Essen, Aalto Musiktheater, Wiederaufnahme Tristan und Isolde 29.1.2012

aalto_logo.jpg
Aalto Theater Essen

Tristan und Isolde  von Richard Wagner

 Musikalische Leitung Stefan Soltesz
Inszenierung Barrie Kosky
Bühne und Licht Klaus Grünberg
Kostüme Alfred Mayerhofer
Choreinstudierung Alexander Eberle

Vorstellungen & Tickets in der Spielzeit 2011/2012

So 29. 01. 2012 16:30 – 21:15 Uhr
So 05. 02. 2012 18:00 – 22:45 Uhr
So 12. 02. 2012 18:00 – 22:45 Uhr

“In des Welt-Atems wehendem All – ertrinken, versinken – unbewusst – höchste Lust!”

Mit diesen Worten Isoldes endet das Musikdrama – jene tragische, dem keltischen Sagenkreis entstammende Liebesgeschichte, hier in “unendliche” Melodien gefasst.
“Da ich nun aber doch im Leben nie das eigentliche Glück der Liebe genossen habe, so will ich diesem schönsten aller Träume noch ein Denkmal setzen, in dem von Anfang bis zum Ende diese Liebe sich einmal so recht sättigen soll”, schrieb Wagner 1854 an Franz Liszt während seiner stürmischen Affäre mit der Kaufmannsfrau Mathilde Wesendonck. Diese Beziehung beeinflusste auch seine Arbeit am “Tristan”, die er mit Unterbrechungen 1859 abschloss. Die erst im Juni 1865 im Münchner Hoftheater stattfindende Uraufführung wurde ein beachtlicher Erfolg. Aufsehen erregte dabei auch die musikalische Gestaltung, die sich mit ihren dissonanten unaufgelösten Akkorden an der Grenze zur Tonalität befindet.
Tristan bringt Isolde zu seinem Onkel und Herrn König Marke, der sie heiraten will. Tristan, der einst Isoldes Verlobten erschlagen hat, liebt die junge Frau, und sie liebt ihn. Nur ein Gifttrank scheint die Lösung zu sein. Doch statt des todbringenden Getränks nehmen sie (versehentlich) einen Liebestrank zu sich – das Drama nimmt seinen Lauf… die Liebe kann ihre Erfüllung erst im Tod finden.

“,Tristan und Isolde’ ist eine Fuge der Sinne. Sie kosten die Liebe durch einen Zaubertrank. Sie sprechen Worte aus, die nicht ausgesprochen werden können. Sie erblicken einander. Sie berühren einander. Sie hören den Klang ihrer eigenen Ekstase und Qual. Keine andere Oper stellt eine solch extreme kontrapunktische Vermittlung der Sinne dar.” (Barrie Kosky)

Essen, Aalto Theater Essen, Ballett-Premiere ZEITBLICKE, 21.1.2012

aalto_logo.jpg
Aalto Theater Essen

 Ballett-Premiere am Aalto-Theater: “Zeitblicke”

Premiere am 21. Januar 2012 um 19:00 Uhr

 Aalto Theater Essen, Zeitblicke  (c)Aalto Theater Essen

“Petite Mort”, “End-Los” (UA), “Rooster”

Choreographien von Jirí Kylián, Patrick Delcroix und Christopher Bruce

Musik von W. A. Mozart, Jóhann Jóhannsson, Kerry Muzzey und David Lang und den Rolling Stones

Bühne Jirí Kylián, Kees Tjebbes, Tina MacHugh Kostüme Joke Visser, Marian Bruce, Patrick Delcroix Licht Joop Caboort, Kees Tjebbes, Tina MacHugh

Als erste Premiere der Saison präsentiert das Aalto Ballett Theater unter dem Titel “Zeitblicke” Kreationen bedeutender zeitgenössischer Choreographen: Jirí Kylián, Patrick Delcroix und Christopher Bruce. Der dreiteilige Abend steht im Zeichen der Rätsel des Lebens, der Sinnlichkeit und Liebe – eine ewige Suche übersetzt in zeitgenössischen Tanz mit unverkennbar klassischen Wurzeln, minimalistisch wie überschäumend, dynamisch wie berührend.
Musikalisch begleitet von den langsamen Sätzen aus Mozarts Klavierkonzerten KV 467 und 488, handelt Kyliáns Ballett “Petite Mort” von Aggressivität, Sexualität, Energie und Stille, Gefühlskälte und Verletzlichkeit. Sechs Männer, sechs Frauen und sechs Degen sind die Tanzpartner.

Der Franzose Delcroix, Tänzer am Nederlands Dans Theater unter Kylián und dessen engster Mitarbeiter, bringt sein neues Stück “End-Los” zur Uraufführung, dessen Grundidee er mit den Worten beschreibt: “Du versuchst, dein Leben im Griff und unter Kontrolle zu haben, doch es entgleitet dir immer wieder wie Sand oder Wasser durch die Finger …” Es erklingt Musik von Jóhann Jóhannsson, Kerry Muzzey und David Lang.

Inspiriert von Songs der Rolling Stones, stellt der Brite Christopher Bruce in seiner Choreographie “Rooster” (“Hahn”) ein Spiel um Verführung, Lust und Verlangen, eine veritable “Battle of the Sexes” dar, eine Hommage an die Musik und Zeit der Sixties.

21. (P), 24., 26. Januar, 1., 16., 18., 26., 29. Februar, 9., 14. März, 7. Juni 2012

Karten unter (0201) 8122 200 und tickets@theater-essen.de

Einführungsmatinee: 15. Januar 2012, 11.00 Uhr, Eintritt frei

Essen, Aalto Theater, Stefan Soltesz Ära endet 2013, Hein Mulders neuer Doppelintendant, IOCO Aktuell, 21.04.2011


Aktuell

Aalto Theater Essen

TUP Aufsichtsrat entscheidet für neuen Opernchef

Aalto Theater, Essen, PK 2011, Intendant Stefan Soltesz ua (c) JaroschAalto Theater, Essen (c) Jarosch

Hein Mulders (48)  wird ab der Spielzeit 2013/14  Nachfolger von Stefan Soltesz.  Mulders wird neuer Opern- und Philharmoniechef in Essen, sein Vertrag läuft bis 2017/18. So entschied der TUP Aufsichtsrat am Montgabend. Gleichzeitig werden die Aalto-Oper und die Philharmonie intendantisch vereint und zu einem Musikgiganten geformt. In der Philharmonie löst Mulders Johannes Bultmann ab, der seit 2008 im Amt ist.

