Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Oper und Ballett am Rhein – Juni 2017

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Oper und Ballett am Rhein im Juni 2017


Fr 02.06. – 19.30 Uhr
Ballettpremiere b 32: Petite Messe solennelle (Uraufführung) von Martin
Schläpfer zur Komposition von Gioacchino Rossini im Opernhaus Düsseldorf


Di 06.06. – 17.00 Uhr
Opernwerkstatt: Podiumsgespräch und Probenbesuch zur Premiere von Don
Carlo im Theater Duisburg


Sa 10.06. – 19.30 Uhr
Opernpremiere: Don Carlo von Giuseppe Verdi in der Regie von Guy Joosten
im Theater Duisburg


So 18.06. – 11.00 Uhr
Barockes aus Venedig und Hamburg – Symphoniker im Foyer des
Düsseldorfer Opernhauses


Mo 19.06. – 17.00 Uhr
Opernwerkstatt: Podiumsgespräch und Probenbesuch zur Premiere von Das
Rheingold im Opernhaus Düsseldorf


Fr 23.06. – 19.30 Uhr
Opernpremiere: Das Rheingold von Richard Wagner in der Regie von Dietrich
W. Hilsdorf im Opernhaus Düsseldorf


So 25.06. – 11.00 Uhr
Liedermatinee mit Elena Sancho Pereg (Sopran) und Stephen Harrison
(Klavier) im Foyer des Düsseldorfer Opernhauses


So 25.06. – 15.00 Uhr 
Der Opernbaukasten – Folge 2: Oper entdecken mit Malte Arkona im Theater
Duisburg


Fr 30.06. – 18.00 Uhr
„Sing together“ Gemeinsames Chor-Mitsingkonzert im Theater Duisburg


Im Juni stehen in den beiden Spielstätten der Deutschen Oper am Rhein gleich zwei Opern- und eine Ballettpremiere auf dem Programm: Martin Schläpfer stellt am 2. Juni in Düsseldorf sein neues abendfüllendes Stück vor: In Petite Messe solenelle setzt er sich intensiv mit der gleichnamigen vielschichtigen Komposition aus dem Spätwerk Gioacchino Rossinis auseinander. Mit Giuseppe Verdis Don Carlo am 10. Juni im Theater Duisburg und Wagners Das Rheingold am 23. Juni im Opernhaus Düsseldorf kommen zwei zentrale Werke der Operngeschichte auf die Bühne. Der flämische Regisseur Guy Joosten wusste gemeinsam mit Bühnenbildner Alfons Flores und Kostümbildnerin Eva Krämer mit der bildstarken Don Carlo -Interpretation in der vergangenen Spielzeit bereits in Düsseldorf zu überzeugen – nun kommt das Stück auch nach Duisburg.

Mit Spannung wird überdies am 23. Juni im Opernhaus Düsseldorf der Vorabend zu Richard Wagners großer Ring- Tetralogie erwartet: Dietrich W. Hilsdorf inszeniert im Team mit Bühnenbildner Dieter Richter und Kostümbildnerin Renate Schmitzer alle vier Teile, die im Laufe der nächsten beiden Spielzeiten sowohl in Düsseldorf als auch in Duisburg zu erleben sein werden.PMDOR

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Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, 2017/18: – 280 Vorstellungen – Reiche Kontraste, IOCO Aktuell, 06.05.2017

Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

 19 Premieren – Große Kontraste – Jugendfocus

Rheinoper Duesseldorf / Intendant Christoph Meyer © Susanne Diesner

Rheinoper Duesseldorf / Intendant Christoph Meyer © Susanne Diesner

Die Deutsche Oper am Rhein ist eine Theatergemeinschaft; Spielstätten sind das Opernhaus Düsseldorf (1.342 Plätze) und das Theater Duisburg (1.079 Plätze). Mit über 280 Vorstellungen, 240.000 jährlichen Besuchern, 172.000 in Düsseldorf und 68.000 in Duisburg ist die Rheinoper seit vielen Jahren zentraler Kulturträger der Region. Rund 600 Beschäftigte, ein starkes Sängerensemble und die prämierte Tanzcompagnie Ballett am Rhein bilden die Grundlage für das reiche Kulturangebot der Rheinoper.  Der Etat der Rheinoper beträgt €48 Mio., €38,5 Mio Zuschüsse kommen von Stadt und Land (Düsseldorf €27 Mio, Duisburg €9,6 Mio, NRW € 1,8 Mio). Intendant Christoph Meyer leitet das Haus seit 2009.

