Heilbronn, Theater Heilbronn, Tanzprojekt zeitspannenD Premiere 13.5.2010

 heilbronn.jpg

Presseinformation

Theater Heilbronn

Tanzprojekt zeitspannenD

Premiere am 13. Mai 2010 / 15 Uhr Komödienhaus
Weitere Vorstellungen:
13. Mai 19.30 Uhr /Komödienhaus
16. Mai 15.00 Uhr /Komödienhaus
Senioren rocken die Bühne
Tanzprojekt “ZeitspannenD” mit Damen und Herren zwischen 62 und 81, Jugendlichen und Profitänzern

Im Januar folgten die 30 Damen und Herren zwischen 62 und 81 Jahren einem Aufruf des Theaters Heilbronn – Senioren für Tanzprojekt gesucht. Nicht ahnend, was auf sie zukommen wird und was dieses Theaterprojekt mit ihnen machen würde. Jetzt fiebern sie der Premiere am 13. Mai entgegen. Die Tage bis dahin sind ausgefüllt mit noch intensiveren Proben als bisher und Yoga für die innere Balance und die körperliche Beweglichkeit. Verwundert reiben sich die Verwandten und Bekannten dieser Damen und Herren die Augen. “Wir haben uns verändert”, sagen sie selbstbewusst und einhellig. “Und ich erst meine Lieben”, sagt Nadja Raszewski, die Choreografin von “ZeitspannenD”.
Auch sie hat sich mit dieser Arbeit auf ein Abenteuer unbekannten Ausgangs eingelassen. Klar war, dass sie einen Abend zum Thema “Familienwelten -Generationen” erarbeiten würde. Thematische Grundlage sollten die Lebensgeschichten der Seniorinnen und Senioren sein, von denen sie zunächst nur 5 suchte. Außerdem sollten 5 Jugendliche als Vertreter der Jugend und 5 Profitänzer als Vertreter der mittleren Generation dabei sein. Dann kamen zum Seniorencasting über 70 Damen und Herren mit bewegenden Geschichten und einer Offenheit und Neugier, die das Castingteam überwältigten. Deshalb änderte Nadja Raszewski kurzerhand das Konzept und plante fortan für eine große Besetzung.

Dreh- und Angelpunkt der getanzten Geschichten auf der Bühne sind die drei Nornen, nach der germanischen Mythologie die Schicksalsfrauen, welche die Geschicke der Menschen und der Götter leiten, die Schicksalsfäden spinnen und für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft stehen. In Gesprächen über das Leben, über Sehnsüchte, unerfüllte Wünsche und in Improvisationen entwickelte Nadja Raszewski zunächst mit den älteren Damen und Herren Tanzsequenzen, die von den unterschiedlichen Erfahrungen ihres langen Lebens erzählen.
HINTERGRUND

Das Projekt ZeitspannenD ist ein ganz besonderes Ereignis innerhalb des zweiten Festivals Tanz! Heilbronn vom 12.-16. Mai am Theater Heilbronn.
Der Themenschwerpunkt des diesjährigen Festivals Tanz!Heilbronn sind die verschiedenen Perspektiven auf unterschiedliche Lebensalter. Normalerweise gilt der Bühnentanz als eine Domäne der Jugend. Dies wandelt sich allmählich im zeitgenössischen Tanz. Dann wird – bei Profis wie Amateuren – sichtbar, dass Erfahrung, Präsenz und Persönlichkeit der älteren Tänzer genauso beeindrucken können wie Kraft und athletisches Können der jüngeren.
Seit März 2010 proben die Heilbronner Seniorinnen und Senioren für dieses Tanzstück. Kaum eine/r von ihnen hat jemals zuvor auf einer Bühne gestanden. In Improvisationen entwickeln sie ihr eigenes Bewegungsmaterial. Nadja Raszewski verbindet es mit von ihr vorgegebenen Schrittfolgen und erweitert es um Duette mit vier Profitänzerinnen und -tänzern. Es geht um das Lebensgefühl der älteren Menschen, was bedeuten für sie Begriffe wie »Zeit«, »Zukunft« und »Schönheit«, was bewegt sie und wie bewegen sie sich und andere.
Im April stieß eine Gruppe Jugendlicher zum Probenprozess hinzu. Sie entwickeln ihre eigenen Szenen, beziehen sich auf die Senioren, sie nehmen wahr, kommentieren, greifen ein. Wo treffen sich die beiden Lebenswelten, was haben sie einander zu erzählen?
Nadja Raszewski
ist ausgebildete Tänzerin, Choreografin und Tanzpädagogin.
Als Choreografin und Regisseurin arbeitete sie an verschiedenen deutschen Theatern, u.a. Komische Oper Berlin, Staatsoper München, Saarländisches Staatstheater, Neuköllner Oper Berlin.
Seit 2003 leitet sie die TanzTangente Berlin, ein Studio für zeitgenössischen Tanz und Bewegungsforschung. Als Dozentin unterrichtet sie am Fachbereich Theaterpädagogik der Universität der Künste Berlin und ist in dieser Funktion internationale Referentin (Türkei, Finnland, Israel, Niederlande, USA).
Für das Festival Tanz! Heilbronn entwickelte sie 2009 mit 40 Jugendlichen das Tanztheaterstück »Man müsste eigentlich schweben«, das nach erfolgreichen Aufführungen im Rahmen des Festivals auch bei den Baden-Württembergischen Theatertagen in Freiburg gezeigt und in die Endauswahl des Wettbewerbs KINDER ZUM OLYMP! (eine Bildungsinitiative der Kulturstiftung der Länder) aufgenommen wurde.
Seit Jahren besteht ihr Anliegen darin, in ihrem Unterricht und ihren Projekten die künstlerische Arbeit mit einem pädagogischen Ansatz zu verknüpfen. Ihr Ziel ist stets die Förderung von Kreativität und Eigeninitiative durch das Medium Tanz.

