Heidenheim, Opernfestspiele Heidenheim, Last Night, 27.07.2014

Juli 25, 2014  
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Opernfestspiele Heidenheim

Das Beste zum Schluss: Die „Last Night“ der Opernfestspiele

Mit Filmmusik und Highlights italienischer Komponisten schließen die Stuttgarter Philharmoniker den Heidenheimer Festspielsommer am Sonntag, 27. Juli ab. Unter der Leitung von Rasmus Baumann und mit dem Cellisten Matthias Wächter als Solist verabschieden sich die Opernfestspiele bis zur Spielzeit 2015. Die „Last Night“ mit großem Abschlussfeuerwerk ist bereits ausverkauft.

Gleich zu Beginn ein Highlight: Die „Last Night“ startet mit drei Stücken aus der Filmmusik zu „Ben Hur“ in den letzten Abend der Jubiläumsspielzeit. Der gigantische Bibelfilm-Klassiker gewann 1960 elf Oscars, darunter einen in der Kategorie „Beste Filmmusik“ – über ein Jahr lang hatte Miklós Rózsa an der Musik gearbeitet. Mit „Gladiator“ hat Regisseur Ridley Scott im Jahr 2000 das Genre des Monumentalfilms wiederbelebt. Für die Filmmusik engagierte er den Deutschen Hans Zimmer, einen der einflussreichsten Filmkomponisten der Gegenwart. Das Heidenheimer Publikum wird Auszüge aus der „Gladiator“-Suite zu hören bekommen. Das „Intermezzo sinfonico“ aus Mascagnis „Cavalleria rusticana“ kennen Besucher der diesjährigen Heidenheimer Doppel-Oper bereits: Es erklingt, wenn Jesus Santuzza die Kommunion erteilt. Um Verrat und Rache geht es im darauffolgenden Stück: „The Godfather Waltz“ aus der Trilogie „Der Pate“ (Marlon Brando und Al Pacino) – diesen schwermütigen, von einer Solo-Trompete getragenen Walzer hat Nino Rota geschrieben.

Vor der Pause wird die „Chaconne für Violine und Orchester“ von John Corigliano gespielt. Als Basis für dieses 18-minütige Stück diente Corigliano eine Melodie aus seiner Filmmusik zu „Die rote Violine“. Die verschiedenen Variationen steigern sich zu einer kurzen, intensiven Klimax, die von orchestraler Wucht beantwortet wird. Ennio Morricone hat auch die Musik zu „The Mission“ und „Cinema Paradiso“ geschrieben, berühmt wurde der Italiener aber für seinen Soundtrack zu „Spiel mir das Lied vom Tod“. Regisseur Sergio Leone setzte mit diesem Film Maßstäbe und fügte amerikanische Westernmythologie und europäische Oper zusammen. Für jede Figur im Film schrieb Morricone eine „Auftrittsmelodie“. „Man with a Harmonica“ ist eine davon und wurde zum vielzitierten Markenzeichen des Films.

Auf eine legendäre Filmmelodie folgt die nächste: Der „Baby Elephant Walk“ aus dem Film „Hatari!“ und die Titelmelodie „The Pink Panther Theme”, beide komponiert vom 1994 verstorbenen Henry Mancini. Den Abschluss der „Last Night“ macht das Schlager-Medley „Zwei kleine Italiener“ mit Hits der 50er Jahre, arrangiert von Ingo Luis. Dem Feuerwerk dieser Filmmusik-Auszüge folgt im Anschluss auch noch ein pyrotechnisches Feuerwerk im Freien.

Opernfestspiele Heidenheim / Last Night © Thomas Bünnigmann

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Heidenheim, Opernfestspiele Heidenheim, Premiere MACBETH, 03.07.2014

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Opernfestspiele Heidenheim

Opernfestspiele 2015 mit Verdis „Macbeth“

Premiere am Freitag, 3. Juli 2015

Die 50. Opernfestspiele haben noch nicht einmal begonnen, da laufen bereits die Vorbereitungen für den Sommer 2015 an. Die ausgewählte Oper führt nicht, wie dieses Jahr, ins sonnige Italien, sondern in das neblige Grenzreich zwischen England und Schottland. Im Mittelpunkt der 51. Festspielsaison im Jahr 2015 steht Giuseppe Verdis phantastische Shakespeare- Oper „Macbeth“. Die Neuinszenierung mit den Stuttgarter Philharmonikern unter Marcus Bosch feiert am Freitag, 3. Juli 2015 Premiere.

