Frankfurt, Oper Frankfurt, Highlights im September 2016

August 12, 2016  
Veröffentlicht unter Oper Frankfurt, Pressemeldung, Spielpläne

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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

HIGHLIGHTS IM SPIELPLAN DER OPER FRANKFURT IM SEPTEMBER 2016

Sonntag, 18. September 2016, um 18.00 Uhr im Opernhaus
Premiere / Deutsche Erstaufführung
DER SANDMANN
Oper in zehn Szenen von Andrea Lorenzo Scartazzini (*1971) Mit Übertiteln

Musikalische Leitung: Hartmut Keil; Regie: Christof Loy
Mitwirkende: Daniel Schmutzhard (Nathanael), Agneta Eichenholz (Clara / Clarissa),
Thomas Piffka (Vater), Hans-Jürgen Schöpflin (Coppelius), Daniel Miroslaw (Lothar)

Weitere Vorstellungen: 24., 30. September, 3., 8., 13., 23. Oktober 2016
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr
Auftragswerk des Theater Basel; Uraufführung am 20. Oktober 2012, Theater Basel
Übernahme der Uraufführungsproduktion

Mit freundlicher Unterstützung der Aventis Foundation
Preise: € 15 bis 165 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

Oper Frankfurt /Der Sandmann © Monika Rittershaus

Oper Frankfurt /Der Sandmann © Monika Rittershaus

Der 1971 in Basel geborene Komponist Andrea Lorenzo Scartazzini studierte u.a. bei Rudolf Kelterborn (Basel) und Wolfgang Rihm (Karlsruhe). Seine erste Oper Wut wurde 2006 in Erfurt uraufgeführt, 2012 folgte mit Der Sandmann sein zweites Bühnenwerk am Theater Basel. Die Kritik attestierte Scartazzinis Arbeit eine „starke sinnliche Qualität“, die „modern, aber keineswegs abstrakt“ wirke. Das Libretto schrieb der deutsche Schriftsteller und Dramaturg Thomas Jonigk nach Motiven der gleichnamigen Erzählung von E.T.A. Hoffmann (1815). Die Uraufführungs-produktion in der Regie von Christof Loy wurde in einer der Rezensionen als „atmosphärisch dichte Inszenierung mit leisem Witz“ gewürdigt und wird nun zur Eröffnung der Spielzeit 2016/17 an die Oper Frankfurt übernommen. Scartazzinis dritte Oper mit dem Titel Edward II wird am 19. Februar 2017 an der Deutschen Oper Berlin – erneut im Team mit Jonigk und Loy – uraufgeführt.

Zum Inhalt: Der Schriftsteller Nathanael kommt mit der Arbeit an seinem autobiographischen Roman Der Sandmann nicht voran. Zudem befindet er sich durch traumatische Erlebnisse in seiner Kindheit in einer psychisch angespannten Situation, in der er zunehmend Realität, Traum und Vorstellung nicht mehr zu unterscheiden vermag. Erscheinungen von seinem verstorbenen Vater und dem zwielichtigen Coppelius verstärken seine Lebenskrise, aus der ihm auch seine bodenständige Freundin Clara nicht heraushelfen kann. Schließlich wendet er sich der verführerischen Clarissa zu. Am Ende der Handlung steht Nathanaels Tod. Sein Roman scheint über wenige Entwürfe nicht hinausgekommen zu sein…

Die musikalische Leitung liegt bei Hartmut Keil, der bis Anfang 2016 als Kapellmeister und Studienleiter zum Ensemble der Oper Frankfurt gehörte. Der renommierte Regisseur Christof Loy fügte jüngst mit Bergs Wozzeck seinen zahlreichen Frankfurter Arbeiten einen weiteren großen Erfolg hinzu. Die Titelpartie übernimmt aus dem Ensemble erstmals der österreichische Bariton Daniel Schmutzhard, der kürzlich als Alfred in HK Grubers Geschichten aus dem Wiener Wald am Theater an der Wien reüssierte. Bis auf den neu zum Frankfurter Ensemble zählenden polnischen Bass Daniel Miroslaw (Lothar) sind die drei weiteren Rollen wie in der Basler Uraufführung besetzt: Die schwedische Sopranistin Agneta Eichenholz (in Frankfurt bisher als Fiordiligi in Così fan tutte zu erleben) gehört zu den bevorzugten Sängerinnen von Christof Loy und verkörpert auch hier die Doppelrolle Clara / Clarissa. Thomas Piffka (Vater) und Hans-Jürgen Schöpflin (Coppelius) sind ebenfalls in Frankfurt mit von der Partie.


Sonntag, 4. September 2016, um 19.00 Uhr im Opernhaus
Erste Wiederaufnahme
CARMEN

Oper Frankfurt / Carmen © Monika Rittershaus

Oper Frankfurt / Carmen © Monika Rittershaus

Opéra comique in drei Akten von Georges Bizet
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Musikalische Leitung: Mark Shanahan / Sebastian Zierer / Björn Huestege; Regie: Barrie Kosky

Mitwirkende: Maria Pantiukhova / Paula Murrihy / Gaëlle Arquez (Carmen), Luc Robert / AJ Glueckert (Don José), Guanqun Yu / Karen Vuong (Micaëla), Kihwan Sim / Andreas Bauer (Escamillo), Iurii Samoilov / Sebastian Geyer (Moralès / Dancaïro), Theo Lebow / Michael Porter (Remendado), Elizabeth Reiter / Louise Alder (Frasquita), Judita Nagyová (Mercédès), Thomas Faulkner (Zuniga) u.a.

