Hagen, Theater Hagen, Zum letzten Mal_Bach tanzt, 12.05.2012

hagen_logo.JPG

Theater Hagen

„Bach tanzt“, Ballettabend von Ricardo Fernando – am Samstag, den 12. Mai 2012 zum letzten Mal !

„Ein Festspiel aus Klang und Anmut mit wundervollen Musikern und Ballettkünstlern. Ein außergewöhnlicher Kunstabend! Hervorragende Instrumental-Solisten korrespondieren mit einem abermals bestechend guten Hagener Tanz-Ensemble!“ urteilte die Presse bei der Premiere von „Bach tanzt“ im vergangenen Februar.

Am kommenden Samstag, den 12. Mai 2012 um 19.30 Uhr im Großen Haus ist der Ballettabend von Ricardo Fernando zum letzten Mal am theaterhagen zu erleben.

Karten unter 02331/ 207-3218 oder www.theater.hagen.de

 

Hagen, Theater Hagen, 8. Sinfoniekonzert und Klangrede, 15. und 13.05.2012

hagen_logo.JPG

Theater Hagen

„Nordlichter“ – 8. Sinfoniekonzert am Dienstag, den 15. Mai 2012

8. Sinfoniekonzert „Nordlichter“
15. Mai 2012 – 20.00 Uhr
Stadthalle Hagen
19.15 Uhr Einführung

Solisten:
Stefanie Smits, Sopran
Dominik Wortig, Tenor

Solisten des Knabenchores der Chorakademie Dortmund; Einstudierung: Jost Salm
Chor und Extrachor des theaterhagen; Einstudierung: Wolfgang Müller-Salow

Dirigent: GMD Florian Ludwig

Edward Elgar: In the South
Jon Lord: From Darkness to Light (UA der Fassung für großes Orchester)
Jean Sibelius: Sinfonie Nr. 5

Das 8. Sinfoniekonzert steht im Zeichen der „Nordlichter“ Elgar, Lord und Sibelius. Elgars Ouvertüre „In the South“ entstand im Winter 1903-04 bei einem Aufenthalt in Alassio (Italien), von dem er sich Inspiration für die Komposition einer Sinfonie erhoffte. Die Sonne des Südens hatte jedoch nicht den erwünschten Effekt: Erst fünf Jahre Später vollendete er seine erste Sinfonie. Doch dafür entstand während des Urlaubs die Ouvertüre „In the South“, aus der besonders das Bratschensolo bekannt wurde. Der englische Komponist gehört zu den Vorbildern seines Landsmannes Lord, dessen jüngstes Chorwerk „From Darkness to Light“ hier in der Fassung für großes Orchester uraufgeführt wird. Mit dem Finnen Sibelius steht ein weiteres Vorbild des „Komponisten für Hagen“ Jon Lord auf dem Programm. Während Lord sich als Rockmusiker und Komponist sinfonischer Werke durch künstlerische Vielfältigkeit auszeichnet, konzentrierte sich der Finne Sibelius vor allem auf die Komposition von Orchesterwerken. Für ihn war eine Sinfonie eher ein „Glaubensbekenntnis“ als eine bloße „Komposition“. Dementsprechend lange feilte er an seiner Sinfonie Nr. 5, bis 1919 schließlich die dritte und heute gültige Version uraufgeführt wurde.

Karten unter 02331/ 207-3218 oder www.theater.hagen.de

______________________________

Philharmonikus
15. Mai 2012
18:45 Uhr – Stadthalle Hagen

Der Philharmonikus ist wieder da! Dieses Mal können die Kinder spielerisch mit ihren Eltern, Großeltern oder Lehrern mehr über Edward Elgars „In the South“ erfahren. Anschließend nimmt der Philharmonikus, das musikalische Äffchen, alle mit in die erste Hälfte des 8. Sinfoniekonzerts im Großen Saal der Stadthalle.