Heilbronn, Theater Heilbronn, Tanz! Heilbronn 12-16.5.2010

 heilbronn.jpg

Presseinformation

Theater Heilbronn

Tanz! Heilbronn

Vom 12.-16. Mai 2010 läuft am Theater Heilbronn die zweite Auflage des Festivals “Tanz! Heilbronn”, das u.a. Highlights wie Wayne Mc Gregors “Entity” und Sasha Waltz “Twenty to eight” und ein außergewöhnliches Tanzprojekt mit Senioren und Jugendlichen im Programm hat. Der Vorverkauf läuft auf Hochtouren.

Wayne Mc Gregor, der den Eröffnungsabend des Festivals am 12. Mai um 19.30 Uhr im Großen Haus bestreitet, gilt das Superbrain der britischen Tanzszene und als technologiebegeisterter Erneuerer des Balletts. 2009 wurde er von den Kritikern der Fachzeitschrift “ballettanz” zum Choreografen des Jahres gewählt. “Entity” ist ein hochästhetisches und temporeiches Tanzkunstwerk, das vor dem Hintergrund eines mehrjährigen Forschungsprojektes mit Neurobiologen über die Verbindung von Körper und Geist entstanden ist.

Thematischer Schwerpunkt des Festivals sind die verschiedenen Perspektiven auf unterschiedliche Lebensalter: Normalerweise gilt der Bühnentanz nach wie vor als eine Domäne der Jugend. Dies wandelt sich allmählich im zeitgenössischen Tanz. Deshalb erwartet die Tanzfreunde am zweiten Festivaltag, dem 13. Mai, um 15 Uhr und um 19.30 Uhr im Komödienhaus ein ganz besonderes Ereignis: der Tanztheaterabend “ZeitspannenD”, den die Tanzpädagogin und Choreografin Nadja Raszewski zusammen mit ca 30 Seniorinnen und Senioren zwischen 62 und 81 Jahren, mit 8 Jugendlichen und 4 Profitänzerinnen und -tänzern erarbeitet. Inhaltlicher Ausgangspunkt sind die Lebensgeschichten der älteren Menschen.
Seit März 2010 proben die Heilbronner Seniorinnen und Senioren für dieses Tanzstück. Kaum eine/r von ihnen hat jemals zuvor auf einer Bühne gestanden. In Improvisationen entwickeln sie ihr eigenes Bewegungsmaterial. Nadja Raszewski verbindet es mit von ihr vorgegebenen Schrittfolgen und erweitert es um Duette mit vier Profitänzerinnen und -tänzern. Es geht um das Lebensgefühl der älteren Menschen, was bedeuten für sie Begriffe wie »Zeit«, »Zukunft« und »Schönheit«. Im April stießen die Jugendlichen dazu. Sie entwickeln ihre eigenen Szenen, beziehen sich auf die Senioren, kommentieren, greifen ein. Wo treffen sich die beiden Lebenswelten, was haben sie einander zu erzählen? Am 16. Mai um 15 Uhr ist diese Arbeit noch einmal zu sehen.

Dass Erfahrung, Präsenz und Persönlichkeit der älteren Tänzer genauso beeindrucken können wie Kraft und athletisches Können der jüngeren, bestätigt das Beispiel der Berlinerin Riki von Falken mit ihrer Choreografie “The Geometry of Separation” am 14. Mai um 19.30 Uhr im Komödienhaus. Zusammen mit der Filmemacherin Mareike Engelhardt zeigt sie in einem Dialog zwischen Video- und Tanzkunst die Begegnung einer reifen Tänzerin mit ihrem jüngeren Alter ego.
Die laut Kritikerumfrage von “ballettanz” 2008 “bemerkenswerte Nachwuchschoreografin” Doris Uhlich aus Wien hat die ehemalige 1. Solotänzerin der Wiener Staatsoper Susanne Kirnbauer nach 22 Jahren Abstinenz vom Tanz wieder auf die Bühne geholt und gemeinsam mit ihr und dem Solotänzer Harald Baluch die Hierarchien, Illusionswelten und Körperbilder des klassischen Balletts hinterfragt. “Spitze” heißt dieser kluge Abend, der am 14. Mai um 21.30 Uhr in den Kammerspielen zu sehen ist.

Einen weiteren Höhepunkt des Festivals bilden die Aufführungen von Deutschlands bekanntester Choreografin Sasha Waltz mit ihrer Compagnie am 15. und 16. Mai jeweils um 19.30 Uhr im Großen Haus. Sie kommt mit “Twenty to eight”, jenem Stück, mit dem 1993 ihre einzigartige Karriere begann. 2007 hat eine neue Generation von Tänzern dieses Stück mit großem Erfolg übernommen und tourt damit durch Europa. “Twenty to eight” führt in die Küche einer Wohngemeinschaft, in der auf sehr humorvolle und sinnliche Art und Weise die Eigenheiten und Neurosen ihrer Bewohner vorgeführt werden.