Weitere Vorstellungen: 10., 11. (15.30 Uhr; mit kostenloser Betreuung von Kindern zwischen 3 und 9 Jahren), 14., 17., 22., 25. September, 1. Oktober 2016, 23., 25. Februar, 5., 10., 17. März 2017

Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.00 Uhr
Mit freundlicher Unterstützung der DZ BANK AG und des Frankfurter Patronatsvereins – Sektion Oper
Preise: € 15 bis 105 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

Carmen von Georges Bizet (1838-1875) in der Sicht von Barrie Kosky, seit 2012/13 Intendant und Chefregisseur der Komischen Oper Berlin, gehörte zu den Höhepunkten der Spielzeit 2015/16. Dargeboten in einer von Kosky, dem Dirigenten Constantinos Carydis und Michael Rot, dem Herausgeber der kritischen Ausgabe, eigens für die Oper Frankfurt erstellten Fassung, die Elemente der „großen Oper“ mit denen des Varieté und der Revue im Geiste Offenbachs kombiniert und zudem angereichert mit atemberaubenden Tanzszenen, riss die Inszenierung das Publikum förmlich von den Sitzen. Viele, die das populäre Werk gut zu kennen glaubten, sahen es plötzlich in völlig neuem Licht. Auch die Pressevertreter waren begeistert, was sich nach der Premiere am 5. Juni 2016 in Kritiken mit Schlagworten wie „kultverdächtig“, „brillant und böse“, „Weltklasseproduktion“ und „Höhepunkt der Saison“ entlud.

Zum Inhalt: Der pflichtbewusste Sergeant Don José verliebt sich in die verführerische Carmen, Arbeiterin in einer Zigarettenfabrik. Ihr zuliebe desertiert er von der Armee und schließt sich – entgegen den Bitten seiner Jugendliebe Micaëla, mit ihr in sein Dorf zurückzukehren – einer Schmugglerbande an. Angewidert von seiner schon bald aufflammenden Eifersucht wendet sich Carmen dem Torero Escamillo zu und gibt dem verzweifelten José den Laufpass. Zutiefst gekränkt sucht dieser eine letzte Aussprache, doch von Carmens Beharren auf ihre Freiheit provoziert ersticht er die Geliebte.

Für die erste Wiederaufnahme dieser Erfolgsproduktion kehrt der irische Dirigent Mark Shanahan zurück ans Pult des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters, wo er zuletzt Verdis Nabucco (2009/10), Cileas Adriana Lecouvreur (2012/13) und Puccinis Tosca (2013/14) musikalisch leitete. Mit ihm wechseln sich im Laufe der Aufführungsserie Kapellmeister Sebastian Zierer und Solorepetitor Björn Huestege ab. Zu den Neubesetzungen der Hauptpartien gehören Maria Pantiukhova (Carmen) und Guanqun Yu (Micaëla).

Während die russische Mezzosopranistin als ehemaliges Opernstudio-Mitglied zur Saison 2016/17 ins Ensemble übernommen wird, gastierte die chinesische Sopranistin erstmals 2014/15 an der Oper Frankfurt als Amelia Grimaldi in Verdis Simon Boccanegra. In der Premierenserie der Produktion sang Ensemblemitglied Kihwan Sim noch die Partie des Zuniga, die jetzt von dem aus dem Opernstudio ins Ensemble wechselnden Briten Thomas Faulkner verkörpert wird; der koreanische Bass hingegen übernimmt nun die Partie des Stierkämpfers Escamillo. Neu in der Inszenierung sind aus dem Ensemble zudem Iurii Samoilov (Moralès / Dancaïro), „Neuzugang“ Theo Lebow (Remendado) und Judita Nagyová (Mercédès). Im Laufe der Wiederaufnahme-Serie kommen zahlreiche Alternativbesetzungen zum Zuge:

Die französische Mezzosopranistin Gaëlle Arquez (Carmen) hat im Bockenheimer Depot bereits in den Händel-Partien Medea (Teseo 2012/13) und Zenobia (Radamisto 2015/16) auf sich aufmerksam gemacht. Nun führt sie die Partie der Carmen erstmals auf die Bühne des Opernhauses. Neu im Ensemble ist ab der Saison 2016/17 der amerikanische Tenor AJ Glueckert (Don José), der als Gast 2014/15 an der Oper Frankfurt sein Europa-Debüt mit dem Prinzen in Dvo?áks Rusalka gab. Zu weiteren Alternativbesetzungen dieser Carmen-Serie aus dem Ensemble gehört Louise Alder (Frasquita). Alle weiteren besetzten Sängerinnen und Sänger sind mit der Produktion bereits aus der Premierenserie vertraut, darunter auch der kanadische Tenor Luc Robert (Don José), den die Partie bereits zu den Opernfestspielen im finnischen Savonlinna sowie an die Estnische Nationaloper in Tallinn führte.


Freitag, 23. September 2016, um 19.30 Uhr im Opernhaus
Zweite und letzte Wiederaufnahme
FALSTAFF
Commedia lirica in drei Akten von Giuseppe Verdi
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Musikalische Leitung: Julia Jones / Gaetano Soliman; Regie: Keith Warner

Mitwirkende: Željko Lu?i? (Sir John Falstaff), James Rutherford (Ford), Martin Mitterrutzner (Fenton), Elizabeth Reiter / Kateryna Kasper (Nannetta), Jessica Strong (Mrs. Alice Ford), Paula Murrihy / Claudia Mahnke (Mrs. Meg Page), Anna Larsson (Mrs. Quickly), Hans-Jürgen Schöpflin (Dr. Cajus), Ralf Simon (Bardolfo), Barnaby Rea (Pistola)

Weitere Vorstellungen: 29. September, 2., 7., 9. (15.30 Uhr; mit kostenloser Betreuung von Kindern zwischen 3 und 9 Jahren), 15. Oktober 2016
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr
Preise: € 15 bis 105 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

Oper Frankfurt / Falstaff © Monika Rittershaus

Oper Frankfurt / Falstaff © Monika Rittershaus

Die aktuelle Inszenierung von Falstaff, dem letzten Werk von Giuseppe Verdi (1813-1901), stammt aus der Spielzeit 2013/14 und wird nun zum zweiten und letzten Mal wiederaufgenommen. Inszeniert hatte Verdis altersweise Komödie der in Frankfurt wohlbekannte britische Regisseur Keith Warner als Referenz an den weltberühmten Schriftsteller, der sich die literarische Vorlage des Spätwerks ausgedacht hat: William Shakespeare. Beeindruckend der Aufmarsch einer Fülle seiner Dramenfiguren im letzten Akt der Oper, der im mitternächtlichen Park von Windsor spielt. Hier begegnet der heruntergekommene Edelmann Sir John Falstaff denjenigen, die er an der Nase herumführen wollte, verkleidet als einige der wichtigsten Vertreter der literarischen Welt Englands.

