Hannover, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Praetorius Musikpreis Niedersachsen 2012, 26.03.2012

März 26, 2012  
Veröffentlicht unter Kultusministerium, Pressemeldung

min_kultur_niedersachsen.JPGNiedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Praetorius Musikpreis Niedersachsen 2012
Wenn romantische Klassik auf Weltmusik und Dirigenten auf Dissidenten treffen – eine Gala der Vielfalt

„Mit dem Praetorius Musikpreis Niedersachsen 2012 unterstützen wir Künstler in ihrem Engagement für die Musik. Zugleich setzen wir damit ein Zeichen für die Musikkultur in unserem Land, die sich durch große Vitalität und Dynamik auszeichnet“, sagte Niedersachsens Kulturministerin Professor Dr. Johanna Wanka am (heutigen) Sonnabend zu Beginn der festlichen Preisverleihung im Schauspielhaus Hannover. Die mit 56.000 Euro dotierten Preise gingen dieses Jahr an acht künstlerische Persönlichkeiten und Institutionen in sechs Kategorien. Die Geehrten präsentierten bei der Gala Ausschnitte aus ihrem vielfältigen Repertoire. Dieses reichte von Klaviermusik der Romantik über einen hochintensiven Grenzgang zwischen Musik und Literatur bis hin zur Weltmusik.

„Das Musikland Niedersachsen bietet fruchtbaren Boden für exzellente Nachwuchsmusiker und bringt immer wieder Musikerinnen und Musiker hervor, die zur internationalen Spitzenklasse zählen“, so Wanka. Dies zeigt sich beim Hauptpreisträger Thomas Hengelbrock ebenso wie bei den drei Förderpreisträgern. Die Kulturministerin dankte der Jury dafür, dass sie mit hoher Kompetenz und Sorgfalt die Preisträger ausgewählt habe.

Den mit 10.000 Euro dotierten „Preis für herausragende künstlerische Leistung“ erhielt der in Wilhelmshaven geborene Dirigent Thomas Hengelbrock. Er vereine unkonventionelle Programmgestaltung, interpretatorische Experimentierfreude und innovative Musikvermittlung, so die Jury. Hengelbrock hatte bereits Engagements an der Pariser Oper, dem Opernhaus in London und bei den Wagner Festspielen in Bayreuth. Seit September vergangenen Jahres ist er Chefdirigent des NDR Sinfonieorchesters in Hamburg. Er hat mit Künstlern von Weltrang, wie Cecilia Bartoli und Plácido Domingo, zusammengearbeitet. Auch mit seinem Balthasar-Neumann-Chor und -Ensemble hat er sich international einen Namen gemacht.

In der Kategorie „Internationaler Friedensmusikpreis“, ebenfalls dotiert mit 10.000 Euro, wurde der Praetorius Musikpreis Niedersachsen an die Dissidenten verliehen. Das Ensemble gründete sich 1981 in Berlin und sie prägten den Begriff „Worldmusic“ schon lange bevor dieser Europa erreichte. Den Preis erhielten die Dissidenten für ihre Arbeit, die zwischen den unterschiedlichen Kulturen vermittelt. Seit Jahren stehen sie für Völkerverständigung und eine gleichwertige Vermischung musikalischer Stile – so die Jury in ihrer Begründung.

Der Musikinnovationspreis, dotiert mit 8.000 Euro, ging in diesem Jahr an die Violinistin Patricia Kopatchinskaja. Sie studierte Violine und Komposition in Wien und Bern. Ihre moldawische Heimat schlägt sich in einem für sie typischen und ausdrucksstarken neuen Stil nieder: folkloristischen Klang überträgt sie auf europäische Kunstmusik. Kopatchinskaja ist bei Festivals und Konzerten weltweit – so auch bei den Niedersächsischen Musiktagen und den sommerlichen Musiktagen in Hitzacker – sehr gefragt. Sie trat als Solistin mit zahlreichen international führenden Orchestern auf. Sie überzeugt durch ihr innovatives Musikverständnis und durch ihre enorme Kreativität. Unter anderem erhielt sie den „New Talent – SPP Award“ der European Broadcasting Union (EBU), den „Förderpreis Deutschlandfunk“ und den BBC Music Magazine Award.