Verdis 1847 uraufgeführte Oper „Macbeth“ ist ein musikdramatisches Meisterwerk, das sich auf die Schattenseiten der menschlichen Seelenabgründe konzentriert. Hexen sagen dem Feldherrn Macbeth die Zukunft voraus: Er werde König von Schottland sein, doch Stammvater der künftigen Könige werde nicht er, sondern Banquo. Die Weissagung weckt Lady Macbeths Ehrgeiz. Um ihrem Mann zur erwarteten Macht zu verhelfen und diese zu sichern, ist sie zu allem bereit und drängt Macbeth zu einem Mord nach dem anderen. Alle, aus deren Geschlecht ein Thronfolger entstammen könnte, sollen vernichtet werden. Anders als bei Shakespeare trifft bei Verdi Lady Macbeth alle Entscheidungen, während ihr Mann nur willenloser Befehlsempfänger ist. Doch der Blutrausch des Paares wird zum Selbstzweck und treibt beide, Macbeth und die Lady, in den Wahnsinn.

„Diese Tragödie ist eine der großartigsten menschlichen Schöpfungen!“ schrieb Verdi seinem Librettisten Francesco Maria Piave und schärfte ihm ein: „Lass uns eine Sache jenseits des Gewöhnlichen machen … Für die Verse denke stets daran, dass es dort kein überflüssiges Wort geben darf: Alles muss etwas ausdrücken … Kürze und Erhabenheit!“ Nicht der reine Wohlklang war Verdis Ziel, sondern eine wahrhaftige Musik, die dem blutigen Plot entsprach. So schuf Verdi an der Schwelle vom romantischen zum realistischen Musiktheater eines seiner dunkelsten und schönsten Werke; ein abgründiges Meisterwerk über den Verlust der Menschlichkeit.

Verdis Lieblingsoper
Bei der Uraufführung von „Macbeth“, Verdis zehnter von insgesamt 26 Opern, reagierte das Florentiner Publikum zunächst indigniert. Doch Verdi selbst war zufrieden und widmete das Werk seinem Schwiegervater und Gönner Antonio Barezzi: „Macbeth ist mir lieber als meine anderen Opern.“ Nach dem zweiten Weltkrieg sorgte vor allem Maria Callas’ sensationelle Darstellung der Lady 1952 an der Mailänder Scala dafür, dass sich „Macbeth“ einen festen Platz im Repertoire der großen Häuser erobern konnte.

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Heidenheim, Opernfestspiele Heidenheim, Streichquartett Quatuor Ébène, 29.04.2014

April 25, 2014  
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Opernfestspiele Heidenheim

Streichquartett „Quatuor Ébène“ gastiert am 29. April in Heidenheim

Schon zweimal hat das französische Streichquartett „Quatuor Ébène“ den ECHO Klassik gewonnen, die vier jungen Musiker sind für Improvisationskunst, Souveränität und erfrischenden Elan bekannt. Am Dienstag, 29. April sind sie in Heidenheim zu erleben, wo sie das letzte Kammerkonzert der Saison mit Werken von Mozart, Bartók und Brahms gestalten werden. Das Konzert im Festsaal der Waldorfschule Heidenheim beginnt um 20 Uhr.

Opernfestspiele Heidenheim / QuatuorEbene  ©JulienMignot

„Die derzeit vielseitigste Boygroup in der internationalen Streichquartettszene“ schrieb die Presse über das Ensemble „Quatuor Ébène“, und tatsächlich vermag kaum ein anders Streichquartett so souverän und lustvoll zwischen den Stilen hin und her zu wechseln wie dieses. Neben seinem klassischen Repertoire erregt das Ensemble immer wieder mit gekonnten Abstechern in die Gefilde des Jazz, des Pop und der Filmmusik Aufsehen. Für seine 2013 bei Virgin Classics erschienene CD „Felix und Fanny“ mit Werken von Felix Mendelssohn Bartholdy und Fanny Mendelssohn hat das Quartett gerade den Kammermusik-Preis des „BBC Music Magazine“ gewonnen. Und schon kommt der nächste Silberling von „Quatuor Ébène“ aus dem Presswerk – eine CD namens „Brazil“, auf der Bossa Nova und Samba zu hören sein wird und die einen Tag vor dem Heidenheimer Konzert auf dem deutschen Markt erscheint, also am 28. April. Nichtsdestotrotz haben sich die Streicher für ihren Heidenheimer Auftritt erneut ein klassisches Programm vorgenommen. Den Auftakt wird das dritte der insgesamt sechs so genannten „Haydn-Quartette“ von Wolfgang Amadeus Mozart machen, das Streichquartett Es-Dur KV 428. Dann folgt das Streichquartett Nr 4 C-Dur von Béla Bartók. Anders als im Meisterkonzerte-Flyer angekündigt, werden die „Ebènes“ nach der Pause nicht Schubert spielen, sondern Brahms, und zwar dessen Streichquartett Nr. 2
a-moll op. 51, 2.

