Dresden, Semperoper, Premiere Salome von Richard Strauss, IOCO Aktuell, 24.09.2016

September 17, 2016  
Veröffentlicht unter IOCO Aktuell, Musiktheater im Revier, SemperOper

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Semperoper

Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger

Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger

Semperoper: Michael Schulz inszeniert Salome

Libretto vom Komponisten nach Oscar Wildes gleichnamiger Dichtung in deutscher Übersetzung von Hedwig Lachmann

Salome von Richard Strauss: Premiere 24.9.2016, weitere Vorstellungen 27.9.2016, 30.9.2016, 28.10.2016, 4.11.2016

Die Semperoper in Dresden ist unstreitig eines der schönsten Musiktheater der Welt. 1841 erbaute Gottfried Semper den attraktiven Rundbau mit 2000 Plätzen, der mit 93% Auslastung zu den beliebtesten Theatern Deutschlands zählt.

Michael Schulz © MiR / Pedro Malinowski

Michael Schulz © MiR / Pedro Malinowski

Am 24. September 2016 wird Salome von Richard Strauss in der Semperoper Premiere feiern. Neben Lance Ryan und Christa Mayer als Herodes und Herodias sind Jennifer Holloway in der Titelpartie und Markus Marquardt als Jochanaan zu erleben. Das Bühnenbild wird von Dirk Becker stammen, Renée Listerdal ist für die Kostüme verantwortlich. Es ist die Eröffnungspremiere der Semperoper für die Spielzeit 2016/17.
Regisseur dieser Salome ist Michael Schulz. Mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden hat Michael Schulz  bereits eng zusammen gearbeitet, unter anderem in Salzburg. Dort ist der traditionsreiche Klangkörper aus Dresden Residenzorchester der Osterfestspiele, Schulz inszenierte dort 2013 den Parsifal von Richard Wagner, welcher auch in 3SAT übertragen wurde. Michael Schulz ist seit 2009 auch Intendant des im Ruhrgebiet bestens etablierten Musiktheater im Revier (MiR). Das MiR,  für geographisch nicht ganz sattelfeste Musikfreunde, liegt inmitten des Ruhrgebiets, in Gelsenkirchen und hat 1.000 Plätze.

Semperoper / Salome © Forster

Semperoper / Salome © Forster

Handlung: Salome ist fasziniert von der körperlosen Stimme des Jochanaan. Die Tochter der Herodias und Stieftochter des Königs Herodes, aufgewachsen in Maß- und Hemmungslosigkeit, sucht die Liebe. Leidenschaftlich begehrt sie den unbekannten moralischen Propheten, seinen Leib, sein Haar, seine Lippen – den Mann, der sie brüsk zurückweist. Ganz anders der übergriffige König Herodes mit seinen Ängsten, der bei ihr lustvolle Zerstreuung sucht. Gebunden an sein Versprechen, Salome für ihren Tanz der sieben Schleier jeden Wunsch zu erfüllen, erhält sie von ihm den Kopf des Jochanaan, der sie nicht lieben wollte. In ekstatischem Wahn küsst sie seine Lippen, bevor Herodes ihren Tod befiehlt.

Semperoper / Salome und Herodes © Forster

Semperoper / Salome und Herodes © Forster

Während Oscar Wildes Salome 1896 erstmals in Paris die Bühne betrat, verbüßte ihr Schöpfer in einem Londoner Gefängnis eine Strafe wegen »grober Unsittlichkeit«. Cosima Wagner urteilte nach der Uraufführung von Richard Strauss’ Einakter, der Oscar Wildes Text in deutscher Übersetzung verwandte, an der Dresdner Hofoper 1905: »Nichtiger Unfug, vermählt mit Unzucht!« Innerhalb von zwei Jahren erschien Salome erfolgreich auf über 50 Opernbühnen. Ihr rauschhafter Orchesterklang, der einen gewaltigen Klangkörper verlangt, changiert zwischen feinnervigem Psychogramm und zügelloser Ekstase. Nie zuvor in der Geschichte der Oper ist die Verbindung von Dekadenz, seelischem Verfall und einer begehrenden wie zerstörerischen Liebe so opulent und eindringlich ausgedrückt worden wie in Richard Strauss’ Meisterwerk.

