Hannover, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Praetorius Musikpreis Niedersachsen 2012, 26.03.2012

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Praetorius Musikpreis Niedersachsen 2012
Wenn romantische Klassik auf Weltmusik und Dirigenten auf Dissidenten treffen – eine Gala der Vielfalt

„Mit dem Praetorius Musikpreis Niedersachsen 2012 unterstützen wir Künstler in ihrem Engagement für die Musik. Zugleich setzen wir damit ein Zeichen für die Musikkultur in unserem Land, die sich durch große Vitalität und Dynamik auszeichnet“, sagte Niedersachsens Kulturministerin Professor Dr. Johanna Wanka am (heutigen) Sonnabend zu Beginn der festlichen Preisverleihung im Schauspielhaus Hannover. Die mit 56.000 Euro dotierten Preise gingen dieses Jahr an acht künstlerische Persönlichkeiten und Institutionen in sechs Kategorien. Die Geehrten präsentierten bei der Gala Ausschnitte aus ihrem vielfältigen Repertoire. Dieses reichte von Klaviermusik der Romantik über einen hochintensiven Grenzgang zwischen Musik und Literatur bis hin zur Weltmusik.

„Das Musikland Niedersachsen bietet fruchtbaren Boden für exzellente Nachwuchsmusiker und bringt immer wieder Musikerinnen und Musiker hervor, die zur internationalen Spitzenklasse zählen“, so Wanka. Dies zeigt sich beim Hauptpreisträger Thomas Hengelbrock ebenso wie bei den drei Förderpreisträgern. Die Kulturministerin dankte der Jury dafür, dass sie mit hoher Kompetenz und Sorgfalt die Preisträger ausgewählt habe.

Den mit 10.000 Euro dotierten „Preis für herausragende künstlerische Leistung“ erhielt der in Wilhelmshaven geborene Dirigent Thomas Hengelbrock. Er vereine unkonventionelle Programmgestaltung, interpretatorische Experimentierfreude und innovative Musikvermittlung, so die Jury. Hengelbrock hatte bereits Engagements an der Pariser Oper, dem Opernhaus in London und bei den Wagner Festspielen in Bayreuth. Seit September vergangenen Jahres ist er Chefdirigent des NDR Sinfonieorchesters in Hamburg. Er hat mit Künstlern von Weltrang, wie Cecilia Bartoli und Plácido Domingo, zusammengearbeitet. Auch mit seinem Balthasar-Neumann-Chor und -Ensemble hat er sich international einen Namen gemacht.

In der Kategorie „Internationaler Friedensmusikpreis“, ebenfalls dotiert mit 10.000 Euro, wurde der Praetorius Musikpreis Niedersachsen an die Dissidenten verliehen. Das Ensemble gründete sich 1981 in Berlin und sie prägten den Begriff „Worldmusic“ schon lange bevor dieser Europa erreichte. Den Preis erhielten die Dissidenten für ihre Arbeit, die zwischen den unterschiedlichen Kulturen vermittelt. Seit Jahren stehen sie für Völkerverständigung und eine gleichwertige Vermischung musikalischer Stile – so die Jury in ihrer Begründung.

Der Musikinnovationspreis, dotiert mit 8.000 Euro, ging in diesem Jahr an die Violinistin Patricia Kopatchinskaja. Sie studierte Violine und Komposition in Wien und Bern. Ihre moldawische Heimat schlägt sich in einem für sie typischen und ausdrucksstarken neuen Stil nieder: folkloristischen Klang überträgt sie auf europäische Kunstmusik. Kopatchinskaja ist bei Festivals und Konzerten weltweit – so auch bei den Niedersächsischen Musiktagen und den sommerlichen Musiktagen in Hitzacker – sehr gefragt. Sie trat als Solistin mit zahlreichen international führenden Orchestern auf. Sie überzeugt durch ihr innovatives Musikverständnis und durch ihre enorme Kreativität. Unter anderem erhielt sie den “New Talent – SPP Award” der European Broadcasting Union (EBU), den “Förderpreis Deutschlandfunk” und den BBC Music Magazine Award.

Der Komponist Harald Weiss erhielt den mit 8.000 Euro dotierten „Niedersächsischen Kompositionspreis“. Der in Salzgitter geborene Musiker studierte in Hannover an der Musikhochschule und hatte dort auch eine Professur inne. Sein künstlerisches Schaffen ist fortschrittlich und vielseitig. Dazu zählen Werke für Soloinstrumente, kammermusikalische Besetzungen, sowie Opern, Chor- und Orchesterwerke. Sein Wirken als Komponist, Musiker, Regisseur und Drehbuchautor ist durch hohe Individualität geprägt.

Mit Praetorius-Förderpreisen in Höhe von jeweils 5.000 Euro unterstützt das Land Niedersachsen junge Nachwuchstalente in ihrer künstlerischen Entwicklung. Die Jury zeichnete in diesem Jahr die Pianistin Elisabeth Brauß, den Schlagzeuger Simon Etzold und das Jazztrio Tritonüsse mit dem Förderpreis aus. Die jungen Künstler haben in nationalen wie internationalen Wettbewerben, beispielsweise bei „Jugend musiziert“, herausragende musikalische Leistungen gezeigt.

In der Kategorie „Ehrenamtliches Engagement“, ausgestattet mit 5.000 Euro, wurde das Institut zur Früh-Förderung musikalisch Hochbegabter (IFF) der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover unter der Leitung von Professor Bernd Goetzke ausgezeichnet – den Preis nahm Professor Christoph Hempel stellvertretend für den Vorstand des IFF in Empfang. Die seit über zehn Jahren existierende Einrichtung fördert den musikalischen Nachwuchs und ermöglicht eine exzellente Ausbildung für potenzielle Musikstudierende. Diese Arbeit hat schon einigen jungen Talenten eine musikalische Karriere geebnet.

