Hamburg, Laeiszhalle, Symphoniker Hamburg – Englische Kunst, IOCO Kritik, 1.02.2017

Februar 2, 2017  
Veröffentlicht unter Konzert, Kritiken, Laeiszhalle Hamburg

Laieszhalle Hamburg / Symphoniker Hamburg - Sir Jeffrey Tate © Maxim Schulz

Laieszhalle Hamburg / Symphoniker Hamburg – Sir Jeffrey Tate © Maxim Schulz

 Symphoniker Hamburg – Sir Jeffrey Tate – Jennifer Johnston

Englische Kunst  –  Schönster Eskapismus

Von Sebastian Koik

Wie zuletzt bei den Wiener Philharmonikern in der Elbphilharmonie steht am 29.1.2017 bei den Symphonikern Hamburg Musik aus dem 20. Jahrhundert auf dem Programm. Doch ganz anders als dort geht es nicht um düstere Themen, Schmerz, menschliche Gewalt und Katastrophen, sondern um fast gänzlich unbeschwerte Reisen ins Weltall, ans Meer und nach London. Auch klingen die Stücke aus der Frühmoderne zum Großteil eher wie aus der Spätromantik und sind sehr zugängliche Musik, die unkompliziert das Herz erobert.

Bis auf das Hamburger Orchester sind alle Protagonisten des Konzertes Engländer: Der Dirigent Sir Jeffrey Tate, die Komponisten Constant Lambert, Edgar Elgar, Ralph Vaughan Williams und die Mezzosopranistin Jennifer Johnston.

Das erste Stück, Constant Lamberts Suite zum Ballett Horoscope, legt mit jazzig-swingenden Klängen los und ist dem Sternzeichen Löwe sowie dem jungen Leo gewidmet. Von Beginn an wird der Zuhörer auf eine Reise mitgenommen, raus aus der Alltagszeit hinein in die Gegenwart der Musik. Und welch‘ schöne Musik!

Der zweite Satz deutlich langsamer und in ganz anderer Stimmung. Extrem zärtlich, sanft, feminin. Es wird sofort klar, dass dieses Stück neben dem Sternzeichen Jungfrau die weibliche Protagonistin Virgo vorstellt. Es sind unglaublich friedliche Klänge. Entspannung. Stress wird aufgelöst. Urlaub für Seele und Geist.

Genauso wie der dritte, ein herrlich tanzender Satz, in dem Leo und Virgo zusammenfinden. Dieser Walzer ist von wunderbarer Fröhlichkeit, Leichtigkeit und faszinierender Unbeschwertheit. Es herrscht die Schwerelosigkeit des Weltalls. Ein herrlich beschwingter und schwelgender Traum. Man fühlt sich befreit. Und anders als im ersten Satz, wo ich mir streckenweise wünschte, dass das Orchester mit ein klein wenig mehr Zug, eine Spur knackiger spielte, werden der zweite und dritte Satz perfekt von Dirigent und Orchester umgesetzt. Das macht Spaß!

Laieszhalle Hamburg / Jeffrey Tate © J. Konrad Schmidt

Laieszhalle Hamburg / Jeffrey Tate © J. Konrad Schmidt

Der zweite der drei englischen Komponisten des Abends ist Edward Elgar mit seinem Liederzyklus „Sea Pictures“. Der Zyklus beginnt ebenso traumhaft schön, wie das letzte Stück endete. Und das Orchester spielt es ganz wunderbar, mit einem derart weichen Klang, dass man darin versinken möchte. Gesungen werden die fünf Lieder von der englischen Mezzosopranistin Jennifer Johnston. Und wie sie singt! Mit einer Stimme, die zu einem spricht, die einen angeht, einer etwas ätherischen, doch strahlkräftigen Stimme, die sich mit Leichtigkeit gegen den mächtigen Orchesterklang behauptet und darüber schwebt. Johnston begeistert, ohne Schwächen und mit schier endlosem Atem. Die Musik wird von ihr und dem Orchester extrem packend gesungen und gespielt. Die Sea Pictures sind wunderschöne Musik und sind unter anderem wegen der umwerfenden Jennifer Johnston das Highlight des Abends. Im ersten Lied wird der Ozean noch sanft, mit gemächlich wogenden Wellen gemalt: „Die Welt ruht ohne Pein, sanft klingt des Meeres Schlummersang.“ „Wiege dich, mein Kind, dass Ruh‘ Dein Herz gewinnt!“ und beschreibt damit auch die Wirkung, die die Musik auf die Herzen des Publikums hat. „Wie zarter Geige Klang beschwichtigt Seegesang, er lullet ein, was bös‘ und bang in Deine Seele drang“.