Eintritt incl. Sinfoniekonzert (bis zur Pause) 8,-/ 6,- Euro
Familienkarte 23,- Euro

Karten unter 02331/ 207-3218 oder www.theater.hagen.de

______________________________

Klangrede VIII – Veranstaltung zum 8. Sinfoniekonzert „Nordlichter“

Am Sonntag, den 13. Mai 2012 im Sinfonium

Die achte Veranstaltung der Reihe Klangrede in der Konzertsaison 2011|2012 trägt den Titel „Nordlichter“. Nicht nur das Naturschauspiel – verursacht durch hochenergetische Teilchen, die auf die Erdatmosphäre prallen – wird dabei das Thema der Veranstaltung sein. Vor allem auch Sprache, Kultur und Musik der nordeuropäischen Länder werden in Gesprächen mit den aus Finnland, Schottland und Norddeutschland stammenden Gästen erörtert.

Nordeuropäische Musik hat oft einen ganz besonders melancholischen Tonfall, der sich besonders auffällig in den Werken von Sibelius und Elgar zeigt. Aber auch schon die englische Volksmusik hat einen gewissen Hang zu moll-getönten Farben. Wie diese Musik und die jeweilige Landessprache ihren Eingang in die Werke der genannten Komponisten gefunden haben, ist eine zentrale Frage der Klangrede „Nordlichter“.

Als Gast wird Dr. Sirkka Stoor, Vorsitzende der hiesigen Deutsch-Finnischen Gesellschaft, zugegen sein und über deren Arbeit berichten. John Corbett, Soloklarinettist im philharmonischen Orchester, wird von seiner Heimat Schottland erzählen und Seija Koecher, Sängerin im Opernchor des theaterhagen, über ihr Leben als Habfinnin in Deutschland.

Darüber hinaus wird die Erläuterung der Werke des achten Sinfoniekonzertes mit Kompositionen von Edward Elgar, Jean Sibelius und einer Uraufführung von Jon Lord anhand von Klangbeispielen im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen. Moderiert wird die Klangrede von GMD Florian Ludwig.

Der Eintritt ist wie immer frei.

Klangrede VIII -
Sonntag, 13. Mai 2012 – 11.30 Uhr
Sinfonium, Stadthalle Hagen, Wasserloses Tal 2, 58093 Hagen
Moderation: GMD Florian Ludwig

Hagen, Theater Hagen, 9. Kammerkonzert Bon anniversaire, Debussy!, 06.05.2012

hagen_logo.JPG

Theater Hagen

9. Kammerkonzert „Bon anniversaire, Debussy!“ am Sonntag, 6. Mai 2012

„Bon anniversaire, Debussy!“

9. Kammerkonzert

6. Mai 2012 – 11.30 Uhr

Auditorium im Kunstquartier Hagen

Werke von Debussy, Ravel, Satie, de Falla

Duo Imaginaire: John Corbett, Klarinette; Simone Seiler, Harfe

11.00 Uhr Kurzführung zu einem Exponat der Museen

Dieses Konzert widmet das Duo Imaginaire dem Komponisten Claude Debussy zu dessen 150jährigem Geburtstag. Mit Satie verband Debussy eine enge Freundschaft, die durch ein großes Interesse an der kompositorischen Arbeit des jeweils anderen gekennzeichnet war. Das Verhältnis zu Ravel war dagegen eher ein gespanntes, da die Musikkritik beide gegeneinander aufstachelte und der Kontakt dadurch abbrach, obwohl sie zuvor den fachlichen Austausch miteinander geschätzt hatten. Der spanische Komponist de Falla lernte Debussy in Paris kennen. Er wurde in seinem Stil nachhaltig von ihm geprägt und ehrte ihn u.a. mit einem berühmten Gitarrenwerk.