Mit sieben Opernproduktionen und fünf neuen Ballettprogrammen setzt die Deutsche Oper am Rhein die großen Akzente in der Spielzeit 2017/18. 19 Premieren und über 280 Vorstellungen in Düsseldorf und Duisburg bilden spannungsreiche Kontraste zwischen Schlüsselwerken des 18., 19. und 20. Jahrhunderts, zeitgenössischen Stücken und Uraufführungen.

Oper am Rhein

Nach langer Vorbereitung wird die Neuinszenierung von Richard Wagners Der Ring des Nibelungen jetzt konkret: Dem Auftakt mit Das Rheingold (Premiere 4.11.2017 in Duisburg) lässt die Deutsche Oper am Rhein in der Regie von  Dietrich W. Hilsdorf Die Walküre (Premieren 28.1.2017 Düsseldorf, 31.5.2018 Duisburg), Siegfried (Premiere 7.4.2018 Düsseldorf, 26.1.2019 Duisburg) und, erst 2018/19, die Götterdämmerung  (27.10.2018 Düsseldorf, 5.5.2019 Duisburg) folgen. Generalmusik­direktor Axel Kober – regelmäßiger Gast bei den Bayreuther Festspielen – erarbeitet den neuen „Ring am Rhein“ mit beiden Orches­tern, den Düsseldorfer Sym­pho­­nikern und den Duisburger Philharmonikern, so dass Der Ring mit unterschied­lichen Sängerbesetzun­gen bis zum Sommer 2019 sowohl im Opernhaus Düsseldorf als auch im Theater Duisburg zur Aufführung kommt.

Rheinoper Duesseldorf / GMD Axel Kober © Susanne Diesner

Rheinoper Duesseldorf / GMD Axel Kober © Susanne Diesner

Ganz bewusst stellt Generalintendant Christoph Meyer dem Opus summum des 19. Jahrhunderts ein Schlüsselwerk des 20. Jahrhunderts gegenüber: Regiestar Stefan Herheim bringt Alban Bergs Wozzeck in Düsseldorf auf die Bühne, Premiere 20.10.2017. Der Norweger, der inzwischen drei Mal zum Opernregisseur des Jahres gekürt wurde und in Düsseldorf bereits mit seiner Inszenierung von Händels Xerxes begeisterte, setzt das um Verbrechen, Schuld und Strafe kreisende Drama mit erstklassigen Solisten wie Bo Skovhus (Wozzeck), Camilla Nylund (Marie), Matthias Klink (Hauptmann) sowie Corby Welch (Tambour­major) und Sami Luttinen (Doktor) unter der musikalischen Leitung von Axel Kober in Szene.

Rheinoper Duesseldorf / Don Pasquale © Hans Joerg Michel

Rheinoper Duesseldorf / Don Pasquale © Hans Joerg Michel

Im Zentrum des italienischen Opernrepertoires der kommenden Spielzeit steht die Neuproduktion von Gaetano Donizettis Maria Stuarda (Premiere 15.12.2017 in Duisburg) durch den flämischen Regisseur Guy Joosten,  der sich damit nach Verdis Don Carlo erneut dem historischen Stoff eines Schiller-Dramas widmet. Musikalisch geleitet von Lukas Beikircher geben Olesya Golovneva (Maria Stuarda) und Sarah Ferede (Elisabetta I.) ihre Rollendebüts im Machtkampf der englischen Königin und ihrer schottischen Halbschwester. Puccinis Madama Butterfly (Regie: Joan Anton Rechi) kommt nach ihrer erfolgreichen Premiere in Duisburg am 18.11.2017 auf die Düsseldorfer Bühne, während Donizettis Don Pasquale, die Opernstar Rolando Villazón gerade in Düsseldorf in Szene setzt, in der kommenden Spielzeit erstmals in Duisburg zu erleben ist, Premiere 22.2.2018.