Der Komponist Harald Weiss erhielt den mit 8.000 Euro dotierten „Niedersächsischen Kompositionspreis“. Der in Salzgitter geborene Musiker studierte in Hannover an der Musikhochschule und hatte dort auch eine Professur inne. Sein künstlerisches Schaffen ist fortschrittlich und vielseitig. Dazu zählen Werke für Soloinstrumente, kammermusikalische Besetzungen, sowie Opern, Chor- und Orchesterwerke. Sein Wirken als Komponist, Musiker, Regisseur und Drehbuchautor ist durch hohe Individualität geprägt.

Mit Praetorius-Förderpreisen in Höhe von jeweils 5.000 Euro unterstützt das Land Niedersachsen junge Nachwuchstalente in ihrer künstlerischen Entwicklung. Die Jury zeichnete in diesem Jahr die Pianistin Elisabeth Brauß, den Schlagzeuger Simon Etzold und das Jazztrio Tritonüsse mit dem Förderpreis aus. Die jungen Künstler haben in nationalen wie internationalen Wettbewerben, beispielsweise bei „Jugend musiziert“, herausragende musikalische Leistungen gezeigt.

In der Kategorie „Ehrenamtliches Engagement“, ausgestattet mit 5.000 Euro, wurde das Institut zur Früh-Förderung musikalisch Hochbegabter (IFF) der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover unter der Leitung von Professor Bernd Goetzke ausgezeichnet – den Preis nahm Professor Christoph Hempel stellvertretend für den Vorstand des IFF in Empfang. Die seit über zehn Jahren existierende Einrichtung fördert den musikalischen Nachwuchs und ermöglicht eine exzellente Ausbildung für potenzielle Musikstudierende. Diese Arbeit hat schon einigen jungen Talenten eine musikalische Karriere geebnet.

Das Land vergibt den Praetorius Musikpreis Niedersachsen in heutiger Form seit dem Jahr 2005. Namensgeber ist Michael Praetorius, der ab 1604 in Wolfenbüttel als bedeutender Komponist und führender Musiktheoretiker seiner Zeit wirkte. Ausgewählt wurden die Preisträger von einer unabhängigen Fachjury, die sich aus Experten des Musiklebens, renommierten Musikjournalisten und Künstlern zusammensetzt. Mitglieder sind gewesen: Dr. Wilhelm Krull, Dr. Markus Fein, Professor Dr. Karl-Jürgen Kemmelmeyer, Henning Rümenapp und Claus Spahn.

Die Gala des Praetorius Musikpreises 2012 wurde unterstützt von:
Deutschlandradio Kultur (Medienpartner)
Crowne Plaza
Grotrian-Steinweg
TÜV Nord

Hannover, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Praetorius Musikpreis Niedersachsen 2012, November 2011

November 21, 2011  
Veröffentlicht unter Kultusministerium, Pressemeldung

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Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Praetorius Musikpreis Niedersachsen 2012. Die Preisträger stehen fest: Das Land ehrt Thomas Hengelbrock und Patricia Kopatchinskaja

Die Preisträgerinnen und Preisträger für den Praetorius Musikpreis Niedersachsen 2012 stehen fest: Den mit 10.000 Euro dotierten „Preis für herausragende künstlerische Leistung“ erhält Thomas Hengelbrock. Der Dirigent vereine unkonventionelle Programmgestaltung, interpretatorische Experimentierfreude und innovative Musikvermittlung, so die Jury.
Das Land zeichnet in insgesamt sechs Kategorien künstlerische Persönlichkeiten und Institutionen aus, die regional und international das facettenreiche Musikleben Niedersachsens repräsentieren. Das Preisgeld beträgt 56.000 Euro. Niedersachsens Kulturministerin Professor Dr. Johanna Wanka, ehrt die Preisträger während einer Gala am 24. März 2012 im Schauspielhaus Hannover. Dort präsentieren diese auch Ausschnitte aus ihrem hochkarätigen Repertoire.

Der in Wilhelmshaven geborene Thomas Hengelbrock hatte bereits Engagements an der Pariser Oper, dem Opernhaus in London und bei den Wagner Festspielen in Bayreuth. Seit September 2011 ist er Chefdirigent des NDR Sinfonieorchesters in Hamburg. Er hat mit Künstlern von Weltrang, wie Cecilia Bartoli und Plácido Domingo, zusammengearbeitet. Auch mit seinem Balthasar-Neumann-Chor und -Ensemble hat er sich international einen Namen gemacht.