Alle haben sich versammelt, um dem dicken Ritter eins auszuwischen, von Cleopatra über die blutigen Könige bis hin zum Hofnarren Puck. Gefallen hat das sowohl dem Publikum als auch der Presse: „Warners Regie fußt ganz auf dem, was die Musik an ironischen Momenten vorgibt, ist bis ins kleinste Detail durchdacht und natürlich very british. Sie führt die Personen immer wieder zu ausdrucksstarken Bildern zusammen, ohne dass die turbulente Handlung in derben Klamauk abrutscht – eine Gratwanderung, die Keith Warner brillant gelingt.“

Windsor Anfang des 15. Jahrhunderts: Der beleibte Ritter Sir John Falstaff ist von seiner Wirkung auf die Damenwelt überzeugt. Da er zudem gerade wieder einmal in Geldnöten ist, schreibt er identische Briefe an zwei gutsituierte Damen in der Hoffnung, sich mittels eines amourösen Abenteuers zu sanieren. Doch sein doppeltes Spiel wird durchschaut, so dass Alice und Meg mit Hilfe der resoluten Nachbarin Mrs. Quickly den Spieß umdrehen und schadenfroh Rache nehmen. Nachdem Falstaff, vor seinen Verfolgern in einem Korb verborgen, zusammen mit der schmutzigen Wäsche in der Themse landet, wird er zum Schluss sogar noch von jenen verprügelt, die er hinters Licht führen wollte. Aber Sir John nimmt es gelassen: „Jeder hält jeden zum Narren, und am Ende sind alle Gefoppte.“

Die musikalische Leitung liegt bei der – passenderweise – britischen Dirigentin Julia Jones, die nach Chefpositionen in Basel und Lissabon ab Sommer 2016 den Posten der Generalmusikdirektorin des Sinfonieorchesters Wuppertal bekleiden wird. Neben ihrer internationalen Gastiertätigkeit dirigierte sie an der Oper Frankfurt vor allem die Werke Mozarts, darunter Die Entführung aus dem Serail (2003/04), La clemenza di Tito (2010/11) und Idomeneo (2012/13).

In der Titelpartie kehrt mit Željko Lu?i? die Premierenbesetzung und ein echter Publikumsliebling zurück an den Main. Bis 2008 gehörte er zum Ensemble der Oper Frankfurt, um danach seinen internationalen Verpflichtungen an den renommiertesten Bühnen weltweit nachzugehen. Aktuell singt er den Grafen Luna in Verdis Il Trovatore am Royal Opera House Covent Garden in London. Zu den Umbesetzungen dieser zweiten Wiederaufnahme gehört die schwedische Altistin Anna Larsson, die mit der Partie der Mrs. Quickly ihr Debüt an der Oper Frankfurt vorlegt.

Aktuelle Aufgaben der Sängerin sind Klytämnestra in Strauss? Elektra sowie Waltraute und Erda in Wagners Der Ring des Nibelungen an der Wiener Staatsoper. Die zuletzt genannte Partie führte sie auch an die Berliner Staatsoper Unter den Linden, wo sie zudem bald als Kundry in Wagners Parsifal zu erleben sein wird. La zia principessa in Puccinis Suor Angelica sang sie am Londoner Covent Garden. Zu Umbesetzungen aus dem Ensemble gehören James Rutherford (Ford), der in Frankfurt kürzlich als Wotan im Frankfurter Ring zu erleben war, sowie Elizabeth Reiter im Wechsel mit Kateryna Kasper (Nannetta), Paula Murrihy (Mrs. Meg Page) und „Neuzugang“ Barnaby Rea (Pistola). Gäste, die erstmals in die Inszenierung einsteigen, sind das ehemalige Frankfurter Opernstudio-Mitglied Jessica Strong (Mrs. Alice Ford) sowie Hans-Jürgen Schöpflin (Dr. Cajus) und Ralf Simon (Bardolfo). Alle übrigen besetzten Sängerinnen und Sänger sind mit der Produktion bereits vertraut.

Pressemeldung Oper Frankfurt

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Frankfurt, Oper Frankfurt, Highlights im Oktober 2016

August 9, 2016  
Veröffentlicht unter Oper Frankfurt, Pressemeldung, Spielpläne

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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

HIGHLIGHTS  IM  SPIELPLAN  DER  OPER  FRANKFURT  IM  OKTOBER  2016

Sonntag, 9. Oktober 2016, um 19.30 Uhr im Bockenheimer Depot
Premiere / Frankfurter Erstaufführung
PAUL  BUNYAN

Operette in zwei Akten und einem Prolog op. 17 von Benjamin Britten
In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Musikalische Leitung: Nikolai Petersen; Regie: Brigitte Fassbaender

Mitwirkende: Biber Herrmann (Erzähler), Nathaniel Webster (Paul Bunyans Stimme),
Michael McCown (Johnny Inkslinger), Elizabeth Sutphen (Tiny), Michael Porter (Hot Biscuit Slim), Ingyu Hwang (Sam Sharkey), Jeremy Bowes (Ben Benny), Sebastian Geyer (Hel Helson), Sydney Manascola (Fido), Julia Dawson (Moppet), Cecelia Hall (Poppet) u.a. Mitglieder der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim sowie Gäste

Weitere Vorstellungen: 11., 12., 14., 16., 19., 21., 22. Oktober 2016
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr
Preise: € 20 bis 80 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

