Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Premiere Stefan Herheim inszeniert Wozzeck, 20.10.2017

September 18, 2017  
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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Erste Opernpremiere in Düsseldorf: Stefan Herheim inszeniert „Wozzeck“

am Freitag, 20. Oktober, um 19.30 Uhr präsentiert die Deutsche Oper am Rhein Alban Bergs „Wozzeck“, ein Schlüsselwerk des modernen Musiktheaters, als erste Opernpremiere der neuen Spielzeit im Düsseldorfer Opernhaus. Für die Neuinszenierung hat Generalintendant Christoph Meyer einen der inter­natio­nal gefragtesten Regisseure gewonnen: Stefan Herheim, der inzwischen drei Mal zum „Opernregisseur des Jahres“ gekürt wurde und in Düsseldorf bereits mit seiner Inszenierung von Händels „Xerxes“ begeisterte, setzt das um Verbrechen, Schuld und Strafe kreisende Drama mit einer hochkarätigen Besetzung aus Ensemble­mitgliedern und international erfolgreichen Gästen wie Bo Skovhus, Camilla Nylund und Matthias Klink in Szene. Generalmusikdirektor Axel Kober hat die musikalische Leitung.

Deutsche Oper am Rhein / Stefan Herheim ©  Karl Forster / SONY DSC

Deutsche Oper am Rhein / Stefan Herheim © Karl Forster / SONY DSC

Stefan Herheim sieht in Alban Bergs Oper ein weit über das Einzelschicksal hinausgehendes Werk. Für ihn ist Wozzeck in metaphorischer Hinsicht ein mehrfach zum Tode Verurteilter, dessen Leidensweg und Verbrechen grundlegende Fragen nach menschlicher und gesellschaftlicher Verantwortung in Bezug auf Leben und Tod aufwerfen.


„Wozzeck“ von Alban Berg

Premiere am Freitag, 20. Oktober 2017, 19.30 Uhr, im Opernhaus Düsseldorf
Oper in drei Akten (15 Szenen) Text von Alban Berg nach dem Drama „Woyzeck“ von Karl Georg Büchner, Ausgabe von Karl Emil Franzos In deutscher Sprache mit Übertiteln Dauer: ca. 2 Stunden, keine Pause – empfohlen ab 16 Jahren

Deutsche Oper am Rhein / Bo Skovhus © Roland Unger

Deutsche Oper am Rhein / Bo Skovhus © Roland Unger

Mit freundlicher Unterstützung des Freundeskreises der Deutschen Oper am Rhein e.V.
Musikalische Leitung: Axel Kober Video: fettFilm
Inszenierung: Stefan Herheim Chorleitung: Gerhard Michalski
Bühne und Kostüme: Christof Hetzer Kinderchorleitung: Justine Wanat
Licht: Andreas Hofer Dramaturgie: Alexander Meier-Dörzenbach
Wozzeck: Bo Skovhus Margret: Katarzyna Kuncio
Tambourmajor: Corby Welch 1. Handwerksbursch: Thorsten Grümbel
Andres: Cornel Frey 2. Handwerksbursch: Dmitri Vargin
Hauptmann: Matthias Klink Der Narr: Florian Simson
Doktor: Sami Luttinen Soldat: Luis Fernando Piedra
Marie: Camilla Nylund
Chor: Chor der Deutschen Oper am Rhein Kinderchor: Akademie für Chor und Musiktheater
Orchester: Düsseldorfer Symphoniker

Hintergrund der Oper „Wozzeck“ von Alban Berg (1885–1935) und dem ihr zugrunde liegenden Dramenfragment von Georg Büchner ist ein authentischer Fall: Am 3. Juni 1821 ersticht in Leipzig der 41-jährige arbeitslose Perückenmacher Johann Christian Woyzeck seine Geliebte, die 46-jährige Witwe des Chirurgen Woost, vor ihrer Wohnungstür. Er wird vor Gericht gestellt, wo der Verteidiger die Zurechnungsfähigkeit seines Mandanten infrage stellt. Die daraufhin angeordnete gerichtsärztliche Untersuchung zieht sich über drei Jahre hin, bis nach zweimaliger Begutachtung durch den Leipziger Medizinprofessor Clarus alle Gnadengesuche abgelehnt und der für zurechnungsfähig erklärte Angeklagte zum Tod verurteilt wird. Der ehemalige Medizinstudent Georg Büchner verfolgt die Debatten und gewinnt daraus Mitte der 1830er Jahre den Stoff für sein Drama „Woyzeck“. Das weist in Richtung des Sozialdramas, das in diesem Fall ein Fragment bleibt.