Das Land vergibt den Praetorius Musikpreis Niedersachsen in heutiger Form seit dem Jahr 2005. Namensgeber ist Michael Praetorius, der ab 1604 in Wolfenbüttel als bedeutender Komponist und führender Musiktheoretiker seiner Zeit wirkte. Ausgewählt wurden die Preisträger von einer unabhängigen Fachjury, die sich aus Experten des Musiklebens, renommierten Musikjournalisten und Künstlern zusammensetzt. Mitglieder sind gewesen: Dr. Wilhelm Krull, Dr. Markus Fein, Professor Dr. Karl-Jürgen Kemmelmeyer, Henning Rümenapp und Claus Spahn.

Die Gala des Praetorius Musikpreises 2012 wurde unterstützt von:
Deutschlandradio Kultur (Medienpartner)
Crowne Plaza
Grotrian-Steinweg
TÜV Nord

Hannover, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Praetorius Musikpreis Niedersachsen 2012, November 2011

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Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Praetorius Musikpreis Niedersachsen 2012. Die Preisträger stehen fest: Das Land ehrt Thomas Hengelbrock und Patricia Kopatchinskaja

Die Preisträgerinnen und Preisträger für den Praetorius Musikpreis Niedersachsen 2012 stehen fest: Den mit 10.000 Euro dotierten “Preis für herausragende künstlerische Leistung” erhält Thomas Hengelbrock. Der Dirigent vereine unkonventionelle Programmgestaltung, interpretatorische Experimentierfreude und innovative Musikvermittlung, so die Jury.
Das Land zeichnet in insgesamt sechs Kategorien künstlerische Persönlichkeiten und Institutionen aus, die regional und international das facettenreiche Musikleben Niedersachsens repräsentieren. Das Preisgeld beträgt 56.000 Euro. Niedersachsens Kulturministerin Professor Dr. Johanna Wanka, ehrt die Preisträger während einer Gala am 24. März 2012 im Schauspielhaus Hannover. Dort präsentieren diese auch Ausschnitte aus ihrem hochkarätigen Repertoire.

Der in Wilhelmshaven geborene Thomas Hengelbrock hatte bereits Engagements an der Pariser Oper, dem Opernhaus in London und bei den Wagner Festspielen in Bayreuth. Seit September 2011 ist er Chefdirigent des NDR Sinfonieorchesters in Hamburg. Er hat mit Künstlern von Weltrang, wie Cecilia Bartoli und Plácido Domingo, zusammengearbeitet. Auch mit seinem Balthasar-Neumann-Chor und -Ensemble hat er sich international einen Namen gemacht.

In der Kategorie “Internationaler Friedensmusikpreis“, ebenfalls dotiert mit 10.000 Euro, wird der Praetorius Musikpreis Niedersachsen an die Dissidenten verliehen. Das Ensemble gründete sich 1981 in Berlin, hat einen starken Bezug zur marokkanischen Musik und ist seit 30 Jahren international tätig. Den Preis erhalten die Dissidenten für ihre Arbeit, die zwischen den unterschiedlichen Kulturen vermittelt. Seit Jahren stehen sie für Völkerverständigung und eine gleichwertige Vermischung musikalischer Stile – so die Jury in ihrer Begründung.

Der Musikinnovationspreis, dotiert mit 8.000 Euro, geht in diesem Jahr an die Violinistin Patricia Kopatchinskaja. Sie studierte Violine und Komposition in Wien und Bern. Ihre moldawische Heimat schlägt sich in einem für sie typischen und ausdruckstarken neuen Stil nieder: folkloristischen Klang überträgt sie auf europäische Kunstmusik. Kopatchinskaja ist bei Festivals und Konzerten weltweit – so auch bei den Niedersächsischen Musiktagen und den sommerlichen Musiktagen in Hitzacker – sehr gefragt. Sie trat als Solistin mit zahlreichen international führenden Orchestern auf. Sie überzeugt durch ihr innovatives Musikverständnis und durch ihre enorme Kreativität. Unter anderem erhielt sie den “New Talent – SPP Award” der European Broadcasting Union (EBU), den “Förderpreis Deutschlandfunk” und den BBC Music Magazine Award.

Die Komponist Harald Weiss erhält den mit 8.000 Euro dotierten “Niedersächsischen Kompositionspreis“. Der in Salzgitter geborene Komponist studierte in Hannover an der Musikhochschule und hatte dort auch eine Professur inne. Sein künstlerisches Schaffen ist innovativ und vielseitig. Dazu zählen Werke für Soloinstrumente, kammermusikalische Besetzungen, sowie Opern, Chor- und Orchesterwerke. Sein Wirken als Komponist, Musiker, Regisseur und Drehbuchautor ist durch hohe Individualität geprägt.

Mit Praetorius-Förderpreisen in Höhe von jeweils 5.000 Euro unterstützt das Land Niedersachsen junge Nachwuchstalente in ihrer künstlerischen Entwicklung. Die Jury zeichnet in diesem Jahr die Pianistin Elisabeth Brauß, den Schlagzeuger Simon Etzold und das Jazztrio Tritonüsse mit dem Förderpreis aus. Die jungen Künstler haben in nationalen wie internationalen Wettbewerben, beispielsweise bei “Jugend musiziert”, herausragende musikalische Leistungen gezeigt.