Der personellen Zäsur geht eine höchst überfällige  strukturelle Änderung voran: Die Aufgaben von Opernintendanz und Generalmusikdirektor, zur Zeit in Personalunion von Soltesz gehalten, werden getrennt.  Gleichzeitig werden die Intendantenpositionen von Aalto Oper und Philharmonie zusammengelegt und auf Mulders übertragen. In Nachfolge der von Soltesz gehaltenen GMD-Position wird ebenfalls ein neuer  TUP Generalmusikdirektor gesucht.  Mulders wird sich in diese Suche bereits einbringen.

Mit dieser dringend erforderlichen Reorganisation bringt der TUP Aufsichtsrat  zeitgemäße Führungsstrukturen in die Leitung  Aalto-Oper und die Philharmonie, nämlich die Trennung künstlerischer Tätigkeiten von Managementaufgaben.

Hein Mulders kommt vom Concertgebouw in Amsterdam, neue Musik und Barockmusik seinen seine Leidenschaft. Er studierte Piano am Konservatorium Utrecht.

 IOCO / Viktor Jarosch / 21.04.2011

Essen, Aalto Theater / Philharmonie, Theatersaison 2011/12 – Wagner + mehr, Ballett pur, IOCO Aktuell, 21.04.2011


Aktuell

Aalto Theater Essen 

Große Oper, populäres Ballett und vielfältige Konzerte:
Spielplan 2011/12 in der Hauptstadt des Ruhrgebiets

Das Aalto-Theater, am Opernplatz  in Essen gelegen, ist gerade einmal 23 Jahre alt; eröffnet 1988. Das Gebäude, Architekt Alvar Aalto,  soll “Humaner Architektur” entsprechen: Fließende Grundformen, geschwungene Sitzreihen. Ein asymmetrisch ansteigender Zuschauerraum bietet 1.120 Plätze auf zwei Rängen. Das Haus, 2008 zum besten Opernhaus gekürt,  ist ebenfalls Heim des populären Aalto Ballett Theater. Die Essener Philharmoniker “bedienen” das Musiktheater wie, in der benachbarten Philharmonie Essen (ehemals Saalbau), die Konzertfreunde. Mit 210.000 Besuchern jährlich und über 700 Mitarbeitern ist die Theatergemeinschaft Aalto/Philharmonie  prägend im Ruhrgebiet. Die Auslastungen sind gut bis sehr gut: Musical/Operette und Ballett erreichen ungewöhnliche 88%, Oper gute 80%.  Beruhigend: Trotz dramatischer kommunaler Schulden besteht beim der Aalto Theater und Philharmonie GmbH und seinen fünf Sparten bei seinem Budget von €56 Mio und hohen Zuschüssen von ca. €44 Mio weitgehend Etatsicherheit. Die Gefühlslage des Managements wirkt trotz der enormen kommunalen Leistungen für Kultur  auf der Pressekonferenz  angespannt. Der Offene Brief von Intendant  Soltesz vom Januar 2010 schimmerte immer noch durch.

 

Intendant Stefan Soltesz, seit 1997 auch als Generalmusikdirektor im Amt, stellte den Spielplan 2011/12  des Hauses vor. Gemeinsam mit der Künstlerischen Betriebsdirektorin Juliane Pschigode, Ballettdirektor  Ben Van Cauwenbergh  und Geschäftsführendem Direktor Berger Bergmann.

Aalto Theater, Essen, PK 2011, Intendant Stefan Soltesz ua (c) JaroschAalto Theater, Essen (c) Jarosch

200 Vorstellungen insgesamt füllen den Spielplan, davon 109  Opernaufführungen, 65 Ballettabende und 26 Philharmonische Konzerte.  Der Musiktheater Spielplan wird von der Nutzung des bestehenden Aalto-Repertoires geprägt. Zu Zeiten knapper Kassen eine höchst empfehlenswerte Maßnahme.  Den Opern-Besucher erwarten 2011/12 bei 109 Aufführungen 5 Premieren und rekordverdächtige 15 Wiederaufnahmen (WA). Ein vielfältiges Angebot, speziell mit Blick auf sieben Wagner-Wiederaufnahmen, welche meist nur zwei Mal aufgeführt werden und so logistisch und künstlerisch extrem aufwendig werden. Wagner-Interessierte sollten rechtzeitig gewünschte Karten oder ein Wagner Spezial-Abo buchen.

Der ersten Spieltag der neuen Saison, der 14. September 2011, bringt als Wiederaufnahme die Oper Liebestrank von Gaetano Donizetti in der Inszenierung von Andreas Baesler.  Zu den Wiederaufnahmen zählt Richard Wagner kompletter “Ring der Nibelungen” in zyklischer Form (Götterdämmerung 3.3.2012, Walküre 24.3.2012, Siegfried 7.4.2012, Rheingold 26.6.2012)  aber auch Der fliegende Holländer (8.10.2011), Tristan und Isolde (29.1.2012) und Tannhäuser(23.12.2011). Weitere WA sind die Opern Madame Butterfly von Giacomo Puccini (17.9.2011), Hercules von G.F. Händel (25.9.2011), Der Rosenkavalier von Richard Strauss (12.11.2011), Die Zauberflöte, Figaros Hochzeit und Die Csárdásfürstin. Ein Mammutprogramm, wenn da nicht auch noch 5 anspruchsvolle Premieren wären: Hoffmanns Erzählungen von Jacques Offenbach (22.10.2011), Die Fledermaus von Johann Strauss (10.12.2011), Eugen Onegin von Peter Tschaikowsky (25.2.2012), La Traviata von Guiseppe Verdi (5.5.2012) und abschließend Die Entführung aus der Serail von W.A. Mozart. (10.6.2012).