Besetzung: Musikalische Leitung Omer Meir Wellber, Inszenierung Michael Schulz, Bühnenbild Dirk Becker, Kostüme Renée Listerdal, Licht Fabio Antoci, Video Philipp Contag-Lada, Choreografie Koko La Douce, Dramaturgie Anna Melcher
Herodes Lance Ryan, Herodias Christa Mayer alt. Jane Henschel, Salome Jennifer Holloway, Jochanaan Markus Marquardt, Narraboth Daniel Johansson, Ein Page der Herodias Christina Bock, Erster Jude Aaron Pegram, Zweiter Jude Tom Martinsen, Dritter Jude Simeon Esper, Vierter Jude Gerald Hupach, Fünfter Jude Michael Eder, Erster Nazarener Georg Zeppenfeld, Zweiter Nazarener Khanyiso Gwenxane, Erster Soldat Martin-Jan Nijhof, Zweiter Soldat Luciano Batinic, Ein Cappadocier Alexandros Stavrakakis, Ein Sklave Menna Cazel.

Semperoper Dresden – Salome von Richard Strauss: Premiere 24.9.2016, weitere Vorstellungen 27.9.2016, 30.9.2016, 28.10.2016, 4.11.2016

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Gelsenkirchen, Musiktheater im Revier, Wagner im im Palast der Künste in Budapest, Juni 2016

Juni 27, 2016  
Veröffentlicht unter Musiktheater im Revier, Pressemeldung

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Musiktheater im Revier Gelsenkirchen

Musiktheater im Revier Gelsenkirchen © MiR Musiktheater im Revier

Musiktheater im Revier Gelsenkirchen © MiR Musiktheater im Revier

Das MiR in Budapest!

An diesem Wochenende ist das Musiktheater im Revier in Ungarn präsent! Im Rahmen des Festivals „Wagner in Budapest“ werden „Die Meistersinger von Nürnbergim Palast der Künste (kurz: „Müpa“) aufgeführt!

Neben Annette Dasch als Eva und Bo Skovhus als Beckmesser sind auch einige Sänger des Gelsenkirchener Opernhauses mit dabei! Gudrun Pelker wird als Magdalene zu erleben sein, Lars Oliver Rühl und Piotr Prochera stehen als zwei der Meistersinger auf der Bühne und auch Kostüm- und Requisitenabteilung des MiR haben tatkräftig Unterstützung geleistet. Am Pult steht der ungarische Dirigent Adam Fischer, die Inszenierung stammt von unserem Generalintendanten Michael Schulz.

Pressemeldung Musiktheater im Revier

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Gelsenkirchen, Musiktheater im Revier, Premiere: LA GIOCONDA von Amilcare Ponchielli, 16.04.2016

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Musiktheater im Revier Gelsenkirchen

Musiktheater im Revier Gelsenkirchen © MiR Musiktheater im Revier

Musiktheater im Revier Gelsenkirchen © MiR Musiktheater im Revier

Premiere: LA GIOCONDA von  AMILCARE PONCHIELLI

TEXT TOBIA GORRIO NACH VICTOR HUGOS, SCHAUERDRAMA  ANGELO, TYRAN DE PADOUE, UA 1876.  IN ITALIENISCHER SPRACHE,  DEUTSCHE ÜBERTITEL

 KOPRODUKTION MIT DEM TIROLER LANDESTHEATER INNSBRUCK

PREMIERE 16. APR. 2016 19.30 UHR, weitere Vorstellungen: 24. APR. 2016, 18.00  28. APR. 2016, 19.30 UHR, 05. MAI. 2016, 18.00 UHR, 13. MAI. 2016, 19.30 UHR
16. MAI. 2016, 15.00 UHR, 22. MAI. 2016, 18.00 UHR, 27. MAI. 2016, 19.30 UHR, 29. MAI. 2016, 18.00 UHR