Oper Frankfurt / Fassbaender Brigitte © Rupert Larl

Oper Frankfurt / Fassbaender Brigitte © Rupert Larl

Kurz vor Beginn des Zweiten Weltkrieges verließen der Komponist Benjamin Britten (1913-1976) und sein Lebensgefährte Peter Pears ihre englische Heimat in Richtung Amerika. Dort trafen sie auf einen ihnen bereits aus der Heimat bekannten Landsmann, den Dichter W.H. Auden, späterer Librettist von Brittens erstem Werk für die Opernbühne. Die Uraufführung am 5. Mai 1941 an der New Yorker Columbia University war relativ erfolglos; erst als Britten kurz vor seinem Tod 1976 die Partitur des längst vergessenen Werkes wieder in die Hände fiel, animierte ihn der Erfolg einiger beim Aldeburgh Festival gegebenen Passagen zu einer Überarbeitung. Schnell wurde klar, dass in diesem Frühwerk mit seiner unbeschwerten, an Copland, Gershwin und Weill erinnernden Partitur und eines sich im Countrystil auf der Gitarre selbst begleitenden und das Geschehen in Zwischenspielen kommentierenden Erzählers bereits musikalische Stilmittel des Komponisten angelegt waren, die den Erfolg seiner späteren  Werke ausmachen sollten.

Die Handlung dieser „Choroperette“ geht auf die amerikanische Legende um den riesenhaften Holzfäller Paul Bunyan zurück, der zusammen mit seinem blauen Ochsen Babe durch die Lande zog und durch seine Fußspuren die Seen Minnesotas sowie mit der Axt, welche er hinter sich herzog, quasi im Vorübergehen den Grand Canyon schuf. Die sich um Paul Bunyan in einem Holzfällercamp scharenden Personen der Opernhandlung folgen der „uramerikanischen“ Einstellung, dass jedes einzelne Mitglied der Gemeinschaft – selbst wenn es diese später wieder verlässt – ihr etwas zurückgibt, frei nach der Librettozeile „Amerika ist, was ihr tut. Amerika ist ich und du.“

Die musikalische Leitung dieser Frankfurter Erstaufführung im Bockenheimer Depot hat Nikolai Petersen, ab 2016/17 Kapellmeister der Oper Frankfurt. Für die Inszenierung kehrt nach dem großen Erfolg ihrer Sicht auf Strauss? Ariadne auf Naxos 2013/14 im Opernhaus Brigitte Fassbaender zurück an die Oper Frankfurt. Die Besetzung besteht aus neuen und bereits bekannten Mitgliedern des Ensembles und des Opernstudios der Oper Frankfurt, angeführt von Michael McCown (Johnny Inkslinger). Zurück an sein altes Stammhaus, dem er bis 2008 angehörte, kehrt der amerikanische Bariton Nathaniel Webster und leiht damit seine Stimme dem Titelhelden, ohne selbst auf der Bühne zu erscheinen. Der aus dem Rheingau stammende Folk- und Bluesgitarrist Biber Herrmann übernimmt die Rolle des Erzählers, der amerikanische Bass Jeremy Bowes gibt mit der Partie des Ben Benny sein Debüt an der Oper Frankfurt.


Sonntag, 16. Oktober 2016, um 18.00 Uhr im Opernhaus
Premiere
MARTHA  ODER  DER  MARKT  ZU  RICHMOND

Oper Frankfurt / Sebastian Weigle © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / Sebastian Weigle © Barbara Aumüller

Romantische Oper in vier Akten von Friedrich von Flotow Mit Übertiteln
Musikalische Leitung: Sebastian Weigle; Regie: Katharina Thoma

Mitwirkende: Maria Bengtsson (Lady Harriet Durham), Katharina Magiera (Nancy),
Barnaby Rea (Lord Tristan Mickleford), AJ Glueckert (Lyonel), Björn Bürger (Plumkett),
Carlos Krause (Der Richter von Richmond)  u.a.

Weitere Vorstellungen: 22., 26., 30. (15.30 Uhr; mit kostenloser Betreuung von Kindern zwischen 3 und 9 Jahren) Oktober, 5., 12., 18. (20.00 Uhr), 25. November 2016
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr
Preise: € 15 bis 165 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

Ohne seinen Welterfolg Martha würde sich heute wohl kaum jemand mehr an den mecklenburgischen Komponisten Friedrich von Flotow (1812-1883) erinnern. Ausgebildet am Pariser Konservatorium war er mit dem Stil der damals vorherrschenden Opéra-comique bestens vertraut, was man seinem Werk auch anmerkt. Dennoch sieht man Martha heutzutage eher als deutsche Spieloper. Die Uraufführung am Wiener Kärtnertortheater am 25. November 1847 war kein übermäßiger Erfolg, was jedoch bereits durch die zweite Einstudierung durch Franz Liszt 1848 in Weimar revidiert wurde. So kam es, dass die Oper ihren internationalen Siegeszug antreten konnte. Eingängige Melodien wie Marthas Lied von der „Letzten Rose“ taten das Ihrige hinzu, und vor allem Lyonels Klage „Ach so fromm, ach so traut“ zog – immerhin befördert von Enrico Caruso – in das internationale Tenorrepertoire ein. Die letzte Frankfurter Inszenierung von Flotows Oper stammt aus dem Jahre 1949.

England 1710: Lady Harriet Durham fühlt sich von ihrem High Society-Leben nicht ausgefüllt. Ihre Vertraute Nancy rät, sie müsse sich verlieben. Die beiden verkleiden sich und mischen sich unter die Mägde, die beim Markt zu Richmond Arbeit und vielleicht auch einen Mann suchen. Die Pächter Plumkett und Lyonel sind angetan. Zu Hause angelangt, wird schnell klar, dass die Herren ernsthaftere Absichten hegen. Da flüchten die beiden „Mägde“, die sich als „Martha“ und „Julia“ vorgestellt haben. Erst nach einigen Verwicklungen finden sich die Paare. Die Suche nach dem „Richtigen“ ist im Internetzeitalter nicht einfacher geworden, und so kann uns diese Verkleidungskomödie als Geschichte mit emotionalem Tiefgang auch heute noch angehen.