Aalto Theater Essen Adeline Pastor FOTO ABTE

Die Aalto Ballett Compagnie, im vierten Jahr unter Leitung des auch international erfolgreichen Ballettdirektors  Ben Van Cauwenbergh, bringt in der neuen Spielzeit 65  Aufführungen nach  Essen. 2008 begann Van Cauwenbergh mit 45 Aufführungen. Trotz fast 50% gestiegener Vorstellungen sind “seine” Produktionen mit über 90% sehr ausgelastet. Die Ausstrahlung der Aalto Ballett Compagnie wird in der Region Rhein/Ruhr zukünftig wohl noch heller leuchten, hat doch die benachbarte Düsseldorfer Ballett Compagnie populäres Handlungsballett wie Schwanensee, Nussknacker aus dem Repertoire genommen. 2011/12 stehen 2 Premieren und 5 Wiederaufnahmen  auf dem Spielplan der Compagnie. Erste Premiere (21.1.2012) ist der dreiteilige Ballettabend “Lichtblicke” mit  “Petit Mort”, “Ohne Titel” und “Rooster”,  Produktionen von Jiri Kylian, Christopher Bruce und Patrick Delcroix um die Musik Mozarts und der Rolling Stones. Es folgt die Ballettkomödie Max und Moritz von Edmund Gleede (31.3.2012). Sie  explodiert in Übermut,  begleitet von der Musik Gioacchino Rossinis. 5 Wiederaufnahmen, Carmen/Boléro (24.9.2011), Irish Soul (7.10.2011), Tanzhommage an Queen (26.10.2011),  Coppélia (15.12.2011), Leonce und Lena (19.5.2012) vervollständigen eine begeisternde Mischung von schwingendem Ausdruckstanz und  Handlungsballett.

Die Essener Philharmoniker bieten 2011/12 im Alfried Krupp Saal der Philharmonie 26 Konzerte mit 12 verschiedenen Programmen. Dazu das traditionelle Neujahrskonzert, Aalto - Foyerkonzerte und als prächtige Sahnehaube das Open-Air-Konzert auf dem Kennedyplatz am 18.9.2011.

Das Musik-Programm für Kinder und Jugendliche  der Theater und Philharmonie Essen (TuP)  zeichnet sich durch Wärme und farbige Vielfalt aus. Unterstützt von  Evonik Industries AG  (Danke Evonik!)  gestaltet, singt, inszeniert und leitet Ensemblesängerin und Musikpädagogin  Marie-Helen Joel (hoher Mezzo) wunderbare Projekte wie Hänsel ohne Hexe (Oper kleinlaut) für Kinder ab 3 Jahre. Im  Aalto Ballett Garten (Der Zoo tanzt) tanzt man mit frechen Affen oder dicken Elefanten zur Musik von Karneval der Tiere von Saint-Saens oder das Krabbelkonzert (Der Frosch hüpft auf der Geige): Es geht um das Streichinstrument und ihre Klänge. In ihrer JOTA-Reihe führt Marie-Helen Joel zudem ihre kleinen Anvertrauten  in Foyer-Veranstaltungen regelmäßig und kostenlos in die Welt der Oper ein. Das Aalto-Theater und Marie-Helen Joel bieten Kindern und Jugendlichen auf diesem Weg unendlich vieles und bezaubernd Schönes. Eltern: Nutzt das Angebot!

Das  AaltoTheater bietet auch in der Saison 2011/12 viel Spannendes, Besuchenswertes. Aufwendig das Musiktheater, kreativ und spektakulär das Ballett, ein reichhaltiges Konzertprogramm. Das individuelle Kinder- und Jugendangebot des Aalto leuchtet besonders prall und sympathisch.  Eine Vorstellung  für die Kleinen im Großen Haus fehlt allerdings noch. Hänsel und Gretel wäre 100% ausverkauft und die blitzenden Augen der Kleinen eine Freude für die ganz Großen…..

IOCO / Viktor Jarosch / 21.04.2011

Essen, Aalto Musiktheater, Premiere Der Liebestrank 2.7.2011

aalto_logo.jpg

Aalto Theater, Essen (c) Jarosch

Aalto Theater Essen

DER LIEBESTRANK (L’ELISIR D’AMORE)   von Gaëtano Donizetti

Premiere Samstag, 2. Juli 2011, 19.00 Uhr

Weitere Vorstellungen: 5., 8., 10., 16. Juli

Karten unter 8122 200 und tickets@theater-essen.de
Musikalische Leitung Guillermo García Calvo
Inszenierung Andreas Baesler
Bühne Harald Thor
Kostüme Gabriele Heimann
Choreinstudierung Alexander Eberle

Adina Liana Aleksanyan
Nemorino Andreas Hermann
Belcore Heiko Trinsinger
Dulcamara Roman Astakhov
Gianetta Christina Clark

Zum Werk:

Wer kennt sie nicht, die Romanze von der heimlichen Träne, “Una furtiva lagrima”, die Paradenummer aller lyrischen Tenöre von Caruso über Gigli und Pavarotti bis Flórez, die dem liebeskranken Nemorino ihre Stimme geliehen haben. Dass er bei seinen Therapieversuchen auf einen argen Quacksalber hereinfällt, gehört zur Logik einer komischen Oper. Und dass die Quacksalber von gestern und vorgestern nicht unbedingt mit der Jahrmarktskutsche über Land zogen, sondern manch eingebildeten Kranken in einem teuren Sanatorium über den Löffel balbierten, gehört wiederum zur Logik der Inszenierung von Andreas Baesler. Denn der hat Gaëtano Donizettis Oper geschickt aus ihrem etwas tumben bäuerlichen Milieu herausgeholt und in die Upper Class des vorigen Jahrhunderts verpflanzt.
Aus der reichen Grundbesitzerin Adina ist nun der verwöhnte Gast des Nobel-Etablissements von Dottore Dulcamara geworden, wo Nemorino nicht als unglücklich verliebter, mittelloser Schafhirt, sondern als ebenso unglücklich verliebter, ebenso mittelloser Hotelpage wirkt.
Stilistisch hat diese Oper Donizettis mit der plappernden Opera buffa, die er so oft bediente, wenig zu tun – kein Wunder, geht sie doch auf ein Stück des französischen Edel-Librettisten Eugène Scribe zurück, und so gibt sie sich auch musikalisch etwas lyrischer und feinsinniger, aber deswegen nicht weniger melodiös und unterhaltsam.