„Quatuor Ébène“, das sind Pierre Colombet, Gabriel Le Magadure, Mathieu Herzog und Raphaël Merlin, vier junge Franzosen, die sich während des Studiums am Pariser Konservatorium kennen lernten und 1999 gemeinsam ein Streichquartett gründeten. Fünf Jahre später gewann „Quatuor Ébène“ den ersten Preis beim internationalen Musikwettbewerb der ARD in München und sorgte nachhaltig für Furore. Innerhalb von kürzester Zeit entwickelte sich das Quartett von einem herausragenden Nachwuchsensemble zur international renommierten Spitzenformation, die in den führenden Sälen Europas, Japans und der USA konzertiert. Für seine CD-Einspielungen wurde das Quartett bereits zweimal mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet, für die 2008 erschienene CD „Quatuor Ébène Performs Ravel, Debussy & Fauré“ und für das 2010 erschienene Album „Fiction“ mit Jazz- und Crossover-Arrangements. Jetzt ist es Marcus Bosch gelungen, die Ausnahme- Formation mit ihrer ansteckenden Leidenschaft für das Genre Streichquartett nach Heidenheim zu holen. Das Charisma und wandlungsfähige Spiel der jungen Musiker dürfte auch jüngere Hörer begeistern.

Pressemeldung Opernfestspiele Heidenheim

Heidenheim, Opernfestspiele Heidenheim, Ensemble L’Art du Bois, 08.02.2014

Januar 29, 2014  
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Opernfestspiele Heidenheim

L’Art du Bois: Alte Musik in der Reihe Meisterkonzerte

 
Das Ensemble L’Art du Bois lädt am Samstag, 8. Februar zu Tanzmusik des 14. – 16. Jahrhunderts in die Waldorfschule Heidenheim. Beginn ist um 20 Uhr.
Opernfestspiele Heidenheim / L'Art du Bois  ©Opernfestspiele Heidenheim
 
Seit fast zehn Jahren bringt das Ensemble L’Art du Bois“ Musik des Mittelalters, der Renaissance und des Barock in eigenen Arrangements zum Klingen. „L’Art du Bois“ kommen in der Besetzung Verena Fütterer (Blockflöten), Lena Hanisch (Block- und Traversflöten), Maria Ferré (Renaissancelaute und –gitarre) und Judith Sartor (Viola da Gamba) nach Heidenheim. Die Musikerinnen sind für ihre frische und enthusiastische Herangehensweise an alte Musik bekannt, für ungeheure Spielfreude und großen Charme.
 
Unter dem Titel „Il Ballerino“ widmet das Ensemble sein Heidenheimer Konzert der Tanzmusik der Renaissance mit Ausflügen in die Tanzmusik des Mittelalters: von den derben Rhythmen ländlicher Bauerntänze bis zu den ausgefeilten Figuren höfischer Tanzmusik, von beschwingt und fröhlich bis offiziell und prächtig. In der Renaissance diente der Tanz nicht nur dem Vergnügen. Für den Adel war er auch ein Ausdruck ganzheitlicher Bildung, denn im Einklang mit dem antiken Ideal war die körperliche und musische Erziehung genauso hoch angesehen wie die geistige und soziale. „Il Ballerino“ verspricht eine Entdeckungsreise durch die brillante Virtuosität und schwungvolle Rhythmik historischer Tänze.
 
Das Ensemble „L’Art du Bois“ hat bemerkenswerte Auszeichnungen eingeheimst, darunter den ersten Preis der Göttinger Reihe Historischer Musik, den zweiten Preis beim Concorso Internazionale di Musica Antica in Genua, den zweiten Preis beim Wettbewerb Musica Antiqua in Brügge und mehrere Sonderpreise beim Festival für Alte Musik in Den Haag. „Jung, fit, engagiert, unkonventionell und sprühend vor Begeisterung“ beschrieb die Presse „L’Art du Bois“ und attestierte dem Ensemble einen „hoch entwickelten Sinn für Improvisation, rhythmische Impulse, theatralische Wirkungen und die Dramaturgie eines Konzertabends“.
 
 
  
 
Pressemeldung Stadt Heidenheim

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