Am 15. Mai um 21.30 Uhr ist in den Kammerspielen der international umtriebige, renommierte Choreograf Martin Nachbar mit dem Soloabend “Urheben Aufheben” zu Gast. Darin setzt sich der Choreograf mit dem Tanzzyklus Affecto Humanos auseinander, der zwischen 1933 und 1967 von der deutschen Ausdruckstänzerin Dore Hoyer kreiert wurde. Sie schuf fünf kurze Tänze zu den menschlichen Affekten Eitelkeit, Begierde, Hass, Angst und Liebe. Auf welche Herausforderungen die heutige Tänzergeneration stößt, wenn sie sich mit den Arbeiten ihrer “Vorfahren” beschäftigt, zeigt Nachbar nachvollziehbar und humorvoll in seinem Stück. Der ursprünglich an dieser Stelle geplante Choreografie “Repeater” , die Martin Nachbar zusammen mit seinem Vater erarbeitet hat, kann aufgrund einer Erkrankung nicht gezeigt werden. Die für “Repeater” erworbenen Karten gelten auch für “Urheben Aufheben” oder können an der Theaterkasse zurückgegeben werden.
Zwei Tanz-Dokumentarfilme zeugen davon, wie Lebenserfahrung, Persönlichkeit und Reife das biologische Alter der Tanzenden vergessen lassen: “Tanz mit der Zeit”, ein Film von Trevor Peters am 13. Mai um 16.30 Uhr in den Kammerspielen und “Damen und Herren ab 65″, ein Film von Lilo Mangelsdorff am 15.Mai um 16.30 Uhr im Universum Arthaus-Kino.
Bei der zweiten Auflage von Tanz! Heilbronn können Künstler und Publikum einander noch näher kommen. Die Möglichkeit besteht zum Beispiel bei den zwei Workshops, die von Wayne McGregors Compagnie “Random Dance” (noch fünf freie Plätze) und von Riki von Falken (ausgebucht) angeboten werden. Außerdem wird im Anschluss an einige Vorstellungen zu Publikumsgesprächen eingeladen.
Das Festival ist so konzipiert, dass es keine zeitlichen Überschneidungen gibt und man sämtliche Veranstaltungen anschauen kann. Die Festivalcard, die zum Eintritt in alle Vorstellungen berechtigt, gibt es schon für 91 Euro (51 Euro ermäßigt). Natürlich kann man auch jede Vorstellung einzeln buchen.

Reservierungen unter 07131/563001 oder 563050/ Ausführliche Informationen unter www.theater-heilbronn.de

Heilbronn, Theater Heilbronn, das Festival Tanz! Heilbronn

 heilbronn.jpg

Presseinformation

Theater Heilbronn

das Festival Tanz! Heilbronn

Vom 12.-16. Mai 2010 geht das Festival “Tanz! Heilbronn” in die zweite Runde. Nach dem großen Erfolg des ersten Festivals im Mai 2009, dessen Veranstaltungen zu 90 Prozent ausgelastet waren, hat Kuratorin Karin Kirchhoff wieder ein Programm zusammengestellt, dessen Spektrum sich von internationalen Highlights bis zum jungen Nachwuchstalent erstreckt. Das ausführliche Programm mit Details zu den einzelnen Punkten finden Sie aus unserer Homepage www.theater-hn.de/Spielplan/Tanz!Heilbronn
Hier ein Überblick über das Festival:

Wayne McGregor und Sasha Waltz

Eröffnet wird das Festival mit der weltweit gefeierten Produktion “Entity” des Briten Wayne McGregor. McGregor, der als das Superbrain der britischen Tanzszene und als technologiebegeisterter Erneuerer des Balletts gilt, wurde 2009 von den Kritikern der Fachzeitschrift “ballettanz” zum Choreografen des Jahres gewählt. “Entity” ist ein hochästhetisches und temporeiches Tanzkunstwerk, das vor dem Hintergrund eines mehrjährigen Forschungsprojektes mit Neurobiologen über die Verbindung von Körper und Geist entstanden ist. Eine Tänzerin seiner Compagnie “Random Dance” vermittelt in einen dreitägigen Workshop denjenigen unter den Zuschauern, die den kreativen Prozess am eigenen Leib erfahren wollen, wie die Compagnie ihre Stücke entwickelt.

Einen weiteren Höhepunkt des Festivals bilden die Aufführungen von Deutschlands bekanntester Choreografin Sasha Waltz mit ihrer Compagnie. Sie kommt mit “Twenty to eight”, jenem Stück, mit dem 1993 ihre einzigartige Karriere begann. 2007 hat eine neue Generation von Tänzern dieses Stück mit großem Erfolg übernommen und tourt damit durch Europa. “Twenty to eight” führt in die Küche einer Wohngemeinschaft, in der auf sehr humorvolle und sinnliche Art und Weise die Eigenheiten und Neurosen ihrer Bewohner vorgeführt werden.