Produktionsteam und Gäste:

Guillermo García Calvo (Musikalische Leitung) wurde in Madrid geboren und absolvierte seine Ausbildung an der Musikuniversität in Wien wie als Assistent von Iván Fischer und von Christian Thielemann. Seit 2003 ist er eng mit der Wiener Staatsoper verbunden, wo er für die Einstudierung von über fünfzig Werken aus dem Opernrepertoire verantwortlich zeichnet(e). Am Aalto-Theater stand er bei “I puritani”, “Nabucco” und “La Bohème” am Pult.

Andreas Baesler (Regie) kann auf mehr als hundert Inszenierungen im Musik- wie im Sprechtheater verweisen, u.a. an der Hamburgischen Staatsoper, in Stuttgart, Luxemburg, Nancy, an der Opéra du Rhin Strasbourg, bei den Internationalen Musikfestwochen Luzern sowie der RuhrTriennale. Von 1996 bis 1999 war er Direktionsmitglied am Luzerner Theater, von 2000 bis 2002 Operndirektor am Volkstheater Rostock und von 2004 bis 2008 Chefregisseur am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen. Am Aalto-Theater inszenierte er “L?italiana in Algeri” und “Nabucco”.

Harald Thor (Bühne) Seine rund 150 szenografischen Arbeiten führten ihn von Schauspielhäusern in Hamburg und Zürich über Opernhäuser in München, Wien, Basel bis hin zum Opernhaus in Seoul. Mehrere Jahre lang war er als Ausstattungsleiter und Bühnenbildner an der Staatsoper in München engagiert. Harald B. Thor ist auch als Scenic Art Supervisor für Walt Disney Productions und als Architekt von Konzertsälen tätig.

Gabriele Heimann (Kostüme) ist seit 1987 als freischaffende Kostüm- und Bühnenbildnerin tätig. Regelmäßige Zusammenarbeit u.a. mit Detlef Heusinger, etwa bei “Don Pasquale” und “Samson und Dalila” in Biel/Solothurn, mit Rosamund Gilmore, etwa “Tantalus lächelt” an der Alten Oper Frankfurt oder “Einmarsch” bei den Wiener Festwochen. Am Musiktheater im Revier entwarf sie die Kostüme für Sir Michael Tippetts “Der Irrgarten” und “Die Fledermaus”, beides in der Regie von Peter Theiler.

Liana Aleksanyan (Adina), in Armenien geboren, war von 2008 bis 2010 Ensemblemitglied des Staatstheaters Braunschweig, wo sie u.a. als Violetta (“La traviata”), Mimì (“La Bohème”), Desdemona (“Otello”), Tatjana (“Eugen Onegin”), und Lucia (“Lucia di Lammermoor”) zu erleben war. Weitere Engagements führten sie an das Volkstheater Rostock, die Komische Oper Berlin, die Oper Köln und die Hamburgische Staatsoper. Zu Beginn dieser Spielzeit wechselte sie an das Aalto-Theater, wo sie bereits als Pamina, Luisa Miller und Donna Anna zu erleben war.

Roman Astakhov (Dulcamara) Der junge russische Bassist schloss 2004 seine Gesangsausbildung an der Russischen Theaterakademie und am Moskauer Opernzentrum ab. Seither war er im Moskauer Tschaikowsky-Konzertsaal, im Amsterdamer Concertgebouw und an der Oper Prag zu hören. An der Oper Leipzig sang er u.a. Basilio (“Il barbiere di Siviglia”), Komtur (“Don Giovanni”) und Sarastro (“Die Zauberflöte”). Als Dulcamara gibt Roman Astakhov nun sein Aalto-Debüt, wo er mit Beginn der nächsten Saison Ensemblemitglied wird.

Essen, Aalto Theater / Philharmonie, Theatersaison 2011/12: Wagner + mehr, Ballett pur, verzaubernde Jugendstücke, IOCO Aktuell , 21.04.2011


Aktuell

Aalto Theater Essen 

Spielplan 2011/12:

Oper, Modernes Ballett und Konzertvielfalt im Ruhrgebiet; farbiges Musikkaleidoskop für Kinder- und Jugendliche

Das Aalto-Theater, am Opernplatz  in Essen gelegen, ist gerade einmal 23 Jahre alt; eröffnet 1988. Das Gebäude, Architekt Alvar Aalto,  soll “Humaner Architektur” entsprechen: Fließende Grundformen, geschwungene Sitzreihen. Ein asymmetrisch ansteigender Zuschauerraum bietet 1.120 Plätze auf zwei Rängen. Das Haus, 2008 zum besten Opernhaus gekürt,  ist ebenfalls Heim des populären Aalto Ballett Theater. Die Essener Philharmoniker “bedienen” das Musiktheater wie, in der benachbarten Philharmonie Essen (ehemals Saalbau), die Konzertfreunde. Mit 210.000 Besuchern jährlich und über 700 Mitarbeitern ist die Theatergemeinschaft Aalto/Philharmonie  prägend im Ruhrgebiet. Die Auslastungen sind gut bis sehr gut: Musical/Operette und Ballett erreichen ungewöhnliche 88%, Oper gute 80%.  Beruhigend: Trotz dramatischer kommunaler Schulden besteht beim der Aalto Theater und Philharmonie GmbH und seinen fünf Sparten bei seinem Budget von €56 Mio und hohen Zuschüssen von ca. €44 Mio weitgehend Etatsicherheit. Die Gefühlslage des Managements wirkt trotz der enormen kommunalen Leistungen für Kultur  auf der Pressekonferenz  angespannt. Der Offene Brief von Intendant  Soltesz vom Januar 2010 schimmerte immer noch durch.

