
Hochschule für Musik und Darstellende Kunst
Museumsgezwitscher am Klavier
Impressionistische Komponisten widmen sich dem Vogelgesang
Amsel, Drossel, Fink und Star – jedes Jahr läuten sie die warme Jahreszeit ein und erfreuen uns mit ihrem ausgelassenen Gesang. Die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK) und das Senckenberg Naturmuseum holen am 24. April um 19:30 Uhr den Frühling mit einem Vogel-Konzert aus der Reihe „Bestiarium“ ins Museum.
Zwischen Walgerippen, Elefant und Mammut spielen die Pianisten und Pianistinnen der HfMDK Stücke namhafter Komponisten wie Maurice Ravel, Robert Schumann und Olivier Messiaen.
In der passenden Museumsführung um 18:15 Uhr wird das Geheimnis gelüftet, wie der Vogel das Fliegen lernte und was ihn mit dem Dinosaurier verbindet. Das „Vogel-Konzert“ brilliert nicht nur mit Stücken bekannter Komponisten; der französische Komponist Olivier Messiaen ist sicherlich der Paradiesvogel unter seinesgleichen.
Er transkribierte die Stimmen exotischer Vögel nach Originalaufnahmen und adaptierte sie für das Klavier. Seine kompositorische Arbeit ist das Bonmot dieses Abends, denn das kammermusikalische Werk „Le Merle noir“ (Die schwarze Amsel) von 1951 stellt die Verbindung des Vogelgesangs und der Zwölftontechnik her. Doch die Faszination der federleichten Gesangstalente liegt gewiss nicht nur in ihrer akustischen Meisterleistung.
In der Museumsführung vor dem Konzert erfahren Neugierige allerhand über die gefiederten Gesellen, die täglich über den Köpfen der Menschen durch die Lüfte schweben. Der Traum vom Fliegen hat sich für uns evolutiv nicht erfüllt. Doch kaum eine andere Fähigkeit hat der Mensch so beharrlich zu imitieren versucht. So bildet die Symbiose aus musikalischem Genuss und dem Museumsbesuch zum Thema „Vögel – Herren der Lüfte“ jedem Gast eine Fülle an kulturellen Eindrücken, die es zu entdecken gilt.
Führung um 18:15 Uhr: Vögel – Herren der Lüfte
Vogel-Konzert um 19:30 Uhr: Pianisten und Pianistinnen der HfMDK Führung: 5 Euro,
Anmeldung unter: www.senckenberg.de/veranstaltungen Konzert: Eintritt frei, Anmeldung nicht erforderlich.
Weitere Termine
Donnerstag, 17. Mai 2012 18.15 Uhr: Führung Biodiversität – Genetische Vielfalt
19.30 Uhr: Ensemble I z M unter der Leitung von Gerhard Müller-Hornbach Francis Poulenc (1899-1963) – Le Bestiaire ou Cortège d’Orphée (1919) Frauenstimme und sieben Instrumente Olivier Messiaen (1908-1992) – Oiseaux exotiques (1956) für Klavier und Ensemble Francis Poulencs Bestiaire ist eine Sammlung von Tierporträts, bei denen die dargestellten Tiere (u.a. Dromedar, Ziege, Grashüpfer, Delphin, Flusskrebs und Karpfen) bestimmte menschliche Charaktereigenschaften vertreten.
Dienstag 26. Juni 2012 18.15 Uhr: Führung Entstehung der Erde und des Lebens
19.30 Uhr: Abteilung Historische Interpretationspraxis unter der Leitung von Michael Schneider George Crumb (* 1929) – Vox Balaenae (1971) für drei maskierte Spieler: Flöte, Cello, Klavier (elektronisch verstärkt) Karlheinz Stockhausen (1928–2007) – Tierkreis (1975/76) Version für historische Streichinstrumente von Michael Schneider
In seinem Walgesang unternimmt George Crumb eine Reise durch die Erdgeschichte, die Sätze des Stücks sind nach geologischen Zeitaltern benannt. Die Erforschung von Lebensformen in ihrer Vielfalt und ihren Ökosystemen, Klimaforschung und Geologie, die Suche nach vergangenem Leben und letztlich das Verständnis des gesamten Systems Erde-Leben – dafür arbeitet die SENCKENBERG Gesellschaft für Naturforschung. Ausstellungen und Museen sind die Schaufenster der Naturforschung, durch die Senckenberg aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse mit den Menschen teilt und Einblick in vergangene Zeitalter sowie die Vielfalt der Natur vermittelt. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de.