Gelsenkirchen / MiR LA GIOCONDA © Pedro Malinowski

Gelsenkirchen / MiR LA GIOCONDA © Pedro Malinowski

Es ist ein hochdramatisches Liebeskarussell, das sich im Venedig des 17. Jahrhunderts dreht: Der Spitzel der Inquisition, Barnaba, liebt die schöne Straßensängerin Gioconda. Sie wiederum liebt den aus Venedig verbannten Fürsten Enzo Grimaldo. Dieser hat sich verkleidet in die Stadt zurückgeschlichen, um Kontakt zu seiner Geliebten Laura aufzunehmen, die jedoch mittlerweile in die Ehe mit dem Inquisitor Alvise gezwungen wurde. Um sich Giocondas zu bemächtigen, lässt Barnaba nichts unversucht: Er verleumdet ihre Mutter und will Enzo der Inquisition ausliefern. Doch auch Lauras Leben ist in Gefahr. Ihre Beziehung zu Enzo provoziert den rachsüchtigen Inquisitor Alvise. Und auch Gioconda befindet sich in einem Widerstreit mit ihren Gefühlen, könnte sie doch die Nebenbuhlerin auf diesem Wege schnell loswerden. Doch schließlich siegt das Gewissen über die Eifersucht und durch einen Trick gelingt es Gioconda, Laura und Enzo dem Inquisitor zu entziehen und ihnen die Flucht zu ermöglichen. Sie zahlt dafür einen hohen Preis: Für Enzos Freilassung verspricht sie sich an Barnaba. Doch sie entgeht ihrem Schicksal und ersticht sich vor seinen Augen.

Diese Oper ist ein Fest der Liebe, Intrige, Verleumdung und Rache, die Musik dazu von ungeheurer Wucht. Ponchiellis mitreißende, hochdramatische Szenen treiben die Handlung voran und erzeugen einen packenden Klangstrudel von sprühender Italianità für die höchsten Gefühle und den tiefsten Abgrund der menschlichen Seele. Neben gewaltigem musikalischen Pathos effektvoller Massenszenen und leidenschaftlichen Soloauftritten stehen die fein instrumentierten Gesänge und Tänze venezianischer Chöre. Geprägt von den Kompositionen der Grand Opéra und als Lehrer so großer Komponisten wie Giacomo Puccini und Pietro Mascagni ist Ponchielli ein wichtiger Meilenstein neben Giuseppe Verdi mit ersten Anklängen des Verismo. La Gioconda ist die Sängeroper par excellence – sechs große Partien, die den Sängern alles abverlangen, machen diese Oper zu einem Fest der Stimmen. Maria Callas liebte die Rolle der Gioconda sehr und sang sie bei ihrem italienischen Debüt 1947 in der Arena di Verona.

MUSIKALISCHE LEITUNG: RASMUS BAUMANN, NACHDIRIGAT VALTTERI RAUHALAMMIINSZENIERUNG, BÜHNE UND KOSTÜME,  ALEXANDRA SZEMERÉDY, MAGDOLNA PARDITKA, CHOR CHRISTIAN JEUB, DRAMATURGIE JULIANE SCHUNKE

BESETZUNG:
LA GIOCONDA: PETRA SCHMIDT, DIE BLINDE: ALMUTH HERBST
ENZO: DEREK TAYLOR, ALVISE: DONG-WON SEO
LAURA: NADINE WEISSMANN, BARNABA: PIOTR PROCHERA
ZUANE: MICHAEL DAHMEN, ISEPO: WILLIAM SAETRE

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Pressemeldung Musiktheater im Revier

Gelsenkirchen, Musiktheater im Revier, Premiere: NORMA von Vincenzo Bellini, 05.03.2016

Februar 17, 2016  
Veröffentlicht unter Musiktheater im Revier, Premieren, Pressemeldung

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Musiktheater im Revier Gelsenkirchen