 Rheinoper Duesseldorf / Die Zauberfloete © Hans Joerg Michel

Rheinoper Duesseldorf / Die Zauberfloete © Hans Joerg Michel

Nach der Kult-Inszenierung von Mozarts Zauberflöte präsentieren die Bilderzauberer der britischen Theater­gruppe „1927“ ihre zweite Opernproduktion: Mit Petruschka von Igor Strawinsky und L’Enfant et les Sortilèges von Maurice Ravel haben sie zwei Werke gewählt, die ihren Ursprung im Paris des frühen 20. Jahr­hunderts haben und sich für das einzigartige Zusammenspiel von Animation und live agierenden Darstellern bestens eignen. Marc Piollet übernimmt die musikalische Leitung.

Mit der Plattform Regie bietet die Deutsche Oper am Rhein ihren Spielleitern und Nachwuchsdirigenten ein Experimentierfeld zur Auseinandersetzung mit kaum bekannten Opernraritäten: Kinga Szilágyi und Volker Böhm präsentieren zwei Einakter aus verschiedenen Stilepochen, die auf antiken Stoffen basieren und von Irrwegen der Liebe handeln: Pygmalion, Premiere 22.4.2018 in Duisburg, das erste Bühnenwerk des späteren Belcanto-Meisters Gaetano Donizetti trifft auf Bohuslav Martinu klangmächtigen Einakter Ariadne. Ville Enckelmann und Jesse Wong dirigieren die Duisburger Philharmoniker.

Aus dem Opernrepertoire von 30 Werken stechen in dieser Spielzeit zwei Stücke ganz besonders hervor: Stilbildend waren die Inszenierungen und Bühnenbilder von Jean-Pierre Ponnelle, der mit über 300 Produk­tionen Operngeschichte geschrieben hat. Eine von ihnen, Gioacchino Rossinis Komödie La Cenerentola, (WA 17.9.2017 in Düsseldorf) befindet sich seit 1974 im Repertoire der Deutschen Oper am Rhein. Zwölf Jahre nach der  letzten Aufführung kehrt sie – liebevoll und detailgetreu aufbereitet – zum Saisonstart auf die Bühne des Düsseldorfer Opernhauses zurück. Benjamin Brittens Oper Peter Grimes, (WA 6.5.2018 in Duisburg, 29.6.2918 in Düsseldorf)) die 2009 die Intendanz von Christoph Meyer eröffnete, ist in der eindrucksvollen und vielbeachteten Inszenierung von Immo Karaman im Frühjahr 2018 erneut in Duisburg und Düsseldorf zu erleben.

Theater Duisburg © Hans Joerg Michel

Theater Duisburg © Hans Joerg Michel

Junge Oper am Rhein

Zwei Familienopern auf den großen Bühnen zeigen den hohen Stellenwert der Jungen Oper am Rhein:  Wäh­rend Oliver Knussens fantastische Familienoper Wo die wilden Kerle wohnen empfohlen ab 6 Jahren) in Düsseldorf zu sehen ist (Premiere 4.2.2018), kommt Gerald Reschs Oper Gullivers Reise (Premiere 3.10.2017 in Duisburg) empfohlen ab 8 Jahren) nach ihrer Uraufführung in Dortmund im Theater Duisburg auf die Bühne. Die Premiere ist der Höhepunkt des Maus-Türöffner-Tages am 3. Oktober: Malte Arkona gibt spannende Theater-Einblicke am bundesweiten Aktions­tag der Sendung mit der Maus. Der beliebte KiKA-Moderator und Pate der Jungen Oper am Rhein spielt auch die Hauptrolle im neuen „Opernbaukasten“: In Folge 3 lädt er mit Solisten aus dem Ensemble und großem Orchester zu einem witzig-turbulenten Streifzug durch die Welt der Oper ein.

Projekte, in denen sich Kinder und Jugend­liche künstlerisch-praktisch mit Oper und Ballett auseinander­setzen, sind ebenso wichtig wie die intensive Vermitt­lungs­arbeit der Jungen Oper am Rhein: Mit Workshops in Schulen, praxisorientierten Werkstätten, Patenprojekten oder Vorstellungs­besuchen mit den „Operntestern“ richtet sich das vielfältige Angebot an Kinder und ihre Familien, Schüler, Lehrer und junge Erwachsene.