 

Intendant Stefan Soltesz, seit 1997 auch als Generalmusikdirektor im Amt, stellte den Spielplan 2011/12  des Hauses vor. Gemeinsam mit der Künstlerischen Betriebsdirektorin Juliane Pschigode, Ballettdirektor  Ben Van Cauwenbergh  und Geschäftsführendem Direktor Berger Bergmann.

Aalto Theater, Essen, PK 2011, Intendant Stefan Soltesz ua (c) JaroschAalto Theater, Essen (c) Jarosch

200 Vorstellungen insgesamt füllen den Spielplan, davon 109  Opernaufführungen, 65 Ballettabende und 26 Philharmonische Konzerte.  Der Musiktheater Spielplan wird von der Nutzung des bestehenden Aalto-Repertoires geprägt. Zu Zeiten knapper Kassen eine höchst empfehlenswerte Maßnahme.  Den Opern-Besucher erwarten 2011/12 bei 109 Aufführungen 5 Premieren und rekordverdächtige 15 Wiederaufnahmen (WA). Ein vielfältiges Angebot, speziell mit Blick auf sieben Wagner-Wiederaufnahmen, welche meist nur zwei Mal aufgeführt werden und so logistisch und künstlerisch extrem aufwendig werden. Wagner-Interessierte sollten rechtzeitig gewünschte Karten oder ein Wagner Spezial-Abo buchen.

Der ersten Spieltag der neuen Saison, der 14. September 2011, bringt als Wiederaufnahme die Oper Liebestrank von Gaetano Donizetti in der Inszenierung von Andreas Baesler.  Zu den Wiederaufnahmen zählt Richard Wagner kompletter “Ring der Nibelungen” in zyklischer Form (Götterdämmerung 3.3.2012, Walküre 24.3.2012, Siegfried 7.4.2012, Rheingold 26.6.2012)  aber auch Der fliegende Holländer (8.10.2011), Tristan und Isolde (29.1.2012) und Tannhäuser(23.12.2011). Weitere WA sind die Opern Madame Butterfly von Giacomo Puccini (17.9.2011), Hercules von G.F. Händel (25.9.2011), Der Rosenkavalier von Richard Strauss (12.11.2011), Die Zauberflöte, Figaros Hochzeit und Die Csárdásfürstin. Ein Mammutprogramm, wenn da nicht auch noch 5 anspruchsvolle Premieren wären: Hoffmanns Erzählungen von Jacques Offenbach (22.10.2011), Die Fledermaus von Johann Strauss (10.12.2011), Eugen Onegin von Peter Tschaikowsky (25.2.2012), La Traviata von Guiseppe Verdi (5.5.2012) und abschließend Die Entführung aus der Serail von W.A. Mozart. (10.6.2012).

Aalto Theater Essen Adeline Pastor FOTO ABTE

Die Aalto Ballett Compagnie, im vierten Jahr unter Leitung des auch international erfolgreichen Ballettdirektors  Ben Van Cauwenbergh, bringt in der neuen Spielzeit 65  Aufführungen in Essen.  2008  begann Van Cauwenbergh mit 45 Aufführungen. Trotz fast 50% gestiegener Vorstellungen sind “seine” Produktionen mit über 90% sehr ausgelastet.  Chapeau Herr Van Cauwenbergh.  2011/12 stehen 2 Premieren und 5 Wiederaufnahmen  auf dem Spielplan.  Erste Premiere (21.1.2012) ist der dreiteilige Ballettabend “Lichtblicke” mit  “Petit Mort”, “Ohne Titel” und “Rooster”,  Produktionen von Jiri Kylian, Christopher Bruce und Patrick Delcroix um die Musik Mozarts und der Rolling Stones. Es folgt die Ballettkomödie Max und Moritz von Edmund Gleede (31.3.2012). Sie  explodiert in Übermut,  begleitet von der Musik Gioacchino Rossinis. 5 Wiederaufnahmen, Carmen/Boléro (24.9.2011), Irish Soul (7.10.2011), Tanzhommage an Queen (26.10.2011),  Coppélia (15.12.2011), Leonce und Lena (19.5.2012) vervollständigen eine begeisternde Mischung von schwingendem Ausdruckstanz und Handlungsballett. Deren Ausstrahlung in der Region Rhein/Ruhr zunehmend heller leuchten wird, da die benachbarte Düsseldorfer Ballett Compagnie ihr Handlungsballett (z.B. Schwanensee) leider abgeschafft hat.

Die Essener Philharmoniker bieten 2011/12 im Alfried Krupp Saal der Philharmonie 26 Konzerte mit 12 verschiedenen Programmen. Dazu das traditionelle Neujahrskonzert, Aalto - Foyerkonzerte und als prächtige Sahnehaube das Open-Air-Konzert auf dem Kennedyplatz am 18.9.2011.