In der Kategorie “Ehrenamtliches Engagement“, ausgestattet mit 5.000 Euro, wird das Institut zur Früh-Förderung musikalisch Hochbegabter (IFF) der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover unter der Leitung von Professor Bernd Goetzke ausgezeichnet. Die seit über zehn Jahren existierende Einrichtung fördert den musikalischen Nachwuchs und ermöglicht eine exzellente Ausbildung für potenzielle Musikstudierende. Diese Arbeit hat schon einigen jungen Talenten eine musikalische Karriere geebnet.

Das Land vergibt den Praetorius Musikpreis Niedersachsen in heutiger Form seit dem Jahr 2005. Namensgeber ist Michael Praetorius, der ab 1604 in Wolfenbüttel als bedeutender Komponist und führender Musiktheoretiker seiner Zeit wirkte. Ausgewählt wurden die Preisträger von einer unabhängigen Fachjury, die sich aus Experten des internationalen Musiklebens, renommierten Musikjournalisten und Künstlern zusammensetzt.

Hannover, Niedersächsisches Musikalisierungs-programm WIR MACHEN DIE MUSIK, Season 2011/2012

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Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Niedersächsisches Musikalisierungs-programm “Wir machen die Musik!”

Mit dem Beginn des Schuljahres 2011 / 2012 geht auch das Musikalisierungsprogramm des Landes Niedersachsen “Wir machen die Musik!” in die nächste Runde. Der Auftakt findet in diesem Jahr in Oldenburg statt und wird vom Schulorchester “Kunterbunt” mit rund 100 Schülerinnen und Schülern der 1. und 2. Klasse der Grundschule Haarentor unter der Leitung der Musikschule Oldenburg begleitet.

Hannover, Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Zielvereinbarungen mit kommunalen Theatern Juli 2011

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Presseinformation

Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Zielvereinbarungen mit kommunalen Theatern

Kulturministerin Wanka: “Wir geben den Bühnen Planungssicherheit”
HANNOVER. Die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Professor Dr. Johanna Wanka, hat heute gemeinsam mit den kommunalen Trägern dreijährige Zielvereinbarungen für sechs kommunale Ensembletheater und Orchester abgeschlossen. Insgesamt wird das Land im Jahr 2012 rund 22,5 Millionen Euro für die nichtstaatlichen Bühnen bereitstellen. Zudem haben sich sowohl das Land als auch die kommunalen Träger für die Laufzeit der Zielvereinbarungen von 2012 bis 2014 verpflichtet, jeweils anteilig die Mehrkosten für künftige Tarifsteigerungen auszugleichen. Eine solche mehrjährige verbindliche Vereinbarung der Kommunen mit dem Land zugunsten der Theater in kommunaler Trägerschaft ist derzeit in den westdeutschen Flächenländern einzigartig.
“Durch unser Bündnis für die Theater in kommunaler Trägerschaft geben wir den Bühnen für drei Jahre Planungssicherheit. Die Kulturpolitik des Landes ist der Motor, um die finanzielle Berechenbarkeit für die Theater langfristig zu sichern. So können auch künftig die Bürgerinnen und Bürger Niedersachsens wohnortnah qualitativ hochwertiges, professionelles Theater besuchen.” Niedersachsen erhöht seine Zuwendungen im Vergleich zur laufenden Zielvereinbarung, die bis Ende diesen Jahres gilt, um jährlich 1 Million Euro. Besonders wichtig bleibt für das Land, die

Kinder- und Jugendtheaterarbeit weiter zu stärken. Davon erhält jede Bühne künftig zusätzlich bis zu 75.000 Euro jährlich gegen Nachweis
entsprechender Ausgaben. Zudem wird das Leistungs- und Anreizprogramm für die Einwerbung von Drittmitteln mit einem Volumen in Höhe von 500.000 Euro fortgesetzt. Demnach erhält ein kommunales Theater für jeden eingeworbenen Euro einen zweiten Euro vom Land. “Das sollte auch ein Anreiz für andere potenzielle Geldgeber sein, denn sie wissen, dass jeder von ihnen eingesetzte Euro durch das Engagement des Landes den doppelten Wert für die Kultur in ihrer Heimatregion erhält”, unterstrich Wanka.

Alle Theaterträger und Theater haben sich zudem zu den nachfolgenden kulturpolitischen Zielen bekannt:

1. Berücksichtigung des demographischen Wandels unter verstärkter Einbeziehung von Älteren und der Integration von Migrantinnen und Migranten,
2. Vernetzung mit anderen Einrichtungen, beispielsweise Hochschulen, Musikschulen, Volkshochschulen, Kirchen,
3. Stärkung und Ausbau des bürgerschaftlichen Engagements, beispielsweise im Bereich von ehrenamtlicher Mitwirkung und
4. Besucherforschung.

Heute wurden die Zielvereinbarungen für folgende Theater bzw. Orchester in kommunaler Trägerschaft unterzeichnet:

- Schloßtheater Celle
- Deutsches Theater Göttingen
- Städtische Bühnen Osnabrück
- Landesbühne Niedersachsen Nord
- Theater für Niedersachsen in Hildesheim
- Göttinger Symphonie Orchester
Die Unterzeichnung der Zielvereinbarung für das Theater Lüneburg mit den beiden kommunalen Trägern ist für diesen Freitag, 8. Juli, vorgesehen. Der Lüneburger Kreistag hat ihr bereits zugestimmt. Der´ Rat der Stadt Lüneburg tagt am morgigen Donnerstag, 7. Juli, Anschließend soll die Vereinbarung abgeschlossen werden.