Das zweite Lied singt von der ewigen Liebe: „Liebe nur hält Stand.“ Im dritten Lied geht es um göttliche Liebe: „Mich tröstet Gottes Geist.“ Es wird dramatischer, das Orchester und die starke Stimme reißen mit. Es ist enorm beeindruckend.

Im vierten Lied geht es weiter mit wundervollem Gesang, einerseits schwerelos wirkend, andererseits mit wahnsinnig viel Gefühl. Die vermeintlich sichere und beständige Liebe gerät in Gefahr. Eine jetzt schmerzerfüllte Schönheit. Der Gesang ist nicht besser vorstellbar. Jennifer Johnston als Idealbesetzung.

Im fünften Lied malt das Orchester das Bild einer stürmischen See. Einsam schwimmt und treibt darin die Solostimme. Der Gesang wird markerschütternd. Johnstons Stimme eine Urgewalt wie das wilde, unzähmbare Meer, das um sie herum tost, ganz fantastisch dargestellt von Dirigent und Orchester. In den letzten Zeilen des letzten Liedes heißt es: „Reiten möcht‘ ich wie kein Mann geritten, rings von euren Wirbeln weich umglitten, bis ich das Land meines Traums erstritten, wo Liebe thronet in sel’gem Raum. Dort, wo Liebe thront in sel’gem Raum.“ Ganz große Leidenschaft. Anders als im ersten Stück, gibt es in der Welt der Sea Pictures nicht nur unbeschwerte Leichtigkeit. Es gibt Gefahren, Wind und Wellen können wild und gewaltig sein, doch sind es nur Naturkräfte und keine Bedrohungen wie Krieg, Unterdrückung und andere von Menschen gemachte Gewalt. Wie der erste Ausflug ins Weltall, so tut auch dieser Trip ans Meer mit der Selbstverständlichkeit der Natur der Seele gut. Die Zeit in diesen friedlichen Welten vergeht wie im Fluge. Beglückt geht das Publikum in die Pause.

Laieszhalle Hamburg © Maxim Schulz

Laieszhalle Hamburg © Maxim Schulz

Als drittes Stück wird Ralph Vaughan Willliams‘ Symphonie Nr. 2 – „A London Symphony“ gespielt. Vom ersten Ton an wird mit großer Spannung und packend eine friedliche Morgenstimmung erzeugt. Mit dem Einsatz der Blechbläser wird es plötzlich wild und laut, das komplexe Gebilde einer Großstadt entsteht. London. Wunderschöne, unglaublich sanfte und zärtliche Streicher erklingen. Im ersten und zweiten Satz wechseln sich langsam-leise mit  schnelleren frivol-spielerischen oder majestätischen Passagen ab.

Der dritte Satz ist dann durchgängig schneller, frivol, keck, beschwingt und extrem gut gelaunt, erst am Ende wieder ruhig und mit wohlig-warmen Tönen. Der vierte Satz beginnt dramatischer und bleibt es über weite Strecken, bis am Ende die Harfe das Glockenthema von Big Ben zupft und die Musik wegdimmt und die musikalische Reise beendet ist.

Bis auf wenige Sekunden, in denen ein Tick mehr Zug, Knackigkeit oder Übersicht vorstellbar sind, wird das Stück extrem klangschön, spannungsreich und stark vom Orchester gespielt. Verdient der lang anhaltende Applaus, der Jubel, die Bravo-Rufe und die stehenden Ovationen. Zurück aus der Gegenwart der Musik in die Realität des Alltags. Von Sebastian Koik

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Köln, Philharmonie Köln, ANNA NETREBKO & YUSIF EYVAZOV, 01.09.2016

 

Kölner Philharmonie / Anna Netrebko und Yusif Eyvazov © Vladimir Shirkov / handwerker promotion e.gmbh

Kölner Philharmonie / Anna Netrebko und Yusif Eyvazov © Vladimir Shirkov / handwerker promotion e.gmbh

Kölner Philharmonie

DEAG in Zusammenarbeit mit  Handwerker Promotion

ANNA NETREBKO & YUSIF EYVAZOV
01.09.2016  20Uhr – Kölner Philharmonie

Anna Netrebko & Yusif Eyvazov für zwei exklusive Konzerte in Deutschland! Die schönsten Arien & Duette der italienischen Oper live erleben – jetzt erste Details zum Programm veröffentlicht!

