavier), Dirigent: Patrik Ringborg

Gleich zwei Märchen des dänischen Dichters Hans Christian Andersen stehen im Mittelpunkt des ersten Sinfoniekonzertes: »Elfenhügel« und »Die Seejungfrau«. Letzteres, von Alexander von Zemlinsky vertont, fällt in eine für ihn persönlich wie beruflich schwere Zeit. Das Märchen der kleinen Seejungfrau mit den Themen der unerfüllten Liebe und der Identitätsfindung dürfte ihn daher besonders angesprochen haben. Die schlechten Kritiken zur Uraufführung führten jedoch dazu, dass Zemlinsky seine »Seejungfrau« nicht mehr aufführte, erst seit den 1970er Jahren erlebt das Werk eine Renaissance im Konzertsaal.

Auch Sergej Rachmaninow musste erst eine große Krise überwinden, ehe er sein 2. Klavierkonzert vollenden konnte. Durch die vernichtende Kritik zu seiner ersten Sinfonie in eine tiefe Schaffenskrise gestürzt, komponierte Rachmaninow nicht mehr, sondern arbeitete stattdessen zeitweilig als Dirigent an der Moskauer Russischen Privatoper. Ärztliche Hilfe fand er schließlich bei einem der russischen Pioniere auf dem Gebiet der Psychiatrie, Dr. Nikolai Dahl, dem es mittels Hypnose gelang, ihm sein Selbstvertrauen zurückzugeben. Erfolg der Therapie: Rachmaninow begann mit der Arbeit an seinem c-Moll-Konzert und widmete es aus Dankbarkeit seinem Arzt.

Montag, 17. Oktober, 20 Uhr, Stadthalle (19.15 Uhr Einführung)


2. Kammerkonzert – Werke von Beethoven, von Winter und Spohr

Mit Dimitrios Papanikolau, N.N. (Violine), Joachim Schwarz, Antje Schmidt (Viola), Dorothea Brenner (Violoncello), Jan Harborth (Kontrabass), Sabine Neher (Klarinette), Susanne Lorenz, Markus Brenner (Horn)

Im zweiten Kammerkonzert steht eine Rarität auf dem Programm: das Quartett für Klarinette und Streicher von Peter von Winter (1754-1825), das nur noch in einem Archiv auf Mikrofilm existierte und nun eigens für die Kasseler Aufführung gedruckt wurde. Von Winter, zunächst Geiger der Mannheimer Hofkapelle und später Hofkapellmeister für Vokalmusik in München, nahm unter anderem Unterricht bei Antonio Salieri. Besonders mit seinen Opern hatte der Komponist bis etwa Mitte des 19. Jahrhunderts Erfolg in ganz Europa, bevor er in Vergessenheit geriet.

Zwei Paradebeispiele dafür, wie sich Bläser- und Streicherklang wunderbar vermischen, sind Beethovens Sextett für zwei Hörner und Streichquartett, und Louis Spohrs Oktett für Klarinette, Hörner und Streicher.

Montag, 31. Oktober, 19.30 Uhr, Opernfoyer                15 / 7,50 Euro



EXTRAS UND GASTSPIELE

Gastspiel: Das Theaterstübchen geht fremd –  Ute Lemper: The 9 Secrets

Idee, Konzept und Musik: Ute Lemper, Texte: Paulo Coelho, Cinematische Einrichtung: Volker Schlöndorff

Mit Ute Lemper (Gesang), Henri Agnel, Idriss Agnel (arabische Gitarren und Percussion), Vana Gierig (Piano), Romain Lecuyer (Bass), Victor Villena (Bandoneon), Philippe Botta (arabische Flöte und Saxophon)

Ute Lempers neues Album ist eine poetische Sinfonie in neun Sätzen. Als Inspiration diente der Künstlerin Paulo Coelhos Buch „Die Schriften von Accra“. Von dessen positiver Energie und Lebensperspektive euphorisiert, entstand der Kontakt zu Coelho, der die Idee, einen Liederzyklus auf Basis des Buchs zu schreiben, enthusiastisch unterstützte. „The 9 Secrets“ vereint arabische Musik, europäische Chanson-Einflüsse und Bossa Nova zu detailreichen Kleinoden. Die eigentlich disparaten musikalischen Sozialisationen der aus Tunesien, Amerika, Frankreich, Griechenland und dem Libanon stammenden Musiker schaffen einen wunderbar stringenten Ensemble-Sound. »Ein atmosphärisches Gesamtkunstwerk.« (RBB Kulturradio)

