Hagen, Theater Hagen, Ballettpremiere Satisfaction 08.03.2017

März 29, 2017  
Veröffentlicht unter Ballett, Premieren, Pressemeldung, Theater Hagen

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Theater Hagen

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

BALLETTMATINEE zu Satisfaction 

1. April 2017 um 11 Uhr

Theater Hagen / Satisfaction - Christine Ceconello, Nikolaos Doede. © Leszek Januszewski

Theater Hagen / Satisfaction – Christine Ceconello, Nikolaos Doede. © Leszek Januszewski

Die zweite Ballettpremiere des Theater Hagen in dieser Saison und gleichzeitig die letzte unter der Ballettdirektion von Ricardo Fernando bildet einen Abend mit zwei Uraufführungen und einer Hagener Erstaufführung unter dem Titel Satisfaction (Premiere am 8. März 2017, 19.30 Uhr, Großes Haus). Die Choreographen sind Stéphen Lelattre, Cayetano Soto und Ricardo Fernando.

Eine Einstimmung zu dieser Premiere bietet die Ballettmatinee am Samstag, 1. April 2017, Beginn 11 Uhr, im Großen Haus des Theater Hagen. Die Choreographen und weitere Produktionsbeteiligte sowie Dramaturgin Maria Hilchenbach werden die Werke vorstellen, ergänzt von Präsentationen einzelner Ausschnitte aus dieser neuen Ballettproduktion durch die Hagener Compagnie.

Der Eintritt ist frei. PMThHa


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Hagen, Theater Hagen, Premiere Lucia di Lammermoor – Belcanto in packender Moderne, IOCO Kritik, 25.1.2017

Januar 25, 2017  
Veröffentlicht unter Hervorheben, Kritiken, Oper, Theater Hagen

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Theater Hagen

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

Belcanto im Geflecht von Lüge, Betrug, Mord
 Lucia di Lammermoor von Gaetano Donizetti

Von Viktor Jarosch

21. Januar 2017 und vor 37 Jahren, 1980:  Die Premieren von Lucia di Lammermoor im Theater Hagen

Belcanto, der schöne Gesang, ab 1600 von Claudio Montverdi wesentlich geprägt, erreichte 1835 seinen Höhepunkt. Gesangsformen mit gebundenen wie gehaltenen Melodien, von Koloraturen geschmückt, markieren die Opern des Hochbarock. Vincenco Bellini (1801 – 1835) und Gaetano Donizetti (1797 – 1848) waren die Superstars dieser Epoche. Von Sängern verlangt der Belcanto großen Tonumfang und extreme, Grenzen ausfordernde Virtuosität.

Vielkomponist Gaetano Donizetti, u.a. Viva la Mamma, Regimentstochter, Liebestrank und großer Verehrer von Bellini (u.a. Norma), gelang mit Lucia di Lammermoor im damals populären Musikstil des Belcanto ein großer Wurf.

Theater Hagen / Lucia di Lammermoor - Lucia dem Wahnsinn verfallen © Klaus Lefebvre

Theater Hagen / Lucia di Lammermoor – Lucia dem Wahnsinn verfallen © Klaus Lefebvre

Lucia di Lammermoor entstammt einer Erzählung von Sir Walter Scott (1771 – 1832) aus schottischen Hochmooren. Gaetano Donizetti und Librettist Salvatore Cammarano übernahmen die Handlung weitgehend originalgetreu, aber italienisierten und personalisierten die schottische Dichtung durch überbordenden Ziergesang und Reduktion der Darsteller von 30 auf 7 Personen: Enrico Ashton, Oberhaupt der in finanziellen Nöten befindlichen Familie, erfährt von Normanno von der Liebe seiner Schwester Lucia zu seinem Todfeind Edgardo. Einer der Familie wirtschaftlich passenden Ehe mit Arturo zuzustimmen weigert sich Lucia zunächst. Gefangen im düsteren Labyrinth voller Lügen und Liebe stimmt Lucia der Ehe doch zu („Ich habe mein Todesurteil unterschrieben“), verfällt darüber dem Wahnsinn und tötet Arturo in der Hochzeitsnacht. Donizetti gibt der Scott-Vorlage seinen eigenen Charakter. Mit Beginn der Oper legt er auf Lucia den Schatten des Todes, des Traumas: Somnambule seelische Gefühlswelten führen sie ins Verderben, nicht reale Katastrophen; ihr Umfeld nimmt Lucia, wahnsinnig geworden, nur noch als Traumwelt war. Doch ihr Umfeld ist ebenso verrucht wie blind; spürt nicht die kommende Katastrophe, welche im Tod von Lucia, Arturo und Edgardo endet.