Superstar Anna Netrebko ist gemeinsam mit Yusif Eyvazov bei zwei exklusiven Konzerten in Köln und Hamburg zu erleben. Die Zuschauer dürfen sich freuen auf die leidenschaftlichsten und romantischsten Auszüge aus Opern des italienischen Verismo, von Komponisten wie Giacomo Puccini, Umberto Giordano oder Francesco Cilea. Sichern Sie sich jetzt noch die letzten Tickets für das einzigartige Klassikerlebnis!

Neben weltbekannten Arien und Duetten aus Puccinis Madama Butterfly, Tosca oder Manon Lescaut, stehen auserlesene Szenen aus Cileas Adriana Lecouvreur und Giordanos Andrea Chenier auf dem Programm. Dabei werden Anna Netrebko und Yusif Eyvazov von dem Czech National Symphony Orchestra, unter der Leitung des italienischen Dirigenten Jader Bignamini begleitet. Bignamini dirigierte bereits auf der ersten großen Asien-Konzerttour von Anna Netrebko und Yusif Eyvazov im März dieses Jahres. Seit seiner Gründung 1993 erspielte sich das Czech National Symphony Orchestra mit seiner Vielseitigkeit einen weltbekannten Ruf und zählt zweifelsohne zu den herausragenden Orchestern Europas.

Eine Ausnahmekünstlerin wie Anna Netrebko erscheint im Musikkosmos „once in a lifetime“, wie die New York Times schreibt. Seit ihrem sensationellen Debüt bei den Salzburger Festspielen 2002 schritt der Siegeszug von Anna Netrebko unaufhörlich fort und spätestens seit ihrer Wahl zu den 100 einflussreichsten Menschen weltweit durch das TIME Magazine 2007 ist sie auch außerhalb der Klassikwelt eine der bekanntesten Persönlichkeiten der Welt. Ihr Duettpartner bei diesen exklusiven Konzerten ist Yusif Eyvazov, einer der führenden Tenöre seines Fachs. Eyvazov wird an allen großen Opernhäusern wie der Mailänder Scala, der Wiener Staatsoper, dem Bolschoi Theater, der Opera National de Paris, der Staatsoper Berlin und der Metropolitan Opera New York gefeiert. Die beiden Künstler gemeinsam auf einer Bühne zu erleben, verspricht ein unvergessliches Konzerterlebnis zu werden. Jetzt die letzten Tickets sichern!

KONZERTTERMINE 2016:  28.08.2016    Hamburg, Laeiszhalle
01.09.2016          Kölner Philharmonie

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Pressemeldung Handwerker Promotion

Hamburg, Elbphilharmonie, Eröffnung Januar 2017 – Weisse Haut installiert, IOCO Aktuell, 06.02.2016

Elbphilharmonie Hamburg

Hamburg / Elbphilharmonie © Oliver Heissner

Hamburg / Elbphilharmonie © Oliver Heissner

Weltweit einzigartig: Die Weiße Haut im Konzertsaal

Für viele Jahre war die Hamburger Elbphilharmonie verlässlicher Garant für Negativschlagzeilen. Die Bauzeit dauert spektakuläre sieben Jahre länger als ursprünglich geplant, die Baukosten von € 77 Mio stiegen auf € 789 Mio, die Staatsanwaltschaft untersucht. Deutsche Baukompetenz, so glaubte man bisher, sei aus anderem Stoff gemacht. Doch nun wird alles etwas gut:

Hamburg / Elbphilharmonie Westansicht © Thies Raetzke

Hamburg / Elbphilharmonie Westansicht © Thies Raetzke

Im Januar 2017 werden erste Töne in der Elbphilharmonie Hamburg erklingen. Im Januar 2016 hat das Konzerthaus den Meilenstein hin zu einer überwältigenden Akustik erreicht: Die Weiße Haut in Großen Konzertsaal wurde fertiggestellt. Lediglich letzte Arbeiten an der innovativen rund  6.000 Quadratmeter großen Wand- und Decken-verkleidung werden noch vorgenommen. Dies betrifft besonders den Einbau der Orgel.

Hamburg / Elbphilharmonie Gruppenfoto v.l.n.r. Lieben-Seutter, Herzog, Prof. Barbara Kisseler, Cornils, de Meuron, Mergenthaler 3.2.2016 © Johannes Arlt

Hamburg / Elbphilharmonie Gruppenfoto v.l.n.r. Lieben-Seutter, Herzog, Prof. Barbara Kisseler, Cornils, de Meuron, Mergenthaler 3.2.2016 © Johannes Arlt

Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler: „Mit Erreichen des letzten Zwischentermins bis zur Eröffnung am 11. und 12. Januar 2017 liegen wir nun voll im Zeitplan. Dies ist das Ergebnis einer ausgezeichneten Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten, seit der kompletten Neuordnung des Projektes vor gut drei Jahren.