Montag, 3. Oktober, 19.30 Uhr , Opernhaus                68 / 40 Euro


Junges Staatstheater: Herbstakademie Abschlusspräsentation

HABEN? / TEILEN!  –  Hans im Glück

Das Junge Staatstheater plant, im Rahmen einer »Zur Bühne«-Maßnahme von KULTUR MACHT STARK (Bundesministerium für Bildung und Forschung) geflüchtete und nicht geflüchtete Jugendliche eine Woche lang in Workshops eine Performance nach dem Motiv des Hans im Glück erarbeiten zu lassen. Angeleitet von mehreren lokalen Künstlern erforschen die TeilnehmerInnen in performativen, musikalischen, tänzerischen, literarischen und weiteren Arbeitsgruppen unser HABEN und was passiert, wenn wir es teilen. Macht Loslassen glücklich? Ist Hergeben gleichzusetzen mit Verlust? »You can’t always get, what you want?!« An diesem Abend werden die (Forschungs-) Ergebnisse auf der Bühne im Schauspielhaus geTEILT. Damit Sie vom geplanten interkulturellen Austausch etwas HABEN.

Samstag, 29. Oktober, 18 Uhr, Schauspielhaus,  PMStK

Kassel, Staatstheater Kassel, Premiere: DIE TOTE STADT von Erich Wolfgang Korngold, 23.04.2016

staatstheater_kassel.jpg

Staatstheater Kassel

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Staatstheater Kassel © N. Klinger

  DIE TOTE STADT von Erich Wolfgang Korngold

Text: Paul Schott nach dem Roman Bruges la Morte von Georges Rodenbach

Premiere: Samstag, 23. April 2106 19.30 Uhr, Opernhaus, Weitere Vorstellungen:
27.04., 30.04., 05.05., 21.05., 27.05., 01.06., 03.06., 12.06. (18 Uhr), 22.06.

Der junge Witwer Paul hat sich vom Leben zurückgezogen und sein Dasein einzig in den Dienst des Toten- und Reliquienkults um seine verstorbene Frau Marie gestellt. Als er bei seinen einsamen Spaziergängen an den Kanälen von Brügge eine Frau trifft, die Marie zum Verwechseln ähnlich sieht, beginnen sich Realität und Vision zu verwirren. Paul, hin- und hergerissen zwischen erotischer Anziehung und Vergangenheitsfixierung, will er die lebenslustige Tänzerin Marietta mehr und mehr seiner geliebten Marie angleichen. Dabei geraten beide zunehmend in den Sog eines alptraumhaften Wahns.

Korngold hat zu dem Libretto, das auf dem Roman „Bruges la morte“ („Das tote Brügge“) des belgischen Symbolisten Georges Rodenbach basiert, eine schillernde, üppig-rauschhafte Klangwelt geschaffen, die sich mit expressiver Dramatik vereint.

Die 1920 zeitgleich in Hamburg und Köln stattfindende Uraufführung war ein grandioser Erfolg und machte den erst 23-jährigen Komponisten Erich Wolfgang Korngold international berühmt. Doch durch das Aufführungsverbot seiner Werke unter den Nationalsozialisten und Korngolds erzwungenes Exil in Amerika geriet Die tote Stadt für lange Zeit in Vergessenheit. Erst weit nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Oper, die zu den wichtigsten Musiktheaterwerken der Zeit zwischen den Weltkriegen zählt, für die Bühne wiederentdeckt, und auch heute noch steht sie eher selten auf den Spielplänen.