Thematischer Schwerpunkt des Festivals sind die verschiedenen Perspektiven auf unterschiedliche Lebensalter:

Normalerweise gilt der Bühnentanz nach wie vor als eine Domäne der Jugend, Tänzerkarrieren enden meist sehr früh. Dies wandelt sich allmählich im zeitgenössischen Tanz. Dann wird – bei Profis wie Amateuren – sichtbar, dass Erfahrung, Präsenz und Persönlichkeit der älteren Tänzer genauso beeindrucken können wie Kraft und athletisches Können der jüngeren.
Ein wunderbares Beispiel ist die Berlinerin Riki von Falken, mit ihrer Choreografie “The Geometry of Separation” , die zusammen mit der Filmemacherin Mareike Engelhardt in einem Dialog zwischen Video- und Tanzkunst von der Begegnung einer reifen Tänzerin mit ihrem jüngeren Alter ego erzählt.
Auch Riki von Falken bietet einen dreitägigen Workshop für tanzinteressierte Zuschauer an.

Der renommierte Berliner Choreograf Martin Nachbar hat mit “Repeater” gar ein Tanzstück zusammen mit seinem pensionierten Vater erarbeitet, ein sensibles Duett über Konflikte und Zuneigung, Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen Vater und Sohn.
Die laut Kritikerumfrage von “ballettanz” 2008 “bemerkenswerte Nachwuchschoreografin” Doris Uhlich aus Wien hat die ehemalige 1. Solotänzerin der Wiener Staatsoper Susanne Kirnbauer nach 22 Jahren Abstinenz vom Tanz wieder auf die Bühne geholt und gemeinsam mit ihr und dem Solotänzer Harald Baluch die Hierarchien, Illusionswelten und Körperbilder des klassischen Balletts hinterfragt. “Spitze” heißt dieser klug dekonstruierende Abend.

Zwei Tanz-Dokumentarfilme zeugen davon, wie Lebenserfahrung, Persönlichkeit und Reife das biologische Alter der Tanzenden vergessen lassen: “Tanz mit der Zeit”, ein Film von Trevor Peters und “Damen und Herren ab 65″, ein Film von Lilo Mangelsdorff.

Wieder Tanzprojekt von Nadja Raszewski mit Laien
- diesmal mit SeniorInnen, ProfitänzerInnen und Jugendlichen

Nach dem berührenden Tanztheaterabend “Man müsste eigentlich schweben”, den die Tänzerin und Choreografin Nadja Raszewski 2009 mit 40 Heilbronner Jugendlichen erarbeitet hat, widmet sie sich in ihrem neuen Projekt mit dem Arbeitstitel “zeitspannenD” nun zwei verschiedenen Generationen. Diesmal werden Senioren und Jugendliche aus Heilbronn mit Profitänzern ein Stück entwickeln. Ausgangspunkt sind die (Lebens)Geschichten der älteren Menschen und die unterschiedlichen Bedeutungen, die Begriffe wie Zeit, Zukunft und Schönheit für ältere und jüngere Menschen haben.
Engerer Kontakt zwischen Künstlern und Publikum

Bei der zweiten Auflage von Tanz! Heilbronn können Künstler und Publikum einander noch näher kommen. Die Möglichkeit besteht zum Beispiel bei den zwei Workshops, die von Wayne McGregors Compagnie “Random Dance” und von Riki von Falken angeboten werden. Außerdem wird im Anschluss an einige Vorstellungen zu Publikumsgesprächen eingeladen.
Der Kartenvorverkauf hat begonnen

Der Kartenvorverkauf hat begonnen. Das Festival ist so konzipiert, dass es keine zeitlichen Überschneidungen gibt und man sämtliche Veranstaltungen anschauen kann. Die Festivalcard, die zum Eintritt in alle Vorstellungen berechtigt, gibt es schon für 91 Euro (51 Euro ermäßigt). Natürlich kann man auch jede Vorstellung einzeln buchen.

Karten unter 07131/563001 oder 563050 oder unter theaterkasse@theater-hn.de

Heilbronn, Theater Heilbronn, Zwei Premieren im Februar am Theater Heilbronn

 heilbronn.jpg

Presseinformation

Theater Heilbronn

 Zwei Premieren im Februar am Theater Heilbronn

Premiere am 6. Februar 2010, 20 Uhr in den Kammerspielen

Der Zauberlehrling
Ein Balladenabend mit Werken von Goethe, Schiller, Heine, Uhland und Fontane

Im Jahre 1797 entbrannte zwischen Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller ein wahrer Wettstreit im Verfassen von Balladen. Viele Monumente deutscher Dichtkunst verdanken wir heute dieser schöpferischen Zeit, die als Balladenjahr in die Literaturgeschichte eingegangen ist und vom Ringen der beiden Geistes-Heroen um die höchste Meisterschaft in diesem Genre geprägt war: “Der Zauberlehrling” und “Der Erlkönig” von Goethe, “Der Handschuh”, “Der Taucher”oder die “Die Bürgschaft” von Schiller sind in jenem Jahr entstanden. Und sie alle werden zu hören sein, wenn Frank Lienert-Mondanelli zu seinem neuen Soloabend am Theater Heilbronn einlädt: “Der Zauberlehrling – ein Balladenabend”. Neben Goethe und Schiller sind auch Heinrich Heine, Ludwig Uhland und Theodor Fontane in dieser illusteren Runde vertreten. Zusammengestellt hat den Balladenabend der legendäre Vortragskünstler vom Deutschen Theater Berlin, Eberhard Esche, der 2006 verstorben ist. Frank Lienert-Mondanelli hat ihn von seinem früheren Kollegen übernommen. Natürlich kommen Freunde des schönen Dichterwortes an diesem Abend voll auf ihre Kosten.
Premiere am 12. Februar 2010, 19.30 Uhr, Großes Haus

