Essen, Aalto Musiktheater, Premiere Rotkäppchen und der Aufschneider, 03.09.2016

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Aalto Theater Essen

Aalto Musiktheater / Marie-Helen Joël (Hexe Kleinlaut, l.) und Christina Clark (Crizzy) © Saad Hamza

Aalto Musiktheater / Marie-Helen Joël (Hexe Kleinlaut, l.) und Christina Clark (Crizzy) © Saad Hamza

Rotkäppchen und der Aufschneider
Premiere Samstag, 3. September 2016, 15:00 Uhr, Aalto-Theater

Weitere Vorstellungen 4.9., 14:30 + 16:30 Uhr

Premiere in der Reihe „Oper Kleinlaut“ am Samstag, 3. September 2016, um 15 Uhr Für Hexe Kleinlaut und ihre Freundin Crizzy gibt es im Aalto-Theater gleich nach der Sommerpause schon wieder richtig viel zu tun: Der Jäger aus dem Märchenbuch hat die Übersicht verloren und braucht dringend Hilfe. „Rotkäppchen und der Aufschneider“ heißt das neue Abenteuer in der Reihe „Oper Kleinlaut“ für Kinder von 3 bis 6 Jahren, das am Samstag, 3. September 2016, um 15 Uhr

Premiere im Opernzelt im Foyer des Aalto-Theaters feiert. Es gibt so viele Märchen mit irgendwelchen Jägern, die ganz dringend Leben retten, Wolfsbäuche aufschneiden und alles zum Guten wenden müssen. Rotkäppchen will dringend befreit werden, da es im Bauch des Wolfes so dunkel ist, und Schneewittchen wird womöglich umgebracht, wenn der falsche Jäger den Job übernimmt. Eines steht fest: Die sieben Geißlein müssen es alleine schaffen, dem Wolf den Bauch mit Wackersteinen vollzuladen!

Der Jäger (Michael Haag) in dieser Aufführung ist der Meinung, dass er dringend mal Urlaub benötigt. Am liebsten natürlich in einem Märchen, in dem der Jäger zur Abwechslung eine Prinzessin heiraten darf. Vielleicht schaffen es Hexe Kleinlaut (Marie-Helen Joël) und Crizzy (Christina Clark), seine Aufgaben so einzuteilen, dass am Ende noch genug Zeit für ein eigenes Märchen bleibt.

Pressemeldung Aalto Musiktheater

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Essen, Aalto Ballett Theater Essen, Wiederaufnahme Hoffmanns Erzählungen, 10.09.2016

Juli 11, 2016  
Veröffentlicht unter Aalto Theater Essen, Pressemeldung

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Aalto Theater Essen

Aalto Theater Essen / Hoffmanns Erzählungen © Thilo Beu

Aalto Theater Essen / Hoffmanns Erzählungen © Thilo Beu

 Hoffmanns Erzählungen von Jacques Offenbach

Wiederaufnahme 10. September 2016 18 Uhr, weitere Vorstellungen 18.9.2016, 02.10.2016, 24.11.2016, 20.1.2017

 Jacques Offenbach Zeichnung © Albrecht Schneider

Jacques Offenbach Zeichnung © Albrecht Schneider

Mit einem Meisterwerk der französischen Oper startet das Aalto-Musiktheater in die neue Spielzeit: Jacques Offenbachs Les Contes d’Hoffmann (Hoffmanns Erzählungen), inszeniert von Dietrich W. Hilsdorf, feiert am 10. September 2016, seine Wiederaufnahme. Der Komponist vertonte in seiner Fantastischen Oper das 1851 uraufgeführte gleichnamige Theaterstück von  Jules Barbier und Michel Carré.

Die beiden Dichter verbanden Motive aus E.T.A. Hoffmanns literarischem OEuvre mit dessen fiktiver Biografie. Dabei geht es um vier große unglückliche Lieben des Poeten, der sich als jugendlicher Liebhaber mit einer seelenlosen Puppe täuschen lässt, die Liebe seines Lebens in einer todgeweihten Sängerin findet, schließlich bei einer Kurtisane Trost sucht, ehe sich angesichts seiner Trunksucht auch sein letztes Ideal von ihm abwendet. Treu bleibt ihm nur die Muse.

Hilsdorf hat für das Aalto-Theater eine eigene Spielfassung erstellt, die sich am Usus der Entstehungszeit und wohl auch an den Intentionen des Komponisten ausrichtet. In der Titelpartie ist der französische Tenor Sébastien Guèze zu erleben. Weitere wichtige Rollen übernehmen Baurzhan Anderzhanov (Lindorf, Coppélius, Doktor Miracle, Dapertutto), Elena Sancho Pereg (Olympia), Jessica Muirhead (Antonia), Katrin Kapplusch (Giulietta) und Marie-Belle Sandis (Muse, Nicklausse). Die musikalische Leitung hat Friedrich Haider.