Erst 1913 erfolgt die erste Bühnenaufführung am Münchner Residenztheater. Ein Jahr später erlebt Alban Berg das Stück an den Wiener Kammerspielen und beginnt 1915 mit der Arbeit an seiner Oper. Angesichts des gerade ausgebrochenen Ersten Weltkrieges verstärken sich die Zeichen menschlicher Denaturierung, ohne dass Berg sie in plakative Gesellschaftskritik ummünzt. Er folgt und vertieft Büchner, der Woyzecks Schuldempfinden („Was ist das, was in uns lügt, mordet, stiehlt?“) als die Schicksalsfrage menschlicher Existenz empfand.

Der bildgewaltige und überbordend kreative Norweger Stefan Herheim, der inzwischen dreimal zum „Opernregisseur des Jahres“ (Opernwelt) gekürt wurde, kommt wieder an die Deutsche Oper am Rhein. Nach seiner „Xerxes“-Inszenierung, die auch vom Düsseldorfer Publikum begeistert gefeiert wurde, widmet er sich nun dem ergreifenden Wozzeck-Drama, an dem ihn nicht nur die sozialpsychologische Fallstudie interessiert, sondern der gesamte Komplex von Verbrechen und Strafe, von Gerichtsbarkeit und dem durch sie verfügten Töten im Namen der Gerechtigkeit, worin Herheim ein Scheitern der Humanität sieht.


„Wozzeck“ im Opernhaus Düsseldorf:
Fr 20. Oktober – 19.30 Uhr (Premiere) / So 22. Oktober – 18.30 Uhr / Mi 25. Oktober – 19.30 Uhr / Fr 27. Oktober – 19.30 Uhr / Do 2. November – 19.30 Uhr / So 5. November – 15.00 Uhr / So 19. November – 18.30 Uhr / Do 23. November – 19.30 Uhr / So 26. November – 15.00 Uhr

Am Montag, 16. Oktober um 17.00 Uhr gibt das Produktionsteam in der Opernwerkstatt im Opernhaus Düsseldorf einen unmittelbaren Einblick in die Produktion: Nach einem Gespräch über Alban Bergs „Wozzeck“ und die Inszenierung sind die Besucher zur Bühnenorchesterprobe eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Direkten Bezug auf die Neuproduktion nehmen auch die „Symphoniker im Foyer“: Die Sopranistin Heidi Elisabeth Meyer und Mitglieder der Düsseldorfer Symphoniker widmen sich in der Matinee am Sonntag, 22. Oktober, um 11.00 Uhr im Opernhaus dem Kammermusik- und Liedschaffen Alban Bergs.

Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein

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Düsseldorf, Robert Schumann Saal, Programm Oktober 2017

August 24, 2017  
Veröffentlicht unter Konzert, Pressemeldung, Robert Schumann Saal

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Robert Schumann Saal   

Robert Schumann Saal im MPK Düsseldorf © Christoph Schuknecht

Robert Schumann Saal im MPK Düsseldorf © Christoph Schuknecht

Robert-Schumann-Saal
Programm Oktober 2017

Mi, 4.10.2017, 19 Uhr
Eröffnung Jamaltage Düsseldorf
Tanzensemble „Nordlicht“ | Anzhelika Kulmametova Sopran

Anlässlich der Eröffnung der Jamaltage in Düsseldorf stellt das renommierte Tanzensemble „Nordlicht“ aus der nordrussischen Region Jamal in einem Gala-Konzert
ein breites Spektrum an Volkstänzen vor – ukrainisch, russisch, moldauisch, und nicht zuletzt Tänze der Nenzen, des einheimischen Volkes Jamals. Die Choreografien erzählen von den Traditionen und der Geschichte dieser Länder und Regionen. Die Lebensfreude der südlichen Länder, die Härte und der immerwährende Optimismus des Nordens, oder auch die Fruchtbarkeit und Tüchtigkeit der westlichen und östlichen Regionen werden in den feurigen Tänzen mit ihrer beschwingten musikalischen Begleitung widerspiegelt.