Theater Hagen / Lucia di Lammermoor - Edgardo und konspirierender Raimondo © Klaus Lefebvre

Theater Hagen / Lucia di Lammermoor – Edgardo und konspirierender Raimondo © Klaus Lefebvre

Regisseur Thomas Weber-Schallauer bringt Lucia als spannendes, von aktuellem Zeitgeist geprägtes Psychodrama auf die Bühne des Theater Hagen. Das Bühnenbild (Jan Bammes): Ein großer Raum mit hohen massiven Seitenwände und wenig Ausstattung, im Hintergrund von einer Turmruine begrenzt; düstere blaue Nebelschwaden deuten schon im ersten Bild auf das kommende Drama. Die Protagonisten verkörpern die Handlung nicht historisch sondern in modern zeitgemäßem Auftritt; modern elegante Kleidung, Anzüge, Kleider, Jeans (Kostüme Christiane Luz) verleiht Aktualität. Auch handeln und konspirieren die Darsteller spürbar zielgerichtet; unaufgeregt mit vertrauter, heutiger Gestik. Edgardos infamer, Lucia zugrunde richtender Betrug, wird nüchtern unaufgeregt gezeichnet. Die Handlung wirkt so glaubhaft aktuell und erinnert in der Jetztzeit heiß diskutierter Fake-News an den üblen amerikanischen Wahlkampf. Man möchte dieser Inszenierung nicht glauben, dass die Lucia des Theater Hagen eine fast 200 Jahre alte Belcanto-Oper ist. Inszenierung und Personenführung vermitteln den Besucher das Gefühl, aktuelle Geschehnisse zu erleben.

Theater Hagen / Lucia di Lammermoor - Edgardo und Lucia © Klaus Lefebvre

Theater Hagen / Lucia di Lammermoor – Edgardo und Lucia © Klaus Lefebvre

Natürlich wird Lucia di Lammermoor, das „Fest des Belcanto“, auch im Theater Hagen von den Stimmen getragen. Überraschend ist, dass das hauseigene Ensemble eine stimmlich derart anspruchsvolle Oper so hervorragend bewältigt. Kenneth Mattice zeichnet den rücksichtslosen Enrico Ashton mit gut disponiertem Kavaliersbariton; Rainer Zaun ist der im Namen der Kirche eifrig konspirierende Pfarrer Raimondo, mit breitem, wohl timbrierten Bassbariton. Kejia Xiong lebte die lyrische Tenorpartie des Edgardo mit kraftvollem italienische Belcanto und ohne jede Höhenangst. Auch Peter Aisher als Arturo, Matthew Overmeyer als Normanno und Kristina Larissa Funkhauser als Alisa waren stimmlich und darstellerisch bestens disponiert; sie runden eine wunderbare Ensembleleistung ab. Glänzender Höhepunkt der Produktion jedoch war die Brasilianerin Cristina Piccardi: Ihr Rollendebüt als Lucia, eine der schwersten Sopranpartien überhaupt, gelang über alle Erwartungen. Schon in ihrer stark vorgetragenen ersten Arie „Regnava nel Silenzio“ wurde Piccardi mit vielen Bravos „begrüßt“; man glaubte noch nicht wirklich an eine ebenso glänzende Fortsetzung in der berühmten wie schwierigen Wahnsinnsarie „Il dolce suono“ im dritten Akt. Doch man irrte: Piccardi gab mit sicheren Staccati, Glissandi und Koloraturen der Welt der umnachteten Lucia mitreißenden Ausdruck; nicht als Bravourstück an der Bühnenrampe, sondern aktiv darstellend; nicht – wie bei einem Rollendebüt zu erwarten – Stimme und Koloraturen noch vorsichtig testend, sondern mit frappierender Sicherheit und Kraft der Lucia Gesicht und Stimme gebend. Viele Bravos.

Theater Hagen / Lucia di Lammermoor - Enrico und Normanno © Klaus Lefebvre

Theater Hagen / Lucia di Lammermoor – Enrico und Normanno © Klaus Lefebvre

Mihhail Gerts und die Hagener Philharmoniker deuten die Tragik des Stückes schon zur Ouvertüre mit sensibel dunklen Bläsern und düsterem Paukenwirbel an. Eine Glasharmonika und Philipp Maguerre steigert den Klangrausch von Euphorie, Abgründen und Wahnsinn. Im Sinne des Belcantos führt Gerts seine Philharmoniker im Graben präzise wie behutsam; das Ensemble auf der Bühne nutzt diesen klanglichen Freiraum für das erhoffte „Fest des Belcanto“, für ein „Fest der Stimmen“ im Theater Hagen.

Lucia di Lammermoor ist nach modernen Maßstäben besonders für das Sänger und Chor höchst anspruchsvoll: Dem Theater Hagen gelang mit seiner glaubwürdig modernen Lucia – Inszenierung und einem starken Ensemble ein großer Wurf. Hagen ist mit seiner Lucia auf Augenhöhe mit anderen großen Theatern. Das Publikum teilte die IOCO – Einschätzung: Viele Bravos, viel Beifall ernteten Orchester, Regie, Ensemble! Im Theater Hagen wurde gefeiert.

