Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Ballettpremiere b.28, 29.05.2016

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

 

Premiere  Ballett am Rhein: b.28
Paul Taylor: Esplanade,  Hubert Essakow: Tenebre (Uraufführung)
Nils Christe: Different Dialogues (Uraufführung)

Sonntag, 29. Mai 2016, 18.30 Uhr, weiter Vorstellungen 1. Juni 2016; 4. Juni 2016; 12. Juni 2016; 3. Juli 2016; 7. Juli 2016; 10. Juli 2016

zur letzten Düsseldorfer Ballettpremiere in dieser Spielzeit präsentiert Martin Schläpfer mit b.28 zwei Uraufführungen: Tenebre von Hubert Essakow und Different Dialogues von Nils Christe.

Außerdem zeigt das Ballett am Rhein mit Esplanade erstmals ein Werk Paul Taylors. Zu barocken Klängen von Johann Sebastian Bach schuf Paul Taylor 1975 sein Ballett Esplanade, das heute zu den Meisterwerken des Modern Dance zählt. Als „eine Reise durch Nacht zum Licht“ beschreibt der in Südafrika geborene Hubert Essakow, der mit seinen Arbeiten derzeit in der Londoner Tanzszene für Furore sorgt, seine Neukreation Tenebre. Der Titel bezieht sich auf die musikalische Basis seines Balletts, die gleichnamige Komposition für Streichorchester von Bryce Dessner, verschränkt
mit dessen Delphica für Viola solo und kombiniert mit Soundscapes des britischen Klangkünstlers Garreth Mitchell.

Nils Christe schließlich, der in Düsseldorf und Duisburg mit so unterschiedlichen Stücken wie Fearful Symmetries und Sorrowful Songs begeisterte, choreographiert in seiner Uraufführung „Different Dialogues“ zu Teilen aus Phillip Glass‘ Sinfonie Nr. 3 und dessen Konzert für Violine und Orchester.

Am Pult der Düsseldorfer Symphoniker ist der junge Kapellmeister Aziz Shokhakimov zu erleben. Solisten in Johann Sebastian Bachs und Philip Glass‘ Violinkonzerten sind die Konzertmeister der Düsseldorfer Symphoniker Franziska Früh, Dragos Manza, Egor Grechishnikov und Emilian Piedicuta. Bryce Dessners Delphica wird interpretiert von Solobratschist Ralf Buchkremer.

Paul Taylor: Esplanade
Eine Esplanade ist ein Ort, an dem man spazieren oder sich aufhalten kann – eine Promenade, ein Platz, ein Boulevard. Alltägliches findet auf einer Esplanade statt, und so war es auch eine simple Szenerie, die Paul Taylor 1975 zu seinem Ballett Esplanade inspirierte: der Blick auf ein rennendes Mädchen, das versuchte, einen Bus zu erreichen. Alltägliche Bewegungen wie Laufen, Rennen, Springen, Rutschen, Stürzen oder einfach nur Stehen fügen sich zu Violinkonzerten von Johann Sebastian Bach in Esplanade zu einer Choreographie, die heute zu den Meisterwerken des Modern Dance gehört. Der Charakter des ersten Teils ist von sommerlicher Heiterkeit und Unbeschwertheit – eine Art Höhenflug gegen die Schwerkraft, über den sich im zweiten Satz jedoch ein melancholischer Schatten legt: Mit ihren gebeugten Körpern erscheinen die Tänzerinnen und Tänzer wie Trauernde. Ein romantisch-verspieltes Zusammentreffen dreier Paare lotet Liebesglück und Liebesleid aus, bevor sich das ganze Ensemble mit halsbrecherischen Sprüngen in eine atemberaubend-ausgelassene Raserei begibt.

Mit Esplanade präsentiert das Ballett am Rhein erstmals eine Arbeit Paul Taylors und damit ein weiteres zentrales Werk des amerikanischen Repertoires des 20. Jahrhunderts. 1930 geboren erhielt Paul Taylor seine Ausbildung zum Tänzer bei Antony Tudor, Martha Graham, Doris Humphrey und José Limón und trat in verschiedenen Compagnien auf. Er arbeitete mit Merce Cunningham und zählte in Martha Grahams Dance Company zu den charismatischsten Solisten. George Balanchine schuf für ihn in seinem Ballett Episodes die legendäre Taylor-Variation. 1954 kreierte er seine erste eigene Choreographie, 1955 gründete er sein eigenes Ensemble – die in New York ansässige Paul Taylor Dance Company, die er bis heute leitet und die auf Tourneen weltweit zu erleben ist. In seinem 140 Choreographien umfassenden Schaffen setzt sich Paul Taylor mit einer großen Bandbreite von Themen auseinander, in deren Zentrum stets die Fragen des Menschseins zwischen Leben und Tod, Natur und Zivilisation, Liebe und Sexualität stehen. Horst Koegler zählte den Künstler „nicht nur zu den fruchtbarsten, fantasievollsten und musikalischsten, sondern auch zu den humorvollsten Choreographen seiner Generation“.