Bereichert wird das Bühnenerlebnis durch die Sopranistin Anzhelika Kulmametova, die in ihren Liedern ihre Liebe zur Heimat Jamal offenbart und dem Publikum die raue Schönheit der Region näherbringt – eine Region, die geprägt ist vom fabelhaften Nordlicht, dem Ruf der Rentiere und der Herzenswärme der Nenzen inmitten der Permafrost-Zone.

Veranstalter: AVP – Akzeptanz-Vertrauen-Perspektive e.V.
15 € (Schüler/Studenten 10 €) zzgl. Servicegebühren


So, 15.10.2017, 17 Uhr
erstKlassik! mit Moderation
Classica Cubana – ein Ausflug ins Dreiländereck zwischen Folklore, Latin und Jazz Azurblaues Meer und die koloniale Pracht Havannas, heiße Rhythmen und eine durch nichts unterzukriegende Lebensfreude, dafür steht Kuba. Spätestens seit dem Riesenerfolg des Albums „Buena Vista Social Club“ ist die kubanische Musik zurück auf
den internationalen Bühnen.

Das mit dem ECHO Klassik ausgezeichnete Ensemble Classica Cubana lädt ein zu einer musikalischen Zeitreise bis hin zur heutigen Musik der Karibikinsel. Zwei herausragende Musiker Kubas, die Jazzpianistin Marialy Pacheco und der klassische Gitarrist Joaquín Clerch, präsentieren gemeinsam mit der vielseitigen Flötistin Anette Maiburg ein Programm, bei dem klassischer Klangsinn und Raffinesse auf kubanische Lässigkeit und karibischen Sound treffen. Die Sinnlichkeit der Musik wird von der Tänzerin Ivana Scavuzzo, die so unterschiedliche Stile wie Urban, Jazz, Samba und afro-kubanische Elemente miteinander verbindet, in Bewegung übersetzt.

Marialy Pacheco Klavier | Anette Maiburg Flöte | Luis Felipe De Armas Bocalandro
Gesang | Joaquín Clerch Gitarre | Ivana Scavuzzo Tanz
Veranstalter: Stiftung Museum Kunstpalast, Robert-Schumann-Saal in Kooperation mit dem Niederrhein Musikfestival 30/26/21/12 € (Schüler/Studenten 10 €) zzgl. Servicegebühren


Do, 19.10.2017, 20 Uhr
Talente entdecken
In der neuen Reihe „Talente entdecken“ werden in Kooperation mit Heinersdorff Konzerte und dem Steinway Prize Winner Concerts Network preisgekürte Nachwuchspianisten vorgestellt. Eine Pressemitteilung hierzu ist ebenfalls beigefügt. Shuan Hern Lee Klavier 1. Preisträger in seiner Altersklasse der Robert Schumann Competition Düsseldorf 2017

Johann Sebastian Bach
Chromatische Fantasie und Fuge für Klavier d-Moll BWV 903
Ludwig van Beethoven
Klaviersonate Nr. 21 C-Dur op. 53 „Waldstein“
Carl Vine
Toccatissimo
Frédéric Chopin
Klaviersonate Nr. 2 b-Moll op. 35
Robert Schumann
Klaviersonate Nr. 2 g-Moll op. 22

Veranstalter: Stiftung Museum Kunstpalast, Robert-Schumann-Saal in Kooperation mit
Heinersdorff Konzerte 22/18/15/10 € (Schüler/Studenten 8 €) zzgl. Servicegebühren

Alle vier Konzerte der Reihe „Talente entdecken“ im Abonnement mit über 20 %
Ersparnis, Infos über www.robert-schumann-saal.de.


So, 22.10.2017, 17 Uhr
Soiree
Soiree der Robert Schumann Hochschule
Studierende der Robert Schumann Hochschule präsentieren sich im Konzert
Veranstalter: Gesellschaft der Freunde und Förderer der Robert Schumann Hochschule Restkarten können ab dem 17.10.2016 kostenfrei an der Museumskasse, Eingang Ständige Sammlung, abgeholt werden. Programmänderungen bleiben vorbehalten. www.robert-schumann-saal.de

Pressemeldung Museum Kunstpalast / Robert Schumann Saal

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Ballett am Rhein – Kompanie des Jahres 2017, August 2017

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Ballett am Rhein – „Kompanie des Jahres“

Zum vierten Mal ist das von Martin Schläpfer und Remus Sucheana geführte Ballett am Rhein Düsseldorf Duisburg in der jährlichen Kritikerumfrage der Zeitschrift tanz zur Kompanie des Jahres gewählt worden. „Statt vieler Worte“ würdigt die Redaktion in ihrem Jahrbuch das außergewöhnliche Ensemble in einer Hommage aus Bildern und zeigt damit eindrücklich seine tänzerische Bandbreite und künstlerische Strahlkraft.