Das Musik-Programm für Kinder und Jugendliche  der Theater und Philharmonie Essen (TuP)  zeichnet sich durch Wärme und farbige Vielfalt aus. Unterstützt von  Evonik Industries AG  (Danke Evonik!)  gestaltet, singt, inszeniert und leitet Ensemblesängerin und Musikpädagogin  Marie-Helen Joel (hoher Mezzo) wunderbare Projekte wie Hänsel ohne Hexe (Oper kleinlaut) für Kinder ab 3 Jahre. Im  Aalto Ballett Garten (Der Zoo tanzt) tanzt man mit frechen Affen oder dicken Elefanten zur Musik von Karneval der Tiere von Saint-Saens oder das Krabbelkonzert (Der Frosch hüpft auf der Geige): Es geht um das Streichinstrument und ihre Klänge. In ihrer JOTA-Reihe führt Marie-Helen Joel zudem ihre kleinen Anvertrauten  in Foyer-Veranstaltungen regelmäßig und kostenlos in die Welt der Oper ein. Das Aalto-Theater und Marie-Helen Joel bieten Kindern und Jugendlichen auf diesem Weg unendlich vieles und bezaubernd Schönes. Eltern: Nutzt das Angebot!

Das  AaltoTheater bietet auch in der Saison 2011/12 viel Spannendes, Besuchenswertes. Aufwendig das Musiktheater, kreativ und spektakulär das Ballett, ein reichhaltiges Konzertprogramm. Das individuelle Kinder- und Jugendangebot des Aalto leuchtet besonders prall und sympathisch.  Eine Vorstellung  für die Kleinen im Großen Haus fehlt allerdings noch. Hänsel und Gretel wäre 100% ausverkauft und die blitzenden Augen der Kleinen eine Freude für die ganz Großen…..

IOCO / Viktor Jarosch / 21.4.2011

Essen, Aalto Theater, Stefan Soltesz Ära endet 2013, Hein Mulders wird Doppelintendant

 

TUP Aufsichtsrat entscheidet für neuen Opernchef

Hein Mulders (48)  wird ab der Spielzeit 2013/14  Nachfolger von Stefan Soltesz.  Mulders wird neuer Opern- und Philharmoniechef in Essen, sein Vertrag läuft bis 2017/18. So entschied der TUP Aufsichtsrat am Montgabend. Gleichzeitig werden die Aalto-Oper und die Philharmonie intendantisch vereint und zu einem Musikgiganten geformt. In der Philharmonie löst Mulders Johannes Bultmann ab, der seit 2008 im Amt ist.

Der personellen Zäsur geht eine höchst überfällige  strukturelle Änderung voran: Die Aufgaben von Opernintendanz und Generalmusikdirektor, zur Zeit in Personalunion von Soltesz gehalten, werden getrennt.  Gleichzeitig werden die Intendantenpositionen von Aalto Oper und Philharmonie zusammengelegt und auf Mulders übertragen. In Nachfolge der von Soltesz gehaltenen GMD-Position wird ebenfalls ein neuer  TUP Generalmusikdirektor gesucht.  Mulders wird sich in diese Suche bereits einbringen.

Mit dieser dringend erforderlichen Reorganisation bringt der TUP Aufsichtsrat  zeitgemäße Führungsstrukturen in die Leitung  Aalto-Oper und die Philharmonie, nämlich die Trennung künstlerischer Tätigkeiten von Managementaufgaben.

Hein Mulders kommt vom Concertgebouw in Amsterdam, neue Musik und Barockmusik seinen seine Leidenschaft. Er studierte Piano am Konservatorium Utrecht.

 IOCO / VJ / 4.2011

Essen, Aalto Theater, Das Rheingold 22.6.2011

  aalto_logo.jpg
Aalto Theater Essen

Presseinformation 

Das Rheingold

von Richard Wagner

Im Vorgriff auf die zyklischen Aufführungen von Richard Wagners Tetralogie im kommenden Sommer steht mit “Das Rheingold” nun auch der wieder Vorabend von “Der Ring des Nibelungen” auf dem Aalto-Spielplan. Regisseur Tilman Knabe sieht im Anfang der Geschichte bereits den Untergang angelegt: Die Handelnden agieren ohne jegliche ethische Norm oder moralische Verantwortung, indem sie ausschließlich ihre egoistischen Ziele wie Machtgier, Triebbefriedigung oder Besitzmehrung verfolgen. Auch die Unschuld einer Natur im Urzustand wird von der Regie als Camouflage enthüllt. “Ein so lustvoll perfekt im Detail durchgeformtes ‚Rheingold?, das eine kaputte Welt im Ganzen ins Visier nimmt, hat man lange nicht zu sehen bekommen! Obendrein stimmt die musikalische Qualität. Denn hier glänzt ein erstaunlich geschlossenes Ensemble.” (Wiener Zeitung)
ML: Soltesz, I: Knabe, B: Peter, K: Mauerer
15.4. (WA); 22.6.; 20.7.2011

Der als Revolutionär steckbrieflich gesuchte sächsische Kapellmeister Richard Wagner floh 1849 aus Deutschland. In seinem Gepäck führte er ein Textbuch über “Siegfrieds Tod” mit sich. Darin werden die Götter noch erlöst. Die nur knapp skizzierte Vorgeschichte verlangt nach Entfaltung: Am Ende sind es vier abendfüllende Werke. Wagner orientiert sich zum einen an der isländischen “Völsunga Saga” (weshalb er Siegfrieds Eltern einen ganzen Abend widmen muss), kombiniert diese Geschichte von Liebe und Verrat unter Menschen dann aber mit der Erzählung vom Untergang der Götter, wie er sie in der “Edda” vorfand: Das Ende einer Epoche, das Verschwinden der ehemals fast Allmächtigen dämmert herauf, neue Kräfte greifen nach der Macht, Verträge, Gesetze, alte Übereinkünfte werden über Bord geschmissen. Ängste und Ungewissheiten werfen Schatten auf das Geschehen. “Das Rheingold” erzählt von diesen Verwerfungen: Den Göttern mit Wotan an der Spitze stehen die Nibelungen – unterirdisch hausende, rastlos arbeitende Nachtalben – und die Riesen gegenüber. Alte Spannungen blitzen immer wieder auf. Über die Nibelungen herrscht Alberich durch die Macht des Goldes (deren Symbol der Ring ist) und strebt die Weltherrschaft an. Wotan, der auf der Erde einen Frieden mit den Riesen zustande gebracht hat, meldet seinen Herrschaftsanspruch an. Die Götterburg als dessen sichtbares Zeichen findet ihre – auch musikalische – Entsprechung im Ring. Die Arbeit mit wiederkehrenden und sich ständig verändernden Motiven, aus denen Wagner seine vieldeutige Partitur entwickelt, weist dem Orchester eine völlig eigenständige Rolle zu: Die vordergründige Handlung wird ergänzt durch Unausgesprochenes: Ahnungen und Erinnerungen, Ängste und Irritationen. Was bei den Nibelungen geschieht, ahnt Wotan auf lichten Höhen; das Ende der Götter leuchtet in den ersten Takten schon auf. Keine unberührte Natur, keine naiven Fabelwesen, sondern Menschen, die schon eng miteinander verstrickt sind. Und sie werden nicht voneinander loskommen, Götter und Nibelungen, bis zum Ende.