Karten zu 6,60/3,30 Euro/ Kombiticket (Führung und Konzert) zu 9,60 Euro unter 02331/ 207-3218 oder www.theater.hagen.de

Hagen, Theater Hagen, Premiere von Don Giovanni, 05.05.2012

hagen_logo.JPG

Theater Hagen

 

Premiere von Don Giovanni

Oper in zwei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart, Libretto von Lorenzo da Ponte in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Am 5. Mai 2012 um 19.30 Uhr · Großes Haus

Mozarts „Don Giovanni“ ist vielleicht die ra­santeste Kriminalgeschichte und eines der tiefschürfend-sten Psychogramme der Opernliteratur. Seine Musik adelt die Ge­schichte vom nimmersatten Frauen-verführer, der über Leichen geht, zu einer archetypischen und unvergänglichen Abhandlung über die Vielfalt der menschlichen Natur.

Mozarts „Don Giovanni“ wurde am 17. Oktober 1787 in Prag uraufge­führt. Die Oper war nach „Le nozze di Figaro“ die zweite Zusammenarbeit mit Lorenzo da Ponte. Der Don Juan-Mythos, auf dem auch Mozarts Oper basiert, erfreute sich zur Zeit der Uraufführung in ganz Europa überaus großer Beliebtheit und lag so als Vorlage nahe. Den Kompositionsauftrag erhielt Mo­zart 1787 vom Prager Impressario Pasquale Bondini. Mozart begann die Komposition wahrscheinlich im März 1787 in Wien und beendete sie nach seiner Ankunft in Prag am 4. Oktober. Wenig ist über die Einzel­heiten der Entstehung bekannt – so ist die Aufgabenteilung zwischen Mozart und Da Ponte beim Verfassen der Oper unklar geblieben. Da Ponte schrieb sich in seinen Memoiren einen Löwenanteil daran zu, was aber von der heutigen Mozartforschung stark in Zweifel gezogen wird. Die Urauffüh­rung in Prag war ein großer Erfolg. Mozart schrieb an seinen Freund Jacquin am 4. November 1787: „den 29. ockt: gieng mei­ne oper D: Giovanni in scena, und zwar mit dem lautesten beyfall.“

Die Gattungsfrage wurde bei „Don Giovan­ni“ lange diskutiert. Mozart und Da Ponte überschrieben ihr Werk mit der Bezeich­nung dramma giocoso also „heiteres Dra­ma“. Das Verblüffende ist, dass die Oper tatsächlich sowohl Elemente von opera buffa als auch von opera seria enthält. Entscheidender jedoch als die Gattungs­frage dürfte aus heutiger Sicht sein, dass die Musik Mozarts oftmals etwas anderes ausdrückt, als der Text vermuten ließe. So zerfällt, mit den Worten Stefan Kunzes, in der Musik immer wieder die „Möglichkeit humaner Gemeinschaft“ und lässt den Zuschauer auch nach dem moralisie­renden Schlussgesang der übriggebliebenen Charaktere nachdenklich zurück.

Musikalische Leitung: Florian Ludwig;  Regie: Norbert Hilchenbach; Bühnenbild: Jan Bammes;   Kostüme: Yvonne Forster;  Chor: Wolfgang Müller-Salow.

Besetzung: Don Giovanni – Raymond Ayers;  Donna Anna – Jaclyn Bermudez;  Don Ottavio – Jeffery Krueger;  Commendatore – Michail Milanov;  Donna Elvira – Kristine Larissa Funkhauser;  Leporello – Rainer Zaun;  Masetto – Orlando Mason;  Zerlina – Maria Klier.

Mit: philharmonisches orchesterhagen;  Opernchor des theaterhagen;  Extrachor des theaterhagen; Statisterie des theaterhagen.

Zu dieser Pressekonferenz sowie zu der Premiere – 5. Mai 2012 um 19.30 Uhr im Großen Haus – möchten wir Sie herzlich einladen. Gerne begrüßen wir Sie auch zu einer der nächsten Vorstellungen am Mi 16.5., Fr 25.5., Di 29.5., Fr 1.6., Mi 6.6., Do 21.6., jeweils 19.30 Uhr.