Die musikalische Leitung liegt bei Generalmusikdirektor Sebastian Weigle, der sich dafür stark gemacht hat, das Werk wieder einmal auf den Spielplan zu setzen. Katharina Thoma, ehemals als Regieassistentin in Frankfurt tätig, kehrt nach ihrem Erfolg mit Barbers Vanessa 2012/13 im Haus am Willy-Brandt-Platz sowie Inszenierungen am Theater Dortmund, beim Glyndebourne Festival und am Royal Opera House Covent Garden in London (Un ballo in maschera 2014/15) zurück an den Main. Maria Bengtsson (Martha), in Frankfurt umjubelt als Feldmarschallin, Daphne und Donna Elvira, gehört zu den renommiertesten und international erfolgreichsten Sopranistinnen unserer Zeit. Alle weiteren Partien sind aus dem Ensemble der Oper Frankfurt besetzt, darunter die „Neuzugänge“ Tenor AJ Glueckert (Lyonel) aus den USA und Bass Barnaby Rea (Lord Tristan) aus England sowie Katharina Magiera (Nancy) und Björn Bürger (Plumkett). Ein Wiedersehen gibt es auch mit „Ensemble-Urgestein“ Carlos Krause als Richter.


Freitag, 21. Oktober 2016, um 17.00 Uhr im Opernhaus
Zweite Wiederaufnahme
LOHENGRIN

Oper Frankfurt / Lohengrin © Wolfgang Runkel

Oper Frankfurt / Lohengrin © Wolfgang Runkel

Romantische Oper in drei Aufzügen von Richard Wagner Mit Übertiteln
Musikalische Leitung: Stefan Blunier; Inszenierung: Jens-Daniel Herzog

Mitwirkende: Andreas Bauer (Heinrich der Vogler), Vincent Wolfsteiner (Lohengrin),
Annette Dasch (Elsa von Brabant), Robert Hayward (Friedrich von Telramund),
Sabine Hogrefe (Ortrud, seine Gemahlin), James Rutherford (Der Heerrufer) u.a.

Weitere Vorstellungen: 28. Oktober, 3., 6. (15.30 Uhr; mit kostenloser Betreuung von Kindern zwischen 3 und 9 Jahren), 11. November 2016
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 17.00 Uhr
Preise: € 15 bis 105 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

Die Inszenierung des Lohengrin aus der Saison 2008/09 stammt von Jens-Daniel Herzog, der seit 2011 als Intendant der Oper Dortmund wirkt und ab 2018 als Staatsintendant an das Nürnberger Staatstheater wechseln wird. In seiner Sicht geht es in Wagners Werk um Sehnsuchtsprojektionen und -räume, in denen sich insbesondere die weibliche Hauptpartie der Oper, Elsa von Brabant, bewegt. Herzog hat dies mit der Welt des Kinos übersetzt, und er fand damit eine für Publikum und Presse stimmige Deutung der romantischen Oper. Hier einige Auszüge aus den Presseveröffentlichungen: „So gelingt Jens-Daniel Herzog in Frankfurt ein beeindruckendes Opern-Debüt, das in vielerlei Hinsicht mit den Sehnsüchten der Menschen spielt – und das ganz ohne Schwan.“ – „Virtuos balanciert Herzog in seiner bisher vielleicht besten Opernarbeit zwischen Ernst und Scherz und unterläuft plausibel auch die parareligiös-patriotischen Züge, die zu den weniger bekömmlichen Ingredienzien des Werkes gehören.“ – „Mächtiger Applaus für eine klug erdachte und hochspannende Inszenierung und eine packende musikalische Umsetzung in einem großen Opernabend, der Bayreuth zur Ehre gereichen würde.“

Zum Inhalt: Eine heimtückische Intrige des machtgierigen Grafen von Telramund und seiner Gattin Ortrud gegen Elsa von Brabant – die Schwester des verschollenen, angeblich ermordeten Herzogs Gottfried – und ihre Rettung durch den ihr unbekannten Ritter Lohengrin sind die zentralen Handlungsstränge von Wagners Oper. Nach diversen Provokationen der Intriganten kulminiert das Geschehen im Brautgemach nach der Hochzeit von Elsa und Lohengrin: Elsa bricht das Tabu, ihn niemals nach seinem Namen zu fragen, und wird am folgenden Tag von Lohengrin verlassen. Die Verschwörer scheinen gesiegt zu haben, doch da kehrt Gottfried auf wundersame Weise zurück.