Essen, Aalto Theater / Philharmonie, Theatersaison 2011/12, Viel Wagner + mehr, Ballett pur, verzaubernde Jugendstücke, IOCO Aktuell, 21.04.2011


Aktuell

aalto_logo.jpg
Aalto Theater Essen

 

Aalto-Theater in Essen:

Spielplan 2011/12:  Oper, Ballett und Konzertvielfalt für Große; farbiges Musikkaleidoskop für Kinder- und Jugendliche

Das Aalto-Theater, am Opernplatz  in Essen gelegen, ist gerade einmal 23 Jahre alt; eröffnet 1988. Das Gebäude, Architekt Alvar Aalto,  soll “Humaner Architektur” entsprechen: Fließende Grundformen, geschwungene Sitzreihen. Ein asymmetrisch ansteigender Zuschauerraum bietet 1.120 Plätze auf zwei Rängen. Das Haus, 2008 zum besten Opernhaus gekürt,  ist ebenfalls Heim des populären Aalto Ballett Theater. Die Essener Philharmoniker “bedienen” das Musiktheater wie, in der benachbarten Philharmonie Essen (ehemals Saalbau), die Konzertfreunde. Mit 250.000 Besuchern jährlich und über 700 Mitarbeitern ist die Theatergemeinschaft Aalto/Philharmonie  prägend im Ruhrgebiet. Beruhigend: Trotz kommunaler Finanzkrisen besteht beim Aalto mit seinem Budget von €56 Mio und Zuschüssen von ca. €44 Mio Etatsicherheit. Die Gefühlslage des Managements ist trotz der hohen kommunalen Leistungen alles andere als entspannt; siehe Offener Brief von Intendant  Soltesz vom Januar 2010.

Intendant Stefan Soltesz, seit 1997 auch als Generalmusikdirektor im Amt, stellte den Spielplan 2011/12  des Hauses vor. Gemeinsam mit der Künstlerischen Betriebsdirektorin Juliane Pschigode, Ballettdirektor  Ben Van Cauwenbergh  und Geschäftsführendem Direktor Berger Bergmann.

200 Vorstellungen insgesamt füllen den Spielplan, davon 109  Opernaufführungen, 65 Ballettabende und 26 Philharmonische Konzerte.  Der Musiktheater Spielplan wird von der Nutzung des bestehenden Aalto-Repertoires geprägt. Zu Zeiten knapper Kassen eine höchst empfehlenswerte Maßnahme.  Den Opern-Besucher erwarten 2011/12 bei 109 Aufführungen 5 Premieren und rekordverdächtige 15 Wiederaufnahmen (WA). Ein vielfältiges Kultur-Angebot, besonders  im Hinblick auf sieben Wagner-Wiederaufnahmen, Details siehe unten.  Wagner-Opern werden in Regelfall nur zwei Mal aufgeführt; logistisch und künstlerisch eine extreme Herausforderung. Wagner-Interessierte wiederum sollten rechtzeitig gewünschte Karten oder ein Wagner Spezial-Abo buchen.

Der ersten Spieltag der neuen Saison, der 14. September 2011, bringt als Wiederaufnahme die Oper Liebestrank von Gaetano Donizetti in der Inszenierung von Andreas Baesler.  Zu den Wiederaufnahmen zählt Richard Wagner kompletter “Ring der Nibelungen” in zyklischer Form (Götterdämmerung 3.3.2012, Walküre 24.3.2012, Siegfried 7.4.2012, Rheingold 26.6.2012)  aber auch Der fliegende Holländer (8.10.2011), Tristan und Isolde (29.1.2012) und Tannhäuser(23.12.2011). Weitere WA sind die Opern Madame Butterfly von Giacomo Puccini (17.9.2011), Hercules von G.F. Händel (25.9.2011), Der Rosenkavalier von Richard Strauss (12.11.2011), Die Zauberflöte, Figaros Hochzeit und Die Csárdásfürstin. Ein Mammutprogramm, wenn da nicht auch noch 5 anspruchsvolle Premieren wären: Hoffmanns Erzählungen von Jacques Offenbach (22.10.2011), Die Fledermaus von Johann Strauss (10.12.2011), Eugen Onegin von Peter Tschaikowsky (25.2.2012), La Traviata von Guiseppe Verdi (5.5.2012) und abschließend Die Entführung aus der Serail von W.A. Mozart. (10.6.2012).