Wiederaufnahme in der Spielzeit 2012/2013.

Hagen, Theater Hagen, 7. Sinfoniekonzert Neue Wege, 24.04.2012

hagen_logo.JPG

Theater Hagen

7. Sinfoniekonzert „Neue Wege“ am Dienstag, den 24. April 2012


7. Sinfoniekonzert „Neue Wege“
24. April 2012 – 20 Uhr – Stadthalle Hagen
19.15 Uhr Einführung

Solistin: Frederieke Saeijs, Violine
Dirigent: Eric Solén

Jon Lord: Disguises
Felix Mendelssohn: Violinkonzert
Franz Schubert: Sinfonie Nr. 6
Als Rockstar bekannt geworden, bahnte sich Lord den Weg zum Komponisten sinfonischer Werke. Dabei wurde er maßgeblich durch den Komponisten Malcolm Arnold beeinflusst, den er im ersten Satz der Suite für Streichorchester „Disguises“ („Tarnungen“) porträtiert. Auch die beiden weiteren Sätze zeichnen das Bild von Personen, die in Lords Leben große Bedeutung haben: seine Mutter Miriam und ein alter Freund, der ihn auf seine Art immer wieder aufbaut, dessen Identität Lord jedoch nicht preisgeben möchte.

Neue Wege schlug auch Mendelssohn mit seinem Violinkonzert ein, denn hier spielt er mit der klassischen Form des Solokonzerts. Als Solistin wird die niederländische Geigerin Frederieke Saeijs zu hören sein, die sich seit ihrem Sieg beim Long-Thibaud-Violinwettbewerb im Jahre 2005 international einen Namen gemacht hat. Ebenso wie Mendelssohns Violinkonzert zeugt Schuberts 1817/18 geschriebene Sinfonie Nr. 6 von dessen innovativem Geist, der sich durch melodischen Ideenreichtum, originelle Harmonik und phantasievolle Instrumentationen auszeichnet. Die Leitung wird der schwedische Dirigent Eric Solén inne haben, der bis 2010 Generalmusikdirektor des Theaters und der Philharmonie Thüringen war und ein gern gesehener Gastdirigent renommierter Orchester ist.

 

Karten unter 02331/ 207-3218 oder www.theater.hagen.de

 

 

Hagen, Theater Hagen, Nachtcafé BEATS! – Unsere Herzen schlagen höher, 20.04.2012

hagen_logo.JPG

Theater Hagen

Nachtcafé am Freitag, den 20. April 2012: „BEATS! – Unsere Herzen schlagen höher“

Nach einer rauschenden Premiere präsentiert sich das BEATS!-Ensemble nun auch am 20. April um 22.30 Uhr im Nachtcafé. “Es ist unglaublich, wie viel Präsenz und Ausstrahlung das Ensemble auf der Bühne entwickelt. Da wird mit einer Energie gesungen, getanzt und Akrobatik vorgeführt, die vor jedem Publikum bestehen kann”, urteilte die Presse. Im Nachtcafé gibt es die Gelegenheit, die jugendlichen Darsteller – die allesamt Schülerinnen und Schüler der fünf Hagener Berufskollegs sind – kennenzulernen, ihre Geschichten und die Erfahrungen, die sie auf einer Profibühne sammeln durften, zu hören. Auch die Verantwortlichen von Seiten des Theaters werden über dieses deutschlandweit einmalige Projekt berichten. Natürlich gibt es auch Kostproben aus dem Stück zu hören, so dass sich jeder ein Bild darüber machen kann, wie weit die Jugendlichen über sich selbst hinausgewachsen sind!