Wiederaufnahme 10. September 2016, 18:00 Uhr, Weitere Vorstellungen 18. September; 2. Oktober; 24. November 2016;  20. Januar 2017

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Pressemeldung Aalto Theater

Essen, Aalto Musiktheater, Wiederaufnahme Rusalka von Antonin Dvorak, 08.04.2016

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Aalto Theater Essen

Aalto-Theater-Essen © IOCO

Aalto-Theater-Essen © IOCO

  Rusalka  von Antonín  Dvorák wieder auf Aalto-Spielplan

Wiederaufnahme am Freitag, 8. April 2016, um 19:30 Uhr, Weitere Vorstellungen 15. April; 5. Mai 2016

Das berühmte Lied an den Mond gehört längst zu den populärsten Klassik-Hits, und auch die komplette Oper zählt zu den größten Meisterwerken der Musiktheater-Literatur: Antonín Dvo?áks lyrisches Märchen Rusalka steht ab Freitag, 8. April 2016, um 19:30 Uhr wieder auf dem Spielplan des Aalto-Musiktheaters. Weitere Vorstellungen folgen am 15. April und 5. Mai 2016. In der viel gelobten Inszenierung von Lotte de Beer, die bei den International Opera Awards in London 2015 als Newcomerin des Jahres ausgezeichnet wurde, ist Sandra Janušait?, wie bereits in der Premierensaison, in der Rolle der Nixe Rusalka zu erleben. Die weiteren Hauptpartien singen Jeffrey Dowd (Prinz), Katrin Kapplusch (Fremde Fürstin) und Almas Svilpa (Wassermann). Die musikalische Leitung haben Tomáš Netopil und Gerrit Prießnitz (8.4.).

Essen / Aalto Theater - Rusalka © Bettina Stoess

Essen / Aalto Theater – Rusalka © Bettina Stoess

Lotte de Beer bringt Rusalka zwischen Märchen und Metapher, Traum und Realität ganz im Geiste seiner Entstehungsperiode auf die Bühne. In den Fokus rückt sie Unterdrückung der weiblichen Sexualität im Zeitalter der Freud’schen Traumdeutung. Die Oper wurde 1901 im Nationaltheater Prag uraufgeführt und ist Dvoráks vorletztes Werk. Das Stück erzählt die Geschichte der Rusalka, einer Nixe, die durch einen Hexenzauber menschlich wird. So erst kann sich zwar ihre lang ersehnte Liebe zu dem Prinzen erfüllen, doch muss sie dafür verstummen. Der Prinz verstößt die Stimmlose und ist damit selbst dem Tode geweiht.

Wiederaufnahme 8. April 2016, 19:30 Uhr, Aalto-Theater, Weitere Vorstellungen 15. April; 5. Mai 2016, Aalto-Theater  PMAaThE

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Essen, Aalto Musiktheater, AIDA von Giuseppe Verdi: 27 Jahre Kult, IOCO Aktuell, 03.02.2016

März 4, 2016  
Veröffentlicht unter Aalto Theater Essen, Kritiken

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Aalto Theater Essen

Aalto-Theater-Essen © IOCO

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AIDA – Farbenfrohe Abkehr von Pompösem

Essen / Aalto-Theater AIDA © Hamza Saad

Essen / Aalto-Theater AIDA © Hamza Saad

AIDA ist große Oper, Giuseppe Verdi einzigartiger Komponist. Nicht nur in Verona besitzt AIDA Kultstatus, auch im Aalto-Theater in Essen. In Verona inspiriert seit 100 Jahren die vom feinsinnigen ägyptischen Vizekönig Khedive Ismail Pasha in Auftrag gegebene klassische Volksoper AIDA. Ismail Pasha beauftragte Verdi 1870 für den astronomischen Betrag von 150.000 Goldfranken eine wahrhaft ägyptische Volksoper schreiben. Das Szenarium stammt von Auguste Mariette, Leiter der ägyptischen Antikenverwaltung, und, unbewiesen, aus einer alt-ägyptischen Papyrusrolle. Verdi jedenfalls schwärmt von seiner Ägyptenreise, als ihn die heiße Sonne inspirierte, die „glutvolle Thematik und das eigentümliche Wesen ägyptischer Volksweisen“ mit italienischem Belcanto-Kolorit zu füllen.

Essen / Aalto -Theater AIDA © Hamza Saad

Essen / Aalto -Theater AIDA © Hamza Saad

Dietrich Hilsdorfs inszenierte diese AIDA  in Essen bereits 1989. Dort wurde sie zu Kult und reizt auch 2016 mit grandioser Beleuchtung, farbenreicher Vielschichtigkeit und der Abkehr von Monumentalem. Eine modern-gefällige Anti-Kriegs-Sicht bietet Hilsdorf im Programmheft, wenn er die Handlung, wenig Verdi-treu, mit heutiger Rhetorik beschreibt: Ramphis facht dort „die kriegshetzerische Stimmung an“, „Vernichtungsauftrag wird in einem religiösen Akt abgesegnet“…. Doch mit farbig faszinierenden Bühnenbildern (Johannes Leiacker), auffälligen Lichteffekten und dunklen Schattenstrukturen (Jürgen Nase) verlässt Hilsdorf  allzu flachen Populismus und verleiht Verdis Belcanto-Oper einen lebendig differenzierenden Geist der heutigen Zeit. Hilsdorfs bleibende Neigung, Verdis AIDA mit Anti-Kriegs-Pathos zu verkleiden zeigt auch seine Bonner AIDA Inszenierung aus 2014.

