
Gut Immling
Presseinformation
Einblicke in die Regiekonzepte
Der neue Premium-Festivalpartner des “Opernfestivals GUT IMMLING. Chiemgau”, die WTS AG Steuerberatungsgesellschaft, war an ihrem Münchner Firmensitz Gastgeber für die alljährliche Pressekonferenz des Festivals (5. 5.). Im Konferenzraum direkt am Münchner Isartor trafen sich Journalisten mit Sponsoren und Förderern und bekamen erste Einblicke in die Regie- und Bühnenbildkonzeptionen der beiden Hauptopern. Unternehmer Claus Hipp berichtete von seiner georgischen Bühnenmalerei-Klasse, die an diesem Wochenende nach Bayern kommt, um das zwei Meter große Bild des Künstlers auf Immlings Bühnendimensionen zu übertragen. Der Hauptprospekt für Wagners Oper “Der fliegende Holländer” (Premiere 25. Juni) zeigt ein aufgewühltes Meer in düsteren Farben. Einen roten Farbakzent setzt ein roter Stoffballen, an dem Senta näht, und der später zum roten Segel des Geisterschiffs wird. Dies verriet Regisseurin Verena von Kerssenbrock, die in ihrer Inszenierung Elemente des 18. und 20. Jahrhunderts mischt. Ihre zentrale Idee besteht darin, dass Senta mit Bildern konfrontiert wird, Bildfetzen, die in ihr wach werden, wie in einem Puzzle.
Carmen im Zirkus
Bei der zweiten Opernpremiere auf Gut Immling gibt der Bühnenbildner Tassilo Tesche (2002 Otello, 2007 Barbier von Sevilla auf Gut Immling) sein Regie-Debüt. Seine Wunschoper “Carmen” (Premiere 3. Juli) versetzt er ins Zirkus-Milieu. Er sagt dazu: “Mit ihren Shownummern, z. B. der Habanera oder ihrer Kastagnetten-Arie, verführt Carmen nicht nur ihr Publikum im Parkett, sondern auch auf der Bühne. Das ist mit großem Wirkungsbewusstsein als Theater auf dem Theater geschrieben, und so soll es auch in meiner Inszenierung sein.” Er freut sich auf die Sängerin der Titelrolle, die in London lebende Münchnerin Yvonne Fontane, die schon mehrfach die begehrte Carmen-Partie an ersten Bühnen gesungen hat.
Die Partie der Micaela ist mit der jungen Rosenheimerin Sieglinde Zehetbauer besetzt, die bei der Pressekonferenz in München eine Kostprobe ihres Könnens gab. Auch Immlings Holländer, Dimitri Kharitonov, sang eine Arie aus der Wagner-Oper und die berühmte Arie des Escamillo aus Carmen. Diese Partie singt auf Gut Immling in diesem Sommer der georgische Tenor Michael Bachtadze.
Karten-Tel. 08055/90 34-0
Erfolgreiche “Arche Noah”-Premiere
Eine weitere Produktion, die auf dem “14. Opernfestival GUT IMMLING. Chiemgau” zu sehen sein wird (18. 7. und 1. 8.), feierte bereits eine ausverkaufte und umjubelte Premiere: Das Mysterienspiel “Arche Noah” von Benjamin Britten wurde am 2. Mai auf der prächtigen Landesgartenschau in Rosenheim aufgeführt, und zwar passend zum Stück auf einer 20 Meter langen hölzernen “Arche der Kirchen”, als Koproduktion des Opernfestivals und der Erzdiözese München und Freising. Unter der Regie von Ludwig Baumann und der Musikalischen Leitung von Cornelia von Kerssenbrock spielten 250 Schülerinnen und Schüler des Rosenheimer Ignaz-Günther-Gymnasiums begeistert im Chor und Orchester. Die Musiklehrerin Susanna Mette freute sich als Projektleiterin u. a. auch über die Erweiterung der musikalischen Bandbreite in Richtung Weltmusik und Jazz. Die phantasievollen Tier-Kostüme hat Gretl Kautzsch entworfen, die auch bei Immlings “Fliegendem Holländer” für die Kostüme zuständig ist.
Cornelia von Kerssenbrocks Dirigate
Ein Glück, dass die Musikalische Leiterin des Festivals, Cornelia von Kerssenbrock, das Reisen so liebt. Im Februar erst war sie im Emirat Qatar, wo sie in Doha das Qatar Philharmonic Orchestra dirigierte und mit Immlinger Sängern “Hänsel und Gretel” von Humperdinck aufführte. “Kids` opera gives a message of peace” titelte die örtliche Zeitung.