Nachtcafé am Freitag, den 20. April 2012, 22.30 Uhr – Theatercafé

Der Eintritt ist frei

Hagen, Theater Hagen, Familienkonzert Die Prinzessin und der Bär, 31.03.2012

hagen_logo.JPG

Theater Hagen

„Die Prinzessin und der Bär“ – Familienkonzert im Rathaus Hohenlimburg

Samstag, den 31. März 2012 um 15 Uhr

Die Prinzessin und der Bär
Familienkonzert
31. März 2012 . 15:00 Uhr
Ratssaal im Rathaus Hohenlimburg, Freiheitstr. 3, 58119 Hagen

Solisten:
Werner Hußendörfer, Klarinette
Friedhelm Grote, Fagott

Dirigent und Erzähler: GMD Florian Ludwig

Musik: Richard Strauss: Duett-Concertino für Klarinette und Fagott mit Streichorchester und Harfe

Kann Musik Geschichten erzählen? Aber ja! Mit dem Duett-Concertino von Richard Strauss erzählt das philharmonische orchesterhagen in diesem Familienkonzert die Geschichte von der Prinzessin und dem Bär, die an das berühmte Märchen von der Schönen und dem Biest angelehnt ist. Klarinette und Fagott erwecken die beiden Hauptpersonen zum Leben und zaubern mit ihrer Musik eine märchenhafte Geschichte:

Als die Prinzessin im Wald auf den Bären trifft, erschrickt sie zunächst fürchterlich und will weglaufen. Doch der Bär hält sie fest, aber nicht etwa, um ihr weh zu tun, sondern aus Neugierde und Hoffnung auf Gesellschaft. Sie ringen miteinander, bis die selbstbewusste Prinzessin sich losmachen kann. Längst hat sie gemerkt, dass sie den Bär eigentlich nicht zu fürchten braucht, und als sie so einander gegenüber stehen, beginnt auf einmal der Wald an zu funkeln wie ein Smaragd. Es scheint, als wäre die Waldfee der Auslöser dieses zauberhaften Spektakels, das die beiden in seinen Bann zieht. – Und was dann passiert, ist im Konzert zu erfahren, an dem alle Altersgruppen ihre Freude haben werden. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt: Die Musik nimmt die Zuhörer mit auf das Abenteuer der Prinzessin und des Bärs.

Karten: 9,00 / 6,00 Euro alle Plätze/ Familienkarte: 23,-€ unter 02331/ 207-3218 oder www.theater.hagen.de

Weitere Informationen zu den Solisten :

Friedhelm Grote studierte ab 1975 an der Musikhochschule Köln bei Prof. Claus Boden und Prof. Günter Pfitzenmaier und erhielt 1978 die Stelle des 1. Stellvertretenden Solo-Fagottisten bei den Remscheider Sinfonikern. Seit 1985 ist er Solo-Fagottist im philharmonischen orchesterhagen.

Als Solist trat Friedhelm Grote u. a. mit den Remscheider Sinfonikern, dem Rheinischen Kammerorchester, der Philharmonie Südwestfalen, dem philharmonischen orchesterhagen und dem Münchener Kammerorchester hervor.

Neben seiner Tätigkeit als Dozent für Fagott engagiert er sich darüber hinaus für die Kammermusik. Sie ermöglichte ihm Konzerte im In- und Ausland und führte ihn auch auf Einladung der Deutschen Botschaft mit seinem Kollegen Werner Hußendörfer nach Amman/Jordanien, wo sie bei dem beliebten Jerash-Festival spielten.

Werner Hußendörfer, in Tiengen/Hochrhein geboren, ist dem Hagener Publikum seit vielen Jahren als Soloklarinettist bestens bekannt. Er war bereits in zahlreichen Konzerten solistisch zu hören und ist neben seiner Orchestertätigkeit leidenschaftlicher Kammermusiker.