Musik Konzert für Violine, Streicher und Continuo E-Dur BWV 1042 sowie Largo und Allegro aus dem Konzert für zwei Violinen, Streicher und Continuo d-Moll BWV 1043 von Johann Sebastian Bach Choreographie Paul Taylor

Musikalische Leitung Aziz Shokhakimov
Kostüme John Rawlings Licht Jennifer Tipton
Choreographische Einstudierung Richard Chen See
Violine Franziska Früh / Dragos Manza, Egor Grechishnikov
/ Emilian Piedicuta,
Orchester Düsseldorfer Symphoniker

Sonntag, 29. Mai 2016, 18.30 Uhr, weiter Vorstellungen 1. Juni 2016; 4. Juni 2016; 12. Juni 2016; 3. Juli 2016; 7. Juli 2016; 10. Juli 2016

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Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein

Düsseldorf, Felix Mendelssohn überwältigt in der Matthäikirche, IOCO Aktuell, 29.04.2016

April 30, 2016  
Veröffentlicht unter IOCO Aktuell, Kirchenkonzerte

Düsseldorf / Matthäikirche © IOCO

Düsseldorf / Matthäikirche © IOCO

„ALLES WAS ODEM HAT, LOBE DEN HERRN“

Felix Mendelssohn in der Matthäikirche zu Düsseldorf

Symphonie Kantate B-Dur op. 52  Lobgesang  für Soli, Chor, Orchester  und Orgel und 95. Psalm op.46  für Soli, Chor, Orchester  und Orgel

Eine denkbare journalistische Pflichtverletzung in Kauf nehmend, soll, ehe von dem angesagten Konzert die Rede ist, ein Lobgesang angestimmt werden auf ungezählte Musikaufführungen, die in unserer Republik sich außerhalb ihrer großen wie kleineren Konzertsäle und prächtigen wie weniger prächtigeren Opernhäuser in Kirchen und säkularen Räumlichkeiten ereignen. Hier leisten die Kantoren, Chorleiter, berufene wie private Musiker eine Arbeit, die man oft nicht ihrem Wert gemäß honoriert und kaum vernehmbar genug ausschellt. Dass die Hlg.Cäcilie wahrscheinlich deswegen hierzulande einen ihrer Ferienwohnsitze genommen hat, weil sie die ringsum florierende Musiklandschaft besonders anspricht, ist nicht zuletzt eine Folge jener Pflege, die ihr überall und jederzeit gerade die Diener der Frau Musica mit den kleineren Namen angedeihen lassen. Von Albrecht  Schneider.

Düsseldorf / Felix Mendelsohn-Bartholdy © IOCO

Düsseldorf / Felix Mendelsohn-Bartholdy © IOCO

Was nun diese stilleren Dienste an der Kunst betrifft, haben  Chor, Orchester, Solisten und Dirigent mit ihrem Konzert in der Matthäikirche besondere Ehre eingelegt. Würde man den Bericht darüber in eine Sprache fassen, die der Zeit der Entstehung beider Werke gemäß wäre, ließe sich hier lesen, dass der Kantorei gesungen und das Orchester musiziert habe, als seien die himmlischen Heerscharen am Werk gewesen, und die zwei Soprane wie der Tenor hätten gegrollt, gemahnt und gejubelt gleich den Cherubimen des Paradieses.

Nein, in nüchterner Schreibmanier soll das Konzert am späten Sonntagnachmittag, den 24. April 2016, protokolliert werden. Der Psalm 95, Hymnus auf und Mahnung vor Gott zugleich, ist eines der vielen Stücke geistlicher Natur, die der Komponist nicht unbedingt bloß für den Kirchenraum gedacht hatte. Felix Mendelssohn-Bartholdy war ein gläubiger Protestant, der von der Ausbildung her sich der im Laufe des 18. Jahrhunderts verblassten Figur des Thomaskantors J.S. Bach verwandt fühlte, und der nicht allein die Matthäuspassion dem Vergessen entriss und wieder aufführte, sondern gleichsam als dessen Geisteskind – ihn keineswegs kopierend – Texte des Alten und Neuen Testaments in Musik setzte und somit verlebendigte, damit sie sich desto berührender den Menschen offenbaren würden..