Kurz darauf ging es in die Schweiz, wo in Biel am 9. April Rossinis frühe Oper “Tancredi” Premiere hatte und nun auf Tournee durch verschiedene Schweizer Städte geht. Die Kritik lobte Cornelia von Kerssenbrock folgendermaßen: “Sie leitet die Oper mit großem Impetus, mit rhythmischer Präzision, ausgewogener Differenzierung in den Tempi und der Dynamik und atmet stets mit den Sängern mit.”
Auf Gut Immling ist sie in diesem Jahr omnipräsent: Beim Eröffnungskonzert mit Beethovens 9. Sinfonie (20. Juni) dirigiert sie das Radio Sinfonie Orchester Pilsen, beim Grande Finale (8. August) das Orchester der Staatsoper Baku, Aserbaidschan. Bei den beiden großen Opern im Festspielhaus steht sie am Pult der Münchner Symphoniker; bei der dritten Oper, der Akademie-Produktion “Die Gärtnerin aus Liebe” von Mozart, leitet sie ein eigens zusammengestelltes Kammerorchester. Die Gärtnerin ist übrigens eine Koproduktion mit der Deutschen Staatsoper Unter den Linden Berlin (Regie: Isabel Ostermann). Aufführungen nur am 18. Juli und 1. August, jeweils um 19.30 Uhr in Immlings neuen Lustgärten.
Karten-Tel. 08055/90 34-0 oder über www.gut-immling.de.
7. Kinder-Kulturwoche im Zeichen von Dschungel-Abenteuern
“Das Dschungelbuch” nach Rudyard Kipling steht Pate bei der 7. Kinder-Kulturwoche vom 10. bis 15. August auf Gut Immling. Das 1894 veröffentlichte Jugendbuch des Literaturnobelpreisträgers ist Ideengrundlage für Verena von Kerssenbrocks Version, die sie wie immer speziell für die rund 100 Kinder zwischen 7 und 12 Jahren erarbeitet. Bei dem Thema ist garantiert für genügend “Action” in Form von Akrobatik/Circus (Dozent: Heimo Thiel) und Tanz (Dozenten: Kristina und Jörg Eckarth) gesorgt. Das Orchester leitet wieder Nina Kuhlig, für die Kostüme sorgt Gretl Kautzsch, Theo Steininger leitet die Kinder beim Bühnenbau an, Verena von Kerssenbrock führt Regie. Es werden noch Anmeldungen für diese kreative Woche angenommen im Festivalbüro unter Tel. 08055/90 34-0.
Die öffentliche Aufführung des Immlinger “Dschungel”-Stücks ist am Sonntag, 15. August, um 11 Uhr.
Erster Opernzug München-Halfing am 24. Juli und 7. August
Dank einer einmaligen Kooperation zwischen DB Regio, der Museumsbahn Chiemgauer Lokalbahn und der Bayerischen Eisenbahngesellschaft gibt es in diesem Jahr erstmals einen Opernzug von München nach Gut Immling. Ausgewählt wurden zwei Samstage: 24. Juli zum “Fliegenden Holländer” um 19 Uhr und 7. August zu “Carmen” um 19 Uhr. Die rund 140 Gäste des Zuges steigen um ca. 16.30 Uhr im Münchner Hauptbahnhof ein und fahren bequem über die Stationen München-Ostbahnhof, Grafing und Rosenheim nach Bad Endorf. Weiter geht es zum Bahnhof Halfing auf der einst stillgelegten, 18 Kilometer langen Strecke der heutigen Museumsbahn, auf der ein gemeinnütziger Verein jeden Sonntag zwischen Mai und September Touristen nach Amerang und Obing befördert. Während der Fahrt bietet die Chiemgauer Lokalbahn den Gästen auf Wunsch gekühlte Getränke an. Von Halfing aus fährt ein extra eingesetzter Shuttlebus ins nahe gelegene Gut Immling. Um ca. 23 Uhr geht das Ganze wieder retour, so dass alle Gäste um ca. 0.30 Uhr in München sind. Die Fahrkarten kosten hin und zurück 15 Euro und sind im Festivalbüro Gut Immling erhältlich unter der Tel. 08055/90 34-0.