Seine Mitwirkung in verschiedenen Ensembles ermöglichte ihm Konzerte im In-und Ausland und führte ihn auch u. a. nach Amman/Jordanien, wo er bei dem beliebten Jerash-Festival spielte. Neben verschiedenen Rundfunkaufnahmen wirkte Werner Hußendörfer auch bei vielen CD-Produktionen mit.
Seine musikpädagogische Ausbildung beendete er an der Musikhochschule in Trossingen mit der staatlichen Musiklehrerprüfung. Anschließend wechselte er an die Nordwestdeutsche Musikakademie nach Detmold und legte dort bei Prof. Jost Michaels die Künstlerische Reifeprüfung ab.

Hagen, Theater Hagen, 6. Sinfoniekonzert Musik und Macht, 27.03.2012

hagen_logo.JPG

Theater Hagen

6. Sinfoniekonzert „Musik und Macht“ am 27. März 2012


Dienstag, den 27. März 2012 20 Uhr – Stadthalle Hagen
19.15 Uhr Einführung

Solist: Bijan Fattahy, Viola
Dirigent: GMD Florian Ludwig

Franz Liszt: Les Préludes
Walter Braunfels: Schottische Fantasie für Bratsche und Orchester
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 3

Musik und Politik bilden ein subtiles Beziehungsgeflecht, welches in diesem Sinfoniekonzert zum Ausdruck kommt: Zum einen bedient sich die Politik der Musik, um sie zum Transporteur ihrer Ideen zu machen. Auf diese Weise kamen „Les Préludes“ von Liszt im Dritten Reich zu unseliger Bekanntheit, als sie im Dritten Reich als Sondermeldungsfanfare im deutschen Rundfunk verwendet wurden. Das Werk verdient es jedoch nicht, nur in diesem Licht betrachtet zu werden, sondern auch als sinfonische Dichtung von eigenem Wert. Zum anderen nimmt die Politik Einfluss auf die Entstehung und Verbreitung von Musik durch die Förderung oder Unterdrückung von Künstlern. Dieses Schicksal musste Braunfels erfahren, der als „Halbjude“ im Dritten Reich seines Amtes als Direktor der Kölner Musikhochschule enthoben wurde. Aber auch die Musik entfaltet ihre Kraft: Enttäuscht von seinem politischen Hoffnungsträger statuierte Beethoven mit der Widmung seiner 3. Sinfonie ein stilles Exempel gegenüber der Politik, indem er die Widmung an Napoleon strich, als dieser sich 1804 zum Kaiser krönen ließ.

Beim Philharmonikus werden Kinder (7-13 Jahre) in Begleitung ihrer Eltern und Großeltern oder Lehrer spielerisch in ein ausgewähltes Stück aus dem Sinfoniekonzert eingeführt.

Zunächst präsentiert das lutzhagen ein kleines Schauspiel zum Komponisten oder zur Entstehung des Werkes, welches die Kinder im Konzert hören werden. Anschließend lernen sie das Stück mit Musikpädagogen der Wuppertaler Hochschule spielerisch besser kennen: Es wird gesungen, getanzt, getrommelt und vieles mehr! Dieses Mal werden sich Geschichten zu Franz Liszts „Les Préludes“ ausgedacht und musikalisch mit den Kindern nachempfunden. Der Höhepunkt ist dann der gemeinsame Besuch der ersten Konzerthälfte, bei dem die Kinder die spannende Atmosphäre eines Sin­foniekonzerts direkt miterleben. Begleitet werden die Kinder auch vom Philharmonikus, dem musikalischen Äffchen, das immer erst nach dem Konzert seine Sprache wiederfindet.

Karten unter 02331/ 207-3218 oder www.theater.hagen.de

Hagen, Theater Hagen, Premiere Carlisle Floyd Susannah, IOCO Kritik, 17.03.2012


Kritik

Theater Hagen

Carlisle Floyd “Susannah“

Premiere am 17.03.2012

Berührendes Musikdrama

  

Spricht man in Europa von amerikanischer Oper, fällt fast ausschließlich der Name George Gershwin und der seiner Oper “Porgy and Bess“. Bernstein, Barber, Menotti und Glass sind einigen bekannt. Aber kaum jemand kennt Namen anderer amerikanischer Opernkomponisten und deren Werke. Blitzstein, Hanson, Thomson, Cátan und Floyd bereiten großes Achselzucken.