In der Kategorie „Internationaler Friedensmusikpreis„, ebenfalls dotiert mit 10.000 Euro, wird der Praetorius Musikpreis Niedersachsen an die Dissidenten verliehen. Das Ensemble gründete sich 1981 in Berlin, hat einen starken Bezug zur marokkanischen Musik und ist seit 30 Jahren international tätig. Den Preis erhalten die Dissidenten für ihre Arbeit, die zwischen den unterschiedlichen Kulturen vermittelt. Seit Jahren stehen sie für Völkerverständigung und eine gleichwertige Vermischung musikalischer Stile – so die Jury in ihrer Begründung.

Der Musikinnovationspreis, dotiert mit 8.000 Euro, geht in diesem Jahr an die Violinistin Patricia Kopatchinskaja. Sie studierte Violine und Komposition in Wien und Bern. Ihre moldawische Heimat schlägt sich in einem für sie typischen und ausdruckstarken neuen Stil nieder: folkloristischen Klang überträgt sie auf europäische Kunstmusik. Kopatchinskaja ist bei Festivals und Konzerten weltweit – so auch bei den Niedersächsischen Musiktagen und den sommerlichen Musiktagen in Hitzacker – sehr gefragt. Sie trat als Solistin mit zahlreichen international führenden Orchestern auf. Sie überzeugt durch ihr innovatives Musikverständnis und durch ihre enorme Kreativität. Unter anderem erhielt sie den „New Talent – SPP Award“ der European Broadcasting Union (EBU), den „Förderpreis Deutschlandfunk“ und den BBC Music Magazine Award.

Die Komponist Harald Weiss erhält den mit 8.000 Euro dotierten „Niedersächsischen Kompositionspreis„. Der in Salzgitter geborene Komponist studierte in Hannover an der Musikhochschule und hatte dort auch eine Professur inne. Sein künstlerisches Schaffen ist innovativ und vielseitig. Dazu zählen Werke für Soloinstrumente, kammermusikalische Besetzungen, sowie Opern, Chor- und Orchesterwerke. Sein Wirken als Komponist, Musiker, Regisseur und Drehbuchautor ist durch hohe Individualität geprägt.

Mit Praetorius-Förderpreisen in Höhe von jeweils 5.000 Euro unterstützt das Land Niedersachsen junge Nachwuchstalente in ihrer künstlerischen Entwicklung. Die Jury zeichnet in diesem Jahr die Pianistin Elisabeth Brauß, den Schlagzeuger Simon Etzold und das Jazztrio Tritonüsse mit dem Förderpreis aus. Die jungen Künstler haben in nationalen wie internationalen Wettbewerben, beispielsweise bei „Jugend musiziert“, herausragende musikalische Leistungen gezeigt.

In der Kategorie „Ehrenamtliches Engagement„, ausgestattet mit 5.000 Euro, wird das Institut zur Früh-Förderung musikalisch Hochbegabter (IFF) der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover unter der Leitung von Professor Bernd Goetzke ausgezeichnet. Die seit über zehn Jahren existierende Einrichtung fördert den musikalischen Nachwuchs und ermöglicht eine exzellente Ausbildung für potenzielle Musikstudierende. Diese Arbeit hat schon einigen jungen Talenten eine musikalische Karriere geebnet.

Das Land vergibt den Praetorius Musikpreis Niedersachsen in heutiger Form seit dem Jahr 2005. Namensgeber ist Michael Praetorius, der ab 1604 in Wolfenbüttel als bedeutender Komponist und führender Musiktheoretiker seiner Zeit wirkte. Ausgewählt wurden die Preisträger von einer unabhängigen Fachjury, die sich aus Experten des internationalen Musiklebens, renommierten Musikjournalisten und Künstlern zusammensetzt.

Hannover, Niedersächsisches Musikalisierungs-programm WIR MACHEN DIE MUSIK, Season 2011/2012

August 23, 2011  
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Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Niedersächsisches Musikalisierungs-programm „Wir machen die Musik!“

Mit dem Beginn des Schuljahres 2011 / 2012 geht auch das Musikalisierungsprogramm des Landes Niedersachsen „Wir machen die Musik!“ in die nächste Runde. Der Auftakt findet in diesem Jahr in Oldenburg statt und wird vom Schulorchester „Kunterbunt“ mit rund 100 Schülerinnen und Schülern der 1. und 2. Klasse der Grundschule Haarentor unter der Leitung der Musikschule Oldenburg begleitet.