Ballett am Rhein

Rheinoper Duesseldorf / BallettamRhein Compagnie © Gert Weigelt

Rheinoper Duesseldorf / BallettamRhein Compagnie © Gert Weigelt

Mit acht Uraufführungen und zehn Neueinstudierungen macht das Ballett am Rhein Düsseldorf Duisburg neugierig auf die kommende Saison. Gleich zwei neue Kreationen präsentiert Martin Schläpfer mit seiner Choreographie Roses of Shadow zur Auftragskomposition von Adriana Hölszky und seiner Schwanensee Interpretation. Erstmals erarbeitet der aus der Freien Tanzszene bekannte Choreograph Ben J. Riepe mit dem Ballett am Rhein ein Stück: Environment ist im Programm b.35 zu erleben – ebenso wie die Uraufführung Abendlied von Remus Sucheana (beide Premieren 27.4.2018 in Düsseldorf). Meisterwerke von George Balanchine, Jerome Robbins, Hans van Manen, Marco Goecke, Kurt Jooss und Ohad Naharin definieren überdies die Programme b.29 bis b.36.

Mit b.29 eröffnet am 23.9.2017 ein Programm in Düsseldorf die Ballettsaison, das in der vergangenen Spielzeit im Theater Duisburg für große Begeisterung sorgte: Mozartiana, das letzte große Werk von George Balanchine zur gleichna­mi­gen Suite von Peter I. Tschaikowsky, ist eine Hommage an die Schönheit des Tanzes. Dem gegenüber stellt Martin Schläpfer sein Konzert für Orchester zur gleichnamigen Komposition von Witold Lutoslawski. In rastloser Bewegung, getragen von äußerster Spannung und Kraft, spiegeln sich in seiner Choreographie Zerrbilder einer Welt, die aus den Fugen geraten scheint. Jerome Robbins The Concert ist eine hinreißend komische Liebeserklärung an den Tanz. Als groteske wie liebevolle Persiflage auf die Riten beim Besuch eines Konzerts und schonungsloser Blick auf alles, was bei einer Ballettauf­führung schief gehen kann, nimmt es Publikum wie Protagonisten gleichermaßen unter die Lupe. Mitakteur und einfühlsamer Pianist ist der israelische Künstler Matan Porat, die musikalische Leitung hat Wen-Pin Chien.

Rheinoper Duesseldorf / BallettamRhein Chef Martin Schlaepfer © Gert Weigelt

Rheinoper Duesseldorf / BallettamRhein Chef Martin Schlaepfer © Gert Weigelt

Die Duisburger Ballettsaison beginnt am 14.10.2017 mit einem abendfüllenden Stück, das Martin Schläpfer als letzte Neukreation der laufenden Spielzeit im Opernhaus Düsseldorf vorstellt: Petite Messe solennelle in b.32 zu Gioacchino Rossinis gleichnamiger Messe für vier Solisten, Chor, zwei Klaviere und Harmonium ist ein Alterswerk und eine Sakralmusik, die unverkennbar vom Einfallsreichtum und Stil des Opernkomponisten Rossini geprägt ist. Das Spannungsfeld zwischen den großen Fragen des Menschseins und den Irrsinnigkeiten der Opera buffa bereitet Schläpfers Tanzkunst einen reichen Boden für eine Uraufführung, mit der er auch seine Zusammen­arbeit mit Solisten und dem Chor der Deutschen Oper am Rhein fortsetzt, musikalische Leitung Gerhard Michalski. Reprisen in Düsseldorf ab 22.11.2017.

Rheinoper Duesseldorf / BallettamRhein - b.32 © Gert Weigelt

Rheinoper Duesseldorf / BallettamRhein – b.32 © Gert Weigelt

Als Fortsetzung der fruchtbaren Zusammenarbeit mit Adriana Hölszky hat die Auftragskomposition und Uraufführung Roses of Shadow im Programm b.33 (Premiere Düsseldorf am 16.12.2017) für Martin Schläpfer ein besonderes Gewicht. Anders als bei DEEP FIELD erarbeiten beide dieses Mal bewusst kein abendfüllendes Stück, sondern ein kammermusika­lisch besetztes Format, das eine andere Seite der Komponistin zum Leuchten bringt und für Martin Schläpfer neue Kreationsräume öffnet. Der Duisburger Künstler Marcus Spyros Bertermann gestaltet Bühne und Kostüme, die musikalische Leitung hat erneut Wen-Pin Chien. Gerahmt wird die Uraufführung von zwei Klassikern der Moderne: Stravinsky Violin Concerto von George Balanchine und Polish Pieces von Hans van Manen.