Auch wenn wir erst in einem knappen Jahr den überwältigenden Klang in der Elbphilharmonie Hamburg genießen können, wird bereits jetzt sichtbar, was für ein architektonisches Juwel mit der Elbphilharmonie in Hamburg entsteht.“

Für die hervorragende Akustik im Konzertsaal ist neben der Geometrie des Raumes und den Materialien auch die Oberflächenstruktur entscheidend. Die spezifische Oberflächenstruktur der Wände und Decken wurde von Herzog & de Meuron durch Materialrecherchen und Formstudien und Mustern in Abstimmung mit dem japanischen Akustiker Yasuhisa Toyota von Nagata Acoustics entwickelt und von HOCHTIEF realisiert. Die Weiße Haut ist eine der vielen Innovationen und komplexen Entwicklungen in der Elbphilharmonie Hamburg.  Jacques Herzog, Architekturbüro Herzog & de Meuron:Entscheidend für die Qualität der Akustik ist die Verbreitung des Schalls im Konzertsaal. Dafür müssen die Geometrie des Raumes, die verwendeten Materialien und die Oberflächenstruktur optimal aufeinander abgestimmt werden. Es sind diese Struktur und der fließende Übergang zwischen Wänden und Decke, die dem Konzertsaal etwas Naturhaftes verleihen.

Beate Cornils, Projektleiterin HOCHTIEF: „Der Einbau der Weißen Haut war auch für die Ingenieure und Handwerker eine große Herausforderung. Von den rund 10.000 Platten aus Gips und Papier, die jeweils im Durchschnitt 70 Kilogramm wiegen, sieht keine aus wie die andere, und jede musste ihren Platz an der komplexen Unterkonstruktion finden, um sich zu dem beeindruckenden Ganzen zu fügen. Mit dem Einbau der Orgel wurde bereits begonnen, sodass wir uns mit großen Schritten der Fertigstellung der Elbphilharmonie nähern.

In der Elbphilharmonie Hamburg ist Musik so nah wie in keinem anderen Konzerthaus.
Das Weinberg-Prinzip des Großen Saals stellt dabei auch eine besondere Nähe zwischen Publikum und Künstlern her: Mit maximal 30 Metern Abstand zwischen dem Dirigenten und den Zuschauern ist in der Elbphilharmonie Hamburg Musik sehr nah.
Generalintendant Christoph Lieben-Seutter:Mit der Fertigstellung der Weißen Haut bestätigt sich einmal mehr die Einmaligkeit des Großen Saales, dem Herzstück der Elbphilharmonie. Der räumliche Eindruck ist phantastisch. Der Saal wirkt gleichzeitig intim und großzügig, seine organische Form macht ihn zu einem idealen Ort für große künstlerische Erlebnisse.“

Die Weiße Haut: Das akustische Konzept

Hamburg /Elbphilharmonie - Einweihung Weiße Haut © Johannes Arlt

Hamburg /Elbphilharmonie – Einweihung Weiße Haut © Johannes Arlt

Für gute Akustik im Konzertsälen ist neben der Raumgeometrie und den Materialen auch die Oberflächenstruktur entscheidend, um Schall gezielt zu streuen. Bei historischen Konzertsälen übernehmen zum Beispiel barocke Ornamente diese schallstreuenden Funktionen.

Bei der Elbphilharmonie sind es rund eine Million muschelförmige Fräsungen, die den Schall lenken beziehungsweise streuen und ihn so optimal im Raum verteilen. Die Oberfläche erhält so ein sehr lebendiges, fast handwerklich geschnitzt anmutendes Erscheinungsbild. Dabei sind das Massengewicht und die Dichte der sehr schweren Gipsfaserplatten für den hohen Grad an Schallreflektion entscheidend. Wand und Decke gehen ineinander über und wirken wie eine einheitliche „Weiße Haut“.

Diese spezifische Oberflächenstruktur der Wände und Decken wurde durch ausführliche Materialrecherchen und in zahlreichen Formstudien und Mustern und Brandschutz-experten entwickelt. Maßstabsgetreue Versuchsaufbauten, eine 3D-Ausführungsplanung und eine sehr präzise Werk- und Montageplanung ermöglichten die Realisierung. Der Reflektor, 15 Meter über der Bühne in der Mitte des Deckengewölbes aufgehängt, reflektiert den Klang auch für das Orchester optimal. Weitere Einzelheiten des Konzeptes:

• Die Weiße Haut:  Rund 6.000 Quadratmeter
o  1.700 Qm Weiße Haut der Saaldecke
o   200 Qm   Weiße Haut Reflektorunterseite
o   3.700 Qm Weiße Haut der Ränge für Wände, Decken, Brüstungen
• Anzahl Gipsfaserplatten: zirka 10.000
• Anzahl gefräste Täler: zirka 1 Million
• Frästiefe: variabel, zwischen 5 und 90 Millimeter
• Größe pro Platte: variabel, in der Regel rund 0,5 Quadratmeter
• Gesamtgewicht Weiße Haut: 226 Tonnen
• Gewicht pro Platte: variabel, je nach Größe zwischen 35 bis 200 Kilogramm
• Durchschnittliches Gewicht pro Platte: 70 Kilogramm
• Montagebeginn der Unterkonstruktion Weiße Haut Saaldecke: Oktober 2013

Der Große Saal
• 2.100 Sitzplätze:  in Abhängigkeit von Nutzung des Saals
• Maximale Entfernung zum Dirigenten: 30 Meter
• Höhe oberster Platz: rund 17,80 Meter über dem Parkett des Konzertsaals
• Grundfläche (inklusive Bühne): rund 2.590 Quadratmeter
• Maße Großer Saal: Länge: 50 Meter, Breite: 40 Meter, Höhe: 25 Meter
• 362 Federpakete dienen zur Lagerung und akustischen Entkopplung des         Konzertsaals im Gebäude („Raum in Raum“)
• Höhe des Konzertsaals (Parkett) im Gebäude: 50,81 Meter (12. Stock)Bühne: Grundfläche von 270 Quadratmetern, Breite: 21,3 Meter, Tiefe: 15,5 Meter
• Reflektor: Höhe über der Bühne: 15 Meter, Durchmesser: 15 Meter

PMdSTHH / 03.02.2016

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Hamburg, Philharmoniker Hamburg, Beethovens 9. Sinfonie, 09.11.2014

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Philharmoniker Hamburg

Ludwig van Beethoven – Sinfonie Nr. 9 d-Moll op. 125

Zum Jahrestag:  25 Jahre Mauerfall

 Laeiszhalle Hamburg, Großer Saal, So, 9. November 2014,  19 Uhr

–  Arvo Pärt: In spe
–  Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 9 d-Moll op. 125

Simone Young, Dirigentin, Camilla Nylund, Sopran
Ida Aldrian, Mezzosopran, Stuart Skelton, Tenor
Wolfgang Koch, Bariton, Chor der Staatsoper Hamburg
Philharmoniker Hamburg,  In Kooperation mit der Staatsoper Hamburg

Zum 25. Jahrestag des Mauerfalls am 9. November 2014 präsentieren Simone Young und die Philharmoniker Hamburg in Kooperation mit der Staatsoper Hamburg in einem Sonderkonzert die 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven. Neben dem Staatsopernchor singen Solisten wie Camilla Nylund, Wolfgang Koch, Stuart Skelton u.a.

Als vor 25 Jahren die Mauer fiel, gab es für Leonard Bernstein nur ein Werk zur Feier dieses welthistorischen Ereignisses: Beethovens 9. Sinfonie mit Schillers »Ode an die Freude«. In seinem legendären Berliner Konzert ließ Bernstein damals »Freiheit« statt »Freude« singen und war sich sicher: »Beethoven würde uns zustimmen«.

Bonn_Beethoven-Denkmal_foto IOCO25 Jahre später gilt es nun, sich der wie durch ein Wunder unblutigen Revolution von 1989 und der deutschen Wiedervereinigung zu erinnern. Mit Beethovens Neunter knüpft Simone Young an eine philharmonische Tradition an, die den Freudenhymnus zu Silvester oder an Feiertagen zur Aufführung brachte. Der Neunten stellt Hamburgs Generalmusikdirektorin außerdem einen nachdenklichen Auftakt voran: Arvo Pärts ruhige Meditation In spe für Bläserquintett und Streichorchester gibt der Hoffnung Raum, dass Beethovens Ideal von Freiheit und Brüderlichkeit weitergetragen wird.

Im Finalsatz der Neunten bekommen die Philharmoniker Hamburg stimmgewaltige Unterstützung. Neben dem Chor der Staatsoper Hamburg singen Bayreuther Festspielgrößen wie Camilla Nylund und Wolfgang Koch, der australische Heldentenor Stuart Skelton, 2014 als »Bester Sänger« mit dem Opera Award in London ausgezeichnet, und Ida Aldrian, diesjährige Dr.-Wilhelm-Oberdörffer-Preisträgerin und Mitglied des Internationalen Opernstudio an der Hamburgischen Staatsoper.

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Pressemeldung Philharmoniker Hamburg

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