Nichts Anderes intendiert sein Lobgesang. Der Komponist ist keiner, der die Abgründe der Hölle malt und ihr Grauen beschwört, eher preist er das Blau des Himmels und die ihm immanente Herrlichkeit des Schöpfers. Gewiss verkörpert er auch keinen, um einen recht fadenscheinigen Topos zu benutzen, >dem Schicksal in den Rachen greifenden Titanen< , als der einstmals der Kollege Beethoven gehandelt wurde, oder gar einen >vom Himmel durch die Welt zur Hölle< schreitenden Feuerkopf gleich Hector Berlioz. Sein Auftritt ist der eines romantisch-klassizistischen Traditionalisten mit bisweilen biedermeierlichem Habitus, wovon seine Chorgesänge und Lieder zeugen, aber nicht weniger am Ende seines Lebens auch der eines fast Unzeitgemäßen, indem er das Brahms nahe f-moll Streichquartett op. 80 der Welt hinterlässt.

Wie immer man ihn sehen will, bedeutet das nicht, ihm mangele die Fähigkeit, sich zwar nicht unbedingt musikalisch auszurasen, doch zumindest, sofern vom Wort her intendiert, dem Ausdruck zuliebe die Form zu zerbrechen. Letzteres erlaubt er sich nicht, gleichwohl versteht er durchaus in dieser Symphonie Kantate die Dialektik von Nacht und Tag, von Finsternis und Licht zu schildern. Mit den ersten zehn Noten des von zwei  Tenorposaunen und einer Bassposaune intonierten, nahezu heroischen, auf den Hörer eindringenden Motivs Alles was Odem hat, lobe den Herrn ist die Idee des Werkes deutlich ausgesprochen. Um das markante Thema gestalten sich die ersten drei sinfonischen Sätze – das op. 52 insgesamt ist der Neunten Sinfonie Beethovens verpflichtet -, die anders als dort allein auf den Höhepunkt, das Chorfinale, abzielen. Solche Absicht beglaubigt die Zeit: Sinfonia, Allegretto und Adagio als rein instrumentale Teile beanspruchen knapp dreißig Minuten, die Kantate für sich eine Dreiviertelstunde.

Dem Lobgesang, der aus Anlass der vierten Zentenarfeier der  Erfindung des Buchdrucks entstand, liegen Bibeltexte sowie die Verse des Chorals Nun danket alle Gott zugrunde. Mendelssohn selbst hat sie eingerichtet. Ihrer Aussage gemäß wurden sie jeweils leidenschaftlich, abgeklärt und mit allen Tönungen dazwischen von der Kantorei an Matthäi dargeboten. Das gleichnamige Symphonieorchester ist kein ad hoc zusammengestellter Klangkörper, vielmehr ein wohlgestimmtes, eingespieltes Instrument von Qualität, mit dem Karlfried Haas, stets eindrucksvoll gelassen dirigierend, alle Farben, Schattierungen, Linien und Ballungen der Partitur zum Klingen brachte,

Die drei Solisten, die Soprane Alexandra von der Weth und Gudrun Welker gemeinsam mit dem Tenor Markus Brutscher, die oben bereits gewürdigt wurden, blieben ihren Partien nichts schuldig, wobei der Organist Jens-Martin Ludwig mit hervorgehoben werden soll; sie alle trugen ihr Teil bei zu dem großen Ganzen, das an diesem Nachmittag aus der Kunst und Hingabe der Mitwirkenden erwuchs, und das den wachen und willigen Hörer zu überwältigen vermochte.  IOCO / Albrecht  Schneider / 29.4.2016

 

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Oper ohne Grenzen – Konzert, 18.04.2016

April 7, 2016  
Veröffentlicht unter Deutsche Oper am Rhein, Pressemeldung

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Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

„Oper ohne Grenzen“
International besetztes Konzert für eine offene Kultur im Opernhaus Düsseldorf

am 18. April, um 19.30 Uhr

Ein beeindruckendes Aufgebot von Gastsolisten unterschiedlichster Nationalitäten aus neun großen Opernhäusern, ergänzt von Sängerinnen und Sängern aus den eigenen Reihen präsentiert die Deutsche Oper am Rhein am Montag, 18. April, um 19.30 Uhr, im Opernhaus Düsseldorf. Unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Axel Kober öffnet sich dort der Vorhang für „Oper ohne Grenzen“ – das bundesweit dritte Konzert einer Reihe, die Zeichen setzt für die integrierende Kraft der Kunst. Ins Leben gerufen wurde die Initiative von der Deutschsprachigen Opernkonferenz, einem seit 1957 bestehenden Zusammenschluss der wichtigsten Opernhäuser im deutschsprachigen Raum.