Hannover, Kultusministerium, Verdienstorden für Nicholas McGegan Künstlerischer Leiter der Göttinger Händel-Festspiele

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Presseinformation

Verdienstorden für Nicholas McGegan

Land zeichnet Künstlerischen Leiter der Göttinger Händel-Festspiele aus

HANNOVER/GÖTTINGEN. Nach der Premiere der Oper Teseo hat es heute für den Künstlerischen Leiter der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen eine besondere Ehrung gegeben: Professor Nicholas McGegan erhielt von Staatssekretär Dr. Josef Lange das ihm vom Niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister verliehene Verdienstkreuz am Bande des Niedersächsischen Verdienstordens. Der in Sawbridgeworth (England) geborene, international anerkannte Dirigent barocker Musik wurde damit für sein künstlerisches Wirken sowie seine Kooperation mit der Musikwissenschaft in Göttingen und Hannover ausgezeichnet.

McGegan leitet die Festspiele bereits seit 1991. Vor fünf Jahren hat er ein eigenes FestspielOrchester Göttingen (FOG) gegründet. Er hat es zudem verstanden, internationale Künstler in das hochwertige Programm einzubauen. “Durch die Einbeziehung historischer Elemente und mit Ihrer Kultivierung großer Spielfreude haben Sie den Internationalen Händel-Festspielen eine ganz eigene künstlerische Note verliehen und das Publikum begeistert. Zudem haben Sie dem musikalischen Nachwuchs bei den jährlichen Opern- und Oratorienaufführungen ein attraktives Podium geboten”, sagte Lange. Der Kulturstaatssekretär lobte auch McGegans Wirken als Honorarprofessor an der Georg August Universität Göttingen. Der Dirigent hat sich in seinen Kooperationen mit dem Musikwissenschaftlichen Seminar und der Hochschule für Musik,Theater und Medien Hannover Verdienste erworben. Unter anderem hat er den Studierenden sein fundiertes Fachwissen zur Aufführungspraxis von Opern im 17. und 18. Jahrhundert, zur Rezeptionsgeschichte der Werke Händels und zum Einfluss barocker Komponisten praxisbezogen vermittelt.

Für sein musikalisches Wirken erhielt McGegan bereits zahlreiche Auszeichnungen. 1993 wurde er mit dem Händel-Preis der Stadt Halle geehrt und 2006 zum Honorarprofessor der Philosophischen Fakultät der Göttinger Universität ernannt. Die britische Königin verlieh McGegan im vergangenen Jahr für seine musikalischen Leistungen außerhalb Großbritanniens den Verdienstorden “Officer of the British Empire” (O.B.E.)

Nach 20 Jahren gibt McGegan die künstlerische Leitung mit dem Ende der diesjährigen Internationalen Händel-Festspiele an Laurence Cummings ab, bisher Leiter des London Handel Festival. McGegan wird sich künftig verstärkt seiner Arbeit mit dem Philharmonia Baroque Orchestra in San Francisco widmen, dessen Leitung er seit 25 Jahren innehat. Als Gastdirigent ist er aber auch weiterhin in Europa zu erleben.

Hannover, Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Praetorius Musikpreis Niedersachsen 2010

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Presseinformation

Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

 Praetorius Musikpreis Niedersachsen 2010

Johanna Wanka: “Alle Preisträger gehen kreativ neue Wege in der Musik”

HANNOVER. Niedersachsens Kulturministerin Professor Dr. Johanna Wanka hat am (heutigen) Sonnabend während einer festlichen Gala im Schauspielhaus Hannover den Praetorius Musikpreis Niedersachen 2010 an künstlerische Persönlichkeiten und Institutionen verliehen. Acht Preisträgerinnen und Preisträger in sechs Kategorien haben Preisgelder von insgesamt 56.000 Euro erhalten.

“Kreativ neue Wege zu beschreiten, das ist das gemeinsame Anliegen aller Praetorius Musikpreisträger. Und das ist auch unser Wunsch für das Musikland Niedersachsen”, sagte Wanka.
“Mit dem aus Hildesheim stammenden Bariton Thomas Quasthoff zeichnen wir in diesem Jahr eine der modernsten Persönlichkeiten des Musiklebens für seine herausragende künstlerische Leistung aus. Der Ausnahmekünstler steht beispielhaft für einen modernen Umgang mit unseren prägenden musikalischen Traditionen. Mit seiner Interpretation des Kunstliedes setzt er internationale Maßstäbe. Er entwickelt mit dem von ihm ins Leben gerufenen Wettbewerb ‚Das Lied’ diese Kunstform weiter und fördert zudem junge Nachwuchskünstler”, so Wanka. Sie bat um Respekt dafür, dass Thomas Quasthoff aus persönlichen Gründen derzeit keine öffentlichen Auftritte wahrnimmt. Sie freue sich, dass die Geschäftsführerin des Wettbewerbes “Das Lied”, Franziska Castell, dem Wunsch Quasthoffs folgen konnte und den Preis für ihn entgegennimmt. Mit seinem Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro unterstützt er den Nachwuchswettbewerb.

In der Kategorie “Internationaler Friedensmusikpreis”, dotiert mit 10.000 Euro, ist der Praetorius Musikpreis Niedersachsen an den katalanischen Musiker und Musikwissenschaftler Jordi Savall für seine künstlerische Beschäftigung mit Musikkulturen im Schnittpunkt christlicher, jüdischer und islamischer Tradition vergeben worden. Mit dem Charisma eines außergewöhnlichen Künstlers unterstreiche er die Botschaft des Friedens und der Völkerverständigung – so die Jury. Inspiration erhält Savall vor allem durch die Musik des Mittelalters, aber auch des Barocks und der Renaissance.

Für zukunftsorientierte internationale Musikprojekte ist der “Musikinnovationspreis”, ausgestattet mit 8.000 Euro, in diesem Jahr an Jazzmusiker Gunter Hampel vergeben worden. Der vielseitige Instrumentalist und Komponist steht für die eigenständige Entwicklung des deutschen und europäischen Jazz. Als Mittler zwischen Nordamerika und Europa hat er diesem zu einem ganz eigenen Stil verholfen. Er gilt als einer der Mitbegründer des europäischen Free Jazz und engagiert sich zudem in der Nachwuchsarbeit.