Die musikalische Leitung dieser zweiten Wiederaufnahme liegt bei Stefan Blunier, der bis zum Ende der Spielzeit 2015/16 als Generalmusikdirektor der Beethovenstadt Bonn wirkte. Neben seiner internationalen Gastiertätigkeit erfolgte sein Debüt an der Oper Frankfurt mit Strauss? Daphne in der Spielzeit 2013/14. Zu den Plänen des Schweizers gehören u.a. Bergs Wozzeck am Grand Théâtre de Genève. Die Titelpartie im Frankfurter Lohengrin übernimmt erstmals in dieser Inszenierung Ensemblemitglied Vincent Wolfsteiner, der an seinem Stammhaus kürzlich u.a. als Siegfried in Wagners Der Ring des Nibelungen und als Tambourmajor im Wozzeck zu erleben war. An seiner Seite singt die Partie der Elsa „Wahl-Frankfurterin“ Annette Dasch – eine Partie, die die Sopranistin bald auch an die Deutsche Oper Berlin und das Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel führen wird. Zu Hause auf den großen Opernbühnen der Welt, verkörperte sie kürzlich Cordelia in Aribert Reimanns Lear an der Opéra national de Paris. Robert Hayward (Telramund) war 2015/16 als Wotan in Wagners Die Walküre in Leeds und London zu erleben und ist mit dem Frankfurter Lohengrin bereits seit der Premiere vertraut. Telramund singt er kurz vor seinen Auftritten in Frankfurt auch an den Opernhäusern von Angers und Nantes. Sabine Hogrefe (Ortrud) steigt neu in die Inszenierung ein und wird die Partie im Anschluss auch am Brüsseler Opernhaus La Monnaie verkörpern. Ihr Hausdebüt an der Oper Frankfurt gab sie 2013/14 als Färberin in Strauss? Die Frau ohne Schatten. Die Sopranistin ist seit vielen Jahren den Bayreuther Festspielen verbunden, wo sie 2010 z.B. die Brünnhilde im Siegfried sang. Aus dem Ensemble sind Andreas Bauer (Heinrich der Vogler) und James Rutherford (Der Heerrufer) erstmals in dieser Inszenierung vertreten. Während der deutsche Bass in Frankfurt jüngst als Escamillo in Bizets Carmen und Daland in Wagners Der fliegende Holländer sowie an der Opéra national de Paris als Nachtwächter in Wagners Die Meistersinger von Nürnberg erfolgreich war, gab der britische Bassbariton in der dritten Wiederaufnahme des aktuellen Frankfurter Ring die Partien des Wotan und des Wanderers. Zuvor sang er hier die Titelpartie in Wagners Der fliegende Holländer, welche ihn bald auch an die Staatsoper Stuttgart führen wird. Wolfram in Wagners Tannhäuser steht für Anfang 2017 an der Deutschen Oper Berlin in seinem Terminkalender.


Samstag, 29. Oktober 2016, um 19.30 Uhr im Opernhaus
Erste Wiederaufnahme
STIFFELIO

Oper in drei Akten von Giuseppe Verdi
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Musikalische Leitung: Giuliano Carella; Regie: Benedict Andrews
Mitwirkende: Cooper Nolan (Stiffelio), Jessica Strong (Lina), Dimitri Platanias (Stankar),
AJ Glueckert (Raffaele), Alfred Reiter (Jorg), Ingyu Hwang (Federico di Frengel), Julia Dawson (Dorotea)

Weitere Vorstellungen: 4., 13., 19. November 2016
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr
Preise: € 15 bis 105 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

Oper Frankfurt / Stiffelio © Monika Rittershaus

Oper Frankfurt / Stiffelio © Monika Rittershaus

Mit Stiffelio von Giuseppe Verdi (1813-1901) präsentierte die Oper Frankfurt in der Saison 2015/16 eine unbekannte Oper des italienischen Komponisten, die jedoch die spätere Meisterschaft bereits erahnen lässt. Der australische Regisseur Benedict Andrews gab mit dieser Inszenierung sein erfolgreiches Debüt an der Oper Frankfurt, indem er die Handlung in das Umfeld einer Sekte fundamentaler Christen verlegte, mit Stiffelio als deren charismatischen Führer. Publikum und Presse zeigten sich nach der Premiere am 31. Januar 2016 begeistert. In einer der Kritiken konnte man lesen: „Die Inszenierung von Benedict Andrews beweist: Das vergessene Werk ist packendes Musiktheater mit zum Teil fiebrig aufgeladener Verdi-Musik.“ Ein weiterer Rezensent schrieb: „Benedict Andrews’ konsequente Regie und Johannes Schütz’ karge Bühne garantieren 150 Minuten atemlose Spannung. Das Publikum reagierte bei der Premiere am Sonntag einhellig begeistert.“ Ein weiterer Berichterstatter fasste seine Eindrücke folgendermaßen zusammen: „Starke Bilder sind das, getragen von einer souveränen Personenführung.“ Nun darf man gespannt sein, ob sich diese Eindrücke bei der ersten Wiederaufnahme der Produktion erneut einstellen.

Die Handlung: Der protestantische Geistliche Stiffelio muss feststellen, dass seine Frau Lina ihm untreu geworden ist. Deren Vater Stankar unternimmt zunächst alles, um die Ehe seiner Tochter und damit auch die Familienehre zu retten. Als er Lina bei einem nächtlichen Treffen mit ihrem Verführer Raffaele überrascht, fordert er diesen zum Duell. Plötzlich erscheint Stiffelio, um die beiden Streithähne zu versöhnen. Außer sich vor Zorn verrät Stankar den Ehebrecher. Daraufhin greift Stiffelio beinahe selbst zu den Waffen, besinnt sich jedoch auf sein Priestertum und schlägt seiner Frau die Scheidung vor. Nicht dem Ehemann, sondern dem Priester Stiffelio gegenüber beichtet Lina, dass sie ihn noch immer liebe und lediglich in einem Augenblick der Schwäche gefehlt habe. Unterdessen hat Stankar Raffaele ermordet. Ein Bibelwort, auf das Stiffelio zufällig beim Gottesdienst stößt, beendet die Oper: Wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein.