b.34, Premiere am 2.2.2018 in Duisburg, spannt mit Schläpfers Appenzellertänze, Marco Goeckes Le Spectre de la Rose und Der Grüne Tisch von Kurt Jooss einen thematisch und stilistisch weiten Bogen. Die im Jahr 2000 für das ballettmainz kreierten Appenzellertänze zeichnen ein rührendes, aber auch bitterböses Bild über die Menschen und deren Bräuche in der hügeligen Gegend der Ostschweiz, in der Martin Schläpfer aufwuchs. Nach der legen­dären Vorlage von Mikhail Fokin gestaltete Marco Goecke 2009 seine eigene Version von Le Spectre de la Rose und schuf in der für ihn typischen vibrierenden Tanzsprache eine beeindruckende Neuinterpreta­tion. Zu den bedeutendsten und bühnenwirksamsten Meisterwerken des drama­tischen Tanztheaters zählt Der Grüne Tisch von Kurt Jooss – einstudiert vom Ballett am Rhein wurde es in der Spielzeit 2015/16 bereits im Düsseldorfer Opernhaus gefeiert und ist nun im Theater Duisburg zu erleben.

Als Programm mit zwei Uraufführungen und zudem als erste Zusammenarbeit mit einem Künstler, der bisher ausnahmslos in der Freien Tanzszene tätig war, zeigt sich b.35 Premiere 27.4.2018 in Düsseldorf, radikal gegenwärtig. Eröffnet wird es mit Decadance, einem Work in Progress, in dem der israelische Choreograph Ohad Naharin„Mr. Gaga“ – seit vielen Jahren mit Ballettcompagnien auf der ganzen Welt eigene Akzente in seiner berühmten Tanzsprache erarbeitet. Environment nennt Ben J. Riepe seine Uraufführung und betritt mit ihr erstmals den Boden einer klassischen Ballettcompagnie. Der für seine eigensinnige künstlerische Sprache zwischen Tanz, Performance und Bildender Kunst bekannte frühere Folkwang-Student widmet sich in seinem Werk den Grenzen und Möglich­kei­ten des Körpers und der polarisierenden Haltung zwischen „Körper-Haben“ und „Körper-Sein“. Mit Abendlied stellt Remus Cucheanc eine neue Kreation zu einem Trio von Franz Schubert vor. Nach seinem Concerto grosso Nr. 1 wählt er die intime Besetzung des Klaviertrios als musikalische Basis für ein Werk über Liebe und Vertrauen in einer durch Gewalt und Zerstörung geprägten Zeit.

Das berühmteste Ballett aller Zeiten kommt im Programm b.36 im Opernhaus Düsseldorf zur Aufführung, Premiere 8.6.2018: Schwanensee zur Musik von Peter I. Tschaikowsky unter der musikalischen Leitung von Axel Kober. Die Geschichte um den Prinzen Siegfried, der sich in die in einem bösen Zauber gefangene Schwanenkönigin Odette verliebt, hat seit ihrer Uraufführung 1877 am Moskauer Bolschoi-Theater zahlreiche Deutungen erfahren, als deren  Inbegriff bis heute Marius Petipas und Lew Iwanows legendäre St. Petersburger Choreographie aus dem Jahre 1895 gilt. Mit großer Spannung wird nun Martin Schläpfers eigene Interpretation mit dem Ballett am Rhein erwartet.

In der dritten Ausgabe der Plattform Choreographie Young Moves, Premiere 30.6.2018 in Duisburg, bekommen Nachwuchskünstler des Balletts am Rhein erneut Gelegenheit, eigene Stücke auf die Bühne zu bringen: Feline van Dijken, Sonia Dvorák, Virginia Segarra Vidal und Eric White präsentieren im Theater Duisburg in einer gemeinsamen Premiere zum Saisonabschluss ihre choreographische Kreativität.