Den Anfang von „Oper ohne Grenzen“ machte die Semperoper Dresden im Februar mit einem von Gastsolisten aus allen an der Initiative beteiligten Opernhäusern präsentierten Konzert. Botschafter für das internationale Ensemble der Deutschen Oper am Rhein war dort der rumänische Bariton Bogdan Baciu: „Ich war begeistert von der überwältigend positiven Energie, die bei dem Konzert in der Semperoper zu spüren war“, sagte der Sänger. Am Sonntag, 3. April, kommt in der Oper Frankfurt das zweite „Oper ohne Grenzen“-Konzert auf die Bühne – Gastsolistin aus Düsseldorf/Duisburg ist dort die ebenfalls aus Rumänien stammende Sopranistin Adela Zaharia.

Im Opernhaus Düsseldorf erwartet das Publikum am Montag, 18. April unter der musikalischen Leitung von Axel Kober eine beeindruckende Reihe hochkarätiger Gastsolisten aus aller Welt, die als Botschafter der großen Opernhäuser im deutschsprachigen Raum für einen ungewöhnlichen Konzertabend sorgen: Wallis Giunta (Oper Leipzig), Margarita Gritskova (Staatsoper Wien), Diana Haller (Oper Stuttgart), Kartal Karagedik (Staatsoper Hamburg), Marko Mimica (Deutsche Oper Berlin), Judita Nagyova (Oper Frankfurt), Mauro Peter (Opernhaus Zürich), Levy Sekgapane (Semperoper Dresden) und Wolfgang Schwaiger (Oper Köln).

Aus dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein sind Bogdan Baciu, Luiza Fatyol, Anke Krabbe, Sami Luttinen, Corby Welch und Adela Zaharia zu erleben, außerdem der Chor der Deutschen Oper am Rhein und die Duisburger Philharmoniker. Auf dem Programm stehen Arien und Duette aus Opern von Mozart, Rossini, Donizetti, Verdi und Massenet.  Als Moderator führt Operndirektor Stephen Harrison durch den Abend.

„Gelebte Internationalität ist bei unserer täglichen Arbeit auf und hinter den Bühnen eine wunderbare Selbstverständlichkeit“, betont Generalintendant Christoph Meyer. Neben der Internationalität sind für die Initiatoren von „Oper ohne Grenzen“ ein mit 10,00 Euro bewusst niedrig angesetzter Eintrittspreis, verbunden mit einer direkten und unkomplizierten Spendenmöglichkeit an eine international tätige Hilfsorganisation, Eckpfeiler ihres Konzepts. Im Rahmen des Düsseldorfer Konzerts stellt das Deutsche Rote Kreuz die Arbeit von Dolmetschern und Kulturvermittlern in Düsseldorfer und Duisburger Flüchtlingsprojekten vor und bittet um Spenden für deren weitere Finanzierung.

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Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Lost in the Forest – Jugendprojekt zum Mitmachen, IOCO Aktuell, 25.03.2016

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Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Lost in the forest  – Musiktheater zum Mitmachen

Mit rund 150 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen folgt die Junge Oper am Rhein der Spur von Hänsel und Gretel. Fast ein Jahr lang wird geprobt, bevor  Lost in the forest  im November 2016 auf den großen Bühnen in Düsseldorf und Duisburg präsentiert wird. 

Die Junge Oper am Rhein hat mit den Proben zu ihrem Mitmachprojekt  Lost in the forest  begonnen. Fast ein Jahr lang folgen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zusammen mit den Profis der Deutschen Oper am Rhein der Spur von Hänsel und Gretel. Rund 120 junge Orchester­musiker, Chorsolisten und Mitglieder des Kinderchors am Rhein erarbeiten in musikalischen und szenischen Proben eine Adaption der Märchen­oper von Engelbert Humperdinck, um sie ab 9. November 2016 auf den beiden großen Bühnen der Deutschen Oper am Rhein im Opernhaus Düsseldorf und im Theater Duisburg zu präsentieren. Auch im Hintergrund arbeiten junge Projektteilnehmer an der Produk­tion mit: In einer Graphic-Novel-Werkstatt entstehen Ideen und Entwürfe für das Plakat und das Programmheft zum Stück, während sich junge Menschen ab 16 Jahren in den Werkstätten und der Bühnentechnik für Lost in the forest engagieren können.