Musikalische Leitung: Patrik Ringborg, Inszenierung: Markus Dietz, Bühne: Mayke Hegger, Kostüme: Henrike Bromber, Dramaturgie: Jürgen Otten, Chor: Marco Zeiser Celesti, Cantamus-Chor: Maria Radzikhovskiy

Mit Charles Workman (als Gast, Paul), Celine Byrne (als Gast, Marietta, Tänzerin / Die Erscheinung Mariens), Marian Pop (Frank, Pauls Freund), Marta Herman (Brigitta, Haushälterin bei Paul), Lin Lin Fan (Juliette, Tänzerin), Maren Engelhardt (Lucienne, Tänzerin), Paulo Paolillo (Gaston, Tänzer / Victorin, Regisseur in Mariettas Truppe), Eva-Maria Sommersberg (als Gast, Tote Marie), Hansung Yoo (Fritz, der Pierrot), Johannes An (Graf Albert), Opernchor, CANTAMUS-Chor, Statisterie

Pressemeldung Staatstheater Kassel

Kassel, Staatstheater Kassel, Premiere: DIE LIEBE ZU DEN DREI ORANGEN von Sergej Prokofjew, 05.03.2016

Februar 24, 2016  
Veröffentlicht unter Premieren, Pressemeldung, Staatstheater Kassel

staatstheater_kassel.jpg

Staatstheater Kassel

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Staatstheater Kassel © N. Klinger

 DIE LIEBE ZU DEN DREI ORANGEN  von Sergej Prokofjew

Text vom Komponisten nach dem gleichnamigen Märchenspiel von Carlo Gozzi
Deutsche Fassung von Werner Hinze

Premiere: Samstag, 5. März, 19.30 Uhr, weitere Vorstellungen: 12.03., 27.03. (18.00), 08.04., 08.05. (18.00), 08.05.2016, 18.5.2016, 25.5.2016, 05.06.2016, 06.07.2016

 Kassel /  Die Liebe zu ... Der Prinz © Anna Ardelius

Kassel / Die Liebe zu … Der Prinz © Anna Ardelius

 Tragödie oder Komödie? Romanze oder Posse? Diese Fragen lassen sich so leicht nicht entscheiden im Fall der Liebe zu den drei Orangen, einer der turbulentesten Opern des 20. Jahrhunderts. Dem »fröhlichen Schauspiel«, wie Sergej Prokofjew selbst das Werk nannte, liegt das Märchendrama L’amore delle tre melarance von Carlo Gozzi zugrunde, ein ästhetisches Manifest gegen den Realismus des Kontrahenten Goldoni. Entsprechend phantastisch, absurd, grotesk und auch magisch geht es hier zu.

Im Mittelpunkt steht ein Prinz. Der junge Mann ist depressiv, sodass sein Vater, der König, dem Premierminister Leander befiehlt, ein Fest zu organisieren, auf dem der Spaßmacher Truffaldino den Prinzen zum Lachen bringen soll. Doch es ist ein Komplott im Gange, an dessen Spitze Leander und Clarissa, die Nichte des Königs, stehen. Mithilfe von Fata Morgana, der Königin der Täuschung, und ihrer Sklavin Smeraldina streben sie zur Macht und wollen den Prinzen beseitigen.
Prompt lacht der Prinz an der falschen Stelle über Fata Morgana, worauf sie ihn mit dem Fluch, sich in drei Orangen zu verlieben und von nun an unendlich nach ihnen zu sehnen.

Kassel /  Die Liebe zu... Leander ©  Anna Ardelius

Kassel / Die Liebe zu… Leander © Anna Ardelius

Welche haarsträubenden Abenteuer der Prinz zu bestehen hat und wie dennoch alles gut ausgeht, schildert Sergej Prokofjew mit so funkensprühender Verve, dass man aus dem Staunen kaum noch herauskommt.

Der gebürtige Berner Dominique Mentha ist seit 2004 Direktor des Luzerner Theaters und zudem Künstlerischer Leiter des renommierten Nachwuchsgesangswettbewerbs »Concours Ernst Haefliger«. Zu seinen Regiearbeiten am Staatstheater Kassel gehören Der Graf von Luxemburg, Der Vetter aus Dingsda, Die Csárdásfürstin, Hercules, Giulio Cesare en Egitto und L’Olimpiade.