Die Komponistin Charlotte Seither hat den mit 8.000 Euro dotierten “Niedersächsischen Kompositionspreis” erhalten. Ihre künstlerische und wissenschaftliche Arbeit wurde international durch zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien – unter anderem an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover sowie der Villa Massimo – gewürdigt. Sie lehrt Komposition an der Hochschule für Künste Bremen. Regelmäßig arbeitet sie mit renommierten Orchestern wie dem BBC Symphony Orchestra London zusammen und ist Gast bei internationalen Festivals. Ihre Werke werden weltweit aufgeführt. Charlotte Seither formt in ihrer Musiksprache heterogene ästhetische Elemente zu einer neuen Einheit.

Mit dem Praetorius-Förderpreis in Höhe von jeweils 5.000 Euro unterstützt das Land Niedersachsen junge Talente in ihrer künstlerischen Entwicklung. Die Jury hat in diesem Jahr die Sopranistin Ania Vegry, die Oboistin Maria Sournatcheva und das Jazz-Ensemble News from the North ausgewählt. Die jungen Künstler haben sowohl in nationalen und internationalen Wettbewerben, wie bei “Jugend musiziert”, hervorragende musikalische Leistungen gezeigt.

In der Kategorie “Ehrenamtliches Engagement”, ausgestattet mit 5.000 Euro, wurden diesmal die Internationalen Fredener Musiktage für ihr langjähriges Wirken in der Region Südniedersachsen geehrt. Das Festival unter der Leitung von Utz Köster rückt seit seiner Gründung 1991 die Kombination von Kammermusik und Bildender Kunst in den Fokus und gibt besonders jungen professionellen Künstlern ein Podium.

Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur vergibt den Praetorius Musikpreis Niedersachsen seit 2005. Namensgeber ist Michael Praetorius, der ab 1604 in Wolfenbüttel als bedeutender Komponist und führender Musiktheoretiker seiner Zeit wirkte. Ausgewählt wurden die Praetorius-Preisträger von einer unabhängigen Fachjury, die sich aus Experten des internationalen Musiklebens, renommierten Musikjournalisten und Künstlern zusammensetzt. Mitglieder sind gewesen: Dr. Wilhelm Krull, Dr. Markus Fein, Heiner Goebbels, Professor Dr. Karl-Jürgen Kemmelmeyer, Henning Rümenapp und Claus Spahn.

Die Gala des Praetorius Musikpreises 2010 fördern:
Otto Bock Quality For Life,
VGH Versicherungen und Künstlerhaus Spiekeroog.
Zu den weiteren Unterstützern zählt das Crowne Plaza Hannover.

Hannover, Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Festliche Gala für hervorragende und kreative Künstler in der Musik 13.11.2010

 min_kultur_niedersachsen.JPGPresseinformation Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Festliche Gala für hervorragende und kreative Künstler in der Musik

Sonnabend, 13.11.2010, 19.30 Uhr, Schauspielhaus Hannover, Prinzenstraße 9
Wir laden Sie herzlich zur festlichen Gala des Praetorius Musikpreises Niedersachsen 2010 am Sonnabend, 13. November, in das Schauspielhaus Hannover ein. Die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Professor Dr. Johanna Wanka, wird an künstlerische Persönlichkeiten und Institutionen in sechs Kategorien den diesjährigen Praetorius Musikpreis für ihre musikalischen Leistungen und ihr Engagement für die Musik verleihen. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden sich mit Ausschnitten aus ihrem künstlerischen Repertoire präsentieren.

Die Preisträger

Das Land Niedersachsen zeichnet den international bekannten Bariton und Ausnahmekünstler Thomas Quasthoff mit dem diesjährigen Praetorius Musikpreis Niedersachsen für seine herausragende künstlerische Leistung aus. Der in Hildesheim geborene Quasthoff setzt mit seinen Interpretationen vor allem im Genre Kunstlied auf höchstem Niveau Maßstäbe.

In der Kategorie “Internationaler Friedensmusikpreis” wird der Praetorius Musikpreis Niedersachsen an den katalanischen Musiker und Musikwissenschaftler Jordi Savall für seine künstlerische Beschäftigung mit Musikkulturen im Schnittpunkt christlicher, jüdischer und islamischer Tradition vergeben. Für zukunftsorientierte internationale Musikprojekte vergibt die Jury den “Musikinnovationspreis” in diesem Jahr an den Jazz-Pionier Gunter Hampel. Die international arbeitende Komponistin Charlotte Seither erhält den “Niedersächsischen Kompositionspreis”. Mit dem Praetorius-Förderpreis unterstützt das Land Niedersachsen junge Talente: die Sopranistin Ania Vegry, die Oboistin Maria Sournatcheva und das Jazzensemble News from the North. Mit dem “Preis für Ehrenamtliches Engagement” werden die Internationalen Fredener Musiktage ausgezeichnet.

Das Programm

Zum Auftakt der Preisverleihung präsentiert der Norddeutsche Figuralchor unter der Leitung von Professor Jörg Straube mit “Hora” ein Werk aus der Feder Charlotte Seithers. Eine Kombination aus Free-Jazz mit Breakdance-Performance bietet das Ensemble um den europäischen Jazz-Pionier Gunter Hampel. Sowohl die Sopranistin Ania Vegry als auch die Oboistin Maria Sournatcheva geben zusammen mit dem Hannoveraner Kammerorchester “Il gioco col suono” einen Einblick in ihr Repertoire von Benjamin Britten bis Domenico Cimarosa. Die junge Jazzband “News from the North” wird eine ihrer instrumentalen Eigenkompositionen spielen. Jordi Savall zeigt mit der Suite “The Lancashire Pipes” einen Querschnitt der Musik für Viola da Gamba durch die Jahrhunderte.