Duesseldorf / Intendant Christoph Meyer © Susanne_Diesner

Duesseldorf / Intendant Christoph Meyer © Susanne_Diesner

 Generalintendant Christoph Meyer: „Mit diesem wunderbaren neuen Projekt unserer Musiktheater­päda­go­ginnen laden wir zum ersten Mal junge Menschen zu der spannenden Aufgabe ein, sich unter professioneller Anleitung in den verschiedensten Bereichen einer Opernproduktion einzubringen und  auf unseren beiden großen Bühnen in Düsseldorf und Duisburg eine von uns im kreativen Prozess begleitete eigene Musiktheater­produktion zu realisieren. So können sie als Musiker oder Sänger auf der Bühne oder auch in den künstlerisch-handwerk­lichen Bereichen hinter den Kulissen ihre ersten intensiven Erfahrungen und  Begegnungen mit dem Musiktheater machen.“

Düesseldorf / DOR Team - Anna-Mareike Vohn Anja Fürstenberg Krysztina Winkel © Klaudia Taday

Düesseldorf / DOR Team – Anna-Mareike Vohn Anja Fürstenberg Krysztina Winkel © Klaudia Taday

 

Die Idee zu Lost in the forest stammt von Anna-Mareike Vohn, die seit der Spielzeit 2014/15 die Education-Abteilung der Deutschen Oper am Rhein leitet. Für die Umsetzung auf der Bühne stehen ihr wichtige künst­leri­sche Partner zur Seite: Philipp Westerbarkei hat das Regiekonzept erarbeitet, die Kostüme entworfen und gemeinsam mit Rubin Gerull das Bühnenbild entwickelt – der Komponist David Graham hat die Partitur von Humper­dincks Oper Hänsel und Gretel musikalisch eingerichtet. Als musikalische Leiterin des Projekts studiert Anna-Mareike Vohn das Stück jetzt mit den jungen Instrumentalisten in Düsseldorf ein. Unterstützt wird sie dabei von Ernst von Marschall, der sich mit dem U16-Orchester der Tonhalle Düsseldorf am Opern­projekt beteiligt. Die Gesangs­partien erarbeitet Sabina López Miguez mit dem Kinderchor am Rhein. Die 6- bis 18-jährigen Sängerinnen und Sängern des Kinderchors bekommen Verstärkung von zehn jungen Chorsolisten, die zusammen mit zwei Solisten aus dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein die Haupt­partien über­neh­men. Die szenischen Proben beginnen im Herbst unter der Leitung von Philipp Westerbarkei.

Duesseldorf / DOR_Lost in the Forest_Turandot Kostueme © Susanne Diesner

Duesseldorf / DOR_ Lucas Zenke und Hsuan-Wu Lai machen Turandot Kostueme © Susanne Diesner

Während die Mitwirkenden auf der Bühne und im Orchestergraben bereits in festen Ensembles zusammen­arbei­ten, kann sich ab sofort melden, wer hinter den Kulissen der Oper am Projekt Lost in the forest mitarbeiten möchte – etwa in der Maske, der Kostümabteilung, der Bühnentechnik, der Beleuchtung, der Requisite oder den Werkstätten der Deutschen Oper am Rhein. Speziell vom 24. bis 28. Oktober 2016, unmittelbar nach den Herbstferien, bekommen Jugendliche ab 16 Jahren während der Bühnenproben zu Lost in the forest einen intensiven Einblick in die technisch-handwerklichen Bereiche der Oper. Anmeldungen nimmt das Team der Jungen Oper am Rhein unter Tel. 0211.89 25 457 oder per E-Mail an schule@operamrhein.de entgegen.

Vom 10. bis 14. Oktober 2016, der ersten Herbstferien-Woche entwickelt die Künstlerin Bettina Kohrs mit 10- bis 14-jährigen Kindern und Jugendlichen Ideen für die Plakat- und Programmheft-Gestaltung im Graphic-Novel-Stil. Die Werkstatt findet in Kooperation dem Kulturrucksack NRW Duisburg im Lehmbruck-Museum in Duisburg statt. Bei der Jungen Oper am Rhein kann man sich auch dazu anmelden.

Lost in the forest  erzählt Engelbert Humperdincks Märchenoper im Spiegelbild von Kindern der heutigen ZeitHänsel, Gretel und ihre Freunde werden von der durch Business und Familie gestressten Mutter aus dem Haus geschickt und begeben sich auf Abenteuersuche durch den Großstadtdschungel. „Zutritt verboten!“ – Das Warnschild an einer Baustelle zieht sie besonders an, und schon bald befinden sich die Kinder auf einem Terrain, das ihnen unheimlich erscheint. Fremde Geräusche und seltsame Gestalten wirken wie im gruseligen Märchen, und auch die Begegnung mit einer Hexe scheint nicht mehr unmöglich …  PM-DOR / 23.03.2016

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