Die erste Wiederaufnahme der Produktion wird musikalisch geleitet von dem italienischen Dirigenten Giuliano Carella, der in Frankfurt bereits 2009/10 mit Donizettis Anna Bolena (konzertant) und Verdis La Traviata zu erleben war. 2013/14 kehrte er für Verdis Die sizilianische Vesper zurück. Jüngste Engagements führten ihn u.a. an die Königliche Oper Kopenhagen (Puccinis Il trittico) sowie die Staatsopern von Stuttgart (Verdis Rigoletto und Bellinis I puritani) und Dresden (Bizets Carmen). Besonders verbunden ist er der Opéra de Toulon, wo er zuletzt Puccinis Tosca dirigierte. Der amerikanische Tenor Cooper Nolan (Stiffelio) wurde an der Manhatten School of Music ausgebildet und war u.a. Resident Artist an der Minnesota Opera. 2015/16 gab er als Don José in Bizets Carmen sein Europadebüt am Theater Kiel. Bis 2015/16 war die kanadische Sopranistin Jessica Strong (Lina) Mitglied des Opernstudios der Oper Frankfurt. Hier war sie u.a 2014/15 als Amelia Grimaldi in Verdis Simon Boccanegra zu erleben. Danach debütierte sie als Rosa in Fioravantis Le cantatrici villane im Bockenheimer Depot und sang Suor Dolcina (Puccinis Il trittico) sowie erstmals Woglinde in Wagners Der Ring des Nibelungen. Zu ihren Frankfurter Plänen gehört zudem Donna Anna in Mozarts Don Giovanni. Dimitri Platanias (Stankar) war in Frankfurt 2013/14 als Scarpia in Pucinis Tosca und 2014/15 als Jago in Verdis Otello besetzt. Seine internationale Karriere führte den griechischen Bariton u.a. an das Royal Opera House Covent Garden in London (Alfio in Mascagnis Cavalleria rusticana und Tonio in Leoncavallos I Pagliacci sowie die Titelpartie in Verdis Nabucco), zudem sind Auftritte an den Staatsopern von München und Hamburg geplant (Verdis Macbeth und Nabucco). Die weiteren Partien sind aus dem Ensemble der Oper Frankfurt besetzt, darunter erstmals mit dem amerikanischen Tenor und „Neuzugang“ AJ Glueckert (Raffaele), der kurz zuvor auch den Lyonel in Flotows Martha oder der Markt zu Richmond singen wird, sowie dem premierenbewährten deutschen Bass Alfred Reiter (Jorg), der zuletzt als Doktor in Bergs Wozzeck erfolgreich war. In weiteren Partien sind Mitglieder des Opernstudios der Oper Frankfurt zu erleben: der koreanische Tenor Ingyu Hwang (Federico di Frengel) und die kanadische Mezzosopranistin Julia Dawson (Dorotea).


Dienstag, 11. Oktober 2016, um 20.00 Uhr im Opernhaus
Liederabend
ANDREAS  SCHAGER, Tenor
MATTHIAS  FLETZBERGER, Klavier

Oper Frankfurt / Andreas Schager © David Jerusalem

Oper Frankfurt / Andreas Schager © David Jerusalem

Lieder von Robert Schumann, Richard Wagner, Ludwig van Beethoven, Franz Liszt und Richard Strauss
Mit freundlicher Unterstützung der Mercedes-Benz Niederlassung Frankfurt / Offenbach
Preise: € 15 bis 95 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

„Ihm gehört die Zukunft als Heldentenor!“, hieß es in einem der enthusiastischen Presseartikel, die Andreas Schagers ersten Auftritt an der Oper Frankfurt mit seinem Rollendebüt als Strauss’ Menelas (Die ägyptische Helena) in der Spielzeit 2014/15 Revue passieren ließen. Die tiefe Verbindung von klanglichem Volumen und feinem Timbre, mit der dieser kompromisslose Ausnahmesänger Stürme der Begeisterung auslöst, stellte er bei der Frankfurter Operngala 2015 erneut unter Beweis. Doch wozu in zeitliche Fernen schweifen? Bereits die Gegenwart des gebürtigen Österreichers, der für seinen Tamino (Die Zauberflöte) in Toronto vom Kanadischen Rundfunk als „Künstler des Monats“ ausgezeichnet wurde, kann sich sehen lassen – mit Engagements in großen Mozart-, Wagner- und Strauss-Partien seines Fachs, u.a. an den Opernhäusern von Köln, Leipzig, Hamburg, Berlin, Rom, Mailand, Madrid, Antwerpen/Gent, Toronto oder St. Petersburg, bei den BBC Proms in London und ab 2016 als Parsifal bei den Bayreuther Festspielen. Nach jüngeren Konzertauftritten wie in Mahlers Das Lied von der Erde mit dem NDR Sinfonieorchester in Hamburg, in Beethovens 9. Sinfonie mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und mit Schönbergs Gurre-Liedern in Warschau und Paris wird nun der erste Frankfurter Liederabend von Andreas Schager erwartet.

Pressemeldung Oper Frankfurt

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Frankfurt, Oper Frankfurt, JETZT! Oper für Dich- Konzert des Kinderchors, 03.07.2016

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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

JETZT! Oper für Dich

Konzert des Kinderchors der Oper Frankfurt

Oper Frankfurt / Kinderchor © Wolfgang Runkel

Oper Frankfurt / Kinderchor © Wolfgang Runkel

Sonntag 3. Juli 2016, um 11.00 Uhr ins Opernhaus

Auf dem zum Mitsingen einladenden Programm stehen von den jüngeren Chormitgliedern des sogenannten Vorchors präsentierte Ringelnatz-Lieder, gefolgt von musikalischen Highlights der Spielzeit 2015/16, die von den schon etwas älteren und erfahreneren Kinderchorsängerinnen und –sängern dargebracht werden.

Oper Frankfurt / Die Zauberflöte © Wolfgang Runkel

Oper Frankfurt / Die Zauberflöte © Wolfgang Runkel

Darunter finden sich Melodien aus den Produktionen Carmen, Das schlaue Füchslein und La Bohème sowie Solonummern aus Messiah und Die Zauberflöte. Die Leitung des Kinderchors obliegt seit der Spielzeit 2013/14 Markus Ehmann, den Vorchor betreut Bettina Weber. Für die Stimmbildung ist Karina Kardaschewa zuständig. Die Moderation der Veranstaltung übernehmen Deborah Einspieler und Anna Ryberg.