Lucia di Lammermoor im Theater Hagen: Weitere Vorstellungen 27.1.2017, 1.2.2017, 5.2.2017, 10.2.2017, 16.2.2017, 1.3.2017, 1.4.2017, 23.4.2017, 14.5.2017

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Hagen, Theater Hagen, Alfonso Palencia neuer Ballettdirektor, Januar 2017

Januar 18, 2017  
Veröffentlicht unter Ballett, Personalie, Pressemeldung, Theater Hagen

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Theater Hagen

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

Alfonso Palencia wird neuer Ballettdirektor

Alfonso Palencia wird neuer Ballettdirektor am Theater Hagen. Palencia tritt in der Spielzeit 2017/2018 die Nachfolge von Ricardo Fernando an. Der in Valencia (Spanien) geborene 40jährige Palencia ist in Hagen kein Unbekannter. Seit der Spielzeit 2014/2015 ist er als Trainingsleiter und Choreograph am Theater Hagen tätig und hat in dieser Zeit zehn choreographische Arbeiten im Musiktheater kreiert.

Theater Hagen © Theater Hagen

Theater Hagen © Theater Hagen

Alfonso Palencia begann im Alter von acht Jahren seine Tanzausbildung an der Staatlichen Akademie für Musik, Tanz und Theater seiner Heimatstadt und führte diese später beim Centre de Danse International Rosella Hightower, an der San Francisco Ballet School und beim Hamburg Ballett fort.

Er war Mitglied des Ballett-Theaters in Gelsenkirchen und ging 1997 als Solotänzer ans
Gärtnerplatztheater München unter der Direktion von Philip Taylor, gefolgt von Engagements an der Komischen Oper Berlin, beim Leipzig Ballett unter Uwe Scholz, beim National Ballett-Theater Prag, beim portugiesischen Nationalballett und beim Ballett Augsburg. Alfonso Palencia arbeitete hierbei mit weltbekannten Choreographen wie John Neumeier, Hans van Manen, Mauro Bigonzetti, Rui Horta, Jirí Kylián, Robert North, Itzik Galili, William Forsythe und Marguerite Donlon zusammen.

In der kommenden Spielzeit wird es wie bisher zwei neue Ballettabende geben, in denen der neue Ballettdirektor seine eigene choreographische Handschrift zeigen wird; ebenso werden internationale Gastchoreographen in Hagen arbeiten. Das Ballett wird zudem in Musical- und Operettenaufführungen mitwirken. Damit wird die Zukunft der Hagener Ballettcompagnie einer Persönlichkeit anvertraut, die in der Ballettwelt wie auch in Hagen hohes Ansehen genießt und ein Garant für die auch künftig überregionale Ausstrahlung dieser Sparte ist.

„Ich freue mich sehr, in Zukunft als Ballettdirektor weiter am Hagener Theater arbeiten zu können“, so Palencia.Es war seit Beginn meiner Tanzlaufbahn immer mein Ziel, eine eigene Ballettcompagnie leiten zu können. Dass dieses nun in Hagen geschieht macht mich stolz. Ich möchte erreichen, das Ballett in derselben hohen künstlerischen Qualität wie bisher zu präsentieren und daneben auch neue, eigene Impulse zu setzen.PMThHa

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Hagen, Theater Hagen, Neujahrskonzert – Sternenglanz, 01.01.2017

Dezember 27, 2016  
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Theater Hagen

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

„Sternenglanz“ – Neujahrskonzert

Sonntag, 1. Januar 2017  18 Uhr, Stadthalle Hagen

Programm: Werke von Josef Strauss, Jacques Offenbach, Franz Lehár, Gustav Holst, John Williams u.a.    Besetzung: Philharmonisches Orchester Hagen – Leitung und Moderation: Florian Ludwig

Carl Michael Ziehrer © IOCO

Carl Michael Ziehrer © IOCO

Mit galaktischem Schwung geht’s ins neue Jahr! Wenn der Blick in die Sterne die Menschen immer schon fasziniert hat, dann gilt das ganz besonders für Komponisten, deren Phantasie beflügelt wurde. Sternenglanz heißt deshalb das Programm des Neujahrskonzerts des Philharmonischen Orchester Hagen unter der Leitung von Florian Ludwig am 1. Januar 2017, 18 Uhr, in der Stadthalle Hagen, das in ferne Welten vordringt. Natürlich spielt die Filmmusik von »Star Wars« dabei eine Rolle, aber auch Stücke aus dem Konzertrepertoire und der Operette wie z.B. Carl Michael Ziehrers funkelnde »Sternschnuppen-Polka«, die Ouvertüre zu Paul Linckes »Frau Luna« oder auch Gustav Holsts Satz »Jupiter« aus der „Planeten-Suite“ widmen sich programmatisch und augenzwinkernd musikalischen Vorstellungswelten, in denen die Reise zu den Sternen noch eine ferne Utopie war. Selbstverständlich wird aber auch der Blick auf die Schönheit der Erde mit beliebten Walzer-Klassikern nicht zu kurz kommen. PMThHa

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