  

Sehr erfreulich ist es, dass sich kleinere Häuser als Schatzgräber betätigen, wie das Theater Hagen, das schon seit einigen Spielzeiten um Werke amerikanischer Komponisten bemüht ist. William Bolcoms “A View from the Bridge“ kam 2003 heraus, “Salsipuedes“ von Daniel Catán im April 2009. Kurt Weill`sStreet Scene” war im Herbst 2009 zu erleben. In der Spielzeit 2010/11 stand André PrevinsEndstation Sehnsucht“ auf dem Spielplan.

Jetzt wurde die die Serie fortgesetzt mit Carlisle Floyds 1955 uraufgeführten, zweiaktigen Oper “Susannah“, und, um es vorwegzunehmen, es wurde ein ganz großer Erfolg. Floyds Musikdrama versetzt die aus dem Alten Testament stammende Geschichte der “Susanna im Bade“ in die Südstaaten der USA, nach Tennessee, in die Zeit der bigotten, heuchlerischen McCarthy-Ära.

Die junge, naive, allzeit freundliche Susannah lebt mir ihrem trunksüchtigen Bruder in einem Dörfchen im puritanisch geprägten Süden. Ihre Tugenden werden ihr zum Verhängnis. Sie ist Verleumdungen und Gerüchten ausgesetzt.

Als sie dann beim morgendlichen Bade im nahen Fluss von vier alten Männern der Dorfgemeinschaft beobachtet wird, ist ihr Ruf ganz dahin.

Ein durchziehender Wanderprediger, der eine Erweckungsszene veranstaltete, wird beauftragt, Susannah dazu zu bringen, ihre “Verfehlungen“ öffentlich zuzugeben. Doch er vergeht sich an ihr. Auch Bat McLean, der unschuldige, etwas tumbe Nachbarssohn wird zu einem falschen Zeugnis gegen Susannah gezwungen. Als sie sich weigert, ist ein tragisches Ende vorgezeichnet.

Floyd findet zu dem Werk, das sich in zehn Szenen gliedert, eine sehr farbige Musik. Elemente des Square Dance, Gospels und Choräle werden in ihr verarbeitet. In einigen ariosen Abschnitten von Susannahs Gesängen, wenn sie zum Beispiel die Schönheit der Nacht besingt, meint man Anklänge an Puccini und Debussy zu hören.

Roman Hovenbitzer hat das Werk in Szene gesetzt, stringent, verständlich  und mit einer sehr beeindruckenden Personenführung. Zusammen mit seinem Ausstatter Jan Bammes, dessen verblüffend einfaches Bühnenbild schnellen Umbau der zehn Szenen gewährleistet, gelang ihm eine spannende, musikdramatische Realisierung mit viel Raum für die individuelle Entfaltung aller handelnden Personen.

Es spricht für die Personalpolitik der Hagener Intendanz, dass so gut wie keine Gäste verpflichtet werden brauchten. Alle Rollen wurden aus dem eigenen Ensemble besetzt.

Ganz großartig und anrührend war die junge Amerikanerin Jaclyn Bermudez in der Titelpartie. Die Sängerin, die aus dem Opernstudio der Deutschen Oper am Rhein hervorgegangen ist, verfügt nicht nur über einen strahlenden, höhensicheren Sopran, sondern auch über ein ausgeprägtes darstellerisches Talent.

Mit kräftigem Tenor sang Charles Reid den Sam, ihren Bruder, und überzeugte auch darstellerisch. Ein fabelhafter Singschauspieler ist Rainer Zaun, der den zwielichtigen Prediger intensiv in Gesang und Spiel interpretierte.