Deutsche Oper am Rhein / Ballett am Rhein - b.29 "Konzert für Orchester" Martin Schläpfer: Konzert für Orchester – Ensemble FOTO © Gert Weigelt

Deutsche Oper am Rhein / Ballett am Rhein –
b.29 „Konzert für Orchester“ Martin Schläpfer: Konzert für Orchester – Ensemble FOTO © Gert Weigelt

Mit großer Freude hat das Leitungsteam der Deutschen Oper am Rhein die Nachricht aufgenommen, dass eine Jury aus 42 Tanzjournalisten das Ballett am Rhein erneut zur „Kompanie des Jahres“ gewählt hat. Generalintendant Christoph Meyer und Generalmusikdirektor Axel Kober: „Wir sind sehr, sehr stolz auf unsere fantastischen Tänzerinnen und Tänzer und auf Martin Schläpfer und Remus Sucheana, die die Compagnie dorthin gebracht haben, wo sie jetzt steht.“ Bereits in den Jahren 2013, 2014 und 2015 hatte es das Ballett am Rhein an die Spitze der Kritikerumfrage geschafft, Martin Schläpfer erhielt 2010 den Titel „Choreograf des Jahres“. Auch der Düsseldorfer Kulturdezernent, Hans-Georg Lohe, gratulierte der Compagnie: „Ich bin hocherfreut, dass erneut die Leistung unseres herausragenden Ballett am Rhein so gewürdigt wird.“

Mit dem neoklassischen Stück Mozartiana von George Balanchine, Konzert für Orchester von Martin Schläpfer und dem humorvollen The Concert von Jerome Robbins startet die Compagnie am 23. September in die Düsseldorfer Ballettsaison. In Duisburg eröffnet am 14. Oktober Schläpfers Petite Messe solennelle die Ballettspielzeit – ein abendfüllendes Stück, das erst vor wenigen Wochen in einem Mitschnitt im Rahmen des 3sat-Festspielsommers ausgestrahlt wurde.

„Publikumsfavorit des Jahres“ wurde bei der Kritikerumfrage „Nijinski“ von Marco Goecke, der schon mehrfach mit dem Ballett am Rhein gearbeitet hat und in der kommenden Saison mit der Compagnie sein „Le spectre de la rose“ einstudiert.

Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein

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Düsseldorf, Tonhalle Düsseldorf, Sound der Utopie – das Persimfans-Orchester, 07.-08.10.2017

August 16, 2017  
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Tonhalle Düsseldorf

Tonhalle Düsseldorf © Diesner

Tonhalle Düsseldorf © Diesner

Sound der Utopie – das Persimfans-Orchester

Für den Herbst des Jahres 2017 – das Jubiläumsjahr der Oktober-Revolution – hat die Tonhalle Düsseldorf ein zweiteiliges Persimfans-Projekt als Kooperation zwischen dem 2008 in Moskau gegründeten Persimfans-Orchester und den Düsseldorfer Symphonikern im Programm. Am 7. und 8. Oktober werden in den Tonhallen-Konzertreihen Supernova – neue und neueste Musik und Ehring geht ins Konzert jeweils Programme zur Aufführung kommen, die Musiker aus Moskau und Düsseldorf gemeinsam – ohne Dirigent – nach den Maximen des originalen, 1922 gegründeten Persimfans-Orchesters erarbeitet haben. Persimfans ist die Kurzform des russischen Perwy Simfonitscheski Ansambl, zu Deutsch: „Erstes symphonisches Ensemble“. Die Musiker, die sich auf Initiative des Moskauer Geigenprofessors Lew Zeitlin im Jahr 1922 zusammenfanden, waren Pioniere und leidenschaftliche Idealisten, die die ursprüngliche Bedeutung von „symphonisch“ („zusammenklingend“) und Ensemble („Gesamtheit, Einheit“) beim Wort nahmen. Sie übertrugen das in der Kammermusik gängige Prinzip des gleichberechtigten Spiels auf das große Orchester. Wichtige Bestandteile der Konzerte sind auch eine Reihe von Klanginstallationen und musikalisch-theatralischen Aktionen, die während der Pause präsentiert werden sollen und die den „anarchischen“ Geist der Zeit ganz besonders atmen. Das Vorhaben ist als Austauschprojekt gemeinsam mit dem Goethe-Institut Moskau konzipiert: Auf den Besuch der Moskauer Musiker in Düsseldorf im Oktober 2017 soll im Dezember 2017 ein Gegenbesuch stattfinden, bei dem Musiker aus Düsseldorf nach Moskau reisen.