Das Feuerwerk
Musikalische Komödie in drei Akten von Paul Burkhard

Ihren Titel trägt diese Komödie wirklich zurecht: Der ganze Abend ist einziges Feuerwerk an witzigen Szenen und wunderbaren musikalischen Ideen. Das zwischen Operette und Musical changierende Lustspiel aus dem Jahre 1950 mit seinem bekanntesten Schlager “Oh mein Papa” brachte dem Komponisten Weltruhm ein und sorgt für gute Laune in den Zuschauerräumen, wenn auf der Bühne zwei völlig gegensätzliche Welten aufeinanderprallen.
Der 60. Geburtstag des Fabrikanten Albert Oberholzer soll gemütlich gefeiert werden. Die ganze Verwandtschaft ist schon versammelt, da platzt plötzlich das schwarze Schaf der Familie, Alexander Oberholzer, in die betuliche Runde. Endlich kommt Stimmung auf, denn Alexander nennt sich inzwischen Obolski, ist Zirkusdirektor und hat viel zu erzählen. Von seiner charmanten Gattin Iduna ist sofort die gesamte Männerschar begeistert, während die Ehefrauen heimlich Gift und Galle spucken. Das Staatstheater Karlsruhe ist mit seiner opulenten, äußerst amüsanten Inszenierung zu Gast, die im zweiten Akt sogar eine veritable Zirkusvorstellung bietet.

Reservierungen unter 07131/563001 oder 563050

Stuttgart, Staatsoper Stuttgart, 3. Sinfoniekonzert, 31.01.2010

 oper_stuttgart.gif

Staatsoper Stuttgart

Staatsorchester Stuttgart

Sinfoniekonzerte

3. Sinfoniekonzert

Staatsoper Stuttgart Mustonen Olli credit Heikki Tuuli Staatsoper stuttgart, Mustonen Olli credit Heikki Tuuli

Sonntag, 31. Januar 2010, 11.00 Uhr
Montag, 1. Februar 2010, 19.30 Uhr
Liederhalle / Beethovensaal
Dirigent Marc Piollet
Klavier Olli Mustonen

WITOLD LUTOSLAWSKI Trauermusik

BÉLA BARTÓK Klavierkonzert Nr. 3 Sz 119

JOHANNES BRAHMS Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 68

Staatsorchester Stuttgart

Lutoslawski, Brahms und Bartók im 3. Sinfoniekonzert

Marc Piollet dirigert erstmals im Konzert, Olli Mustonen ist als Solist zu Gast
Lutoslawski, Brahms und Bartók ist das 3. Sinfoniekonzert am 31. Januar um 11 Uhr und 1. Februar um 19.30 Uhr im Beethovensaal der Liederhalle gewidmet. Erstmals präsentiert sich Marc Piollet als Dirigent eines Sinfoniekonzertes. Im Opernhaus leitete er bereits Janáceks “Jenufa” und die beiden Einakter “Herzog Blaubarts Burg” (Bartók) und “Erwartung” (Schönberg). Der gebürtige Franzose ist Generalmusikdirektor des Hessischen National-theaters Wiesbaden.

Der finnische Pianist, Dirigent und Komponist Olli Mustonen war zuletzt 2003 in einem Konzert des Staatsorchesters zu hören. Als Pianist konzertierte er u.a. mit dem London Symphony Orchestra, dem Royal Concertgebouw Orkest, dem Chicago Symphony Orchestra und den Berliner Philharmonikern. Er ist Mitbegründer und Leiter des Helsinki Festival Orchestra und seit 2003 Dirigent des Kammer¬orchesters Tapiola Sinfonietta.

Das 3. Klavierkonzert komponierte Béla Bartók 1945 im amerikanischen Exil. Die letzten 17 Takte instrumentierte sein Schüler Tibor Serly, denn Bartók starb kurz vor der Fertigstellung. Witold Lutos?awski widmete seine “Trauermusik” für Streicher von 1958 dem verstorbenen Komponisten. Zum Abschluss des Konzerts ist Johannes Brahms “Erste” zu hören: 14 Jahre arbeitete er an der Vollendung der c-Moll-Sinfonie im Jahre 1876.

Heilbronn, Theater Heilbronn, Literarische Mittagspause Hugo Hofmannsthal, der Librettist der Oper “Elektra” steht im Mittelpunk

 heilbronn.jpg

Presseinformation

Theater Heilbronn

Zur literarischen Mittagspause lädt das Theater Heilbronn am 25. November um 13 Uhr ins Foyer der Kammerspiele ein. Diesmal steht Hugo Hofmannsthal, der Librettist der Oper “Elektra” im Mittelpunkt. Manuel Rivera liest dessen Rede “Der Dichter und seine Zeit”, die er 1906/07 in verschiedenen Großstädten hielt. Hugo von Hofmannsthal (1874-1929) galt als Jugendlicher als /das/ Wunderkind der deutschsprachigen Lyrik. Sein Leben lang hat er sich mit den Wundern und Grenzen der Sprache intensiv auseinandergesetzt. Neben seinen Dramen, Komödien und Opernlibretti ist es vor allem die Kunst des Essays, die lyrische Beseeltheit und gedankliche Klarheit verbindet, die ihm seinen hohen Rang unter den Dichtern des frühen zwanzigsten Jahrhunderts verschafft hat. Die Rede über den “Dichter und diese Zeit” bringt seinen emphatischen Begriff von Dichtung zum Ausdruck. Er verstand sie als gesellschaftliche Zeitzeugenschaft und magischen Akt zur Bewahrung von Gegenwart.