Musiktheater im Revier Gelsenkirchen © MiR Musiktheater im Revier

Musiktheater im Revier Gelsenkirchen © MiR Musiktheater im Revier

Premiere: NORMA  von  VINCENZO BELLINI

Libretto  FELICE ROMANI, Uraufführung 1831

EINE KOPRODUKTION MIT DEM STAATSTHEATER MAINZ

PPREMIERE am 05. MRZ. 2016, 19.30 UHR, Weitere Vorstellungen:, 13. MRZ. 2016, 18.00 UHR, 18. MRZ. 2016, 19.30 UHR, 25. MRZ. 2016, 18.00 UHR, 10. APR. 2016, 15.00 UHR, 17. APR. 2016, 18.00 UHR, 29. APR. 2016, 19.30 UHR, 14. MAI. 2016, 19.30 UHR
26. MAI. 2016, 18.00 UHR

Gelsenkirchen / MiR Norma © Karl und Monika Forster

Gelsenkirchen / MiR Norma © Karl und Monika Forster

 Norma, Priesterin und Orakel, versucht ihre gallischen Landsleute von einem Aufstand gegen die römischen Besatzer abzuhalten. Doch sie will nicht nur ihr Volk vor einer vernichtenden Niederlage bewahren, sondern auch ihren Geliebten schützen, den römischen Prokonsul Pollione, dem sie verfallen ist. Normas geheimes Doppelleben als Mutter zweier Kinder des Prokonsuls und als keusche Priesterin der Gallier wird unmöglich, als Pollione auch die gallische Novizin Adalgisa verführt. Der labile Frieden zerbricht. Norma gerät in einen Strudel aus Rachegefühlen, Leidenschaft, Vernichtungswahn, Lebenswillen und ethischer Größe, in dem die Rollen als Priesterin, Mutter, betrogene Gattin und Freundin so heftig kollidieren, dass die Ordnung zusammenbricht und Opfer fordert. Die Oper  Norma spielt in einer archaischen Welt, die zwischen dem männlichen Kriegsgott Irminsul und der weiblichen, friedenspendenden Mondgöttin Luna angesiedelt ist. Normas Geschichte beschreibt über den antiken und zwischenmenschlichen Kontext hinaus ein zeitloses Szenario, in dem die Utopie einer humaneren Gesellschaft jenseits religiöser Dogmen unerreichbar zu sein scheint.

Mit Vincenzo Bellini (1801-1835) beginnt eine neue Ära der italienischen Oper. Nur zehn Bühnenwerke komponierte der frühverstorbene Bellini, diese aber waren perfekt ausgearbeitet und auf dauerhafte Wirkung angelegt. Einen legendären Status genießt bis heute die 1831 am Teatro alla Scala in Mailand uraufgeführte Tragödie Norma. An ihr, dem Paradebeispiel des italienischen Belcanto, mussten sich nachfolgende Komponisten messen, allen voran Giuseppe Verdi und Richard Wagner. Von „Melodie lunghe, lunghe, lunghe“ sprach etwa Verdi, den schier unendlichen Melodielinien, mit denen Bellini die gesungenen Worte zum musikalischen Drama gestaltet und den Hörer in die Höhen und Tiefen der Tragödie trägt. Das Musiktheater im Revier spielt die kritische Neuedition nach autographen Quellen von Maurizio Biondi und Riccardo Minasi, die bisher szenisch nur bei den Salzburger Festspielen zu erleben war. Regie führt Elisabeth Stöppler, die am MiR bereits die Benjamin Britten-Trilogie, Rusalka und zuletzt Don Quichotte inszenierte.

MUSIKALISCHE LEITUNG: VALTTERI RAUHALAMMI
NACHDIRIGAT: THOMAS RIMES
INSZENIERUNG: ELISABETH STÖPPLER
BÜHNE: HERMANN FEUCHTER
KOSTÜME: NICOLE PLEULER
CHOR: CHRISTIAN JEUB
DRAMATURGIE: STEPHAN STEINMETZ

BESETZUNG:
POLLIONE: HONGJAE LIM
OROVESO: DONG-WON SEO
NORMA: HRACHUHI BASSÉNZ
ADALGISA: ALFIA KAMALOVA
FLAVIUS: LARS-OLIVER RÜHL

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