Stimmlich und darstellerisch ganz im Einklang mit der Rolle, der sympathische Jeffery Krueger als Little Bat MacLean.

Selbst die kleinste Rolle war optimal ausgefüllt. Fabelhaft, die von Wolfgang Müller-Salow einstudierten Chöre.

Die musikalische Leitung hatte Bernhard Steiner, der 1. Kapellmeister des Hauses. Steiner begleitete mit großer Sensibilität die Sänger und animierte mit ausgeprägtem Feeling für diese Musik, das wirklich makellos disponierte Orchester zu einer unüberhörbaren Brillanz.

Das Publikum im nahezu ausverkauften Haus war begeistert und feierte das spannende, berührende Werk sowie alle Mitwirkenden mit herzlichem Applaus.        

IOCO / UGK / 17.03.2012


Hagen, Theater Hagen, 7. Kammerkonzert, 11.03.2012

hagen_logo.JPG

Theater Hagen

„Plaisir“

7. Kammerkonzert

 

Sonntag, 11. März 2012 – 11.30 Uhr
Auditorium im Kunstquartier Hagen
11.00 Uhr Kurzführung zu einem Exponat der Museen

Jin Eun Lee, Flöte
Rebecca Raabe-Bröckel, Oboe
Alexander Schwalb, Klarinette
Katrin Szasz, Horn
Mario Krause, Fagott
Steffen Müller-Gabriel, Klavier

   

 

Mit Werken der französischen Komponisten Francis Poulenc (1899-1963), Louise Farrenc (1804-1875) und Jean Françaix (1912-1997) gestalten die Musiker des philharmonischen orchesterhagen dieses Konzert unter dem Leitsatz Françaix’: „musique pour faire plaisir“ (Musik, die Freude macht/um Freude zu machen). Françaix pflegte einen dementsprechend spielerischen Kompositionsstil, ohne sich an einer bestimmten Schule zu orientieren. Anders Louise Farrenc, eine Zeitgenossin Schumanns, deren eingehende Beschäftigung mit Haydn, Mozart und Beethoven in ihren klassisch-romantischen Stil mit eingeflossen ist. Poulenc wandte sich als Mitglied der „Groupe des six“ gegen diesen romantischen Geist und trat vielmehr für Formklarheit und „die reine, feste Tonalität“ ein. Mit diesen verschiedenen kompositorischen Ansätzen verfolgt das Konzert ein Ziel: „le plaisir!“

Karten zu 6,60/ 3,30 Euro unter 02331/ 207-3218 oder www.theater.hagen.de

Kurzführung im Osthaus Museum Hagen zum 7. Kammerkonzert
Sonntag, 11. März 2012 – 11.00 Uhr
Treffpunkt: Foyer des Kunstquartiers Hagen
„Georg Minne – Brunnen der Knienden“
Es führt Katja Stromberg M.A.

Die Kurzführung vor dem Kammerkonzert beschäftigt sich entsprechend dem Leitsatz des Konzertes “faire plaisir” mit dem Brunnen im Mittelpunkt des historischen Folkwang-Museums und gibt so einen kleinen Einblick in die wechselvolle Geschichte eines Kunstwerkes:ein kreisrunder Springbrunnen mit fünf Knabenfiguren, der von dem belgischen Bildhauer George Minne entworfen und 1906 aufgestellt wurde. Mitnichten nur als „plaisir“ – aber welche Funktion hat gerade ein Brunnen an dieser Stelle? Welche Beziehung besteht zwischen der Architektur und dem Brunnen? Was bewirkt die fünffache Wiederholung derselben Figur? Sind es fünf Knaben oder bleibt es einer? Was bewirkt die kreisförmige Aufstellung? Im Rahmen der Kurzführung wird diesen Fragen nachgegangen.

Kombiticket (Führung und Konzert) zu 9,60 Euro unter 02331/ 207-3218 oder www.theater.hagen.de