Karten für 2 Euro unter 07131/563001 oder 563050 bzw. per Mail an theaterkasse@theater-hn.de

Selbstverständlich kann man die literarische Mittagspause auch mit einer kulinarischen verbinden und im Theaterbistro speisen. Das ist allerdings nicht im Preis von 2 Euro inbegriffen.

Heilbronn, Theater Heilbronn,Kiss, me Kate Premiere am 5.12.09

 heilbronn.jpg

Presseinformation

Theater Heilbronn

Premiere am 5.Dezember 2009, 19.30 Uhr, Großes Haus

Kiss, me Kate
Musical von Cole Porter

Musikalische Leitung: Nicolas Kemmer
Inszenierung: Elisabeth Stöppler
Bühnenbild: Lars Betko
Kostüme: Frank Lichtenberg
Dramaturgie: Christian Marten-Molnar
Choreografie: Dorothea Ratzel
Es spielen:

Fred Graham – Tobias D.Weber
Lilly Vanessi – Sylvia Bretschneider
Bill Calhoun – Gabriel Kemmether
Lois Lane – Susan Ihlenfeld
Hattie – Angelika Hart
Paul/Ralph/Baptista – Alexander Darkow
1. Ganove – Rolf- Rudolf Lütgens
2. Ganove – Frank Lienert Mondanelli
Harrison Howell – Johannes Bahr
Gremio – Manuel Rivera
Hortensio – Till Schmidt
Statisterie/Chor/Tänzer

Jazz trifft Shakespeare
Elisabeth Stöppler inszeniert am Theater Heilbronn das Musical “Kiss me, Kate”
Erster Ausflug ins Musical-Genre für die junge, erfolgreiche Opernregisseurin

Am 5. Dezember hat am Theater Heilbronn das Musical “Kiss me, Kate” von Cole Porter Premiere. Die Musiktheaterregisseurin Elisabeth Stöppler, die gerade mit dem diesjährigen Regiepreis der Götz-Friedrich-Stiftung ausgezeichnet wurde, unternimmt mit dieser Inszenierung erstmals einen Ausflug ins Musical-Genre.

“Kiss me, Kate” ist das bekannteste Musical von Cole Porter und eine der erfolgreichsten Broadway-Produktionen aller Zeiten. Mit seiner geistreich-witzigen Handlung ist es seit der Uraufführung 1948 Garant für beste Unterhaltung. Nicht nur das turbulente “Spiel im Spiel” fesselt die Musicalfans seit über 60 Jahren, sondern auch die großartigen Songs. Viele von ihnen sind bis heute weltbekannte Ohrwürmer, wie “Wunderbar”, “Es ist viel zu heiß” oder “Der erste Abend der neuen Show”. “Es gibt kaum ein Musical, das so viele verschiedene Arten von Musik und so viele schillernde, elektrisierende Songs hat”, sagt die Regisseurin. Eigentlich habe sie sich nie vorstellen können, jemals ein Musical zu inszenieren. Aber “Kiss me, Kate” sei eine Riesenentdeckung für sie. “Cole Porter hat seinen ganzen Lebenshunger, seine eigenen unausgelebten Leidenschaften da hinein gelegt”, meint Stöppler. “Das Musical hat eine große anarchische, leidenschaftliche Kraft”.

Die Geschichte: Ein ehemals in heißer Liebe verbundenes, nun aber leidenschaftlich geschiedenes Schauspieler-Paar muss auf der Bühne wieder ein Liebespaar spielen. Das hat Zündstoff. Zumal die beiden Ex-Geliebten sich im Innern ihres Herzens gar nicht so gleichgültig sind, wie sie nach außen hin tun.
Hinter den Kulissen tragen Lilly Vanessi und Fred Graham ihren Zwist als Ex-Ehepartner aus, während sie auf der Bühne an diesem Abend als Hauptdarsteller in der Premiere von Shakespeares “Der Widerspenstigen Zähmung” glänzen sollen. So ist die Stimmung ist nicht nur wegen des Premierenfiebers angeheizt, sondern auch wegen der Eifersucht der beiden Stars auf die aktuelle Liebschaft des jeweils anderen …
Bühnenbildner Lars Betko stellt einen riesigen bespielbaren 40er-Jahre Plattenspieler auf die Bühne, der sich hydraulisch öffnet, wenn aus den Szenen hinter den Kulissen auf die Show- Theaterbühne gewechselt wird.
Kostümbildner Frank Lichtenberg beginnt ästhetisch ebenfalls in der Entstehungszeit des Musicals mit vielen Originalkostümen aus den 40er Jahren. Für das “Stück im Stück”, Shakespeares “Widerspenstige” hat er Renaissance-Kostüme aus schrillen 60er-Jahre-Morgenmänteln entwickelt. Choreografin Dorothea Ratzel, deren Spezialität der Cross-Over zwischen den unterschiedlichsten Tanzstilen ist, kreiert die Tanzeinlagen aus der jeweiligen Situation und dem Bewegungsmaterial der Darsteller heraus um weniger illustrierende Showeinlagen als vielmehr Menschen mit ihren Sehnsüchten und Leidenschaften auf die Bühne zu stellen.