Musikalische Leitung: Patrik Ringborg, Inszenierung: Dominique Mentha, Bühne: Werner Hutterli, Kostüme: Anna Ardelius, Dramaturgie: Jürgen Otten, Choreinstudierung: Marco Zeiser Celesti

BESETZUNG:
Hee Saup Yoon (Der Kreuz-König / Köchin), Bassem Alkhouri / Tobias Hächler (Der Prinz, sein Sohn), Ulrike Schneider (Prinzessin Clarisse, Nichte des Königs), Hansung Yoo (Leander, erster Minister), Johannes An (Truffaldino, ein Spaßmacher), Marian Pop (Pantalone, Höfling, Vertrauter des Königs), Marc-Oliver Oetterli (Tschelio, Zauberer und Beschützer des Königs), Inna Kalinina (Fata Morgana, Zauberin und Beschützerin Leanders), Ani Yorentz /Joanna Wydorska (Ninetta, Prinzessin), Jaclyn Bermudez (Nicoletta, Prinzessin), Marta Herman (Linetta, Prinzessin), Ji Hyung Lee (Farfarello, ein Teufel), Maren Engelhardt (Smeraldina, eine Negerin), Hyunseung You (Der Zeremonienmeister) und Dieter

Pressemeldung Staatstheater Kassel

Kassel, Staatstheater Kassel, Wiederaufnahme: SAUL von Händel, 06.02.2016

Februar 1, 2016  
Veröffentlicht unter Pressemeldung, Staatstheater Kassel

staatstheater_kassel.jpg

Staatstheater Kassel

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Staatstheater Kassel © N. Klinger

 SAUL, Oratorium  von Georg Friedrich Händel

 Samstag, 6.Februar, 19.30 Uhr, Opernhaus, Weitere Vorstellungen:, 11.02.16, 19.30, 19.02.16, 19.30

Staatstheater Kassel / Saul _ Musa Nkuna (Jonathan), Yuriy Mynenko (David), Jaclyn Bermudez (Merab), Ani Yorentz (Michal) © N. Klinger

Staatstheater Kassel / Saul _ Musa Nkuna (Jonathan), Yuriy Mynenko (David), Jaclyn Bermudez (Merab), Ani Yorentz (Michal) © N. Klinger

Nach einer Spielzeit Pause steht Saul von Georg Friedrich Händel in der Inszenierung von Katharina Thoma für drei Vorstellungen wieder auf dem Spielplan des Staatstheaters Kassel. Saul besticht durch Formenvielfalt und farbige Orchestrierung und gehört zu dramatischsten und szenisch wirkungsvollsten Oratorien, die Händel je geschrieben hat. Schon die Uraufführung fand im Theater, nicht in einer Kirche statt.

Staatstheater Kassel / Saul _ Musa Nkuna (Jonathan), Marc-Olivier Oetterli (Saul) © N. Klinger

Staatstheater Kassel / Saul _ Musa Nkuna (Jonathan), Marc-Olivier Oetterli (Saul) © N. Klinger

Entnommen ist die Geschichte der Bibel, genauer: dem 1. Buch Samuel. Die Handlung setzt ein, nachdem David Goliath besiegt hat. König Saul will David zur Belohnung mit seiner Tochter Merab verheiraten, doch Merab will von der Heirat nichts wissen. Statt ihrer verliebt sich ihre jüngere Schwester Michal in David, mit dem sich auch Sauls Sohn Jonathan schnell anfreundet. Als allerdings auch das Volk David jubelnd feiert, erwacht in Saul der Neid – und wächst zum blinden Hass, der nur noch das Ziel kennt, David zu vernichten. Schon bald sinkt nicht nur Sauls Ansehen beim Volk, auch mit seiner Familie ist er entzweit, denn sowohl Jonathan als auch Micha schützen David vor Sauls Mordanschlägen.

Musikalische Leitung: Jörg Halubek, Inszenierung: Katharina Thoma, ?Bühne: Sibylle Pfeiffer, Kostüme: Irina Bartels, Dramaturgie: Jürgen Otten, Choreinstudierung: Marco Zeiser Celesti

Mit Marc-Olivier Oetterli (Saul), Yuriy Mynenko als Gast (David), Musa Nkuna (Jonathan); Ani Yorentz (Michal / Sopran-Arie), Jaclyn Bermudez (Merab), Paolo Paolillo (Abner / Der Hoheprister / Die Hexe von Endor), Hee Saup Yoon (Der Geist Samuels / Doeg / Bass-Arie), Seong Ho Kim (Ein Amalekiter)

Pressemeldung Staatstheater Kassel

Nächste Seite »