Tonhalle Düsseldorf / Sound der Utopie - Persimfans Orchester © Tonhalle Düsseldorf

Tonhalle Düsseldorf / Sound der Utopie – Persimfans Orchester © Tonhalle Düsseldorf

Sound der Utopie Teil 1: Samstag, 7. Oktober 2017, 20.00 Uhr: Supernova – Russian Revolution Reloaded Russian Revolution Reloaded:

Am Samstag, dem 7. Oktober spielen die Düsseldorfer Symphoniker gemeinsam mit dem Persimfans-Orchester aus Moskau und Pianist Peter Aidu Werke von Meitus, Wyschnegradsky, Meisel und Mossolow – in unseren Breiten weitgehend unbekannte Komponisten, die die russische Avantgarde zu Zeiten der Oktober-Revolution geprägt haben. Erarbeitet und aufgeführt werden die Werke auf die typische unkonventionelle Weise der musikalischen Gäste aus Moskau: Die Musiker spielen gleichberechtigt miteinander und vor allem ohne Dirigenten. Das Vorbild dieser Übertragung einer kammermusikalischen Praxis auf große Orchester ist das 1922 in Moskau gegründeten Persimfans-Orchesters, welches als Experiment in angewandtem musikalischem Kollektivismus gegründet wurde und nach nur 10 Jahren seiner Existenz den Repressionen Stalins zum Opfer fiel.

Sound der Utopie Teil 2: Sonntag, 8. Oktober 2017, 16.30 Uhr

Tonhalle Düsseldorf / Sound der Utopie - Ehring Persimfans © Tonhalle Düsseldorf

Tonhalle Düsseldorf / Sound der Utopie – Ehring Persimfans © Tonhalle Düsseldorf

Ehring geht ins Konzert – Grundkurs Weltrevolution Grundkurs Weltrevolution: Am Sonntag, 8. Oktober nimmt Christian Ehring das Publikum in der Tonhalle auf eine politische-musikalische Reise in die Zeit der Oktoberrevolution mit. Im zweiten Teil des Wochenendes unter dem Motto „Sound der Utopie“ spielen die Düsseldorfer Symphoniker gemeinsam mit dem Persimfans-Orchester Werke, die mit dem Geist der Oktober-Revolution verbunden sind: So war Ludwig van Beethoven Lenins Lieblingskomponist, Josef Schillinger sein offizieller „Staatskomponist“. Die Werke, die auch vom originalen Persimfans-Orchester Anfang des 20. Jahrhunderts gespielt wurden, werden nach deren Praxis einstudiert und aufgeführt: Mit gleichberechtigt musizierenden Orchestermitgliedern und vor allem ohne Dirigenten. Die größere Verantwortung jedes einzelnen Musikers, die Notwendigkeit von mehr Kommunikation untereinander und die gemeinsame Überzeugung führten – und führen auch heute noch – zu frischen, spektakulären Ergebnissen.

Supernova  –  Neue und neueste Musik – Mendelssohn-Saal
07.10.2017, 20:00 Uhr

Düsseldorfer Symphoniker,  Persimfans-Orchester,  Peter Aidu : Klavier

Meitus – Dneprostroi, Symphonische Suite

Wyschnegradsky – Préludes für zwei Klaviere

Meisel – Musik zu Eisensteins Stummfilm „Panzerkreuzer Potemkin“ (Ausschnitt)

Mossolow – Klavierkonzert Nr. 1 op. 14

Mossolow – Streichquartett Nr. 1 a-Moll op. 24 (1. und 2. Satz)

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