 

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Premiere Don Pasquale – Rolando Villazon, 29.04.2017

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Don Pasquale von Gaetano Donizetti

Dramma buffo in drei Akten / Libretto von Giovanni Domenico Ruffini und Gaetano,  Inszenierung Rolando Villazón, In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere Samstag, 29. April 2017, 19.30 Uhr, weitere Vorstellungen 3.5.2017, 6.5.2017, 10.5.2017, 13.5.2017, 19.5.2017, 21.5.2017, 26.5.2017, 28.5.2017

Der aus Mexiko stammende Startenor Rolando Villazón gehört seit vielen Jahren zu den Publikumslieblingen der Opernszene und macht inzwischen auch als Talk-Master, Cartoonist, Romanautor und Opernregisseur von sich reden. Nun ist er erstmals an der Deutschen Oper am Rhein zu Gast, um Gaetano Donizettis komische Oper Don Pasquale als seine sechste Operninszenierung zu präsentieren. Unter der musikalischen Leitung von Nicholas Carter ist am Samstag, 29. April, Premiere im Opernhaus Düsseldorf.

Deutsche Oper am Rhein / Don Pasquale - Meyer Villazon © Andreas Endermann

Deutsche Oper am Rhein / Don Pasquale – Meyer Villazon © Andreas Endermann

„Ich liebe es, mir Welten auszudenken, Strukturen und Regeln für diese Welten zu schaffen und diese dann mit den Kollegen auf die Bühne zu bringen“, sagt Villazón, der selbst drei große Donizetti-Partien gesungen und dessen heitere Oper L’elisir d’amore bereits inszeniert hat. „Grundsätzlich glaube ich, dass man in Donizettis komischen Opern wie ‚Don Pasquale‘ weiter gehen muss als nur die Komik darzustellen – wir müssen Tiefe suchen und finden.“ Für die Neuinszenierung, die in Koproduktion mit der Volksoper Wien entsteht, arbeitet er mit dem Bühnenbilder Johannes Leiacker und dem Kostümbildner Thibault Vancraenenbroeck zusammen.

Am Pult der Düsseldorfer Symphoniker gibt der Australier Nicholas Carter sein Debüt am Rhein. Die Titelpartie singt der berühmte italienische Bariton Lucio Gallo, der als ständiger Gast an der Metropolitan Opera, der San Francisco Oper und den großen europäischen Opernhäusern zu Hause ist. Aus dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein sind Dmitri Vargin als Dottor Malatesta und die Nachwuchskünstlerin des Jahres 2015 (Jahrbuch Opernwelt), Elena Sancho Pereg, mit ihrem Debüt als Norina zu erleben. Als Ernesto gastiert der junge rumänische Tenor Ioan Hotea in Düsseldorf. 

Deutsche Oper am Rhein / Don Pasquale © Hans Joerg Michel

Deutsche Oper am Rhein / Don Pasquale © Hans Joerg Michel

Alter schützt vor Torheit nicht. In dieser Quintessenz ist die Geschichte von Don Pasquale keineswegs ein Einzelfall. Schon die Commedia dell’arte, die alte italienische Stegreifkomödie, nahm den Typ des eitlen, verblendeten oder sich selbst überschätzenden Alten gern aufs Korn. Zur Spottfigur eignete er sich besonders dann, wenn er wie Don Pasquale auf Freiersfüßen geht und nach einer Frischzellenkur verlangt. Dann kann ihm sogar der eigene Hausarzt zum Feind werden. Dottor Malatesta jedenfalls ist ein Verbündeter der Jugend. Um dem unglücklichen Neffen Ernesto zu helfen, fädelt er eine Scheinehe zwischen Pasquale und Ernestos Auserwählter, der schönen, aber mittellosen Norina, ein. Doch kaum ist die Hochzeit gefeiert und das Vermögen geteilt, da verwandelt sich die liebreizende und sanftmütige Braut in eine boshafte Furie. Sie stellt verschwenderische Ansprüche, lässt sich teuren Putz und Kleider liefern, macht sich über den alten Pasquale lustig und demütigt ihn, wo immer sie kann. Um die häusliche Plage wieder los zu werden, ist Pasquale bereit, seinen Neffen und dessen Verlobte in seinem Haus aufzunehmen, und muss erkennen, dass er Opfer einer gemeinschaftlichen Intrige geworden ist.