Aalto Theater Essen Adeline Pastor FOTO ABTE

Die Aalto Ballett Compagnie, im vierten Jahr unter Leitung des auch international erfolgreichen Ballettdirektors  Ben Van Cauwenbergh, bringt in der neuen Spielzeit 65  Aufführungen in Essen.  2008  begann Van Cauwenbergh mit 45 Aufführungen. Trotz fast 50% gestiegener Vorstellungen sind “seine” Produktionen mit über 90% sehr ausgelastet.  Chapeau Herr Van Cauwenbergh.  2011/12 stehen 2 Premieren und 5 Wiederaufnahmen  auf dem Spielplan.  Erste Premiere (21.1.2012) ist der dreiteilige Ballettabend “Lichtblicke” mit  “Petit Mort”, “Ohne Titel” und “Rooster”, Produktionen von Jiri Kylian, Christopher Bruce und Patrick Delcroix um die Musik Mozarts und der Rolling Stones. Es folgt die Ballettkomödie Max und Moritz von Edmund Gleede (31.3.2012). Sie  explodiert in Übermut,  begleitet von der Musik Gioacchino Rossinis. 5 Wiederaufnahmen, Carmen/Bolèro (24.9.2011), Irish Soul (7.10.2011), Tanzhommage an Queen (26.10.2011),  Coppèlia (15.12.2011), Leonce und Lena (19.5.2012) vervollständigen eine begeisternde Mischung von schwingendem Ausdruckstanz und Handlungsballett. Deren Ausstrahlung in der Region Rhein/Ruhr zunehmend heller leuchten wird, da die benachbarte Düsseldorfer Ballett Compagnie ihr Handlungsballett (z.B. Schwanensee) leider abgeschafft hat.

Die Essener Philharmoniker bieten 2011/12 im Alfried Krupp Saal der Philharmonie 26 Konzerte mit 12 verschiedenen Programmen. Dazu das traditionelle Neujahrskonzert, Aalto - Foyerkonzerte und als prächtige Sahnehaube das Open-Air-Konzert auf dem Kennedyplatz am 18.9.2011.

Das Musik-Programm für Kinder und Jugendliche  der Theater und Philharmonie Essen (TuP)  zeichnet sich durch Wärme und farbige Vielfalt aus. Unterstützt von  Evonik Industries AG  (Danke Evonik!)  gestaltet, singt, inszeniert und leitet Ensemblesängerin und Musikpädagogin  Marie-Helen Joel (hoher Mezzo) wunderbare Projekte wie Hänsel ohne Hexe (Oper kleinlaut) für Kinder ab 3 Jahre. Im  Aalto Ballett Garten (Der Zoo tanzt) tanzt man mit frechen Affen oder dicken Elefanten zur Musik von Karneval der Tiere von Saint-Saens oder das Krabbelkonzert (Der Frosch hüpft auf der Geige): Es geht um das Streichinstrument und ihre Klänge. In ihrer JOTA-Reihe führt Marie-Helen Joel zudem ihre kleinen Anvertrauten  in Foyer-Veranstaltungen regelmäßig und kostenlos in die Welt der Oper ein. Das Aalto-Theater und Marie-Helen Joel bieten Kindern und Jugendlichen auf diesem Weg unendlich vieles und bezaubernd Schönes. Eltern: Nutzt das Angebot!

In Summa: Der Spielpan 2011/12 des Aalto: Aufwendig und beeindruckend das Musiktheater, kreativ und spektakulär das Ballett, ein reichhaltiges Konzertprogramm. Das individuelle Kinder- und Jugendangebot des Aalto leuchtet besonders prall und sympathisch.  Eine Vorstellung  für die Kleinen im Großen Haus fehlt allerdings noch. Hänsel und Gretel wäre 100% ausverkauft und die großen Augen zu Weihnachten eine Belohnung…..Folgerung: Das  Aalto bereichert die Region, auch 2011/12 bietet es wieder viel Spannendes.

IOCO / Viktor Jarosch / 21.04.2011

26 Konzerte mit 12 verschiedenen Programmen. Dazu das traditionelle Neujahrskonzert,

Essen, Aalto Musiktheater, TERMINVERLEGUNG: PREMIERE “MADAMA BUTTERFLY” VORGEZOGEN! 21.4.2011

aalto_logo.jpg
Aalto Theater Essen

Presseinformation
EILIGE PRESSEINFORMATION

TERMINVERLEGUNG: PREMIERE “MADAMA BUTTERFLY” VORGEZOGEN!

Auf Grund eines eingeleiteten Untersagungsverfahrens sieht sich das Aalto-Theater gezwungen, die für Karfreitag, 22. April 2011 geplante Premiere von Giacomo Puccinis “Madama Butterfly” zu verlegen. Die Aufführung wird um einen Tag vorverlegt und findet nunmehr am Gründonnerstag, 21. April 2011, statt und zwar um 19.30 Uhr. Die für die Premiere “Madama Butterfly” gelösten Karten sowie die Ausweise des Premierenabonnements sind am Gründonnerstag gültig, können aber wahlweise auch wegen der Terminverlegung kostenlos umgetauscht werden, und zwar bis zum 16. April 2011.

Das Untersagungsverfahren wurde von der Stadt Essen auf Veranlassung durch das Regierungspräsidium Düsseldorf wegen eines angeblichen Verstoßes gegen das NRW-Feiertagsgesetz eingeleitet. Die Intendanz des Aalto-Theaters weist diesen Vorwurf der Ordnungswidrigkeit schärfstens zurück und verweist auf die seit mehr als zehn Jahren herrschende Übung, am Karfreitag Vorstellungen von Oper oder Ballett durchzuführen. Auch an zahlreichen anderen Bühnen in NRW finden am Karfreitag reguläre Vorstellungen statt. Insbesondere kann das Aalto-Theater die in der Verbotsandrohung geäußerte Kunstauffassung nicht nachvollziehen, dass eine Aufführung von “Madama Butterfly” “in erster Linie der Unterhaltung des Publikums dient”. Juristische Schritte werden derzeit geprüft.

Trotz seiner gegenteiligen Rechtsauffassung hat sich Intendant Stefan Soltesz schweren Herzens entschlossen, die Premiere “Madama Butterfly” um einen Tag vorzuziehen, um das künstlerische Ergebnis der Vorbereitungen und der Probenarbeit nicht zu gefährden und den immensen materiellen Schaden abzuwenden, der durch einen verbotsbedingten Ausfall der Premiere zwangsläufig entstanden wäre.

Die für den 21. April ursprünglich angesetzte Vorstellung des Balletts “Lichtblicke” entfällt ersatzlos. Für diese Ballettvorstellung gelöste Karten werden an den Kassen der TUP erstattet.