Die Gala des Praetorius Musikpreises 2010 fördern:
Otto Bock Quality For Life,
VGH Versicherungen und Künstlerhaus Spiekeroog.
Zu den weiteren Unterstützern zählt das Crowne Plaza Hannover.

Die Sitzplatzreservierung für Berichterstatter:
Um für Sie wegen der in diesem Jahr begrenzten Plätze eine feste Sitzmöglichkeit reservieren zu können, möchten wir Sie herzlich bitten, sich oder ein anderes Redaktionsmitglied mit beiliegendem Fax-Formular verbindlich anzumelden. Auch bitten wir um Verständnis, dass wir diesmal nur die Kolleginnen und Kollegen berücksichtigen können, die von der Gala berichten. Ihre Karten hinterlegen wir für Sie am Pressecounter im Eingangsbereich des Schauspielhauses. Sie können am Tag der Veranstaltung von 18.30 Uhr an abgeholt werden. Dort erhalten Sie auch eine Pressemappe.

Weitere Informationen zum Praetorius Musikpreis 2010 sowie Dossiers zu den Preisträgern finden Sie im Web-Portal:
www.praetoriusmusikpreis.niedersachsen.de

Hannover, Kultusministerium, Niedersächsisches Musikalisierungsprogramm

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Presseinformation

Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Niedersächsisches Musikalisierungsprogramm

“Wir machen die Musik!” geht mit zusätzlichen 1 Millionen Euro in die zweite Runde

HANNOVER. Frühkindliche Bildung ist ein zentraler Bestandteil der Kulturpolitik des Landes Niedersachsen. Deshalb ist das Niedersächsische Musikalisierungsprogramm langfristig bis 2016 angelegt und wird stufenweise aufgestockt: “Wir haben das Credo des Programms “Wir machen die Musik!” wörtlich genommen. Musikalische Bildung für alle ist seit einem Jahr nicht nur Ziel, sondern Realität im Musikland Niedersachsen. Deshalb haben wir die Fördersumme auf insgesamt 1,5 Mio. Euro erhöht. In jedem Jahr wird ein neuer Jahrgang von Schülern in das Musikalisierungsprogramm integriert,” betont die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur Prof. Dr. Johanna Wanka.

Die bereits im vergangenen Jahr geschlossenen Kooperationen zwischen Musikschulen und Kindertageseinrichtungen im Musikland Niedersachsen werden seit Beginn dieses Schuljahres durch Angebote in Grundschulen erweitert. Teilnehmende Kinder bekommen so auch nach ihrem Übergang in die Schule die Möglichkeit, weiterhin Bildungsangebote von “Wir machen die Musik!” in Anspruch nehmen zu können. Langfristig soll auf diese Weise das Ziel einer flächendeckenden Musikalisierung im Musikland Niedersachsen erreicht werden.

Unabhängig der sozialen Herkunft werden jetzt die Drei- bis Fünfjährigen in Kindertageseinrichtungen und ab diesem Schuljahr zusätzlich auch die sechsjährigen Kinder in der Grundschule auf professionelle Weise an Musik herangeführt. Neben der Freude am gemeinsamen Musizieren werden vor allem wichtige Schlüsselkompetenzen wie Konzentration und Leistungsfähigkeit sowie Ausdauer gefördert. Die Integration kindgerechter und qualitativ hochwertiger Angebote in den Kindergartenalltag unterstützt die frühzeitige Sensibilisierung und Begeisterung für Musik ergänzend zum Schulunterricht. Dabei wird nicht nur Wert auf eine elementare Instrumentalausbildung der Kinder gelegt, sondern auch auf den Umgang mit der eigenen Stimme. Hier unterscheidet sich die Initiative “Wir machen die Musik!” grundlegend von Projekten anderer Bundesländer, wie “Jedem Kind ein Instrument” in Nordrhein-Westfalen. Damit ist das Niedersächsische Musikalisierungsprogramm bundesweit einzigartig, wie Gitta Connemann, MdB und Präsidentin des Landesverbandes niedersächsischer Musikschulen e.V. erklärt. “Unsere Musikschulen bringen musikalische Bildung dorthin, wo sie am stärksten nachgefragt und am dringendsten gebraucht wird – in die Kindergärten und Schulen. Viele tausend Kinder im Musikland Niedersachsen erhalten damit eine einmalige Chance. Ihnen wird die Welt des Gesangs, der Musik und des Tanzes eröffnet. Dafür stehen die öffentlichen Musikschulen Niedersachsens. Sie haben sich über viele Jahre als kompetenter und erfahrener Bildungspartner von Kitas, Schulen und des Landes Niedersachsen bewährt.”

Im Laufe des vergangenen Schuljahrs haben sich 65 Musikschulen an der Initiative beteiligt, deren Lehrkräfte insgesamt 430 Jahreswochenstunden angeboten haben. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur unterstützt die Musikschulen mit 50 Prozent ihrer Personalkosten. Im vergangenen Jahr wurden hierfür 500.000 Euro zur Verfügung gestellt. Im laufenden Schuljahr 2010/2011 steigen die Fördermittel auf eine Gesamtsumme von rund 1,5 Millionen. Euro.