Der Kinderchor der Oper Frankfurt, der aus rund 80 Mädchen und Jungen zwischen sieben und achtzehn Jahren besteht, wirkt in der Saison 2015/16 an den Neuproduktionen von Das schlaue Füchslein und Carmen sowie in den Wiederaufnahmen von Hänsel und Gretel, Die tote Stadt und Il trittico mit. Zu den jüngeren Aufführungen, an denen der Kinderchor beteiligt war, zählen La Bohème, Otello, Murder in the Cathedral, Tosca und Chowanschtschina. Seit der Spielzeit 2009/10 treten Mitglieder des Kinderchores auch in Solopartien auf, z.B. als Drei Knaben in Die Zauberflöte, in Romeo und Julia auf dem Dorfe oder Königskinder (CD bei OehmsClassic).  PM Oper Frankfurt

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Frankfurt, Oper Frankfurt, Premiere Carmen von Georges Bizet, 05.06.2016

Mai 31, 2016  
Veröffentlicht unter Oper Frankfurt, Premieren, Pressemeldung

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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

 CARMEN  von Georges Bizet,

Text von Henri Meilhac und Ludovic Halévy, nach der gleichnamigen Novelle von Prosper Mérimée, In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere Sonntag, 5. Juni 2016, um 18.00 Uhr im Opernhaus, weitere Vorstellungen  10.6.2016, 15.6.2016, 17.6.2016, 19.6.2016, 25.6.2016, 29.6.2019, 3.7.2016, 7.7.2016, 11.7.2016, 14.7.2016, 16.7.2016

Musikalische Leitung: Constantinos Carydis, Inszenierung: Barrie Kosky
Bühnenbild und Kostüme: Katrin Lea Tag, Choreografie: Otto Pichler
Licht: Joachim Klein, Dramaturgie: Zsolt Horpácsy, Chor und Extrachor: Tilman Michael
Kinderchor: Markus Ehmann

Carmen, Zigeunerin: Paula Murrihy / Tanja Ariane Baumgartner (3., 7., 11., 14., 16. Juli 2016) / Don José, Sergeant: Joseph Calleja / Luc Robert (17. Juni, 7., 11., 14., 16. Juli 2016) / Micaëla, Bauernmädchen: Karen Vuong / Juanita Lascarro (3., 7., 11., 14., 16. Juli 2016) / Escamillo, Torero: Daniel Schmutzhard / Andreas Bauer (3., 7., 11., 14., 16. Juli 2016) / Moralès / Dancaïro: Sebastian Geyer / John Brancy (3., 7., 11., 14., 16. Juli 2016) / Remendado, Schmuggler: Michael Porter / Frasquita, Zigeunerin: Kateryna Kasper / Katharina Ruckgaber (3., 7., 11., 14., 16. Juli 2016) / Mercédès, Zigeunerin: Elizabeth Reiter / Wallis Giunta (3., 7., 11., 14., 16. Juli 2016) / Zuniga, Leutnant: Kihwan Sim / Tänzerinnen und Tänzer / Chor, Extrachor und Kinderchor der Oper Frankfurt / Frankfurter Opern- und Museumsorchester

 Frankfurt / Oper - Carmen ist Paula Murrihy © Barbara_Aumueller

Frankfurt / Oper – Carmen ist Paula Murrihy © Barbara_Aumueller

Carmen von Georges Bizet (1838-1875) gehört zu den meistgespielten Opern weltweit. Der große Erfolg von Bizets letzter Komposition, welcher die gleichnamige Novelle (1845) von Prosper Mérimée zugrunde liegt, stellte sich jedoch erst nach der Uraufführung am 3. März 1875 in Paris ein. Das damalige Publikum war regelrecht schockiert von der Titelfigur – einer Frau aus dem Volk, die ihr Recht auf Selbstbestimmung gegenüber den Männern verteidigt bis zum Äußersten. Zudem konnte das Werk zwar wegen seiner gesprochenen Dialoge dem Genre der Opéra-comique zugerechnet werden, der tragische Schluss jedoch widersprach dieser Kategorisierung. Und nicht zuletzt ließ die musikalische Umsetzung bei der Uraufführung viele Wünsche offen. All das sowie eine schier unübersichtliche Chronik an Bearbeitungen konnte den schließlich doch noch einsetzenden Siegeszug des Werkes nicht stoppen. Bei dieser Neuinszenierung handelt es sich um die erste Realisierung des Werkes an der Oper Frankfurt seit der 1992 herausgebrachten und nur eine Saison gespielten Produktion von Georges Delnon.

Der pflichtbewusste Sergeant Don José verliebt sich in die verführerische Carmen, Arbeiterin in einer Zigarettenfabrik. Ihr zuliebe desertiert er von der Armee und schließt sich – entgegen den Bitten seiner Jugendliebe Micaëla, mit ihr in sein Dorf zurückzukehren – einer Schmugglerbande an. Angewidert von seiner schon bald aufflammenden Eifersucht wendet sich Carmen dem Torero Escamillo zu und gibt José den Laufpass. Zutiefst gekränkt sucht dieser eine letzte Aussprache, doch provoziert von Carmens Beharren auf ihre Freiheit ersticht er die Geliebte.

Nach dem aus Purcells Dido and Aeneas und Bartóks Herzog Blaubarts Burg bestehenden Doppelabend 2010/11 kehren Constantinos Carydis (Musikalische Leitung) und Barrie Kosky (Regie) für Carmen zurück an die Oper Frankfurt. Während zu Carydis aktuellen Verpflichtungen u.a. Dirigate von Don Giovanni und Pelléas et Mélisande an der Bayerischen Staatsoper in München gehören, inszenierte Barrie Kosky, Intendant der Komischen Oper Berlin, an der Isar kürzlich Prokofjews Der feurige Engel. Angeführt von Paula Murrihy (Carmen), Karen Vuong (Micaëla) und Daniel Schmutzhard (Escamillo) sind fast alle übrigen Partien mit Mitgliedern des Ensembles und des Opernstudios der Oper Frankfurt besetzt. Ein Wiedersehen gibt es zudem mit Startenor Joseph Calleja, der seit 2002/03 mit zahlreichen Auftritten in Frankfurt seinen Ruhm begründete. Im Laufe der Aufführungsserie greifen Doppelbesetzungen.

Premiere Sonntag, 5. Juni 2016, um 18.00 Uhr im Opernhaus, weitere Vorstellungen  10.6.2016, 15.6.2016, 17.6.2016, 19.6.2016, 25.6.2016, 29.6.2019, 3.7.2016, 7.7.2016, 11.7.2016, 14.7.2016, 16.7.2016

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