Essen / Bühnenprospekt AIDA © IOCO

Essen / Bühnenprospekt AIDA © IOCO

Mit Beginn der Vorstellung stimuliert den Besucher bereits die Bildsprache eines riesigen  in weichen Farben gemalten Bühnenprospekts (Bild). Wüste, Pyramiden, Schilf und Palmen bilden sich darauf im sommerlichen Sonnenuntergang ab. Zu den zarten Lauten der Ouvertüre wandeln am Bühnenrand  Aida und Amneris in Prachtgewändern. Mit dem folgenden ersten Akt wird der Prospekt durch Lichteffekte durchsichtig, gibt dem Bühnebild mit aufregenden Schattenbildern lebendigen Charakter, wird zur Trennlinie von Liebe und Krieg. In einem großen einsichtigen Raum konspirieren planen Radames, Priester, Krieger. Hypnotische Faszination erzeugt auch das zweite Bild,  im welchem Radames das heilige Schwert erhält und den Gott Ptha den Feldzug segnen läßt.

Essen / Aalto Theater AIDA © Hamza Saad

Essen / Aalto Theater AIDA © Hamza Saad

Der kompositorisch einzigartige Triumph-Marsch, ein Höhepunkt von AIDA, verfällt in Hilsdorfs Inszenierung leider zum anbiedernden Anti-Kriegsplüsch. Zu großartigen Orchesterklängen und  AIDA-Trompeten defilieren nicht huldigende Kämpfer vor dem König. Stattdessen danken Priester aus den Rängen des Theaters, tanzen die Töchter gefallener Kämpfer RingelReihe, weihen Witwen ihre Kinder dem Krieg, feiern Industriemanager den Krieg, grüßen Veteranen mit Krücken, Jungfrauen überreichen dem König….. Zwei coole „Memphis Twins“ vertreiben tanzend Sorgen, dass Krieg doch etwas Schlechtes sein könnte. Texte, in Verdis Libretto nicht zu finden, sind gut gemacht und stärken die Authentizität der Bühnenhandlung als legitime Freiheiten moderner Inszenierungen. Mitreißend das letzte, sich im Unendlichen verlierende Bühnenbild, in welchem Aida mit ihrer Pace-Arie in dämonisch beklemmendem Halbdunkel Frieden für Radames und sich beschwört.

Das erfahrene Aalto-Ensemble meistert die hohen Anforderungen der Oper glänzend: Kelebogile Besong verleiht der vielschichtigen Partie der Aida mit romantisch-lyrischem Sopran, von zarten Piani hin zum dramatischen C einen ungewöhnlich reizvollen elegischen Klang; ihre Arie „O patria mia“ war ein Höhepunkt des Abends. Helena Zubanovich begegnet als Amneris dem lyrischen Duktus ihrer Gegenspielerin mit kultiviert dramatischem Mezzo.

Essen / Aalto Theater AIDA © Hamza Saad

Essen / Aalto Theater AIDA © Hamza Saad

Gaston Rivero gestaltet den Radames sicher mit verblüffend heller Tenorkraft. Die fordernde, frühe „Antrittsarie“ Celeste Aida meistert Rivero sicher und wohltimbriert, mitsamt des darin so gefürchteten hohen B. Tijl Faveyts ist als Hohepriester Ramfis ist mit schwerem Bass ebenso präsent wie Heiko Trinsiger mit wohlklingem Bariton als Amonasro und, aus den Rängen, Baurzhan Anderzhanov als König–Pharao. Yannis Pouspourikas leitet die Essener Philharmoniker mit gefühlsreicher Intensität. Zur zentralen Triumphszene des 2. Aktes gelingt Pouspourikas die komplexe Interaktion von Bühne und den in den Rängen des Aalto-Theaters verteilten großen Chöre (Patrick Jaskolka). So verbindet sich der Klangreichtum Verdis mit dem Bühnengeschehen und wird zu einem homogenen Gesamtwerk.

AIDA im Aalto-Theater, 1989 erstmals inszeniert, ist auch 2016 hochmodern, ansprechend und faszinierend. Ensemble, Chöre und Orchester wurden von den Besuchern lange und laut gefeiert.

IOCO / Viktor Jarosch / 04.04.2016

AIDA im Aalto-Theater: Weitere Vorstellungen am 1. Juli 2016, 10. Juli 2016

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