Die Gegenfinanzierung geschieht in Eigenverantwortung der Musikschulen über Sponsoren, Spenden, Eigenmittel oder kommunale Zuwendungen. Erfahrungen aus dem vergangenen Schuljahr zeigen, dass die Strahlkraft des flächendeckend angelegten Programms positive Wirkungen auf die Gegenfinanzierung der Landesmittel hat.

Langfristiges Ziel des bis 2016 angelegten Förderprogramms ist es, 80 Prozent der Kinder in Kindertagesstätten und 30 bis 40 Prozent der Kinder in Grundschulen für “Wir machen die Musik!” zu gewinnen. Ab diesem Schuljahr werden auch Musikschulen privater Trägerschaft in das Musikalisierungsprogramm integriert. “Die privaten Musikschulen in Niedersachsen leisten so ihren Beitrag zur flächendeckenden Musikalisierung Niedersachsens und bringen ihre langjährige Erfahrung musikalischer Früherziehung aus Kooperationen mit Bildungsträgern, wie Schule und Kindergarten ein”, erklärt Eric Ridder, Vorstand des Landesverbands privater Musikschulen.

Als Beispiel einer erfolgreichen Kooperation von Grundschule, Kindertagesstätte und Musikschule gilt das heute vorgestellte Pilotprojekt an der Albert-Schweitzer-Schule Hannover und der Musikschule der Landeshauptstadt Hannover. “Wir erreichen mit dem Programm insbesondere sozial benachteiligte Kinder, die ohne das Förderprogramm nie Musik- oder Instrumentalunterricht bekommen hätten,” so die Leiterin der Albert-Schweitzer-Schule, Beatrix Albrecht. Kofinanziert werden die musikalischen Bildungsangebote unter anderem durch die Stadt Hannover und durch die Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung. Derzeit werden hier 90 Kurse mit rund 1.000 Kindern durchgeführt.

Hannover, Kultusministerium Niedersachsen, Landesmusikakademie Niedersachsen Steigende Besucherzahlen belegen Erfolgsgeschichte

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Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

 Landesmusikakademie Niedersachsen

Steigende Besucherzahlen belegen Erfolgsgeschichte

HANNOVER. Landesmusikakademie erfreut sich größter Beliebtheit; Landesmusikrat e.V. und Landesmusikakademie gGmbH präsentieren sich in neuer Struktur.

Die Landesmusikakademie Niedersachsen in Wolfenbüttel hat sich binnen eines Jahres zu einer Erfolgsgeschichte für die Musikwelt Niedersachsens entwickelt. Die Niedersächsische Kulturministerin Prof. Dr. Johanna Wanka bilanziert: “Für das Land ist es sehr wichtig, dass die Landesmusikakademie als reibungslos funktionierendes Bildungszentrum des Musiklandes Niedersachsen eine große Anziehungskraft für die jungen Musikerinnen und Musiker Niedersachsens hat. Daher freue ich mich sehr, dass die Landesmusikakademie ausgebucht ist und sich die neue Organisationsstruktur so gut bewährt.”

Für das Jahr 2010 rechnet die Landesmusikakademie gGmbH mit etwa 10.000 Besuchern. Das sind etwa 6.000 Gäste, die in der Akademie proben, üben und musizieren werden und noch etwa 4.000 Besucher, die zu den zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen in der Landesmusikakademie nach Wolfenbüttel kommen. Gerade an Wochenenden und in der Ferienzeit werden die Angebote auch von Lainenmusikern stark nachgefragt und es herrscht Hochbetrieb. Es gibt fast keinen Ferientag mehr, an dem nicht Musik in der Akademie erklingt. Die meisten Gäste sind im Alter zwischen 10 und 25 Jahren, wobei in der Akademie auch viele Orchester, Ensembles und Gruppen zusammenkommen, deren Mitglieder die Musik neben Beruf und Familie leidenschaftlich betreiben.

“Mit der Landesmusikakademie ist nun ein wunderbares Zentrum entstanden, um begabte Jugendliche und die Laienmusik des Landes intensiv zu fördern”, schwärmt Prof. Dr. Kemmelmeyer, Präsident des Landesmusikrates Niedersachsen e.V.

Am 30. September 2009 wurde die Landesmusikakademie Niedersachsen gemeinnützige GmbH als 100-prozentige Tochter des Landesmusikrates Niedersachsen e.V. gegründet. Das Land Niedersachsen fördert den Landesmusikrat und die Landesmusikakademie mit mehr als einer Millionen Euro. Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb der Landesmusikakademie Niedersachsen, deren Bau im Wesentlichen aus Mitteln des Landes Niedersachsen finanziert wurde. Durch die Organisation, Realisierung und Verwaltung von Maßnahmen, Projekten, Kursen und Tagungen erfüllt die Landesmusikakademie Niedersachsen gGmbH in Zusammenarbeit mit dem Landesmusikrat Niedersachsen e.V. den Zweck, die Musikkultur des Landes Niedersachsen zu fördern.

Die Landesmusikakademie GmbH hat aufgrund der Infrastruktur des Akademiegebäudes und der Kompetenz des Personals die Möglichkeit, Bildungsmaßnahmen durchzuführen und weiter zu entwickeln; eine ideale Ergänzung zum Landesmusikrat, der aufgrund seines Netzwerkes und seiner spezifischen Kompetenzen die Möglichkeit hat, musikpolitische Prozesse in Niedersachsen zu erkennen und zu analysieren. Auf diese Weise können Handlungsstrategien für das Musikland Niedersachsen hervorragend abgeleitet und Projekte entwickelt werden.

So verbindet sich die kulturpolitische Expertise des Landesmusikrates mit der Bildungskompetenz der Landesmusikakademie zu einem starken Partner für das Musikland Niedersachsen.