Hannover, Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Zielvereinbarungen mit kommunalen Theatern Juli 2011

Juli 7, 2011  
Veröffentlicht unter Kultusministerium, Pressemeldung

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Presseinformation

Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Zielvereinbarungen mit kommunalen Theatern

Kulturministerin Wanka: „Wir geben den Bühnen Planungssicherheit“
HANNOVER. Die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Professor Dr. Johanna Wanka, hat heute gemeinsam mit den kommunalen Trägern dreijährige Zielvereinbarungen für sechs kommunale Ensembletheater und Orchester abgeschlossen. Insgesamt wird das Land im Jahr 2012 rund 22,5 Millionen Euro für die nichtstaatlichen Bühnen bereitstellen. Zudem haben sich sowohl das Land als auch die kommunalen Träger für die Laufzeit der Zielvereinbarungen von 2012 bis 2014 verpflichtet, jeweils anteilig die Mehrkosten für künftige Tarifsteigerungen auszugleichen. Eine solche mehrjährige verbindliche Vereinbarung der Kommunen mit dem Land zugunsten der Theater in kommunaler Trägerschaft ist derzeit in den westdeutschen Flächenländern einzigartig.
„Durch unser Bündnis für die Theater in kommunaler Trägerschaft geben wir den Bühnen für drei Jahre Planungssicherheit. Die Kulturpolitik des Landes ist der Motor, um die finanzielle Berechenbarkeit für die Theater langfristig zu sichern. So können auch künftig die Bürgerinnen und Bürger Niedersachsens wohnortnah qualitativ hochwertiges, professionelles Theater besuchen.“ Niedersachsen erhöht seine Zuwendungen im Vergleich zur laufenden Zielvereinbarung, die bis Ende diesen Jahres gilt, um jährlich 1 Million Euro. Besonders wichtig bleibt für das Land, die

Kinder- und Jugendtheaterarbeit weiter zu stärken. Davon erhält jede Bühne künftig zusätzlich bis zu 75.000 Euro jährlich gegen Nachweis
entsprechender Ausgaben. Zudem wird das Leistungs- und Anreizprogramm für die Einwerbung von Drittmitteln mit einem Volumen in Höhe von 500.000 Euro fortgesetzt. Demnach erhält ein kommunales Theater für jeden eingeworbenen Euro einen zweiten Euro vom Land. „Das sollte auch ein Anreiz für andere potenzielle Geldgeber sein, denn sie wissen, dass jeder von ihnen eingesetzte Euro durch das Engagement des Landes den doppelten Wert für die Kultur in ihrer Heimatregion erhält“, unterstrich Wanka.

Alle Theaterträger und Theater haben sich zudem zu den nachfolgenden kulturpolitischen Zielen bekannt:

1. Berücksichtigung des demographischen Wandels unter verstärkter Einbeziehung von Älteren und der Integration von Migrantinnen und Migranten,
2. Vernetzung mit anderen Einrichtungen, beispielsweise Hochschulen, Musikschulen, Volkshochschulen, Kirchen,
3. Stärkung und Ausbau des bürgerschaftlichen Engagements, beispielsweise im Bereich von ehrenamtlicher Mitwirkung und
4. Besucherforschung.

Heute wurden die Zielvereinbarungen für folgende Theater bzw. Orchester in kommunaler Trägerschaft unterzeichnet:

– Schloßtheater Celle
– Deutsches Theater Göttingen
– Städtische Bühnen Osnabrück
– Landesbühne Niedersachsen Nord
– Theater für Niedersachsen in Hildesheim
– Göttinger Symphonie Orchester
Die Unterzeichnung der Zielvereinbarung für das Theater Lüneburg mit den beiden kommunalen Trägern ist für diesen Freitag, 8. Juli, vorgesehen. Der Lüneburger Kreistag hat ihr bereits zugestimmt. Der´ Rat der Stadt Lüneburg tagt am morgigen Donnerstag, 7. Juli, Anschließend soll die Vereinbarung abgeschlossen werden.

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