Vorstellungstermine:
5.12.; 8.12.; 10.12.; 11.12.; 16.12.; 18.12.; 27.12; 31. 12.
02.01.; 09.01.; 10.01.; 13.01.; 26.01.;
18.02; 27.02;
10.03; 19.03; 27.03.; 28.03

Heilbronn, Theater Heilbronn,

 heilbronn.jpg

Presseinformation

Theater Heilbronn

Richard Strauss “Elektra” mit einer großartigen Sopranistin in der Titelpartie
“Das Wuchtige, das Grandiose, das wirklich Gewaltige”
Kaiserslautern gastiert mit Richard Strauss Oper “Elektra”

Am 18. November hat Richard Strauss “Elektra” aus dem Pfalztheater Kaiserslautern Premiere in Heilbronn. Damit wird eine Opern-Inszenierung zu sehen sein, die Kritiker und Publikum nach der Premiere in Kaiserslautern in wahre Begeisterungsstürme versetzt hat. Um diese großartige Inszenierung von Hans-Günther Heyme hierher holen zu können, setzt das Theater alle Hebel in Bewegung. Der Orchestergraben wird vergrößert, um dem gesamten Orchester des Pfalztheaters Platz und dem gewaltigen Klang dieser Oper Raum zu bieten. Außerdem steht mit Barbara Schneider-Hofstetter als Elektra eine der ganz großen dramatischen Sopranistinnen der deutschen Opernszene auf der Bühne, die sonst an den bedeutendsten Opernhäusern in Deutschland und Europa zu erleben ist.
Auf packende Weise interpretiert Schneider-Hofstetter in Richard Strauss‘ Musikdrama das Psychodrama einer zutiefst traumatisierten Frau, deren Leben nur um einen Gedanken kreist: Rache für den Mord an ihrem Vater!
König Agamemnon ist nur ein Opfer in einer endlosen Kette von Familienmorden, die seit Generationen das Schicksal des mykenischen Königshauses bestimmen. Einst hatte er seine Tochter Iphigenie den Göttern geopfert, bevor er gegen Troja in den Krieg zog. Als er zehn Jahre später siegreich zurückkehrt, erschlägt ihn seine Frau Klytämnestra. Aber Elektra, ihre andere Tochter, igelt sich seit dem Mord am Vater ein. Sie muss sich Demütigungen gefallen lassen, lebt wie eine Magd am Hof und steigert sich in ihre Rache-Obsessionen hinein….
Die Oper entstand 1906 nach der Tragödie von Hugo von Hofmannsthal, die Strauss 1903 in Berlin als Schauspiel in der Inszenierung von Max Reinhardt gesehen hatte. Hofmannsthal hatte darin den antiken Mythos unter dem Einfluss der Psychoanalyse neu gedeutet. Richard Strauss lässt die Tragödie als großes sinfonisch-durchkomponiertes Drama ablaufen. Er fand für das Pathologische in Handlung und Charakteren eine außergewöhnliche musikalische Gestaltungsweise. Hofmannsthal liebte an der Musik des als seelenverwandt geschätzten Komponisten das “Wuchtige, das Grandiose, das wirklich Gewaltige”.

Das Theaterfrühstück zu dieser Oper findet am Sonntag, dem 15. November, um 11 Uhr im Foyer des Großen Hauses statt. Zu Gast sind Regisseur Hans-Günther Heyme und Generalmusikdirektor Uwe Sander.

Vorstellungstermine in Heilbronn
18.11. 2009; 6.12. 2009; 19.12. 2009; 28.12. 2009;
06.01.2010; 20.01.2010; 23.01.2010

Heilbronn, Theater Heilbronn, Premiere am 5. 11. 2009 Madama Butterfly

 heilbronn.jpg

Presseinformation

Premiere am 5. 11. 2009, 19.30 Uhr, Großes Haus

Madama Butterfly

Oper in drei Aufzügen von Giacomo Puccini
Nach einer Dichtung von Luigi Illica und Giuseppe Giacosa
Gastspiel des Oldenburgischen Staatstheaters
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung:
Jason Weaver
Regie:
Anna Bergmann
Ausstattung:
Susanne Schwieter
Matthias Werner
Chorleitung:
Thomas Bönisch
Mit:
Ute Biniass
James Bobby
Paul Brady
Thomas Burger
Tiina-Maria Enckelmann
Jong-Seong Kim
Steffi König
Alexej Kosarev
Annekatrin Kupke
Andreas Lütje
Daniel Ohlmann
Gitta Pamin-Jensen
Barbara Schmidt-Gaden
Andrey Valiguras
Irina Wischnizkaja/Annemarie Kremer
Philip Zehnoff

Das Musiktheaterensemble des Oldenburgischen Staatstheaters ist am Theater Heilbronn ein gern gesehener Gast. Die beiden Oldenburger Inszenierungen “La Traviata” und “Orphee et Eurydice”, die in jüngster Zeit hier zu sehen waren, begeisterten das Publikum. Nun ist das Staatstheater Oldenburg mit Anna Bergmanns berührender Inszenierung der “Madama Butterfly” zu Gast. Heilbronner Premiere ist am 5. November 2009 um 19.30 Uhr im Großen Haus. Bereits am 25. Oktober um 11 Uhr ist das Theaterfrühstück zu dieser Oper. Zu Gast ist mit Irina Wischnizkaja die Sängerin der Butterfly.