Hannover, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur,Oberharzer Wasserwirtschaft ist Weltkulturerbe

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Presseinformation

Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Oberharzer Wasserwirtschaft ist Weltkulturerbe

Kulturministerin Johanna Wanka: “Riesenerfolg für Niedersachsen”

HANNOVER/BRASILIA. Die UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation (UNESCO) hat heute die Oberharzer Wasserwirtschaft zum Weltkulturerbe ernannt. Die Chinesische Mauer ist es seit 1987, die Pyramiden von Gizeh sind es seit 1979. Jetzt ist auch die Oberharzer Wasserwirtschaft aufgenommen. In Brasilia hat das Welterbekomitee entschieden, diese als Erweiterung des bestehenden Welterbes Erzbergwerk Rammelsberg und der Altstadt Goslar zum Weltkulturerbe zu ernennen. Das Gremium war sich einig, dass die Oberharzer Wasserwirtschaft einen außergewöhnlichen universellen Wert hat und mit voller Berechtigung Teil des UNESCO-Welterbes wird.

“Die positive Entscheidung der UNESCO ist ein Riesenerfolg für Niedersachsen als Antragsteller. Die Aufnahme des größten, seit dem Mittelalter weiter entwickelten montanen Wasserwirtschaftssystems der Welt, ist eine berechtigte Auszeichnung für dieses Meisterwerk menschlicher Schöpfungskraft”, sagte Niedersachsens Kulturministerin Professor Dr. Johanna Wanka. “Davon verspreche ich mir eine große Strahlkraft für den Harz. Mein Dank gilt vor allem den Harzwasserwerken, ohne deren finanzielles Engagement die bisherige Unterhaltung der Wasserwirtschaft nicht möglich gewesen wäre”, so die Ministerin.

Was heute Wanderern wie eine ruhige und romantische Seen- und Teichlandschaft mit historischen Bauwerken am Wegesrand erscheint, ist mit Abstand das größte und bedeutendste vorindustrielle Energieversorgungssystem weltweit. Schon vor 800 Jahren hat das Wasser im Oberharz als entscheidende Kraftquelle die Wasserräder der Bergwerke und Hütten angetrieben, über- und untertage. Für den Abbau von Silber, Blei und Kupfer blieb die Wasserkraft bis ins späte 19. Jahrhundert die einzige Energiequelle. Dazu wurde Regenwasser in Gräben gesammelt, in Teichen gespeichert, zu den Verbrauchern hin- und später wieder abgeleitet. In keinem Bergbaurevier wurde jemals eine derartig hohe Anzahl von wasserwirtschaftlichen Objekten und komplexen Systemen angelegt und bis heute teilweise sogar in betriebsbereitem Zustand erhalten.

Die Väter der Oberharzer Wasserwirtschaft waren die Mönche in Kloster Walkenried. Das Zisterzienserkloster am südlichen Harzrand war bereits im frühen 13. Jahrhundert eines der reichsten Europas. Schon damals besaßen die Mönche ein kleines, voll funktionsfähiges und mit allen wichtigen Elementen ausgestattetes Wasserversorgungssystem. Jetzt zählt nicht nur dieses Wassersystem, sondern auch die bergbauliche “Betriebszentrale” Kloster Walkenried mit ihrer herausragenden gotischen Bausubstanz zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Da auf dem Oberharz natürliche Fließgewässer so gut wie nicht vorhanden sind, musste großflächig das Regenwasser gesammelt und gespeichert werden. Hierzu wurden im Laufe der Zeit 149 Teiche gebaut, von denen 107 noch heute erhalten sind. Mit einem ausgeklügelten System an Wassergräben, die sich wie die Höhenlinien einer Landkarte über den ganzen Oberharz erstrecken, wurde das von den Hängen herablaufende Wasser aufgefangen und in Speicherteiche geleitet. Hierzu wurden die Hänge des Harzes auf mehr als 500 Kilometer Länge umgeformt. Über 300 Kilometer derartiger Gräben sind noch heute im Oberharz erhalten. Da diese Gräben mit äußerst geringem Gefälle angelegt wurden, – bis zu einem Meter auf 1500 Meter – bergen sie ein bedeutendes touristisches Potenzial. Denn auf den Revisionswegen können Besucher ohne beschwerliches Bergsteigen mit oft herrlichem Fernblick durch den Oberharz wandern, an den Teichen verweilen oder darin baden. Von den 31 Kilometer wie Tunnel durch die Berge getriebenen sogenannten Wasserläufen sind alle erhalten und viele davon auch für Besucher erschlossen.

Von besonderer Bedeutung ist, dass ein großer Teil der Oberharzer Wasserwirtschaft allein aufgrund seiner kulturellen Bedeutung, ohne jegliche wirtschaftliche Interessen als “arbeitendes” Denkmal in Funktion erhalten wird. Zu diesem Zweck wurde eigens ein Betriebshof, ähnlich einer Dombauhütte, in der Schachtanlage Kaiser-Wilhelm II. in Clausthal-Zellerfeld eingerichtet. 63 von 107 erhaltenen Teichen, 70 von 310 Kilometer erhaltenen Wassergräben und 21 von 31 Kilometer erhaltenen Wasserläufen werden hier in ihrer historischen Funktion betreut.

Die UNESCO hat auch bedeutende ehemalige Nutzer des Wassersystems in die Welterbeausweisung einbezogen. Dazu zählen drei Schachtanlagen aus dem 19. Jahrhundert, vor allem die Grube Samson in St. Andreasberg, in der sich die letzte erhaltene Fahrkunst der Welt befindet.

Hinweis:
Bildmaterial zur Oberharzer Wasserwirtschaft finden Sie auf der Homepage der Harz Wasserwerke unter www.harzwasserwerke.de im Downloadbereich.