Gaetano Donizettis (1797–1848) Oper Don Pasquale ist ein Nachtrag zur Opera buffa. Als sie 1843 in Paris uraufgeführt wurde, war die Blütezeit dieser Gattung bereits vorüber. Eine neue Empfindsamkeit und Dramatik beherrschte die Opernbühne und räumte der quirligen Komödien rossinischer Prägung mehr Sentiment ein. Malatesta darf seine Heiratskandidatin in schwärmerischem Ton anpreisen, Ernesto sich kurzzeitig in Weltschmerz ergehen, und der Ohrfeige, die Don Pasquale von der wildgewordenen Norina empfängt, haftet etwas leicht Tragisches an. Dennoch, auch Donizettis Figuren können musikalisch richtig in Fahrt kommen und den Lebensnerv der alten Musikkomödie treffen.

Rolando Villazón ist als Startenor besonders im italienischen und französischen Opernfach zu Hause. Seit 2011 hat der mexikanische Sänger auch sein Faible für Musiktheaterregie entdeckt und verschiedene Opern für Lyon, Baden-Baden, Wien und Berlin in Szene gesetzt. Jetzt ist er erstmals an der Deutschen Oper am Rhein als
Regisseur zu Gast.

Musikalische Leitung: Nicholas Carter, Licht: Davy Cunningham, Inszenierung: Rolando Villazón Chorleitung: Gerhard Michalski, Bühne: Johannes Leiacker Dramaturgie: Hella Bartnig, Kostüme: Thibault Vancraenenbroeck, Don Pasquale: Lucio Gallo, Notar: Daniel Djambazian, Dottor Malatesta: Dmitri Vargin, Akrobat: Susanne Preissler, Ernesto: Ioan Hotea Chor: Chor der Deutschen Oper am Rhein, Norina: Elena Sancho, Pereg Orchester: Düsseldorfer Symphoniker

Don Pasquale im Opernhaus Düsseldorf: Sa 29.04. – 19.30 Uhr (Premiere) / Mi 03.05. – 19.30 Uhr / Sa 06.05. – 19.30 Uhr / Mi 10.05. – 19.30 Uhr / Sa 13.05. – 19.30 Uhr / Fr 19.05. – 19.30 Uhr / So 21.05. – 15.00 Uhr / Fr 26.05. – 19.30 Uhr / So 28.05. – 15.00 Uhr / Sa 03.06. – 19.30 Uhr, PMDOR

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Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Ballettpremiere b.32 Petite Messe solennelle, 02.07.2017

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Ballettpremiere b.32:   Petite Messe solennelle

am Freitag, 2. Juni 2017, um 19.30 Uhr im Opernhaus Düsseldorf

Grabmal Gioacchino Rossini © IOCO

Grabmal Gioacchino Rossini © IOCO

Petite Messe solennelle heißt Martin Schläpfers neues abendfüllendes Ballett zu Gioacchino Rossinis gleichnamiger Messe für vier Solisten, gemischten Chor, zwei Klaviere und Harmonium. Rossinis in späten Jahren komponierte Kirchenmusik ist in Wahrheit alles andere als eine Petitesse. Unverkennbar von der Vitalität und Expressivität der italienischen Oper geprägt, trägt sie gleichzeitig eine tiefe Melancholie und Nachdenklichkeit in sich und spiegelt auf faszinierende Weise wider, wie sich der Komponist der verwirrenden Vielschichtigkeit von Glaubensfragen im 19. Jahrhundert stellte. Das Spannungsfeld zwischen den großen Fragen des Menschseins und den Irrsinnigkeiten der Opera buffa bereitet Schläpfers Tanzkunst einen reichen Boden.

„Mich interessiert das poröse Gestein zwischen Leben und Gelebtem, Geistigem und Göttlichem, Niedrigem und Hohem, Tanz, Theater, Poesie und Commedia dell’arte“, sagt Martin Schläpfer zu seinem abendfüllenden Ballett. Mit Petite Messe solennelle bringt er abermals ein Stück auf die Bühne, das in der Begegnung von Tänzern, Instrumental- und Gesangssolisten sowie dem Chor der Deutschen Oper am Rhein die unterschiedlichsten künstlerischen Kräfte des Hauses bündelt. Die musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor Axel Kober. Die Uraufführung wird bei der Premiere durch ZDF/3sat aufgezeichnet. PMDOR

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