»Meine Madama Butterfly bleibt, was sie ist. Die empfindungsreichste Oper, die ich je geschrieben habe! Ich werde noch gewinnen …«. Mit stolzem Trotz reagierte Giacomo Puccini, als das Premierenpublikum die Uraufführung 1904 ablehnte. Und Puccini sollte recht behalten. Madama Butterfly wurde seine populärste Oper.
Regisseurin Anna Bergmann verlegt die Handlung nicht ins Japan des beginnenden 20. Jahrhunderts, sondern sie erzählt eine Geschichte von blinder Liebe und gnadenlosem Egoismus aus unseren Tagen: Der amerikanische Marineleutnant Pinkerton ist auf Auslandseinsatz. Für sein persönliches Wohl hat er nicht nur ein Haus gemietet, sondern auch gleich die passende Frau, Cio-Cio-San, ein blutjunges Mädchen. Miet- und Ehevertrag sind jederzeit fristlos kündbar. Der amerikanische Konsul warnt Pinkerton, dass das Mädchen die Verbindung ernst nehmen könnte. Doch der Offizier feiert eine Pseudohochzeit und freut sich an der schönen Frau, so lange er im Einsatz ist. Als er nach Amerika heimkehrt, lässt er Cio-Cio-San zurück, die, ohne dass Pinkerton es weiß, ein Kind erwartet. Jahr um Jahr wartet Butterfly auf ihren Mann. Eines Tages taucht er wieder auf, an seiner Seite eine andere Frau. Er will sein Kind, über das ihn der Konsul informiert hat, nach Amerika holen.
Zur Premiere im Januar dieses Jahres schrieb die Nordwest-Zeitung “Die Aufführung zielt auf jene Tragödie, die die weibliche Hauptperson und ihre Opferrolle, ihre Blindheit gegenüber der Realität, ihr Gefangensein in Gefühlen, Wünschen und Träumen in den Mittelpunkt stellt…Da bleibt vom Sentimentalen, vom Porzellanpuppenhaften der Cio-Cio-San nicht viel übrig. Aber alles von einer Butterfly, deren Psychodrama sensibel und anspielungsreich entwickelt wird.
Vor allem die Stimmen wurden gefeiert. Zuspruch und großer Beifall des Publikums waren wohlverdient.”

Vorstellungstermine in Heilbronn:
5.11 2009; 6.11. 2009; 7.11. 2009; 8.11. 2009
28.04. 2010; 29.04. 2010: 30.04. 2010
22.06. 2010; 23.06. 2010; 24.06. 2010

Heilbronn, Theater Heilbronn, Premieren Butterfly/ Elektra

 heilbronn.jpg

Presseinformation

Madama Butterfly
Oper von Giacomo Puccini

Premiere am 5. November 2009, 19.30 Uhr, Großes Haus
Das Musiktheaterensemble des Oldenburgischen Staatstheaters ist am Theater Heilbronn ein gern gesehener Gast. Die beiden Oldenburger Inszenierungen “La Traviata” und “Orphee et Eurydice”, die in jüngster Zeit hier zu sehen waren, begeisterten das Publikum. Nun ist das Staatstheater Oldenburg mit Anna Bergmanns berührender Inszenierung der “Madama Butterfly” zu Gast. Die Regisseurin verlegt die Handlung nicht ins Japan des beginnenden 20. Jahrhunderts, sondern sie erzählt eine Geschichte von blinder, unglücklicher Liebe und gnadenlosem Egoismus aus unseren Tagen: Der amerikanische Marineleutnant Pinkerton vergnügt sich während seines Auslandseinsatzes mit Cio-Cio-San einem blutjungen, bildhübschen Mädchen. Als er nach Amerika heimkehrt, lässt er Cio-Cio-San zurück, die ein Kind von ihm erwartet. Jahr um Jahr wartet Butterfly auf ihren Mann. Eines Tages taucht er wieder auf, an seiner Seite eine andere Frau. Er will sein Kind nach Amerika holen…
Das Theaterfrühstück zur Einführung in die Oper findet am 5. November, um 11 Uhr im Foyer des Großen Hauses mit Irina Wischnizkaja, der Sängerin der Butterfly statt.

Elektra
Oper von Richard Strauß

Premiere am 18. November 2009, 19.30 Uhr, Großes Haus

Mit der “Elektra” aus dem Pfalztheater Kaiserslautern wird am Theater Heilbronn eine Opern-Inszenierung zu sehen sein, die Kritiker und Publikum nach der Premiere in wahre Begeisterungsstürme versetzt hat. Um diese großartige Inszenierung von Hans-Günther Heyme hierher holen zu können, setzt das Theater Heilbronn alle Hebel in Bewegung. Der Orchestergraben wird vergrößert, um dem gesamten Orchester des Pfalztheaters Platz und dem gewaltigen Klang dieser Oper Raum zu bieten. Außerdem steht mit Barbara Schneider-Hofstetter als Elektra eine der ganz großen dramatischen Sopranistinnen der deutschen Opernszene auf der Bühne, die sonst an den bedeutendsten Opernhäusern in Deutschland und Europa zu erleben ist.
Auf packende Weise interpretiert Schneider-Hofstetter in Richard Strauss‘ Musikdrama das Psychogramm einer zutiefst traumatisierten Frau, deren Leben nur um einen Gedanken kreist: Rache für den Mord an ihrem Vater!